Zusammenhalt durch Engagement - Das Ehrenamt als Rückgrat unserer Gesellschaft
Tagesordnungspunkt 8 · 21/80 · 21. Mai 2026
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ehre, wem Ehre gebührt. Wir stehen vor dem Verfassungstag am 23. Mai, an dem unser Grundgesetz seinen 77. Geburtstag feiert. Dieses Datum an sich ist schon ein großes Fest wert. Denn das Grundgesetz ist mit Blick auf unsere Geschichte keine Selbstverständlichkeit. Dieser 23. Mai steht aber auch für etwas anderes. Der Bundespräsident …
Die Rednerin würdigt das ehrenamtliche Engagement als Rückgrat der Demokratie und fordert praktischen Bürokratieabbau, um die Arbeit der Freiwilligen zu erleichtern. Sie verbindet dies mit dem anstehenden Verfassungstag und dem Ehrentag, an denen die Bürgergesellschaft im Mittelpunkt stehen soll.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Kollegen! Sehr geehrte Frau Ministerin! Kennen Sie den bürokratischsten Ort Deutschlands? Es ist nicht das Finanzamt. Nein, es ist der Vorstandstisch eines kleinen Sportvereins. Wer heute einen Verein führt, ist ein unbezahlter Verwaltungsbeamter mit Burn-out-Risiko. Er kämpft mit Steuerrecht, Nachweispflichten, Haftungsfragen, Datenschutz. Das ist das Ergebnis von Jahrzehnten politischer Gleichgültigkeit, und diese …
Arne Raue kritisiert, dass bürokratische Auflagen, hohe Energiekosten und politische Entscheidungen das Ehrenamt in Deutschland systematisch schwächen. Er fordert einen Abbau der Bürokratie und verspricht durch seine Partei eine bessere Förderung der ehrenamtlichen Strukturen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Engagierte in diesem Land! Ich freue mich, dass ich jetzt ein anderes Bild von dem Ehrenamt und dem Engagement in unserem Land zeichnen kann, ein Bild dessen, was wir alle in unseren Wahlkreisen als sehr positiv erleben. Die Ehrenamtlichen schauen jetzt alle auf den Geburtstag des Grundgesetzes, das das Fundament unserer …
Bettina Lugk würdigt das ehrenamtliche Engagement als tragende Säule der Demokratie und stellt den Zukunftspakt Ehrenamt zur bürokratischen Entlastung vor. Sie fordert zudem den besseren Schutz Engagierter vor Anfeindungen und wehrt sich gegen pauschale Verdächtigungen sowie Kürzungen bei Demokratieförderprogrammen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Staatsministerin! Kolleginnen und Kollegen! Wenn wir heute über den Zusammenhalt durch Engagement sprechen, dann sprechen wir über etwas, das unser Land im Innersten zusammenhält: unseren Kitt. Der Bundespräsident hat mit dem Ehrentag zum Geburtstag des Grundgesetzes ein richtiges Zeichen gesetzt. Unser Grundgesetz ist nicht nur ein Verfassungstext. Es ist ein Versprechen – auf Freiheit, auf …
Tina Winklmann betont die zentrale Bedeutung ehrenamtlichen Engagements für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie. Sie fordert über symbolische Anerkennung hinaus konkrete staatliche Entlastung der Ehrenamtlichen, etwa durch Bürokratieabbau und besser erreichbare Förderprogramme.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Wer in den letzten Wochen mal den Fernseher eingeschaltet hat, kam an einer Serie kaum vorbei: „In höchster Not – Bergretter im Einsatz“. Da riskieren Menschen ihr eigenes Leben, um andere zu retten. Und das Verrückte daran: Die machen das alles unbezahlt, in ihrer Freizeit. So viel Einsatz kennt ein Jens Spahn nur bei …
Eißing würdigt das Ehrenamt als demokratische Säule, kritisiert jedoch, dass es als Lücke für einen kaputtgesparten Sozialstaat missbraucht und die Zivilgesellschaft unter Druck gesetzt werde. Sie fordert konkrete Entlastungen für Ehrenamtliche und die Stärkung des Hauptamts.
