rufe auf den Tagesordnungspunkt 1: Befragung der Bundesregierung Ich warte noch einen Moment. Ich bitte um zügige Platzwechsel und darum, Gespräche draußen zu führen, weil wir jetzt zur Befragung der

Tagesordnungspunkt 1 · 21/88 · 8. Juli 2026

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JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Ich komme nun zur Abstimmung über den Absetzungsantrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke. Wer stimmt für die Absetzung von Tagesordnungspunkt 22a? – Wer stimmt dagegen? – Wer enthält sich? – Damit ist der Antrag mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen gegen die Stimmen der Oppositionsfraktionen abgelehnt worden. Nun komme ich zur Feststellung der Tagesordnung, wie eingangs vorgetragen. Wer …
Ich komme nun zur Abstimmung über den Absetzungsantrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke. Wer stimmt für die Absetzung von Tagesordnungspunkt 22a? – Wer stimmt dagegen? – Wer enthält sich? – Damit ist der Antrag mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen gegen die Stimmen der Oppositionsfraktionen abgelehnt worden. Nun komme ich zur Feststellung der Tagesordnung, wie eingangs vorgetragen. Wer ist dafür? – Wer ist dagegen? (Zuruf) – Entschuldigung, ich bin gerade in einem Abstimmungsprozedere, und das ist nicht zu kommentieren. – Ich fange noch einmal an. Wer ist dafür? – Wer ist dagegen? – Wer enthält sich? – Dann ist die Tagesordnung so beschlossen. Die Mehrheit ist gegeben durch die Koalitionsfraktionen bei Ablehnung der Oppositionsfraktionen. Ich rufe auf den Tagesordnungspunkt 1: Befragung der Bundesregierung Ich warte noch einen Moment. Ich bitte um zügige Platzwechsel und darum, Gespräche draußen zu führen, weil wir jetzt zur Befragung der Bundesregierung übergehen. Unruhe – Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich meine das ernst! Bitte führen Sie die Gespräche draußen und nicht im Saal. Die Sitzung ist nicht unterbrochen. Bisher habe ich Wohlwollen walten lassen, aber gleich werde ich Namen nennen. Die Bundesregierung hat für die heutige Befragung die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Frau Dr. Stefanie Hubig, sowie den Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Herrn Carsten Schneider, benannt, die nun nacheinander die Gelegenheit haben, ihre einleitenden Berichte abzugeben. Hierfür ist eine Gesamtdauer von acht Minuten vorgegeben. – Kurzer Hinweis: Es bietet sich an, dass man sich das aufteilt, also jeweils vier Minuten. Ich gebe nun das Wort an die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Frau Dr. Stefanie Hubig. Bitte. Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Union (einzelne Abg.)
DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir leben in einem Rechtsstaat, und das ist eine große Errungenschaft. Denn unser Rechtsstaat ist gegründet auf der Verfassung und auf den Grundrechten. Er schützt die Meinungsfreiheit. Er schützt die Pressefreiheit. Er ist Fundament für Bürgerrechte und garantiert Minderheitenrechte. Er legt klare Verfahren für demokratische Entscheidungen fest. Und er …
Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir leben in einem Rechtsstaat, und das ist eine große Errungenschaft. Denn unser Rechtsstaat ist gegründet auf der Verfassung und auf den Grundrechten. Er schützt die Meinungsfreiheit. Er schützt die Pressefreiheit. Er ist Fundament für Bürgerrechte und garantiert Minderheitenrechte. Er legt klare Verfahren für demokratische Entscheidungen fest. Und er bekräftigt jeden Tag: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Diesen Rechtsstaat gilt es zu schützen und zu stärken. Vor zwei Wochen hat die Ministerpräsidentenkonferenz zusammen mit dem Bundeskanzler den Weg freigemacht für einen neuen Pakt für den Rechtsstaat und damit für mehr Personal, mehr Digitalisierung in der Justiz und effizientere Verfahren. Eine halbe Milliarde Euro steuert der Bund bei; das ist doppelt so viel wie in den letzten beiden Legislaturperioden. Damit können die Länder besser dafür sorgen, dass Menschen nicht nur recht haben, sondern dass sie ihr Recht auch zügig bekommen. Unser gemeinsamer Pakt ist ein großer und guter Schritt für den Rechtsstaat und für die Justiz. Denn auf eine starke Justiz muss jeder bauen können, am allermeisten die Betroffenen von Kriminalität. Diese Bundesregierung macht zusammen mit den Regierungsfraktionen Ernst im Kampf gegen Gewalt: Die Regelung zur elektronischen Fußfessel ist bereits verabschiedet. Unser Vorschlag zum verschärften strafrechtlichen Schutz vor K.-o.-Tropfen ist diese Woche erstmals im Bundesrat. Wir stärken die psychosoziale Prozessbegleitung, damit mehr Opfer den Weg zu Polizei und Gericht gehen und ihn auch durchstehen. In der zweiten Jahreshälfte folgen Verschärfungen im Sexualstrafrecht, Änderungen im Sorge- und Umgangsrecht und ein besserer Schutz der von Gewalt Betroffenen in familiengerichtlichen Verfahren. Erst im März haben wir hier über voyeuristische Aufnahmen, pornografische Deepfakes und Vergewaltigungsvideos debattiert. Diesen Taten setzen wir ein neues Strafrecht und effektivere Wege für die Betroffenen, sich zu wehren, entgegen. Und mit der IP-Adressenspeicherung werden wir mehr Täter im Netz ermitteln können. Die Beratungen im Deutschen Bundestag haben in der letzten Sitzungswoche begonnen. Den Kampf gegen Gewalt, insbesondere den Kampf gegen Gewalt an Frauen, haben wir angenommen, und wir werden ihn gemeinsam fortsetzen, meine sehr geehrten Damen und Herren. Lassen Sie mich noch kurz etwas zu den hohen Lebenshaltungskosten und der Bezahlbarkeit des Lebens sagen – ein anderes Thema, aber auch ein wichtiges. Bereits morgen beginnen hier die parlamentarischen Beratungen unseres zweiten Mietrechtspaketes. Mit den Regelungen wollen wir Fehlentwicklungen bei möblierten Wohnungen, bei Kurzzeitvermietungen und auch bei Indexmietverträgen entgegentreten. Mieten ist das eine; das andere ist aber, dass natürlich mehr, schneller und günstiger gebaut werden muss. Dafür legen wir jetzt unseren Gesetzentwurf zum Gebäudetyp E vor. Ich freue mich, dass ich zusammen mit der Bauministerin, Verena Hubertz, hier einen großen Schritt weitergekommen bin. Denn es ist klar: Es muss beim Bauen nicht immer der Gold- oder der Luxusstandard sein. Bauen muss bezahlbar sein. Und es muss schnell gehen, damit wir bald mehr Wohnungen haben. Wir gehen noch ein weiteres Thema an. Im Sommer wollen wir gegen die Mondpreise auf dem Ticketzweitmarkt vorgehen. Es wird eine Preisobergrenze beim Weiterverkauf von Tickets für Sport- und Konzertveranstaltungen geben; dabei muss ein fairer Weiterverkauf für die Fans möglich bleiben. All das machen wir, damit Fans weiterhin Spaß an bezahlbaren Veranstaltungen haben. Gleichzeitig verhindern wir Abzocke und Geschäftemacherei auf dem Rücken der Fans. Damit die Tickets am Ende für die Fans da sind und nicht für die Spekulanten. Es gibt viel zu tun; es bleibt viel zu tun. Herzlichen Dank. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.)

Hubig stellt den neuen Pakt für den Rechtsstaat vor, erläutert Maßnahmen gegen Gewalt, Wohnungsnot und Ticket‑Scalping und betont die Notwendigkeit weiterer Reformen.

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JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Ich danke sehr, und so bleiben noch vier Minuten – genau passend. – Nun hat der Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Herr Carsten Schneider, das Wort. Bitte, Ihr einleitender Bericht. Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Union (einzelne Abg.)
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die übergroße Mehrheit der Menschen in unserem Land will Naturschutz, Klimaschutz und Umweltschutz. Wir wollen unseren Kindern eine lebenswerte Welt hinterlassen. Seit 14 Monaten ist die Bundesregierung im Amt, und seitdem arbeiten wir intensiv daran, Umwelt- und Klimaschutz in Deutschland voranzubringen. Wir tun das mit Blick auf die Umwelt, ohne natürlich …
Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die übergroße Mehrheit der Menschen in unserem Land will Naturschutz, Klimaschutz und Umweltschutz. ↳ Michael Kellner (Grüne): »Nur die Koalition nicht!« Wir wollen unseren Kindern eine lebenswerte Welt hinterlassen. Seit 14 Monaten ist die Bundesregierung im Amt, und seitdem arbeiten wir intensiv daran, Umwelt- und Klimaschutz in Deutschland voranzubringen. Wir tun das mit Blick auf die Umwelt, ohne natürlich die wirtschaftlichen Interessen aus dem Blick zu verlieren. Wenn es um Wirtschaft und Planungsbeschleunigung geht, sind wir pragmatisch. Klar ist aber auch: Wir senken dabei keinerlei umweltbezogene Standards. ↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Das stimmt nicht!« Denn eine intakte Natur ist die Grundvoraussetzung für eine dynamische Wirtschaft. In diesen 14 Monaten hat sich gezeigt, dass der Multilateralismus lebt. Die Weltklimakonferenz in Belém war ein Erfolg, auch wenn die USA aus dem Klimaabkommen ausgestiegen sind. Lachen: AfD ↳ Karsten Hilse (AfD): »Sagt wer?« – Ich sage das. Sie war ein großer Erfolg; wir sind weit vorangekommen. – Mit dem Beitritt zum neuen UN-Hochseeschutzabkommen schützen wir das größte Ökosystem unseres Planeten: die Ozeane. Die Lage an der Straße von Hormus hat deutlich gemacht, wie abhängig wir bei der Öl- und Gasversorgung von anderen Ländern sind. Die Antwort darauf kann nur der konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien sein. Beifall: SPD (einzelne Abg.) Jede zusätzliche Photovoltaikanlage und jeder Energiespeicher macht uns unabhängiger und sicherer. Wir wollen weiter vorangehen bei der Elektrifizierung, also beim Heizen und Kühlen mit Wärmepumpen – wir sehen die Notwendigkeit in diesen Tagen ganz besonders – und insbesondere auch im Verkehr mit einem Hochlauf der E-Mobilität. ↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Auch falsch!« Deutschland hat sich erfolgreich für das neue EU-Klimaziel für 2040 eingesetzt. Es ist kongruent mit unserem nationalen Ziel: 90 Prozent Treibhausgasemissionsminderung verglichen mit 1990 bis zum Jahr 2040. Das sorgt für faire Wettbewerbsbedingungen, ist aber auch eine klare Zielsetzung. Und wir haben ein umfassendes Klimaschutzprogramm verabschiedet, das die Defizite aus der letzten Legislaturperiode behebt ↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Auch falsch!« und Deutschland unabhängiger macht von fossilen Importen. Bei allen Maßnahmen kümmern wir uns auch um sozialen Ausgleich. Beispielsweise ist die E-Auto-Förderung, aber auch die der Wärmepumpe sozial gestaffelt. Wir sehen inzwischen, dass die Förderung bei Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ankommt und auch sie an klimafreundlicher Technologie teilhaben können. 2025 war knapp jeder fünfte Neuwagen ein reines Elektroauto: 45 Prozent mehr als im Vorjahr. 2026 setzt sich dieser Positivtrend fort. Die Zahl der Ladepunkte im Ladesäulennetz hat sich in den vergangenen vier Jahren mehr als verdoppelt. Noch eine letzte Erfolgsmeldung: 2025 lag die Wärmepumpe – wir haben gerade darüber diskutiert – bei den Heizsystemen zum ersten Mal auf Platz eins, also vor den Gasheizungen. Und ich kann hier den Kritikern der Wärmepumpe nur ganz deutlich sagen: Wärmepumpen heizen nicht nur im Winter, sie kühlen auch im Sommer. Trotz schwieriger Haushaltslage ist es uns gelungen, das wichtige Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz zu sichern und auszubauen. Damit machen wir Moore, Wälder und Böden zu Verbündeten im Klima- und im Artenschutz. Und wir halten das Wasser länger in der Landschaft. Der Wald hat 2025 das erste Mal wieder mehr Kohlenstoff aufgenommen als abgegeben. Sie sehen: Es zahlt sich aus, wenn die Umweltpolitik vorangeht. Neue Technologien helfen uns, die Probleme zu lösen, die die alten, fossilen Technologien hinterlassen haben. Neue Technologien schaffen auch neue Märkte. Die Bundesregierung kümmert sich um die Zukunft, und dafür bin ich sehr dankbar. Ich freue mich, dass viele hier im Haus diesen Weg mitgehen. Vielen Dank. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.)
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Danke schön. – Jetzt beginnt der eigentliche Frageteil. Ich bitte, zunächst Fragen zu den beiden Berichten und zu den Geschäftsbereichen der anwesenden Regierungsmitglieder zu stellen. Wir haben zuerst eine Fraktionsrunde. Da darf nur der Fragesteller eine Nachfrage stellen. Weitere Nachfragen gibt es dann nicht, erst in der zweiten Runde, so wie wir das vereinbart haben. Nun hat für die AfD-Fraktion …
Danke schön. – Jetzt beginnt der eigentliche Frageteil. Ich bitte, zunächst Fragen zu den beiden Berichten und zu den Geschäftsbereichen der anwesenden Regierungsmitglieder zu stellen. Wir haben zuerst eine Fraktionsrunde. Da darf nur der Fragesteller eine Nachfrage stellen. Weitere Nachfragen gibt es dann nicht, erst in der zweiten Runde, so wie wir das vereinbart haben. Nun hat für die AfD-Fraktion Herr Abgeordneter Rainer Galla das Wort. Bitte.
RA Rainer Galla AfD rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Frau Ministerin, mal etwas Grundsätzliches, was die Gesetzgebung in Ihrem Hause anbelangt: Soweit ich weiß, haben Sie in Ihrem Hause mehr als 200 hochqualifizierte und auch hochbezahlte Juristen. Wie kommt es dann, dass gerade in letzter Zeit Umsetzungen von Urteilen des Bundesverfassungsgerichts bzw. von Richtlinien der EU vermehrt erst kurz vor Schluss der Umsetzungsfrist behandelt …
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Frau Ministerin, mal etwas Grundsätzliches, was die Gesetzgebung in Ihrem Hause anbelangt: Soweit ich weiß, haben Sie in Ihrem Hause mehr als 200 hochqualifizierte und auch hochbezahlte Juristen. Wie kommt es dann, dass gerade in letzter Zeit Umsetzungen von Urteilen des Bundesverfassungsgerichts bzw. von Richtlinien der EU vermehrt erst kurz vor Schluss der Umsetzungsfrist behandelt werden? Das betrifft zum Beispiel die Umsetzung des Urteils des Verfassungsgerichts zur Vaterschaftsanfechtung, die Umsetzung der EU-Richtlinie über die Abschöpfung und Einziehung von Vermögenswerten oder auch die Umsetzung der Richtlinie zur Bekämpfung des Menschenhandels und der sexuellen Ausbeutung. Wie gesagt, bei mehr als 200 Juristen wundert es mich, dass das Ganze so lange dauert. Ein gutes Gesetz will ordentlich und mit genug Zeit beraten werden. Warum ist das bei Ihnen nicht möglich? – Vielen Dank. Beifall: AfD

Der Redner kritisiert, dass die Bundesregierung trotz über 200 Juristen die Umsetzung von BVerfG‑Urteilen und EU‑Richtlinien verzögert, und fragt nach den Gründen dafür.

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DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, vielen Dank für Ihre Frage. – Es ist in der Tat so, dass wir ganz hervorragende Juristinnen und Juristen im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz haben. Wir haben aber auch zahlreiche Aufgaben. Wir haben Gesetzgebung in vielen Bereichen originär zu erledigen. Sie haben jetzt nur drei Beispiele genannt. Wir haben allein im ersten Jahr, in dem ich …
Herr Abgeordneter, vielen Dank für Ihre Frage. – Es ist in der Tat so, dass wir ganz hervorragende Juristinnen und Juristen im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz haben. Wir haben aber auch zahlreiche Aufgaben. Wir haben Gesetzgebung in vielen Bereichen originär zu erledigen. Sie haben jetzt nur drei Beispiele genannt. Wir haben allein im ersten Jahr, in dem ich diesem Haus als Ministerin vorgestanden habe, 35 Gesetzentwürfe durchs Kabinett gebracht. Die vergangene Legislaturperiode war, wie Sie wissen, verkürzt. Da ist einiges liegen geblieben, und wir haben es innerhalb des ersten Jahres auf den Weg gebracht. All die Gesetze und die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes, die Sie genannt haben, haben wir fristgerecht umgesetzt. Mir ist es ein großes Anliegen, dass wir das auch weiterhin tun. Wir arbeiten mit Hochdruck daran. Das bedeutet, dass das Haus unter einer extremen Arbeitslast steht, aber auch extrem fleißig ist und dabei die Gründlichkeit und die Sorgfalt nicht vergisst. – Vielen Dank. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.)

Dr. Hubig betont, dass das Bundesministerium der Justiz über hervorragende Juristinnen und Juristen verfügt, im ersten Jahr als Ministerin 35 Gesetzentwürfe eingebracht hat und alle genannten Gesetze sowie Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts fristgerecht umgesetzt wurden, trotz hoher Arbeitslast.

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JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Eine Nachfrage? – 30 Sekunden.
RA Rainer Galla AfD rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Frau Ministerin, ich hatte schon einberechnet, dass durch den Legislaturperiodenwechsel etwas liegen bleiben könnte. Aber die Mitarbeiter in Ihrem Hause haben ja auch bei einem Legislaturperiodenwechsel nicht aufgehört, zu arbeiten. Meine Frage wäre jetzt: Welche inhaltlichen, personellen, organisatorischen und sachlichen Vorkehrungen haben Sie getroffen, damit das in Zukunft ein bisschen schneller geht? – Vielen Dank. Beifall: AfD (einzelne Abg.)

Der Abgeordnete dankt der Ministerin, weist auf mögliche Verzögerungen durch den Legislaturperiodenwechsel hin und fragt nach inhaltlichen, personellen, organisatorischen und sachlichen Maßnahmen, um zukünftige Abläufe zu beschleunigen.

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DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, die Mitarbeiter des Hauses können keine Gesetze einbringen. Das heißt, sie warten natürlich, bis die Hausspitze entscheidet. Das haben wir sofort getan. Wir haben uns beraten. Wir haben aber auch einige Gesetzentwürfe, die in der letzten Legislaturperiode bereits in der Länder- und Verbändeanhörung waren und so nicht auf Zustimmung getroffen sind, überarbeitet. Das haben wir mit extremer Beschleunigung …
Herr Abgeordneter, die Mitarbeiter des Hauses können keine Gesetze einbringen. Das heißt, sie warten natürlich, bis die Hausspitze entscheidet. Das haben wir sofort getan. Wir haben uns beraten. Wir haben aber auch einige Gesetzentwürfe, die in der letzten Legislaturperiode bereits in der Länder- und Verbändeanhörung waren und so nicht auf Zustimmung getroffen sind, überarbeitet. Das haben wir mit extremer Beschleunigung getan. Deshalb gibt es auch keine Veranlassung, das Haus umzubauen; denn wir sind ein sehr fleißiges und sehr schnelles Haus, aber eben auch ein sehr gründliches. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.)

Die Rednerin erklärt, dass das Hauspersonal keine Gesetze einbringen kann, dass bereits bestehende Gesetzentwürfe schnell überarbeitet wurden und deshalb kein Umbau des Hauses nötig ist.

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JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die CDU/CSU-Fraktion hat nun Herr Dr. Thomas Gebhart das Wort. Bitte.
DR Dr. Thomas Gebhart Union rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Herr Minister, in wenigen Tagen wird die Europäische Kommission Vorschläge zur Reform des Emissionshandels auf den Tisch legen. Teilen Sie meine Einschätzung, dass unsere heimischen Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, besser geschützt werden müssen, indem die freie Zuteilung der Zertifikate verlängert wird, und setzen Sie sich dafür ein?

Der Redner erläutert, dass die Bundesregierung die geplante Reform des EU-Emissionshandels unterstützen will, um die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen zu sichern, indem das Emissions‑Cap bis 2040 ausgerichtet und ein Teil der Zertifikate weiter verfügbar bleibt.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, in der Tat wird die Kommission wahrscheinlich am Freitag nächster Woche den Review für den ETS-1-Zertifikatehandel bekannt geben. Wir haben uns gemeinsam in der Koalition darauf verständigt, dass wir die Wettbewerbssituation der Industrie nicht nur im Blick behalten, sondern auch auf gleiche Wettbewerbsbedingungen achten. Deswegen hat in Einzelbereichen insbesondere die Benchmark-Frage eine Rolle gespielt. Wir haben uns als …
Herr Abgeordneter, in der Tat wird die Kommission wahrscheinlich am Freitag nächster Woche den Review für den ETS-1-Zertifikatehandel bekannt geben. Wir haben uns gemeinsam in der Koalition darauf verständigt, dass wir die Wettbewerbssituation der Industrie nicht nur im Blick behalten, sondern auch auf gleiche Wettbewerbsbedingungen achten. Deswegen hat in Einzelbereichen insbesondere die Benchmark-Frage eine Rolle gespielt. Wir haben uns als Koalition – ich gemeinsam mit Katherina Reiche, der Wirtschaftsministerin – mit einer Regierungsposition auf die Kommission zubewegt. Diese ist übernommen worden. Ich gehe davon aus, dass das auch beim wichtigen Wärme-Benchmark, dem Fallback-Benchmark für Wärme, der sektorübergreifend ist, und dann auch bei der Frage der Menge an Zertifikaten der Fall sein wird. Wir richten das Cap jetzt auf das 2040er-Ziel aus, sodass wir nach 2039 auch noch einige Zertifikate im Markt haben werden.
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Danke schön. – Eine Nachfrage?
DR Dr. Thomas Gebhart Union rede Im Protokoll ↗
Gerne. – Herr Minister, ob Unternehmen hier am Standort Deutschland investieren oder nicht investieren, hängt auch mit langfristigen politischen Rahmenbedingungen zusammen. Eine entscheidende Frage in diesem Zusammenhang ist, ob es auch über 2039 hinaus im Emissionshandel eine Perspektive für die Unternehmen gibt, also ob Zertifikate auch darüber hinaus zur Verfügung stehen. Setzen Sie sich auch dafür ein, dass dies der …
Gerne. – Herr Minister, ob Unternehmen hier am Standort Deutschland investieren oder nicht investieren, hängt auch mit langfristigen politischen Rahmenbedingungen zusammen. Eine entscheidende Frage in diesem Zusammenhang ist, ob es auch über 2039 hinaus im Emissionshandel eine Perspektive für die Unternehmen gibt, also ob Zertifikate auch darüber hinaus zur Verfügung stehen. Setzen Sie sich auch dafür ein, dass dies der Fall ist?

Bundesumweltminister Carsten Schneider betont, dass nach 2039 weiterhin Emissionszertifikate im ETS bereitgestellt werden, wenn auch in geringerer Zahl, um klare Preissignale zu geben und die heimische Industrie durch einen CBAM vor Wettbewerbsverzerrungen zu schützen.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Lieber Herr Kollege, ich habe bereits in meiner ersten Regierungsbefragung deutlich gemacht, dass das der Fall sein wird. Wir sind für ein klares Preissignal im ETS 1, auch für klare wettbewerbliche Bedingungen, im Übrigen auch für den Schutz unserer Industrie durch einen CBAM, einen Importschutz, der dafür sorgt, dass auch beim Import eine Bepreisung stattfindet. Ebenso setzten wir uns dafür …
Lieber Herr Kollege, ich habe bereits in meiner ersten Regierungsbefragung deutlich gemacht, dass das der Fall sein wird. Wir sind für ein klares Preissignal im ETS 1, auch für klare wettbewerbliche Bedingungen, im Übrigen auch für den Schutz unserer Industrie durch einen CBAM, einen Importschutz, der dafür sorgt, dass auch beim Import eine Bepreisung stattfindet. Ebenso setzten wir uns dafür ein, dass auch nach 2039 noch Zertifikate zur Verfügung stehen. Es werden natürlich deutlich weniger sein. Es wird eine sinkende Zahl an Zertifikaten geben, sodass auch die – –
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Ja, Entschuldigung.
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Danke. – Wir gehen weiter im Programm: Herr Dr. Till Steffen von Bündnis 90/Die Grünen hat das Wort. Bitte.
DR Dr. Till Steffen Grüne rede Im Protokoll ↗
Frau Hubig, Sie haben die grundlegende Bedeutung des Rechtsstaats herausgestellt. Der Maskenskandal um Jens Spahn, die Lobbyaffäre um Philipp Amthor oder die Verbindungen von Katherina Reiche zur Gaslobby haben ja eins gemeinsam: Sie konnten nur ans Licht kommen, weil die Bundesregierung über diesbezügliche Fragen Auskunft geben musste, also die Informationen herausgeben musste. Die Rechtsgrundlage dafür ist das Informationsfreiheitsgesetz. Genau dieses …
Frau Hubig, Sie haben die grundlegende Bedeutung des Rechtsstaats herausgestellt. Der Maskenskandal um Jens Spahn, die Lobbyaffäre um Philipp Amthor oder die Verbindungen von Katherina Reiche zur Gaslobby haben ja eins gemeinsam: Sie konnten nur ans Licht kommen, weil die Bundesregierung über diesbezügliche Fragen Auskunft geben musste, also die Informationen herausgeben musste. Beifall: Grüne Die Rechtsgrundlage dafür ist das Informationsfreiheitsgesetz. Genau dieses Gesetz will die Bundesregierung jetzt einschränken: mit dem faktischen Ausschluss von Journalistinnen und Journalisten oder von Organisationen wie FragDenStaat, mit Gebühren für einzelne Anfragen von Zehntausenden von Euro. Frau Hubig, ich frage Sie als Justizministerin: Auf welcher Seite stehen Sie: auf der Seite derjenigen, die ihre Machenschaften vertuschen wollen, oder auf der Seite derjenigen, die im Sinne der Demokratie für Aufklärung sorgen wollen? Beifall: Grüne Beifall: Linke (einzelne Abg.)

