Eröffnung & Geschäftliches

21/88 · 8. Juli 2026

5
Reden
5
Redner:innen
2.283
Wörter
46
Zwischenrufe
72
Beifall
0
Meinungen
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Hallo zusammen! Guten Tag! Hiermit ist unsere Sitzung eröffnet. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir treten ein in unsere Tagesordnung. Aber bevor das geschieht, darf ich noch Glückwünsche aussprechen, nämlich zum 50. Geburtstag – und just am heutigen Tag – dem Kollegen Christoph Schmid. Lieber Herr Schmid, im Namen des gesamten Hauses alles Gute zu Ihrem Geburtstag, große Festgemeinschaft. Lassen Sie …
Hallo zusammen! Guten Tag! Hiermit ist unsere Sitzung eröffnet. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir treten ein in unsere Tagesordnung. Aber bevor das geschieht, darf ich noch Glückwünsche aussprechen, nämlich zum 50. Geburtstag – und just am heutigen Tag – dem Kollegen Christoph Schmid. Beifall Lieber Herr Schmid, im Namen des gesamten Hauses alles Gute zu Ihrem Geburtstag, große Festgemeinschaft. Lassen Sie es sich gut gehen! Ich komme jetzt zur Tagesordnung. Interfraktionell ist vereinbart worden, die Tagesordnung um die in der Zusatzpunkteliste aufgeführten Punkte zu erweitern: ZP 1 Aktuelle Stunde auf Verlangen der Fraktion der AfD Mutmaßliche Angriffe gegen Journalisten in Erfurt am vergangenen Wochenende ZP 2 Beratung des Antrags der Fraktion Die Linke Nein zu biometrischen Massenerkennungssystemen Drucksache 21/… Überweisungsvorschlag: Innenausschuss (f) Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz ZP 3 Abgabe einer Regierungserklärung durch den Bundeskanzler: Zur aktuellen politischen Lage ZP 4 Beratung des Antrags der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mit der Neuausrichtung der Verkehrspolitik auf Hitze und Klimastress reagieren Drucksache 21/… Überweisungsvorschlag: Verkehrsausschuss (f) … ZP 5 Weitere Überweisungen im vereinfachten Verfahren (Ergänzung zu TOP 28) a) Erste Beratung des von der Fraktion der AfD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Entsorgungsfondsgesetzes (Endlagerfindungsgesetz) Drucksache 21/… Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Wirtschaft und Energie (f) … Federführung offen b) Beratung des Antrags der Abgeordneten Thomas Stephan, René Springer, Peter Bohnhof, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD Altersversorgung der Freien Berufe sichern – Transparenz und Kontrolle bei den berufsständischen Versorgungswerken stärken Drucksache 21/6936 Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Arbeit und Soziales (f) Ausschuss für Wirtschaft und Energie Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ausschuss für Gesundheit c) Beratung des Antrags der Abgeordneten Dr. Götz Frömming, Martin Erwin Renner, Ronald Gläser, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD Wissenschaftliche Untersuchung der Parteizugehörigkeit und Funktionärstätigkeit späterer Bundestagsabgeordneter in der SED-Diktatur Drucksache 21/6937 Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung (f) Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe Ausschuss für Kultur und Medien d) Beratung des Antrags der Abgeordneten Karl Bär, Dr. Zoe Mayer, Dr. Ophelia Nick, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Lebensmittelversorgung in Deutschland krisenfest und unabhängig gestalten Drucksache 21/6663 Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (f) Innenausschuss Ausschuss für Wirtschaft und Energie Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit Ausschuss für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung e) Beratung des Antrags der Abgeordneten Dr. Ophelia Nick, Niklas Wagener, Dr. Zoe Mayer, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Lebensmittelhandwerk erhalten – Vielfältige und krisenfeste Ernährungsversorgung sicherstellen Drucksache 21/6664 Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (f) Finanzausschuss Ausschuss für Wirtschaft und Energie Ausschuss für Arbeit und Soziales Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend Haushaltsausschuss f) Beratung des Antrags der Abgeordneten Niklas Wagener, Dr. Ophelia Nick, Dr. Zoe Mayer, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Nationale Ernährungssicherung in Zivilschutz- und Katastrophenschutzfällen – Zusammenarbeit ermöglichen Drucksache 21/6662 Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (f) Innenausschuss Ausschuss für Wirtschaft und Energie Verteidigungsausschuss Ausschuss für Gesundheit Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Haushaltsausschuss g) Beratung des Antrags der Abgeordneten Niklas Wagener, Dr. Zoe Mayer, Karl Bär, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Wasserrückhalt und Resilienz stärken – Einkommensperspektiven für Landwirte schaffen und Moorschutzverfahren beschleunigen Drucksache 21/6658 Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (f) Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen Haushaltsausschuss h) Beratung des Antrags der Abgeordneten Ines Schwerdtner, Desiree Becker, Janine Wissler, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke Weltfriedenstag als europäischer Feiertag Drucksache 21/6938 Überweisungsvorschlag: Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union ZP 6 Weitere abschließende Beratungen ohne Aussprache (Ergänzung zu TOP 29) a) Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Wirtschaft und Energie (9. Ausschuss) zu dem Antrag der Abgeordneten Dr. Julia Verlinden, Dr. Alaa Alhamwi, Lisa Badum, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Jetzt für den nächsten Winter vorsorgen – Gasverbrauch wirksam reduzieren und Gasunabhängigkeit voranbringen Drucksachen 21/6007, 21/6526 b) Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz (6. Ausschuss) zu dem Streitverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht 2 BvE 3/26 Drucksache 21/6944 c) Verordnung der Bundesregierung Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/1785 und zur Umsetzung des Durchführungsbeschlusses (EU) 2022/2427 Drucksache 21/5875 ZP 7 Wahlen zu Gremien a) Wahlvorschläge der Fraktionen der CDU/CSU und SPD, der Fraktion der AfD und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Wahl von Mitgliedern des Stiftungsrates der Bundesstiftung Baukultur gemäß § 7 des Gesetzes zur Errichtung einer „Bundesstiftung Baukultur“ Drucksachen 21/6887, 21/6888, 21/6889 b) Wahlvorschläge der Fraktionen der CDU/CSU und SPD und der Fraktion der AfD Wahl von Mitgliedern des Stiftungsrates der „Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ Drucksachen 21/6890, 21/6891 c) Wahlvorschläge der Fraktionen der CDU/CSU und SPD, der Fraktion der AfD, der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der Fraktion Die Linke Wahl von Mitgliedern des Stiftungsrates der „Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ Drucksachen 21/6892, 21/6893, 21/6894, 21/6895 d) Wahlvorschläge der Fraktionen der CDU/CSU und SPD und der Fraktion der AfD Wahl von Mitgliedern des Kuratoriums der Stiftung „Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR“ Drucksachen 21/6896, 21/6897 e) Wahlvorschläge der Fraktionen der CDU/CSU und SPD und der Fraktion der AfD Wahl eines Mitglieds des Verwaltungsrats der Deutschen Nationalbibliothek gemäß § 6 Absatz 1 Nummer 1 des Gesetzes über die Deutsche Nationalbibliothek Drucksachen 21/6898, 21/6899 f) Wahlvorschläge der Fraktionen der CDU/CSU und SPD und der Fraktion der AfD Wahl eines Mitglieds des Parlamentarischen Beirats der „Stiftung für das sorbische Volk“ Drucksachen 21/6901, 21/6902 g) Wahlvorschläge der Fraktionen der CDU/CSU und SPD, der Fraktion der AfD und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Wahl von Mitgliedern des Stiftungsrates der „Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss“ Drucksachen 21/6903, 21/6904, 21/6905 ZP 8 Aktuelle Stunde auf Verlangen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD Zukunft deutscher Automobilindustrie gestalten – Erfolgreiche Reformschritte für Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Innovation ZP 9 Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Wirtschaft und Energie (9. Ausschuss) zu dem Antrag der Abgeordneten Bernd Schattner, Leif-Erik Holm, Steffen Kotré, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD Strompreise für alle Unternehmen in Deutschland senken Drucksachen 21/5493, 21/… ZP 10 Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Wirtschaft und Energie (9. Ausschuss) zu dem Antrag der Abgeordneten Dr. Paul Schmidt, Stefan Henze, Dr. Malte Kaufmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD Anzahl staatlich subventioniert neu zu errichtender Gaskraftwerke durch den Wiedereinstieg in die Kernenergie verringern Drucksachen 21/4460, 21/5617 ZP 11 Erste Beratung des von der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zur Fortsetzung des Ausbaus Erneuerbarer Energien Drucksache 21/… Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Wirtschaft und Energie (f) … ZP 12 Erste Beratung des von der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs – Rückführung und Weiterentwicklung des Rechts der Eigenbedarfskündigung im privaten Wohnraummietrecht Drucksache 21/… Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz (f) … ZP 13 Beratung des Antrags der Abgeordneten Birgit Bessin, Alexander Arpaschi, Adam Balten, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD Bundesprogramm „Demokratie leben!“ sofort einstellen – Parteipolitische Neutralität wahren Drucksache 21/6925 ZP 14 Erste Beratung des von der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Patientenrechtegesetzes Drucksache 21/… Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Gesundheit (f) … ZP 15 – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der Digitalisierung in der Migrationsverwaltung (Migrationsverwaltungs-digitalisierungsweiterentwicklungsgesetz – MDWG) Drucksache 21/4080 Beschlussempfehlung und Bericht des Innenausschusses (4. Ausschuss) Drucksache 21/… – Bericht des Haushaltsausschusses (8. Ausschuss) gemäß § 96 der Geschäftsordnung Drucksache 21/… ZP 16 Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Wirtschaft und Energie (9. Ausschuss) zu dem Antrag der Abgeordneten Agnes Conrad, Jörg