Der nächste Redner in dieser Debatte ist für die Unionsfraktion Stephan Mayer. Stephan Mayer : Sehr verehrte Frau Präsidentin! Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen! Deutschland ist ein Ehrenamtsland; in Deutschland geht nichts ohne Ehrenamt. Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass Deutschland nicht so liebens- und lebenswert wäre, wenn es nicht die 27 Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger gäbe, …
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kollegen! Sehr geehrte Frau Staatsministerin! Liebe Sportler! Liebe Ehrenamtler! Wir haben heute eine Vereinbarte Debatte zum Ehrenamt, die für viele salbungsvolle Worte genutzt wird: Reden, reden und nochmals reden statt handeln. Ja, das macht ein gutes Gefühl für den Augenblick, bringt aber auf Dauer gar nichts. Wir von der Alternative für Deutschland sind anders. …
Jörn König (AfD) kritisiert das Reden über das Ehrenamt als unzureichend und stellt konkrete Maßnahmen seiner Fraktion vor. Diese umfassen steuerliche Entlastungen für Sportvereine und Ehrenamtliche, steuerliche Anreize für Arbeitgeber von Freiwilligen sowie Investitionen in Feuerwehr und THW.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Manchmal hat man das Gefühl, man befindet sich in Absurdistan. Vielleicht sollten gerade wir Mitglieder des Deutschen Bundestags, die wir fast alle nicht als Berufspolitiker geboren wurden, sondern in der Regel eine ehrenamtliche Karriere hinter uns haben, weil wir sonst gar nicht hier sitzen würden, die Stärke unseres Landes, nämlich dass wir ein Land …
Coße betont die große Bedeutung des Ehrenamts für die Demokratie und fordert eine konzertierte Aktion zwischen Bund, Ländern und Kommunen zum Abbau von Bürokratie. Zugleich kritisiert er die AfD scharf, deren Vertreter er vorwirft, Ehrenamtliche anzufeinden und das Land schlechtzureden.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Ehrenamt – Menschen, die sich engagieren, sich einsetzen, werkeln, um was voranzubringen, sind in dieser Gesellschaft wichtig. Dort gibt es Ideenreichtum wie bei Start-uppern, verwurzelt in der örtlichen Gemeinschaft. Und wir sehen: Dort, wo der Staat zu langsam ist, springen Menschen ein, und es entstehen kreative Lösungen …
Leon Eckert betont die Bedeutung des Ehrenamts als selbstorganisierte, dezentrale Säule der Gesellschaft, die staatliche Defizite ausgleicht. Er argumentiert, dass ehrenamtliches Engagement starke soziale Netzwerke und finanzielle Absicherung voraussetzt, weshalb er Kürzungspläne der Union kritisiert und eine stärkere kommunale Förderung sowie den Erhalt freiheitlicher Strukturen fordert.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! „Wir leben von unserer Vielfalt, wir leben von unserer Humanität. Wir helfen jedem, egal welche Hautfarbe, egal welcher Glauben, es ist uns völlig egal.“ Mit diesen Worten wehrte sich kürzlich der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands gegen die Vereinnahmung durch die rechtsextreme AfD in Brandenburg. Diese Worte sind Maßstab und Aufgabe zugleich. Wir …
Köstering mahnt, dass Vielfalt und Humanität unverzichtbare Leitbilder des Ehrenamts seien und grenzt sich scharf von rechtsextremen Tendenzen ab. Er fordert zudem konkrete staatliche Leistungen für Ehrenamtliche wie bessere Ausstattung, rechtliche Freistellungen, eine Ehrenamtsrente und die Helfergleichstellung.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn wir heute über Ehrenamt sprechen, dann sprechen wir nicht über ein Randthema. Wir sprechen über den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, über Menschen, die Verantwortung übernehmen – freiwillig, oft leise, selten im Rampenlicht, aber, ich denke, unverzichtbar für uns alle. Ob bei der freiwilligen Feuerwehr, im Technischen Hilfswerk, beim DRK, im Sportverein, in …
Dieter Stier betont die zentrale Bedeutung des Ehrenamts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und verweist auf quantitative Daten sowie bereits umgesetzte steuerliche Erleichterungen. Er fordert zudem einen Bürokratieabbau und konkrete Entlastungen für Vereine, um das freiwillige Engagement auch künftig zu sichern.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Lugk, Frau Eißig, kurz vorneweg: – Eißing, Entschuldigung. – Kurz vorneweg: „Demokratie leben!“ oder „Omas gegen Rechts“ braucht kein Mensch, und wenn wir Regierungsverantwortung übernehmen, werden wir diesen Vereinen den Geldhahn abdrehen. Sehr geehrter Herr Coße von der SPD – ach, er ist nicht mehr da. Das …
Der Redner kritisiert die finanzielle Förderung zivilgesellschaftlicher Initiativen wie 'Demokratie leben!' und fordert stattdessen konkrete bürokratische und steuerliche Entlastungen für klassische Ehrenamtler, insbesondere in Feuerwehr und Katastrophenschutz.
Verehrte Frau Präsidentin! Frau Staatsministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Am Samstag ist der 23. Mai – der Geburtstag unserer Verfassung, unseres Grundgesetzes. Traditionsgemäß hat dann auch immer die Bundesversammlung getagt, um den Bundespräsidenten zu wählen. Die nächste Bundesversammlung findet nächstes Jahr am 30. Januar statt; da wird dann hoffentlich eine Bundespräsidentin gewählt. Wir feiern jetzt diesen 23. Mai zum ersten …
Der Redner würdigt das ehrenamtliche Engagement, insbesondere im ländlichen Raum, anlässlich des erstmals als Ehrentag begangenen 23. Mai. Er fordert eine ganzjährige finanzielle und bürokratische Entlastung der Ehrenamtlichen und kritisiert entgegenstehende Forderungen aus der AfD.
Mit diesem Dank an das Ehrenamt schließen wir die Aussprache und auch diesen Tagesordnungspunkt. Wir kommen jetzt zu den Tagesordnungspunkten 9a bis 9d: a) Beratung des Antrags der Abgeordneten Dr. Alaa Alhamwi, Kassem Taher Saleh, Katrin Uhlig, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sanierungsoffensive für Deutschland – Heizkostensenkung durch eine vollständige Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie Drucksache 21/6005 Überweisungsvorschlag: Ausschuss …
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Verehrte Zuhörende! Seit über elf Wochen führt der schlimme Krieg im Nahen und Mittleren Osten zu steigenden Preisen bei Öl und Gas. Die Internationale Energieagentur sagt, es könnte sich zur größten Energiekrise jemals weltweit auswachsen. Aber seit Monaten steckt diese Bundesregierung den Kopf in den Sand. Das Einzige, was die Bundesregierung in dieser fossilen Energiekrise geschafft …
Die Rednerin kritisiert die Bundesregierung scharf für ihr fehlendes Krisenmanagement in der fossilen Energiekrise und fordert stattdessen eine konsequente Wende hin zu erneuerbaren Energien und Energiesparen. Sie warnt vor drohenden hohen Heizkosten für Bürger und plädiert für eine Abwrackprämie für Öl- und Gasheizungen, um die fossile Inflation abzuwenden.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die heutige Debatte gibt uns die Möglichkeit, den Unterschied zwischen links-grüner Bevormundungspolitik und schwarz-roter Verantwortungspolitik, die wir auf den Weg bringen, zu zeigen. Verantwortungspolitik für den Wirtschaftsstandort Deutschland, Verantwortungspolitik für den Klimaschutz: Das machen wir als schwarz-rote Koalition, und das werde ich Ihnen gleich erläutern. Das eine ist Wunschtraum, das …
Der Redner grenzt die Politik der schwarz-roten Koalition als verantwortungsvolle Realpolitik von der vermeintlichen Bevormundungspolitik der Vorgängerregierung ab. Als Beleg kritisiert er die Streichung der E-Auto-Prämie durch den damaligen Wirtschaftsminister, die zu einem Einbruch der E-Auto-Zahlen geführt habe und den Standort Zwickau bedrohe.
