Extremes Szenario zur Erderwärmung laut Forschern des IPCC weggefallen - Konsequenzen für die Klimapolitik der Bundesregierung
Zusatzpunkt 1 · 21/79 · 20. Mai 2026
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Liebe Landsleute! Weltweit geht Schritt für Schritt – nicht sofort und gänzlich, aber stetig und mit zunehmendem Tempo – der größte Betrug, der jemals an der Menschheit begangen wurde, zu Ende. Die großen Industrienationen verabschieden sich nach und nach von der irrsinnigen Selbstzerstörung ihrer Wirtschaft. Andere, beispielsweise China, haben sich noch nie vom sogenannten …
Der Redner bezeichnet die Klimapolitik als Betrug und sieht im Wegfall des Emissionsszenarios RCP 8.5 durch den IPCC den Beweis für eine jahrelange Panikmache zum wirtschaftlichen Schaden Deutschlands. Er fordert eine völlige Kehrtwende in der Klimapolitik und lehnt langfristige Klimavorhersagen ab.
Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Philosoph Karl Popper sagte einmal – ich zitiere –: In der Wissenschaft geht es nicht darum, recht zu haben, sondern darum, herauszufinden, was wahr ist. Deshalb ist es gängige Praxis, dass führende Klimaforscher regelmäßig ihre Berechnungen und Klimaszenarien aktualisieren. Dass die Klimaforscher nun das Extremszenario mit dem …
Der Redner begrüßt die Streichung des Extremszenarios RCP 8.5 durch Klimaforscher als Erfolg der bisherigen internationalen Klimapolitik. Er warnt jedoch davor, die Anstrengungen zum Klimaschutz einzustellen, da auch eine weniger extreme Erderwärmung massive Anpassungskosten und Schäden verursache.
Deshalb müssen wir auch in weltpolitisch und wirtschaftlich schwierigen Zeiten am Klimaschutz festhalten. Die Tatsache, dass die Entscheidung der USA, aus dem Pariser Abkommen auszusteigen, keine Nachahmer gefunden hat, stimmt mich persönlich optimistisch und sollte Ihnen zu denken geben. Voraussetzung für einen erfolgreichen Klimaschutz sind für uns Technologieoffenheit, die Entwicklung von Klimainnovationen und der Schutz unseres Industriestandorts. Gerade beim letzten …
Der Redner betont, dass Klimaschutz auch in schwierigen Zeiten fortgeführt werden muss, dabei aber technologieoffen und unter Schutz des Industriestandorts erfolgen soll. Er fordert Flexibilität im EU-Emissionshandel und eine Stabilisierung der CO2-Preise, um die Wirtschaft und Bürger nicht zu überlasten.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Stellen Sie sich einen schwerkranken Patienten im Krankenhaus vor. Die Ärzte beginnen sofort mit einer intensiven Behandlung. Der Patient ist zwar immer noch ernsthaft krank, aber die Behandlung schlägt an und die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient stirbt, sinkt. Genau in diesem Moment kommt jemand herein und sagt: Na also, war doch alles …
Julia Schneider vergleicht die Klimapolitik mit der Behandlung eines schwerkranken Patienten und kritisiert die AfD dafür, angesichts veränderter Prognosen des Weltklimarates die Wissenschaft diskreditieren und die Klimapolitik infrage stellen zu wollen.
