Gesetz zur Anpassung des Verpackungsrechts und anderer Rechtsbereiche an die Verordnung (EU) 2025/40

Tagesordnungspunkt 20 · 21/75 · 24. April 2026

AbfallbeauftragtenverordnungAbfallrechtAbfallsammlungAbfallverwertungAnzeige- und ErlaubnisverordnungBioabfallverordnungEinwegkunststofffondsgesetzEinwegkunststoffverbotsverordnung
10
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Beifall
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Meinungen
OM Omid Nouripour Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Ich schließe die Aussprache. Wir kommen zu Tagesordnungspunkt 19a sowie Zusatzpunkt 13. Interfraktionell wird die Überweisung der Vorlagen auf Drucksachen 21/3658 und 21/5492 an die in der Tagesordnung aufgeführten Ausschüsse vorgeschlagen. – Weitere Überweisungsvorschläge sehe ich nicht. Dann verfahren wir dementsprechend. Tagesordnungspunkt 19b. Wir kommen zur Abstimmung über die Beschlussempfehlung des Verkehrsausschusses zu dem Antrag der Fraktion …
Vielen Dank. – Ich schließe die Aussprache. Wir kommen zu Tagesordnungspunkt 19a sowie Zusatzpunkt 13. Interfraktionell wird die Überweisung der Vorlagen auf Drucksachen 21/3658 und 21/5492 an die in der Tagesordnung aufgeführten Ausschüsse vorgeschlagen. – Weitere Überweisungsvorschläge sehe ich nicht. Dann verfahren wir dementsprechend. Tagesordnungspunkt 19b. Wir kommen zur Abstimmung über die Beschlussempfehlung des Verkehrsausschusses zu dem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel „Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz novellieren – Kommunen stärken und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs langfristig absichern“. Der Ausschuss empfiehlt in seiner Beschlussempfehlung auf Drucksache 21/5549, den Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf Drucksache 21/3842 abzulehnen. Wer stimmt für diese Beschlussempfehlung? – Das sind die Unionsfraktion, die AfD-Fraktion, die SPD-Fraktion. Wer stimmt dagegen? – Das sind die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke. Enthaltungen? – Sehe ich nicht. Dann ist die Beschlussempfehlung mit den beschriebenen Mehrheitsverhältnissen angenommen. Wir kommen zurück zu den Tagesordnungspunkten 6a bis 6c. Tagesordnungspunkt 6a. Wir kommen zum von den Schriftführerinnen und Schriftführern ermittelten und übermittelten Protokoll des Ergebnisses der namentlichen Schlussabstimmung – die namentliche Abstimmung war über den Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD: Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Energiesteuergesetzes zur temporären Absenkung der Energiesteuer für Kraftstoffe (2. Energiesteuersenkungsgesetz), Drucksachen 21/5321 und 21/5546 Buchstabe a –: Abgegebene Stimmkarten: 588. Mit Ja haben gestimmt 453, mit Nein haben gestimmt 134 Abgeordnete. Es gab eine Enthaltung. Der Gesetzentwurf ist damit angenommen. Endgültiges Ergebnis Abgegebene Stimmen: 586; davon ja: 451 nein: 134 enthalten: 1 Ja CDU/CSU Knut Abraham Anna Aeikens Stephan Albani Norbert Maria Altenkamp Philipp Amthor Dr. Reza Asghari Tijen Ataoğlu Artur Auernhammer Peter Aumer Dr. Cornell-Anette Babendererde Dorothee Bär Thomas Bareiß Günter Baumgartner Sascha van Beek Melanie Bernstein Peter Beyer Marc Biadacz Steffen Bilger Florian Bilic Leif Erik Bodin Simone Borchardt Caroline Bosbach Frederik Bouffier Michael Brand (Fulda) Dr. Reinhard Brandl Silvia Breher Ralph Brinkhaus Dr. Carsten Brodesser Dr. Marlon Bröhr Benedikt Büdenbender Dr. Yannick Bury Sandra Carstensen Gitta Connemann Wolfgang Dahler Ellen Demuth Alexander Dobrindt Michael Donth Dr. Florian Dorn Dr. Hülya Düber Hansjörg Durz Joachim Ebmeyer Ralph Edelhäußer Lars Ehm Alexander Engelhard Martina Englhardt-Kopf Thomas Erndl Bastian Ernst Hermann Färber Uwe Feiler Christoph Frauenpreiß Thorsten Frei Michael Frieser Wilhelm Gebhard Dr. Thomas Gebhart Dr. Jonas Geissler Fabian Gramling Adrian Grasse Dr. Inge Gräßle David Gregosz Serap Güler Georg Günther Fritz Güntzler Olav Gutting Christian Haase Heiko Hain Jürgen Hardt Matthias Hauer Mark Helfrich Marc Henrichmann Diana Herbstreuth Ansgar Heveling Susanne Hierl Dr. Matthias Hiller Christian Hirte Alexander Hoffmann Philip M. A. Hoffmann Dr. Hendrik Hoppenstedt Franziska Hoppermann Michael Hose Anne Janssen Thomas Jarzombek Alexander Jordan Andreas Jung Nicklas Kappe Anja Karliczek Roderich Kiesewetter Michael Kießling Dr. Georg Kippels Dr. Ottilie Klein Julia Klöckner Axel Knoerig Daniel Kölbl Hans Koller Anne König Markus Koob Dr. Stefan Korbach Carsten Körber Dr. Konrad Körner Gunther Krichbaum Lukas Krieger Dr. Günter Krings Tilman Kuban Ulrich Lange Dr. Silke Launert Jens Lehmann Dr. Andreas Lenz Andrea Lindholz Dr. Carsten Linnemann Patricia Lips Dr. Jan-Marco Luczak Daniela Ludwig Dr. Saskia Ludwig Klaus Mack Andreas Mattfeldt Stephan Mayer (Altötting) Volker Mayer-Lay Dr. Michael Meister Jan Metzler Dr. Mathias Middelberg Christian Moser Axel Müller Florian Müller Sepp Müller Carsten Müller (Braunschweig) Dr. Stefan Nacke Wilfried Oellers Florian Oest Harald Orthey Florian Oßner Josef Oster Dr. Thomas Pauls Dr. Stephan Pilsinger Dr. Christoph Ploß Dr. Martin Plum Jan-Wilhelm Pohlmann Oliver Pöpsel Dr. David Preisendanz Thomas Rachel Kerstin Radomski Alexander Radwan Alois Rainer Pascal Reddig Henning Rehbaum Dr. Markus Reichel Lars Rohwer Johannes Rothenberger Dr. Norbert Röttgen Stefan Rouenhoff Thomas Röwekamp Albert Rupprecht Catarina dos Santos-Wintz Carl-Philipp Sassenrath Dr. Christiane Schenderlein Henri Schmidt Sebastian Schmidt Patrick Schnieder Felix Schreiner Marvin Schulz Detlef Seif Nora Seitz Thomas Silberhorn Björn Simon Tino Sorge Jens Spahn Katrin Staffler Dr. Wolfgang Stefinger Albert Stegemann Sebastian Steineke Christian Freiherr von Stetten Dieter Stier Stephan Stracke Dr. Katja Strauss-Köster Dr. Hendrik Streeck Christina Stumpp Vivian Tauschwitz Roland Theis Dr. Hans Theiss Alexander Throm Astrid Timmermann-Fechter Kerstin Vieregge Dr. Oliver Vogt Johannes Volkmann Christoph de Vries Dr. Johann David Wadephul Siegfried Walch Nina Warken Dr. Anja Weisgerber Dr. Maria-Lena Weiss Kai Whittaker Johannes Wiegelmann Dr. Klaus Wiener Klaus-Peter Willsch Johannes Winkel Elisabeth Winkelmeier-Becker Tobias Winkler Mechthilde Wittmann Mareike Wulf Emmi Zeulner Paul Ziemiak Nicolas Zippelius Vanessa Zobel AfD Alexander Arpaschi Carolin Bachmann Dr. Christina Baum Dr. Bernd Baumann Carsten Becker Marc Bernhard Dr. Christoph Birghan Andreas Bleck Joachim Bloch Dr. Michael Blos René Bochmann Peter Bohnhof Gereon Bollmann Torben Braga Stephan Brandner Erhard Brucker Marcus Bühl Tino Chrupalla Dr. Gottfried Curio Thomas Dietz Christian Douglas Christopher Drößler Tobias Ebenberger Dr. Michael Espendiller Micha Fehre Peter Felser Jan Feser Thomas Fetsch Hauke Finger Markus Frohnmaier Dr. Götz Frömming Rainer Galla Dr. Alexander Gauland Alexis L. Giersch Ronald Gläser Hannes Gnauck Hans-Jürgen Goßner Kay Gottschalk Christoph Grimm Rainer Groß Lars Haise Mirco Hanker Jochen Haug Matthias Helferich Udo Theodor Hemmelgarn Stefan Henze Martin Hess Nicole Hess Olaf Hilmer Karsten Hilse Nicole Höchst Leif-Erik Holm Gerrit Huy Fabian Jacobi Steffen Janich Robin Jünger Dr. Michael Kaufmann Stefan Keuter Rocco Kever Kurt Kleinschmidt Maximilian Kneller Heinrich Koch Enrico Komning Jörn König Thomas Korell Steffen Kotré Dr. Rainer Kraft Dr. Maximilian Krah Manuel Krauthausen Thomas Ladzinski Sascha Lensing Rüdiger Lucassen Sebastian Maack Johann Martel Markus Matzerath Andreas Mayer Danny Meiners Knuth Meyer-Soltau Sergej Minich Reinhard Mixl Stefan Möller Matthias Moosdorf Sebastian Münzenmaier Iris Nieland Jan Ralf Nolte Andreas Paul Denis Pauli Tobias Matthias Peterka Stephan Protschka Kerstin Przygodda Marcel Queckemeyer Dr. Anna Rathert Arne Raue Christian Reck Lukas Rehm Martin Reichardt Matthias Rentzsch Dr. Rainer Rothfuß Angela Rudzka Ruben Rupp Bernd Schattner Raimond Scheirich Volker Scheurell Ulrike Schielke-Ziesing Lars Schieske Carina Schießl Manfred Schiller