Dr. Till Steffen kritisiert die Bundesregierung für geplante Einschränkungen des Informationsfreiheitsgesetzes und stellt die Justizministerin Frau Hubig in die Wahl zwischen Vertuschung und demokratischer Aufklärung.

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DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, das IFG ist eine Errungenschaft, für die sich meine Partei, für die sich die SPD-Fraktion immer eingesetzt hat. Insofern ist es für mich ganz klar, dass die Exekutive, dass die Regierung natürlich Transparenz herstellen muss, dass sie den Bürgerinnen und Bürgern Rechenschaft über ihr Tun schuldig ist. Deshalb ist es völlig klar, dass es das IFG weiter geben …
Herr Abgeordneter, das IFG ist eine Errungenschaft, für die sich meine Partei, für die sich die SPD-Fraktion immer eingesetzt hat. ↳ Pascal Meiser (Linke): »Das war die Vergangenheitsform!« Insofern ist es für mich ganz klar, dass die Exekutive, dass die Regierung natürlich Transparenz herstellen muss, dass sie den Bürgerinnen und Bürgern Rechenschaft über ihr Tun schuldig ist. Deshalb ist es völlig klar, dass es das IFG weiter geben wird und dass wir bei Veränderungen am IFG darauf achten, dass der Grundkonsens, den wir – auch innerhalb der Regierung – darüber haben, wofür das IFG steht, beibehalten wird. Wir haben auch im Koalitionsvertrag die Vereinbarung, dass wir das IFG reformieren wollen – zugunsten der Bürgerinnen und Bürger, Lachen: Grüne (einzelne Abg.) zugunsten einer besseren Schlagkraft, sage ich jetzt mal. Die Zehntausende von Euro, die Sie gerade erwähnt haben, finden sich nirgendwo in den Überlegungen. Das sind jetzt Ihre Mutmaßungen; diese weise ich an dieser Stelle zurück. Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Union (einzelne Abg.) ↳ Helge Limburg (Grüne): »Das waren die Verkündungen!«

Sie betont die Bedeutung des IFG als Transparenzinstrument, fordert dessen Fortbestand und Reform im Sinne der Bürger und weist unbegründete Kostenbehauptungen zurück.

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JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Eine Nachfrage.
DR Dr. Till Steffen Grüne rede Im Protokoll ↗
Die Ankündigungen, die letzte Woche gemacht wurden, sind ja sehr konkret. Deswegen können wir sehr klar sehen, was Sie planen. Künftig soll es so sein, dass nur derjenige einen Anspruch auf Auskunft hat, der persönlich ein berechtigtes Interesse nachweist. Wir sehen auch: Organisationen wie FragDenStaat, die den Bürgern die Anfragen erleichtern, würden dann 330 000 Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern …
Die Ankündigungen, die letzte Woche gemacht wurden, sind ja sehr konkret. Deswegen können wir sehr klar sehen, was Sie planen. Künftig soll es so sein, dass nur derjenige einen Anspruch auf Auskunft hat, der persönlich ein berechtigtes Interesse nachweist. Wir sehen auch: Organisationen wie FragDenStaat, die den Bürgern die Anfragen erleichtern, würden dann 330 000 Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr stellen können. Deswegen frage ich Sie: Wie passt das eigentlich zusammen, dass die Bundesregierung auf der einen Seite den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern dermaßen misstraut, dass schon ab dem ersten Tag eine Krankschreibung vorgelegt werden soll, –

Der Redner kritisiert den geplanten Eingriff in das Auskunftsrecht, bei dem nur Personen mit nachgewiesenem persönlichem Interesse Auskunft erhalten sollen, und warnt, dass dadurch Transparenzorganisationen wie FragDenStaat stark eingeschränkt werden. Zudem stellt er das Misstrauen der Bundesregierung gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern infrage, das bereits ab dem ersten Arbeitstag eine Krankschreibung verlangt.

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DR Dr. Till Steffen Grüne kurz Im Protokoll ↗
– sie sich aber auf der anderen Seite selber der Kontrolle entziehen möchte? Beifall: Grüne Beifall: Linke (einzelne Abg.) Beifall: Manuel Krauthausen (AfD)
DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, nochmals: Ich habe gesagt, wie ich dazu stehe, wie wir auch innerhalb der Bundesregierung dazu stehen. Wir werden sehen: Es wird sicherlich ein Gesetzentwurf vom zuständigen Ressortminister vorgelegt werden. Wir werden uns den angucken. Sie können sicher sein, dass die Garantie, dass die Regierung transparent über ihr Tun Rechenschaft ablegt, weiterhin vorhanden sein wird. Beifall: SPD (einzelne Abg.) ↳ Helge Limburg (Grüne): »Also stimmen die Ankündigungen gar nicht!«

Sie kündigt an, dass ein Gesetzentwurf vom zuständigen Minister vorgelegt wird und betont, dass die Regierung transparent und rechenschaftspflichtig bleiben wird.

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JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Wir fahren fort. Nun hat für die Fraktion der SPD Frau Abgeordnete Carmen Wegge das Wort. Bitte sehr.
CA Carmen Wegge SPD rede Im Protokoll ↗
Frau Ministerin, Sie haben es auch in Ihrem Eingangsstatement gesagt: Das Land braucht eine starke Justiz. Wir brauchen einen guten Zugang zum Rechtsstaat; Verfahren müssen schnell und effizient verlaufen. Das ist wichtig, damit die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land auch ein hohes Vertrauen in den Rechtsstaat haben. Aktuell genießt der Rechtsstaat auch zu Recht hohes Vertrauen. Trotzdem fehlt zum …
Frau Ministerin, Sie haben es auch in Ihrem Eingangsstatement gesagt: Das Land braucht eine starke Justiz. Wir brauchen einen guten Zugang zum Rechtsstaat; Verfahren müssen schnell und effizient verlaufen. Das ist wichtig, damit die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land auch ein hohes Vertrauen in den Rechtsstaat haben. Aktuell genießt der Rechtsstaat auch zu Recht hohes Vertrauen. Trotzdem fehlt zum Beispiel Personal. Ich bin sehr froh darüber, dass bei der Konferenz der Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen vor einigen Wochen beschlossen wurde, dass es einen erneuten Pakt für den Rechtsstaat geben soll. Können Sie darlegen, wie das den Rechtsstaat – das interessiert mich – noch mal stärken kann und in welchen Säulen?

Carmen Wegge fordert den Minister auf, zu erläutern, wie der geplante „Pakt für den Rechtsstaat“ die Justiz stärken und welche Säulen er beinhaltet.

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DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Ja, das mache ich gerne, Frau Abgeordnete. Es gab, ich sage mal: anspruchsvolle Diskussionen zwischen den Ländern und dem Bund, bis dieser Pakt für den Rechtsstaat, bei dem der Bund eine knappe halbe Milliarde für die Justiz in den Ländern gibt, tatsächlich entstanden ist. Aber jetzt steht er. Das ist gut, und das ist richtig so: für die Justiz und …
Ja, das mache ich gerne, Frau Abgeordnete. Es gab, ich sage mal: anspruchsvolle Diskussionen zwischen den Ländern und dem Bund, bis dieser Pakt für den Rechtsstaat, bei dem der Bund eine knappe halbe Milliarde für die Justiz in den Ländern gibt, tatsächlich entstanden ist. Aber jetzt steht er. Das ist gut, und das ist richtig so: für die Justiz und auch für den Rechtsstaat. Er wird aus drei Säulen bestehen. Erstens: Digitalisierung. Das sind allein 210 Millionen, die an die Länder gehen, damit digitale Anwendungen schneller entwickelt werden können. Der Bund hilft auch zentral dabei. Zweitens: Personal. 240 Millionen Euro für zusätzliche Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, damit Verfahren schneller erledigt werden können, damit eine Bugwelle von Verfahren abgearbeitet werden kann. Drittens: effiziente Verfahrensordnungen. Eine haben wir schon eingebracht: die VwGO-Novelle. Für die ZPO und die StPO werden sie noch kommen. – Vielen Dank.

Sie stellt den Pakt für den Rechtsstaat vor, der dem Bund 0,5 Mrd. € für die Justiz in den Ländern bereitstellt und aus den drei Säulen Digitalisierung, Personal und effiziente Verfahrensordnungen besteht.

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JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Eine Nachfrage.
CA Carmen Wegge SPD rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Eine Nachfrage habe ich noch. Es ist, wie gesagt, ein hervorragendes Beispiel dafür, dass die Exekutive gute Sachen hinbekommt. Hier stellt sich aber natürlich die Frage: Was sind denn die nächsten Schritte, die dann vielleicht bei uns im Bundestag anstehen?

Sie lobt die Exekutive für ihr gutes Arbeiten und fragt nach den nächsten Schritten im Bundestag.

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DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Sehr gerne. – Ich habe ja gerade schon gesagt, dass die Säule der veränderten Verfahrensordnungen diejenige ist, mit der sich der Deutsche Bundestag natürlich befassen und die der Deutsche Bundestag verabschieden wird, weil es um eine Gesetzesänderung geht. Die VwGO-Novelle ist schon auf dem Weg. Es folgt als Nächstes dann die Novelle der Zivilprozessordnung; daran arbeiten wir noch intern. An …
Sehr gerne. – Ich habe ja gerade schon gesagt, dass die Säule der veränderten Verfahrensordnungen diejenige ist, mit der sich der Deutsche Bundestag natürlich befassen und die der Deutsche Bundestag verabschieden wird, weil es um eine Gesetzesänderung geht. Die VwGO-Novelle ist schon auf dem Weg. Es folgt als Nächstes dann die Novelle der Zivilprozessordnung; daran arbeiten wir noch intern. An der Strafprozessordnung arbeitet noch eine Expertenkommission. Aber all das werden wir in dieser Legislaturperiode schaffen, und das wird, wie ich hoffe, auch der Deutsche Bundestag verabschieden. Beifall: SPD ↳ Carmen Wegge (SPD): »Bestimmt!«

Dr. Hubig skizziert die bevorstehenden Novellen der Verwaltungs‑, Zivil‑ und Strafprozessordnung und betont, dass diese Reformen in der laufenden Legislaturperiode vom Bundestag verabschiedet werden sollen.

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JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Danke schön. – Abschließend für die erste Fraktionsrunde hat für die Fraktion Die Linke Frau Abgeordnete Violetta Bock das Wort.
VI Violetta Bock Linke rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Meine Fraktion, Jörg Cezanne und ich haben am Freitag eine Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen die Änderung des Gebäudeenergiegesetzes eingereicht. Kernpunkt unserer Beschwerde ist, dass uns die Bundesregierung bisher keine Informationen und Berechnungen zu klimapolitischen Verschlechterungen durch die Gesetzesänderung vorgelegt hat, die jedoch unbestritten sind. Im Mai hat der Expertenrat für Klimafragen davor gewarnt, dass das …
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Meine Fraktion, Jörg Cezanne und ich haben am Freitag eine Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen die Änderung des Gebäudeenergiegesetzes eingereicht. Kernpunkt unserer Beschwerde ist, dass uns die Bundesregierung bisher keine Informationen und Berechnungen zu klimapolitischen Verschlechterungen durch die Gesetzesänderung vorgelegt hat, die jedoch unbestritten sind. Im Mai hat der Expertenrat für Klimafragen davor gewarnt, dass das Emissionsbudget bis 2030 bereits überschritten ist. Diese Situation wird mit dem neuen Gesetz weiter verschärft. Deshalb frage ich Sie, Herr Schneider, ganz direkt: Welche Evaluierungen, auch unveröffentlichte, der Wirkung auf das Klima durch die Gesetzesänderung liegen Ihnen vor? Werden Sie den Expertenrat für Klimafragen mit einem Sondergutachten zur Evaluierung der klimapolitischen Verschlechterungen durch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz beauftragen? Beifall: Linke

Violetta Bock kritisiert die mangelnde Transparenz der Bundesregierung bezüglich der klimapolitischen Folgen des geänderten Gebäudeenergiegesetzes und fordert konkrete Evaluierungen sowie ein Sondergutachten des Expertenrats.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrte Frau Abgeordnete, das Verfahren liegt in den Händen des Parlaments. Wir haben den Regierungsbeschluss gefasst. Ansonsten beraten wir das Parlament in aller Ausführlichkeit bei Fragen, die gestellt werden. Dem bin ich auch nachgekommen. Was den Expertenrat betrifft: Er ist unabhängig und macht seine Arbeit. Diese nehmen wir nicht nur zur Kenntnis, sondern wir nehmen sie auch sehr ernst, …
Sehr geehrte Frau Abgeordnete, das Verfahren liegt in den Händen des Parlaments. Wir haben den Regierungsbeschluss gefasst. Ansonsten beraten wir das Parlament in aller Ausführlichkeit bei Fragen, die gestellt werden. Dem bin ich auch nachgekommen. Was den Expertenrat betrifft: Er ist unabhängig und macht seine Arbeit. Diese nehmen wir nicht nur zur Kenntnis, sondern wir nehmen sie auch sehr ernst, insbesondere die Feststellung, die im nächsten Jahr kommen wird, wie es mit unseren Emissionsmengen aussieht. Bisher sind das Prognosen und Schätzungen, die von verschiedenen Faktoren abhängig sind. Und natürlich werden wir dann nicht nur Rede und Antwort stehen, sondern die Ergebnisse auch präsentieren. Ich habe aber nicht vor, den Klimarat außerhalb meiner bisherigen Tätigkeit mit Sondergutachten zu beauftragen. Das mache ich mit eigenen Nachfragen aus dem Haus. Beifall: Sepp Müller (Union)
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Eine Nachfrage? – Bitte.
VI Violetta Bock Linke rede Im Protokoll ↗
Zu den Klimaauswirkungen habe ich jetzt leider nichts gehört. – Dann möchte ich meine Nachfrage an Frau Hubig richten. Welche konkreten Aspekte adressierte denn die Rechtsprüfung des Gesetzentwurfes? Und hat diese Prüfung auch die Vereinbarkeit mit dem Klimaschutzgesetz sowie mit europarechtlichen und völkerrechtlichen Vorgaben umfasst?

Violetta Bock bittet um Auskunft, welche konkreten Aspekte in der Rechtsprüfung des Gesetzentwurfs behandelt wurden, insbesondere hinsichtlich der Vereinbarkeit mit dem Klimaschutzgesetz sowie europäischen und völkerrechtlichen Vorgaben.

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DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Das Bundesjustizministerium ist für die rechtssystematische und rechtsförmliche Prüfung zuständig und verantwortlich. Die haben wir auch durchgeführt. Wir konnten nicht alles abschließen, wie das häufiger bei eilbedürftigen Gesetzen vor der Kabinettsbefassung der Fall ist. Das haben wir dann teilweise noch nachgeholt. Die unmittelbare Prüfung der Vereinbarkeit des Gesetzentwurfs mit Artikel 20a des Grundgesetzes ist zum Beispiel eine, die dann vom …
Das Bundesjustizministerium ist für die rechtssystematische und rechtsförmliche Prüfung zuständig und verantwortlich. Die haben wir auch durchgeführt. Wir konnten nicht alles abschließen, wie das häufiger bei eilbedürftigen Gesetzen vor der Kabinettsbefassung der Fall ist. Das haben wir dann teilweise noch nachgeholt. Die unmittelbare Prüfung der Vereinbarkeit des Gesetzentwurfs mit Artikel 20a des Grundgesetzes ist zum Beispiel eine, die dann vom fachlichen Haus mit den entsprechenden Expertinnen und Experten durchgeführt werden muss. Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Union (einzelne Abg.)

Dr. Hubig erläutert, dass das Bundesjustizministerium für die systematische rechtliche Prüfung des Gesetzentwurfs verantwortlich ist, dass aufgrund von Eilbedürftigkeit nicht alle Prüfungen abgeschlossen wurden und dass die Vereinbarkeit mit Artikel 20a des Grundgesetzes von Fachleuten nachgeholt werden muss.

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JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Danke schön. – Wir starten in die zweite Runde. Dann können auch Nachfragen aus der Fraktion gestellt werden. Für die AfD hat nun Herr Abgeordneter Karsten Hilse das Wort. Bitte.
KA Karsten Hilse AfD rede Im Protokoll ↗
Herr Minister Schneider, am 01.07.2026 lief der Tankrabatt der Bundesregierung aus. Deutschland steht jetzt bei den höchsten Benzinpreisen auf Platz 9 von 169 Ländern. Der Benzinpreis steigt wieder auf über 2 Euro. Das belastet natürlich vorrangig die Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen, über die die SPD, zumindest früher mal, nach eigener Bekundung gesagt hat, die lägen ihnen besonders am …
Herr Minister Schneider, am 01.07.2026 lief der Tankrabatt der Bundesregierung aus. Deutschland steht jetzt bei den höchsten Benzinpreisen auf Platz 9 von 169 Ländern. Der Benzinpreis steigt wieder auf über 2 Euro. Das belastet natürlich vorrangig die Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen, über die die SPD, zumindest früher mal, nach eigener Bekundung gesagt hat, die lägen ihnen besonders am Herzen. Heute haben die Menschen draußen, vor allem in Sachsen-Anhalt, wo die SPD bei 6 Prozent liegt, das Gefühl, dass Sie die Leute im Stich lassen. Ich habe Sie im März gefragt, ob Sie die CO2-Abgabe wenigstens aussetzen könnten, um die Autofahrer zu entlasten. Ihre Antwort hat damals einige verstört. Deswegen frage ich Sie heute noch mal: Wann schaffen Sie die CO2-Abgabe endlich ab, um die Menschen, die auf ein Auto angewiesen sind, zu entlasten? Oder bleiben Sie bei Ihrer sinngemäßen – ich sage extra „sinngemäß“ – Antwort, die man damals so aufgefasst hat, dass die Menschen sich eher ein E-Auto kaufen sollten, wenn sie sich Benzin nicht leisten können? – Danke. Beifall: AfD

Herr Hilse kritisiert die Bundesregierung wegen der steigenden Benzinpreise, fordert das Ende der CO₂‑Abgabe zur Entlastung von Menschen mit geringem Einkommen und wirft der Regierung mangelnde Fürsorge vor.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, ich weise Ihre Unterstellung in aller Form zurück. Das habe ich nicht gesagt. – Doch, das war eine Unterstellung. Und er hat es bewusst falsch wiedergegeben. Ich weise das in aller Form und Schärfe zurück. Ursache für die hohen Benzinpreise ist die fossile Abhängigkeit Deutschlands von Energieimporten von Öl und Gas aus autokratischen Regimestaaten; das ist ursächlich. Das …
Herr Abgeordneter, ich weise Ihre Unterstellung in aller Form zurück. Das habe ich nicht gesagt. ↳ Stephan Brandner (AfD): »Welche? Das war doch gar keine Unterstellung!« – Doch, das war eine Unterstellung. Und er hat es bewusst falsch wiedergegeben. Ich weise das in aller Form und Schärfe zurück. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) ↳ Stephan Brandner (AfD): »Was denn?« Ursache für die hohen Benzinpreise ist die fossile Abhängigkeit Deutschlands von Energieimporten von Öl und Gas aus autokratischen Regimestaaten; das ist ursächlich. Das gilt im Übrigen auch für den Angriff auf den Iran mit allen Veränderungen und Verbindungen, die mit der Straße von Hormus zu tun haben. Alles, was wir tun können, ist, uns unabhängiger von den fossilen Energien zu machen. Das heißt: weniger Öl, weniger Gas verbrauchen, Umsteigemöglichkeiten sowohl im Bereich der Gebäudemodernisierung als auch beim Kfz möglich zu machen, insbesondere für Menschen mit kleinen Einkommen. Wir haben, Herr Abgeordneter, in den letzten Monaten die Energiesteuern gesenkt. Wir haben damit den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben, günstigeres Benzin oder günstigeren Diesel zu beziehen. ↳ Stephan Brandner (AfD): »Sechs Wochen lang!«
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Das ist auch im Haushalt gegenfinanziert. Das war eine Maßnahme, die insbesondere den Menschen, –
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Sie sind über der Zeit.
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
– die pendeln, entgegengekommen ist. Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Union (einzelne Abg.)
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Danke sehr. – Ich muss ein bisschen auf die Zeit achten; die Tagesordnung ist lang. – Sie haben die Möglichkeit für eine Nachfrage. Bitte.
KA Karsten Hilse AfD rede Im Protokoll ↗
Herr Minister, ich möchte noch mal betonen, dass Ihre Antwort draußen so aufgefasst wurde. Ich will es klar sagen: Das ist nicht meine Aussage. – Offiziell nahm die Bundesregierung im Jahr 2025 über die Besteuerung der Atemluft 21,4 Milliarden Euro ein. Dazu kommen Abgaben – ETS, EEG, Netzausbau usw. usf. –, die Sie den Menschen letztendlich abpressen. Wollen Sie den …
Herr Minister, ich möchte noch mal betonen, dass Ihre Antwort draußen so aufgefasst wurde. Ich will es klar sagen: Das ist nicht meine Aussage. – Offiziell nahm die Bundesregierung im Jahr 2025 über die Besteuerung der Atemluft 21,4 Milliarden Euro ein. Dazu kommen Abgaben – ETS, EEG, Netzausbau usw. usf. –, die Sie den Menschen letztendlich abpressen. Wollen Sie den Menschen da draußen weismachen, dass Sie mit dieser Ausplünderung, die Sie an ihnen begehen, irgendwann, in 50 Jahren, das Wetter verändern werden?

Der Redner kritisiert die Bundesregierung dafür, dass sie durch verschiedene Abgaben die Bürger finanziell belastet und bezeichnet dies als Ausplünderung, die in 50 Jahren das Wetter verändern könne.