Nein, ich würde gerne im Zusammenhang vortragen. Was wir als schwarz-rote Koalition gemacht haben – und das ist der Unterschied –: Erstens. Wir haben die E-Auto-Prämie sozial gestaffelt wieder eingeführt. Zweitens. Wir haben eine Turboabschreibung für den Mittelstand für E-Autos auf den Weg gebracht. Drittens. Wir haben für E-Lkws die Mautbefreiung fortgesetzt. Viertens. Wir haben die Ladeinfrastruktur nicht nur gestärkt, …
Sepp Müller verteidigt die wirtschafts- und energiepolitischen Maßnahmen der schwarz-roten Koalition im Bereich Elektromobilität und Wärmewende. Er wirft den Grünen vor, durch Bevormundungspolitik wirtschaftliche Schäden und verpasste Klimaziele verursacht zu haben, und wirbt für technologische Offenheit sowie den Erhalt von Molekülen in den Energie- und Industrieprozessen zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Deutschland.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Lieber Kollege Müller, da Sie keine Zwischenfrage zugelassen haben, möchte ich gerne die Chance nutzen. Das, was Sie hier und auch gestern bei Lanz vorgetragen haben, ist ja wirklich haarsträubend. Zu Ihrer ersten These, dass der Wärmepumpenabsatz aufgrund der Eckpunkte des Gebäudemodernisierungsgesetzes gestiegen sei: Am 24.02.2026 haben Sie die Eckpunkte vorgelegt; am 28.02.2026 ist der Irankrieg …
Lisa Badum greift die Argumente des Kollegen Müller bezüglich des Wärmepumpenabsatzes und der Biogasquote an. Sie wirft der Regierung vor, unzutreffende Behauptungen aufzustellen und die Umsetzbarkeit ihrer eigenen Gesetze nicht belegen zu können.
Liebe Kollegin, vielen Dank. – Manchmal kann man den Eindruck bekommen, Sie malen sich die Welt, wie sie Ihnen gefällt. Vielen Dank für die Anerkennung und die Zustimmung, dass nach unseren Eckpunkten der Absatz von Wärmepumpen nach oben gegangen ist. Das ist eine gute Entwicklung, und da sind wir uns ja beide einig. Neben dem Hochlauf der Wärmepumpen, den wir …
Sepp Müller verteidiert die Politik der CDU/CSU im Bereich der Wärmepumpenförderung und wirft den Grünen vor, durch Förderstopp einen Einbruch verursacht zu haben. Zudem plädiert er für die stärkere Nutzung heimischen Biomethans, um fossile Importe zu reduzieren.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Hurra, das Heizungsgesetz wird abgeschafft, und jeder kann wieder die Heizung einbauen, die er will. – Das ist das Märchen, das Sie von der Bundesregierung uns erzählen wollen. Ihr Vorschlag eines sogenannten Gebäudemodernisierungsgesetzes ist nichts anderes als Habecks Heizungshammer durch die Hintertür. Mit Ihrer Biotreppe verpflichten Sie die Menschen, neu eingebaute Öl- und Gasheizungen …
Der Redner kritisiert die geplante Ersetzung des Heizungsgesetzes durch ein Gebäudemodernisierungsgesetz als inhaltliche Fortführung der bisherigen Regelung. Er argumentiert, dass die vorgeschriebene Beimischung von Biogas und Bioöl nicht umsetzbar sei und die Kosten für die Bürger unerschwinglich machen werde.
Vielen Dank, Herr Kollege, dass Sie die Zwischenfrage zugelassen haben. – Sie haben gerade gesagt, wir wüssten selber nicht, wo der ganze Biomist herkommen soll. Haben Sie eigentlich wirklich einmal mit der Branche gesprochen? In dieser Woche kam der Biogasrat zusammen, Biogasfachverbände haben getagt, und von allen Seiten wird deutlich bestätigt: Wir haben dieses Potenzial. Wir haben hier Strukturen, und …
Der Redner widerspricht der Aussage eines Kollegen bezüglich der Verfügbarkeit von Biomasse und verweist auf Branchentreffen, die das Potenzial und die Strukturen bestätigen. Er wirft dem Gegenüber vor, diese Fakten aus ideologischen Gründen ignorieren zu wollen.
Sie sollten vielleicht lieber Ihre Regierung besser kennen. Ich habe dem Staatssekretär Bartol gestern im Bauausschuss nämlich genau diese Frage gestellt. Ich habe ihm die Frage gestellt: Wo wird dieser ganze Biomist denn herkommen? – Und dann hat er sinngemäß zu mir gesagt: Das wissen wir nicht. Es wird im Sommer eine Kommission geben, die sich mit diesem Thema beschäftigen …
Der Redner kritisiert die Regierungspolitik im Bereich der Wärme- und Klimapolitik scharf und argumentiert, dass vorgebliche Wahlfreiheiten bei Heizungen durch massiv steigende CO2-Kosten faktisch aufgehoben werden. Er warnt vor enormen finanziellen Belastungen für Eigentümer und Vermieter und bezeichnet die Maßnahmen als wirkungslos sowie den Wohlstand der Bevölkerung gefährdend.
Ich darf an dieser Stelle anlassbezogen darauf hinweisen, dass wir es unterlassen sollten, uns gegenseitig der Lüge zu bezichtigen. Wenn der Kollege Koller eine Frage stellt, Herr Kollege Bernhard, Ihnen einen konkreten Vorhalt macht und Sie dazu eine andere Auffassung haben, dann hat das nichts mit Lüge, sondern mit unterschiedlichen Auffassungen zu tun. Das habe ich, glaube ich, hier schon …
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Klimaschutz ist eine Überlebensfrage der Menschheit und kein Nice-to-have. Sozial gerechter Klimaschutz ist eine Frage der politischen und gesellschaftlichen Stabilität. Die Bezahlbarkeit des Lebens und die gerechte Verteilung von Wohlstand sind Fragen der Akzeptanz von Demokratie, von Politik generell und von konkreten politischen Entscheidungen. Diesem Anspruch ist die Konstruktion einer Wärmewende …
Kleebank argumentiert, dass Klimaschutz sozial gerecht ausgestaltet sein muss, um gesellschaftliche Akzeptanz zu finden. Er verteidigt den Kurs der Koalition bei der Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie als pragmatischen Weg, kritisiert jedoch das Gebäudeenergiegesetz der Vorgängerregierung als verunsichernd und wenig dynamisch.
Danke, dass Sie die Zwischenfrage zulassen, lieber Kollege Kleebank. – Ich schätze ja vieles, was Sie sagen, und es ist durchaus nicht alles falsch daran. Nur, ist Ihnen auch bewusst, dass es Stellungnahmen aus den Umweltverbänden, aber auch aus den Gewerkschaften gibt, die das, was diese Koalition unter Federführung von Frau Reiche plant, für vollkommen falsch halten, für eine Gefährdung …
Beutin hinterfragt in einer Zwischenfrage, ob dem Kollegen bekannt sei, dass Umweltverbände, Gewerkschaften und arbeitgebernahe Institute ein von der Koalition geplantes Gesetzesvorhaben ablehnen, da es Klimaziele, den Industriestandort und den sozialen Frieden gefährde.
Ich könnte jetzt mit einem einfachen Ja antworten; aber ich will auf ein paar Sachverhalte hinweisen, die in der Debatte eigentlich kontinuierlich zu kurz kommen. Zunächst einmal: Diese Gesetzgebung – es wurde schon darauf hingewiesen; Herr Kollege Müller hat es gesagt – bedeutet ja nicht, dass die Elektrifizierung zu Ende ist. Sie bedeutet nicht, dass sämtliche Gasnetze bis in die …
Der Redner argumentiert, dass die Gesetzgebung zur Gasnetztransformierung ganzheitlich betrachtet werden muss und im Zusammenspiel mit der Elektrifizierung funktioniert. Er betont den politischen Willen der Koalition zur aktiven Steuerung dieses Prozesses und kündigt laufende Evaluationen an, um bei Fehlentwicklungen korrigierend eingreifen zu können.
Danke schön. – Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz wird keine Regelungen enthalten, die den Ausbau oder den Wechsel bestehender, funktionierender Heizungssysteme verpflichtend machen. Beim Austausch der Heizung liegt die Entscheidung über das Wann, über das Wie und über die künftige Heizungsart bei den Eigentümern, die sich schon heute beim Heizungstausch weit überwiegend für die Wärmepumpe entscheiden. Gleichzeitig bedeutet diese Freiheit aber auch …
Kleebank erläutert, dass das Gebäudemodernisierungsgesetz Eigentümer nicht zum Austausch funktionierender Heizungen verpflichtet, betont aber den Mieterschutz durch eine faire Kostenverteilung der sogenannten Biotreppe.
Die Frage lässt sich aus meiner Sicht nicht allgemein beantworten. Es sind zu viele Details zu berücksichtigen. Man muss hinzufügen, dass auch die bisherige Gesetzgebung – Stichwort „Biotreppe“ – das Weiterbetreiben von fossilen Heizungen – ich nehme mal diesen Begriff – weiterhin ermöglicht. Sie müssen bedenken, dass es auch um Investments in die im Boden liegenden Assets geht. Sie müssen …
Kleebank erläutert die Position der Koalition zur Wärmepolitik und Gebäudemodernisierung, betont die praktischen Herausforderungen beim Umstieg in dichtbesiedelten Gebieten und verteidigt die bestehenden Fördermaßnahmen sowie die Verpflichtung zu den Klimazielen.