Frau von Storch, der Redner oder die Rednerin hat das Recht, es selber zu entscheiden, ohne dass Sie es kommentieren müssen. Sie dürfen sich aber gerne Redezeit geben lassen; dann müssen Sie hier nicht dauernd so unangenehm dazwischenplärren, dass man fast nichts versteht. Lassen Sie sich einfach Redezeit geben! Sie haben ja drei Redeslots eingebaut. – Genau, das habe ich …
Also, kommen wir zurück in die Aktuelle Stunde. Wie gesagt, die AfD möchte den Weltklimarat diskreditieren. Im Umweltausschuss waren gerade eben eine Vertreterin und ein Vertreter des IPCC zu Gast und haben uns berichtet, wie der Weltklimarat arbeitet und dass dies als Goldstandard der Wissenschaft gilt. Den Weltklimarat zu diskreditieren, das passt ganz genau in das rechte Drehbuch, mit dem …
Die Rednerin wertet das entfallene Worst-Case-Szenario des IPCC als Erfolg globaler Klimapolitik und technologischer Innovation. Sie fordert, diesen Rückenwind für eine ambitionierte Klimapolitik der Ampelregierung zu nutzen, warnt vor den hohen Folgekosten ungebremsten Klimawandels und weist Vorwürfe der AfD konfrontativ zurück.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! In den letzten Wochen kursierte im Internet die Behauptung, der Weltklimarat, IPCC, hätte Entwarnung gegeben, die Klimakrise sei abgesagt. Die Leugner des menschengemachten Klimawandels von der AfD haben diese Behauptung gleich zum Anlass genommen, dass wir hier im Bundestag eine Stunde über diese Behauptung debattieren. Das Ding ist nur: Diese Behauptung stimmt …
Blankenburg weist die Behauptung, der IPCC habe Entwarnung zur Klimakrise gegeben, als falsch zurück und verweist auf weiterhin mögliche 3,5 Grad Erwärmung. Er argumentiert, dass Klimaschutz und Energiewende notwendig seien, um Deutschlands fossile Abhängigkeit und damit die Verwundbarkeit durch geopolitische Konflikte zu beenden.
Liebe Frau Präsidentin, die AfD war heute schon so laut und hat auch schon so viel Blödsinn erzählt, dass ich ehrlicherweise finde, sie haben schon genug geredet. Von daher lehne ich diese Zwischenfrage ab. Ich möchte viel lieber zu den guten Nachrichten kommen. Die gute Nachricht – wenn man in dieser ganzen Frage eine gute Nachricht finden kann – ist, …
Blankenburg argumentiert, dass das unwahrscheinlicher gewordene Worst-Case-Szenario der Erderwärmung ein Erfolg gemeinsamer Dekarbonisierungsbemühungen ist und kein Grund zur Aufgabe des Klimaschutzes darstellt. Er verteidigt die Förderung grüner Technologien als Beitrag zur Resilienz und ecological sustainability.
Frau Präsidentin! Wissenschaft und Bildung sind bei vielen, insbesondere der Springer-Presse, nicht beliebt. Fakten sind oft unangenehm. Da habe ich fast sogar Mitgefühl mit den Rückwärtsgewandten hier im Plenum. Wer anerkennt, dass es echte Probleme gibt, müsste sich dem auch widmen, auf Klimafakten angemessen reagieren, auch auf unangenehme. Leichter ist es, die Botin zu ermorden, als die Botschaft anzuerkennen. Klimaleugnung …
Der Redner argumentiert, dass der Wegfall des extremsten 5-Grad-Klimaszenarios keine Entwarnung für die Klimapolitik bedeutet, da eine 3-Grad-Erwärmung weiterhin katastrophale Folgen hätte. Er kritisiert Klimaleugnung als finanziell motivierte Hetzkampagne und fordert radikalen, sozialen Klimaschutz, den er letztlich durch die Überwindung des Kapitalismus bedingt sieht.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Gäste! Wie verändert sich unsere Umwelt, wie verändert sich unser Klima, was sagen aktuelle Prognosen, und was sind mögliche Szenarien? Diese Fragen beschäftigen den Weltklimarat und die Bundesregierung, aber auch uns heute in dieser Aktuellen Stunde. In den letzten Tagen ist eine wissenschaftliche Meldung durch die Medien gegangen. Bestimmte Kreise …
Anna Aeikens erläutert, dass der Wegfall des extremen IPCC-Klimaszenarios RCP 8.5 auf den erfolgreichen Umbau hin zu erneuerbaren Energien zurückzuführen ist. Sie wendet sich gegen den Schluss, Klimapolitik sei nun überflüssig, und betont, dass die wissenschaftliche Korrektur ein Beleg für die Wirksamkeit von Klimaschutzmaßnahmen sei.
Nein, herzlichen Dank. – Sie haben ja noch zehn Minuten Redezeit; da können Sie bestimmt all das äußern, was Sie äußern möchten. Die Welt ist heute eine andere als vor 20 Jahren. Das Investieren in erneuerbare Energien, aber auch Effizienzgestaltung und Technologieoffenheit bewirkt diesen Fortschritt, und das bewirkt auch, den richtigen Weg zu finden und zu beschreiten. Das ist, wie …
Anna Aeikens betont, dass der Wegfall extremer IPCC-Szenarien kein Freifahrtschein sei, sondern die Notwendigkeit ehrlicher, sachlicher Klimakommunikation und einer Klimapolitik zeige, die alle mitnimmt. Sie fordert globales und gemeinsames Handeln, um eine Erderwärmung deutlich unter den bisherigen Prognosen zu halten.
Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren! Der Weltuntergang steht vor der Tür, der Klimakollaps steht unmittelbar bevor: Das wird den Menschen seit Jahren eingeredet. Die Temperatur werde bis Ende des Jahrhunderts weltweit um über 5 Grad ansteigen, so die Auftragsforschung und die Mainstream-Medien im Gleichlaut. Professor Dr. Latif, damals an einem Max-Planck-Institut, sagte im Jahr 2000: „Winter mit starkem …
Der Redner argumentiert, dass die Klimapolitik der Bundesregierung auf einem inzwischen als unplausibel geltenden Extremszenario (RCP 8.5) basiere und durch Panikmache gerechtfertigt worden sei. Er fordert folglich die Abschaffung von Klimagesetzen, den Ausstieg aus der CO2-Bepreisung sowie sinkende Energiepreise.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die AfD zelebriert heute ein weiteres Mal, wie wirklichkeits- und wissenschaftsverleugnend sie aufgestellt ist. Es ist einfach immer wieder ein desaströses Bild, das Sie bei Debatten zum Klimaschutz abgeben. Sie lassen uns in dieser beantragten Aktuellen Stunde auch noch ganz hautnah miterleben, wie widersprüchlich Sie in Ihrer politischen Agenda von Grund auf …
Dr. Nina Scheer wirft der AfD vor, wissenschaftsfeindlich und widersprüchlich zu agieren, da sie nun plötzlich Einzelerkenntnisse des IPCC nutze, dessen Arbeit sie zuvor stets abgelehnt habe. Sie betont, dass politisches Handeln und erneuerbare Energien zu CO2-Minderungen selbst bei Wirtschaftswachstum führen können.
Nein, ich würde gerne fortsetzen. – Das ist jetzt möglich geworden durch den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien. Insofern ist es auch die Aufgabe von Wissenschaft, in dem Moment, wo bestimmte Worst-Case-Szenarien aufgrund von erfolgreicher Klimaschutzpolitik nun nicht mehr eintreten werden, diese Erkenntnisse dann auch einzuflechten in die Datengrundlagen. Natürlich ist das die Aufgabe von Wissenschaft, und genau das hat …
Die Rednerin argumentiert, dass das Wegfallen bestimmter Worst-Case-Szenarien auf den erfolgreichen Ausbau erneuerbarer Energien zurückzufufen sei und eine methodisch korrekte Anpassung der IPCC-Daten an neue Realitäten darstelle. Sie wirft der AfD vor, aus ideologischen Gründen den Klimaschutz und die Eindämmung der Klimakatastrophe blockieren zu wollen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die AfD verdreht die Wahrheiten, verdreht die Tatsachen, ignoriert die Klimawissenschaft. Was ist passiert? Vor zehn Jahren haben Klimawissenschaftler Szenarien vorgelegt. Diese Szenarien haben einen oberen und einen unteren Rand. Der obere Rand hat besagt, dass eine Klimaerwärmung von 4,7 Grad denkbar ist. Das war das obere Szenario. Und jetzt, …
Kellner argumentiert, dass die Absenkung des oberen Klimaszenarios von 4,7 auf 3,5 Grad ein Erfolg der Klimapolitik und der grünen industriellen Revolution sei und wirft der AfD vor, Klimawissenschaft zu ignorieren.
Nein, ich bleibe dabei: Wir bleiben hier in der Debatte; deswegen keine Zwischenfrage. – Es war ein riesiger Erfolg: Solar, Batterien, Wind. Es ist ein riesiger Erfolg, dass die E-Mobilität vorankommt. Das ist der Grund, warum heute das obere Szenario abgesenkt ist. Aber diese gute Nachricht reicht nicht aus; denn wenn wir mal schauen, auf welchem Pfad wir sind: Wir …
Michael Kellner lobt den Erfolg bei Solar-, Wind- und E-Mobilität, warnt aber, dass die aktuellen Pfade nicht ausreichen, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Er kritisiert die SPD und Union scharf dafür, die nationalen Klimaziele zu gefährden, insbesondere durch ein unzureichend geprüftes Heizungsgesetz, das die Klimalücke vergrößere.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist heute schon öfter angesprochen worden: Ich finde diese Aktuelle Stunde auf Antrag der AfD ziemlich irritierend. Immer wieder haben Sie die Berichte vom IPCC geleugnet; immer wieder haben Sie die Ergebnisse verhetzt. Jetzt kommt eine Aktualisierung, und die nehmen Sie zum Vorwand, um Ihre krude Klimapolitik zu erklären. Das, was hier passiert …
Moser kritisiert die AfD für deren Haltung zum IPCC-Bericht und betont, dass die Korrektur des Extremszenarios RCP 8.5 ein Zeichen redlicher Wissenschaft und der Erfolg bisheriger Klimapolitik sei.
Ich glaube, der nächste Redner ist der Herr Dr. Kraft. Der kann sich ja in seiner Rede an mir abarbeiten, dann müssen wir diese sinnfreie Aktuelle Stunde nicht verlängern. Deswegen: Nein, danke. Sie haben gesagt, Sie wollen die 180-Grad-Wende in der Klimapolitik. Das heißt, Sie wollen eine Umkehr. Sie wollen zurück. Ich frage mich, ob wir die Volkswirtschaft ruinieren oder …
Moser wendet sich gegen eine Kehrtwende in der Klimapolitik, wie sie von der AfD gefordert wird. Er argumentiert, dass Deutschland angesichts internationaler Klimaschutzbemühungen und einer sich transformierenden Wirtschaft mit 3,4 Millionen Greentech-Arbeitsplätzen einen Rückzug nicht verkraften könne, da dies die Volkswirtschaft ruinieren würde.
Sehr geehrte Präsidentin! Werte Kollegen! Sehr geehrter Herr Minister! In Deutschland ging im letzten Jahr die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 0,3 Prozent zurück, in der EU stieg sie um 0,6 Prozent. 120 000 Arbeitsplätze und Schicksale vernichtet: Das ist die Realität der sogenannten deutschen Klimapolitik. Trotzdem feiern Sie sich für Transformation, Dekarbonisierung und Klimaneutralität. Sie nennen es Fortschritt, für …
Der Redner kritisiert die deutsche Klimapolitik als wirtschaftlich und sozial schädlich sowie wissenschaftlich überzogen. Er argumentiert, der Rückgang des extremen IPCC-Szenarios entlarve die Politik als auf Panikmache basierenden Raubzug, der Arbeitsplätze vernichte und der Industrie schade.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Als letzter Redner wollte ich jetzt eigentlich über andere Dinge sprechen, über Schnecken und Mücken. Aber ich glaube, es ist doch noch mal ganz wichtig, am Ende die Dinge zu wiederholen, die die große Mehrheit dieses Parlaments hier vertritt. Es geht um das Hochrisikoszenario RCP 8.5 und was …
Sascha van Beek verteidigt die wissenschaftliche Integrität des IPCC und erläutert, dass das Szenario RCP 8.5 ein legitimes Hochrisikoszenario der seriösen Forschung sei. Er argumentiert, dass die aktuell geringere Wahrscheinlichkeit dieses Worst-Case-Szenarios auf den Erfolg weltweiter Klimapolitik und technologische Entwicklungen zurückzuführen sei.
nein, danke – wird unwahrscheinlicher, weil Handeln Wirkung zeigt. Das widerlegt nicht Klimaforschung, das bestätigt sie. Und genau deswegen ist es auch richtig. Und genau diese Form der Wissenschaftsskepsis, die Sie hier vorbringen, wird gefährlich, wenn sie politische Entscheidungen bestimmt. Jetzt komme ich zu dem Schwerpunkt, den ich bediene: die Gesundheitswissenschaften, die Medizin. Sie liefern harte Fakten. Und ja, wir …
Der Redner argumentiert, dass der Klimawandel messbare gesundheitliche Folgen hat, und fordert eine sachliche Debatte über Klimapolitik als Vorsorgepolitik statt Wissenschaftsskepsis.