Zwingende Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats ausbauen
Tagesordnungspunkt 25a · 21/78 · 8. Mai 2026
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben! Hier im Bundestag reden wir oft über Demokratie. Aber für Millionen von Menschen endet sie genau dort, wo ihr Alltag beginnt, nämlich am Arbeitsplatz. Beschäftigte werden nicht gefragt und müssen viele Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg ertragen. Ein Grund dafür ist, dass nur 7 Prozent …
Der Redner kritisiert die geringe Verbreitung von Betriebsräten als demokratisches Defizit am Arbeitsplatz und fordert eine Ausweitung zwingender Mitbestimmungsrechte. Dabei solidarisiert er sich mit aktuell von Schließung bedrohten Belegschaften und polemisiert gegen die Bundesregierung sowie die Opposition.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn man die Überschriften der Anträge der Linken liest, dann könnte man meinen: Hier geht es um mehr Mitbestimmung, mehr Beteiligung und mehr Schutz für Beschäftigte. Aber wenn man Ihrer vorherigen Rede zugehört hat, merkt man: Darum geht es eigentlich gar nicht. Hier geht es nicht um …
Aumer lehnt die Ausweitung zwingender Mitbestimmungsrechte durch Die Linke als Eingriff in die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit von Betrieben ab. Er argumentiert, dass Deutschlands bestehende Mitbestimmung weltweit führend sei und betont, dass im internationalen Wettbewerb der Standort und die Arbeitsplätze nur durch die bestehende soziale Marktwirtschaft gesichert werden könnten.
Vielen Dank, Herr Kollege Aumer, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Ich verstehe, dass die CDU/CSU einen weiten Weg hat, um sich allen unseren Anträgen anzuschließen; das ist mir völlig klar. Sie haben jetzt aber die ganze Zeit betriebliche Mitbestimmung gegen Arbeitsplätze gestellt. Deswegen will ich Sie fragen: Ist Ihnen bekannt, dass sehr viele Untersuchungen zeigen, dass betriebliche Mitbestimmung für …
Der Redner hinterfragt die von der CDU/CSU suggerierte Gegensätzlichkeit von Mitbestimmung und Arbeitsplatzerhalt und verweist auf Studien, die eine positive Korrelation nahelegen. Er fordert die Union auf, die Gründung von Betriebsräten in allen Betrieben zu unterstützen, um weiße Flecken abzubauen.
Herr Kollege Meiser, hätten Sie das mal in einem Antrag mit eingebracht statt der ganzen Ideologie. Wenn Sie sich die Rede Ihres Kollegen angehört haben, dann haben Sie gemerkt, dass das ja genau das Gegenteil von dem ist, was er gesagt hat. Und wenn man Ihre Anträge liest, stellt man fest, dass „mehr Demokratie in den Betrieben“ am Ende bedeutet: …
Aumer lehnt die Anträge der Gegenseite ab, da er in der Ausweitung der Mitbestimmung eine Aushöhlung unternehmerischer Entscheidungen sieht, die wirtschaftlich nicht funktionsfähig sei.
Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Zunächst möchte ich mal vorausschicken, dass die AfD als die Arbeiterpartei selbstverständlich für betriebliche Mitbestimmung steht – alles mit Maß und Ziel. – Da brauchen Sie nicht zu lachen. Was aber Die Linke hier vorlegt, ist nichts anderes als ein Fahrplan zur politischen Besetzung der Betriebe. Sie wollen in Produktionsentscheidungen hineinregieren, in Investitionen, in …
Hans-Jürgen Goßner lehnt den Gesetzentwurf der Linken zur Ausweitung der Mitbestimmungsrechte scharf ab. Er argumentiert, dass die Vorschläge zu einer politischen Besetzung von Betrieben, zur Blockade von Investitionen und letztlich zum Verlust von Arbeitsplätzen führen würden.