Julian Schmidt Dr. Paul Schmidt Stefan Schröder Georg Schroeter Bernd Schuhmann Uwe Schulz Dario Seifert Martin Sichert René Springer Thomas Stephan Beatrix von Storch Otto Strauß Tobias Teich Robert Teske Bastian Treuheit Martina Uhr Dr. Alice Weidel Mathias Weiser Claudia Weiss Sven Wendorf Wolfgang Wiehle Dr. Christian Wirth Dr. Alexander Wolf Christian Zaum Dr. Daniel Zerbin Kay-Uwe Ziegler Diana Zimmer Jörg Zirwes Ulrich von Zons SPD Sanae Abdi Adis Ahmetovic Reem Alabali Radovan Daniel Baldy Sören Bartol Bärbel Bas Jens Behrens Daniel Bettermann Jakob Blankenburg Hendrik Bollmann Dr. Lars Castellucci Jürgen Coße Hakan Demir Jan Dieren Esther Dilcher Sabine Dittmar Felix Döring Dr. Wiebke Esdar Saskia Esken Nancy Faeser Dr. Johannes Fechner Sebastian Fiedler Martin Gerster Angelika Glöckner Kerstin Griese Bettina Hagedorn Sebastian Hartmann Hubertus Heil (Peine) Frauke Heiligenstadt Gabriela Heinrich Nadine Heselhaus Heike Heubach Jasmina Hostert Verena Hubertz Frank Junge Oliver Kaczmarek Elisabeth Kaiser Macit Karaahmetoğlu Dr. Franziska Kersten Helmut Kleebank Lars Klingbeil Annika Klose Tim Klüssendorf Anette Kramme Dunja Kreiser Martin Kröber Dr. Karl Lauterbach Esra Limbacher Helge Lindh Bettina Lugk Dr. Tanja Machalet Isabel Mackensen-Geis David Mandrella Holger Mann Parsa Marvi Katja Mast Kathrin Michel Dr. Matthias Miersch Matthias David Mieves Claudia Moll Siemtje Möller Dr. Rolf Mützenich Rasha Nasr Josephine Ortleb Mahmut Özdemir (Duisburg) Aydan Özoğuz Dr. Christos Pantazis Jens Peick Boris Pistorius Sabine Poschmann Martin Rabanus Truels Reichardt Daniel Rinkert Dennis Rohde Sebastian Roloff Dr. Philipp Rottwilm Dr. Thorsten Rudolph Daniela Rump Bernd Rützel Johann Saathoff Johannes Schätzl Dr. Nina Scheer Christoph Schmid Dr. Nils Schmid Uwe Schmidt Dagmar Schmidt (Wetzlar) Carsten Schneider (Erfurt) Olaf Scholz Johannes Schraps Michael Schrodi Svenja Schulze Stefan Schwartze Andreas Schwarz Rita Schwarzelühr-Sutter Dr. Lina Seitzl Svenja Stadler Dr. Ralf Stegner Ruppert Stüwe Michael Thews Markus Töns Anja Troff-Schaffarzyk Derya Türk-Nachbaur Ingo Vogel Marja-Liisa Völlers Dirk Vöpel Dr. Carolin Wagner Maja Wallstein Daniel Walter Carmen Wegge Dirk Wiese Serdar Yüksel Stefan Zierke Armand Zorn Fraktionslos Jan Wenzel Schmidt Nein BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Dr. Alaa Alhamwi Tarek Al-Wazir Luise Amtsberg Ayse Asar Andreas Audretsch Lisa Badum Felix Banaszak Karl Bär Katharina Beck Lukas Benner Dr. Franziska Brantner Victoria Broßart Agnieszka Brugger Dr. Janosch Dahmen Jeanne Dillschneider Katharina Dröge Deborah Düring Timon Dzienus Harald Ebner Leon Eckert Marcel Emmerich Simone Fischer Schahina Gambir Matthias Gastel Dr. Jan-Niclas Gesenhues Katrin Göring-Eckardt Dr. Armin Grau Dr. Lena Gumnior Britta Haßelmann Linda Heitmann Dr. Moritz Heuberger Dr. Anton Hofreiter Lamya Kaddor Dr. Kirsten Kappert-Gonther Michael Kellner Misbah Khan Sven Lehmann Rebecca Lenhard Helge Limburg Denise Loop Dr. Andrea Lübcke Dr. Anna Lührmann Dr. Zoe Mayer Swantje Henrike Michaelsen Dr. Irene Mihalic Boris Mijatović Claudia Müller Sascha Müller Sara Nanni Dr. Ophelia Nick Dr. Konstantin von Notz Omid Nouripour Karoline Otte Lisa Paus Dr. Paula Piechotta Filiz Polat Dr. Anja Reinalter Sylvia Rietenberg Claudia Roth Corinna Rüffer Jamila Schäfer Dr. Sebastian Schäfer Ulle Schauws Stefan Schmidt Marlene Schönberger Nyke Slawik Dr. Till Steffen Sandra Stein Hanna Steinmüller Awet Tesfaiesus Katrin Uhlig Dr. Julia Verlinden Mayra Vriesema Niklas Wagener Johannes Wagner Tina Winklmann Die Linke Doris Achelwilm Dr. Michael Arndt Dr. Dietmar Bartsch Desiree Becker Lorenz Gösta Beutin Violetta Bock Jorrit Bosch Anne-Mieke Bremer Maik Brückner Clara Bünger Jörg Cezanne Agnes Conrad Mirze Edis Mandy Eißing Dr. Fabian Fahl Katrin Fey Kathrin Gebel Katalin Gennburg Vinzenz Glaser Nicole Gohlke Christian Görke Ates Gürpinar Dr. Gregor Gysi Luke Hoß Cem Ince Maren Kaminski Ferat Koçak Cansin Köktürk Jan Köstering Ina Latendorf Caren Lay Sonja Lemke Pascal Meiser Stella Merendino Sahra Mirow Charlotte Antonia Neuhäuser Cansu Özdemir Luigi Pantisano Sören Pellmann Bodo Ramelow Heidi Reichinnek Lea Reisner Zada Salihović David Schliesing Evelyn Schötz Lisa Schubert Ines Schwerdtner Julia-Christina Stange Ulrich Thoden Aaron Valent Isabelle Vandre Donata Vogtschmidt Sarah Vollath Sascha Wagner Christin Willnat Janine Wissler Anne Zerr Fraktionslos Stefan Seidler Enthalten CDU/CSU Lutz Brinkmann Abgeordnete, die sich wegen gesetzlichen Mutterschutzes für ihre Abwesenheit entschuldigt haben oder an einer Parlamentarischen Versammlung teilnehmen, sind in der Liste der entschuldigten Abgeordneten (Anlage 1) aufgeführt. Wir kommen nun zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Fraktion der AfD auf Drucksache 21/5548. Wer stimmt für diesen Entschließungsantrag? – Das ist die AfD-Fraktion. Wer stimmt dagegen? – Das sind die anderen Fraktionen. Enthaltungen? – Sehe ich nicht. Dann ist der Entschließungsantrag abgelehnt. Wir kommen zum Tagesordnungspunkt 6b. Auch hier liegt nun das von den Schriftführerinnen und Schriftführern dankenswerterweise ermittelte Ergebnis der namentlichen Abstimmung in der zweiten Beratung vor über den Gesetzentwurf der Abgeordneten Sascha Müller, Katharina Beck, Dr. Moritz Heuberger, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen – Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Stromsteuergesetzes und weiterer Vorschriften, Drucksachen 21/5320 und 21/5546 Buchstabe b –: Abgegebene Stimmkarten hier: 580. Mit Ja haben gestimmt 270, mit Nein 310. Es gab keine Enthaltungen. Der Gesetzentwurf ist in zweiter Beratung abgelehnt. Damit entfällt nach unserer Geschäftsordnung die weitere Beratung. Endgültiges Ergebnis Abgegebene Stimmen: 580; davon ja: 270 nein: 310 Ja AfD Alexander Arpaschi Carolin Bachmann Dr. Christina Baum Dr. Bernd Baumann Carsten Becker Marc Bernhard Dr. Christoph Birghan Andreas Bleck Joachim Bloch Dr. Michael Blos René Bochmann Peter Bohnhof Gereon Bollmann Torben Braga Stephan Brandner Erhard Brucker Marcus Bühl Tino Chrupalla Dr. Gottfried Curio Thomas Dietz Christian Douglas Christopher Drößler Tobias Ebenberger Dr. Michael Espendiller Micha Fehre Peter Felser Jan Feser Thomas Fetsch Hauke Finger Markus Frohnmaier Dr. Götz Frömming Rainer Galla Dr. Alexander Gauland Alexis L. Giersch Ronald Gläser Hannes Gnauck Hans-Jürgen Goßner Kay Gottschalk Christoph Grimm Rainer Groß Lars Haise Mirco Hanker Jochen Haug Matthias Helferich Udo Theodor Hemmelgarn Stefan Henze Martin Hess Nicole Hess Olaf Hilmer Karsten Hilse Nicole Höchst Leif-Erik Holm Gerrit Huy Fabian Jacobi Steffen Janich Robin Jünger Dr. Michael Kaufmann Stefan Keuter Rocco Kever Kurt Kleinschmidt Maximilian Kneller Heinrich Koch Enrico Komning Jörn König Thomas Korell Steffen Kotré Dr. Rainer Kraft Dr. Maximilian Krah Manuel Krauthausen Thomas Ladzinski Sascha Lensing Rüdiger Lucassen Sebastian Maack Johann Martel Markus Matzerath Andreas Mayer Danny Meiners Knuth Meyer-Soltau Sergej Minich Reinhard Mixl Stefan Möller Matthias Moosdorf Sebastian Münzenmaier Iris Nieland Jan Ralf Nolte Andreas Paul Denis Pauli Tobias Matthias Peterka Stephan Protschka Kerstin Przygodda Marcel Queckemeyer Dr. Anna Rathert Arne Raue Christian Reck Lukas Rehm Martin Reichardt Matthias Rentzsch Dr. Rainer Rothfuß Angela Rudzka Ruben Rupp Bernd Schattner Raimond Scheirich Volker Scheurell Ulrike Schielke-Ziesing Lars Schieske Carina Schießl Manfred Schiller Julian Schmidt Dr. Paul Schmidt Stefan Schröder Georg Schroeter Bernd Schuhmann Uwe Schulz Dario Seifert Martin Sichert René Springer Thomas Stephan Beatrix von Storch Otto Strauß Tobias Teich Robert Teske Bastian Treuheit Martina Uhr Dr. Alice Weidel Mathias Weiser Claudia Weiss Sven Wendorf Wolfgang Wiehle Dr. Christian Wirth Dr. Alexander Wolf Christian Zaum Dr. Daniel Zerbin Kay-Uwe Ziegler Diana Zimmer Jörg Zirwes Ulrich von Zons BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Dr. Alaa