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KA Karsten Hilse AfD kurz Im Protokoll ↗
Wollen Sie das den Menschen da draußen wirklich weismachen? Beifall: AfD

Der Redner erklärt, dass die jüngsten extremen Hitzewellen und die zunehmende Wasserknappheit Folgen des Klimawandels sind, nicht bloß Wetter, und fordert konsequente Gegenmaßnahmen.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Abgeordneter, auch Sie dürften zur Kenntnis genommen haben, dass wir am Wochenende vor zwei Wochen eine extreme Hitze hatten. Daran sind mittlerweile leider auch viele Menschen gestorben. Diese in Deutschland immer häufiger auftretenden Hitzetage führen zusammen mit Grundwassernotständen – es gibt immer weniger Wasser – und Veränderungen in unseren Ozeanen zu starken Veränderungen und Einschränkungen unseres Lebens …
Sehr geehrter Herr Abgeordneter, auch Sie dürften zur Kenntnis genommen haben, dass wir am Wochenende vor zwei Wochen eine extreme Hitze hatten. ↳ Manuel Krauthausen (AfD): »Sommer!« Daran sind mittlerweile leider auch viele Menschen gestorben. Diese in Deutschland immer häufiger auftretenden Hitzetage führen zusammen mit Grundwassernotständen – es gibt immer weniger Wasser – und Veränderungen in unseren Ozeanen zu starken Veränderungen und Einschränkungen unseres Lebens in diesem Land. Wir müssen alles tun, um das aufzuhalten. Beifall: Dunja Kreiser (SPD) Zu behaupten, das sei Wetter, sehr geehrter Herr Abgeordneter, ist falsch. Und Sie wissen, dass es falsch ist. Es kommt Ihnen vielleicht politisch zupass.
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Aber Sie reden wider besseres Wissen. Beifall: SPD Beifall: Union Beifall: Grüne
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Wir haben eine weitere Nachfrage aus der Fraktion der AfD. Herr Abgeordneter Dr. Ingo Hahn. Bitte.
DR Dr. Ingo Hahn AfD rede Im Protokoll ↗
Frau Präsidentin! Herr Umweltminister Schneider, viele Menschen glauben nicht mehr an diese Klimahysterie, sondern sie glauben eher, dass sie durch zahlreiche Steuern abkassiert werden sollen. Es gibt ja auch bei der Spritabgabe x Steuern, zum Beispiel die CO2-Abgabe usw. Das ist alles extrem teuer für den kleinen Mann. Außerdem sind die Klimamodelle sehr ungenau. Deshalb meine Frage – antworten Sie …
Frau Präsidentin! Herr Umweltminister Schneider, viele Menschen glauben nicht mehr an diese Klimahysterie,↳ Violetta Bock (Linke): »Das ist doch keine Glaubensfrage!« sondern sie glauben eher, dass sie durch zahlreiche Steuern abkassiert werden sollen. Es gibt ja auch bei der Spritabgabe x Steuern, zum Beispiel die CO2-Abgabe usw. Das ist alles extrem teuer für den kleinen Mann. Außerdem sind die Klimamodelle sehr ungenau. Deshalb meine Frage – antworten Sie bitte ganz konkret –: Um wie viel Grad – oder auch nur Tausendstel Grad – werden Sie das Weltklima beeinflussen und die weltweite Erderwärmung durch Ihre Maßnahmen reduzieren? Beifall: AfD ↳ Dr. Ralf Stegner (SPD): »Mannomann!«

Der Abgeordnete kritisiert die Klimapolitik als Hysterie und übermäßige Besteuerung und fordert konkrete Angaben zu deren temperaturwirksamer Wirkung.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Noch mal, Herr Abgeordneter, auch im Nachgang zu Ihrem Kollegen: Wir sind mitten im Klimawandel. Dieser Klimawandel ist ↳ Manuel Krauthausen (AfD): »… natürlich!« menschengemacht. Er wird vor allem durch das Verbrennen fossiler Energieträger wie Benzin und Gas verursacht. ↳ Karsten Hilse (AfD): »Quatsch! Totaler Quatsch!« Wir haben die technischen Möglichkeiten, dies zu ändern, indem wir langfristig umsteigen. Und genau das wird die Bundesregierung tun. ↳ Karsten Hilse (AfD): »Das war’s?«
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Entschuldigung, es sind jetzt so viele Arme oben. Ich kann nicht alle Fragen zulassen. ↳ AfD – Die AfD-Fraktion kann sich nicht beschweren, wir haben einige Meldungen hier. Es müssen aber noch weitere Fragen aus anderen Fraktionen möglich sein. Es gibt jetzt eine weitere Nachfrage aus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, und zwar von Herrn Dr. Jan-Niclas Gesenhues. Bitte.
DR Dr. Jan-Niclas Gesenhues Grüne rede Im Protokoll ↗
Herr Minister, ich möchte Ihnen als Erstes einmal danken, dass Sie diese zynischen Äußerungen der AfD-Fraktion in aller Schärfe zurückgewiesen haben. Wir hatten während der letzten Hitzewelle 800 Hitzetote. Im ganzen letzten Jahr waren es 1 600. Es ist wirklich zynisch, was die AfD-Fraktion hier verbreitet hat. Sie haben auch recht damit, dass wir unabhängiger von Öl und Gas werden …
Herr Minister, ich möchte Ihnen als Erstes einmal danken, dass Sie diese zynischen Äußerungen der AfD-Fraktion in aller Schärfe zurückgewiesen haben. Beifall: Grüne Beifall: Union (einzelne Abg.) Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Linke (einzelne Abg.) Wir hatten während der letzten Hitzewelle 800 Hitzetote. Im ganzen letzten Jahr waren es 1 600. Es ist wirklich zynisch, was die AfD-Fraktion hier verbreitet hat. Sie haben auch recht damit, dass wir unabhängiger von Öl und Gas werden müssen. Ich frage mich nur: Warum setzen sich Ihre Bundesregierung und Ihr Ressort in Brüssel dann dafür ein, die Abhängigkeit vom Verbrenner zu zementieren? Warum bremsen Sie die erneuerbaren Energien aus? Und warum treiben Sie die Menschen mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz –

Der Abgeordnete dankt dem Minister für das Zurückweisen der AfD-Äußerungen, kritisiert jedoch die Bundesregierung dafür, dass sie in Brüssel die Abhängigkeit von fossilen Verbrennern verstärkt und die erneuerbaren Energien bremst, während die Zahl der Hitzetoten steigt.

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JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Danke. Ihre Zeit ist abgelaufen.
DR Dr. Jan-Niclas Gesenhues Grüne kurz Im Protokoll ↗
– in die fossile Kostenfalle? Beifall: Grüne Beifall: Violetta Bock (Linke)

Der Minister betont, dass die Bundesregierung bis 2030 80 % des Stroms aus erneuerbaren Quellen decken will, 12 GW neue Windkraft an Land bauen wird und dafür bereits Genehmigungen sowie kommende Gesetzesvorlagen hat, um die Abhängigkeit von fossilen Märkten zu reduzieren.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter Gesenhues, diese Bundesregierung verfolgt das Ziel, bis zum Jahre 2030 80 Prozent unserer Energieversorgung durch erneuerbare Energien zu decken. Aus diesem Grund werden wir als Teil des Klimaschutzprogramms Anlagen zur Erzeugung von zusätzlichen 12 Gigawatt durch Windenergie an Land aufbauen und installieren. Die Genehmigungen dafür liegen vor. In Kürze wird die Wirtschaftsministerin auch die dazu notwendigen Gesetze vorlegen; …
Herr Abgeordneter Gesenhues, diese Bundesregierung verfolgt das Ziel, bis zum Jahre 2030 80 Prozent unserer Energieversorgung durch erneuerbare Energien zu decken. Aus diesem Grund werden wir als Teil des Klimaschutzprogramms Anlagen zur Erzeugung von zusätzlichen 12 Gigawatt durch Windenergie an Land aufbauen und installieren. Die Genehmigungen dafür liegen vor. In Kürze wird die Wirtschaftsministerin auch die dazu notwendigen Gesetze vorlegen; wir sind noch in den Schlussverhandlungen. Daher ist das Gegenteil richtig: Wir machen uns unabhängig von fossilen Märkten und werden durch Sicherheitsenergien – die erneuerbaren Energien sind günstiger – unabhängiger –
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Danke sehr. Ihre Zeit ist um.
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
– von den Wirren der Welt.
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Ein kurzer Hinweis noch mal: Wenn es gelb leuchtet, dann geht es auf rot zu. Jetzt hat für die AfD-Fraktion Herr Abgeordneter Dr. Paul Schmidt das Wort. Bitte.
DR Dr. Paul Schmidt AfD rede Im Protokoll ↗
Herr Minister, Sie haben gerade bei der Beantwortung der Frage des Kollegen Hilse gesagt, wir müssten alles tun, um den Klimawandel aufzuhalten. Vor Kurzem haben sich die ehemaligen Kernkraftwerksleiter zu Wort gemeldet und gesagt: Wir können wieder in die Kernkraft einsteigen. Die Radiant Energy Group aus Chicago hat vorgerechnet, dass wir 12 Gigawatt an Kernkraftwerksleistung für 18 Milliarden Euro innerhalb …
Herr Minister, Sie haben gerade bei der Beantwortung der Frage des Kollegen Hilse gesagt, wir müssten alles tun, um den Klimawandel aufzuhalten. Vor Kurzem haben sich die ehemaligen Kernkraftwerksleiter zu Wort gemeldet und gesagt: Wir können wieder in die Kernkraft einsteigen. ↳ Daniel Rinkert (SPD): »Was? Das muss ein Fiebertraum gewesen sein!« ↳ SPD: »Aus Russland!« Die Radiant Energy Group aus Chicago hat vorgerechnet, dass wir 12 Gigawatt an Kernkraftwerksleistung für 18 Milliarden Euro innerhalb von zwei bis fünfeinhalb Jahren reaktivieren könnten. Das sind Fakten, die auf dem Tisch liegen. Warum verweigern Sie sich, wenn Sie CO2 einsparen wollen? Da ja immer noch 40 Prozent des Stroms –

Der Redner kritisiert die Regierungsentscheidung, Kernenergie nicht zur CO₂-Reduktion zu nutzen, und weist auf schnelle, kostengünstige Reaktivierungsmöglichkeiten hin.

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DR Dr. Paul Schmidt AfD kurz Im Protokoll ↗
– aus den Nichterneuerbaren kommen:
DR Dr. Paul Schmidt AfD kurz Im Protokoll ↗
Warum verweigern Sie sich der Kernkraft? Beifall: AfD

Der Minister erklärt, dass Kernkraft mit Risiken und hohen Kosten verbunden sei und betont die Notwendigkeit eines Endlagers, während er die Behauptungen der AfD zurückweist.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend sachlichmoralischpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, ich bin auch zuständig für nukleare Sicherheit und insbesondere für die Suche nach einem Endlager. Es ist falsch, zu behaupten, die Nutzung der Kernkraft sei ohne Risiken. Und es ist falsch, zu behaupten, sie sei günstiger. Sie ist viel teurer als erneuerbare Energien. Viel teurer! Aus diesem Grunde ist der Bundestag zu dem klaren Schluss gekommen, aus der …
Herr Abgeordneter, ich bin auch zuständig für nukleare Sicherheit und insbesondere für die Suche nach einem Endlager. Es ist falsch, zu behaupten, die Nutzung der Kernkraft sei ohne Risiken. Und es ist falsch, zu behaupten, sie sei günstiger. Sie ist viel teurer als erneuerbare Energien. Viel teurer! Beifall: SPD Beifall: Grüne Beifall: Linke (einzelne Abg.) Aus diesem Grunde ist der Bundestag zu dem klaren Schluss gekommen, aus der Nutzung der Nuklearenergie auszusteigen. Ich suche immer noch ein Endlager. Vielleicht haben Sie ja einen Vorschlag für mich in Ihrem Wahlkreis. Bisher haben mich keine Vorschläge dazu erreicht, auch nicht aus Ihrer Fraktion. Beifall: SPD Beifall: Grüne Beifall: Union (einzelne Abg.) Beifall: Linke (einzelne Abg.) Dieser Müll strahlt 1 Million Jahre lang.
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Danke. Die Zeit ist abgelaufen.
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Ich möchte gern wissen, wo wir den unterbringen sollen. Beifall: SPD Beifall: Grüne Beifall: Union (einzelne Abg.) Beifall: Linke (einzelne Abg.) ↳ Karsten Hilse (AfD): »Es sind nicht 1 Million Jahre! Das ist totaler Quatsch! Sie sind am falschen Platz!«
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Entschuldigung. ↳ Karsten Hilse (AfD): »Entschuldigung!« Wir haben hier eine Fragestunde. Da müssen wir die Antworten nicht kommentieren. Die stehen für sich. ↳ Karsten Hilse (AfD): »Wenn jemand wissenschaftlichen Unsinn erzählt!« Nun hat für die SPD-Fraktion Herr Abgeordneter Jakob Blankenburg das Wort. Bitte.
JA Jakob Blankenburg SPD rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Herr Minister, auch von meiner Seite noch mal vielen Dank für die klaren Worte zu den Ursachen und Auswirkungen der hohen Preise, unter denen die Bürgerinnen und Bürger unbestritten leiden, und für die Maßnahmen, die die Bundesregierung diesbezüglich ergriffen hat. Der Abgeordnete Hilse hat ja den Emissionshandel angesprochen. Vielleicht könnten Sie noch einmal darstellen, wie …
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Herr Minister, auch von meiner Seite noch mal vielen Dank für die klaren Worte zu den Ursachen und Auswirkungen der hohen Preise, unter denen die Bürgerinnen und Bürger unbestritten leiden, und für die Maßnahmen, die die Bundesregierung diesbezüglich ergriffen hat. Der Abgeordnete Hilse hat ja den Emissionshandel angesprochen. Vielleicht könnten Sie noch einmal darstellen, wie der Emissionshandel dazu beigetragen hat, dass wir in Europa unsere Emissionen senken konnten, und warum der Emissionshandel ein Erfolg ist. Lachen: AfD (einzelne Abg.) ↳ Karsten Hilse (AfD): »Das dürfte schwerfallen!«

Jakob Blankenburg dankt für die Erklärungen zu den hohen Preisen und bittet den Umweltminister, zu erläutern, wie der Emissionshandel zur Reduzierung von Emissionen in Europa beigetragen hat und warum er als Erfolg gilt.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Abgeordneter, wir haben es mit zwei Emissionshandelssystemen zu tun. Das eine ist der EU-ETS 1, der insbesondere für die Industrieemissionen, aber auch für den Energiesektor gilt. Das zweite System betrifft den privaten Bereich und ist national geregelt. International bzw. auf europäischer Ebene wird es ab 2028 gelten. Durch die reale Bepreisung der Umweltschäden, die beim Verbrennen von …
Sehr geehrter Herr Abgeordneter, wir haben es mit zwei Emissionshandelssystemen zu tun. Das eine ist der EU-ETS 1, der insbesondere für die Industrieemissionen, aber auch für den Energiesektor gilt. Das zweite System betrifft den privaten Bereich und ist national geregelt. International bzw. auf europäischer Ebene wird es ab 2028 gelten. Durch die reale Bepreisung der Umweltschäden, die beim Verbrennen von Öl und Gas entstehen – da gibt es Umweltschäden –, haben wir ein marktwirtschaftliches und technologieoffenes System eingeführt. Unternehmen können so das für sie am besten geeignete Modell nutzen, um ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. Und es funktioniert.
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Danke sehr. Ihre Redezeit ist abgelaufen.
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Der Emissionshandel ist ein großer Erfolg. Die Emissionen sind zurückgegangen. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.)
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Die letzte Frage bei dieser ersten Hauptfrage hat für die Fraktion Die Linke Herr Abgeordneter Lorenz Gösta Beutin. Bitte.
LO Lorenz Gösta Beutin Linke rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Herr Schneider, ich schätze ja durchaus Ihr Engagement, auch wenn Sie damit nicht immer durchdringen. Jedoch sagten Sie eben, es gebe kein Rollback im Bereich der Fossilen. Ich darf Sie aber darauf hinweisen, dass de facto beim Windkraftausbau ausgebremst wird. Zudem arbeitet Frau Reiche am Wiedereinstieg in die Atomkraft – die Bundesregierung laut Ihrer Aussage ja nicht, …
Vielen Dank. – Herr Schneider, ich schätze ja durchaus Ihr Engagement, auch wenn Sie damit nicht immer durchdringen. Jedoch sagten Sie eben, es gebe kein Rollback im Bereich der Fossilen. Ich darf Sie aber darauf hinweisen, dass de facto beim Windkraftausbau ausgebremst wird. Zudem arbeitet Frau Reiche am Wiedereinstieg in die Atomkraft – die Bundesregierung laut Ihrer Aussage ja nicht, aber zumindest die Ministerin –, beim Netzausbau wird gebremst. Bei der Photovoltaik soll die Förderung gerade für kleine Anlagen gestrichen werden, ebenso die Förderung für Wärmepumpen usw. usf.

Der Redner kritisiert, dass trotz Aussagen über kein Rollback im Fossilen die Umsetzung bei Windkraft, Atomenergie, Netzausbau, Photovoltaik und Wärmepumpen gebremst wird.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend moralischpolemisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
LO Lorenz Gösta Beutin Linke kurz Im Protokoll ↗
Das heißt, wie sagen Sie – –
LO Lorenz Gösta Beutin Linke kurz Im Protokoll ↗
Wie begründen Sie, dass es – –
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Danke. ↳ Lorenz Gösta Beutin (Linke): »Mist! Zu viele Schweinereien!«
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, Sie sind ja auch Ausschussvorsitzender. Doch bei allem Respekt: Die Aussagen sind falsch. Wir bauen mehr erneuerbare Energien zu. 80 Prozent unserer Energieversorgung in drei Jahren werden erneuerbar sein. Wir liegen jetzt deutlich darunter. Der Koalitionsausschuss hat beschlossen, dass wir zusätzlich 12 Gigawatt Windkraft an Land zubauen. Und das wird kommen. Im Übrigen findet auch eine Elektrifizierung auf …
Herr Abgeordneter, Sie sind ja auch Ausschussvorsitzender. Doch bei allem Respekt: Die Aussagen sind falsch. ↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Nee, die waren alle richtig!« Wir bauen mehr erneuerbare Energien zu. 80 Prozent unserer Energieversorgung in drei Jahren werden erneuerbar sein. ↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Ja! Sie profitieren von den Gesetzen aus der letzten Legislatur!« Wir liegen jetzt deutlich darunter. Der Koalitionsausschuss hat beschlossen, dass wir zusätzlich 12 Gigawatt Windkraft an Land zubauen. Und das wird kommen. Im Übrigen findet auch eine Elektrifizierung auf der Abnehmerseite statt, also mehr Wärmepumpen, mehr Elektroautos. Auch das fördern wir sogar noch steuerlich. Es geht also eindeutig in die richtige Richtung. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.)
JU Julia Klöckner Präsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Wir fahren fort mit der nächsten Hauptfrage. Diese geht an die CDU/CSU-Fraktion. Herr Abgeordneter Christian Moser. Bitte.
CH Christian Moser Union rede Im Protokoll ↗
Frau Bundesministerin Hubig, ein Thema, das im Koalitionsvertrag sehr prominent platziert ist, ist die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität. Ein weiterer Schwerpunkt ist die konsequente Abschöpfung von kriminell erlangten Vermögenswerten. Jetzt haben Sie zusammen mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil einen Aktionsplan zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität verabschiedet. Meine Frage ist: Welche Schwerpunkte setzt Ihr Haus bei der Umsetzung …
Frau Bundesministerin Hubig, ein Thema, das im Koalitionsvertrag sehr prominent platziert ist, ist die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität. Ein weiterer Schwerpunkt ist die konsequente Abschöpfung von kriminell erlangten Vermögenswerten. Jetzt haben Sie zusammen mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil einen Aktionsplan zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität verabschiedet. Meine Frage ist: Welche Schwerpunkte setzt Ihr Haus bei der Umsetzung dieses Plans? Und was planen Sie insbesondere bei der Vermögensabschöpfung, damit wir es in diesem Bereich der Organisierten Kriminalität noch schwerer machen?

Der Abgeordnete fragt die Bundesministerin Hubig nach den konkreten Schwerpunkten bei der Umsetzung des Aktionsplans gegen organisierte Kriminalität und nach den geplanten Maßnahmen zur Vermögensabschöpfung.

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DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, Sie haben ja gerade schon darauf Bezug genommen: Der Bundesinnenminister, der Bundesfinanzminister und ich haben gemeinsam diesen Aktionsplan vorgestellt. Unser Hauptpunkt ist dabei die Vermögensabschöpfung. Und wir haben zwischenzeitlich ja bereits einen Gesetzentwurf zur Vermögensabschöpfung in den Deutschen Bundestag eingebracht. Er liegt dem Deutschen Bundestag schon vor; er ist jedenfalls schon durch das Kabinett gegangen. Zur Frage der …
Herr Abgeordneter, Sie haben ja gerade schon darauf Bezug genommen: Der Bundesinnenminister, der Bundesfinanzminister und ich haben gemeinsam diesen Aktionsplan vorgestellt. Unser Hauptpunkt ist dabei die Vermögensabschöpfung. Und wir haben zwischenzeitlich ja bereits einen Gesetzentwurf zur Vermögensabschöpfung in den Deutschen Bundestag eingebracht. Er liegt dem Deutschen Bundestag schon vor; er ist jedenfalls schon durch das Kabinett gegangen. Zur Frage der grenzüberschreitenden Vermögensabschöpfung: Das ist ein wichtiges Thema; denn wir sehen, dass die Organisierte Kriminalität immer stärker grenzüberschreitend arbeitet und sehr international geworden ist. Hierzu liegt ein Gesetzentwurf vor. Woran wir jetzt arbeiten, ist einer für das nationale Recht. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe, die vielfältige Vorschläge zur Vermögensabschöpfung gemacht hat, hat auch uns eine Vorlage gegeben. Diese wird derzeit in einen Gesetzentwurf gegossen. Dabei wird auch das Thema der Beweislastumkehr eine Rolle spielen. Es ist sehr schwierig, dies innerhalb der verfassungsrechtlichen Grenzen umzusetzen. Aber wir suchen gerade nach einer guten Lösung.

Dr. Hubig erläutert, dass ein Gesetzentwurf zur Vermögensabschöpfung, einschließlich grenzüberschreitender Regelungen und Beweislastumkehr, bereits dem Bundestag vorliegt und derzeit in einen nationalen Rechtsrahmen überführt wird, wobei verfassungsrechtliche Grenzen berücksichtigt werden müssen.

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CH Christian Moser Union rede Im Protokoll ↗
Erlauben Sie mir noch eine Nachfrage: Ein Punkt in diesem Aktionsplan ist auch die Prüfung, ob man den Geldwäschetatbestand in § 261 StGB erweitert um ein Merkmal der ersparten Aufwendungen. Das wurde erst kürzlich – 2021 – gestrichen. Wie steht Ihr Haus dazu? Inwieweit lassen Sie diesen Punkt einfließen? Und falls Sie diesbezüglich prüfen, wie ist der Stand der Prüfung?

Der Redner fordert Auskunft darüber, ob der Geldwäschetatbestand in § 261 StGB um das Merkmal „ersparte Aufwendungen“ erweitert werden soll und erfragt den Stand der diesbezüglichen Prüfung.

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DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, der Punkt der ersparten Aufwendungen ist wichtig; denn das bedeutet, dass man nicht nur die Gewinne abschöpft, sondern zum Beispiel auch die ersparten Steuern berücksichtigt; auch das sind vermögenswerte Vorteile. Ich stehe dem grundsätzlich offen gegenüber, das wieder zu regeln. Unser Haus prüft dies auch und arbeitet an einer entsprechenden gesetzlichen Regelung.

Dr. Hubig betont die Bedeutung ersparter Aufwendungen und Steuern als vermögenswerte Vorteile und äußert Offenheit für eine erneute Regelung, wobei das Haus an einer entsprechenden gesetzlichen Lösung arbeitet.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Damit wäre der Kollege Johannes Rothenberger am Zug.
JO Johannes Rothenberger Union kurz Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Ministerin, die Organisierte Kriminalität ist international organisiert und auch international tätig. Was haben Sie bereits unternommen, oder was haben Sie noch geplant zu unternehmen, um diese grenzüberschreitenden Aktivitäten zu bekämpfen? – Vielen Dank.
DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, ich hatte ja gerade schon gesagt: Der Gesetzentwurf zur grenzüberschreitenden Vermögensabschöpfung liegt bereits vor. Mit ihm haben wir bereits die europäischen Vorgaben umgesetzt. Ich denke, dass das Thema der Europäischen Staatsanwaltschaft und der Stärkung der Europäischen Staatsanwaltschaft auch in dem Zusammenhang noch eine Rolle spielen kann; denn wir sehen einfach, dass es in Europa wirklich viel zu tun …
Herr Abgeordneter, ich hatte ja gerade schon gesagt: Der Gesetzentwurf zur grenzüberschreitenden Vermögensabschöpfung liegt bereits vor. Mit ihm haben wir bereits die europäischen Vorgaben umgesetzt. Ich denke, dass das Thema der Europäischen Staatsanwaltschaft und der Stärkung der Europäischen Staatsanwaltschaft auch in dem Zusammenhang noch eine Rolle spielen kann; denn wir sehen einfach, dass es in Europa wirklich viel zu tun gibt und dass es mit Blick auf die Zusammenarbeit sicherlich auch noch Ressourcen gibt, die man heben kann.

Dr. Hubig weist darauf hin, dass der Gesetzentwurf zur grenzüberschreitenden Vermögensabschöpfung bereits vorliegt und die europäischen Vorgaben umsetzt, und betont die Bedeutung einer gestärkten Europäischen Staatsanwaltschaft für weitere Zusammenarbeit.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Jetzt kommt Herr Dr. Martin Plum.
DR Dr. Martin Plum Union rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Ministerin, neben den Koalitionsfraktionen und der Bundesregierung hat auch der Bundesrat Vorschläge für eine wirksamere Vermögensabschöpfung gemacht, insbesondere auch im Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften. Ich bin mir sicher: Ihr Haus wird sich sehr intensiv mit diesen Vorschlägen befasst haben. Welche dieser Vorschläge möchten Sie denn gerne in einem weiteren Gesetzgebungsverfahren aufgreifen?

