Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand stärken - Abschaffung des CO2-Emissionshandelssystems und des CO2-Grenzausgleichsmechanismus
Tagesordnungspunkt 11 · 21/80 · 21. Mai 2026
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Sie alle kennen die folgenden Zahlen: Der Anteil Deutschlands am globalen CO2-Ausstoß liegt noch bei unbedeutenden 1,5 Prozent, der Anteil der EU gerade mal bei 6 Prozent. Um diesen für das globale Klima unbedeutenden Anteil noch ein kleines bisschen weiter zu drücken, rechnet die Deutsche Industrie- und Handelskammer mit Kosten bis …
Der Redner kritisiert die europäische Klimapolitik sowie den CO2-Zertifikatehandel und den CO2-Grenzausgleichsmechanismus als wirtschaftsschädlich, bürokratisch und ineffizient, da die europäischen CO2-Emissionen global betrachtet gering seien. Er fordert die ersatzlose Abschaffung dieser Instrumente, die er als sozialistische Planwirtschaft bezeichnet.
Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich will vier Punkte aufgreifen. Der erste Punkt. Ja, wir müssen dafür sorgen, dass es mit unserer Wirtschaft wieder nachhaltig aufwärtsgeht. Wir müssen dafür sorgen, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen wieder verbessert und dass der Wohlstand für die Menschen in unserem Land langfristig gesichert und gestärkt wird; das ist überhaupt keine …
Gebhart betont die Notwendigkeit, Wirtschaft und Wohlstand zu stärken, lehnt die Abschaffung des Emissionshandelssystems aber als ungeeignet ab. Er verteidigt das System als marktwirtschaftlich und hocheffizient.
Es war ein hocheffizientes Instrument, und es war auch ein Treiber für Innovationen. Wir sind in vielen dieser Bereiche heute Technologieführer. Von diesem Vorsprung haben vor allem viele mittelständische Firmen in unserem Land profitiert. Wenn man sich jetzt einmal vorstellt, man würde in diesem Bereich einfach alles auf null setzen, dann würde das am Ende dazu führen, dass man es …
Der Redner lehnt die Abschaffung des CO2-Emissionshandelssystems ab und argumentiert, dass dieses ein wichtiger Innovationsmotor sei, der weltweit trendet. Er befürwortet stattdessen eine Reform und Modernisierung des Systems, weist inhaltliche Fehler im Antrag der AfD nach und betont die Vorteile des europäischen Emissionshandels für Klimaschutz und Wettbewerb.
Sehr verehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Am 12. Februar ist etwas Spannendes passiert. Da war Bundeskanzler Friedrich Merz auf dem Europäischen Industriegipfel in Antwerpen. Das allein ist jetzt nicht der Rede wert; aber es war spannend, was er dort gesagt hat und welche Folgen das hatte. Merz hat dort angedeutet, dass der europäische Emissionshandel überarbeitet oder verschoben werden …
Julian Joswig argumentiert, dass der europäische Emissionshandel (ETS) ein wirksames und marktwirtschaftliches Instrument zur Senkung von CO2-Emissionen bei gleichzeitiger Wirtschaftsstärkung ist. Er warnt davor, das System abzuschaffen, da dies die Planungssicherheit grüner Geschäftsmodelle zerstöre und künftige Generationen sowie die Wirtschaft belaste.
Danke schön. – Die heimischen Unternehmen werden besser geschützt, indem die ausländische Konkurrenz den angemessenen CO2-Preis zahlen muss. Natürlich muss der CBAM unbürokratisch und praxistauglich weiterentwickelt werden, damit gerade auch kleine und mittelständische Betriebe einen Nutzen und keinen Nachteil haben. Das System ist komplex, ja. Es ist nicht perfekt; aber es ist besser als seine Alternativen. Und wenn Sie das …
Der Redner verteidigt das Emissionshandelssystem (ETS) und den CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) als notwendig für den Schutz der heimischen Industrie und den Klimaschutz. Er lehnt die Forderung nach deren Abschaffung ab und argumentiert, dass zukünftige Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und geopolitische Wehrhaftigkeit statt durch fossile Abhängigkeit erreicht werde.