Aber Sie wollen noch nachhelfen: Sie wollen Betriebe lähmen, Arbeitgeber kriminalisieren und Arbeitnehmer am Ende um genau jene Arbeitsplätze bringen, die Sie angeblich schützen. Im Übrigen: Eine Partei, die aus der SED hervorgegangen ist, eine Erbin der Mauermörderpartei, sollte diesem Land keine Vorträge über Demokratie halten. Sie gehört mit solchen Anträgen nicht in ein bundesdeutsches Parlament; sie gehört nach Karlsruhe, …
Der Redner lehnt die Ausweitung der Mitbestimmungsrechte ab und argumentiert, dies würde Betriebe lähmen und Arbeitsplätze gefährden. Zudem greift er die Antragstellerpartei historisch-politisch als SED-Nachfolgepartei an und fordert die Einziehung von SED-Vermögen.
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Der Kollege hat die Frage ja leider nicht zugelassen. Ich will aber trotzdem feststellen, dass das Thema dieser Debatte „Betriebliche Mitbestimmungsrechte“ heißt. Der Kollege hat fast ausschließlich über die Wirtschaft gesprochen. Offensichtlich ist ihm der Unterschied zwischen wirtschaftlichem Handeln und betrieblicher Mitbestimmung nicht so bewusst. – Erste Feststellung. Wenn die AfD so viel von Mitbestimmung …
Die Rednerin wirft der AfD vor, betriebliche Mitbestimmung faktisch ablehnen zu wollen, und weist auf Diskrepanzen zwischen deren Behauptungen und dem Grundsatzprogramm hin.
Frau Kollegin, vielen Dank für die Kurzintervention. – Also, ich muss zunächst mal feststellen – Sie haben ja auch vieles festgestellt –: Sie haben mir offensichtlich nicht richtig zugehört. Tut mir leid für Sie. Sie können es ja noch mal nachlesen. Zu Ihrer Aussage, die AfD wolle Betriebsräte und Gewerkschaften zerschlagen oder lehne sie ab: Das ist wirklich hanebüchener Blödsinn. …
Hans-Jürgen Goßner weist den Vorwurf zurück, die AfD wolle Betriebsräte und Gewerkschaften zerschlagen, und betont stattdessen die Befürwortung eines gewerkschaftlichen Pluralismus. Er wirft der Gegenseite vor, eine Einheitsgewerkschaft zementieren zu wollen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Abgeordnete! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Nein, Herr Goßner, Sie sind nicht die Partei der Arbeit und auch nicht die Partei der Arbeiter. In Festtagsreden mögen Sie das ja behaupten. Aber am 2. Mai – das wissen wir genau – rücken Sie zum Angriff auf die Gewerkschaften und die Mitbestimmung aus. Sie sind nicht die Partei der …
Jan Dieren verteidigt die Mitbestimmung gegen Kritik und fordert ihre Ausweitung auf zukünftige Themen wie Digitalisierung und Transformation. Anhand des Beispiels Bosch argumentiert er, dass Betriebsräte und Gewerkschaften den Wandel erfolgreich im Sinne der Beschäftigten und Regionen gestalten und langfristig auch den Unternehmen nützen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der eigene Arbeitsplatz ist nicht nur eine Möglichkeit, Lohn zu verdienen. Der eigene Arbeitsplatz ist ein sozialer Ort: wenn es gut läuft, ein Ort der Teilhabe, der Selbstwirksamkeit und des Respekts, doch wenn es schlecht läuft, ein Ort der Vereinzelung und der Ohnmacht. Und ob es gut oder schlecht läuft, entscheidet sich …
Lang argumentiert für die Ausweitung zwingender Mitbestimmungsrechte bei Transformationen und ein Direktanstellungsgebot in Branchen mit hohem Missbrauchsrisiko. Im weiteren Verlauf weicht sie vom Thema ab und übt scharfe Kritik an Union-Spitzenpolitiker Friedrich Merz, dem sie mangelnde Empathie und Führungskompetenz vorwirft.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich freue mich richtig, mich heute mal wieder mit Arbeitsrecht beschäftigen zu dürfen. Ich war zehn Jahre Arbeitsrichter, und ich weiß deshalb sehr gut um die Bedeutung und den Wert betrieblicher Mitbestimmung. Die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Betrieb garantiert Teilhabe, schützt Rechte, sucht den …