Dr. Plum weist darauf hin, dass auch der Bundesrat Vorschläge zur wirksameren Vermögensabschöpfung, insbesondere bei Cum‑Ex‑Geschäften, gemacht hat, und fragt, welche davon die Bundesregierung in einem neuen Gesetzgebungsverfahren aufgreifen will.

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DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, ich habe ja gesagt, dass wir eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe haben, die einen Bericht vorgelegt hat. Und die Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat angekündigt, uns weitere Expertise, weitere Regelungsvorschläge oder Regelungsbedarfe vorzulegen. Das ist für uns die Grundlage. Den Gesetzentwurf des Bundesrates nehmen wir mit dazu. Wir haben ihn angeguckt. Im Bereich der Beweislastumkehr halten wir ihn für nicht verfassungskonform bzw. nicht komplett …
Herr Abgeordneter, ich habe ja gesagt, dass wir eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe haben, die einen Bericht vorgelegt hat. Und die Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat angekündigt, uns weitere Expertise, weitere Regelungsvorschläge oder Regelungsbedarfe vorzulegen. Das ist für uns die Grundlage. Den Gesetzentwurf des Bundesrates nehmen wir mit dazu. Wir haben ihn angeguckt. Im Bereich der Beweislastumkehr halten wir ihn für nicht verfassungskonform bzw. nicht komplett verfassungskonform. Wir würden auf andere Regelungen zurückgreifen.

Sie verweist auf die Arbeit der Bund‑Länder‑Arbeitsgruppe, kritisiert die Beweislastumkehr im Gesetzentwurf des Bundesrates als verfassungswidrig und kündigt an, auf andere Regelungen zurückzugreifen.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Damit kämen wir zur nächsten Fragestellerin, die Abgeordnete Julia Schneider.
JU Julia Schneider Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Es war schier unerträglich vor zwei Wochen ungefähr, die große Hitzewelle: 41,7 Grad, Tausende Menschen, die ihr Leben verloren, unsere Infrastruktur, die nicht standgehalten hat, Straßen, die aufgeplatzt sind, Schienen, die verbogen sind, Schulen, die geschlossen waren wegen der Hitze, Krankenhäuser am Limit, Ehrenamtliche und Rettungskräfte unter größter Hitze, unter Hochdruck. Da können wir alle …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Es war schier unerträglich vor zwei Wochen ungefähr, die große Hitzewelle: 41,7 Grad, Tausende Menschen, die ihr Leben verloren, ↳ Stephan Brandner (AfD): »Was?« unsere Infrastruktur, die nicht standgehalten hat, Straßen, die aufgeplatzt sind, Schienen, die verbogen sind, Schulen, die geschlossen waren wegen der Hitze, Krankenhäuser am Limit, Ehrenamtliche und Rettungskräfte unter größter Hitze, unter Hochdruck. Da können wir alle nur dankbar sein. Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Aber in der Hitzekrise schwieg der Kanzler kalt. 2021 hat die Ahrtal-Katastrophe 180 Menschen ihr Leben gekostet. Es gab zu Recht eine breite Debatte über Klimafolgen, große Solidarität und ein Soforthilfeprogramm – über 30 Milliarden Euro für den Wiederaufbau. Ich frage Sie: Was tun Sie, außer die Verantwortung von sich zu weisen und auf die unterfinanzierten Kommunen zu zeigen? Wo bleibt Ihr Sofortprogramm? Wie werden Sie die Menschen vor diesem Hitzesommer schützen? Beifall: Grüne

Julia Schneider kritisiert das fehlende Handeln der Bundesregierung bei der aktuellen Hitzekrise und fordert ein Sofortprogramm zum Schutz der Bevölkerung, während der Minister die bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen und Finanzmittel für die Länder erläutert.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Frau Abgeordnete Schneider, wir haben ein Klimaanpassungsgesetz auf Bundesebene. Es gibt einige entsprechende Regelungen auch auf kommunaler und auf Landesebene. Ich habe einige Sonderprogramme für die klimatische Anpassung sozialer Einrichtungen aufgelegt – darunter auch eines für den Transfer von Klimamanagementkompetenz in kommunale Einrichtungen –, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Nach unserer Verfassung sind wir aber als Bund …
Frau Abgeordnete Schneider, wir haben ein Klimaanpassungsgesetz auf Bundesebene. Es gibt einige entsprechende Regelungen auch auf kommunaler und auf Landesebene. Ich habe einige Sonderprogramme für die klimatische Anpassung sozialer Einrichtungen aufgelegt – darunter auch eines für den Transfer von Klimamanagementkompetenz in kommunale Einrichtungen –, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Nach unserer Verfassung sind wir aber als Bund nicht zuständig. Ich habe fast keine Ausgabekompetenz, sondern ich muss sehr oft Umwege gehen, zum Beispiel mit Sondermodellen. Alles geschieht im Rahmen der Gesetze, aber es gibt keine Verfassungslage, die hier eine direkte Verantwortung des Bundes vorsieht. Wir haben die Länder und Kommunen in dieser Legislatur mit zusätzlichen 100 Milliarden Euro für Investitionen ausgestattet, die sie frei verwenden können, auch für das Wassermanagement. Wir werden die im Koalitionsvertrag vorgesehene Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung auf den Weg bringen. Ich bereite das gerade vor und werde das dann im Kabinett und im Bundestag zur Abstimmung stellen. Wir brauchen dafür Zweidrittelmehrheiten im Bundestag und im Bundesrat.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Ihre Nachfragemöglichkeit.
JU Julia Schneider Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Mit Verlaub, das klingt für mich leider schon wieder danach, die Verantwortung von sich zu weisen und auf die Kommunen zu zeigen. Sie wissen auch, wie der Schuldenstand der Kommunen aussieht. Sie wissen auch, wie viele weitere Aufgaben die Kommunen auf ihrem Zettel haben. Das Sondervermögen reicht leider nicht für alles aus. Sie haben gesagt, dass es …
Vielen Dank. – Mit Verlaub, das klingt für mich leider schon wieder danach, die Verantwortung von sich zu weisen und auf die Kommunen zu zeigen. Sie wissen auch, wie der Schuldenstand der Kommunen aussieht. Sie wissen auch, wie viele weitere Aufgaben die Kommunen auf ihrem Zettel haben. Das Sondervermögen reicht leider nicht für alles aus. Sie haben gesagt, dass es Fördermaßnahmen gibt, und das ist auch gut so; denn wenn Menschen sterben, muss doch alles unternommen werden, um weitere Hitzetote zu verhindern. Aber in Ihrem Haushalt werden zum Beispiel die Mittel für Maßnahmen zur Klimaanpassung um 86 Prozent gekürzt.

Sie wirft der Bundesregierung Verantwortungslosigkeit vor, kritisiert die Unterfinanzierung der Kommunen und die Kürzung von Klimaanpassungsmaßnahmen.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Frau Kollegin.
JU Julia Schneider Grüne kurz Im Protokoll ↗
Auch AnpaSo ist nicht ausreichend finanziert. Wir wissen nicht, wie es da weitergeht. Werden Sie sich für eine auskömmliche Finanzierung einsetzen? Beifall: Grüne

Der Minister erklärt, dass trotz hoher Bundesverschuldung ein Sondervermögen von 100 Mrd. € bereitsteht und dass die Mittel des Anpassungsprogramms AnpaSo im Klima‑ und Transformationsfonds künftig zur Verfügung stehen werden.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Frau Kollegin, wir sind hier im Bundestag. Ich kann Ihnen zumindest sagen, dass – hier sitzt ja auch der Finanzstaatssekretär – die Bundesschuld höher ist und dass insbesondere die Kreditaufnahme des Bundes, bezogen auf die Einnahmen, höher ist als bei Ländern und Gemeinden. So viel dazu. Trotzdem stehen wir zu unserer Verantwortung und haben mit dem Sondervermögen 100 Milliarden Euro …
Frau Kollegin, wir sind hier im Bundestag. Ich kann Ihnen zumindest sagen, dass – hier sitzt ja auch der Finanzstaatssekretär – die Bundesschuld höher ist und dass insbesondere die Kreditaufnahme des Bundes, bezogen auf die Einnahmen, höher ist als bei Ländern und Gemeinden. So viel dazu. Trotzdem stehen wir zu unserer Verantwortung und haben mit dem Sondervermögen 100 Milliarden Euro – ich finde, das ist sehr viel Geld – zur Verfügung gestellt, auch dank Ihrer Zustimmung. Des Weiteren werden die Mittel des Anpassungsprogramms AnpaSo im Klima- und Transformationsfonds einschlägig sein. Das wird in der nächsten Woche beschlossen.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Ich würde gerne darauf hinweisen, dass sechs weitere Nachfragen angezeigt sind. Weitere werde ich nicht mehr aufnotieren und fahre fort. Als Nächster erhält das Wort Dr. Michael Blos.
DR Dr. Michael Blos AfD rede Im Protokoll ↗
Herr Minister, die jüngsten Hitzewellen – wir haben darüber gesprochen – haben gezeigt, dass Hitzeschutz in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Schulen und Kitas kein Luxus ist. Besonders Klimaanlagen leisten hier einen wichtigen Beitrag. Klimatisierung braucht allerdings bezahlbaren und verlässlichen Strom. Die Grünen haben schon Träume von Abkühlprogrammen. Den Strom braucht man aber auch nachts, abends, bei fehlender Solarproduktion und bei Flaute. Zugleich …
Herr Minister, die jüngsten Hitzewellen – wir haben darüber gesprochen – haben gezeigt, dass Hitzeschutz in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Schulen und Kitas kein Luxus ist. Besonders Klimaanlagen leisten hier einen wichtigen Beitrag. Klimatisierung braucht allerdings bezahlbaren und verlässlichen Strom. Die Grünen haben schon Träume von Abkühlprogrammen. Den Strom braucht man aber auch nachts, abends, bei fehlender Solarproduktion und bei Flaute. ↳ Michael Kellner (Grüne) Zugleich haben wir wiederholt gesehen, dass ungesteuerte Solareinspeisung bei geringer Nachfrage zu extrem negativen Börsenstrompreisen führen kann. Ist das nicht insgesamt ein weiteres Beispiel dafür, dass Deutschland neben erneuerbaren Energien wieder gesicherte Leistung –

Der Redner fordert bezahlbaren und verlässlichen Strom für Klimatisierung in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Schulen und Kitas und kritisiert die aktuelle unkontrollierte Solareinspeisung, die zu negativen Börsenpreisen führt, als Hinweis, dass Deutschland neben Erneuerbaren auch gesicherte Leistung braucht.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter.
DR Dr. Michael Blos AfD kurz Im Protokoll ↗
– aus Gas, Kohle und Kernkraft braucht, statt sich auf wetterabhängige Stromerzeugung zu verlassen? Beifall: AfD

Der Redner argumentiert, dass die Nutzung von Solarenergie sinnvoll sei, weil Klimaanlagen tagsüber laufen und überschüssige Energie gespeichert werden kann, um den Energiebedarf zu decken.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Kollege, gerade das Beispiel der Klimaanlagen zeigt, dass Sie aus meiner Sicht falschliegen; denn insbesondere in der Zeit, wenn die Klimaanlagen vor allen Dingen benutzt werden – nämlich tagsüber, wenn es heiß ist –, scheint auch die Sonne. Dementsprechend hilft es sogar, wenn Sie das persönlich nutzen, nicht nur erträgliche Temperaturen zu haben – insbesondere in den sozialen Einrichtungen …
Herr Kollege, gerade das Beispiel der Klimaanlagen zeigt, dass Sie aus meiner Sicht falschliegen; denn insbesondere in der Zeit, wenn die Klimaanlagen vor allen Dingen benutzt werden – nämlich tagsüber, wenn es heiß ist –, scheint auch die Sonne. Dementsprechend hilft es sogar, wenn Sie das persönlich nutzen, nicht nur erträgliche Temperaturen zu haben – insbesondere in den sozialen Einrichtungen –, sondern auch, wenn Sie die Energie selbst gewinnen. Im Übrigen nutzen Sie, wenn es überschüssige Energie gibt, einen Speicher. Den können Sie auch nachts nutzen.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Als nächste Fragestellerin hat Lisa Badum das Wort.
LI Lisa Badum Grüne rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Schneider, Ihnen ist vielleicht bekannt, dass wir seit April schon 700 Hitzetote in Deutschland hatten, und da sind die Hitzetoten der vorletzten Woche überhaupt noch nicht mitgezählt. Viele dieser Toten sind ältere Frauen ab 75 Jahren. Viele hätten vielleicht durch bessere Klimaanpassung in Krankenhäusern und Altenheimen gerettet werden können. Doch das entsprechende Bundesprogramm, mit dem beispielsweise auch …
Sehr geehrter Herr Schneider, Ihnen ist vielleicht bekannt, dass wir seit April schon 700 Hitzetote in Deutschland hatten, und da sind die Hitzetoten der vorletzten Woche überhaupt noch nicht mitgezählt. ↳ Stephan Brandner (AfD): »Wer hat die gezählt? Haben Sie die gezählt?« Viele dieser Toten sind ältere Frauen ab 75 Jahren. Viele hätten vielleicht durch bessere Klimaanpassung in Krankenhäusern und Altenheimen gerettet werden können. Doch das entsprechende Bundesprogramm, mit dem beispielsweise auch Klimaanlagen gefördert werden können, haben Sie gesperrt. 2026 können keine Anträge mehr gestellt werden. Herr Schneider, sind Ihnen diese Frauen, sind Ihnen diese Menschen egal? Beifall: Grüne

Lisa Badum wirft dem Minister vor, das Förderprogramm für Klimaanpassungen blockiert zu haben, wodurch zahlreiche Hitzetote, vor allem ältere Frauen, entstanden sind. Sie fordert die sofortige Wiederaufnahme und Erweiterung der Förderungen zum Schutz vulnerabler Gruppen.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Frau Abgeordnete Badum, selbstverständlich nicht. Aus diesem Grunde werden wir nicht nur das bestehende Programm ausfinanzieren – viele Zusagen aus den vergangenen Jahren werden jetzt tatsächlich einschlägig in der Kassenwirkung –, sondern auch, wie ich bereits Kollegin Schneider geantwortet habe, aus dem KTF den Titel für das AnpaSo weiterführen und damit zusätzliche Förderaufrufe ermöglichen.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Als Nächstes erhält Harald Ebner das Wort.
HA Harald Ebner Grüne rede Im Protokoll ↗
Danke schön, Herr Präsident. – Herr Minister, für eine gute Klimaanpassung brauchen wir auch eine möglichst intakte natürliche Infrastruktur. In der letzten Sitzungswoche wurde das Naturzerstörungsgesetz mit der Abschaffung der Realkompensation verabschiedet. Sie haben am 26. Juni versprochen, als Ausgleich das Gesetz zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur ins Kabinett einzubringen. In dieser Woche stand es nicht auf der Agenda, auch …
Danke schön, Herr Präsident. – Herr Minister, für eine gute Klimaanpassung brauchen wir auch eine möglichst intakte natürliche Infrastruktur. In der letzten Sitzungswoche wurde das Naturzerstörungsgesetz mit der Abschaffung der Realkompensation verabschiedet. Sie haben am 26. Juni versprochen, als Ausgleich das Gesetz zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur ins Kabinett einzubringen. In dieser Woche stand es nicht auf der Agenda, auch nächste Woche und für den restlichen Monat Juli nicht. Ich frage Sie: Warum ist das so? Wie wollen Sie das erreichen? Wann werden Sie das im Kabinett beraten? Wie wollen Sie die versprochene Gleichrangigkeit von grüner Infrastruktur –

Harald Ebner fordert den Minister auf zu erklären, warum das versprochene Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur nach der Zusage vom 26. Juni nicht im Kabinettstermin ist, und bittet um einen konkreten Zeitplan für die Beratung.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter.
HA Harald Ebner Grüne kurz Im Protokoll ↗
– und grauer Infrastruktur herstellen? Beifall: Grüne

Bundesminister Carsten Schneider bestätigt das Zitat und erläutert den Vorschlag, für Kernbereiche der natürlichen Infrastruktur wie Moore ein überragendes öffentliches Interesse festzuschreiben. Er weist darauf hin, dass sich die Ressortabstimmung noch in Verhandlungen befindet und bisher keine Einigung erzielt wurde.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Kollege, in der Tat haben Sie mich richtig zitiert. Ich habe dem Kabinett auch in der Ressortabstimmung vorgeschlagen – es gab schon Länder- und Verbändeanhörungen zum Gesetz zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur –, insbesondere für die Kernsäulen, unsere natürlichen Perlen der Infrastruktur, ein überragendes öffentliches Interesse vorzusehen. Im Übrigen ist dabei ein ganz wichtiger Bereich die Wiedervernässung …
Sehr geehrter Herr Kollege, in der Tat haben Sie mich richtig zitiert. Ich habe dem Kabinett auch in der Ressortabstimmung vorgeschlagen – es gab schon Länder- und Verbändeanhörungen zum Gesetz zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur –, insbesondere für die Kernsäulen, unsere natürlichen Perlen der Infrastruktur, ein überragendes öffentliches Interesse vorzusehen. Im Übrigen ist dabei ein ganz wichtiger Bereich die Wiedervernässung der Moore als Wasserspeicher, aber auch als natürliche Kühlanlagen. Wir sind mitten in der Ressortabstimmung. Ich hoffe, dass wir sehr zügig zu einer Beschlussfassung kommen. Bisher gibt es dazu noch keine Einigung; wir verhandeln es noch.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Minister.
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Sehen Sie es mir nach, aber ich versuche, ein möglichst starkes Gesetz zu erreichen.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Und jetzt erhält Hanna Steinmüller das Wort.
HA Hanna Steinmüller Grüne rede Im Protokoll ↗
Herzlichen Dank, Herr Präsident. – Meine Frage richtet sich an die Justizministerin. Die Kollegin hat die Hitze angesprochen. Es heizt sich nicht nur draußen auf, sondern auch in den Wohnungen. Gerade für ältere Menschen ist es eine große Gefahr, wenn die Wohnungen so heiß werden. Leider haben Vermieter bislang keinerlei Verpflichtung, tätig zu werden. Selbst wenn Mieterinnen und Mieter selbstständig …
Herzlichen Dank, Herr Präsident. – Meine Frage richtet sich an die Justizministerin. Die Kollegin hat die Hitze angesprochen. Es heizt sich nicht nur draußen auf, sondern auch in den Wohnungen. Gerade für ältere Menschen ist es eine große Gefahr, wenn die Wohnungen so heiß werden. Leider haben Vermieter bislang keinerlei Verpflichtung, tätig zu werden. Selbst wenn Mieterinnen und Mieter selbstständig aktiv werden und zum Beispiel einen außenliegenden Sonnenschutz anbauen wollen, dann sind sie auf die Zustimmung ihres Vermieters angewiesen. Wollen Sie das im BGB – konkret in § 554 – dahin gehend ändern, dass es ein Recht darauf gibt, dass Mieterinnen und Mieter ihre Wohnung selbstständig kühlen können? Beifall: Grüne

Die Rednerin thematisiert die Gesundheitsgefahr durch Hitze in Mietwohnungen für ältere Menschen und kritisiert das fehlende gesetzliche Recht von Mietern, eigenständig Kühlmaßnahmen wie Sonnenschutz anzubringen. Sie fordert die Justizministerin auf, das BGB dahingehend zu ändern, dass Mieter ohne Zustimmung des Vermieters ihre Wohnung kühlen können.

✦ KI-generiert Respektvoll, wertschätzend sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Frau Abgeordnete, wir haben ja bereits einige Regelungen zum Mietrecht in dieser Legislaturperiode vorgelegt. In dieser Sitzungswoche wird auch der Deutsche Bundestag über solche Fragen beraten. Wir haben im Moment eine solche Regelung nicht in der Planung. Aber wir haben eine Expertenkommission, die zum Ende des Jahres einen Bericht mit Änderungsvorschlägen vorlegen soll. Ich gehe davon aus, dass wir dort …
Frau Abgeordnete, wir haben ja bereits einige Regelungen zum Mietrecht in dieser Legislaturperiode vorgelegt. In dieser Sitzungswoche wird auch der Deutsche Bundestag über solche Fragen beraten. Wir haben im Moment eine solche Regelung nicht in der Planung. Aber wir haben eine Expertenkommission, die zum Ende des Jahres einen Bericht mit Änderungsvorschlägen vorlegen soll. Ich gehe davon aus, dass wir dort bzw. im weiteren Verfahren genau über solche Fragen reden werden. Die Welt verändert sich, und damit müssen sich bestimmte Regeln auch verändern.

Die Rednerin stellt fest, dass aktuell keine neuen mietrechtlichen Regelungen geplant sind, verweist aber auf eine laufende Expertenkommission, deren Bericht Ende des Jahres als Grundlage für künftige Anpassungen dienen soll.

✦ KI-generiert Neutral, geschäftsmäßig sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Dr. Jan-Niclas Gesenhues.
DR Dr. Jan-Niclas Gesenhues Grüne rede Im Protokoll ↗
Herr Minister Schneider, Sie haben auf die Frage meines Kollegen Ebner schon geantwortet, dass Sie weiter am Natürliche-Infrastruktur-Gesetz arbeiten. Spätestens seit Anfang des Jahres wird uns immer wieder versprochen, dass es kommen soll. Dann kam das Naturzerstörungsgesetz. Aber es gab kein Natürliche-Infrastruktur-Gesetz. Dann kam eine massive Entrechtung der Umweltverbände. Aber es kam kein Natürliche-Infrastruktur-Gesetz. Jetzt ist zum zweiten Mal der …
Herr Minister Schneider, Sie haben auf die Frage meines Kollegen Ebner schon geantwortet, dass Sie weiter am Natürliche-Infrastruktur-Gesetz arbeiten. Spätestens seit Anfang des Jahres wird uns immer wieder versprochen, dass es kommen soll. Dann kam das Naturzerstörungsgesetz. Aber es gab kein Natürliche-Infrastruktur-Gesetz. Dann kam eine massive Entrechtung der Umweltverbände. Aber es kam kein Natürliche-Infrastruktur-Gesetz. Jetzt ist zum zweiten Mal der Referentenentwurf entkernt worden; zum Beispiel sind Vorkaufsrechte komplett rausgeflogen. Mich würde mal interessieren, wie sich das eigentlich anfühlt, Umweltminister in einer Regierung zu sein, die vor allem dieses Land zubetonieren will und die Umweltverbände entrechten will. Beifall: Grüne

Der Redner wirft der Bundesregierung vor, das versprochene Natürliche-Infrastruktur-Gesetz nicht umgesetzt und stattdessen Umweltverbände entrechtet sowie Vorkaufsrechte gestrichen zu haben.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, die Umweltverbände sind in ihren Rechten gestärkt worden, insbesondere durch die Umsetzung der Aarhus-Konvention. Das ist hier im Parlament nicht nur besprochen, sondern auch beschlossen worden. Ich bin dafür wirklich dankbar. Ich habe das gestern auch beim Parlamentarischen Abend von Greenpeace gesagt: Ich bin froh und dankbar für die Arbeit der Zivilgesellschaft, insbesondere auch der Umweltverbände; denn deren …
Herr Abgeordneter, die Umweltverbände sind in ihren Rechten gestärkt worden, insbesondere durch die Umsetzung der Aarhus-Konvention. Das ist hier im Parlament nicht nur besprochen, sondern auch beschlossen worden. Ich bin dafür wirklich dankbar. ↳ Dr. Till Steffen (Grüne): »Das ist ja ein Witz! Quatsch ist das!« Ich habe das gestern auch beim Parlamentarischen Abend von Greenpeace gesagt: Ich bin froh und dankbar für die Arbeit der Zivilgesellschaft, insbesondere auch der Umweltverbände; denn deren zentrale Aufgabe ist die Kontrolle, aber auch die Aufklärung und die Unterstützung der Bevölkerung. Deswegen unterstütze ich sie. ↳ Dr. Till Steffen (Grüne): »Das stimmt überhaupt nicht! Das stimmt nicht! Das ist Quatsch!« Ich bin sehr gern Umweltminister dieser Regierung, auch wenn manchmal der Wind von vorne bläst. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) ↳ Dr. Till Steffen (Grüne): »Ja, ja!«
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Als letzter Nachfragender erhält das Wort Andreas Bleck.
AN Andreas Bleck AfD rede Im Protokoll ↗
Herr Minister, Sie haben zu Recht festgestellt, dass Sie für die Gemeinschaftsaufgabe „Klimaanpassung“ eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag benötigen. Union, SPD und Grüne haben diese Zweidrittelmehrheit nicht. Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse Ihres Koalitionspartners schließen aber eine Zusammenarbeit mit der AfD und mit den Linken aus. Die AfD lehnt die Maßnahmen für die Klimaanpassung nicht grundsätzlich ab. Der Teufel steckt aber im Detail. Wie …
Herr Minister, Sie haben zu Recht festgestellt, dass Sie für die Gemeinschaftsaufgabe „Klimaanpassung“ eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag benötigen. Union, SPD und Grüne haben diese Zweidrittelmehrheit nicht. Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse Ihres Koalitionspartners schließen aber eine Zusammenarbeit mit der AfD und mit den Linken aus. Die AfD lehnt die Maßnahmen für die Klimaanpassung nicht grundsätzlich ab. Der Teufel steckt aber im Detail. Wie wollen Sie die Zweidrittelmehrheit erreichen, und wann kommen Sie auf uns zu, um gemeinsam an dieser Maßnahme zu arbeiten? Beifall: AfD ↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Träum weiter!«

Andreas Bleck stellt fest, dass die Regierungskoalition keine Zweidrittelmehrheit für die Verfassungsänderung zur Klimaanpassung hat und fragt unter Hinweis auf die Ablehnung anderer Partner, wann die AfD in die Gespräche einbezogen wird. Minister Carsten Schneider bestätigt die Notwendigkeit der Änderung aus dem Koalitionsvertrag heraus und kündigt einen Kabinettsbeschluss sowie eine anschließende Abstimmung im Bundestag an.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Abgeordneter, wir sind bereit für diese Aufgabe. Ich habe sie aus dem Koalitionsvertrag übernommen. Aber natürlich besteht auch eine eigene intrinsische Motivation. Ich möchte gerne, dass wir effizienter mit Ländern und Gemeinden zusammenarbeiten können und der Bund seiner Verantwortung in diesem Bereich gerecht werden kann. Das ist uns jetzt per Verfassung untersagt. Ich werde dem Kabinett einen …
Sehr geehrter Herr Abgeordneter, wir sind bereit für diese Aufgabe. Ich habe sie aus dem Koalitionsvertrag übernommen. Aber natürlich besteht auch eine eigene intrinsische Motivation. Ich möchte gerne, dass wir effizienter mit Ländern und Gemeinden zusammenarbeiten können und der Bund seiner Verantwortung in diesem Bereich gerecht werden kann. Das ist uns jetzt per Verfassung untersagt. Ich werde dem Kabinett einen Vorschlag machen, und ich hoffe, dass das Kabinett diesem zustimmt. Dann wird der Bundestag sich damit beschäftigen und abstimmen. Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Sepp Müller (Union)
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Ich darf als Nächstem Jakob Blankenburg für die nächste Frage das Wort erteilen.
JA Jakob Blankenburg SPD rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Herr Minister, Sie haben in Ihrem Eingangsstatement noch mal sehr klargemacht, was Ihre Prioritäten hinsichtlich des Klimaschutzes in unserem Land und in Europa sind. Ein wesentlicher Punkt zur Erreichung unserer Klimaziele hat mit der Frage zu tun, wie wir mit Methan umgehen. Zur Erinnerung für dieses Haus: Dabei handelt es sich um ein klimaschädliches Gas, …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Herr Minister, Sie haben in Ihrem Eingangsstatement noch mal sehr klargemacht, was Ihre Prioritäten hinsichtlich des Klimaschutzes in unserem Land und in Europa sind. Ein wesentlicher Punkt zur Erreichung unserer Klimaziele hat mit der Frage zu tun, wie wir mit Methan umgehen. Zur Erinnerung für dieses Haus: Dabei handelt es sich um ein klimaschädliches Gas, das zu rund einem Drittel zur globalen Erwärmung beiträgt. Auf europäischer Ebene wird gerade die Methanverordnung diskutiert. Wie sieht denn der aktuelle Verhandlungsstand aus, und wie positioniert sich die Bundesregierung hierzu?