Alhamwi Tarek Al-Wazir Luise Amtsberg Ayse Asar Andreas Audretsch Lisa Badum Felix Banaszak Karl Bär Katharina Beck Lukas Benner Victoria Broßart Agnieszka Brugger Dr. Janosch Dahmen Jeanne Dillschneider Katharina Dröge Deborah Düring Timon Dzienus Harald Ebner Leon Eckert Marcel Emmerich Simone Fischer Schahina Gambir Matthias Gastel Dr. Jan-Niclas Gesenhues Katrin Göring-Eckardt Dr. Armin Grau Dr. Lena Gumnior Britta Haßelmann Linda Heitmann Dr. Moritz Heuberger Dr. Anton Hofreiter Lamya Kaddor Dr. Kirsten Kappert-Gonther Michael Kellner Misbah Khan Sven Lehmann Rebecca Lenhard Helge Limburg Denise Loop Dr. Andrea Lübcke Dr. Anna Lührmann Dr. Zoe Mayer Swantje Henrike Michaelsen Dr. Irene Mihalic Boris Mijatović Claudia Müller Sascha Müller Sara Nanni Dr. Ophelia Nick Dr. Konstantin von Notz Omid Nouripour Karoline Otte Lisa Paus Dr. Paula Piechotta Filiz Polat Dr. Anja Reinalter Sylvia Rietenberg Claudia Roth Corinna Rüffer Jamila Schäfer Dr. Sebastian Schäfer Ulle Schauws Stefan Schmidt Marlene Schönberger Nyke Slawik Dr. Till Steffen Sandra Stein Hanna Steinmüller Awet Tesfaiesus Katrin Uhlig Dr. Julia Verlinden Mayra Vriesema Niklas Wagener Johannes Wagner Tina Winklmann Die Linke Doris Achelwilm Dr. Michael Arndt Dr. Dietmar Bartsch Desiree Becker Lorenz Gösta Beutin Violetta Bock Jorrit Bosch Anne-Mieke Bremer Maik Brückner Clara Bünger Jörg Cezanne Agnes Conrad Mirze Edis Mandy Eißing Dr. Fabian Fahl Katrin Fey Kathrin Gebel Katalin Gennburg Vinzenz Glaser Nicole Gohlke Christian Görke Ates Gürpinar Dr. Gregor Gysi Luke Hoß Cem Ince Maren Kaminski Ferat Koçak Cansin Köktürk Jan Köstering Ina Latendorf Caren Lay Sonja Lemke Pascal Meiser Stella Merendino Sahra Mirow Charlotte Antonia Neuhäuser Cansu Özdemir Luigi Pantisano Sören Pellmann Bodo Ramelow Heidi Reichinnek Lea Reisner Zada Salihović David Schliesing Evelyn Schötz Lisa Schubert Ines Schwerdtner Julia-Christina Stange Ulrich Thoden Aaron Valent Isabelle Vandre Donata Vogtschmidt Sarah Vollath Sascha Wagner Christin Willnat Janine Wissler Anne Zerr Fraktionslos Jan Wenzel Schmidt Stefan Seidler Nein CDU/CSU Knut Abraham Anna Aeikens Stephan Albani Norbert Maria Altenkamp Philipp Amthor Dr. Reza Asghari Tijen Ataoğlu Artur Auernhammer Peter Aumer Dr. Cornell-Anette Babendererde Dorothee Bär Thomas Bareiß Günter Baumgartner Sascha van Beek Melanie Bernstein Peter Beyer Marc Biadacz Steffen Bilger Florian Bilic Leif Erik Bodin Simone Borchardt Caroline Bosbach Frederik Bouffier Michael Brand (Fulda) Dr. Reinhard Brandl Silvia Breher Ralph Brinkhaus Lutz Brinkmann Dr. Carsten Brodesser Dr. Marlon Bröhr Benedikt Büdenbender Dr. Yannick Bury Sandra Carstensen Gitta Connemann Ellen Demuth Alexander Dobrindt Michael Donth Dr. Florian Dorn Dr. Hülya Düber Hansjörg Durz Joachim Ebmeyer Ralph Edelhäußer Lars Ehm Alexander Engelhard Martina Englhardt-Kopf Thomas Erndl Bastian Ernst Hermann Färber Uwe Feiler Christoph Frauenpreiß Thorsten Frei Michael Frieser Wilhelm Gebhard Dr. Thomas Gebhart Dr. Jonas Geissler Fabian Gramling Adrian Grasse Dr. Inge Gräßle David Gregosz Serap Güler Georg Günther Fritz Güntzler Olav Gutting Christian Haase Heiko Hain Jürgen Hardt Matthias Hauer Mark Helfrich Marc Henrichmann Diana Herbstreuth Ansgar Heveling Susanne Hierl Dr. Matthias Hiller Christian Hirte Alexander Hoffmann Philip M. A. Hoffmann Dr. Hendrik Hoppenstedt Franziska Hoppermann Michael Hose Anne Janssen Thomas Jarzombek Alexander Jordan Andreas Jung Nicklas Kappe Anja Karliczek Michael Kießling Dr. Georg Kippels Dr. Ottilie Klein Julia Klöckner Axel Knoerig Daniel Kölbl Hans Koller Anne König Markus Koob Dr. Stefan Korbach Carsten Körber Dr. Konrad Körner Gunther Krichbaum Lukas Krieger Dr. Günter Krings Ulrich Lange Dr. Silke Launert Jens Lehmann Dr. Andreas Lenz Andrea Lindholz Dr. Carsten Linnemann Patricia Lips Dr. Jan-Marco Luczak Daniela Ludwig Dr. Saskia Ludwig Klaus Mack Andreas Mattfeldt Stephan Mayer (Altötting) Volker Mayer-Lay Dr. Michael Meister Jan Metzler Dr. Mathias Middelberg Christian Moser Axel Müller Florian Müller Sepp Müller Carsten Müller (Braunschweig) Dr. Stefan Nacke Wilfried Oellers Florian Oest Harald Orthey Florian Oßner Josef Oster Dr. Thomas Pauls Dr. Stephan Pilsinger Dr. Christoph Ploß Dr. Martin Plum Jan-Wilhelm Pohlmann Dr. David Preisendanz Thomas Rachel Kerstin Radomski Alexander Radwan Alois Rainer Pascal Reddig Henning Rehbaum Dr. Markus Reichel Lars Rohwer Johannes Rothenberger Dr. Norbert Röttgen Stefan Rouenhoff Thomas Röwekamp Albert Rupprecht Catarina dos Santos-Wintz Carl-Philipp Sassenrath Dr. Christiane Schenderlein Henri Schmidt Sebastian Schmidt Patrick Schnieder Felix Schreiner Marvin Schulz Detlef Seif Nora Seitz Thomas Silberhorn Björn Simon Tino Sorge Jens Spahn Katrin Staffler Dr. Wolfgang Stefinger Albert Stegemann Sebastian Steineke Christian Freiherr von Stetten Dieter Stier Stephan Stracke Dr. Katja Strauss-Köster Dr. Hendrik Streeck Christina Stumpp Vivian Tauschwitz Roland Theis Dr. Hans Theiss Alexander Throm Astrid Timmermann-Fechter Kerstin Vieregge Dr. Oliver Vogt Johannes Volkmann Christoph de Vries Dr. Johann David Wadephul Siegfried Walch Nina Warken Dr. Anja Weisgerber Dr. Maria-Lena Weiss Kai Whittaker Johannes Wiegelmann Dr. Klaus Wiener Klaus-Peter Willsch Johannes Winkel Elisabeth Winkelmeier-Becker Tobias Winkler Mechthilde Wittmann Mareike Wulf Emmi Zeulner Paul Ziemiak Nicolas Zippelius Vanessa Zobel SPD Sanae Abdi Adis Ahmetovic Reem Alabali Radovan Daniel Baldy Sören Bartol Bärbel Bas Jens Behrens Daniel Bettermann Jakob Blankenburg Hendrik Bollmann Dr. Lars Castellucci Jürgen Coße Hakan Demir Jan Dieren Esther Dilcher Sabine Dittmar Felix Döring Dr. Wiebke Esdar Saskia Esken Nancy Faeser Sebastian Fiedler Martin Gerster Angelika Glöckner Kerstin Griese Bettina Hagedorn Sebastian Hartmann Hubertus Heil (Peine) Frauke Heiligenstadt Gabriela Heinrich Nadine Heselhaus Heike Heubach Jasmina Hostert Verena Hubertz Frank Junge Oliver Kaczmarek Elisabeth Kaiser Macit Karaahmetoğlu Dr. Franziska Kersten Helmut Kleebank Lars Klingbeil Annika Klose Tim Klüssendorf Anette Kramme Dunja Kreiser Martin Kröber Dr. Karl Lauterbach Esra Limbacher Helge Lindh Bettina Lugk Dr. Tanja Machalet Isabel Mackensen-Geis David Mandrella Holger Mann Parsa Marvi Katja Mast Kathrin Michel Dr. Matthias Miersch Matthias David Mieves Claudia Moll Siemtje Möller Dr. Rolf Mützenich Rasha Nasr Josephine Ortleb Mahmut Özdemir (Duisburg) Aydan Özoğuz Dr. Christos Pantazis Jens Peick Boris Pistorius Sabine Poschmann Martin Rabanus Truels Reichardt Daniel Rinkert Dennis Rohde Sebastian Roloff Dr. Philipp Rottwilm Dr. Thorsten Rudolph Daniela Rump Bernd Rützel Johann Saathoff Johannes Schätzl Dr. Nina Scheer Christoph Schmid Dr. Nils Schmid Uwe Schmidt Dagmar Schmidt (Wetzlar) Carsten Schneider (Erfurt) Olaf Scholz Johannes Schraps Michael Schrodi Svenja Schulze Stefan Schwartze Andreas Schwarz Rita Schwarzelühr-Sutter Dr. Lina Seitzl Svenja Stadler Dr. Ralf Stegner Ruppert Stüwe Michael Thews Markus Töns Anja Troff-Schaffarzyk Derya Türk-Nachbaur Ingo Vogel Marja-Liisa Völlers Dirk Vöpel Dr. Carolin Wagner Maja Wallstein Daniel Walter Carmen Wegge Dirk Wiese Serdar Yüksel Stefan Zierke Armand Zorn Abgeordnete, die sich wegen gesetzlichen Mutterschutzes für ihre Abwesenheit entschuldigt haben oder an einer Parlamentarischen Versammlung teilnehmen, sind in der Liste der entschuldigten Abgeordneten (Anlage 1) aufgeführt. Tagesordnungspunkt 6c. Wir setzen die Abstimmung über die Beschlussempfehlung des Finanzausschusses auf Drucksache 21/5546 fort. Der Ausschuss empfiehlt unter Buchstabe c seiner Beschlussempfehlung die Ablehnung des Antrags der Fraktion der AfD auf Drucksache 21/2363 mit dem Titel „Berufstätige Pendler sofort entlasten – Entfernungspauschalen für Kraftfahrzeuge ab dem ersten Kilometer auf 50 Cent erhöhen und an die Preisentwicklung anpassen.