Cezanne, Janine Wissler, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke Jetzt handeln – Die Zukunft der Automobilindustrie sozial und ökologisch gestalten Drucksachen 21/3715, 21/… ZP 17 Beratung des Antrags der Abgeordneten Agnes Conrad, Lorenz Gösta Beutin, Luigi Pantisano, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke Elektro-Autos bezahlbar machen – Förderung von E-Fahrzeugen sozial und ökologisch neu ausrichten Drucksache 21/6524 Überweisungsvorschlag: Verkehrsausschuss (f) Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz Ausschuss für Wirtschaft und Energie Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit ZP 18 Beratung des Antrags der Abgeordneten Marc Bernhard, Leif-Erik Holm, Dr. Paul Schmidt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD Deutschland braucht echte Reformen – Der Krise des Wirtschaftsstandorts Deutschland wirksam entgegentreten Drucksache 21/6928 Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Wirtschaft und Energie (f) … ZP 19 Beratung des Antrags der Fraktionen der CDU/CSU und SPD Änderung der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages hier: Anwesenheitserfassung an Sitzungstagen Drucksache 21/… ZP 20 Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Auswärtigen Ausschusses (3. Ausschuss) zu dem Antrag der Abgeordneten Claudia Roth, Awet Tesfaiesus, Luise Amtsberg, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Das Freiwilligenprogramm „kulturweit“ erhalten – Internationalen Freiwilligendienst sichern und stärken Drucksachen 21/5517, 21/… ZP 21 a) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Modernisierung des Bundespolizeigesetzes Drucksache 21/3051 Beschlussempfehlung und Bericht des Innenausschusses (4. Ausschuss) Drucksache 21/… – Bericht des Haushaltsausschusses (8. Ausschuss) gemäß § 96 der Geschäftsordnung Drucksache 21/… b) Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Innenausschusses (4. Ausschuss) zu dem Antrag der Abgeordneten Clara Bünger, Anne-Mieke Bremer, Katrin Fey, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke Bundespolizei rechtsstaatlich modernisieren – Menschenrechte in Vollzugspraxis und Ausbildung stärken Drucksachen 21/3306, 21/… ZP 22 Aktuelle Stunde auf Verlangen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Angekündigte Verschärfungen bei Krankschreibungen – Mehr Gesundheitsschutz, kein Misstrauen Von der Frist für den Beginn der Beratungen soll, soweit erforderlich, abgewichen werden. Die Tagesordnungspunkte 8a, 10 und 27 sowie Tagesordnungspunkt 29d werden abgesetzt. Die weiteren Änderungen und Ergänzungen sowie den geänderten Ablauf der Beratungen im Übrigen können Sie, wie immer, der Zusatzpunkteliste entnehmen. Außerdem mache ich aufmerksam auf drei nachträgliche Ausschussüberweisungen im Anhang zur Zusatzpunkteliste: Der am 25. Juni 2026 (86. Sitzung) überwiesene nachfolgende Antrag soll zusätzlich dem Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz (6. Ausschuss) zur Mitberatung überwiesen werden: Beratung des Antrags der Abgeordneten Isabelle Vandre, Caren Lay, Janine Wissler, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke Immobilientransparenzregister einrichten – Geldwäsche bekämpfen, Transparenz über Eigentumsverhältnisse am Wohnungsmarkt herstellen Drucksache 21/6566 Überweisungsvorschlag: Finanzausschuss (f) Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen Der am 25. Juni 2026 (86. Sitzung) überwiesene nachfolgende Gesetzentwurf soll zusätzlich dem Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz (6. Ausschuss) zur Mitberatung überwiesen werden: Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Stärkung der Cybersicherheit Drucksache 21/6585 Überweisungsvorschlag: Innenausschuss (f) Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz Ausschuss für Wirtschaft und Energie Verteidigungsausschuss Verkehrsausschuss Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung Haushaltsausschuss mitberatend und gemäß § 96 der GO Die am 21. Mai 2026 (80. Sitzung) gemäß § 80 Absatz 3 der Geschäftsordnung überwiesene nachfolgende Unterrichtung soll zusätzlich dem Ausschuss für Tourismus (20. Ausschuss) zur Mitberatung überwiesen werden: Beratung der Unterrichtung durch die Deutsche Welle Entwurf der Aufgabenplanung 2026 bis 2029 Drucksache 21/5500 Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Kultur und Medien (f) Auswärtiger Ausschuss Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Ausschuss für Tourismus Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Haushaltsausschuss Bevor wir gleich zur Feststellung der Tagesordnung kommen, müssen wir noch einen Antrag zur Geschäftsordnung beraten. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und die Fraktion Die Linke haben beantragt, Tagesordnungspunkt 22a abzusetzen. Dabei handelt es sich um die abschließende Beratung des Gesetzentwurfs zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung. Wie ich höre, wird das Wort gewünscht. Für die beantragende Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat Frau Abgeordnete Dr. Irene Mihalic das Wort. Bitte sehr. Beifall: Grüne
