rufe auf den Zusatzpunkt 4: Aktuelle Stunde auf Verlangen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD Bevölkerungsschutz neu denken – Gemeinsam für ein krisenfestes Deutschland Ich darf die Aussprache eröffnen
Zusatzpunkt 4 · 21/81 · 22. Mai 2026
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Mit dem Pakt für den Bevölkerungsschutz geben wir Richtung, Resilienz und Ressourcen. Es geht uns schlichtweg darum, dass wir unsere Gesellschaft vorbereiten für Krisen, für Katastrophen, für Konflikte. Es ist einfach unser Auftrag. Wenn die Bedrohungen für unser Land größer werden, dann wollen wir die Menschen in unserem Land besser schützen. Es …
Alexander Dobrindt stellt den 'Pakt für den Bevölkerungsschutz' vor, der militärische und zivile Verteidigung verzahnen sowie die Ausstattung von Hilfsorganisationen verbessern soll, um die Gesellschaft auf wachsende Bedrohungen vorzubereiten.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Viel zu lange hat die Regierung das Problem des Bevölkerungsschutzes auf die lange Bank geschoben und stiefmütterlich behandelt. Während der Verteidigungshaushalt – das heißt die militärische Verteidigung, welche den Blick über die deutschen Grenzen nach außen richtet – über ein eigenes Ministerium jährliche Zuwendungen im mittleren bis nunmehr höheren zweistelligen Milliardenbereich erhielt, gab es …
Steffen Janich kritisiert die Vernachlässigung des Bevölkerungsschutzes durch die Bundesregierung und fordert eine rechtssichere, hierarchische Zusammenführung von Zivil- und Katastrophenschutz unter Federführung des Bundes, ohne die Kompetenzen der Länder zu beschneiden.
Jetzt hat das Wort für den Bundesrat der Minister Christian Pegel. Christian Pegel, Minister : Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mein Name ist Christian Pegel. Ich darf mich in Mecklenburg-Vorpommern als Innenminister auch für die kommunale Selbstverwaltung und den Katastrophen- und Zivilschutz mit engagieren. Ich möchte mich zu Beginn …
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich will Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen der Regierungsfraktionen, zunächst einmal Danke sagen, dass wir heute in dieser Aktuellen Stunde über den Zivil- und Bevölkerungsschutz diskutieren. Das ist wichtig und gut. Denn Sie wissen: Meine Fraktion, der Kollege Leon Eckert und ich, werben seit vielen Jahren dafür, die Probleme in diesem Themenbereich – der …
Der Redner kritisiert die Sicherheitspolitik von Alexander Dobrindt und der Regierung als konzeptionslos und fordert eine umfassende Stärkung des Zivil- und Bevölkerungsschutzes jenseits bloßer finanzieller Mittel.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Wer Bevölkerungsschutz jetzt neu denken will, hat entweder bislang noch nicht so richtig mitgedacht oder bislang nicht gehandelt. Liebe Koalition, man muss Ihnen allerdings zugutehalten: Sie haben den großen Handlungsbedarf offenbar endlich erkannt. Das ist zu begrüßen, wirklich. Wir brauchen keine parteipolitischen Schaufensterdebatten, wir brauchen Sicherheit für Menschen in ganz konkreten Krisenlagen. …
Der Redner kritisiert den von der Bundesregierung vorgelegten Pakt für den Bevölkerungsschutz als reinen Beschaffungsakt ohne belastbare Strukturen und fordert stattdessen eine Stärkung der Ehrenamtlichen, klare Zuständigkeiten und echte Daseinsvorsorge.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die Bedrohungen, die vor uns stehen, können wir uns nicht aussuchen, den Schutz für unsere Bevölkerung aber schon. Genau daran misst sich politische Verantwortung, genau daran misst sich guter Bevölkerungsschutz. Wer den Bevölkerungsschutz vernachlässigt, wird seiner Verantwortung nicht gerecht. Wer zivile Verteidigung verschläft, verspielt Vertrauen. Darum handeln wir schlagkräftig, liebe Kolleginnen und …
Der Redner betont die Bedeutung eines starken Bevölkerungsschutzes und wirbt für die Gesetze der Bundesregierung unter Hinweis auf erhöhte Haushaltsmittel und die Notwendigkeit von Krisenvorsorge durch Infrastruktur, Bildung und Ehrenamt.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Hochgeschätzter Herr Minister, lassen Sie mich noch mit zwei Worten zurückblicken auf die Dinge, die Sie vorhin gesagt haben. Also, ich erkenne Ihre Bemühungen an, ich sehe, es passiert etwas. Der Steuermichel wird aber – ich gehe davon aus, gegen seinen Willen – extrem leistungsfähig sein müssen, um all das zu …
Der Redner kritisiert die Regierungsarbeit als Ursache für fehlende Resilienz in Deutschland und fordert eine Stärkung der Eigenverantwortung der Bürger sowie eine ehrliche Kommunikation über die Schutzgrenzen des Staates.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Wehrbeauftragter! Auch einen Gruß an die Soldatinnen und Soldaten auf der Tribüne, Dank und Anerkennung für diesen Dienst! Wirksamer Bevölkerungsschutz ist strategische Grundvoraussetzung funktionierender Gesamtverteidigung. Diese Gesamtverteidigung ruht auf zwei gleich starken Säulen, und diese Säulen sind die militärische Verteidigung und die zivile Verteidigung Deutschlands. Die Sicherheits- …
Der Redner betont die Notwendigkeit eines starken zivilen Bevölkerungsschutzes als gleichberechtigte Säule der Gesamtverteidigung angesichts der veränderten Sicherheitslage durch Russland und fordert eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe zur Abschreckung.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wenn Sie sich umschauen und hoch auf die Tribünen gucken, wird Ihnen auffallen, dass die Tribünen jetzt gerade ein bisschen voller sind als sonst. Das liegt daran, dass die amerikanischen Teilnehmer/-innen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms heute hier den Deutschen Bundestag besuchen. – Wir begrüßen Sie ganz herzlich! Nehmen Sie gerne mit, dass wir als Deutscher Bundestag sehr …
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Sehr geehrter Herr Bundesminister Dobrindt! Was ist eigentlich Bevölkerungsschutzpolitik? Es ist das Aushandeln, was wir im Vorfeld an Geld und Ressourcen zur Krisenbewältigung bereitstellen – wie viel der Bund, wie viel die Länder, wie viel die Kommunen – und wie viel wir von den Bürgerinnen und Bürgern …
Leon Eckert bewertet den 'Pakt für den Bevölkerungsschutz' anhand eines 3-A-Modells, attestiert dem Papier aber lediglich ein 'Single-A-Rating', da es strategische Antworten schuldig bleibe, vor allem auf Altstrukturen setze und langfristige Finanzierung sowie Ausbildungsziele unklar seien.
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es war gegen 17 Uhr, als ich den Anruf unserer Feuerwehr bekam. Die Meldung war zunächst knapp, aber eindeutig: Die Bäche und die Ruhr würden langsam über die Ufer treten. – Die Lage spitzte sich zu. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, welches Ausmaß diese Nacht annehmen würde. …
Die Rednerin berichtet von ihren Erfahrungen during der Flutkatastrophe 2021 und betont die Notwendigkeit einer besseren Koordination von Hilfskräften. Sie befürwortet die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes und des Zivilschutzes.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe Bürger! Lieber Herr Wehrbeauftragter! Die Regierungsparteien haben keine Charakterköpfe mehr. Die SPD ist Lichtjahre von Helmut Schmidt entfernt. Und der letzte CDU-Kanzler hieß ja bekanntlich Gerhard Schröder. Stattdessen haben wir Berliner Tennisspieler, Fettnäpfchentreter und Links-Grüne, die nicht wissen, ob man Huhn oder Hahn ist. Wir sind konfrontiert mit Ereignissen wie Irankrieg, …
Der Redner kritisiert die Regierungsparteien scharf wegen ihrer mangelnden Charakterstärke und Unfähigkeit im Bevölkerungsschutz, während er historische Figuren wie Franz Josef Strauß als Vorbilder für eine robustere Sicherheitspolitik preist und den eigenen Fraktionsantrag als Lösung präsentiert.
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Minister, Herr Wehrbeauftragter, schön, dass Sie dieser Debatte beiwohnen. Die vergangenen Jahre haben uns deutlich vor Augen geführt, wie verletzlich selbst ein modernes und starkes Land wie Deutschland sein kann. Die Pandemie, die Flutkatastrophe im Ahrtal, Waldbrände, Angriffe auf kritische Infrastruktur und nicht zuletzt der Krieg mitten …
Rasha Nasr wirbt für den neuen Pakt für Bevölkerungsschutz als Reaktion auf veränderte Sicherheitslagen und betont dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landesregierungen sowie die Bedeutung des Ehrenamts.
Verehrter Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Der heutige Tag zeigt: Das Tempo in der deutschen Innenpolitik bleibt hoch. Migrationswende, innere Sicherheit, Schutz der kritischen Infrastruktur, Drohnenabwehr, Cyberschutz und jetzt der Pakt für den Bevölkerungsschutz: So sieht politische Handlungsfähigkeit aus, verehrte Kolleginnen und Kollegen. Verehrter Herr Kollege von Notz, verehrter Herr Kollege Eckert, ich habe Ihren Reden aufmerksam zugehört. Sie …
Josef Oster betont die Handlungsfähigkeit der Regierung in den Bereichen Sicherheit und Bevölkerungsschutz und vergleicht deren Erfolge kritisch mit der Arbeit der Ampel-Koalition.
Vielen Dank, Herr Präsident. Vielen Dank, Herr Oster. – Herr Oster, Sie haben gesagt, diesbezüglich sei bei der Ampel nicht viel passiert und überhaupt sei die Kritik ja mau. Wenn man sich das Ganze anschaut – die Kollegen haben es ausgeführt –, stellt man fest: Trotz des vielen Geldausgebens und Geldverteilens fehlt ganz offensichtlich eine konzeptionelle Gesamtstrategie bei den Schutzzielen …
Marcel Emmerich wirft der Opposition vor, durch die Blockade des Sondervermögens für den Zivilschutz Zeitverzögerungen verursacht zu haben, und kritisiert das Fehlen einer Gesamtstrategie.
Wenn es ein personifiziertes Gegenstück zum Stichwort „Blockade“ gibt, dann ist es dieser Innenminister. Er ist der Innenminister, der liefert und der hier Handlungsfähigkeit zeigt. Sie widersprechen sich ja in Ihrer Fragestellung. Sie sagen, es geht gar nicht nur ums Geld, es geht auch um Konzepte. Wir haben uns guten Konzepten nie in den Weg gestellt. Ganz im Gegenteil: Wir …
Der Redner verteidigt den Innenminister gegen den Vorwurf der Blockade und wirft der Ampelkoalition vor, im Bereich Bevölkerungsschutz aufgrund fehlender Prioritäten handlungsunfähig zu sein.
Herr Emmerich, Sie können gerne stehen bleiben; aber der Präsident sagt, ich muss weiterreden. Die Zeitenwende bezieht sich für uns nicht nur auf die Bundeswehr, sondern es ist ganz klar, dass das Thema Zeitenwende auch eine zivile Seite hat. Der Pakt für den Bevölkerungsschutz zeigt, dass wir liefern, wenn es um die Sicherheit unseres Landes geht. Meine sehr geehrten Damen …
Josef Oster betont die Notwendigkeit einer Verzahnung von innerer und äußerer Sicherheit im Rahmen der Zeitenwende und wirbt für die Akzeptanz des Zivilschutzes in der Bevölkerung sowie die finanzielle Unterstützung der Kommunen durch die Bundesländer.
