Gesetz zur Modernisierung der nationalen Umsetzung von europäischen Regelungen zum Ökodesign, zur Energieverbrauchskennzeichnung und zu weiteren Regelungen
Tagesordnungspunkt 12 · 21/80 · 21. Mai 2026
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Reparieren oder neu kaufen? Auf diese einfache Frage könnte man das heutige Thema herunterbrechen. Wir beschließen heute in zweiter und dritter Lesung das Gesetz zur Modernisierung der nationalen Umsetzung von europäischen Regeln zum Ökodesign. Das klingt zwar technisch, nach viel EU-Bürokratie, nach Produktgruppen, nach Vollzug, aber in Wahrheit geht es um Dinge, …
Der Redner stellt das Gesetz als praxisnahe Umsetzung von EU-Vorgaben zur Reparierbarkeit und Energieeffizienz von Alltagsprodukten dar. Er betont, dass auf nationaler Ebene keine neuen Produktvorgaben geschaffen, sondern Zuständigkeiten geklärt werden, und warnt vor einer deutschen Übererfüllung der EU-Regeln, um Handwerk und Mittelstand nicht zu überlasten.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! „Bürokratieabbau“ war ja das Schlagwort im Wahlkampf 2025. Es gab eigentlich auch einen ziemlich großen Konsens bei den meisten Parteien hier, dass Deutschland zu viel Bürokratie, zu viele Gesetze, zu viele Vorschriften hat, dass das unsere Wirtschaft abwürgt und dass diese Bürokratie zurückzubauen ist. Und vor was stehen wir heute? …
Weiser kritisiert das Gesetz zur Umsetzung EU-weiter Ökodesign-Regeln als übermäßigen Bürokratieaufbau und tiefen Eingriff in die unternehmerische Freiheit. Er warf der Bundesregierung vor, die Wirtschaft in einer Krise durch Vorgaben zu Produktgestaltung und Dokumentationspflichten zu belasten, statt sie zu schützen, und kündigte an, die AfD werde derartige Gesetze rückgängig machen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Begriff „Ökodesign“ klingt für viele Menschen im ersten Moment vielleicht nach schicken grünen Lifestyleprodukten oder nach viel neuer Bürokratie; wir haben es gerade gehört. Aber das Gegenteil ist der Fall. Ökodesign ist weder eine Luxusnische noch ein Bürokratiemonster. Es legt stattdessen ganz pragmatisch Kriterien fest, wie ein Produkt im Innersten konstruiert …
Kleebank wirbt für die Zustimmung zum Gesetz zur Modernisierung der nationalen Umsetzung von EU-Regelungen zum Ökodesign. Er argumentiert, dass die Vorgaben Verbraucher durch das Recht auf Reparatur entlasten, die Wirtschaft durch Rohstoffsicherheit stärken und den Umweltschutz durch die Ahndung der Neuwarenvernichtung fördern.
Sehr verehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Eigentlich könnte man meinen, ein Gesetz zum Ökodesign sei für uns Grüne genau unser Ding. Aber das, was Union und SPD hier vorgelegt haben, ist handwerklich einfach nur wild. Die Anhörung am Montag hat es deutlich gemacht. Wenn man eine Anhörung macht, liebe Kolleginnen und Kollegen von Union und SPD, dann bitte …
Julian Joswig kritisiert den Gesetzentwurf von Union und SPD als handwerklich schwach, inhaltlich unzureichend und unprofessionell in der Entstehung. Er fordert die Einbindung kleiner Repair-Cafés, die Streichung einer fachfremden Änderung zum Heizungsgesetz sowie eine konsequente Ausgestaltung des Digitalen Produktpasses.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Der Gesetzentwurf enthält Regelungen, die dafür sorgen sollen, dass Produkte länger halten, sich leichter reparieren lassen und möglichst sogar vollständig wiederverwertet werden können. Bisher ist das vor allem für Produkte geschehen, die Energie verbrauchen wie Computer, Fernsehgeräte; Helmut Kleebank hat sie hier aufgeführt. Jetzt wird dieser Bereich ausgeweitet, und das ist gut so. Im …
Cezanne begrüßt die Ausweitung der Ökodesign-Regeln auf eine Kreislaufwirtschaft, kritisiert jedoch fehlende Vorgaben für eine kreislauforientierte öffentliche Beschaffung und die Benachteiligung unabhängiger Reparaturbetriebe. Die Fraktion lehnt den Gesetzentwurf letztlich ab, weil die Koalition einen sachfremden Änderungsantrag zur Heizungs-65-Prozent-Regel angehängt hat.
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr verehrte Kollegen! Wenn ein Toaster mittlerweile einen Lebenslauf braucht, einen Nachhaltigkeitsnachweis oder tatsächlich eine Exitstrategie, dann reden wir über Ökodesign. Ökodesign klingt technisch, ist aber auch ein Eingriff in fast die gesamte Produktionsbandbreite von Betrieben. Betroffen sind längst nicht nur Kühlschränke und Waschmaschinen, sondern auch Stahl, Aluminium, Textilien, Möbel, Reifen, Matratzen, Elektronik. Damit Sie mal …
Die Rednerin warnt vor den bürokratischen und wirtschaftlichen Belastungen für den Mittelstand durch die Ökodesign-Richtlinie und betont, dass Nachhaltigkeit durch Innovation und Wettbewerb statt durch Überregulierung erreicht werden sollte.
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Das ganze Land ist sich einig: Deutschland braucht endlich ein Ende der völlig überbordenden Bürokratie. Und was macht diese Bundesregierung? Sie haben vor der Wahl laut herumposaunt, dass Sie den deutschen Bürokratiedschungel, der unsere Wirtschaft verschlingt, abbauen wollen. Doch statt endlich mit dem Bulldozer die Bürokratie zu planieren, schaffen Sie mit …
Der Redner kritisiert das Gesetz als Symbol für einen überbordenden Bürokratismus und staatlichen Dirigismus, der die Wirtschaft schädige. Er fordert stattdessen eine Rückkehr zur freien Marktwirtschaft, die er als Garant für Wohlstand, Fortschritt und ökologische Nachhaltigkeit betrachtet.
Herr Präsident! Liebe Bundesregierung! Egal wie sehr Sie versuchen, die 65-Prozent-Regel für erneuerbares Heizen zu verhindern: Sie gilt seit Januar 2024 in Neubaugebieten und bleibt ein verdammt gutes Instrument für den Klimaschutz im Gebäudesektor. Was passiert hier eigentlich? Eine Änderung des Inkrafttretens der 65-Prozent-Regel in großen Kommunen wird mal eben spontan an einen Gesetzentwurf zum Ökodesign drangehängt. So soll verhindert …
Dr. Alaa Alhamwi kritisiert die Bundesregierung scharf für das Vorgehen, die 65-Prozent-Regel für erneuerbares Heizen durch einen parlamentarischen Trick an das Ökodesign-Gesetz anzuhängen. Er fordert den Stopp des aus seiner Sicht unzureichenden Gebäudemodernisierungsgesetzes und wirft der Regierung organisatorisches und inhaltliches Chaos vor.