Der Redner fragt nach dem aktuellen Stand und der Positionierung der Bundesregierung zur EU-Methanverordnung im Kontext der Klimaziele. Der Minister bestätigt die Unterstützung der Verordnung als wirksames Instrument zur Senkung klimaschädlicher Emissionen durch die Nutzung der europäischen Nachfragemacht.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, die Methanverordnung ist seit zwei Jahren in Kraft. Methan hat eine extrem hohe klimaschädliche Wirkung, insbesondere auf lange Sicht. Diese sogenannten Low-Hanging Fruits erreichen wir, wenn wir es schaffen, die Methanemissionen zu senken, insbesondere den gezielten Import von Gasen oder anderen Produkten, die unter die Methanverordnung fallen. Daher unterstützt die Bundesregierung die Kommission bei der Beibehaltung der EU-Methanverordnung. …
Herr Abgeordneter, die Methanverordnung ist seit zwei Jahren in Kraft. Methan hat eine extrem hohe klimaschädliche Wirkung, insbesondere auf lange Sicht. Diese sogenannten Low-Hanging Fruits erreichen wir, wenn wir es schaffen, die Methanemissionen zu senken, insbesondere den gezielten Import von Gasen oder anderen Produkten, die unter die Methanverordnung fallen. Daher unterstützt die Bundesregierung die Kommission bei der Beibehaltung der EU-Methanverordnung. Wir setzen damit weltweite Marktstandards und können unsere Nachfragemacht auch nutzen, um dieses klimaschädliche Gas aus der Atmosphäre zu bekommen.
JA Jakob Blankenburg SPD kurz Im Protokoll ↗
Ich darf noch eine Nachfrage stellen?
JA Jakob Blankenburg SPD rede Im Protokoll ↗
Herr Minister, vielen Dank. – Die Methanverordnung und das Klimaziel 2040 auf der EU-Ebene, das Sie ja im letzten Jahr mitverhandelt haben, setzen starke Impulse. Aber angesichts einer zugespitzten geopolitischen Situation – wir haben es in den vorherigen Antworten immer wieder von Ihnen gehört – stehen wir unter Druck von vielen Seiten. Was meinen Sie: Wie stehen wir vor diesem …
Herr Minister, vielen Dank. – Die Methanverordnung und das Klimaziel 2040 auf der EU-Ebene, das Sie ja im letzten Jahr mitverhandelt haben, setzen starke Impulse. Aber angesichts einer zugespitzten geopolitischen Situation – wir haben es in den vorherigen Antworten immer wieder von Ihnen gehört – stehen wir unter Druck von vielen Seiten. Was meinen Sie: Wie stehen wir vor diesem Hintergrund aus aktueller Sicht insgesamt im Klimaschutz da?

Der Redner fragt angesichts geopolitischer Spannungen nach dem aktuellen Stand des Klimaschutzes und verweist auf die EU-Methanverordnung sowie das Klimaziel 2040.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Der Klimaschutz – insbesondere innerhalb der Europäischen Union – wird stark unterstützt, sowohl von der Bevölkerung als auch von den Mitgliedsländern der Europäischen Union. Der Rest der Welt orientiert sich auch an dem, was wir tun. Von daher sind wir maßgeblich auch für den Erfolg verantwortlich, den wir bei Weltklimakonferenzen erreichen. Deswegen müssen wir konsistent und verlässlich arbeiten. Das bedeutet, …
Der Klimaschutz – insbesondere innerhalb der Europäischen Union – wird stark unterstützt, sowohl von der Bevölkerung als auch von den Mitgliedsländern der Europäischen Union. Der Rest der Welt orientiert sich auch an dem, was wir tun. Von daher sind wir maßgeblich auch für den Erfolg verantwortlich, den wir bei Weltklimakonferenzen erreichen. Deswegen müssen wir konsistent und verlässlich arbeiten. Das bedeutet, die Methanverordnung in nationales Recht umzusetzen, es nicht zu verschieben, sondern die Probleme tatsächlich zu adressieren. Wir haben eben über Hitze gesprochen. Das lässt sich – –
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Minister. – Für die nächste Nachfrage hat Dr. Julia Verlinden das Wort.
DR Dr. Julia Verlinden Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Herr Minister, wir hatten das Thema eben auch im Ausschuss für Wirtschaft und Energie. Wie wir der Presse entnehmen konnten, gab es darüber ausgerechnet in der Hitzewoche eine Abstimmung beim Energieministerrat. Ihre Kollegin Katherina Reiche scheint sich ja für eine Verwässerung und Verschiebung der Methanverordnung einzusetzen. Wie kann sie das denn tun, wenn Sie sagen, …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Herr Minister, wir hatten das Thema eben auch im Ausschuss für Wirtschaft und Energie. Wie wir der Presse entnehmen konnten, gab es darüber ausgerechnet in der Hitzewoche eine Abstimmung beim Energieministerrat. Ihre Kollegin Katherina Reiche scheint sich ja für eine Verwässerung und Verschiebung der Methanverordnung einzusetzen. Wie kann sie das denn tun, wenn Sie sagen, die Bundesregierung setze sich dafür ein, dass die Methanverordnung eins zu eins umgesetzt wird?

Die Rednerin hinterfragt die Konsistenz der Regierungsposition zur Methanverordnung, indem sie auf widersprüchliche Aussagen der Staatssekretärin Katherina Reiche hinweist.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Frau Kollegin.
DR Dr. Julia Verlinden Grüne kurz Im Protokoll ↗
Besteht nicht die Notwendigkeit, sich über die Geschäftsordnung –
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Frau Abgeordnete.
DR Dr. Julia Verlinden Grüne kurz Im Protokoll ↗
– miteinander zu verständigen? Beifall: Grüne Beifall: Lorenz Gösta Beutin (Linke)

Bundesminister Carsten Schneider stellt klar, dass seine Position zur Methanverordnung das Ergebnis einer abgestimmten Haltung der gesamten Bundesregierung ist und gemäß der Geschäftsordnung als maßgeblich gilt.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Frau Abgeordnete, federführend für die Umsetzung der Methanverordnung ist mein Haus, bin ich als Minister. Es hat eine Abstimmung innerhalb der Regierung gegeben, die meine Position, die ich hier eben deutlich gemacht habe, widergespiegelt hat. Darüber bestand auch Einigkeit. Deswegen: Es gilt die Geschäftsordnung der Bundesregierung, und die maßgebliche Meinung, die ich hier vertreten habe, ist Ausdruck einer abgestimmten Position …
Frau Abgeordnete, federführend für die Umsetzung der Methanverordnung ist mein Haus, bin ich als Minister. Es hat eine Abstimmung innerhalb der Regierung gegeben, die meine Position, die ich hier eben deutlich gemacht habe, widergespiegelt hat. Darüber bestand auch Einigkeit. Deswegen: Es gilt die Geschäftsordnung der Bundesregierung, und die maßgebliche Meinung, die ich hier vertreten habe, ist Ausdruck einer abgestimmten Position der Bundesregierung. ↳ Dr. Till Steffen (Grüne): »Ein bisschen durcheinander war das jetzt schon!«
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Als Nächstes hat Lorenz Gösta Beutin das Wort.
LO Lorenz Gösta Beutin Linke rede Im Protokoll ↗
Herr Minister, entschuldigen Sie, aber der Fakt ist einfach ein anderer. Wir konnten vor zwei Tagen nachlesen, dass sich Wirtschaftsministerin Reiche in Brüssel anders verhalten hat, als Sie jetzt hier sagen. Ist es möglicherweise so, dass Wirtschaftsministerin Reiche privat in Brüssel war, wie sie es ja auch bei der Atomlobby war, oder woran liegt es? Das heißt: Die Ministerin ist …
Herr Minister, entschuldigen Sie, aber der Fakt ist einfach ein anderer. Wir konnten vor zwei Tagen nachlesen, dass sich Wirtschaftsministerin Reiche in Brüssel anders verhalten hat, als Sie jetzt hier sagen. Ist es möglicherweise so, dass Wirtschaftsministerin Reiche privat in Brüssel war,Heiterkeit: Grüne (einzelne Abg.) wie sie es ja auch bei der Atomlobby war, oder woran liegt es?↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Immer gute Fragen!« ↳ Dr. Till Steffen (Grüne): »Das macht sie gerne!« Das heißt: Die Ministerin ist privat in Brüssel, lobbyiert gegen die Methanverordnung, und Sie sagen hier etwas anderes, oder wie? Beifall: Linke Beifall: Grüne (einzelne Abg.) ↳ Dr. Till Steffen (Grüne): »Also uns können Sie es doch sagen, Herr Schneider!«

Der Redner wirft der Wirtschaftsministerin vor, in Brüssel privat und im Interesse der Atomlobby gegen die Methanverordnung lobbyiert zu haben, was im Widerspruch zu den Aussagen des Umweltministers stehe.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Federführend bei der Umsetzung der Methanverordnung ist das Umweltministerium und bin ich als Minister. Ich habe vorher innerhalb der Bundesregierung eine Abstimmung herbeigeführt. Die Weisung war klar, und dementsprechend ist auch das Regierungshandeln an dieser Stelle klar. Andere Fragen müssen Sie bitte der betreffenden Ministerin stellen. ↳ Lorenz Gösta Beutin (Linke) Das, was ich Ihnen hier gesagt habe, ist die Position der Bundesregierung.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die nächste Nachfrage erhält das Wort Dr. Paul Schmidt.
DR Dr. Paul Schmidt AfD rede Im Protokoll ↗
Herr Minister, zum Thema „Klimaschutz und Methan“. Wir haben heute im Umweltausschuss über das Gebäudeenergiegesetz gesprochen, das Sie ja ändern wollen. Sie wollen eine Biotreppe einführen, die dazu führt, dass man immer mehr Biomethan einsetzen muss, wenn man mit Gas heizen möchte. Jetzt ist es aber so, dass die Regelungen für die Landwirte in der letzten Zeit stark verschärft wurden. …
Herr Minister, zum Thema „Klimaschutz und Methan“. Wir haben heute im Umweltausschuss über das Gebäudeenergiegesetz gesprochen, das Sie ja ändern wollen. Sie wollen eine Biotreppe einführen, die dazu führt, dass man immer mehr Biomethan einsetzen muss, wenn man mit Gas heizen möchte. ↳ Dr. Till Steffen (Grüne): »Wenigstens machen sie keine Atomtreppe!« Jetzt ist es aber so, dass die Regelungen für die Landwirte in der letzten Zeit stark verschärft wurden. Sie müssen die gleichen Regeln erfüllen wie große Erzeuger und sind deswegen kaum noch in der Lage, Biomethan zu erzeugen. Viele der Landwirte haben die Biomethanerzeugung aufgegeben. Wie soll dieser Bedarf, –

Der Redner kritisiert den Widerspruch zwischen der geplanten Einführung einer Biotreppe im Gebäudeenergiegesetz und den gleichzeitig verschärften Regelungen für Landwirte, die die Biomethanerzeugung erschweren.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter.
DR Dr. Paul Schmidt AfD kurz Im Protokoll ↗
– der dann ja immer größer wird, in Zukunft gedeckt werden? ↳ Dr. Rainer Kraft (AfD): »Das kommt da her, wo der Wasserstoff auch herkommt!« Heiterkeit: AfD (einzelne Abg.)

Der Redner argumentiert für den Ersatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien wie Wind und Solar, da diese effizienter seien, und befürwortet eine Anhebung der Maisdeckel zur Erreichung der Grüngasquote unter Berücksichtigung von Umweltbelangen.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Abgeordneter, es besteht in vielfacher Hinsicht das Ziel, die Grüngasquote zu erreichen. Im Übrigen sind die Koalitionsfraktionen im parlamentarischen Verfahren übereingekommen, den Maisdeckel anzuheben. Ich halte es für richtig, dass wir fossile Brennstoffe ersetzen. Wir nutzen dabei die Möglichkeiten, die es gibt und die sich insbesondere auf der Nachfrageseite ergeben. Wenn das umweltverträglich geschieht und Natur- und …
Sehr geehrter Herr Abgeordneter, es besteht in vielfacher Hinsicht das Ziel, die Grüngasquote zu erreichen. Im Übrigen sind die Koalitionsfraktionen im parlamentarischen Verfahren übereingekommen, den Maisdeckel anzuheben. Ich halte es für richtig, dass wir fossile Brennstoffe ersetzen. Wir nutzen dabei die Möglichkeiten, die es gibt und die sich insbesondere auf der Nachfrageseite ergeben. Wenn das umweltverträglich geschieht und Natur- und Landschaftsfragen nach Möglichkeit berücksichtigt werden, unterstütze ich das. Ich will aber auch sagen, dass es in vielfachem Maße effizienter ist, Strom aus Wind- oder Solarenergie –
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Minister.
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
– in Wasserstoff umzuwandeln und diesen bereitzustellen.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Die letzte Frage dazu stellt Michael Kellner, Bündnis 90/Die Grünen. ↳ Karsten Hilse (AfD): »Ach Gott, der 3-Prozent-Mann!«
MI Michael Kellner Grüne rede Im Protokoll ↗
Danke, Herr Präsident. – Herr Minister, ich will es noch mal verstehen: Frau Reiche hat eine brutale Grätsche gesetzt und eine Position eingenommen, die nicht die Ihre ist, angeblich noch mit Rückendeckung des Kanzleramtes. Wie bewerten Sie die Position von Frau Reiche? Sie können die Frage sonst auch gerne an den Kollegen Staatssekretär in der Reihe vor Ihnen weitergeben, wenn …
Danke, Herr Präsident. – Herr Minister, ich will es noch mal verstehen: Frau Reiche hat eine brutale Grätsche gesetzt und eine Position eingenommen, die nicht die Ihre ist, angeblich noch mit Rückendeckung des Kanzleramtes. Wie bewerten Sie die Position von Frau Reiche? Sie können die Frage sonst auch gerne an den Kollegen Staatssekretär in der Reihe vor Ihnen weitergeben, wenn Sie möchten. Aber ich wüsste gerne, wie Sie und wie das Wirtschaftsministerium jeweils diese Haltung bewerten. Beifall: Grüne

Der Redner fragt die Bundesregierung nach ihrer Bewertung einer als kontraproduktiv empfundenen Position der Staatssekretärin Reiche zur Methanverordnung und fordert Klarstellung der offiziellen Haltung. Der Minister antwortet mit dem Verweis auf die Einhaltung der Geschäftsordnung und bekräftigt die abgestimmte Regierungsposition gegen eine Verschiebung der Verordnung.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, die Geschäftsordnung der Bundesregierung gilt, und daran wurde sich in dem Fall nicht gehalten. Das ist ein Vorgehen, das gegenüber der Kommission natürlich nicht in Ordnung ist; ich habe das im bilateralen Gespräch deutlich gemacht und sage das gerne auch Ihnen hier noch mal. Auch ich halte mich an Beschlüsse der Koalition, obwohl sie manchmal nicht ganz mit …
Herr Abgeordneter, die Geschäftsordnung der Bundesregierung gilt, und daran wurde sich in dem Fall nicht gehalten. ↳ Dr. Till Steffen (Grüne): »Ah!« ↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Uijuijui!« Das ist ein Vorgehen, das gegenüber der Kommission natürlich nicht in Ordnung ist; ich habe das im bilateralen Gespräch deutlich gemacht und sage das gerne auch Ihnen hier noch mal. Auch ich halte mich an Beschlüsse der Koalition, obwohl sie manchmal nicht ganz mit dem übereinstimmen, was ich persönlich meine. Ich vertrete die Bundesrepublik Deutschland dort und habe Ihnen jetzt und hier die abgestimmte Haltung der Bundesregierung mitgeteilt, nämlich die Umsetzung der Methanverordnung nicht zu verschieben, sondern die notwendigen Spielräume, die es gibt, zu nutzen. Im Übrigen werden wir in den nächsten Tagen und Wochen auch sehen, dass weitere größere Verträge geschlossen werden können –
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Minister.
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
– im Rahmen der Methanverordnung. Das ist möglich. ↳ Michael Kellner (Grüne): »Ich danke für die offene Antwort!« ↳ Dr. Till Steffen (Grüne): »Jetzt haben wir es ja!« ↳ Pascal Meiser (Linke): »Dieser Minister ist wirklich nicht haltbar!«
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Wir kommen zur nächsten Hauptfrage. Die stellt Luke Hoß für die Fraktion Die Linke.
LU Luke Hoß Linke rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrte Frau Ministerin Hubig, die AfD ist verfassungswidrig. Das ist das Resultat eines Gutachtens der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Auf 1 500 Seiten wurden 3 Millionen Datensätze analysiert und anhand der Maßstäbe des Bundesverfassungsgerichts juristisch bewertet. Die AfD möchte Menschen mit Kopftüchern verbieten, den öffentlichen Raum zu betreten. Sie möchte ihnen verbieten, ihre Religion auszuüben. Sie will Deutsche mit Migrationsgeschichte …
Sehr geehrte Frau Ministerin Hubig, die AfD ist verfassungswidrig.↳ Karsten Hilse (AfD): »Das stimmt nicht!« Das ist das Resultat eines Gutachtens der Gesellschaft für Freiheitsrechte.↳ Karsten Hilse (AfD): »Jaja!« ↳ Manuel Krauthausen (AfD): »Gelogen!« Auf 1 500 Seiten wurden 3 Millionen Datensätze analysiert ↳ Hans-Jürgen Goßner (AfD): »Mit KI!« und anhand der Maßstäbe des Bundesverfassungsgerichts juristisch bewertet. Die AfD möchte Menschen mit Kopftüchern verbieten, den öffentlichen Raum zu betreten. Sie möchte ihnen verbieten, ihre Religion auszuüben. Sie will Deutsche mit Migrationsgeschichte ausbürgern und abschieben. ↳ Karsten Hilse (AfD): »Sie verbreiten Lügen!« ↳ Manuel Krauthausen (AfD): »Falsch!« ↳ Carmen Wegge (SPD): »Alles belegt!« Es geht um Menschen, die dasselbe Leben führen wie wir alle, denen wir täglich begegnen – in der Bahn, auf der Arbeit, im Schwimmbad. Diesen Menschen spricht die AfD ihre Würde und ihre Gleichheit ab.↳ Manuel Krauthausen (AfD): »Blödsinn!« ↳ Gereon Bollmann (AfD): »Was erzählen Sie da für einen Quatsch?« Als Justizministerin trifft Sie eine besondere Verantwortung für den Schutz der Verfassung und der Grundrechte. Deshalb frage ich Sie: Wann leiten Sie ein Verbotsverfahren gegen die AfD ein?Beifall: Linke Beifall: Grüne ↳ Stephan Brandner (AfD): »Kann sie doch gar nicht! Sie ist gar nicht verantwortlich! Was für eine Quatschfrage!«

Der Redner stützt sich auf ein Gutachten, um der AfD Verfassungswidrigkeit vorzuwerfen und wirft der Partei vor, Grundrechte von Minderheiten zu verletzen, bevor er die Justizministerin auffordert, ein Verbotsverfahren einzuleiten.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend moralischkonfrontativpolemisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, zunächst einmal ist innerhalb der Bundesregierung für Parteienverbote nicht das Bundesjustizministerium, sondern das Bundesinnenministerium verantwortlich und zuständig. Ich möchte aber auch ganz klar sagen: Das Gutachten der GFF, das Gutachten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, das die AfD auf Bundesebene als gesichert rechtsextrem eingestuft hat und gegen das derzeit vor dem Verwaltungsgericht Köln geklagt wird – im einstweiligen Verfahren …
Herr Abgeordneter, zunächst einmal ist innerhalb der Bundesregierung für Parteienverbote nicht das Bundesjustizministerium, sondern das Bundesinnenministerium verantwortlich und zuständig. Beifall: AfD (einzelne Abg.) ↳ Stephan Brandner (AfD): »Eben! Einfach mal nachdenken, bevor man eine Frage stellt!« Ich möchte aber auch ganz klar sagen: Das Gutachten der GFF, das Gutachten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, das die AfD auf Bundesebene als gesichert rechtsextrem eingestuft hat ↳ Stephan Brandner (AfD): »Welches genau jetzt?« und gegen das derzeit vor dem Verwaltungsgericht Köln geklagt wird – im einstweiligen Verfahren gab es eine Entscheidung, aber wir warten noch auf die Entscheidung in der Hauptsache –, der Umstand, dass die AfD in drei Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestuft ist, sind natürlich Indizien, die es weiter zu bewerten gilt. Ich habe immer gesagt: Für mich, aus meiner Sicht, muss ein Parteiverbot als das schärfste Schwert, das wir innerhalb des Grundgesetzes haben, gut geprüft sein,↳ Stephan Brandner (AfD): »Ganz genau!« und man muss am Ende entscheiden, ob man so einen Weg geht oder nicht. Aber wenn es genug Anhaltspunkte gibt, dass dieser Weg erfolgreich ist – auch das habe ich bereits gesagt –, ist er auch zu gehen.Beifall: SPD

Die Rednerin klärt die Zuständigkeit für Parteienverbote und bewertet die Einstufung der AfD als rechtsextrem durch den Verfassungsschutz als zu prüfende Indizien, wobei sie ein Parteiverbot als letztes Mittel nur bei hinreichender Erfolgsaussicht befürwortet.