Vielen Dank, Herr Präsident, dass Sie die Kurzintervention zulassen. – Ich habe es in der letzten Plenarwoche jemandem von der SPD schon mal gesagt: Schauen Sie sich bitte eine Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer an. Das ist nicht unbedingt ein Freund von uns. Aber sie hat in einer Studie klargemacht, wie viel Geld durch CO2-Abgaben weltweit fließt. 61 Prozent …
Der Redner argumentiert, dass die EU und Deutschland durch den CO2-Emissionshandel weltweit überproportional belastet werden, da ein Großteil der globalen CO2-Abgaben hier erhoben werde, während der Emissionsanteil gering sei. Er fordert die Regierungskoalition auf, die Behauptung vergleichbarer internationaler Abgabesysteme zu unterlassen.
Werter Herr Kollege, Sie haben gesagt, die DIHK ist nicht unbedingt ein Freund von Ihnen. Als Betriebswirt, als Volkswirt, als Mitglied des Wirtschaftsausschusses kann ich ergänzend sagen: Sie haben keine Freunde in der deutschen Wirtschaft. Die deutschen Wirtschaftsinstitute, das IW Köln, alle sagen: Wir reden nicht mit der AfD; die AfD-Politik bringt Deutschland den Niedergang. Sie zerstören Arbeitsplätze, Sie zerstören …
Der Redner wendet sich gegen die Abschaffung des CO2-Emissionshandelssystems (ETS) und verteidigt dieses als marktwirtschaftliches Instrument zur Schaffung von Planungssicherheit für die Wirtschaft. Er argumentiert, dass Unternehmen wie die Salzgitter AG und Heidelberg Materials sowie grüne Technologien auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen seien und kritisiert die AfD-Politik als wirtschaftsfeindlich.
Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Hilse, ich wäre an Ihrer Stelle ein bisschen vorsichtig, auf wen ich mich in meinen Darstellungen berufen würde. Aber da Sie die Industrie- und Handelskammer so prominent hier in dieser Debatte erwähnt haben, will ich Ihnen gerne ein kurzes Zitat vorlesen. Und Sie können ja mal überlegen, wem das zuzuordnen ist. Ich zitiere: „Für [uns] …
Esra Limbacher verteidigt den Emissionshandel als zentrales Klimaschutzinstrument und stützt sich dabei auf Zitate der deutschen Wirtschaft. Sie kritisiert den Antrag der AfD als ideologisch und schädlich für die Industrie sowie den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Hallo Friends! Hallo Amigos! Merhaba arkadaşlar! Silav helan hevalno! In dem Antrag nimmt die AfD ernsthaft die USA als wirtschaftliches Vorbild. Millionen Menschen arbeiten dort in prekären Jobs – ohne soziale Absicherung, ohne bezahlbare Gesundheitsversorgung und oft ohne jede Zukunftsperspektive. Ich sage: Wir brauchen keine amerikanischen Verhältnisse. Wir brauchen soziale Sicherheit, gute …
Der Redner lehnt die Abschaffung des CO2-Emissionshandelssystems ab und argumentiert, dass CO2-Bepreisung ein international bewährtes Instrument sei, das Klimaschutz und Wirtschaftsstärke vereine. Er fordert stattdessen eine Industriepolitik mit staatlicher Unterstützung, Bürokratieabbau und Planungssicherheit für klimafreundliche Transformationen.
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sie von der AfD wollen bequeme Wahrheiten vermitteln. Aber jeglichen Rahmen für Nachhaltigkeit und jegliches Denken an künftige Generationen in das Reich der Märchen zu verschieben, ist nicht unsere Art von Politik, meine Damen und Herren. Ihr Antrag verkennt, dass Klimaschutz und industrielle Wettbewerbsfähigkeit keine Gegensätze sind. Noch …
Hans Koller argumentiert, dass der Emissionshandel (ETS) und der CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) marktwirtschaftliche Instrumente sind, die Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit vereinen. Er lehnt die AfD-Forderung nach deren Abschaffung ab, da dies die Industrie unsicher mache und unfaire Vorteile für schmutzigere Importe schaffe.
Herr Präsident! Man ist fassungslos, wenn man diese Äußerungen hier hört. Wissen Sie, wer mittlerweile der größte Autoexporteur der Vereinigten Staaten ist? BMW. Das heißt, wir exportieren Autos und Arbeitsplätze, und die Wertschöpfung ist in den Vereinigten Staaten. Wir haben seit 2019 110 000 Arbeitsplätze alleine in der Autoindustrie verloren. Herr Esra Limbacher, wo leben Sie denn eigentlich im Saarland? …
Der Redner kritisiert die Klimapolitik und den CO2-Emissionshandel als belastend für die deutsche Wirtschaft. Er argumentiert, dass dadurch Arbeitsplätze ins Ausland abwandern, und fordert die Abschaffung entsprechender Abgaben zugunsten von Investitionen in Bildung und Infrastruktur.
Herr Kollege, herzlichen Dank, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Ich habe mich nicht für mich gemeldet, sondern für viele Menschen, die in meiner Heimat leben. In der Stahlindustrie im Saarland arbeiten über 12 000 Beschäftigte. Wenn wir dem folgen würden, was Sie heute hier vorschlagen, würde das bedeuten, dass unter anderem Saarstahl morgen direkt nach der Entscheidung die Arbeit …
Limbacher wendet sich gegen den Vorschlag, das CO2-Emissionshandelssystem abzuschaffen, und argumentiert, dass dies für die saarländische Stahlindustrie mit über 12.000 Beschäftigten den direkten Arbeitsplatzverlust zur Folge hätte. Sie fordert den Gegenüber auf, sich den Betroffenen zu erklären, und wirft ihm Implizit mangelndes Interesse an deren Schicksal vor.
Ja, danke. – Ich würde ihnen sagen, die gesamten marktwirtschaftlichen Eingriffe, die grüner und roter Sozialismus sind, werden im Gegenzug abgezogen. Wir gehen zurück zur Kernkraft, wir senken durch marktwirtschaftliche Maßnahmen die Energiepreise, und wir schaffen endlich Wettbewerbsfähigkeit. Das ist ähnlich wie bei Temu und in anderen Bereichen – ich habe es eben gesagt –: Die deutsche und europäische Wirtschaft …
Gottschalk fordert die Rückkehr zur Kernkraft und niedrigere Energiepreise, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu sichern. Er lehnt 'grünen Stahl' als gescheitert ab und verlangt Schutz vor Billigimporten aus China.
Schönen Dank, Herr Abgeordneter, dass Sie die Frage zulassen. – Sie haben gerade von Kernkraft gesprochen. Können Sie den Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland denn erklären, wo Sie morgen das nächste Atomkraftwerk bauen und wie Sie das übermorgen in Betrieb nehmen wollen? Denn den Zusammenhang leugnen Sie hoffentlich nicht: Wenn Sie etwas abschaffen, dann müssen Sie dafür etwas aufbauen. Ich …
Jürgen Coße hinterfragt die Realisierbarkeit der von der AfD geforderten Rückkehr zur Kernkraft, indem er darauf verweist, dass der Bau neuer oder die Wiederinbetriebnahme alter Atomkraftwerke in kurzer Zeit nicht umsetzbar sei.
Ich halte das für sehr realistisch. Wenn Sie Ihre Sabotage nicht so schnell fortgesetzt und die Kühltürme gesprengt hätten, so zum Beispiel Herr Söder in Bayern, dann könnten wir sehr schnell – die Studien liegen vor –, binnen zwei bis drei Jahren, vielleicht auch viel schneller, die sechs stillgelegten Kernkraftwerke wieder ans Netz bringen, und dann würde auch der Energiepreis …
Der Redner argumentiert für eine schnelle Wiederinbetriebnahme stillgelegter Kernkraftwerke, um die Energiepreise zu senken und Arbeitsplätze sowie Sozialsysteme zu sichern. Er wirft anderen politischen Akteuren Sabotage vor und verweist auf internationale Vergleiche zum Strompreis.
Kommen wir zu den weiteren Fakten. Wahrscheinlich haben Sie deswegen so viele Freunde in der Industrie- und Handelskammer oder bei den Wirtschaftsprüfern: Sie haben mit diesem CBAM und dem neuen System mal eben so 279 Planstellen geschaffen, üppig versorgt. KPMG Law ist der Glückliche; denn die dürfen die entsprechenden Berichte prüfen. Und wenn Sie mit Unternehmern, mit echten Mittelständlern sprechen …
Kay Gottschalk kritisiert das CBAM und den CO2-Emissionshandel als kostentreibend und planwirtschaftlich sowie behördenaufbauend. Er wirft der Regierung vor, durch die Energie- und Klimapolitik ein Nullwachstum und Rezession verursacht zu haben, und fordert den Rücktritt der aktuellen politischen Akteure.