rufe auf den Tagesordnungspunkt 11: Beratung des Antrags der Abgeordneten Micha Fehre, Kay Gottschalk, Steffen Kotré, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand
Tagesordnungspunkt 11 · 21/81 · 22. Mai 2026
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Sie alle kennen die folgenden Zahlen: Der Anteil Deutschlands am globalen CO2-Ausstoß liegt noch bei unbedeutenden 1,5 Prozent, der Anteil der EU gerade mal bei 6 Prozent. Um diesen für das globale Klima unbedeutenden Anteil noch ein kleines bisschen weiter zu drücken, rechnet die Deutsche Industrie- und Handelskammer mit Kosten bis …
Der Redner kritisiert die deutsche und europäische Klimapolitik als ineffektiv und wirtschaftsschädlich, bezeichnet sie als sozialistische Planwirtschaft und fordert die Abschaffung der entsprechenden Mechanismen.
Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich will vier Punkte aufgreifen. Der erste Punkt. Ja, wir müssen dafür sorgen, dass es mit unserer Wirtschaft wieder nachhaltig aufwärtsgeht. Wir müssen dafür sorgen, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen wieder verbessert und dass der Wohlstand für die Menschen in unserem Land langfristig gesichert und gestärkt wird; das ist überhaupt keine …
Der Redner betont die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und den Wohlstand zu sichern, lehnt jedoch die Abschaffung des Emissionshandelssystems als Lösung ab und verteidigt dieses als effizientes marktwirtschaftliches Instrument.
Es war ein hocheffizientes Instrument, und es war auch ein Treiber für Innovationen. Wir sind in vielen dieser Bereiche heute Technologieführer. Von diesem Vorsprung haben vor allem viele mittelständische Firmen in unserem Land profitiert. Wenn man sich jetzt einmal vorstellt, man würde in diesem Bereich einfach alles auf null setzen, dann würde das am Ende dazu führen, dass man es …
Der Redner verteidigt das Emissionshandelssystem als treibende Kraft für Innovation und warnt vor einer Abschaffung, die China begünstigen würde; er fordert stattdessen eine Reform und beanstandet diverse sachliche Fehler im Antrag der AfD.
Sehr verehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Am 12. Februar ist etwas Spannendes passiert. Da war Bundeskanzler Friedrich Merz auf dem Europäischen Industriegipfel in Antwerpen. Das allein ist jetzt nicht der Rede wert; aber es war spannend, was er dort gesagt hat und welche Folgen das hatte. Merz hat dort angedeutet, dass der europäische Emissionshandel überarbeitet oder verschoben werden …
Der Redner verteidigt den europäischen Emissionshandel als zentrales marktwirtschaftliches Instrument zur Emissionsreduktion und Wirtschaftsförderung. Er kritisiert den AfD-Antrag scharf, da dieser Planungssicherheit für grüne Technologien gefährde und eine Gefahr für die europäische Wirtschaft darstelle.
Danke schön. – Die heimischen Unternehmen werden besser geschützt, indem die ausländische Konkurrenz den angemessenen CO2-Preis zahlen muss. Natürlich muss der CBAM unbürokratisch und praxistauglich weiterentwickelt werden, damit gerade auch kleine und mittelständische Betriebe einen Nutzen und keinen Nachteil haben. Das System ist komplex, ja. Es ist nicht perfekt; aber es ist besser als seine Alternativen. Und wenn Sie das …
Der Redner verteidigt den CBAM und CO2-Preise als Schutz für heimische Unternehmen und warnt davor, diese Systeme abzuschaffen, da dies die Industrie schwäche. Er grenzt sich von der AfD ab, die er für fossile Rückständigkeit und falsche Schuldzuweisungen im Klimaschutz kritisiert.
Vielen Dank, Herr Präsident, dass Sie die Kurzintervention zulassen. – Ich habe es in der letzten Plenarwoche jemandem von der SPD schon mal gesagt: Schauen Sie sich bitte eine Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer an. Das ist nicht unbedingt ein Freund von uns. Aber sie hat in einer Studie klargemacht, wie viel Geld durch CO2-Abgaben weltweit fließt. 61 Prozent …
Der Redner kritisiert anhand einer Studie der DIHK die Höhe der CO2-Abgaben in Deutschland und der EU, die weltweit unverhältnismäßig hoch seien im Vergleich zum Anteil an den Emissionen.
Werter Herr Kollege, Sie haben gesagt, die DIHK ist nicht unbedingt ein Freund von Ihnen. Als Betriebswirt, als Volkswirt, als Mitglied des Wirtschaftsausschusses kann ich ergänzend sagen: Sie haben keine Freunde in der deutschen Wirtschaft. Die deutschen Wirtschaftsinstitute, das IW Köln, alle sagen: Wir reden nicht mit der AfD; die AfD-Politik bringt Deutschland den Niedergang. Sie zerstören Arbeitsplätze, Sie zerstören …
Julian Joswig greift die AfD heftig an und behauptet, deren Politik werde von der Wirtschaft abgelehnt und zerstöre den Wohlstand. Er plädiert stattdessen für Marktwirtschaft, Technologien und Emissionshandel als Zukunftsmodelle.
Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Hilse, ich wäre an Ihrer Stelle ein bisschen vorsichtig, auf wen ich mich in meinen Darstellungen berufen würde. Aber da Sie die Industrie- und Handelskammer so prominent hier in dieser Debatte erwähnt haben, will ich Ihnen gerne ein kurzes Zitat vorlesen. Und Sie können ja mal überlegen, wem das zuzuordnen ist. Ich zitiere: „Für [uns] …
Esra Limbacher verteidigt den Emissionshandel und Klimaschutzmaßnahmen als zentrale Instrumente für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und grenzt sich scharf von der AfD ab, deren wirtschaftspolitische Vorschläge er als existenzielle Bedrohung für Arbeitsplätze und Unternehmen darstellt.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Hallo Friends! Hallo Amigos! Merhaba arkadaşlar! Silav helan hevalno! In dem Antrag nimmt die AfD ernsthaft die USA als wirtschaftliches Vorbild. Millionen Menschen arbeiten dort in prekären Jobs – ohne soziale Absicherung, ohne bezahlbare Gesundheitsversorgung und oft ohne jede Zukunftsperspektive. Ich sage: Wir brauchen keine amerikanischen Verhältnisse. Wir brauchen soziale Sicherheit, gute …
Mirza Edis verteidigt die CO2-Bepreisung und soziale Sicherheit gegen den AfD-Antrag, kritisiert amerikanische Verhältnisse und unterstellt der AfD Nostalgie und Stillstand, während er den Wandel durch staatliche Unterstützung fordert.
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sie von der AfD wollen bequeme Wahrheiten vermitteln. Aber jeglichen Rahmen für Nachhaltigkeit und jegliches Denken an künftige Generationen in das Reich der Märchen zu verschieben, ist nicht unsere Art von Politik, meine Damen und Herren. Ihr Antrag verkennt, dass Klimaschutz und industrielle Wettbewerbsfähigkeit keine Gegensätze sind. Noch …
Der Redner verteidigt den Emissionshandel und den CBAM als marktwirtschaftliche Instrumente, die Klimaschutz und industrielle Wettbewerbsfähigkeit vereinbaren, und lehnt den Antrag der AfD auf Abschaffung dieser Mechanismen ab.
Herr Präsident! Man ist fassungslos, wenn man diese Äußerungen hier hört. Wissen Sie, wer mittlerweile der größte Autoexporteur der Vereinigten Staaten ist? BMW. Das heißt, wir exportieren Autos und Arbeitsplätze, und die Wertschöpfung ist in den Vereinigten Staaten. Wir haben seit 2019 110 000 Arbeitsplätze alleine in der Autoindustrie verloren. Herr Esra Limbacher, wo leben Sie denn eigentlich im Saarland? …
Kay Gottschalk kritisiert die Energie- und Klimapolitik der Bundesregierung und der EU massiv, weil diese Arbeitsplatzabwanderung und hohe Kosten verursache, und greift dabei andere Abgeordnete sowie das politische System scharf an.
Herr Kollege, herzlichen Dank, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Ich habe mich nicht für mich gemeldet, sondern für viele Menschen, die in meiner Heimat leben. In der Stahlindustrie im Saarland arbeiten über 12 000 Beschäftigte. Wenn wir dem folgen würden, was Sie heute hier vorschlagen, würde das bedeuten, dass unter anderem Saarstahl morgen direkt nach der Entscheidung die Arbeit …
Esra Limbacher warnt im Namen der saarländischen Stahlindustriebeschäftigten vor den wirtschaftlichen Folgen des AfD-Antrags und unterstellt der Partei Desinteresse an den Arbeitsplätzen.
Ja, danke. – Ich würde ihnen sagen, die gesamten marktwirtschaftlichen Eingriffe, die grüner und roter Sozialismus sind, werden im Gegenzug abgezogen. Wir gehen zurück zur Kernkraft, wir senken durch marktwirtschaftliche Maßnahmen die Energiepreise, und wir schaffen endlich Wettbewerbsfähigkeit. Das ist ähnlich wie bei Temu und in anderen Bereichen – ich habe es eben gesagt –: Die deutsche und europäische Wirtschaft …
Kay Gottschalk fordert die Abschaffung marktwirtschaftlicher Eingriffe und der Energiewende, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft wiederherzustellen und China Billigimporte entgegenzusetzen. Er kritisiert Subventionen für grünen Stahl und bezeichnet diese Projekte als gescheiterte Hirngespinste.
Schönen Dank, Herr Abgeordneter, dass Sie die Frage zulassen. – Sie haben gerade von Kernkraft gesprochen. Können Sie den Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland denn erklären, wo Sie morgen das nächste Atomkraftwerk bauen und wie Sie das übermorgen in Betrieb nehmen wollen? Denn den Zusammenhang leugnen Sie hoffentlich nicht: Wenn Sie etwas abschaffen, dann müssen Sie dafür etwas aufbauen. Ich …
Jürgen Coße hinterfragt die Realisierbarkeit einer sofortigen Wiederaufnahme der Kernkraftnutzung durch die AfD und fordert eine konkrete Erklärung für den Zeithorizont und die Standortwahl.
Ich halte das für sehr realistisch. Wenn Sie Ihre Sabotage nicht so schnell fortgesetzt und die Kühltürme gesprengt hätten, so zum Beispiel Herr Söder in Bayern, dann könnten wir sehr schnell – die Studien liegen vor –, binnen zwei bis drei Jahren, vielleicht auch viel schneller, die sechs stillgelegten Kernkraftwerke wieder ans Netz bringen, und dann würde auch der Energiepreis …
Der Redner fordert die schnelle Wiederinbetriebnahme der sechs stillgelegten deutschen Kernkraftwerke, um Energiepreise zu senken und Arbeitsplätze zu sichern.
Kommen wir zu den weiteren Fakten. Wahrscheinlich haben Sie deswegen so viele Freunde in der Industrie- und Handelskammer oder bei den Wirtschaftsprüfern: Sie haben mit diesem CBAM und dem neuen System mal eben so 279 Planstellen geschaffen, üppig versorgt. KPMG Law ist der Glückliche; denn die dürfen die entsprechenden Berichte prüfen. Und wenn Sie mit Unternehmern, mit echten Mittelständlern sprechen …
Der Redner kritisiert die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung, insbesondere das CBAM-System, als bürokratische Belastung, die die Industrie in den Ruin treibt, und macht die etablierten Parteien für die Rezession und den wirtschaftlichen Niedergang verantwortlich.