✦ KI-generiert Neutral, geschäftsmäßig sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
LU Luke Hoß Linke rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrte Frau Ministerin, vielen Dank. – Jetzt haben Sie gerade gesagt, ein Verbotsverfahren liege in der Zuständigkeit des Bundesinnenministers, aber gleichzeitig auch gesagt, dass es geprüft werden müsse und dann der Weg auch zu gehen sei, wenn die Beweise vorliegen. Da frage ich mich schon: Was machen wir denn jetzt mit der Situation? Also, halten Sie eigentlich angesichts dieser …
Sehr geehrte Frau Ministerin, vielen Dank. – Jetzt haben Sie gerade gesagt, ein Verbotsverfahren liege in der Zuständigkeit des Bundesinnenministers, aber gleichzeitig auch gesagt, dass es geprüft werden müsse und dann der Weg auch zu gehen sei, wenn die Beweise vorliegen. Da frage ich mich schon: Was machen wir denn jetzt mit der Situation? Also, halten Sie eigentlich angesichts dieser neuen Beweislage einen Innenminister noch für tragbar, der sich weigert, ein Verbot von gefährlichen Feinden der Demokratie anzustoßen? Beifall: Linke (einzelne Abg.) ↳ Dr. Ingo Hahn (AfD): »Fragen Sie ihn doch direkt!« ↳ Peter Bohnhof (AfD): »Das ist „widersetzen“!« ↳ Stephan Brandner (AfD): »Dass Ihnen das nicht zu doof ist, so was zu fragen!«

Der Redner hinterfragt die Tragfähigkeit des Bundesinnenministers, der trotz vorliegender Beweise gegen gefährliche Feinde der Demokratie kein Verbotsverfahren einleitet.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend moralischkonfrontativpolemisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, es sind insgesamt schwierige Fragen und Fragen von großer Tragweite, die Sie stellen. Überhaupt ist das Verfahren eines Parteiverbots – ich sagte das gerade – das schärfste Schwert; damit muss man ernsthaft umgehen. Ich meine, das Gutachten der GFF wird – so hat sich auch der Bundesinnenminister schon geäußert – auch im Rahmen des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht …
Herr Abgeordneter, es sind insgesamt schwierige Fragen und Fragen von großer Tragweite, die Sie stellen. ↳ Stephan Brandner (AfD): »Nee, eigentlich nicht!« Überhaupt ist das Verfahren eines Parteiverbots – ich sagte das gerade – das schärfste Schwert; damit muss man ernsthaft umgehen. Ich meine, das Gutachten der GFF wird – so hat sich auch der Bundesinnenminister schon geäußert – auch im Rahmen des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht Köln eine Rolle spielen. Das wird geprüft werden. Es ist sehr umfangreich und auch sehr akribisch erstellt worden, und ich glaube, es ist gut und richtig, dass es dort auch eine Rolle spielen wird.

Die Rednerin betont die Ernsthaftigkeit und Tragweite von Parteiverbotsverfahren als schärfstes rechtliches Mittel und bestätigt die Relevanz eines vorliegenden Gutachtens im laufenden Gerichtsprozess.

✦ KI-generiert Neutral, geschäftsmäßig sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zu einer Nachfrage darf ich Dr. Till Steffen das Wort erteilen.
DR Dr. Till Steffen Grüne rede Im Protokoll ↗
Frau Ministerin, Sie haben eben auch das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Köln erwähnt und noch mal betont, welche Qualität das Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte hat. ↳ Karsten Hilse (AfD): »Welche Qualität hat es denn? KI-generiert!« Werden Sie sich denn dafür einsetzen, dass dieses Gutachten in das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Köln eingeführt wird? ↳ Karsten Hilse (AfD): »Zwei Grüne sitzen im Vorstand!« ↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Sie haben ja ganz schön Angst!« ↳ Karsten Hilse (AfD): »Zwei Grüne sitzen im Vorstand! Na klar!« ↳ Carmen Wegge (SPD): »Lesen Sie das Gutachten mal!«

Der Redner fragt die Ministerin, ob sie die Einführung eines spezifischen Rechtsgutachtens in ein laufendes Gerichtsverfahren unterstützen wird, während er gleichzeitig auf Zwischenrufe der Opposition reagiert.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend sachlichkonfrontativ Farbige Stellen anklicken für die Deutung
DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter Steffen, das ist ja bereits vom Bundesinnenminister so gesagt worden. Auch das Bundesinnenministerium wird sich dieses Gutachten – 1 500 Seiten – natürlich sehr genau angucken und auswerten, und es wird, wenn das Bundesinnenministerium zu einer entsprechenden Einschätzung kommt, dann auch in das Verfahren einfließen.

Die Rednerin bestätigt, dass das Bundesinnenministerium ein 1.500-seitiges Gutachten prüfen und bei entsprechender Einschätzung in das laufende Verfahren einbeziehen wird.

✦ KI-generiert Neutral, geschäftsmäßig sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zu einer weiteren Nachfrage hat Marcel Bauer das Wort. ↳ Karsten Hilse (AfD): »Selbst die Nachfrage ist aufgeschrieben! Wie peinlich ist denn das!«
MA Marcel Bauer Linke rede Im Protokoll ↗
Frau Ministerin, die AfD will die freiheitlich-demokratische Grundordnung beeinträchtigen, ihre politischen Gegner/-innen strafrechtlich verfolgen und die Menschenwürde von Menschen mit Migrationsgeschichte, Musliminnen und Muslimen, ↳ AfD: »Alerta!« Geflüchteten und queeren Personen verletzen. Wie wollen Sie diese Menschen schützen, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt in Regierungsverantwortung kommen sollte? Beifall: Linke ↳ Stephan Brandner (AfD): »Also wir freuen uns jedenfalls drauf!« ↳ Karsten Hilse (AfD): »Die Bundesjustizministerin ist nicht zuständig!«

Der Redner wirft der AfD vor, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu gefährden und spezifische Gruppen zu verletzen, und fragt die Bundesministerin nach Schutzmaßnahmen für den Fall einer Regierungsbeteiligung der Partei in Sachsen-Anhalt.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend moralischkonfrontativ Farbige Stellen anklicken für die Deutung
DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, dass ich als überzeugte Demokratin und als Bundesjustizministerin der Auffassung bin, dass das Grundgesetz, die Verfassung, von allen einzuhalten ist, liegt auf der Hand. Und dazu gehört natürlich auch, die föderale Ordnung zu respektieren. Ich meine, dass man in der politischen Auseinandersetzung mit politischen Mitteln vorgehen muss, aber gegebenenfalls auch mit rechtlichen Mitteln. In Sachsen-Anhalt muss, je nachdem, …
Herr Abgeordneter, dass ich als überzeugte Demokratin und als Bundesjustizministerin der Auffassung bin, dass das Grundgesetz, die Verfassung, von allen einzuhalten ist, liegt auf der Hand. Und dazu gehört natürlich auch, die föderale Ordnung zu respektieren. Ich meine, dass man in der politischen Auseinandersetzung mit politischen Mitteln vorgehen muss, aber gegebenenfalls auch mit rechtlichen Mitteln. In Sachsen-Anhalt muss, je nachdem, wie die Wahl ausgeht, vor Ort entsprechend agiert werden. Das kann ich als Bundesjustizministerin nicht. Ich halte mich an die föderale Ordnung, so wie ich auch verlange, dass andere sich an das Grundgesetz halten. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) ↳ Karsten Hilse (AfD): »Gut! Sehr gut!«

Die Rednerin betont ihre Verpflichtung zur Einhaltung des Grundgesetzes und der föderalen Ordnung als Bundesjustizministerin, weshalb sie nicht direkt in landesspezifische Wahlangelegenheiten eingreifen kann.

✦ KI-generiert Respektvoll, wertschätzend sachlichmoralisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zu einer weiteren Nachfrage darf ich das Wort an die Fraktion Die Linke geben.
KA Kathrin Gebel Linke rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank für das Zulassen der Nachfrage. – Ich habe eine Nachfrage zu dem angesprochenen Gutachten. Ich gehe davon aus, dass die meisten hier Anwesenden es sicherlich gelesen haben werden. Aber für mich ist noch nicht ganz klar geworden: Welche Konsequenzen und Erkenntnisse ziehen Sie aus diesem Gutachten, Frau Ministerin? ↳ Stephan Brandner (AfD): »Haben Sie es denn gelesen, oder wurde es Ihnen vorgelesen oder vorgetanzt?« ↳ Carmen Wegge (SPD): »Ja, Herr Brandner, Sie kommen häufig drin vor!«

Die Rednerin stellt eine konkrete Nachfrage zu den Konsequenzen und Erkenntnissen aus einem Gutachten an die Bundesministerin.

✦ KI-generiert Neutral, geschäftsmäßig sachlich Farbige Stellen anklicken für die Deutung
DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Frau Abgeordnete, ich habe eben schon gesagt: Dieses Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die AfD als gesichert rechtsextrem anzusehen ist, dass ein Parteiverbotsverfahren gegen die AfD Aussicht auf Erfolg hätte, zum einen unter dem Aspekt der Menschenwürde – ich möchte das ausdrücklich sagen, weil das von der rechten Seite hier alles sehr relativiert wird –, zum anderen unter dem …
Frau Abgeordnete, ich habe eben schon gesagt: Dieses Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die AfD als gesichert rechtsextrem anzusehen ist, dass ein Parteiverbotsverfahren gegen die AfD Aussicht auf Erfolg hätte, zum einen unter dem Aspekt der Menschenwürde – ich möchte das ausdrücklich sagen, weil das von der rechten Seite hier alles sehr relativiert wird –, zum anderen unter dem Aspekt der Verletzung des Demokratiegebotes. ↳ Stephan Brandner (AfD): »Was relativieren wir unter dem Aspekt der Menschenwürde? Was schwurbeln Sie da rum?« Ich glaube, es würde sicherlich auch der AfD guttun, in dieses Gutachten reinzuschauen. Ich kenne die Zusammenfassung; das Gutachten im Ganzen habe ich nicht gelesen. Aber ich bin sehr froh darüber, dass sich der Bundesinnenminister bereits dazu geäußert hat.

Die Rednerin bezieht sich auf ein Gutachten, das die AfD als gesichert rechtsextrem einstuft und ein Parteiverbotsverfahren für aussichtsreich hält, wobei sie die Relativierung der Menschenwürde durch die rechte Seite kritisiert.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Damit kommen wir zur nächsten Hauptfrage. Sie geht an die AfD-Fraktion. Hans-Jürgen Goßner hat das Wort.
HA Hans-Jürgen Goßner AfD rede Im Protokoll ↗
Herr Präsident! Herr Minister Schneider, im Koalitionsvertrag verspricht die Bundesregierung zu Recht, die Verwaltungsausgaben im Bund zu senken und Stellen in der Bundesverwaltung zu streichen. Laut Presseberichten steigen die Personalkosten Ihres Ministeriums aber von 98,5 Millionen auf 108,3 Millionen Euro, also um fast 10 Millionen Euro. Wie erklären Sie den Bürgern, die ohnehin schon eine hohe Steuer- und Abgabenlast tragen, …
Herr Präsident! Herr Minister Schneider, im Koalitionsvertrag verspricht die Bundesregierung zu Recht, die Verwaltungsausgaben im Bund zu senken und Stellen in der Bundesverwaltung zu streichen. Laut Presseberichten steigen die Personalkosten Ihres Ministeriums aber von 98,5 Millionen auf 108,3 Millionen Euro, also um fast 10 Millionen Euro. Wie erklären Sie den Bürgern, die ohnehin schon eine hohe Steuer- und Abgabenlast tragen, dass ausgerechnet Ihr Ministerium beim eigenen Personal teurer wird? Und haben Sie in Ihrem Haus konkrete Einsparpotenziale beim Personal identifizieren können?

Der Redner kritisiert den Anstieg der Personalkosten im Bundesumweltministerium trotz des koalitionären Ziels zur Senkung von Verwaltungsausgaben und fragt nach konkreten Einsparpotenzialen.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, mein Ministerium hatte seit der Regierungsbildung einen Zuwachs zu verzeichnen, weil ich mit der Abteilung „Internationaler Klimaschutz“ Aufgaben des Klimaschutzes übernommen habe. Den Bereich Verbraucherschutz habe ich an die Kollegin Hubig abgegeben. Im Saldo ergab das einen Zuwachs an Stellen; das bildet sich in den Zahlen ab. Ansonsten gilt auch bei uns, dass wir die 2-prozentige Stelleneinsparung umsetzen …
Herr Abgeordneter, mein Ministerium hatte seit der Regierungsbildung einen Zuwachs zu verzeichnen, weil ich mit der Abteilung „Internationaler Klimaschutz“ Aufgaben des Klimaschutzes übernommen habe. Den Bereich Verbraucherschutz habe ich an die Kollegin Hubig abgegeben. Im Saldo ergab das einen Zuwachs an Stellen; das bildet sich in den Zahlen ab. Ansonsten gilt auch bei uns, dass wir die 2-prozentige Stelleneinsparung umsetzen und der Personalkörper insgesamt, konsolidiert nach der Zusammenlegung, jedes Jahr reduziert wird. Das ist eine sehr große Belastung, auch für die Beschäftigten. Deswegen kommt es zu einer Aufgabenpriorisierung und -depriorisierung.
HA Hans-Jürgen Goßner AfD kurz Im Protokoll ↗
Welchen konkreten Beitrag leistet dann Ihr Haus zum Stellenabbau und zur Kostensenkung, und wie viele Stellen fallen konkret bis 2029 weg?

Der Redner fragt nach konkreten Zahlen zum Stellenabbau und zur Kostensenkung im Bundesumweltministerium bis 2029 und zitiert die Antwort des Ministers, wonach 8 Prozent der Stellen wegfallen.

✦ KI-generiert Neutral, geschäftsmäßig sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Es fallen exakt 8 Prozent der veranschlagten Stellen im Kernhaus und in den nachgeordneten Behörden weg.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Damit kommen wir zur nächsten Hauptfrage. Sie geht an die CDU/CSU-Fraktion, an Anna Aeikens.
AN Anna Aeikens Union rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Sehr geehrter Minister Schneider, die europäische Kommunalabwasserrichtlinie beschäftigt uns; sie muss bis Sommer nächsten Jahres umgesetzt werden. Es besteht hier im Land die große Sorge, dass aufgrund der Vorgaben zur erweiterten Herstellerverantwortung Generika nicht mehr in Deutschland und auch nicht in Europa produziert werden können. Das macht uns theoretisch weiter abhängig und ist auch nicht …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Sehr geehrter Minister Schneider, die europäische Kommunalabwasserrichtlinie beschäftigt uns; sie muss bis Sommer nächsten Jahres umgesetzt werden. Es besteht hier im Land die große Sorge, dass aufgrund der Vorgaben zur erweiterten Herstellerverantwortung Generika nicht mehr in Deutschland und auch nicht in Europa produziert werden können. Das macht uns theoretisch weiter abhängig und ist auch nicht förderlich für unsere Krisenresilienz. Auch in meinem Wahlkreis gibt es einen Generikahersteller. Deswegen beschäftigt uns die Frage, ob Sie und Ihr Haus die Umsetzung der europäischen Richtlinie in nationales Recht erst einmal aussetzen, bis wesentliche Fragen zum Thema Kosten- und Lastenverteilung geklärt sind.

Die Rednerin äußert Sorgen bezüglich der Umsetzung der europäischen Kommunalabwasserrichtlinie und deren potenzielle negative Auswirkungen auf die Generikaproduktion in Deutschland, woraufhin der Minister die Notwendigkeit der vierten Reinigungsstufe zum Schutz des Trinkwassers und für faire Wettbewerbsbedingungen betont.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Frau Kollegin, mir ist das Unternehmen bekannt; ich war in meiner früheren Funktion als Ostbeauftragter schon selbst dort. Es ist ein sehr gutes Unternehmen mit tollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die werden auch weiterhin erhalten bleiben, und wir werden sie auch brauchen. Warum? Weil wir durch die Kommunalabwasserrichtlinie und deren Umsetzung ein Level Playing Field haben, auch für andere Importe. Es …
Frau Kollegin, mir ist das Unternehmen bekannt; ich war in meiner früheren Funktion als Ostbeauftragter schon selbst dort. Es ist ein sehr gutes Unternehmen mit tollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die werden auch weiterhin erhalten bleiben, und wir werden sie auch brauchen. Warum? Weil wir durch die Kommunalabwasserrichtlinie und deren Umsetzung ein Level Playing Field haben, auch für andere Importe. Es gibt also keine Notwendigkeit, auszuweichen. Grundsätzlich gilt: Wir unterstützen den Vorstoß des Europäischen Parlaments nicht. Es gibt eine bestehende Kommunalabwasserrichtlinie, die wir einheitlich und praxistauglich umsetzen wollen, damit wir schnellstmöglich Klarheit über die genauen Kosten der vierten Reinigungsstufe in Deutschland erreichen. Das ist insbesondere für die kommunalen Abwasserbetriebe von zentraler Bedeutung, die uns dabei auch unterstützen. Es geht darum: Wer etwas verschmutzt, muss auch für die Kosten dafür aufkommen. Es ist das Wasser, das wir trinken, und dieses Wasser muss sauber sein. Deswegen brauchen wir die vierte Reinigungsstufe.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Minister.
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Den Prozess, den die Kommission dazu angestoßen hat, unterstützen wir.
AN Anna Aeikens Union rede Im Protokoll ↗
Vielen herzlichen Dank für die Ausführungen. – In diesem Zusammenhang geht es auch häufig um Spurenstoffe. Daher würde mich die Meinung von Ihnen und Ihrem Haus interessieren, inwiefern Sie der Ansicht sind, dass die Spurenstoffe alleinig auf die Pharma- und Kosmetikbranche zurückzuführen sind, oder ob es noch andere Faktoren gibt.

Die Rednerin fragt nach den Ursachen von Spurenstoffen in der Umwelt und hinterfragt, ob diese ausschließlich auf die Pharma- und Kosmetikbranche zurückzuführen sind oder weitere Faktoren eine Rolle spielen.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Die Europäische Kommission hat in ihrem Impact Assessment Humanarzneimittel und kosmetische Mittel als wesentliche Quellen von Spurenstoffen benannt. Weitere Branchen können gemäß KARL in der Zukunft allerdings noch einbezogen werden. Da sind wir offen.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Als nächsten Nachfrager hätten wir Karl Bär für Bündnis 90/Die Grünen.
KA Karl Bär Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident, und vielen Dank, Herr Umweltminister, für die klare Aussage zur Kommunalabwasserrichtlinie. – Das halte ich für sehr richtig. Ich würde an der Stelle noch nachfragen: Es gibt ja auch Spurenstoffe im Wasser, die wir mit der vierten Klärstufe nicht herausbekommen, ich denke insbesondere an kleinere PFAS, TFA zum Beispiel. Nun ist es aber so, dass Genehmigungen …
Vielen Dank, Herr Präsident, und vielen Dank, Herr Umweltminister, für die klare Aussage zur Kommunalabwasserrichtlinie. – Das halte ich für sehr richtig. Ich würde an der Stelle noch nachfragen: Es gibt ja auch Spurenstoffe im Wasser, die wir mit der vierten Klärstufe nicht herausbekommen, ich denke insbesondere an kleinere PFAS, TFA zum Beispiel. Nun ist es aber so, dass Genehmigungen dafür erteilt werden können, dass Industrieanlagen Abwasser in Kläranlagen oder auch Oberflächengewässer einleiten. Warum ist das eigentlich genehmigungsfähig? Beifall: Grüne

Karl Bär fragt nach der Genehmigungsfähigkeit von Industrieabwassereinleitungen mit schwer entfernbaren Spurenstoffen wie PFAS und TFA, worauf Minister Schneider die Strategie des Ersatzes und der Innovation zur Vermeidung dieser Ewigkeitschemikalien erläutert.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Kollege, bei PFAS vertreten wir grundsätzlich die Linie, dass wir sie dort ersetzen, wo sie ersetzbar sind, weil wir andere Stoffe haben, die die gleiche Aufgabe erfüllen. In Bereichen, wo wir noch keinen Ersatz haben, werden wir sie aber noch benötigen. Ich setze allerdings auf Innovation, auf Forschung, damit wir sie in der Zukunft tatsächlich ausschließen können; denn sie …
Herr Kollege, bei PFAS vertreten wir grundsätzlich die Linie, dass wir sie dort ersetzen, wo sie ersetzbar sind, weil wir andere Stoffe haben, die die gleiche Aufgabe erfüllen. In Bereichen, wo wir noch keinen Ersatz haben, werden wir sie aber noch benötigen. Ich setze allerdings auf Innovation, auf Forschung, damit wir sie in der Zukunft tatsächlich ausschließen können; denn sie sind eben Ewigkeitschemikalien und daher vor allen Dingen im Wasser ewig nachweisbar.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Die nächste Frage kommt von Hans Koller, CDU/CSU.
HA Hans Koller Union rede Im Protokoll ↗
Herr Präsident! Herr Minister, die Richtlinie enthält die Vorgabe, dass in sogenannten Risikogebieten eine vierte Reinigungsstufe nachgerüstet werden muss. Was bedeutet das für Deutschland? Bei wie vielen Kläranlagen muss nachgerüstet werden? Und gibt es gegebenenfalls von Ihrer Seite Prüfungen möglicher Alternativen zu einer solchen vierten Reinigungsstufe, wenn es um die Behandlung von Abwasser geht?

Der Redner erkundigt sich nach den konkreten Auswirkungen einer EU-Richtlinie zur vierten Reinigungsstufe in Kläranlagen auf Deutschland, insbesondere bezüglich der Anzahl betroffener Anlagen und möglicher Alternativen.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Abgeordneter Koller, es gibt bereits einige Kommunen, die sie bereits installiert haben. Ich war zum Beispiel in Ludwigsburg; dort wurde das umgesetzt. Die Anzahl der Kläranlagen, die in den Risikogebieten mit der vierten Reinigungsstufe ausgerüstet werden müssen, hängt logischerweise von der Ausweisung der Risikogebiete ab. Nach der Kommunalabwasserrichtlinie sind diese Gebiete bis zum Ende 2030 zu identifizieren. Wir …
Sehr geehrter Abgeordneter Koller, es gibt bereits einige Kommunen, die sie bereits installiert haben. Ich war zum Beispiel in Ludwigsburg; dort wurde das umgesetzt. Die Anzahl der Kläranlagen, die in den Risikogebieten mit der vierten Reinigungsstufe ausgerüstet werden müssen, hängt logischerweise von der Ausweisung der Risikogebiete ab. Nach der Kommunalabwasserrichtlinie sind diese Gebiete bis zum Ende 2030 zu identifizieren. Wir als Bundesumweltministerium haben ein Forschungsprojekt initiiert, um möglichst schnell die Anzahl der Kläranlagen zu beziffern –
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Minister.
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
– und entsprechend Klarheit zu haben.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Als nächster Nachfrager erhält das Wort Christian Moser.
CH Christian Moser Union rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident, für die Zulassung der Nachfrage. – Herr Minister, ich habe eine Frage zu den Kosten. Der Verband kommunaler Unternehmen rechnet bis 2045 mit Kosten in Höhe von 9 Milliarden Euro für den Ausbau der vierten Reinigungsstufe. Mit welchen Kosten rechnet das BMUKN?