Herr Präsident! Verehrte Zuhörende! Sie verweisen ja immer auf die Evaluation in ein paar Jahren. Ich verweise hier noch mal auf den Expertenrat für Klimafragen. Er hat evaluiert, und er hat gesagt: Was die Bundesregierung im Klimaschutzprogramm macht, ist nicht genug. Sie können bereits jetzt nachsteuern statt erst in ein paar Jahren. Ich möchte heute aber eigentlich über Freiheit sprechen; …
Violetta Bock kritisiert die Koalitionspläne zum Heizungsgesetz als täuschende Freiheit für wohlhabende Eigentümer, die Mieter und soziale Einrichtungen in fossile Kostenfallen treibe. Sie fordert stattdessen eine Kostenverteilung nach Gebäudezustand, Unterstützung für Kleinvermieter sowie Heizkostendeckel als soziale und klimapolitische Notwendigkeit.
Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben es heute gleich mit vier Anträgen zu tun: drei aus der Fraktion der Grünen, einen Antrag von der Fraktion Die Linke. Und bei allen geht es um den Wärmebedarf der privaten Haushalte und den damit verbundenen Energieverbrauch. Ich nehme an, dass Sie diese Anträge stellen, weil Sie dem Gebäudemodernisierungsgesetz der Regierung etwas …
Klaus Wiener kritisiert die Anträge von Grünen und Linker zum Wärmebedarf privater Haushalte als unsachlich und darauf abzielend, das Gebäudemodernisierungsgesetz zu diskreditieren. Er warnt vor Übertreibungen und Langfristprognosen, verteidigt die Regierung gegen den Vorwurf eines bewussten Scheiterns der Klimaziele und attestiert den Grünen ein Scheitern beim Heizungsgesetz.
Ach, ich weiß, das ist die Frau Badum; ich muss gar nicht hochgucken. Ich glaube, wir haben uns das letzte Mal schon trefflich gestritten. Wenn Sie wollen, machen Sie gleich eine Kurzintervention. So, und weil das so ist, räumen wir jetzt mit Ihren Fehlern auf. Allem voran mit Ihrem Heizungshammer haben Sie der Akzeptanz der Energiewende einen schweren Schaden zugefügt. …
Der Redner kritisiert die Heizungspolitik der Grünen als Bevormundung der Bürger und plädiert für technologische Offenheit sowie Eigenverantwortung beim Klimaschutz. Zudem lehnt er wirtschaftspolitische Preisdeckel der Linken ab und begründet dies mit marktwirtschaftlichen Argumenten.
Lieber Herr Wiener, ich würde gern mal mit ein paar Mythen aufräumen, die Sie hier die ganze Zeit reproduzieren. Ja, es gab im Jahr 2023 eine Verunsicherung über das Gebäudeenergiegesetz, an der Sie und an der die Union maßgeblich beteiligt waren. Sie haben eine Kampagne ins Leben gerufen: „Fair heizen statt verheizen“ und dieses Thema monatelang am Laufen gehalten, um …
Die Rednerin wirft der Union vor, durch eine Kampagne gegen das Gebäudeenergiegesetz gezielt Verunsicherung geschaffen zu haben. Sie kritisiert, dass die Union das Gesetz nun allein aus wahltaktischen Gründen abschaffe und dadurch erneut Chaos verursache.
Vielen Dank, Frau Badum. – Ich meine, wir können uns hier stundenlang darüber streiten, wer jetzt verantwortlich war. Ich glaube, ein wesentlicher Grund dafür, dass die Menschen verunsichert waren, war einfach Ihr Gesetz mit der 65-Prozent-Regel. Da wussten die Leute nicht: Was heißt das für mich konkret? Und die Verunsicherung kam auch daher – das wissen Sie auch –: Wenn …
Dr. Klaus Wiener macht die 65-Prozent-Regel der Regierung für die Verunsicherung der Bürger verantwortlich, die aus Angst vor hohen Kosten für Wärmepumpen und energetischen Sanierungen kurzfristig Öl- und Gasheizungen einbauten. Er betont, dass die CDU/CSU das Heizungsgesetz nicht aus Ablehnung der Wärmepumpentechnik ablehne, sondern weil der jährliche Einbau von 1 Million Wärmepumpen illusorisch sei und Gas- sowie Ölheizungen mit der Biotreppe eine sinnvolle Ergänzung darstellten.
