Eckpfeiler einer wirksamen und strategischen Kabeldiplomatie
Tagesordnungspunkt 3 · 21/76 · 6. Mai 2026
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Über 90 Prozent des globalen Internetverkehrs laufen über Unterseekabel. Mehr als 150 Kabel verbinden Europa mit Asien, Afrika und Nordamerika. Diese Infrastruktur ist damit zentral für Kommunikation, Wirtschaft und Finanzsysteme und damit natürlich auch für Deutschland. Gleichzeitig nimmt ihre strategische Bedeutung zu. Störungen in Regionen wie dem …
Nicolas Zippelius betont die wachsende strategische Bedeutung von Unterseekabeln für Deutschland und Europa angesichts hybrider Bedrohungen und fordert eine wirksame Kabeldiplomatie durch internationale Kooperation, EU-Maßnahmen und rechtliche Anpassungen.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Wenn deutsche Energieinfrastruktur in der Ostsee in die Luft gesprengt wird, schaut diese Bundesregierung weg. Wenn Unterwasserkabel bedroht sind, entdeckt dieselbe Regierung plötzlich ihre Liebe zur Sicherheit. Genau diese fehlende Konsequenz ist das Problem. Ja, Unterwasserseekabel sind kritische Infrastruktur. Sie tragen den weltweiten Datenverkehr. Sie sind zentral für Zahlungsverkehr, Energieversorgung, Kommunikation und wirtschaftliche Stabilität. …
Der Redner betont die Bedeutung von Unterwasserkabeln als kritische Infrastruktur und wirft der CDU vor, durch ihre Politik Deutschlands Sicherheit und Souveränität geschwächt zu haben. Er fordert stattdessen Stärke durch eigene maritime Fähigkeiten, eine verteidigungsfähige Bundeswehr und bezahlbare Energie.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Wissen Sie, Herr Frohnmaier: Wer wieder Erdgas und Öl aus Russland bestellen will, vertritt hier mit Sicherheit nicht deutsche Interessen. Meine Damen und Herren, weltweit werden stündlich bis zu 14,5 Milliarden E-Mails versendet, rund 720 Millionen Menschen nutzen für ihre tägliche Arbeit Videokonferenzen, während unsere durchschnittliche Onlinezeit …
Nancy Faeser argumentiert für einen besseren multinationalen Schutz der Untersee-Internetkabel als kritische Infrastruktur angesichts hybrider Bedrohungen. Sie betont die enorme wirtschaftliche Bedeutung der digitalen Vernetzung und verweist auf bestehende Initiativen auf EU- und NATO-Ebene, um die staatliche Souveränität zu sichern.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich stimme Ihnen ja zu, liebe Koalition: Die Nord- und Ostsee sind zentral für die Energie- und Datensicherheit Europas. Es braucht den Schutz von Seekabeln. Das erfordert auch – das schreiben Sie auch in einem kurzen Satz in diesem Antrag – die Bekämpfung der russischen Schattenflotte. Dann frage ich mich: Warum haben …
Die Rednerin begrüßt zwar den Antrag der Koalition zum Schutz von Seekabeln als wichtigen Schritt, kritisiert jedoch scharf die mangelnde Umsetzung und das langsame Handeln der Regierung bei hybriden Bedrohungen und internationalen Krisen. Sie fordert mehr diplomatische Initiativen, entschiedenes Vorgehen gegen die russische Schattenflotte sowie eine stärkere Fokussierung auf die humanitären Folgen globaler Konflikte.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die Vorfälle, bei denen Datenkabel beschädigt wurden, haben sich in den letzten Jahren gehäuft – nicht nur in der Ostsee, sondern auch in der Nordsee oder beispielsweise vor Taiwan. Auch Stromkabel unter Wasser sind nicht vor Schäden oder gar vorsätzlicher Sabotage sicher. Dass die Bundesregierung diese Thematik mit dem vorliegenden Antrag adressiert, …
Köstering begrüßt den Antrag der Bundesregierung zum Schutz von Unterwasserkabeln, kritisiert jedoch die darin vorgesehene militärische Bündnispolitik als kurzsichtig. Er fordert stattdessen eine weltweite, diplomatische Übereinkunft zum Schutz ziviler Infrastruktur analog zu den Genfer Konventionen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Gäste! Hybride Kriegsführung bedroht die Sicherheit unserer Unterseekabel. Wir befinden uns zwar nicht im Krieg; aber trotzdem werden immer wieder Kabel beschädigt. Das betrifft sowohl Daten- als auch Stromkabel. Ganz besonders in unserem Fokus ist daher auch die Ostsee vor unserer Haustür. „Aus Versehen“ haben dort verschiedene Schiffe ihre Anker über …
Der Redner thematisiert die Bedrohung kritischer Unterseekabel durch hybride Kriegsführung und nennt konkrete Vorfälle durch russische und chinesische Schiffe. Er fordert internationale Kooperation zum Schutz der Infrastruktur, würdigt den Einsatz der Marine und greift am Ende die AfD wegen ihrer Russlandnähe scharf an.