Christian Moser fragt nach den Kostenprognosen des Bundesumweltministeriums für den Ausbau der vierten Reinigungsstufe bis 2045 und vergleicht diese mit Schätzungen des VKU. Minister Schneider bestätigt die Höhe der Kosten, betont die lange Umsetzungsfrist und plädiert für das Verursacherprinzip, um kommunale Träger nicht zu überfordern.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter Moser, wir kommen etwa auf die gleiche Summe. Das betrifft ja vor allem kommunale Einrichtungen oder Betreiber. Sie haben aber berechtigterweise darauf hingewiesen, dass es um den Zeitraum bis 2045 geht. Das sind 20 Jahre. Es gibt also verschiedene Zeitpunkte, zu denen wir das installieren können. Ich möchte, dass wir die kommunalen Versorgungsträger – ich werde heute Abend …
Herr Abgeordneter Moser, wir kommen etwa auf die gleiche Summe. Das betrifft ja vor allem kommunale Einrichtungen oder Betreiber. Sie haben aber berechtigterweise darauf hingewiesen, dass es um den Zeitraum bis 2045 geht. Das sind 20 Jahre. Es gibt also verschiedene Zeitpunkte, zu denen wir das installieren können. Ich möchte, dass wir die kommunalen Versorgungsträger – ich werde heute Abend beim Verband kommunaler Unternehmen sein – in die Lage versetzen, ihre Aufgaben wahrzunehmen. Das ist viel: bei der Energiewende, aber auch beim Ausbau der Gasnetze in den jeweiligen Regionen. Sie brauchen viel Kapital, um diese Investitionen zu stemmen. Sie dürfen mit der Abwasserfrage nicht noch überfordert werden. Deswegen bin ich dort für das Verursacherprinzip.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Als letzter Nachfrager erhält das Wort Dr. Paul Schmidt, AfD.
DR Dr. Paul Schmidt AfD rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank für die Nachfrage. – Herr Minister, Sie haben gerade gesagt: PFAS sind Ewigkeitschemikalien, und wir müssen alles tun, um sie dort zu ersetzen, wo es möglich ist. – Ist Ihnen bekannt, dass große Mengen PFAS auch von Windkraftanlagen freigesetzt werden? Sie befinden sich in der Beschichtung der Flügel und werden freigesetzt auf die Felder, die sich dort befinden. …
Vielen Dank für die Nachfrage. – Herr Minister, Sie haben gerade gesagt: PFAS sind Ewigkeitschemikalien, und wir müssen alles tun, um sie dort zu ersetzen, wo es möglich ist. – Ist Ihnen bekannt, dass große Mengen PFAS auch von Windkraftanlagen freigesetzt werden? Sie befinden sich in der Beschichtung der Flügel und werden freigesetzt auf die Felder, die sich dort befinden. Sie sind inzwischen auch in den inneren Organen von Wildschweinen bereits nachgewiesen worden. Sie aber kämpfen dafür, dass immer mehr Windkraftanlagen in unsere Landschaft gesetzt werden. Was tun Sie an dieser Stelle, um PFAS zu vermeiden? Beifall: AfD

Der Redner konfrontiert den Minister mit dem Widerspruch zwischen der Kritik an PFAS als Ewigkeitschemikalien und deren Einsatz in Windkraftanlagen, wobei er auf Nachweise in der Umwelt und in Wildschweinen verweist.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Abgeordneter, das Thema Windkraftanlagen scheint mir eine Obsession der AfD zu sein. – Nee, nee. – Ich stelle das nur mal fest. Die Energieversorgung in Deutschland ist daran ausgerichtet, dass wir unseren Energiebedarf insbesondere durch die Windkrafterzeugung decken, insbesondere was die Recyclingfrage von Windkraftanlagen, die außer Betrieb gehen, betrifft. Ansonsten gilt der Grundsatz, den ich Ihnen eben gesagt …
Sehr geehrter Abgeordneter, das Thema Windkraftanlagen scheint mir eine Obsession der AfD zu sein. Beifall: Grüne Beifall: Caren Lay (Linke) ↳ Manuel Krauthausen (AfD): »Es geht um die Gesundheit von Millionen Menschen! –« – Nee, nee. – Ich stelle das nur mal fest. ↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Gucken Sie mal, wie viele PFAS in Atomkraftwerken sind!« Die Energieversorgung in Deutschland ist daran ausgerichtet, dass wir unseren Energiebedarf insbesondere durch die Windkrafterzeugung decken, insbesondere was die Recyclingfrage von Windkraftanlagen, die außer Betrieb gehen, betrifft. Ansonsten gilt der Grundsatz, den ich Ihnen eben gesagt habe: Da, wo wir PFAS ersetzen können, werden sie ersetzt, da, wo sie nicht ersetzt werden können, wird es sie noch weiter geben. ↳ Stefan Schröder (AfD): »Auf Deutsch: Er weiß es nicht!« ↳ Manuel Krauthausen (AfD): »Also Windkraftanlagen abreißen!«
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Mit der nächsten Hauptfrage geht es weiter mit Lisa Badum, Bündnis 90/Die Grünen.
LI Lisa Badum Grüne rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister, wenn Bürgerinnen und Bürger heute den CO2-Preis zahlen, dann vertrauen sie darauf, dass das Geld in eine klimaneutrale Zukunft investiert wird: für eine bessere Bahn, für Elektromobilität oder auch für Wärmepumpen und klimaneutrales Heizen. Sie zahlen das Geld in den Klimatopf. Nun plant Herr Klingbeil, 2,7 Milliarden Euro aus diesem Klimatopf abzuziehen, um Löcher …
Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister, wenn Bürgerinnen und Bürger heute den CO2-Preis zahlen, dann vertrauen sie darauf, dass das Geld in eine klimaneutrale Zukunft investiert wird: für eine bessere Bahn, für Elektromobilität oder auch für Wärmepumpen und klimaneutrales Heizen. Sie zahlen das Geld in den Klimatopf. Nun plant Herr Klingbeil, 2,7 Milliarden Euro aus diesem Klimatopf abzuziehen, um Löcher im Haushalt zu stopfen. Das ist ein Skandal gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern. Beifall: Grüne Und das – das haben wir hier schon die ganze Stunde besprochen – in Zeiten, in denen das Land vor einer weiteren enormen Hitzewelle aufgrund der Klimakrise steht. Deswegen ist meine Frage an Sie, Herr Schneider: Werden Sie diesem Skandal und werden Sie diesem Klau aus dem Klimatopf zustimmen, oder werden Sie sich dagegenstellen? Beifall: Grüne

Lisa Badum wirft der Bundesregierung vor, durch die Umwidmung von CO2-Preiseinnahmen zur Haushaltskonsolidierung das Vertrauen der Bürger zu brechen und den Klimaschutz zu gefährden, während Minister Schneider dies als notwendige Konsolidierungsmaßnahme bei gleichzeitigem Schutz der Klimaschutzwirkung verteidigt.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrte Abgeordnete, die Frage ist leicht zu beantworten. Der Kabinettsbeschluss ist getroffen, und ich habe dem Kabinettsbeschluss guten Gewissens zugestimmt, weil die Mittel des Klimaschutzprogramms, die zusätzlich mit der Entscheidung vom März allokiert wurden, nämlich in Höhe von 8 Milliarden Euro, geschützt sind und wir die Klimaschutzwirkung erreichen müssen. Im Übrigen werden aus dem Bundeshaushalt sehr viele Maßnahmen, die …
Sehr geehrte Abgeordnete, die Frage ist leicht zu beantworten. Der Kabinettsbeschluss ist getroffen, und ich habe dem Kabinettsbeschluss guten Gewissens zugestimmt, weil die Mittel des Klimaschutzprogramms, die zusätzlich mit der Entscheidung vom März allokiert wurden, nämlich in Höhe von 8 Milliarden Euro, geschützt sind und wir die Klimaschutzwirkung erreichen müssen. Im Übrigen werden aus dem Bundeshaushalt sehr viele Maßnahmen, die Klimaschutzwirkung haben, finanziert und sind aus meiner Sicht in diesem Punkt auch deckungsfähig. Ich denke nur an die EEG-Umlage, aber auch an diverse andere Investitionen. Grundsätzlich gilt auch: Dieser Haushalt hat eine sehr hohe Verschuldung; über 120 Milliarden Euro insgesamt. Das ist erheblich. Ein Fünftel des Gesamthaushalts wird über Kreditaufnahme gedeckt, und dann ist klar, dass Konsolidierung am Umweltministerium wie an allen anderen Ressorts nicht vorbeigehen kann, sondern auch ich einen vertretbaren Teil dazu beitrage. Wir werden das aber so effizient wie möglich machen.
LI Lisa Badum Grüne rede Im Protokoll ↗
Herr Minister, Sie haben also noch mal klargestellt: Sie tragen den Klimaklau mit. Sie haben sich bei der Methanverordnung von Frau Reiche übertölpeln lassen, und Sie wollen jetzt ein Gebäudemodernisierungsgesetz mittragen, das wahrscheinlich verfassungswidrig ist und auch gegen unsere Klimaschutzziele verstößt. Mich würde interessieren: Was haben Sie eigentlich klimapolitisch in diesem Kabinett durchgesetzt, und wie können Sie noch vertrauensvoll mit …
Herr Minister, Sie haben also noch mal klargestellt: Sie tragen den Klimaklau mit.Lachen: AfD (einzelne Abg.) Sie haben sich bei der Methanverordnung von Frau Reiche übertölpeln lassen, und Sie wollen jetzt ein Gebäudemodernisierungsgesetz mittragen, das wahrscheinlich verfassungswidrig ist und auch gegen unsere Klimaschutzziele verstößt. Mich würde interessieren: Was haben Sie eigentlich klimapolitisch in diesem Kabinett durchgesetzt, und wie können Sie noch vertrauensvoll mit Frau Reiche und Herrn Merz zusammenarbeiten? Beifall: Grüne Beifall: Linke (einzelne Abg.)

Lisa Badum wirft dem Minister vor, klimapolitische Fehler zu tragen und fragt nach seiner Durchsetzungskraft im Kabinett, woraufhin Carsten Schneider das Klimaschutzprogramm 2030 als Korrektur früherer Versäumnisse und großen Erfolg verteidigt.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend polemischkonfrontativpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Frau Abgeordnete, nehmen Sie nur allein das Klimaschutzprogramm 2030, das die Fehler meines Amtsvorgängers Robert Habeck korrigiert. Es ist verfassungswidrig gewesen, es gab ein Urteil dagegen. Dort werden Ausschreibungen von zusätzlichen 12 Gigawatt für Wind an Land nicht nur festgeschrieben, sondern in den nächsten drei Jahren umgesetzt, sodass wir unsere Energieversorgung umstellen können und auf 80 Prozent Erneuerbare-Energien-Anteil kommen. Ich …
Frau Abgeordnete, nehmen Sie nur allein das Klimaschutzprogramm 2030, das die Fehler meines Amtsvorgängers Robert Habeck korrigiert. Es ist verfassungswidrig gewesen, es gab ein Urteil dagegen. Beifall: Union (einzelne Abg.) ↳ Harald Ebner (Grüne): »Oh, oh, oh, ganz dünnes Eis!« Dort werden Ausschreibungen von zusätzlichen 12 Gigawatt für Wind an Land nicht nur festgeschrieben, ↳ Dr. Julia Verlinden (Grüne): »Wo sind die denn, die Ausschreibungen? Ich habe sie nicht gesehen!« sondern in den nächsten drei Jahren umgesetzt, sodass wir unsere Energieversorgung umstellen können und auf 80 Prozent Erneuerbare-Energien-Anteil kommen. Ich finde, das ist ein großer Erfolg. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.)
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich will es transparent machen: Ich habe jetzt sechs Nachfragen und würde keine weiteren dazu mehr zulassen. – Als Nächstes hat Julia Schneider das Wort.
JU Julia Schneider Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Über den KTF haben wir vorhin schon kurz gesprochen. Da ging es nicht darum, welche Mittel herausgenommen werden, um Haushaltslöcher zu stopfen – die nicht unbedingt gegen den Klimawandel wirken, sondern an anderer Stelle eingesetzt werden –, sondern da sagten Sie, dass Maßnahmen aus dem Einzelplan des Umweltministeriums in den KTF verlagert werden. Das heißt, …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Über den KTF haben wir vorhin schon kurz gesprochen. Da ging es nicht darum, welche Mittel herausgenommen werden, um Haushaltslöcher zu stopfen – die nicht unbedingt gegen den Klimawandel wirken, sondern an anderer Stelle eingesetzt werden –, sondern da sagten Sie, dass Maßnahmen aus dem Einzelplan des Umweltministeriums in den KTF verlagert werden. Das heißt, dass dort mehr Geld dafür beansprucht werden wird. Wie passt das denn zusammen?

Die Rednerin hinterfragt die Verlagerung von Maßnahmen in den Klima- und Transformationsfonds und ob dies der Klimaschutzwirkung schadet, worauf der Minister antwortet, dass die Wirkung erhalten bleibt und nur die Finanzierungsquelle wechselt.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Indem das möglich ist, Frau Abgeordnete. Sie werden das nächste Woche sehen und auch ausführlich beraten können. Ich stehe dazu jederzeit zur Verfügung. Die Maßnahmen, die wir bisher aus dem Kernhaushalt finanziert haben, werden aus dem KTF finanziert, und Sie werden dann auch die Gesamtsumme sehen. Die Klimaschutzwirkung bleibt insgesamt erhalten. Das war nicht nur mir wichtig, sondern das ist …
Indem das möglich ist, Frau Abgeordnete. Sie werden das nächste Woche sehen und auch ausführlich beraten können. Ich stehe dazu jederzeit zur Verfügung. Die Maßnahmen, die wir bisher aus dem Kernhaushalt finanziert haben, werden aus dem KTF finanziert, und Sie werden dann auch die Gesamtsumme sehen. Die Klimaschutzwirkung bleibt insgesamt erhalten. Das war nicht nur mir wichtig, sondern das ist letztendlich auch Auftrag aus der Gesetzgebung und dem Klimaschutzprogramm. Wir werden Effizienzreserven ziehen und notwendigerweise auch Konsolidierung vornehmen. Aber das betrifft dann andere Titel.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Das Fragerecht geht weiter an Herrn Abgeordneten Karsten Hilse, AfD.
KA Karsten Hilse AfD rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Herr Minister Schneider, um auf die Frage von Frau Badum einzugehen: Sie wissen ja, dass wir seit 2017 diesen Klima- und Transformationsfonds, der immer mal wieder einen anderen Namen hatte, auflösen wollten, um das Geld quasi dem Haushalt anderer Ressorts zur Verfügung zu stellen. Jetzt aber eine ganz konkrete und neutrale Frage: Sind diese 2,7 …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Herr Minister Schneider, um auf die Frage von Frau Badum einzugehen: Sie wissen ja, dass wir seit 2017 diesen Klima- und Transformationsfonds, der immer mal wieder einen anderen Namen hatte, auflösen wollten, um das Geld quasi dem Haushalt anderer Ressorts zur Verfügung zu stellen. Jetzt aber eine ganz konkrete und neutrale Frage: Sind diese 2,7 Milliarden Euro, die dem Klima- und Transformationsfonds entnommen werden, für ein bestimmtes Projekt, oder werden die einfach nur eingespeist? Ist Ihnen bekannt, wofür diese 2,7 Milliarden ausgegeben werden sollen? Beifall: AfD (einzelne Abg.)

Der Redner fragt konkret nach der Verwendungszweckbestimmung von 2,7 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds und kritisiert implizit die fehlende Transparenz gegenüber früheren Forderungen der AfD zur Auflösung des Fonds.

✦ KI-generiert Neutral, geschäftsmäßig sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, wir haben im Bundeshaushalt sehr viele weitere Klimaschutzmaßnahmen, die aus dem Kernhaushalt finanziert werden, die also diese Ausgabendeckung mit sich bringen. Ich denke zum Beispiel allein an die Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage, die deutlich höher ist als 2,7 Milliarden Euro: fast 20 Milliarden Euro, je nachdem, wie das Preissignal ist. Dementsprechend gilt im Haushalt das Gesamtdeckungsprinzip Einnahmen und Ausgaben, und am …
Herr Abgeordneter, wir haben im Bundeshaushalt sehr viele weitere Klimaschutzmaßnahmen, die aus dem Kernhaushalt finanziert werden, die also diese Ausgabendeckung mit sich bringen. Ich denke zum Beispiel allein an die Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage, die deutlich höher ist als 2,7 Milliarden Euro: fast 20 Milliarden Euro, je nachdem, wie das Preissignal ist. Dementsprechend gilt im Haushalt das Gesamtdeckungsprinzip Einnahmen und Ausgaben, und am Ende kommt nach der Kreditaufnahme dann ein Ausgleich.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Als Nächstes erhält das Wort Lorenz Gösta Beutin.
LO Lorenz Gösta Beutin Linke rede Im Protokoll ↗
Herr Minister, Sie haben also zugegeben, Sie haben der Plünderung des Klima- und Transformationsfonds zugestimmt. Das finde ich fatal. Nun hat aber der Expertenrat für Klimafragen festgestellt, dass der CO2-Preis regressiv wirkt. Das heißt, der CO2-Preis belastet besonders Menschen mit wenig Geld. Im Koalitionsvertrag ist festgelegt: Sie wollen die Menschen mit wenig Geld entlasten, und zwar mit den Einnahmen aus …
Herr Minister, Sie haben also zugegeben, Sie haben der Plünderung des Klima- und Transformationsfonds zugestimmt. Das finde ich fatal. Nun hat aber der Expertenrat für Klimafragen festgestellt, dass der CO2-Preis regressiv wirkt. Das heißt, der CO2-Preis belastet besonders Menschen mit wenig Geld. Im Koalitionsvertrag ist festgelegt: Sie wollen die Menschen mit wenig Geld entlasten, und zwar mit den Einnahmen aus dem KTF. Wie wollen Sie diese Einnahmen aus dem KTF nehmen, um Menschen mit wenig Geld zu entlasten, und wann kommt diese Entlastung? Beifall: Linke Beifall: Grüne (einzelne Abg.)

Der Redner wirft der Bundesregierung vor, einer Plünderung des Klimafonds zugestimmt zu haben und fragt nach konkreten Plänen zur Entlastung einkommensschwacher Haushalte angesichts der regressiven Wirkung des CO2-Preises.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend moralischkonfrontativsachlich Farbige Stellen anklicken für die Deutung
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, zunächst einmal: Für das nächste Jahr wird der CO2-Preis stabil bleiben. Dazu bereiten wir die Gesetzgebung vor. Die Entscheidungen sind gefallen. Es gibt also in dem Fall keine Steigerung, sondern es ist ein Zwischenjahr, bis wir in den europäischen Emissionshandel EU-ETS 2 einsteigen. Zum Zweiten. Es gibt soziale Komponenten, die wir eingeführt haben. Zum Beispiel beim E-Auto-Förderprogramm gibt …
Herr Abgeordneter, zunächst einmal: Für das nächste Jahr wird der CO2-Preis stabil bleiben. Dazu bereiten wir die Gesetzgebung vor. Die Entscheidungen sind gefallen. Es gibt also in dem Fall keine Steigerung, sondern es ist ein Zwischenjahr, bis wir in den europäischen Emissionshandel EU-ETS 2 einsteigen. Zum Zweiten. Es gibt soziale Komponenten, die wir eingeführt haben. Zum Beispiel beim E-Auto-Förderprogramm gibt es, wenn Sie wenig Geld verdienen, den höchsten Zuschuss, und wenn Sie viel Geld verdienen, gar nichts. Und ähnlich wird es auch bei der Wärmepumpe gestaltet. Sie sehen damit die sozialdemokratische Handschrift. Menschen, die über geringe Einkommen verfügen, aber trotzdem investieren und sich klimafreundlich verhalten wollen, –
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Minister.
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
– bekommen Zuschüsse. Die, die es sich leisten können, brauchen keine von uns. Beifall: SPD
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Die nächste Nachfrage stellt Dr. Michael Blos.
DR Dr. Michael Blos AfD rede Im Protokoll ↗
Herr Minister, die Bundesregierung fördert zum angeblichen Klimaschutz den Hochlauf von Elektrofahrzeugen mit erheblichen Mitteln und verweist zugleich auf Batterierecycling als Lösung für Rohstoff- und Umweltprobleme. Kritiker sagen aber: Erst schafft die Politik durch Verbrennerverbot, Flottenregulierung und Elektroförderung genau diese Abhängigkeit von Batterien und Rohstoffen, und anschließend soll Recycling diese Probleme nachträglich entschärfen. Warum setzt Ihre Bundesregierung nicht technologieoffen auf …
Herr Minister, die Bundesregierung fördert zum angeblichen Klimaschutz den Hochlauf von Elektrofahrzeugen mit erheblichen Mitteln und verweist zugleich auf Batterierecycling als Lösung für Rohstoff- und Umweltprobleme. Kritiker sagen aber: Erst schafft die Politik durch Verbrennerverbot, Flottenregulierung und Elektroförderung genau diese Abhängigkeit von Batterien und Rohstoffen, und anschließend soll Recycling diese Probleme nachträglich entschärfen. Warum setzt Ihre Bundesregierung nicht technologieoffen auf moderne Verbrenner, synthetische Kraftstoffe, statt Deutschland immer tiefer in die Batterieabhängigkeit zu treiben? Beifall: AfD

Der Redner kritisiert die staatliche Förderung von Elektrofahrzeugen und das geplante Verbrenner-Aus als Ursache für neue Rohstoffabhängigkeiten und fordert stattdessen eine technologieoffene Politik mit Fokus auf moderne Verbrenner und synthetische Kraftstoffe.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend polemischpopulistischpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, die effizienteste Art der Fortbewegung ist elektrisch: viel höherer Wirkungsgrad als mit einem Verbrennungsmotor. Von daher fördern wir dies auch, weil es den Klimazielen entspricht. Es gibt bis zum Jahr 2035 überhaupt kein Verbot. Im Übrigen haben wir uns festgelegt, dass es auch danach noch Möglichkeiten gibt, wenn man das mit CO2-freiem Stahl kombiniert, mit einem anderen Auto …
Herr Abgeordneter, die effizienteste Art der Fortbewegung ist elektrisch: ↳ Karsten Hilse (AfD): »Aber nicht batteriebetrieben!« viel höherer Wirkungsgrad als mit einem Verbrennungsmotor. Von daher fördern wir dies auch, weil es den Klimazielen entspricht. Es gibt bis zum Jahr 2035 überhaupt kein Verbot. Im Übrigen haben wir uns festgelegt, dass es auch danach noch Möglichkeiten gibt, wenn man das mit CO2-freiem Stahl kombiniert, mit einem anderen Auto zu fahren. Ich kann Ihnen nur sagen, dass es klug ist, dass die Wertstoffe und Rohstoffe, die wir einmal in Deutschland haben – zum Beispiel in einem Auto –, auch in Deutschland zerlegt und wieder benutzt werden. Das nennt man Recycling, Wiederverwendung, Kreislaufwirtschaft. Wir müssen weg vom Linearen –
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Minister.
CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
– hin zur Kreislaufwirtschaft, und das unterstütze ich auch aus meinem Haus heraus. Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Union (einzelne Abg.)
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Als Nächstes fragt Dr. Jan-Niclas Gesenhues.
DR Dr. Jan-Niclas Gesenhues Grüne rede Im Protokoll ↗
Herr Präsident! Wenn Sie erlauben, würde ich zum gleichen Themenkomplex der Ministerin Hubig eine Frage stellen. Es ist eine Verständnisfrage, vor allem an Sie als Juristin. Vorhin musste der Umweltminister ja zugeben, dass Katherina Reiche im Energierat gegen die Gemeinsame Geschäftsordnung der Bundesministerien durch ihr Verhalten verstoßen hat. Einfach damit ich es verstehe: Wer ist innerhalb der Bundesregierung dafür zuständig, …
Herr Präsident! Wenn Sie erlauben, würde ich zum gleichen Themenkomplex der Ministerin Hubig eine Frage stellen. Es ist eine Verständnisfrage, vor allem an Sie als Juristin. ↳ AfD: »Was hat das damit zu tun?« Vorhin musste der Umweltminister ja zugeben, dass Katherina Reiche im Energierat gegen die Gemeinsame Geschäftsordnung der Bundesministerien durch ihr Verhalten verstoßen hat. Einfach damit ich es verstehe: Wer ist innerhalb der Bundesregierung dafür zuständig, auf die Einhaltung der Gemeinsamen Geschäftsordnung hinzuwirken, und welche Konsequenzen müsste so etwas haben, wenn eine Ressortministerin gegen die Gemeinsame Geschäftsordnung verstößt? Beifall: Grüne Beifall: Linke (einzelne Abg.)

Der Redner stellt eine Verständnisfrage an die Ministerin bezüglich der Zuständigkeit und Konsequenzen bei Verstößen gegen die Gemeinsame Geschäftsordnung der Bundesministerien, unter Bezugnahme auf ein vorheriges Verhalten von Katherina Reiche.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend sachlichkonfrontativ Farbige Stellen anklicken für die Deutung
DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, wir arbeiten in der Bundesregierung sehr vertrauensvoll zusammen. – Da brauchen Sie nicht zu lachen; das ist tatsächlich so. Dass wir angesichts des Umstandes, dass wir in sehr unterschiedlichen Parteien sind – Kollege Schneider und ich sind in der SPD; Kollegin Reiche und andere sind in der CDU bzw. CSU –, auch unterschiedliche Auffassungen haben, das ist an …
Herr Abgeordneter, wir arbeiten in der Bundesregierung sehr vertrauensvoll zusammen. Lachen: Grüne (einzelne Abg.) – Da brauchen Sie nicht zu lachen; das ist tatsächlich so. Dass wir angesichts des Umstandes, dass wir in sehr unterschiedlichen Parteien sind – Kollege Schneider und ich sind in der SPD; Kollegin Reiche und andere sind in der CDU bzw. CSU –, auch unterschiedliche Auffassungen haben, das ist an der Tagesordnung. Deshalb versuchen wir uns eben auch immer wieder zu einigen. Die GGO ist die Grundlage unserer Zusammenarbeit. Sie enthält keine Sanktionen, sondern es ist genau, wie der Kollege Schneider es sagt: Man sucht das Gespräch mit der Kollegin bzw. dem Kollegen und klärt das untereinander.