Vielen Dank. – Herr Kollege, Sie haben im Zusammenhang mit dem Antrag der Linken gesagt, wir hätten es nur nicht verstanden, die flexiblen Preise würden alles regeln. Ich will Ihnen sagen, dass die Mieterinnen und Mieter in diesem Fall ja gar keine Möglichkeit haben, über diese Preisgestaltung überhaupt zu entscheiden. Es sind doch die Vermietenden, die entscheiden, welche Heizung eingebaut …
Caren Lay kritisiert die Kostenverteilung im Mietverhältnis bei der Heizungswende, da Vermietende über die Technologie entscheiden, Mietenden aber die Mehrkosten für fossile Rohstoffe tragen. Den 50:50-Kompromiss bei den Netzentgelten und CO2-Preis bewertet sie als unzureichend.
Vielen Dank. – Mit Ihrer Frage haben Sie ja noch mal bewiesen, dass Sie es wirklich nicht verstehen. Also, über die Preise entscheiden nicht die Vermieter oder die Mieter, nicht die Nachfrager oder die Anbieter, sondern das Zusammenspiel aus Nachfrage und Angebot setzt die Preise. Und dann haben wir ein Preissignal. Und das sorgt in Marktwirtschaften dafür, dass die Märkte …
Der Redner vertritt die marktwirtschaftliche Position, dass Preise durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage entstehen. Er widerspricht der Vorhersage steigender Preise für fossile Brennstoffe und verweist auf Studien, die ein Preisrückgang durch steigende Elektrifizierung für möglich halten.
Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Die heutige Debatte zeigt mal wieder auf eindrucksvolle Weise, dass die Redebeiträge von Linken und Grünen regelmäßig sehr viel schlimmer sind als ihre Anträge. Ich kann dazu genau eines sagen, was im Übrigen auch die Umfragen zeigen: Die Leute in diesem Land haben ein für alle Mal die Schnauze voll, von Vertretern links-grüner Traumtänzereien …
Der Redner lehnt die Klimapolitik und Energievorgaben der Bundesregierung sowie links-grüner Parteien ab und fordert den Erhalt der individuellen Wahlfreiheit bei der Heizungswahl sowie den Rückzug des Staates aus der Wärmeplanung.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist in der Tat so, dass in den letzten Monaten und eigentlich auch Jahren in Debatten zur Wärmewende zugleich die Begriffe „Verunsicherung“ und „Planungsunsicherheit“ genannt wurden. Aber es ist auch eine Tatsache, dass in den letzten Monaten – spürbar, nachlesbar – eine Erholung stattgefunden hat. Es hat einen enormen Hochlauf bei …
Die Rednerin argumentiert, dass die Unabhängigkeit von fossilen Energien sowohl aus Klimaschutzgründen als auch zur Vermeidung geopolitischer Verwundbarkeit geboten ist. Sie verteidigt die Zielsetzung der Ampelkoalition im Bereich der Wärmewende und betont, dass Klimaschutzziele, Mieterschutz und Förderungen bei der anstehenden parlamentarischen Beratung gewahrt bleiben müssen.
Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Aus Wahlkampfgetöse werden leider Fakten. Die Regierung hat das sogenannte Gebäudemodernisierungsgesetz durch das Kabinett geprügelt. Modern ist an diesem Gesetz allerdings nichts. Es ist vielmehr ein Rückschrittsgesetz für die Planungssicherheit, für den Klimaschutz und auch für die soziale Gerechtigkeit in diesem Land. Die Bundesregierung möchte die wirksamste Regel im Gebäudesektor abschaffen: die 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbares …
Der Redner kritisiert das von der Bundesregierung geplante Gebäudemodernisierungsgesetz scharf als Rückschritt für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit. Er fordert einen Stopp des Gesetzes, da es die bestehende 65-Prozent-Regel für erneuerbares Heizen abschaffe und Mieter durch fossile Abhängigkeiten in eine Heizkostenfalle treibe.