Dr. Martin Plum kritisiert die Anträge der Fraktion Die Linke zur Ausweitung zwingender Mitbestimmungsrechte, da diese die Ausgewogenheit des Betriebsverfassungsgesetzes zerstörten und unternehmerische Entscheidungsfreiheit sowie die soziale Marktwirtschaft missachteten. Er argumentiert, dass die Vorschläge zu Fremdbestimmung, übermäßiger Bürokratie und unnötigen staatlichen Eingriffen führen würden, weshalb CDU und CSU die Anträge ablehnen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Liebe Bürger! Die Partei, die sich „Die Linke“ nennt und in Wahrheit SED-Nachfolgepartei ist, will den Beschäftigten angeblich helfen. Ihr Ziel scheint es aber zu sein, den deutschen Mittelstand mit einem Wust von wirren sozialistischen Anträgen endgültig zu zerstören. „Demokratisierung der Gesellschaft“ nennen Sie das. Ich nenne es Stalinisierung unserer Wirtschaft, meine …
Der Redner lehnt die Anträge zur Ausweitung der Mitbestimmungsrechte ab und argumentiert, diese würden den Mittelstand durch Bürokratie und Kosten belasten sowie Arbeitsplätze gefährden. Er befürwortet stattdessen die Beibehaltung des bewährten Betriebsverfassungsgesetzes und freie unternehmerische Entscheidungen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der 1. Mai steht für den Kampf um Rechte, die heute für viele selbstverständlich erscheinen, für faire Löhne, gute Arbeitsbedingungen und echte Mitbestimmung. Doch diese Rechte sind nicht vom Himmel gefallen. Sie wurden von Gewerkschaften und Arbeitnehmenden hart erkämpft. Deshalb gilt heute mehr denn je: Diese Errungenschaften müssen wir jeden Tag aufs …
Die Rednerin betont, dass Mitbestimmungsrechte angesichts von Digitalisierung und KI gestärkt werden müssen. Betriebsräte seien zentral, um Veränderungen in der Arbeitswelt mitzugestalten und bessere Arbeitsbedingungen zu sichern.
Nein, danke schön. – Doch unsere Demokratie steht zunehmend unter Druck. Noch immer haben zu viele Beschäftigte keinen Zugang zu betrieblicher Mitbestimmung. Noch immer erleben viele Menschen ihren Arbeitsplatz als einen Ort, an dem Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg getroffen werden. Und dort, wo Betriebsräte bestehen, stoßen sie immer wieder auf Widerstände, etwa durch die Behinderung schon bei ihrer Gründung, …
Die Rednerin argumentiert, dass die betriebliche Mitbestimmung ausgebaut werden muss, da viele Beschäftigte keinen Zugang dazu haben und bestehende Gremien oft behindert würden. Sie bezeichnet Mitbestimmung als essenziell für die Stabilität der Demokratie, da Erfahrungen am Arbeitsplatz das Vertrauen in demokratische Prozesse insgesamt prägten.
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Sehr geehrte Frau Rump, ich frage mich, ob Sie bei Ihrer Betrachtung der sicheren Arbeitsplätze, von denen Sie sprechen, und des Mitbestimmungsrechts der Arbeitnehmervertretungen auch daran gedacht haben, dass die Grundvoraussetzung dafür erst mal geschaffen werden muss: dass es einen Menschen gibt, der das Risiko trägt, mit einer Idee und viel Risikobereitschaft ein Unternehmen zu …
Der Redner argumentiert, dass vor der Diskussion über Mitbestimmungsrechte die Existenz von Unternehmern gesehen werden muss, die durch Risikobereitschaft Arbeitsplätze schaffen und als Steuerzahler die staatliche Verwaltung erst ermöglichen.
Ihre Intervention zeigt, dass Sie davon ausgehen, dass Unternehmerinnen und Unternehmer auf der einen Seite stehen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der anderen. Das ist nicht unser Verständnis von der wirtschaftlichen Stärke in unserem Land. Nur wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gemeinsam mit Unternehmern agieren, wenn beides zusammen funktioniert, nur dann gelingt wirtschaftliche Stärke. Unternehmen sind nur dann stark, wenn sie …
Die Rednerin widerspricht der Vorstellung eines grundsätzlichen Gegensatzes zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern und betont, dass wirtschaftliche Stärke nur durch das Zusammenwirken beider Gruppen entstehe. Sie begründet damit die Notwendigkeit starker Betriebsräte und Mitbestimmung als Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.