Die Rednerin betont die vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Bundesregierung trotz parteipolitischer Unterschiede und verweist auf die Gemeinsame Geschäftsordnung als Grundlage für die Konfliktlösung durch direkte Gespräche.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zur letzten Nachfrage hören wir Michael Kellner.
MI Michael Kellner Grüne rede Im Protokoll ↗
Werter Herr Minister, Sie haben ja Ausschreibungen für 12 Gigawatt Wind an Land angekündigt. Super, machen Sie das! Nur, die gesamte Erneuerbaren-Branche ist in Aufruhr, weil Ihre Kollegin, Wirtschaftsministerin Reiche, immer noch kein neues EEG vorgelegt hat, und Sie wissen: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz läuft Ende des Jahres aus. Danach ist Schicht im Schacht, eine Riesengefahr. Also, was tun Sie dafür, dass …
Werter Herr Minister, Sie haben ja Ausschreibungen für 12 Gigawatt Wind an Land angekündigt. Super, machen Sie das! Nur, die gesamte Erneuerbaren-Branche ist in Aufruhr, weil Ihre Kollegin, Wirtschaftsministerin Reiche, immer noch kein neues EEG vorgelegt hat, und Sie wissen: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz läuft Ende des Jahres aus. Danach ist Schicht im Schacht, eine Riesengefahr. Also, was tun Sie dafür, dass ein EEG noch vor der Sommerpause ins Kabinett kommt? Beifall: Grüne Beifall: Lorenz Gösta Beutin (Linke)

Der Redner fordert die Bundesregierung auf, das auslaufende Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) rechtzeitig vor der Sommerpause zu novellieren, da sonst die geplanten Windkraft-Ausschreibungen und die gesamte Branche gefährdet seien.

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CA Carsten Schneider Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit regierung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter Kellner, wir arbeiten an einer Lösung, die die Erreichung der Klimaschutzziele, aber auch der Unabhängigmachung von Öl und Gas, was unsere Energieversorgung betrifft, zur Grundlage hat. Da ist das federführende Wirtschaftsressort in den Ressortgesprächen, auch mit uns, mit meinem Haus, und die laufen sehr gut, wenn ich das sagen darf. Ich glaube, dass wir Ihnen alsbald eine Einigung …
Herr Abgeordneter Kellner, wir arbeiten an einer Lösung, die die Erreichung der Klimaschutzziele, aber auch der Unabhängigmachung von Öl und Gas, was unsere Energieversorgung betrifft, zur Grundlage hat. Da ist das federführende Wirtschaftsressort in den Ressortgesprächen, auch mit uns, mit meinem Haus, und die laufen sehr gut, wenn ich das sagen darf. Ich glaube, dass wir Ihnen alsbald eine Einigung sowohl zum Netzpaket als auch zum Erneuerbare-Energien-Gesetz vorlegen können, sodass wir das rechtzeitig zur Notifizierung zum Start des nächsten Jahres fertig haben.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Damit kommen wir zur nächsten Hauptfrage; sie geht an die SPD. Carmen Wegge hat das Wort.
CA Carmen Wegge SPD rede Im Protokoll ↗
Ja, vielen Dank. – Frau Ministerin, Deepfakes, sexualisierte, bildbasierte Gewalt, das sind die hässlichen Seiten des Internets. Deswegen haben wir schon im Koalitionsvertrag miteinander vereinbart, dass wir ein sogenanntes Digitales Gewaltschutzgesetz wollen. Der Referentenentwurf liegt vor, zahlreiche Stellungnahmen sind eingegangen. Die Zivilgesellschaft, die ganze Bevölkerung wartet händeringend auf einen besseren Schutz für sie. Was sind denn die für Sie persönlich …
Ja, vielen Dank. – Frau Ministerin, Deepfakes, sexualisierte, bildbasierte Gewalt, das sind die hässlichen Seiten des Internets. Deswegen haben wir schon im Koalitionsvertrag miteinander vereinbart, dass wir ein sogenanntes Digitales Gewaltschutzgesetz wollen. Der Referentenentwurf liegt vor, zahlreiche Stellungnahmen sind eingegangen. Die Zivilgesellschaft, die ganze Bevölkerung wartet händeringend auf einen besseren Schutz für sie. Was sind denn die für Sie persönlich wichtigsten Dinge, die dieser Gesetzentwurf auch enthält?

Die Rednerin thematisiert sexualisierte digitale Gewalt als gravierendes Problem und verweist auf den geplanten Gesetzentwurf zum digitalen Gewaltschutz, während sie die Ministerin nach den wichtigsten Inhalten fragt.

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DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Es ist zunächst mal wichtig – danke, dass Sie das Thema ansprechen –, dass wir gemeinsam – ich hatte es in meinem Eingangsstatement schon gesagt – gegen digitale Gewalt, aber auch gegen analoge Gewalt, dass wir gegen echte Gewalt kämpfen. Für mich persönlich sind die beiden großen Säulen, die wir in dem Gesetzentwurf regeln, wichtig. Die eine ist, Strafbarkeitslücken zu …
Es ist zunächst mal wichtig – danke, dass Sie das Thema ansprechen –, dass wir gemeinsam – ich hatte es in meinem Eingangsstatement schon gesagt – gegen digitale Gewalt, aber auch gegen analoge Gewalt, dass wir gegen echte Gewalt kämpfen. Für mich persönlich sind die beiden großen Säulen, die wir in dem Gesetzentwurf regeln, wichtig. Die eine ist, Strafbarkeitslücken zu schließen. Das bezieht sich insbesondere auf pornografische Deepfakes, auf das Herstellen und Verbreiten von pornografischen Deepfakes, von Deepfakes insgesamt. Es ist, glaube ich, ganz wichtig, dass wir da jetzt Rechtssicherheit haben. Dazu gehören auch die Verbreitung und das Herstellen von Vergewaltigungsvideos. Abscheuliche Taten sind es, und ich finde es wichtig, dass wir auch da zu einem klaren strafrechtlichen Schutz kommen. Und auf der anderen Seite ist es die Säule der Durchsetzbarkeit. Und da geht es mir darum, dass die Menschen die Möglichkeit haben, die Täter zu finden, die sich anonym im Netz bewegen, über eine IP-Adresse aber identifizierbar sind. Das soll künftig möglich sein, genauso wie dann auch zeitweilige Account-Sperren, die ein Gericht anordnet.

Die Rednerin betont die Notwendigkeit, digitale und analoge Gewalt durch zwei Säulen zu bekämpfen: das Schließen von Strafbarkeitslücken bei Deepfakes und Vergewaltigungsvideos sowie die Verbesserung der Durchsetzbarkeit durch Täteridentifizierung und gerichtliche Account-Sperren.

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CA Carmen Wegge SPD rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Ich habe noch eine Nachfrage. Auch wir im Parlament erwarten natürlich sehnsüchtig diesen Gesetzentwurf, weil wir der Meinung sind, dass wir da wirklich zeitnah für einen besseren Schutz sorgen müssen. Wann können wir denn damit rechnen, dass dieses Gesetz bei uns im Parlament ist?

Die Rednerin betont die dringende Erwartung des Parlaments an einen Gesetzentwurf zum besseren Schutz und fragt nach dem konkreten Zeitpunkt der Vorlage.

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DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Wir arbeiten mit Hochdruck daran. Wir haben – Sie haben es gerade gesagt – zahlreiche Stellungnahmen bekommen, die natürlich auch wichtig sind, damit es am Ende ein gutes Gesetz ist. Es ist viel Lob gekommen. Es sind aber auch noch mal durchaus Punkte gekommen, über die man nachdenken muss. Ich gehe davon aus, dass wir das in der Sommerpause alles …
Wir arbeiten mit Hochdruck daran. Wir haben – Sie haben es gerade gesagt – zahlreiche Stellungnahmen bekommen, die natürlich auch wichtig sind, damit es am Ende ein gutes Gesetz ist. Es ist viel Lob gekommen. Es sind aber auch noch mal durchaus Punkte gekommen, über die man nachdenken muss. Ich gehe davon aus, dass wir das in der Sommerpause alles abarbeiten werden. Wenn dann das Parlament wieder zurückkommt – das Kabinett tagt ja auch während der Sommerpause –, dann werden wir zeitnah jetzt in der zweiten Jahreshälfte den Gesetzentwurf auch im Kabinett haben. Beifall: SPD

Die Rednerin berichtet über den aktuellen Bearbeitungsstand des Gesetzentwurfs unter Einbeziehung eingegangener Stellungnahmen und kündigt an, die Arbeiten während der Sommerpause abzuschließen, um den Entwurf in der zweiten Jahreshälfte dem Kabinett vorzulegen.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zu einer Nachfrage hat der Abgeordnete Stephan Brandner das Wort.
ST Stephan Brandner AfD rede Im Protokoll ↗
Danke schön. – Die Ausgangsfrage war ja zur digitalen Gewalt. Sie haben die analoge Gewalt gegen Frauen angesprochen, und da sieht es ja dramatisch aus. Stichwort „Gruppenvergewaltigungen“: Anstieg von 2015 mit etwa 400 Fällen auf 2025 mit 751 Fällen. 80 Prozent der Opfer sind Deutsche, nur 4 Prozent sind Ausländer. Wie sieht denn jetzt konkret Ihr Maßnahmenpaket gegen diese analoge …
Danke schön. – Die Ausgangsfrage war ja zur digitalen Gewalt. Sie haben die analoge Gewalt gegen Frauen angesprochen, und da sieht es ja dramatisch aus. Stichwort „Gruppenvergewaltigungen“: Anstieg von 2015 mit etwa 400 Fällen auf 2025 mit 751 Fällen. 80 Prozent der Opfer sind Deutsche, nur 4 Prozent sind Ausländer. Wie sieht denn jetzt konkret Ihr Maßnahmenpaket gegen diese analoge Gewalt aus? Ich habe momentan so ein bisschen den Eindruck – Stichwort „Ulmen/Fernandes“ beispielsweise –, dass sich der große Fokus auf die digitale Gewalt, die sogenannte digitale Gewalt richtet, Sie aber die analoge Gewalt, die ja viel dramatischer ist, ein bisschen aus den Augen verloren haben. Beifall: AfD

Der Redner kritisiert die Fokussierung der Bundesregierung auf digitale Gewalt und stellt dieser einen starken Anstieg analoger Gewalt, insbesondere von Gruppenvergewaltigungen, gegenüber, wobei er statistische Daten zur Herkunft der Opfer anführt.

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DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Also, Herr Abgeordneter, wenn Sie mal das, was ich vorlege, ernsthaft verfolgen würden, dann würden Sie sehen, dass ich die analoge Gewalt nicht aus den Augen verloren habe. Wir haben mittlerweile – der Deutsche Bundestag hat es übrigens beschlossen, ich glaube, nicht mit den Stimmen der AfD – die elektronische Aufenthaltsüberwachung, wir haben die Verschärfung des Gewaltschutzgesetzes. Ich habe mittlerweile …
Also, Herr Abgeordneter, wenn Sie mal das, was ich vorlege, ernsthaft verfolgen würden, dann würden Sie sehen, dass ich die analoge Gewalt nicht aus den Augen verloren habe. Wir haben mittlerweile – der Deutsche Bundestag hat es übrigens beschlossen, ich glaube, nicht mit den Stimmen der AfD – die elektronische Aufenthaltsüberwachung, ↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Wenn es darauf ankommt, kneift die AfD! Täterschutz betreibt die AfD!« wir haben die Verschärfung des Gewaltschutzgesetzes. Ich habe mittlerweile einen Gesetzentwurf zu den K.-o.-Tropfen eingebracht; darin geht es auch um Vergewaltigung mithilfe von K.-o.-Tropfen. Wir arbeiten an einer Regelung zu den Femiziden. Wir werden auch noch im Bereich der Vergewaltigung die Verjährung verändern. ↳ Stephan Brandner (AfD): »Stichwort waren aber die Gruppenvergewaltigungen!« Wir haben viele Regelungen schon auf den Weg gebracht, und die analoge Gewalt – übrigens vor allen Dingen auch die häusliche Gewalt – zu bekämpfen, ist eines meiner Haupttätigkeitsfelder. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.)

Die Rednerin verteidigt ihre Arbeit gegen den Vorwurf, analoge Gewalt zu vernachlässigen, und listet konkrete gesetzgeberische Maßnahmen wie elektronische Aufenthaltsüberwachung und Verschärfungen im Gewaltschutzgesetz auf.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend sachlichkonfrontativpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zu einer weiteren Nachfrage hat das Wort die Abgeordnete Kathrin Gebel.
KA Kathrin Gebel Linke rede Im Protokoll ↗
Frau Ministerin, Sie hatten angesprochen, wie gravierend auch digitale Gewalt sein kann und dass es dort vor allem an der Durchsetzbarkeit mangelt, dass das der Knackpunkt ist. Im Gesetzentwurf zur psychosozialen Prozessbegleitung ist digitale Gewalt aber nicht enthalten. Aber auch Verfahren, bei denen es um digitale Gewalt geht, eben zum Beispiel um diese Deepfake-Pornografie, können sehr, sehr belastend sein. Das …
Frau Ministerin, Sie hatten angesprochen, wie gravierend auch digitale Gewalt sein kann und dass es dort vor allem an der Durchsetzbarkeit mangelt, dass das der Knackpunkt ist. Im Gesetzentwurf zur psychosozialen Prozessbegleitung ist digitale Gewalt aber nicht enthalten. Aber auch Verfahren, bei denen es um digitale Gewalt geht, eben zum Beispiel um diese Deepfake-Pornografie, können sehr, sehr belastend sein. Das heißt, die Betroffenen würden auch von einer psychosozialen Prozessbegleitung immens profitieren, was die Durchsetzbarkeit dieser Regelung, die Sie vorschlagen, ja befördern würde. Warum ist digitale Gewalt dort nicht inkludiert?

Die Rednerin kritisiert, dass der Gesetzentwurf zur psychosozialen Prozessbegleitung digitale Gewalt ausschließt, obwohl Betroffene auch hier unter hoher Belastung leiden und von der Begleitung profitieren würden.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Frau Abgeordnete, die psychosoziale Prozessbegleitung ist aus meiner Sicht wirklich ein ganz hervorragendes Institut, um Betroffene von Gewalt in einem Strafverfahren gut unterstützen zu können, von der Strafanzeige im besten Falle bis zur Rechtskraft der Entscheidung. Ich würde mir wünschen, dass es die noch für viel, viel mehr Delikte gibt. Jetzt sind wir schon mal einen großen Schritt gegangen bei …
Frau Abgeordnete, die psychosoziale Prozessbegleitung ist aus meiner Sicht wirklich ein ganz hervorragendes Institut, um Betroffene von Gewalt in einem Strafverfahren gut unterstützen zu können, von der Strafanzeige im besten Falle bis zur Rechtskraft der Entscheidung. Ich würde mir wünschen, dass es die noch für viel, viel mehr Delikte gibt. Jetzt sind wir schon mal einen großen Schritt gegangen bei der häuslichen Gewalt. Wir haben einen Modellversuch mit Blick auf das familiengerichtliche Verfahren, und ich kann mir perspektivisch vorstellen, dass wir noch weitere Schritte gehen, vielleicht auch bei der digitalen Gewalt. Wir haben aber gute Organisationen wie zum Beispiel HateAid, die Betroffene sehr gut unterstützen. Beifall: SPD

Die Rednerin bewertet die psychosoziale Prozessbegleitung als wichtiges Instrument zur Unterstützung von Gewaltopfern und spricht sich für eine Ausweitung auf weitere Deliktbereiche wie digitale Gewalt aus.

✦ KI-generiert Respektvoll, wertschätzend sachlichpragmatischidealistisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Zur letzten Frage in der zweiten Runde darf ich Caren Lay von der Fraktion Die Linke das Wort erteilen.
CA Caren Lay Linke rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Frau Ministerin Hubig, Bundeskanzler Merz hat ja in der letzten Woche angekündigt, er wolle die Vergesellschaftung von großen privaten Wohnungskonzernen durch Bundesrecht verbieten, und zunächst mal nehme ich das so kurz vor der Berlin-Wahl als ein Eingeständnis, dass unter der jetzigen Rechtslage die Vergesellschaftung von Vonovia und Co durch das Land Berlin möglich wäre. Dieses Eingeständnis freut …
Vielen Dank. – Frau Ministerin Hubig, Bundeskanzler Merz hat ja in der letzten Woche angekündigt, er wolle die Vergesellschaftung von großen privaten Wohnungskonzernen durch Bundesrecht verbieten, und zunächst mal nehme ich das so kurz vor der Berlin-Wahl als ein Eingeständnis, dass unter der jetzigen Rechtslage die Vergesellschaftung von Vonovia und Co durch das Land Berlin möglich wäre. Dieses Eingeständnis freut uns natürlich. Aber würden Sie mir darin zustimmen, dass die Anwendung des Grundgesetzes, in dem Fall Artikel 15, nicht durch ein Bundesgesetz einfach unterbunden oder verboten werden kann? Wären Sie also bereit, dem Bundeskanzler zu erklären, dass ein solches Verbot eben nicht verfassungsgemäß wäre und dass, wenn er tatsächlich verhindern will, dass das Land Berlin vergesellschaftet, der Bund selber ein Vergesellschaftungsgesetz machen müsste, der Bund also selbst vergesellschaftet? Beifall: Linke (einzelne Abg.)

Caren Lay interpretiert die Ankündigung des Bundeskanzlers, Vergesellschaftungen per Bundesrecht zu verbieten, als Eingeständnis der aktuellen Machbarkeit in Berlin und hinterfragt die verfassungsrechtliche Zulässigkeit eines solchen Verbots ohne eigene bundesweite Vergesellschaftung.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend sachlichpolemisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Frau Abgeordnete, das Grundgesetz sieht die Möglichkeit der Vergesellschaftung vor. Das ist in der Tat so, das haben Sie völlig richtig gesehen; das wissen auch der Bundeskanzler und im Übrigen auch viele kluge Juristinnen und Juristen, die im Bundeskanzleramt arbeiten. Die Regelung, die jetzt im Koalitionsausschuss vereinbart worden ist – darauf spielen Sie ja an –, ist eine, die übrigens …
Frau Abgeordnete, das Grundgesetz sieht die Möglichkeit der Vergesellschaftung vor. Das ist in der Tat so, das haben Sie völlig richtig gesehen; das wissen auch der Bundeskanzler und im Übrigen auch viele kluge Juristinnen und Juristen, die im Bundeskanzleramt arbeiten. Die Regelung, die jetzt im Koalitionsausschuss vereinbart worden ist – darauf spielen Sie ja an –, ist eine, die übrigens fast einstimmig von der Landesbauministerkonferenz gefordert worden ist. Dies ist verfassungsrechtlich nicht einfach zu regeln, und ich denke, am Ende muss auch das Augenmerk darauf liegen, das entsprechend verfassungsgemäß zu regeln.

Die Rednerin bestätigt die verfassungsrechtliche Möglichkeit der Vergesellschaftung, betont jedoch die Notwendigkeit einer sorgfältigen und verfassungsgemäßen Umsetzung der im Koalitionsausschuss vereinbarten Regelung.

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CA Caren Lay Linke rede Im Protokoll ↗
Die Auffassung, dass das verfassungsrechtlich nicht einfach ist, teile ich ausdrücklich. Auch aus Ihrer Partei gibt es ja deutlichen Widerspruch. Zum Beispiel sagt der SPD-Spitzenkandidat in Berlin, Steffen Krach: Ich brauche keine Nachhilfe vom Bund für den Berliner Wohnungsmarkt. – Auch aus Ihrer eigenen Fraktion gibt es Widerspruch, auch von den Berliner Abgeordneten. Insofern möchte ich Sie fragen: Was sagen …
Die Auffassung, dass das verfassungsrechtlich nicht einfach ist, teile ich ausdrücklich. Auch aus Ihrer Partei gibt es ja deutlichen Widerspruch. Zum Beispiel sagt der SPD-Spitzenkandidat in Berlin, Steffen Krach: Ich brauche keine Nachhilfe vom Bund für den Berliner Wohnungsmarkt. – Auch aus Ihrer eigenen Fraktion gibt es Widerspruch, auch von den Berliner Abgeordneten. Insofern möchte ich Sie fragen: Was sagen Sie dazu, und was sagen Sie den Berlinerinnen und Berlinern, die sich ja mit einem Volksentscheid demokratisch für die Vergesellschaftung großer privater Wohnungskonzerne ausgesprochen haben? Beifall: Linke

Die Rednerin verweist auf innerparteilichen Widerspruch gegen eine Bundesunterstützung für den Berliner Wohnungsmarkt und fragt die Regierung nach ihrer Haltung gegenüber dem demokratischen Willen der Berliner Bevölkerung zur Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen.

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DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Ich möchte noch einmal ganz deutlich darauf hinweisen, dass das, was im Koalitionsausschuss vereinbart worden ist, ein Petitum ist, das 15 von 16 Ländern an den Bund gerichtet haben und dann entsprechend aufgenommen worden ist. Es ist auszugestalten; das wird wahrscheinlich gar nicht mein Haus tun, sondern ein anderes Ressort innerhalb der Bundesregierung. Darauf werden wir genau gucken müssen.

Die Rednerin stellt klar, dass die im Koalitionsausschuss getroffene Vereinbarung auf einem Petitum von 15 Ländern basiert und noch ausgestaltet werden muss, wobei die Zuständigkeit wahrscheinlich bei einem anderen Ressort liegt.

✦ KI-generiert Neutral, geschäftsmäßig sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zur nächsten Nachfrage darf ich das Wort Mayra Vriesema erteilen.
MA Mayra Vriesema Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Frau Ministerin, 2021 haben über 1 Million Berliner/-innen für den Volksentscheid zur Vergesellschaftung gestimmt. Mich würde interessieren, wie Sie das demokratietheoretisch rechtfertigen wollen, jetzt einfach von Bundesebene aus den Ländern einen Riegel vorzuschieben. Darüber hinaus würde mich auch interessieren, wie Sie das eigentlich den sozialdemokratischen Müttern und Vätern des Grundgesetzes gegenüber rechtfertigen wollen, die ja auch für …
Vielen Dank. – Frau Ministerin, 2021 haben über 1 Million Berliner/-innen für den Volksentscheid zur Vergesellschaftung gestimmt. Mich würde interessieren, wie Sie das demokratietheoretisch rechtfertigen wollen, jetzt einfach von Bundesebene aus den Ländern einen Riegel vorzuschieben. Darüber hinaus würde mich auch interessieren, wie Sie das eigentlich den sozialdemokratischen Müttern und Vätern des Grundgesetzes gegenüber rechtfertigen wollen, ↳ Stephan Brandner (AfD): »„Sozialdemokratischen Müttern und Vätern des Grundgesetzes“?« die ja auch für den Artikel 15 Grundgesetz – Vergesellschaftung von Grund und Boden – gekämpft haben. Beifall: Linke Beifall: Grüne (einzelne Abg.)

Die Rednerin hinterfragt die demokratische Legitimation eines bundesweiten Eingriffs in den Berliner Volksentscheid zur Vergesellschaftung und verweist auf die Absicht der Grundgesetzgeber, Artikel 15 zu ermöglichen.

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DR Dr. Stefanie Hubig Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz regierung Im Protokoll ↗
Frau Abgeordnete, ich glaube, ich muss das den Müttern und Vätern des Grundgesetzes nicht erklären. Denn das, was Sie jetzt hier zu skandalisieren versuchen, ist ein Vorgang, der möglich ist. Ich habe es gerade gesagt und sage es noch mal: Wir schreiben nicht 1 Million Berlinerinnen und Berlinern etwas vor; sondern es gibt einen Beschluss der Bauministerkonferenz der Länder – …
Frau Abgeordnete, ich glaube, ich muss das den Müttern und Vätern des Grundgesetzes nicht erklären. ↳ Linke: »Doch!« ↳ Stephan Brandner (AfD): »Die leben auch gar nicht mehr!« Denn das, was Sie jetzt hier zu skandalisieren versuchen, ist ein Vorgang, der möglich ist. Ich habe es gerade gesagt und sage es noch mal: Wir schreiben nicht 1 Million Berlinerinnen und Berlinern etwas vor; sondern es gibt einen Beschluss der Bauministerkonferenz der Länder – 15 zu 0 zu 1 bzw. 15 zu 1 zu 0 –, die sich genau das wünschen. Es wird am Ende eine Regelung geben müssen, die verfassungskonform ist. Wir sollten jetzt mal das weitere Verfahren abwarten und dann gucken, wie diese Regelung aussieht, ob und wie diese Regelung funktioniert in der Praxis und ob sie auch gezückt wird. Beifall: SPD

Die Rednerin verteidigt die geplante Regelung als Ergebnis eines einstimmigen Beschlusses der Bauministerkonferenz und weist Vorwürfe der Skandalisierung sowie des paternalistischen Vorgehens zurück.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung