Paralleljustiz bekämpfen - Bundesweites Lagebild schaffen
Tagesordnungspunkt 4 · 21/79 · 20. Mai 2026
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn wir heute über Paralleljustiz sprechen, dann reden wir nicht über irgendein Randphänomen. Wir reden über einen Frontalangriff auf unseren Rechtsstaat. Wir reden über Strukturen, in denen nicht deutsches Recht gelten soll, sondern Clanregeln, Einschüchterung und Angst. Und wir reden über Menschen in unserem Land, die erleben, dass plötzlich nicht mehr der Staat …
Der Redner warnt vor Paralleljustiz als Frontalangriff auf den Rechtsstaat und kritisiert das Fehlen eines systematischen bundesweiten Lagebildes. Er fordert eine klare Haltung gegen rechtsfreie Räume, um Opfer zu schützen und das Vertrauen in die Durchsetzung des Rechts zu bewahren.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das staatliche Gewaltmonopol besagt, dass ausschließlich der Staat das Recht und die Macht hat, die Einhaltung der Gesetze zu überwachen und durchzusetzen. Besonders deutlich wird dies im Strafrecht, wenn es darum geht, Verstöße gegen die Rechtsordnung zu verfolgen und zu ahnden. Die …
Axel Müller lehnt den AfD-Antrag zur Erstellung eines bundesweiten Lagebilds zur Paralleljustiz ab, da er das Phänomen als regional begrenzt und empirisch kaum erfassbar einstuft. Er kritisiert den Antrag als Symbolpolitik und weist auf organisatorische Hürden sowie inhaltliche Widersprüche der AfD zu früheren eigenen Gesetzesvorschlägen hin.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher auf den Tribünen! Natürlich ist Paralleljustiz nicht zu tolerieren, wenn sie unserer Rechtsordnung widerspricht, egal ob durch die Hells Angels, eine fundamentalistische christliche Sekte oder islamische Scharia-Gerichte. Richtig ist auch, dass in bestimmten Kontexten außerstaatliche Streitbeilegung in Übereinstimmung mit unserer Rechtsordnung erfolgen kann, etwa durch Entscheidungen …
Die Rednerin argumentiert, dass Paralleljustiz bekämpft werden muss, wirft der AfD aber vor, ein Lagebild primär für ausländerfeindliche Narrative zu nutzen. Sie untermauert dies, indem sie Verfahren und Verhaltensweisen von AfD-Politikern anführt, die ihrer Aussage nach Rechtsstaatlichkeit und Gerichte missachteten.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! „Anscheinerweckungsantrag“ ist das Wort. Wenn Sie bisher noch nicht wussten, was das ist: Nach diesem Antrag wissen Sie es. In diesem Antrag geht es selbstverständlich nicht darum, sachlich und fundiert das Phänomen von Paralleljustiz anzugehen. Die erste Fehlbehauptung, die erste Täuschung ist, dass Sie den Anschein erwecken, es gäbe in ganz Deutschland dieses fundamentale …
Der Redner wirft der AfD vor, mit dem Antrag zur Bekämpfung von Paralleljustiz faktisch eine Stimmungsmache gegen Migranten und Muslime zu betreiben. Er argumentiert, dass die AfD den Rechtsstaat lediglich instrumentalisere, um ihn bei Nichtgefallen zu diskreditieren, und somit selbst eine Gefahr für das Rechtssystem darstelle.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die AfD will heute über Paralleljustiz reden, über Friedensrichter, Clans, Zeugendruck, informelle Machtstrukturen – ausgerechnet die AfD. Das ist ungefähr so, als würde ein brennender Müllcontainer eine Brandschutzübung leiten wollen. Denn bei der AfD ist der Rechtsstaat immer nur dann heilig, wenn er gegen andere eingesetzt werden kann. Stephan Brandner nutzte das …
Der Redner wirft der AfD vor, das Thema Paralleljustiz heuchlerisch zu instrumentalisieren, während die Partei selbst von Strafbefehlen und Verurteilungen gegen eigene Mandatsträger betroffen sei. Er fordert, dass die AfD bei der Forderung nach einem Lagebild bei sich selbst anfangen solle.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Der Kollege Lensing sagte zuvor in seiner Rede: „Wer in Deutschland lebt, der lebt unter deutschem Recht.“ Wie wahnwitzig ist diese Aussage von einem Mitglied einer Partei, die in Teilen verfassungswidrig und rechtswidrig ist! Welch ein großer Hohn ist es im Übrigen, hier Richter regelmäßig als Gesinnungsrichter oder korrupte Richter zu …
Die Rednerin lehnt ein Lagebild zur Bekämpfung von Paralleljustiz ab und fordert stattdessen einen entschiedenen Kampf gegen die Organisierte Kriminalität. Sie argumentiert, dass der Aktionsplan der Bundesregierung mit Fokus auf Vermögensabschöpfung und Behördenstärkung die geeigneteren Mittel seien.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Herr Lindh, nachdem Sie viele Minuten Ihrer Redezeit nicht zum eigentlichen Thema gesprochen haben, wieder zurück zu unserem Antrag. Sie haben richtigerweise festgestellt, dass eine multikulturelle Gesellschaft auch eine kriminelle Gesellschaft ist, und wir werden den Linksstaat, den Sie hier in den letzten Jahren umgebaut haben, wieder zu einem Rechtsstaat machen. Der Grünenpolitiker Cohn-Bendit …
Der Redner argumentiert, dass eine multikulturelle Gesellschaft eine Zunahme von Kriminalität und Paralleljustiz begünstige. Er fordert die Regierung auf, die Folgen für Polizei und Justiz anzuerkennen und den Staat wieder zu einem Rechtsstaat umzubauen.
Ich erlaube keine Zwischenfrage. Sogenannte islamische Friedensrichter, Familienräte oder clanbasierte Schlichtungsmechanismen: Es gibt bestimmte Muster der Paralleljustiz, die mit bestimmten migrantischen Gruppen in Verbindung stehen. Wer das nicht wahrhaben und ansprechen will, der stellt den Glauben an Vielfalt über das Gewaltmonopol des Staates und die Sicherheit unserer Bevölkerung. Dieser Staat muss sich an die Realitäten anpassen, die uns die Verfechter …
Drößler fordert ein bundesweites Lagebild zur Paralleljustiz, da bestimmte migrantische Gruppen staatliche Schlichtungsmechanismen unterlaufen würden. Er argumentiert, dass die staatliche Ordnung und das Gewaltmonopol durch diese importierten Systeme bedroht seien.
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich habe mich auf diese Rede vorbereitet und den Antrag zum Thema „bundesweites Lagebild“ studiert, aber sowohl Herr Lensing als auch Herr Drößler haben zum bundesweiten Lagebild gar nichts gesagt. Es ist erstaunlich, dass Sie Ihren eigenen Antrag gar nicht verteidigen. Sie reden zwar viel über Paralleljustiz, aber wir sind ja eigentlich hier, …
Moser kritisiert, dass die Antragsteller den eigenen Antrag nicht substantiell verteidigen, und argumentiert pragmatisch, dass ein bundesweites Lagebild zur Erfassung von Paralleljustiz aufgrund der lokalen Begrenzung und Intransparenz des Phänomens untauglich sei. Stattdessen plädiert er für den Ansatz beim Geld, insbesondere durch Verschärfung der Geldwäschebekämpfung.