Herzlichen Dank. – Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir erleben gerade eine Zeit – es ist schon vielfach angeklungen –, in der sich die Sicherheitslage in Deutschland und Europa wirklich ganz grundlegend geändert hat. Das liegt eben nicht nur an den klassischen Katastrophenschutzthemen – also an Hochwassern, Waldbränden oder Naturkatastrophen, die durch den menschengemachten Klimawandel häufiger und heftiger auftreten …
Der Redner betont die Notwendigkeit einer umfassenden Sicherheitsstrategie angesichts veränderter Bedrohungslagen wie Krieg, Sabotage und Cyberangriffen und stellt die Regierungskoalition als handlungsfähige Einheit dar, die den Bevölkerungsschutz durch Gesetzesreformen stärkt.
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden. Wir erleben in Deutschland täglich hybride Bedrohungen in Form von Desinformation, Cyberattacken, Sabotage oder durch Drohnenflüge über kritische Infrastruktur. Wir leben in einer Grauzone zwischen Krieg und Frieden, und das stellt uns vor neue Herausforderungen. Mit dem Pakt für den Bevölkerungsschutz …
Der Redner beschreibt die aktuelle Sicherheitslage als eine Grauzone zwischen Krieg und Frieden und fordert angesichts hybrider Bedrohungen einen verstärkten Bevölkerungsschutz sowie die Verzahnung von ziviler und militärischer Verteidigung.
Herr Präsident! Lieber Kollege Silberhorn, herzlichen Dank für das Zulassen der Zwischenfrage. – Wir führen diese Debatte seit eineinhalb Stunden, und ich bin, ehrlich gesagt, nicht bereit, Sie und Minister Dobrindt so klein aus der Tür zu lassen. Dass Sie nicht einmal in Worte fassen, warum diese Koalition in der Lage ist, im Bereich der Nachrichtendienste und beim Bevölkerungsschutz die …
Der Redner fordert vom Vorredner und der Bundesregierung eine Erklärung für die parlamentarische Mehrheiten bei Themen der Nachrichtendienste, nachdem er der Regierung vorwirft, im Wahlkampf über die Haushaltslage getäuscht zu haben.
Herr Kollege von Notz, Sie wissen, dass die NATO bei ihrem Gipfel in Wales 2014 beschlossen hat, dass alle NATO-Mitgliedstaaten 2 Prozent ihres Haushaltes für Verteidigung ausgeben sollen. Das ist hier im Deutschen Bundestag lange sehr strittig gewesen, und es hat viel Kraft gekostet, in Richtung dieser 2 Prozent zu gehen. Dann haben die NATO-Mitgliedstaaten beim NATO-Gipfel im Sommer letzten …
Thomas Silberhorn begründet die Notwendigkeit der Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 5 Prozent sowie die Aufnahme des Sondervermögens, wobei er die Rolle der Grünen bei der Grundgesetzänderung thematisiert und deren Zustimmung mit hohen Kosten für den Bundeshaushalt verknüpft.
Meine Damen und Herren, es geht darum, dass unser Staat in Krisenlagen handlungsfähig bleibt, dass Stromversorgung, Telekommunikation, Verkehr, Gesundheitswesen und vieles mehr funktionieren, dass Warnsysteme zuverlässig arbeiten, dass Einsatzkräfte schnell, koordiniert und wirksam handeln können. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass hier Schwachstellen bestehen: fehlende Schutzräume, veraltete Einsatzfahrzeuge, lückenhafte Sirenen und Warnsysteme oder Defizite in der Infrastruktur. Ja, vieles davon …
Thomas Silberhorn betont die Notwendigkeit der Handlungsfähigkeit des Staates in Krisen und fordert die Stärkung des Bevölkerungsschutzes durch massive Investitionen, bessere Koordination und gesellschaftliche Mithilfe.