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es gibt viel zu sagen, fangen wir mal an. Lieber Klaus Wiener, das Gesetz muss man gar nicht diskreditieren. Alle, die es lesen, verstehen, dass es für sie böse ausgehen kann. Deshalb wird da auch kein Vertrauen wiederhergestellt. Es wird erneut der Eindruck erweckt, dass die Regierung es besser weiß. Es enthält …
Cezanne kritisiert ein von der Regierung vorgelegtes Gesetz als täuschend und sozial unausgewogen, da es Wohlhabenden zuteile, Mietenden jedoch die Entscheidungsfreiheit fehle. Er fordert stattdessen einen Heizkostendeckel zum Schutz von Mieterinnen und Mietern und lehnt den weitere Einbau fossiler Heizungen als zukunftsfeindlich ab.
Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben das Vergnügen, wieder über mehrere Anträge zum Heizungsgesetz zu diskutieren. Und ich bin ja ganz ehrlich: Beim Lesen der Anträge bin ich schon das erste Mal gestolpert. Ich glaube, liebe Grünenfraktion, wir müssen da mal ein Missverständnis aufklären. In Ihrem Antrag vom 19. Mai, also vor zwei Tagen, schreiben Sie: …
Rohwer kritisiert einen Antrag der Grünenfraktion zum Gebäudemodernisierungsgesetz als veraltet, da die Bundesregierung das Gesetz bereits eine Woche zuvor nicht beschlossen habe. Er wirft den Grünen Verfahrensfehler und mangelnde Klimaschutz-Fortschritte durch das Heizungsgesetz vor.
Danke, lieber Kollege Rohwer. – Sie haben eben über den Schiffbruch geredet, den die Ampel erlitten hat. Das ist ja richtig. Das ist bedauerlicherweise passiert und zu Recht vom Bundesverfassungsgericht kassiert worden. Nur, die ganz große Dramatik ist, dass Ihnen dieser Schiffbruch genauso bevorsteht. Das sagen nicht nur – ich habe es vorhin zitiert – die Umweltverbände, die Gewerkschaften, das …
Beutin warnt die CDU/CSU davor, dass ihr eigenes Klimaschutzvorhaben ähnlich wie das der Ampel vom Bundesverfassungsgericht gekippt werden könnte, da dies selbst von internen Parteimitgliedern wie der KlimaUnion geäußert wird.
Vielen Dank für Ihre Zwischenfrage, weil sie mir Gelegenheit gibt, zu einem Papier, das in der Berliner Politikwelt zirkuliert, Stellung zu nehmen. Ich rede gerne über Äußerungen, zu denen ich auch den Autor kenne. Können Sie mir den Autor dieser Studie nennen? Es ist eine juristische Abteilung der KlimaUnion. Aber keiner steht zu diesen Worten. Deswegen sage ich ganz offen: …
Rohwer kritisiert Anträge und Positionen von Grünen und Linken zur Verteilung des CO2-Preises und zur Mietpolitik als gesellschaftsspaltend und populistisch. Er betont, dass die CDU/CSU stattdessen auf gemeinsame Lösungen mit Mietern und Eigentümern setzt, und weist die Medien auf an, das Heizungsgesetz nicht falsch darzustellen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Anträge und das heutige Wehklagen der Grünen- und Linkenfraktion zur drohenden Reform des Heizungsgesetzes zeigen es ganz deutlich: Sie haben aus dem Ampeldesaster der letzten Jahre gar nichts gelernt. Statt endlich innezuhalten und sich einzugestehen, dass die Bürger keinen Heizungszwang wollen, kritisieren Sie hier ernsthaft jeglichen Versuch, dieses übergriffige …
Der Redner kritisiert die Klimapolitik der Regierung und der Opposition als bevormundend und wirtschaftlich schädlich, da sie Bürger durch hohe Kosten belaste. Er positioniert die AfD als Alternative für technologische Offenheit und gegen staatliche Eingriffe in die Wahl der Heizmethoden.
Verehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die uns vorliegenden Anträge eint ja eines: Sie wollen mehr staatliche Eingriffe, mehr Regulierung und haben immer weniger Vertrauen in die Menschen vor Ort. Kurzum: Sie schwelgen in Nostalgie und wollen das Heizungsgesetz zurück. Aber das haben wir beseitigt, meine Damen und Herren. Sie lehnen die neue …
Der Redner lehnt die Anträge der Opposition ab und positioniert seine Fraktion als Verfechter von Technologieoffenheit, Praxistauglichkeit und Eigentümerfreiheit bei der Wärmewende. Er kritisiert staatliche Eingriffe, Bevormundung und Preisdeckel als kontraproduktiv und setzt stattdessen auf pragmatische Lösungen wie die Biotreppe.