DR Dr. Irene Mihalic Grüne rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! „Sie haben [...] dieses Parlament zu einem Ort der Debattenverweigerung und zu einem Ort des Durchpeitschens von Gesetzen gemacht. [...]“ „Dies ist eine Missachtung des Parlaments, wie es sie in dieser Dimension in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland noch nicht gegeben hat.“ Bevor Sie sich jetzt alle aufregen, meine Damen und Herren, …
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! „Sie haben [...] dieses Parlament zu einem Ort der Debattenverweigerung und zu einem Ort des Durchpeitschens von Gesetzen gemacht. [...]“ ↳ Stephan Brandner (AfD): »Wie war das noch mit dem Gebäudeenergiegesetz?« „Dies ist eine Missachtung des Parlaments, wie es sie in dieser Dimension in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland noch nicht gegeben hat.“ Beifall: Grüne Beifall: Linke (einzelne Abg.) ↳ Dr. Reinhard Brandl (Union): »Ampelkoalition!« Bevor Sie sich jetzt alle aufregen, meine Damen und Herren, das sind nicht meine Worte. Das waren die Worte von Friedrich Merz ↳ Stefan Schmidt (Grüne): »Hört! Hört!« in der Debatte zum Gebäudeenergiegesetz der Ampel vor ziemlich genau drei Jahren. Beifall: Grüne Beifall: Linke ↳ Jens Spahn (Union): »Ist auch ein anderer Sachverhalt gewesen! Völlig anderer Sachverhalt!« Und er war nicht der Einzige. Sie alle aus der Union, meine Damen und Herren, haben damals das Vorgehen der Ampel heftig kritisiert. ↳ Jens Spahn (Union): »Völlig anderer Sachverhalt! Anderer Sachverhalt!« Aber finden Sie nicht, Herr Spahn, dass Sie damals den Mund ein bisschen voll genommen haben, wenn Sie uns heute ein so chaotisches Verfahren beim Gesetz über die gesetzliche Krankenversicherung zumuten? Was Sie hier machen, ist keine ordentliche Beratung, meine Damen und Herren, und deswegen beantragen wir, das Gesetz zur Beitragsstabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung von der Tagesordnung abzusetzen. Beifall: Grüne Beifall: AfD Beifall: Linke Nur einmal zur Erinnerung: Beim Gebäudeenergiegesetz vor drei Jahren wurden knapp 100 Seiten Änderungsanträge an einem Freitagmittag verteilt. Am darauffolgenden Montag gab es eigens eine Sachverständigenanhörung zu diesen Änderungen. Mittwoch wurde der Ausschuss abschließend damit befasst. Das waren fast vier Tage mehr Beratungszeit, als Sie dem Parlament jetzt beim GKV-Gesetz zugestehen wollen. Beifall: Grüne Beifall: AfD (einzelne Abg.) Beifall: Linke (einzelne Abg.) ↳ Alexander Hoffmann (Union): »Wir haben zwei Wochen obendrauf gesetzt! Wir haben das Verfahren um 14 Tage verlängert! Was Sie sagen, ist doch nicht wahr!« Und diesmal reden wir nicht über 100 Seiten. Diesmal, Herr Hoffmann, reden wir über fast 300 Seiten Änderungen, also praktisch ein neues Gesetz, das erst nach einigem Hin und Her am Montagabend an den Ausschuss gegangen ist. Eine neue Anhörung dazu haben Sie abgelehnt. Niemand hier – nicht ich, nicht Sie – kann seriös beurteilen, wie sich all diese Änderungen auswirken werden. Beifall: Grüne Beifall: AfD Beifall: Linke Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir reden hier nicht über ein kleines technisches Gesetz. Wir reden über eines der wichtigsten und größten Reformvorhaben dieser Legislaturperiode. Millionen Menschen sind davon betroffen. Da müssen Sie den Menschen doch sicher sagen können, dass wir das alles hier sorgfältig und anständig beraten und nicht zack, zack in zwei Tagen durch die Tür schieben, meine Damen und Herren. Beifall: Grüne Beifall: AfD Beifall: Linke Das kann doch nicht Ihr Ernst sein! Wenn Sie, wie heute Morgen, im Ausschuss für Arbeit und Soziales eine Mehrheitsentscheidung für die Absetzung dieses Gesetzes einfach ignorieren, dann ist das ein handfester Skandal. Beifall: Grüne Beifall: Linke Beifall: AfD (einzelne Abg.) Das wird ein Nachspiel haben. Das kann ich Ihnen jetzt schon versprechen. Das ist doch ungeheuerlich, was hier abgeht! Wenn Ihnen das alles egal ist, wenn Ihnen das alles wirklich wurscht ist, so will ich es mal sagen, dann nehmen Sie sich doch wenigstens selber ernst. Hören Sie auf Ihre eigenen Appelle von damals! Setzen Sie das GKV-Gesetz von der Tagesordnung ab! Es gibt keine Notwendigkeit, das in dieser Woche abzuschließen. Beifall: Grüne Beifall: Linke Beifall: AfD (einzelne Abg.)

Dr. Irene Mihalic fordert, das Gesetz zur Beitragsstabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung von der Tagesordnung zu streichen, weil das Verfahren zu hastig und undemokratisch sei.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend moralischemotionalpolemischidealistisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die CDU/CSU-Fraktion hat nun Herr Abgeordneter Steffen Bilger das Wort. Bitte. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.)
ST Steffen Bilger Union rede Im Protokoll ↗
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Nach so viel Empörung vielleicht mal ganz nüchtern zu den Fakten. Wir wollen am Freitag einen Gesetzentwurf beschließen, der ganz wesentlich auf den Empfehlungen der FinanzKommission Gesundheit beruht. Diese hat ihre Empfehlungen am 30. März vorgestellt; das war vor genau 100 Tagen. Die Bundesregierung hat diese Empfehlungen zur Grundlage für ihren Gesetzentwurf genommen. Den …
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Nach so viel Empörung ↳ Britta Haßelmann (Grüne): »Sie beschädigen den Ausschuss, wo keine Mehrheit festgestellt wurde! Das können Sie mal erklären!« vielleicht mal ganz nüchtern zu den Fakten. ↳ Britta Haßelmann (Grüne): »Ja! 17 zu 10!« ↳ Stephan Brandner (AfD): »Wir sind ganz nüchtern!« Wir wollen am Freitag einen Gesetzentwurf beschließen, der ganz wesentlich auf den Empfehlungen der FinanzKommission Gesundheit beruht. ↳ Britta Haßelmann (Grüne): »Überhaupt gar nicht!« Diese hat ihre Empfehlungen am 30. März vorgestellt; das war vor genau 100 Tagen. ↳ Martin Sichert (AfD): »Da hättet ihr genug Zeit gehabt!« Die Bundesregierung hat diese Empfehlungen zur Grundlage für ihren Gesetzentwurf genommen. Den hat sie am 29. April beschlossen. Das war vor genau 70 Tagen. Zu diesem Gesetzentwurf gab es am 12. Juni hier im Deutschen Bundestag die erste Lesung, und danach wurde im Ausschuss intensiv weiter beraten. Am 22. Juni fand eine öffentliche Anhörung statt. ↳ Ates Gürpinar (Linke): »Noch gar nicht fertig!« Zuletzt wurden in der Tat letzte Verbesserungsvorschläge aus dem Parlament und vonseiten der Länder aufgegriffen und am Montag über den Ausschuss verteilt. ↳ Britta Haßelmann (Grüne): »Der Ausschuss ist nur unterbrochen! Der berät noch!« Das ist, meine Damen und Herren, normales parlamentarisches Geschäft. Beifall: Union Beifall: SPD ↳ Stefan Schmidt (Grüne): »Berichten Sie über das notwendige Prozedere!« Die Grünen verweisen nun auf die angeblich 280 – in der Rede gerade eben waren es schon fast 300 – Seiten Änderungsanträge. Aber das ist mitnichten so. ↳ Grüne Tatsächliche Änderungen – schauen Sie es sich bitte mal an – betreffen nur bestimmte Stellen. Das meiste ist der bisherige unveränderte Gesetzestext. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) ↳ Britta Haßelmann (Grüne): »Das stimmt doch nicht!« Auch heute wurde und wird der Gesetzentwurf über mehrere Stunden im Ausschuss beraten. ↳ Britta Haßelmann (Grüne): »Seit dreieinhalb Stunden!« Die Ministerin war dort anwesend und stand für Fragen zur Verfügung. So viel mal zu den Fakten! ↳ Martin Sichert (AfD): »Nein! Falsch!« Nun ist die Vergangenheit nicht unser Maßstab. ↳ Britta Haßelmann (Grüne): »Nein, die Vergangenheit ist kein Maßstab!« Aber Sie haben sie gerade auch angeführt. Und ich bin doch sehr erstaunt über die Empörung, Frau Kollegin Mihalic. Deshalb kann ich Ihnen den Blick zurück in die letzte Wahlperiode, in der Ihre Fraktion Regierungsverantwortung trug, nicht ersparen. Beim sogenannten Osterpaket erreichten die Ausschussmitglieder keine zehn Minuten vor der abschließenden Ausschusssitzung über 300 Seiten Änderungsanträge aus dem Hause von Robert Habeck. ↳ Union: »Oh!« Bei der Strom- und Gaspreisbremse kamen 400 Seiten Änderungsanträge in der Nacht vor der abschließenden Ausschussberatung vom selben Absender. ↳ Britta Haßelmann (Grüne): »Das macht es doch nicht besser! Sie wollten doch alles besser machen! Sie waren doch selbst beim Bundesverfassungsgericht!« Heute hier also einen Antrag zur Absetzung der GKV-Reform zu stellen, weil angeblich nicht genügend Beratungszeit gegeben war, ist vor diesem Hintergrund mindestens scheinheilig. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Sieghard Knodel (fraktionslos) ↳ Pascal Meiser (Linke): »Ihr seid doch keinen Deut besser!« Für meine Fraktion, für diese Koalition steht fest: Dieses Gesetz muss kommen. Es muss so schnell wie möglich kommen. ↳ Britta Haßelmann (Grüne): »Das fällt Ihnen ja früh ein!« Denn es stellt sicher, dass steigende Beitragssätze für viele Millionen Versicherte noch abgewendet werden. ↳ Stefan Schmidt (Grüne): »Sie hätten ja unseren Empfehlungen folgen können!« Wenn Sie von den Grünen und Sie von den Linken das nicht wollen, dann sagen Sie es offen, ↳ Heidi Reichinnek (Linke) aber greifen Sie nicht zu Verfahrenstricks. Es handelt sich um die größte gesundheitspolitische Reform seit Langem. Sie wurde unter Einhaltung aller Fristen intensiv beraten. Jetzt ist es Zeit für Entscheidungen. ↳ AfD: »Pfui!« Denn Versicherte, Kassen und insbesondere alle, die durch ihren persönlichen Einsatz am Mitmenschen unser Gesundheitssystem am Laufen halten, brauchen jetzt Klarheit und Planungssicherheit. Daher lehnen wir den Antrag der Grünen und der Linken ab. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Sieghard Knodel (fraktionslos) ↳ Katharina Dröge (Grüne): »Sie gefährden Jobs im Gesundheitswesen!«

Steffen Bilger verteidigt die GKV‑Reform als korrekt vorbereitet, dringend notwendig und kritisiert die Opposition der Grünen und Linken als unbegründet und heuchlerisch.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend sachlichmoralischpopulistischpragmatischpolemisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Bevor ich den nächsten Redner aufrufe: Liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist ein emotionales Thema; aber ich bitte auch um Mäßigung. Wenn hier, wie gerade aus der AfD-Fraktion heraus, der Beitrag eines Abgeordneten, der mit Argumenten seine Position vorträgt, mit „Pfui!“ kommentiert wird, dann ist das nicht parlamentarisch. Sie können eine andere Meinung haben; aber das mit „Pfui!“ zu kommentieren, …
Bevor ich den nächsten Redner aufrufe: Liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist ein emotionales Thema; aber ich bitte auch um Mäßigung. Wenn hier, wie gerade aus der AfD-Fraktion heraus, der Beitrag eines Abgeordneten, der mit Argumenten seine Position vorträgt, mit „Pfui!“ kommentiert wird, dann ist das nicht parlamentarisch. Sie können eine andere Meinung haben; aber das mit „Pfui!“ zu kommentieren, gehört sich hier nicht. Beifall: Union Beifall: SPD Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Für die AfD-Fraktion hat jetzt Herr Abgeordneter Martin Sichert das Wort. Bitte. Beifall: AfD
MA Martin Sichert AfD rede Im Protokoll ↗
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Vorgestern kamen 102 Änderungen zum GKV-Gesetz, die daraus ein komplett neues Gesetz machen. Fast überall wurde geändert. Übermorgen soll das Gesetz schon verabschiedet werden. Das ist viel zu kurz, zumal viele Änderungsanträge katastrophale Auswirkungen haben werden. Exemplarisch zwei Änderungen. Erstens soll eine unbegrenzte Prüfung für Krankenhäuser eingeführt werden, selbst bei Kleinstbeträgen. Das sorgt nicht …
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Vorgestern kamen 102 Änderungen zum GKV-Gesetz, die daraus ein komplett neues Gesetz machen. ↳ Jens Spahn (Union): »Das ist doch Unsinn! Totaler Unsinn!« Fast überall wurde geändert. Übermorgen soll das Gesetz schon verabschiedet werden. Das ist viel zu kurz, zumal viele Änderungsanträge katastrophale Auswirkungen haben werden. Exemplarisch zwei Änderungen. Erstens soll eine unbegrenzte Prüfung für Krankenhäuser eingeführt werden, selbst bei Kleinstbeträgen. Das sorgt nicht nur für unvorhersehbare Kosten der Krankenversicherung, sondern es ist auch eine elementare Gefährdung bisher gesunder Krankenhäuser. Zweitens wird die Informationspflicht der Krankenkassen bei Beitragserhöhungen gestrichen und damit das Sonderkündigungsrecht der Versicherten eingeschränkt – ein massiver Angriff auf Verbraucherrechte. Wer so etwas kurzfristig durch das Parlament peitschen will, der verachtet die Demokratie. Beifall: AfD Echte Demokraten stellen ihre Vorschläge vor und lassen ausreichend Zeit, um eine vernünftige Entscheidung treffen zu können. Das sieht auch das Bundesverfassungsgericht so. Es hat erst vor drei Jahren auf Antrag von AfD- und CDU-Abgeordneten festgestellt, dass große Änderungen allen Abgeordneten weit vor der Abstimmung vorliegen müssen. Sie schreiben hier auf 280 Seiten ein komplett neues Gesetz mit massiven und unvorhersehbaren Auswirkungen für über 70 Millionen gesetzlich Versicherte und sämtliche Bereiche des Gesundheitswesens. Dass die Regierung das GKV-Gesetz im Schnellverfahren durchs Parlament peitschen will, zeigt nicht nur, wie wenig Respekt CDU und SPD vor der Demokratie haben; es ist auch eine Katastrophe für Deutschland. Dieses Gesetz bedeutet einen massiven Kahlschlag im Gesundheitswesen. Es wird zu einem Massensterben der Krankenhäuser, Apotheken und ambulanten Pflege führen. Durch Verschärfung der Budgetierung werden gesetzlich versicherte Patienten in vielen Regionen Deutschlands keine Termine bei Fachärzten, Physiotherapeuten oder Psychotherapeuten und in vielen anderen Bereichen mehr bekommen. Mit diesem Gesetz werden die Beiträge für Millionen Versicherte massiv erhöht. Seit Corona gab es kein Gesetz, das ähnlich massive Auswirkungen auf das Gesundheitssystem hatte. Und dazu kommt, dass dieses Gesetz so schlecht ist, dass Union und SPD heute um 10:50 Uhr einen Entschließungsantrag im Gesundheitsausschuss eingebracht haben, in dem sie selbst ankündigen, dass das Gesetz nach der Sommerpause dringend nachgebessert werden muss. Beifall: AfD ↳ Alexander Hoffmann (Union): »Das stimmt doch überhaupt nicht! Sie wissen genau, was es damit auf sich hat!« Meine Damen und Herren, ein Gesetz, das so schlecht ist, dass die antragstellenden Fraktionen schon vor dem Beschluss wissen, dass es geändert werden muss, sollten wir hier nicht beschließen. Beifall: AfD Dieses Gesetz und das ganze Vorgehen sind eine einzige Beschädigung des Parlamentarismus und der Demokratie in Deutschland. Echte Demokraten stellen sich demokratischen Debatten, sie suchen im Parlament gemeinsam mit allen Abgeordneten nach den besten Lösungen. Echte Demokraten versuchen nicht, Abgeordnete und Öffentlichkeit mit komplett neuen Gesetzen kurzfristig zu überrumpeln. Hören Sie auf, die Demokratie zu beschädigen! Setzen Sie das Gesetz ab! Ansonsten sehen wir uns vor dem Verfassungsgericht wieder. Vielen Dank. Beifall: AfD

Martin Sichert kritisiert die schnelle Verabschiedung des GKV-Gesetzes als undemokratisch und als Gefahr für das Gesundheitssystem, und fordert das Parlament auf, das Gesetz nicht zu beschließen.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend moralischemotionalpopulistischpolemisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die Fraktion der SPD hat nun Herr Abgeordneter Dirk Wiese das Wort. Beifall: SPD Beifall: Union