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir reden heute über Unterwasserkabel – über die Schlagadern unserer digitalen Welt, über Infrastruktur, deren Ausfall nicht nur ein technischer Defekt wäre, sondern eine wirtschaftliche, sicherheitspolitische und auch nachrichtendienstliche Katastrophe. Und was legen Sie uns vor? Einen Antrag, der klingt, als sei er in einem Brüsseler Arbeitskreis für Wohlfühlformulierungen entstanden. Ihr Antrag …
Der Redner kritisiert den Antrag der Regierungskoalition zum Schutz von Unterwasserkabeln als unzureichend und fordert stattdessen konkrete Fähigkeiten zur Abschreckung sowie Counterhacking. Er betont, dass reine internationale Kooperation ohne eigene Handlungsfähigkeit und technologische Souveränität Deutschlands Sicherheit nicht gewährleisten könne.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Keuter, wenn Ihnen der Antrag zu zahm ist, dann sage ich Ihnen das von dieser Stelle, vom Pult aus: Ihre Freunde in Moskau, die bedrohen unsere Unterwasserinfrastruktur. – Da bin ich gerne moralisch sauber und nicht so wie Sie. Dieser Antrag aus der Mitte des Parlaments soll die Bundesregierung dabei unterstützen, …
Der Redner fordert den besseren Schutz der kritischen Unterwasserinfrastruktur durch nationale Anstrengungen, europäische Kooperation und internationale Kabeldiplomatie. Er verweist auf entsprechende militärstrategische Prioritäten der Bundesregierung und EU-Aktionspläne, um Schutzmechanismen und Sanktionen bei Angriffen zu etablieren.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Die Bedeutung von Unterseekabeln für unsere vernetzte Gesellschaft wurde von meinen Vorrednern bereits dargestellt. Als Teil unserer kritischen zivilen Infrastruktur sind diese empfindlichen Verbindungen als Ziel hybrider Kriegsführung besonders schützenswert: durch technische Maßnahmen, aber auch durch eine internationale Ächtung dieser Angriffe. Aus diesem Grund haben wir bei der Jahrestagung der Parlamentarischen Versammlung …
Der Redner betont die Schutzbedürftigkeit von Unterseekabeln als kritischer Infrastruktur vor hybrider Kriegsführung und verweist auf einen von ihm initiierten OSZE-Beschluss, der diese Angriffe völkerrechtlich ächtet. Er plädiert für einen europäischen und multilateralen Ansatz zur Stärkung von Schutz- und Reparaturkapazitäten.
Nein, das machen wir am Ende. Was ist eigentlich neu und so gefährlich an dieser Herausforderung? Hybride Angriffe bleiben oft bewusst unterhalb der klassischen Eskalationsschwelle, sind schwer zuzuordnen und in ihren Folgen auch schwer zu kalkulieren. Aber Sabotage, Cyberangriffe, Manipulation und Desinformation verfolgen oft dasselbe Ziel: Unsicherheit zu erzeugen, Vertrauen zu schwächen, liberale Demokratien zu destabilisieren. Auch deshalb gehört die …
Der Redner betont, dass hybride Angriffe auf Unterseekabeln eine sicherheitspolitische Herausforderung darstellen, die verschiedene Politikbereiche verbindet. Er plädiert für eine koordinierte europäische Herangehensweise und internationale Zusammenarbeit zum Schutz der kritischen Infrastruktur.