“ Unter Buchstabe d seiner Beschlussempfehlung empfiehlt der Finanzausschuss die Ablehnung des Antrags der Fraktion der AfD auf Drucksache 21/5326 mit dem Titel „Von der Einführung einer Übergewinnsteuer absehen – Den hohen Kraftstoffpreisen durch gezielte Maßnahmen begegnen“. Die Fraktion der AfD hat zu beiden Beschlussempfehlungen namentliche Abstimmungen verlangt. Beide namentlichen Abstimmungen erfolgen – Achtung – gleichzeitig in der Westlobby. In der Westlobby finden Sie für die beiden Abstimmungen entsprechend unterschiedlich gekennzeichnete Urnen. Achten Sie bitte beim Einwerfen Ihrer Stimmkarten auf die Beschriftung der Urnen! Sie haben zur Abgabe Ihrer Stimmen nach Eröffnung der Abstimmung 20 Minuten Zeit. Ich bitte die Schriftführerinnen und Schriftführer, die vorgesehenen Plätze einzunehmen. – Sie sind eingenommen. Vielen Dank. Dann eröffne ich die beiden namentlichen Abstimmungen über die Beschlussempfehlungen auf Drucksache 21/5546 Buchstaben c und d zu den Anträgen der Fraktion der AfD auf Drucksachen 21/2363 und 21/5326. Die Abstimmungen werden um 12:09 Uhr geschlossen.1Ergebnisse Seiten 9010 A und 9013 A Ich rufe den Tagesordnungspunkt 20 auf: Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Anpassung des Verpackungsrechts und anderer Rechtsbereiche an die Verordnung (EU) 2025/40 Drucksache 21/5346 Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (f) Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz Für die Aussprache wurde eine Dauer von 30 Minuten vereinbart. Ich eröffne sie erst dann, wenn alle, die abstimmen wollen, rausgehen und alle, die der Debatte beiwohnen möchten, Platz nehmen. Wir sind im Ablauf der Plenarsitzung schon im Verzug. Deshalb bitte ich, die Platzwechsel schnellstmöglich zu vollziehen. – Vielen Dank. Ich eröffne die Aussprache und erteile das Wort für die SPD-Fraktion Michael Thews. Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Union (einzelne Abg.)
MI Michael Thews SPD rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wir debattieren heute über das Thema Kreislaufwirtschaft, über das Thema Verpackung, über die Umsetzung der europäischen Verpackungsverordnung, der PPWR. Ich will ganz deutlich sagen: Es ist tatsächlich das dritte Mal in dieser Legislaturperiode, dass wir das Thema Kreislaufwirtschaft behandeln. Wir debattieren auch nicht nur darüber, sondern beschließen Gesetze dazu. Das schafft …
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wir debattieren heute über das Thema Kreislaufwirtschaft, über das Thema Verpackung, über die Umsetzung der europäischen Verpackungsverordnung, der PPWR. Ich will ganz deutlich sagen: Es ist tatsächlich das dritte Mal in dieser Legislaturperiode, dass wir das Thema Kreislaufwirtschaft behandeln. Wir debattieren auch nicht nur darüber, sondern beschließen Gesetze dazu. Das schafft Orientierung. Man kann sagen: Das Ministerium, der Umweltminister, aber eben auch die Bundesregierung liefern in diesem Bereich. Wir nehmen das Thema Kreislaufwirtschaft sehr ernst, meine Damen und Herren. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Carsten Schneider hat vor Kurzem auf einem Treffen der G7-Umweltminister in Paris Folgendes gesagt: Umweltschutz, Wirtschaftskraft und Energiesicherheit, das sind Themen, die wir niemals isoliert betrachten dürfen, die wir immer zusammendenken müssen. – Und wenn man so will, dann ist die Kreislaufwirtschaft das Scharnier, das genau diese drei Themen verbindet. Im Rahmen der Kreislaufwirtschaft bringen wir Waren wieder in den Wirtschaftskreislauf ein. So sparen wir Rohstoffe, und das schützt die Umwelt. Rohstoffe müssen nämlich der Umwelt entnommen werden, und das zerstört wertvolle Habitate. Das können wir uns nicht mehr leisten. Deswegen spielt die Kreislaufwirtschaft für den Umweltschutz eine so große Rolle. Beifall: SPD Beifall: Florian Bilic (Union) Dasselbe gilt für die Wirtschaftskraft. Die Krise im Nahen Osten, die Sperrung der Straße von Hormus – darüber haben wir heute schon diskutiert –, das zeigt uns, dass Lieferketten plötzlich zusammenbrechen können, dass es schwieriger wird, Waren für die Industrie bereitzustellen. Auch da kann die Kreislaufwirtschaft, wenn wir es gut angehen, wenn wir Dinge zu Ende denken und Waren in den Kreislauf führen, unsere wichtige Industrie am Laufen halten. Auch da spielt sie eine große Rolle. Beifall: SPD Beifall: Florian Bilic (Union) Als Letztes zum Thema Energiesicherheit. Alles, was ich in den Kreislauf führe, muss ich nicht aus primären Rohstoffen neu produzieren. Das spart Energie; das spart auch CO2 ein. – Deswegen ist die Kreislaufwirtschaft tatsächlich das Scharnier zwischen diesen drei Themen. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Es ist aber auch so, dass die Kreislaufwirtschaft als Industrie besonders wichtig ist. Diese Industrie ist eine der am fortgeschrittensten, der modernsten, der innovativsten Industrien in der Welt. Das möchte ich betonen, weil hier gerade von der rechten Seite der Wirtschaftsstandort Deutschland immer schlechtgeredet wird. In Kürze findet in München die IFAT statt. Die ganze Welt kommt zur IFAT nach München und schaut sich dort an, was wir in Deutschland erfinden, was wir auf den Markt bringen, auch die Dienstleistungen, die wir in Deutschland in diesem Bereich haben. Darauf bin ich besonders stolz. Ich freue mich, dass die Welt nach Deutschland kommt, um sich über Kreislaufwirtschaft zu informieren, meine Damen und Herren. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Ein wichtiges Thema in diesem Bereich ist die Ökomodulation. Das Thema diskutieren wir tatsächlich schon eine ganze Weile; es ist auch immer wieder etwas dazu beschlossen worden. Barbara Hendricks hat damals mit dem Verpackungsrecht in Deutschland deutlich gemacht: Wer Verpackungen in den Markt bringt, die ja relativ schnell wieder als Abfall anfallen, der muss dafür eine Lizenzgebühr zahlen. Und es wäre gut, wenn diese Lizenzgebühr – das war die Aufgabe an die dualen Systeme – ökologisch moduliert ist. Das heißt: Derjenige, der Verpackungen in den Markt bringt, die gut recycelbar sind, müsste eigentlich weniger zahlen als derjenige, der Verpackungen in den Markt bringt, die gar nicht recycelbar sind. Wir müssen tatsächlich sehen, wie wir das besser regeln können im Sinne der Abfallvermeidung. Wir haben ja gerade die Entwicklung, dass wir weniger Verpackungen, weniger Abfälle haben. Das heißt, dass das, was wir in der Vergangenheit gemacht haben, wirkt. Aber wir müssen das weiter voranbringen. Die ganze Branche schaut darauf, wie wir die Ökomodulation – § 21 Verpackungsgesetz – durch ein Fondsmodell und andere Dinge, die da diskutiert werden, stärken. Ich sage mal: Das Thema ist ja nicht trivial. Es ist schwierig, so etwas in den Markt zu bringen. Der Kollege Bilic und ich arbeiten daran. Weil wir schon einige Gesetze zusammen auf den Weg gebracht haben, kann ich sagen: Die Zusammenarbeit läuft sehr effizient, sehr gut. Wir diskutieren auch schon mit der Branche, den Unternehmen, den Umweltverbänden. Ich bin sicher: Wir bekommen auch in diesem Gesetzentwurf – es gilt ja das Struck’sche Gesetz – die Verbesserungen hin, die wir brauchen. Vielleicht arbeiten wir auch noch die Korrekturen ein, die jetzt an uns herangetragen werden. Ich bin da sehr optimistisch. Das hat in der Vergangenheit immer gut geklappt, und das werden wir auch in diesem Gesetzentwurf hinbekommen. Da bin ich ganz sicher, meine Damen und Herren. Beifall: SPD Beifall: Union Es ist Bestandteil unseres Koalitionsvertrages: Wir sorgen in dieser Regierung – auch in meiner Fraktion – dafür, dass wir einen verlässlichen Rahmen schaffen, der wirklich gebraucht wird. Denn Umweltschutz und Wirtschaftskraft sind eben keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Medaille – für ein starkes Deutschland, für mehr Wirtschaftskraft, für sichere und vor allen Dingen auch zukunftsfähige Arbeitsplätze, für mehr Umweltschutz. In diesem Sinne wünsche ich uns jetzt gute Beratungen. Ich freue mich darauf und ende mit einem herzlichen Glückauf! Danke. Beifall: SPD Beifall: Union

Der Redner betont die zentrale Bedeutung der Kreislaufwirtschaft als Verbindung von Umweltschutz, Wirtschaftskraft und Energiesicherheit im Rahmen der Umsetzung der europäischen Verpackungsverordnung. Er hebt den deutschen Industriestandort in diesem Sektor hervor und zeigt sich optimistisch, dass durch parteiübergreifende Zusammenarbeit und Gespräche mit der Branche weitere Verbesserungen, etwa bei der Ökomodulation, gelingen werden.

✦ KI-generiert Versöhnlich, brückenbauend pragmatischsachlichidealistisch Populismus 0,30 Farbige Stellen anklicken für die Deutung
OM Omid Nouripour Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Dr. Michael Blos von der AfD-Fraktion ist der nächste Redner. Beifall: AfD
DR Dr. Michael Blos AfD rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Was uns die Bundesregierung heute als einfache Anpassung des Verpackungsrechts verkauft, ist in Wahrheit das Gegenteil von praxistauglich. Dieser Gesetzentwurf steht – wie wäre es anders zu erwarten? – für mehr EU-Vorgaben, mehr Nachweise, mehr Kontrolle und damit mehr Belastung für unsere Betriebe. Er ist kein Beitrag zu …
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Was uns die Bundesregierung heute als einfache Anpassung des Verpackungsrechts verkauft, ist in Wahrheit das Gegenteil von praxistauglich. Dieser Gesetzentwurf steht – wie wäre es anders zu erwarten? – für mehr EU-Vorgaben, mehr Nachweise, mehr Kontrolle und damit mehr Belastung für unsere Betriebe. Er ist kein Beitrag zu vernünftiger Umweltpolitik und sinnvoller Kreislaufwirtschaft, sondern ein weiteres Beispiel für bürokratische Fehlsteuerung und wirtschaftspolitische Ignoranz der Sozialdemokratie und ihrer Gehilfen von der Union. Beifall: AfD ↳ Florian Bilic (Union) Brüssel setzt den Regulierungsrahmen, und Berlin gießt ihn stumpf in deutsches Vollzugsrecht. Die Bundesregierung räumt dabei selbst auf dem Vorblatt des Gesetzentwurfes, fast frech schulterzuckend, ein: Der Druck kommt aus Brüssel. Weniger Bürokratie gäbe es nur mit Vereinfachung auf EU-Ebene. – Genau deshalb ist dieser Entwurf eben nichts anderes als die Weitergabe europäischer Bürokratielasten und Regulierungsfantasien an unsere Betriebe. Bleibt eigentlich stellvertretend für diese nur zu sagen: Danke für nichts, werte Koalitionäre! Beifall: AfD Aber wir erleben hier, in diesem Hohen Haus, leider immer wieder denselben Ablauf, immer wieder dasselbe leidige Schema. Deshalb erheben wir für Sie, werte Bürger, auch heute wieder unsere Stimme. Wer trägt denn am Ende die Last? Sicher nicht die Brüsseler Bürokraten, sondern unsere Hersteller, unser Handel, unser Mittelstand und am Ende wieder die Bürger in Deutschland. Beifall: AfD Denn dieses Gesetz schafft eben mitnichten nur neue Überschriften. Es schafft eben jede Menge neuer Pflichten: Registrierung, Systembeteiligung, Datenmeldungen, Vollständigkeitserklärungen, Zulassungen und zusätzliche Kontrollen. Die Bundesregierung selbst beziffert die zusätzlichen jährlichen Belastungen für die Wirtschaft mit rund 2,5 Millionen Euro und den einmaligen Umstellungsaufwand mit rund 4,5 Millionen Euro. Das allein zeigt doch, wohin die Reise geht: mehr Aufwand, mehr Bürokratie, mehr Abhängigkeit von Brüsseler Vorgaben. Beifall: AfD Besonders deutlich wird das in der Praxis. Der Zentralverband Gartenbau beispielsweise warnt vor massiven Problemen. Da geht es nicht um graue Theorie, sondern um reale Betriebe. Plötzlich stellt sich die Frage, ob ein Blumentopf Verpackung ist oder nicht. Identische Töpfe können unterschiedlich bewertet werden. Das schafft Rechtsunsicherheit, Sanktionsrisiken und neuen Verwaltungsaufwand. Noch absurder wird es beim Herstellerbegriff. Künftig soll vielfach nicht mehr der eigentliche Verpackungshersteller die Last tragen, sondern der Erzeuger des verpackten Produkts, also zum Beispiel die Gärtnerei. Die soll dann Konformitätserklärungen und Kennzeichnungspflichten schultern, obwohl die technischen Informationen oft beim Verpackungsproduzenten liegen. Meine Damen und Herren, genau so sieht Bürokratieverlagerung auf kleine und mittlere Betriebe aus. Beifall: AfD Auch der Handel schlägt Alarm. Die Zentrale Stelle Verpackungsregister weist darauf hin, dass sich die Verantwortung mit der EU-Verpackungsverordnung auf den Handel verschiebt, ohne Übergangszeitraum. Wer nicht rechtzeitig umschwenkt und „systembeteiligt“, riskiert ein Betriebsverbot. Das zeigt: Dieses Gesetz ist nicht nur kompliziert, es ist auch riskant für funktionierende Abläufe. Wir als AfD sagen: Verpackungen müssen sinnvoll, wirtschaftlich und umweltgerecht gehandhabt werden. Wir lehnen es aber ab, dass immer neue EU-Vorgaben und deutsches Vollzugsrecht unsere Produzenten, unseren Mittelstand und unsere Versorgung mit weiteren Pflichten überziehen, die an der Praxis vorbeigehen. Was Deutschland braucht, ist nicht noch mehr Bürokratie, sondern endlich wieder politische Vernunft. Wann begreifen Sie das endlich? Deutschland braucht – ich weiß, Sie wollen es nicht hören – endlich wieder Politik mit gesundem Menschenverstand. Deshalb lehnen wir diesen Gesetzentwurf mit Vehemenz ab. Danke schön. Beifall: AfD

Der Redner lehnt den Gesetzentwurf zur Anpassung des Verpackungsrechts ab, da er ihn als unnötige EU-gesteuerte Bürokratie betrachtet, die deutsche Betriebe, den Mittelstand und Verbraucher mit hohen Kosten und praktischen Umsetzungsproblemen belastet.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend populistischpolemischpragmatisch Populismus 0,60 Farbige Stellen anklicken für die Deutung
OM Omid Nouripour Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Der nächste Redner ist Florian Bilic für die CDU/CSU-Fraktion. Beifall: Union Beifall: SPD
FL Florian Bilic Union rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Haben Sie heute schon etwas gegessen? Wenn ja, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass Sie schon Verpackungen in Ihren Händen gehabt haben. Bei mir war das heute Morgen dieser Joghurtbecher. (Der Redner hält einen Joghurtbecher hoch)

Der Redner leitet seinen Beitrag mit einem alltäglichen Bezug auf Lebensmittelverpackungen ein und veranschaulicht deren tägliche Relevanz anhand eines Joghurtbechers.

✦ KI-generiert Neutral, geschäftsmäßig emotionalpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
OM Omid Nouripour Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Kollege, ich möchte Sie darauf hinweisen, dass die Auseinandersetzung hier nur verbal läuft und hier nicht mit nonverbalen Symbolen gearbeitet wird, auch nicht mit Joghurtbechern.
OM Omid Nouripour Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Setzen Sie Ihre Rede fort.
FL Florian Bilic Union rede Im Protokoll ↗
Da ich wegen der namentlichen Abstimmung mal wieder knapp dran war, habe ich ihn natürlich schnell in den Gelben Sack geworfen und wollte direkt los – eine kleine, aber bewusste Entscheidung mit großer Wirkung für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft. Genau darum geht es bei diesem Gesetz. Es setzt europäische Vorgaben in nationales Recht um. Ja, wir brauchen in der Kreislaufwirtschaft …
Da ich wegen der namentlichen Abstimmung mal wieder knapp dran war, habe ich ihn natürlich schnell in den Gelben Sack geworfen und wollte direkt los – eine kleine, aber bewusste Entscheidung mit großer Wirkung für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft. Genau darum geht es bei diesem Gesetz. Es setzt europäische Vorgaben in nationales Recht um. Ja, wir brauchen in der Kreislaufwirtschaft – der Kollege von der AfD, der gerade gesprochen hat, ist gar nicht mehr da – ein faires Level Playing Field, um hier weiter voranzukommen.Beifall: Union (einzelne Abg.) ↳ AfD Wer sich mit dem Gesetzentwurf beschäftigt, merkt: Es geht um sehr viele Details. Es geht aber gleichzeitig auch um effektive Hebel, um die Kreislaufwirtschaft weiter voranzubringen. Unser Anspruch ist ganz klar – lieber Michael, du hast es auch gesagt –: Wir wollen funktionierende Systeme erhalten und die Vorgaben praxistauglich umsetzen. Deshalb ist und bleibt mir der direkte Austausch mit der Praxis ganz wichtig. Ja, wir schauen uns – lieber Michael – diesen Gesetzentwurf ganz genau an. Ich bin mir sicher: Wir werden an der einen oder anderen Stelle auch noch mal nachhaken. Ein Punkt ist für mich zentral – Michael, du hast es angesprochen –: Das ist die Ökomodulierung der Beteiligungsentgelte. Für Verpackungen wie meinen Joghurtbecher zahlen Hersteller Entgelte an die Dualen Systeme, die damit die Sammlung und Verwertung dieser Produkte gewährleisten. Ob eine Packung recyclingfähig ist oder Rezyklate, also recycelte Materialien, enthält, spielt bislang in der Preisgestaltung eine zu geringe Rolle. Die aktuelle Gesetzeslage gibt hier noch zu wenige Anreize. Das ist der Punkt, der eigentlich die Wirtschaft umtreibt. Darauf ist Ihr Kollege, der nicht da ist, gar nicht eingegangen. ↳ Karsten Hilse (AfD): »Der sitzt doch hier!« ↳ AfD: »Doch! Was soll das denn? Machen Sie die Augen auf, bitte!« ↳ Karsten Hilse (AfD): »Der sitzt doch hier!« Warum sollten Unternehmen in Technologien investieren, wenn es sich marktwirtschaftlich für sie nicht lohnt? Das wollen wir ändern. Wir wollen recyclingfähige Verpackungen. Wir wollen, dass recyclingfähiges Material genutzt wird. Wir wollen eine zukunftsfähige Entsorgungsinfrastruktur hier in Deutschland. Beifall: Union Beifall: SPD Deshalb benötigen wir aber auch eine realistisch umsetzbare Ökomodulierung. Sie ist ein entscheidender Impuls für unsere Investitionen in die Wirtschaft, für Innovation in unsere heimische Wirtschaft. Das gilt es jetzt in diesem Gesetzentwurf auszuloten. Ich bin froh, dass mein geschätzter Kollege Michael Thews und ich uns dabei einig sind. Wir müssen hier weiter vorangehen. Wir begrüßen auch den laufenden Prozess im Bundesumweltministerium und erwarten zeitnah tragfähige Ergebnisse unter Beteiligung aller Akteure. Ein weiterer Punkt ist mir persönlich ganz wichtig: das Verhalten von uns Verbraucherinnen und Verbrauchern. Unser Verhalten ist entscheidend für die Stoffströme in der Kreislaufwirtschaft. Wenn selbst die recyclingfähigste Verpackung eben nicht in den richtigen Müll kommt, kommen wir an dieser Stelle nicht weiter. Ich möchte hier an dieser Stelle auch noch mal ganz klar sagen: Die Behauptung, dass sowieso alles in der Verbrennung landet, ist schlicht falsch. Mülltrennung lohnt sich. Sie ist ein entscheidender Baustein funktionierender Kreisläufe. Kommen wir zurück zu meinem Beispiel, dem Joghurtbecher. Trotz aller Eile vorhin im Büro habe ich ihn noch mal aus dem Gelben Sack geholt. ↳ Jakob Blankenburg (SPD): »Und hoffentlich gespült!« Warum? Weil ich in der Eile etwas vergessen habe. Denn die Kür erfolgt, wenn man jetzt noch den Deckel trennt. (Der Redner hält erneut einen Joghurtbecher hoch und trennt den Deckel vom Becher)

Florian Bilic betont die Notwendigkeit, EU-Vorgaben praxistauglich in nationales Recht umzusetzen, und fordert eine funktionsfähige Ökomodulierung, um Anreize für recyclingfähige Verpackungen zu schaffen. Zudem hebt er die Bedeutung der Mülltrennung durch Verbraucher hervor, die er anhand eines Joghurtbechers anschaulich demonstriert.

✦ KI-generiert Neutral, geschäftsmäßig pragmatischsachlichemotional Farbige Stellen anklicken für die Deutung
OM Omid Nouripour Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Bilic, ich müsste Ihnen gleich ernsthaft einen Ordnungsruf erteilen. Bitte, unterlassen Sie das! Das meine ich jetzt wirklich ernst. (Zuruf von der AfD: Er hat heute keinen guten Tag, der Mann!
FL Florian Bilic Union rede Im Protokoll ↗
Denn wie man hier sieht, handelt es sich um zwei unterschiedliche Materialien – ein einfacher Handgriff mit großer Wirkung. Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste in den Zuschauerreihen und natürlich auch zu Hause, lassen Sie uns unseren Beitrag leisten für eine effektive Kreislaufwirtschaft. Wir haben es in der Hand: zu Hause, am Müll. Wir werden es auch hier bei diesem …
Denn wie man hier sieht, handelt es sich um zwei unterschiedliche Materialien – ein einfacher Handgriff mit großer Wirkung. Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste in den Zuschauerreihen und natürlich auch zu Hause, lassen Sie uns unseren Beitrag leisten für eine effektive Kreislaufwirtschaft. Wir haben es in der Hand: zu Hause, am Müll. Wir werden es auch hier bei diesem Gesetz beherzigen. Vielen herzlichen Dank. Beifall: Union Beifall: SPD ↳ Karsten Hilse (AfD): »Nehmen Sie Ihren Abfall mit!«

Der Redner appelliert an das individuelle Verantwortungsbewusstsein der Bürger für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und betont, dass dieses Gesetz einen Beitrag dazu leisten werde.

✦ KI-generiert Versöhnlich, brückenbauend idealistischpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
OM Omid Nouripour Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Verehrte Kolleginnen und Kollegen, ich will das noch einmal hier sagen: Wir haben eine Geschäftsordnung, in der wir vereinbart haben, dass wir hier die Auseinandersetzung verbal führen. Das Nonverbale ist hier schlicht untersagt. Das bedeutet, dass man hier weder Plakate hochhält noch Joghurtbecher oder andere Alltagsgegenstände. Wir haben beispielsweise nachher eine Diskussion um die Gaspreise. Bitte bringen …
Vielen Dank. – Verehrte Kolleginnen und Kollegen, ich will das noch einmal hier sagen: Wir haben eine Geschäftsordnung, in der wir vereinbart haben, dass wir hier die Auseinandersetzung verbal führen. Das Nonverbale ist hier schlicht untersagt. Das bedeutet, dass man hier weder Plakate hochhält noch Joghurtbecher oder andere Alltagsgegenstände. Wir haben beispielsweise nachher eine Diskussion um die Gaspreise. Bitte bringen Sie keine Gasrohre mit oder was auch immer. Heiterkeit Wir reden hier miteinander, und dabei bleibt es. Darum habe ich nicht zu bitten, sondern Sie haben das zu unterlassen. Das haben wir miteinander vereinbart. Wenn Sie es anders haben möchten, dann wirken Sie bitte auf die Veränderung der Geschäftsordnung hin. Bis dahin bleibt es so. Ich komme zurück zum Tagesordnungspunkt 6c. Die Zeit für die namentliche Abstimmung, wie wir sie vorhin miteinander vereinbart haben, ist gleich vorbei. Ist ein Mitglied des Hauses anwesend, das seine Stimme noch nicht abgegeben hat? – Dann machen Sie das schnell, nachher ist es zu spät. Wir setzen die Aussprache fort. Der nächste Redner ist Dr. Jan-Niclas Gesenhues für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Beifall: Grüne
DR Dr. Jan-Niclas Gesenhues Grüne rede Im Protokoll ↗
Herzlichen Dank. – Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Keine Sorge, Herr Präsident, ich habe keinen ausgelöffelten Joghurtbecher mitgebracht, und wenn ich einen mitgebracht hätte, wäre es wahrscheinlich auch eher ein Mehrwegbecher gewesen. Ich glaube, das ist schon mal bezeichnend, dass Herr Bilic hier mit einem Einwegplastikbecher um die Ecke kommt. Das spiegelt sich auch in diesem Gesetzentwurf wider, weil …
Herzlichen Dank. – Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Keine Sorge, Herr Präsident, ich habe keinen ausgelöffelten Joghurtbecher mitgebracht, und wenn ich einen mitgebracht hätte, wäre es wahrscheinlich auch eher ein Mehrwegbecher gewesen. ↳ Harald Ebner (Grüne): »Bio!« Ich glaube, das ist schon mal bezeichnend, dass Herr Bilic hier mit einem Einwegplastikbecher um die Ecke kommt. Das spiegelt sich auch in diesem Gesetzentwurf wider, weil alles, was mal zum Thema Mehrwegförderung drinstand, wieder rausgeflogen ist. ↳ Grüne: »Hört! Hört!« ↳ Florian Bilic (Union): »Das stimmt ja nicht!« Das ist ein ziemlich großes Problem. Es ist auch bezeichnend, dass Sie jetzt ausgerechnet hier diesen Einwegjoghurtbecher mitgebracht haben. Beifall: Grüne ↳ Grüne: »Ja, sehr schade!« Dazu aber später mehr. Ich wollte eigentlich mit der europäischen Verpackungsverordnung anfangen. Ich glaube, dass die europäische Verpackungsverordnung ein wirklich großer Erfolg der letzten Legislaturperiode war. ↳ Harald Ebner (Grüne): »Absolut!« Gerade auch die grüne Hausleitung im Umweltministerium hat sich dafür eingesetzt, dass Deutschland sich wirklich unterstützend eingebracht hat auf europäischer Ebene, damit die europäische Verpackungsverordnung verabschiedet werden konnte. Ich glaube, das ist ein großer Erfolg für unser Land gewesen. Beifall: Grüne Denn – das hat auch Kollege Bilic schon angedeutet – für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist es natürlich ganz wichtig, dass sie hochwertige, gesundheitlich unbedenkliche Verpackungen haben. Gleichzeitig ist es aber wichtig, dass wir rauskommen aus fossil abhängigen Geschäftsmodellen. Kunststoff ist nichts anderes als geronnenes Gas und Öl. Deswegen ist es auch klug, wenn wir auf die Kreislaufwirtschaft setzen, um uns unabhängiger zu machen von fossilen Energieträgern. Ich glaube, dass die Verpackungsverordnung dazu eine ganz große Chance bietet, wenn wir wirklich wirksam Mehrweg und Recycling stärken und uns dadurch unabhängiger machen von fossilen Kraftstoffen, die auch noch von irgendwelchen Despoten kommen, die damit ihre Kriegskasse vollmachen, liebe Kolleginnen und Kollegen. Beifall: Grüne Deswegen glaube ich, dass wir in dieser Situation unbedingt auch mehr tun müssen für die deutsche Recyclingindustrie. Carsten Schneider ist da – vielen Dank auch, dass Sie der Debatte lauschen. Viele Recyclingbetriebe in Deutschland stehen wirklich mit dem Rücken zur Wand. Denen geht es im Moment nicht gut, und das hat auch wieder mit der verdeckten Subventionierung von fossilen Energieträgern, von Gas und Öl, zu tun. ↳ AfD: »Mit der Energiepolitik!« Denn die hochwertigen Rezyklate, die wir in Deutschland herstellen, haben in der Regel Probleme am Markt, weil es immer noch billiger ist, neue fossile Energieträger in Kunststoff umzuformen. ↳ Dr. Rainer Kraft (AfD) Ich finde das völlig absurd! Wir sollten doch die Wettbewerbsfähigkeit der Rezyklate, die hochwertig in Deutschland hergestellt werden, stärken, anstatt fossile Geschäftsmodelle zu subventionieren, liebe Kolleginnen und Kollegen. Beifall: Grüne Und dazu gehört auch, die Kreislaufwirtschaft vom Anfang her zu denken: nicht beim Recycling anzufangen, sondern ganz vorne beim Mehrweg. Ich glaube, da ist der zentrale Schwachpunkt dieses Gesetzentwurfs. Ihr Gesetzentwurf enthielt ursprünglich eine Struktur, mit der gezielt Mehrweg hätte gefördert werden sollen. Ich glaube, das wäre notwendig gewesen. Das ist dann aber offensichtlich auf Druck der Lobbyorganisationen wieder rausgeflogen, und das finde ich wirklich bedauerlich. Die Menschen in unserem Land wollen Mehrweg. Mehrweg ist besser für die Umwelt. Mehrweg ist auch besser für unseren Wirtschaftsstandort, weil es ganz viele neue Chancen mit sich bringt: für Neugründungen, für neue Unternehmen, auch für wirklich großartige, etablierte Industrien, die wir in Deutschland haben, beispielsweise im Getränkebereich oder im Milchproduktebereich, wo es gute Mehrwegangebote gibt. Die sollten wir stärken, und ausgerechnet das haben Sie aus Ihrem Gesetzentwurf wieder rausgestrichen. Und das ist ein großer Fehler, liebe Kolleginnen und Kollegen der Koalitionsfraktionen. Beifall: Grüne Ein weiterer Punkt, den ich noch ansprechen möchte: Wir haben in der letzten Legislaturperiode die Kreislaufwirtschaftsstrategie vorgelegt. Ich finde, diese Kreislaufwirtschaftsstrategie gibt ganz viele Antworten auf all die Punkte, die ich jetzt angesprochen habe. Und, ich finde, sie sollte jetzt umgesetzt werden. Sie haben schon vor einem Dreivierteljahr ein Sofortprogramm angekündigt. Dieses Sofortprogramm liegt immer noch nicht vor. Mit Blick auf die Situation der deutschen Kreislaufwirtschaft brauchen wir jetzt eine konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaftsstrategie, –

Dr. Jan-Niclas Gesenhues lobt die europäische Verpackungsverordnung als Schritt zur Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und kritisiert, dass Fördermaßnahmen für Mehrweg aus dem Gesetzentwurf gestrichen wurden. Er fordert zudem die Stärkung der deutschen Recyclingindustrie durch eine konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaftsstrategie.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend moralischpolemischidealistisch Populismus 0,30 Farbige Stellen anklicken für die Deutung
OM Omid Nouripour Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank.
DR Dr. Jan-Niclas Gesenhues Grüne kurz Im Protokoll ↗
– statt ein Sofortprogramm zu versprechen, das dann doch nicht kommt. Herzlichen Dank. Beifall: Grüne
OM Omid Nouripour Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Als Nächstes spricht Violetta Bock für die Fraktion Die Linke. Beifall: Linke
VI Violetta Bock Linke rede Im Protokoll ↗
Herr Präsident! Verehrte Zuhörende! Mal wieder eine ambitionslose Vorlage, diesmal zur Umsetzung der neuen EU-Verpackungsverordnung. Sie verpacken es in schöne Worte, sprechen von „Recycling“, „Kreislaufwirtschaft“ oder „Joghurtbechern“; aber Sie machen letztendlich nur Dienst nach Vorschrift. Ja, ein paar Dinge wurden angepasst: ein bisschen Bürokratieabbau hier, ein paar strengere Quoten da. Aber das eigentliche Problem wird konsequent umschifft. Wir lassen weiterhin …
Herr Präsident! Verehrte Zuhörende! Mal wieder eine ambitionslose Vorlage, diesmal zur Umsetzung der neuen EU-Verpackungsverordnung. Sie verpacken es in schöne Worte, sprechen von „Recycling“, „Kreislaufwirtschaft“ oder „Joghurtbechern“; aber Sie machen letztendlich nur Dienst nach Vorschrift. Ja, ein paar Dinge wurden angepasst: ein bisschen Bürokratieabbau hier, ein paar strengere Quoten da. Aber das eigentliche Problem wird konsequent umschifft. Wir lassen weiterhin ein System bestehen, das von Abfall lebt, und wundern uns dann, warum Abfall nicht verschwindet, sondern sich Müllberge türmen. Die sogenannten dualen Systeme – vielen bekannt als Grüner Punkt – bleiben bestehen, Systeme, die im Wettbewerb stehen, die Kosten drücken müssen und deren Geschäftsmodell auf Verpackungen basiert. ↳ Dr. Rainer Kraft (AfD) Und dann erzählen Sie uns ernsthaft, diese Systeme würden aus eigenem Antrieb Abfall vermeiden? Das ist ungefähr so glaubwürdig, wie von Ölkonzernen zu erwarten, dass sie freiwillig aufhören, zu bohren, oder von Panzerproduzenten, dass sie für Frieden plädieren. ↳ Dr. Rainer Kraft (AfD): »Jetzt sind wir auf die Lösungen gespannt!« Ein anderes Beispiel: Bei der Energiewende haben Sie mit Frau Reiche den Zugriff direkt der Gaslobby übergeben. Von daher an dieser Stelle: Viele Grüße an die Klimabewegung, die heute unter dem Motto „Reiche stoppen!“ auf die Straße geht, ↳ Dr. Rainer Kraft (AfD): »Niemand geht auf die Straße!« und Entschlossenheit und gute Beschlüsse in Kolumbien, wo die Konferenz zum Ausstieg aus den Fossilen stattfindet. Beifall: Linke Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Zurück zum Thema Verpackung. Die dualen Systeme werden geschützt, während beim Mehrweg – es ist gerade angesprochen worden – genau das Gegenteil passiert. Statt Mehrweg zu stärken, wird es mit zusätzlicher Bürokratie überzogen. Unternehmen, die seit Jahren zeigen, dass Abfallvermeidung funktioniert, sollen jetzt noch mehr Formulare ausfüllen, um zu beweisen, dass sie das tun, was sie längst tun. Das ist Bürokratieaufbau! Im Referentenentwurf stand noch ein klares Ziel zur Mehrwegquote von Getränkeverpackungen. Sie dürfen explizit über die EU-Verordnung hinausgehen, Sie müssten es sogar, um die Ziele zu erreichen. Sie könnten Ziele sogar verbindlich machen. Aber Sie haben die Passage aus Ihrem Entwurf einfach gestrichen. Keine echte Förderung von Mehrweg, keine steuerlichen Anreize, keine klare Priorisierung – nichts. Stattdessen überlassen Sie es weiterhin der Branche selbst, zu definieren, was Abfallvermeidung eigentlich bedeutet. Im Zweifel reicht dann ein hübsches Plakat im Supermarkt. Ernsthaft? Das ist weniger als Symbolpolitik, das ist würdelos. Dabei wissen wir längst: Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft beginnt nicht beim Recycling, sondern bei der Vermeidung. Weniger Müll bedeutet weniger Ressourcenverbrauch, weniger Emissionen und am Ende auch geringere Kosten für die Gesellschaft. ↳ Dr. Rainer Kraft (AfD): »Jetzt weiß ich, woran die DDR eigentlich gescheitert ist!« Dieser Entwurf hat nicht den Willen, Konsequenzen zu ziehen. Sie verwalten das Problem, statt es zu lösen. Sie schützen bestehende Geschäftsmodelle, statt nachhaltige Alternativen zu stärken. Von daher – gerade wenn Sie beim Thema Mehrweg nicht noch mal nachsteuern – eine klare Ablehnung. Hübsch verpackt, aber kann in der Form trotzdem weg. Beifall: Linke

Die Rednerin kritisiert den Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung als ambitionslos, da er strukturelle Probleme der dualen Systeme nicht anginge und Mehrweg nicht ausreichend fördere. Sie fordert stattdessen eine echte Priorisierung von Abfallvermeidung gegenüber Recycling und die Stärkung nachhaltiger Alternativen.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend polemischmoralischidealistisch Populismus 0,30 Farbige Stellen anklicken für die Deutung
OM Omid Nouripour Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Bevor wir die Aussprache fortsetzen, komme ich zurück zu Tagesordnungspunkt 6c. Die Zeit für die namentliche Abstimmung ist gleich vorbei. Ist noch ein Mitglied des Hauses anwesend, das seine Stimme nicht abgegeben hat? – Das ist nicht der Fall. Dann schließe ich die Abstimmung und bitte die Schriftführerinnen und Schriftführer, mit der Auszählung zu beginnen. Die Ergebnisse …
Vielen Dank. – Bevor wir die Aussprache fortsetzen, komme ich zurück zu Tagesordnungspunkt 6c. Die Zeit für die namentliche Abstimmung ist gleich vorbei. Ist noch ein Mitglied des Hauses anwesend, das seine Stimme nicht abgegeben hat? – Das ist nicht der Fall. Dann schließe ich die Abstimmung und bitte die Schriftführerinnen und Schriftführer, mit der Auszählung zu beginnen. Die Ergebnisse der Abstimmung werden Ihnen später bekannt gegeben.1Ergebnisse Seiten 9010 A und 9013 A Wir setzen die Aussprache nun fort, und ich erteile das Wort dafür Christian Moser von der CDU/CSU-Fraktion. Beifall: Union Beifall: Daniel Rinkert (SPD)
CH Christian Moser Union rede Im Protokoll ↗
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn wir heute über das Verpackungsrecht sprechen, sprechen wir nicht nur über Müll – oder am besten über die Vermeidung von Müll –, sondern wir sprechen auch über Kreislaufwirtschaft, eine Schlüsselindustrie in unserem Land: 310 000 Beschäftigte, 105 Milliarden Euro Umsatz. Deutschland ist weltweit führend im Recycling. Fast jede vierte Patentanmeldung kommt von hier. …
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn wir heute über das Verpackungsrecht sprechen, sprechen wir nicht nur über Müll – oder am besten über die Vermeidung von Müll –, sondern wir sprechen auch über Kreislaufwirtschaft, eine Schlüsselindustrie in unserem Land: 310 000 Beschäftigte, 105 Milliarden Euro Umsatz. Deutschland ist weltweit führend im Recycling. Fast jede vierte Patentanmeldung kommt von hier. Deswegen ist das kein Randthema; die Branche zeugt von wirtschaftlicher Stärke und leistet gleichzeitig aktiven Umweltschutz. Beifall: Florian Bilic (Union) – Danke. ↳ Harald Ebner (Grüne): »Nur einer!« Aber genau diese Branche steht vor Herausforderungen. Deshalb ist unsere Aufgabe klar. Es ist nicht unsere Aufgabe, zusätzliche Hürden aufzubauen, sondern verlässliche und praktikable Rahmenbedingungen zu schaffen. Mit dem Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz setzen wir die europäische Verpackungsverordnung um. Das ist richtig, weil wir damit den Binnenmarkt stärken. Zur Wahrheit gehört aber auch: Die Umsetzung erfolgt unter schwierigen Bedingungen. Die EU-Kommission regelt vieles bis ins Detail, liefert aber zentrale Vorgaben wie etwa zur Recyclingfähigkeit erst später. Das führt zu Unsicherheit bei den Unternehmen, und Unsicherheit ist Gift für Investitionen. Deswegen kommt es aus meiner Sicht jetzt auf vier Punkte an: Erstens: eine schlanke Umsetzung bzw. Begleitung der Verordnung – eins zu eins, ohne unnötiges Gold-Plating. Weniger Bürokratie, mehr Klarheit. Der vorliegende Gesetzentwurf ist ein Schritt in die richtige Richtung. Zweitens: die dringend notwendige Ökomodellierung; es ist schon mehrfach angesprochen worden. Wer recyclingfreundlich produziert, muss spürbar entlastet werden. Nur so setzen wir echte Anreize für bessere Verpackungen. Diese Anreize brauchen wir jetzt und nicht erst 2030; denn wir wollen Technologie im Land halten und Möglichkeiten schaffen, diese Technologie in Deutschland auch zu nutzen. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Drittens: realistische Quoten. Ambition ist richtig, aber sie muss erreichbar sein. Wenn wir Quoten festlegen, die in der Praxis nicht erfüllbar sind, dann passiert genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich erreichen wollen: Recycling wird teurer als Neuware, die Qualität sinkt, und wir exportieren unsere Wertstoffe am Ende eher ins Ausland. Das hilft weder der Umwelt noch der Wirtschaft. Viertens: Planungssicherheit für unsere Unternehmen, etwa – und das müssen wir uns im parlamentarischen Verfahren anschauen – durch eine klare Übergangsregelung, so gut es geht, beim Herstellerbegriff. Meine Damen und Herren, dieses Gesetz kann ein wichtiger Schritt sein, wenn wir es richtig machen – mit Augenmaß, mit Realitätssinn und mit Vertrauen in die Innovationskraft unserer Unternehmen. Dann gelingen die Stärkung des Wirtschaftsstandortes und der Umweltschutz gleichermaßen. Danke. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.)

Moser betont die wirtschaftliche Bedeutung der Kreislaufwirtschaft und fordert eine praxisnahe, bürokratiearme Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung. Er stellt vier Forderungen auf: schlanke Umsetzung, zügige Ökomodellierung, realistische Recyclingquoten und Planungssicherheit für Unternehmen.

✦ KI-generiert Neutral, geschäftsmäßig pragmatischsachlich Farbige Stellen anklicken für die Deutung
OM Omid Nouripour Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Der nächste Redner in dieser Debatte ist der fraktionslose Abgeordnete Stefan Seidler. Beifall: SPD Beifall: Grüne Beifall: Linke (einzelne Abg.)
ST Stefan Seidler fraktionslos rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Moin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn wir das Verpackungsrecht anpacken, dann tun wir das, um die Umwelt besser zu schützen, und das ist eine feine Sache. Aber erlauben Sie mir einen sehr spezifischen Abstecher in eine Nische in diesem Gesetzentwurf; denn in einigen Grenzregionen drohen wir leider das Gegenteil zu erreichen. Zudem setzen wir viele …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Moin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn wir das Verpackungsrecht anpacken, dann tun wir das, um die Umwelt besser zu schützen, und das ist eine feine Sache. Aber erlauben Sie mir einen sehr spezifischen Abstecher in eine Nische in diesem Gesetzentwurf; denn in einigen Grenzregionen drohen wir leider das Gegenteil zu erreichen. Zudem setzen wir viele Arbeitsplätze aufs Spiel, so etwa bei mir im deutsch-dänischen Grenzhandel. Dort gilt seit vielen Jahren: Skandinavische Kunden zahlen beim Kauf von Getränkedosen kein Pfand, weil sie die Ware ausführen. Mit den geplanten Änderungen würde sich das allerdings ändern, ohne dabei Verpackungsmüll zu reduzieren. Künftig müssten dänische Kunden in Deutschland auf gekaufte Getränkedosen Pfand zahlen, die sie zu Hause bei sich nicht zurückgeben können. Die Folge ist absehbar: Kunden bleiben weg, und Dosen landen im Müll – oder viel schlimmer: in der Natur – statt im Pfandautomaten. Und das kann nicht Sinn des Ganzen sein. Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Linke (einzelne Abg.) Allein bei mir im Norden hängen zudem über 4 000 Arbeitsplätze und mehr als 1 Milliarde Euro Jahresumsatz daran. Für unsere strukturschwache Grenzregion ist das existenziell. Jetzt könnte ich eine Ausnahme im Gesetz fordern, aber damit wäre der Umwelt auch nicht geholfen. Wir brauchen darum eine europäische Lösung, damit Pfandsysteme auch in eng verwobenen Grenzregionen grenzüberschreitend funktionieren. Und genau daran sollten wir mit unseren dänischen Nachbarn arbeiten. Herr Schneider, Sie haben jetzt in Ihrem Haus gerade eine neue Staatssekretärin, Frau Hagedorn, die sich mit diesem Thema wunderbar auskennt. Beifall: Dr. Johannes Fechner (SPD)

Stefan Seidler warnt vor negativen Folgen der Verpackungsrechtsänderung für den deutsch-dänischen Grenzhandel, da dänische Kunden Pfand für Getränkedosen zahlen müssten, das sie im Heimatland nicht zurückgeben können. Er fordert eine europäische Lösung zur grenzüberschreitenden Pfandabwicklung, um Arbeitsplätze zu sichern und Umweltverschmutzung zu vermeiden.

✦ KI-generiert Respektvoll, wertschätzend pragmatischemotional Farbige Stellen anklicken für die Deutung
OM Omid Nouripour Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Seidler, Ihre Redezeit ist zu Ende.
ST Stefan Seidler fraktionslos kurz Im Protokoll ↗
Denn auch ihre Heimatregion ist betroffen. Lassen Sie uns gemeinsam eine Lösung finden, die die regionale Wirtschaft und den Umweltschutz stärkt. Vielen Dank. Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Beifall: Linke (einzelne Abg.)
OM Omid Nouripour Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Der letzte Redner in dieser Aussprache ist Thomas Korell von der AfD-Fraktion. Beifall: AfD
TH Thomas Korell AfD rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wer diesen Gesetzentwurf liest, der liest vor allem eines: eine Blaupause für das, was in diesem Haus leider zu oft passiert. Europäische Verordnungen werden abgeschrieben, nicht gestaltet. Dabei wäre genau hier Gestaltungswille gefragt. Die Bundesregierung legt uns ein Durchführungsgesetz vor, das die EU-Verordnung in deutsches Recht überführt. Das mag technisch …
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wer diesen Gesetzentwurf liest, der liest vor allem eines: eine Blaupause für das, was in diesem Haus leider zu oft passiert. ↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Eine Pause von Blau in diesem Haus wäre gut! Pause von Blau würde guttun!« Heiterkeit: Grüne (einzelne Abg.) Europäische Verordnungen werden abgeschrieben, nicht gestaltet. Dabei wäre genau hier Gestaltungswille gefragt. ↳ Michael Thews (SPD): »Wir gestalten auch in Europa mit!« Die Bundesregierung legt uns ein Durchführungsgesetz vor, das die EU-Verordnung in deutsches Recht überführt. Das mag technisch klingen, die Folgen für unsere Betriebe sind es nicht. Denn was hier als bloße Rechtsanpassung verkauft wird, ist in Wahrheit ein weiteres Bürokratiepaket auf dem Rücken des Mittelstandes, der ohnehin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck steht. Beifall: AfD ↳ Michael Thews (SPD) Neue Registrierungspflichten, Datenmeldepflichten, erweiterte Nachweissysteme: Das kostet Zeit, Personal und Geld – Geld, das Betriebe sinnvoller investieren könnten. Die Bundesregierung räumt das selbst ein; aber sie zuckt mit den Schultern und verweist auf Brüssel. Das ist keine Politik, das ist Verantwortungsverweigerung. Beifall: AfD Ich frage die Bundesregierung: Wo waren Sie, als diese Verordnung verhandelt wurde? Welche Vereinfachung haben Sie gefordert? Welchen Gestaltungsspielraum haben Sie genutzt bei der Umsetzung, bei den Übergangsfristen, bei der Entlastung des Mittelstandes? Die Antwort steht in diesem Gesetzentwurf: Nirgendwo. Stattdessen werden Mehrkosten stillschweigend als unvermeidlich hingenommen. Der ökologische Mehrwert ist nicht belegt. Die wirtschaftliche Belastung hingegen ist messbar – und wächst. Meine Damen und Herren, ich möchte mit einem Bild schließen, das viele von Ihnen kennen: der angebundene Flaschenverschluss. Ein Meisterwerk der europäischen Regulierungsfantasie. ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Wenn Sie drehen, geht er trotzdem auf!« Während Länder wie die USA, China oder Südkorea massiv in Innovation und Technologie investieren, beschäftigt sich Europa damit, wie Plastikdeckel an Flaschen zu befestigen sind. Beifall: AfD Und Deutschland setzt das brav um, schreibt Gesetze darüber und wundert sich, warum unsere Wirtschaft den Anschluss verliert. ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Na, bestimmt nicht wegen eines Flaschenverschlusses!« ↳ Dr. Michael Blos (AfD): »Wegen eurer unsäglichen Politik!« Dieser Gesetzentwurf ist kein Einzelfall. Er ist ein Symptom für eine Politik, die reguliert statt gestaltet, die verwaltet statt führt. Das müssen wir ändern – für unsere Betriebe, für unsere Wirtschaft, für Deutschland! ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Und für Flaschen!« Vielen Dank. Beifall: AfD

Der Redner kritisiert den Gesetzentwurf als bürokratisch und als Beleg für eine mangelnde Gestaltungskompetenz der Bundesregierung, die EU-Vorgaben lediglich unkritisch in deutsches Recht umsetze. Er argumentiert, dass die neuen Pflichten den ohnehin belasteten Mittelstand kosten würden, ohne einen belegten ökologischen Mehrwert zu liefern.

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