DI Dirk Wiese SPD rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Kolleginnen und Kollegen! Bei allen Diskussionen, die wir jetzt hier über dieses Gesetzgebungsverfahren führen: Sehr geehrter Herr Sichert, wenn es eine Partei gibt, die die Demokratie bei uns im Land von innen heraus zu zersetzen sucht, dann ist das die Ihrer Fraktion. Das sieht man an den Wahlprogrammen für Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, und das hat man …
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Kolleginnen und Kollegen! Bei allen Diskussionen, die wir jetzt hier über dieses Gesetzgebungsverfahren führen: Sehr geehrter Herr Sichert, wenn es eine Partei gibt, die die Demokratie bei uns im Land von innen heraus zu zersetzen sucht, dann ist das die Ihrer Fraktion. Beifall: SPD Beifall: Union Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Beifall: Linke (einzelne Abg.) ↳ Karsten Hilse (AfD): »Da brauchen Sie gar nicht weitererzählen, Herr Wiese! Das ist vollkommen absurd, was Sie erzählen! Sprechen Sie doch einfach zum Thema!« ↳ AfD Das sieht man an den Wahlprogrammen für Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, und das hat man erst recht auf dem Parteitag in Erfurt gesehen, wo Sie gute Miene zum bösen Spiel gemacht haben mit Blick auf das, was bei Ihnen hinter den Kulissen passiert. Ich will aber heute hier zu dem Geschäftsordnungsantrag der Grünen sprechen. Liebe Fraktion der Grünen, ich nehme den Heilmann-Beschluss von damals sehr ernst. ↳ Britta Haßelmann (Grüne): »Offenbar nicht!« Ich will sehr deutlich sagen, dass wir uns erst im Verfahren der einstweiligen Anordnung befinden. Wir müssen heute feststellen, dass die Hauptsacheentscheidung im Heilmann-Verfahren am 23. Juli kommen wird. Von daher sind wir in einer gewissen rechtlichen Unsicherheit. Es kann auch sein, dass Karlsruhe Heilmann in der Hauptsacheentscheidung abweist. Das gilt es abzuwarten. Von daher haben wir heute eine gewisse Unsicherheit, die einfach vorliegt. Trotzdem ist es wichtig, sich die Heilmann-Entscheidung noch mal zu vergegenwärtigen. Denn sie besagt, dass es wichtig ist, dass Abgeordnete das Recht auf Information haben und auch die Möglichkeit haben müssen, diese Information zu verarbeiten. Das ist das, was die einstweilige Anordnung in der Heilmann-Entscheidung besagt. Es wird in der einstweiligen Anordnungsentscheidung aber auch gesagt, dass es natürlich auch auf die Gesamtumstände ankommt. Und hier ist – und da muss ich den Fokus ein bisschen verschieben – doch eine Unterschiedlichkeit gegeben. – Ich respektiere übrigens, dass Die Linke gegen das Gebäudemodernisierungsgesetz Klage eingereicht hat. Wir werden dazu noch diese Woche eine Entscheidung aus Karlsruhe bekommen, und es ist wichtig, auch diese miteinzubeziehen. Beim Gebäudeenergiegesetz ist es damals so gewesen – und das war ein Unterschied –: Am Montag der Sitzungswoche, in der der Gesetzentwurf vom Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hier im Plenum auf die Tagesordnung gesetzt worden ist, gab es noch eine Anhörung, bei der sich fachlich damit auseinandergesetzt worden ist. Dann kam es am Mittwoch zu dem Abschluss im Ausschuss. Und dann sollte die Abstimmung in ebendieser Woche passieren. Die Anhörung zu dem jetzigen Gesetzgebungsverfahren, das Sie kritisieren, ist vor zwei Wochen gewesen. ↳ Grüne Außerdem ist der Unterschied in dieser Sache, dass wir auf der Grundlage diskutieren, dass es eine FinanzKommission Gesundheit gegeben hat, die nach Ostern 66 Vorschläge gemacht hat. ↳ Dr. Irene Mihalic (Grüne): »Ersetzt die jetzt das Parlament, oder was?« Welcher Vorschlag richtig ist oder nicht, das muss politisch diskutiert werden. Aber anhand dieser Vorschläge diskutieren wir. ↳ Dr. Irene Mihalic (Grüne) Das heißt, es gibt eigentlich seit Ostern keine neuen Vorschläge. ↳ Grüne Diese Vorschläge sind Teil der inhaltlichen Auseinandersetzung. Beifall: SPD Beifall: Union Von daher ist dies hier eine unterschiedliche Art und Weise der Gesamtumstände, die nicht dazu führt, dass ich zu einer anderen rechtlichen Einschätzung komme. ↳ Britta Haßelmann (Grüne): »Das ist kein Unterschied!« Liebe Fraktion der Grünen, ich muss zum Abschluss der Debatte eines ehrlicherweise anmerken: Ihr Kollege, der jetzt Klage eingereicht hat, hat in einem Entschließungsantrag gefordert, dass alle 66 Vorschläge der FinanzKommission Gesundheit eins zu eins umgesetzt werden. ↳ Britta Haßelmann (Grüne): »Nein, hat er nicht! Lesen hilft!« ↳ Dr. Irene Mihalic (Grüne): »Hat er nicht! Lesen Sie mal richtig!« Was das für Auswirkungen für Versicherte gehabt hätte! Das will ich doch hier noch mal transparent machen und offenlegen. Beifall: SPD Beifall: Union Von daher sollten wir genau auf die Heilmann-Entscheidung schauen. Die Gesamtumstände sind in dieser Sache anders. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Beifall: SPD Beifall: Union Beifall: Sieghard Knodel (fraktionslos) ↳ Britta Haßelmann (Grüne): »Schade, dass Sie nichts zum Ausschuss für Arbeit und Soziales gesagt haben! 17 : 10-Entscheidung!«

Dirk Wiese verteidigt den Geschäftsordnungsantrag der Grünen, betont die noch offene Heilmann‑Entscheidung und die daraus resultierende Rechtsunsicherheit und wirft der AfD ein demokratiegefährdendes Verhalten vor.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend sachlichmoralischpolemischpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Abschließend hat in dieser Geschäftsordnungsdebatte für die Fraktion Die Linke Frau Abgeordnete Ina Latendorf das Wort. Bitte. Beifall: Linke
IN Ina Latendorf Linke rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Kolleginnen und Kollegen! Es ist erstaunlich, dass es in diesem Hohen Haus wieder gesagt werden muss, damit es deutlich wird: Politik ist die öffentliche Aushandlung sozialer und gesellschaftlicher Probleme, und für diese Aushandlung benötigt man Zeit. Diese Zeit wollen Sie uns hier nicht geben, Zeit, die Sie weder uns Parlamentariern noch den davon betroffenen Akteuren der …
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Kolleginnen und Kollegen! Es ist erstaunlich, dass es in diesem Hohen Haus wieder gesagt werden muss, damit es deutlich wird: Politik ist die öffentliche Aushandlung sozialer und gesellschaftlicher Probleme, und für diese Aushandlung benötigt man Zeit. Diese Zeit wollen Sie uns hier nicht geben, Beifall: Linke Beifall: Grüne Zeit, die Sie weder uns Parlamentariern noch den davon betroffenen Akteuren der Zivilgesellschaft zur gewissenhaften Prüfung und Abwägung gewähren wollen. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, dass wir uns gewissenhaft mit diesem Gesetz befassen, und das ist einfach nicht möglich in dem Zeitkorridor, den Sie uns hier zur Verfügung stellen. Beifall: Linke Beifall: Grüne Deshalb beantragen wir die Absetzung von TOP 22a von der Tagesordnung. Meine Fraktion Die Linke fordert, dass einmal mehr ausreichend Zeit zur Verfügung gestellt wird, um so einen ernsten Gegenstand wie die Gesundheit der Menschen in unserem Land auch ausreichend zu beraten. ↳ Linke: »Genau!« Für die Sitzung des Gesundheitsausschusses waren 64 Änderungsanträge angemeldet, weitere kamen per Tischvorlage noch dazu. Die Sachverständigen mit ihrer Expertise haben vier Tage Zeit eingeräumt bekommen, Wochenende inklusive. Teilweise wurden neue Themen im Gesetzentwurf implementiert. Dazu war keine Anhörung vorgesehen. Beifall: Linke Beifall: Grüne ↳ Pascal Meiser (Linke): »Skandal!« Der zuständige Ausschuss tagt immer noch; er ist nur unterbrochen. Herr Bilger, um noch mal auf die Tatsachen zurückzukommen: Die Ministerin – so wurde mir gerade berichtet – hat im Ausschuss eben gerade nicht zum Gesetzentwurf gesprochen, sondern zu der Vorhabenplanung der Bundesregierung – nicht zu dem Gesetzentwurf. Beifall: Linke Beifall: Grüne Und die beantragte Anhörung fand nicht zu den Änderungsanträgen statt. Es gab einen Antrag, Anhörungen auch zu den Änderungsanträgen durchzuführen. Dieser Antrag ist abgelehnt worden. Beifall: Linke Beifall: Grüne ↳ Ates Gürpinar (Linke): »So sieht es aus!« ↳ Jens Spahn (Union): »Ja, weil kein Sachverhalt!« Werte Kolleginnen und Kollegen von der Koalition, da kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch! Sie haben es nicht nur geschafft, das Gesetzesvorhaben inhaltlich zu skalpieren, sondern auch, eine ernsthafte Befassung ad absurdum zu führen. Das ist eben keine Politik, sondern die bewusste Irreführung jeder parlamentarischen Repräsentation. Die Berichte aus den mitberatenden Ausschüssen sind verheerend und zeichnen ein chaotisches Bild: mündliche Änderungsanträge während der Sitzung, unklare Beschlusslage, weil völlig offen ist, was eigentlich Grundlage der Beschlüsse war. Anträge zur Geschäftsordnung auf Absetzung des Tagesordnungspunkts wurden abgestimmt, und die Mehrheiten, die da zustande gekommen sind, wurden nicht akzeptiert. Der Ausschuss wurde einfach weitergeführt. ↳ Pascal Meiser (Linke): »So sieht’s aus!« ↳ Britta Haßelmann (Grüne): »Unfassbarer Vorgang!« Einem solch überstürzten Verfahren stellen wir uns hier entgegen. Wir beantragen die Absetzung des Tagesordnungspunkts 22a von der Tagesordnung der laufenden Sitzungswoche, um eine ernsthafte und dringend notwendige öffentliche Aushandlung zu ermöglichen und diesem Schnellschuss entgegenzuwirken. Sollten Sie es bei der Aufsetzung belassen, werden wir uns vor dem Verfassungsgericht damit beschäftigen. Beifall: Linke Beifall: Grüne Wir gehen nach Karlsruhe für die Menschen in unserem Land, die dieses ruinöse Gesetz letztlich auf ihren Schultern tragen müssen. Die Begründung für diesen Gang nach Karlsruhe hat am Ende das Chaos in den Ausschüssen geliefert. Vielen Dank. Beifall: Linke Beifall: Grüne (einzelne Abg.)

Ina Latendorf kritisiert, dass im Bundestag nicht genügend Zeit für eine sorgfältige Beratung des Gesundheitsgesetzes (TOP 22a) eingeräumt wird, fordert die Absetzung des Tagesordnungspunkts und droht mit einer Verfassungsbeschwerde.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend moralischemotionalpolemischidealistisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung