Kein Sozialabbau auf Kosten von Kindern, Jugendlichen, Familien und Menschen mit Behinderungen
Zusatzpunkt 15 · 21/75 · 24. April 2026
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Alleinerziehenden Geld wegnehmen, den Schutz Minderjähriger in Unterkünften senken, Bedürftigen jungen Menschen Unterstützung entziehen und den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung verschieben – das sind nur einige der Maßnahmen aus dem sogenannten Vorschlagsbuch einer Arbeitsgruppe, das in der letzten Woche durch den Paritätischen geleakt wurde. Es soll an den am meisten Benachteiligten in diesem …
Die Rednerin kritisiert leaked Sparvorschläge einer Arbeitsgruppe, die Leistungen für Alleinerziehende, geflüchtete Minderjährige, Careleaver und die Ganztagsbetreuung kürzen wollen, als sozial abträglich und kurzsichtig. Sie wirft der Bundesregierung fehlende Verantwortungsübernahme vor und warnt vor den langfristigen sozialen Folgen dieser Einsparungen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! „Wir brauchen eine Aufgaben- und Standardkritik, die den Mut hat, Prioritäten zu setzen. Und wir brauchen die Bereitschaft, neu zu fragen: Was kann und muss der Staat leisten – und was kann er nicht mehr leisten, ohne sich selbst zu überfordern?“ Das schreibt Steffen Jäger, Präsident des Gemeindetags Baden-Württemberg, also jemand, der …
Der Redner argumentiert, dass der Sozialstaat nur durch eine ehrliche Überprüfung staatlicher Leistungsfähigkeit und Strukturreformen erhalten werden kann. Er bezieht sich dabei auf den finanziellen Druck, unter dem Kommunen stehen, und betont, dass dies keinen Rückzug des Staates aus seiner Verantwortung darstelle.
Nein. Viele von uns kommen aus der kommunalen Familie, waren Mitglieder in Gemeinde-, Stadt- oder Kreisräten oder sind es noch. Wir wissen, wie groß die Belastung vor Ort ist. Wir dürfen nicht die Augen verschließen, wenn aus den Kommunen die klare Rückmeldung kommt: Es geht nicht mehr so weiter. Darum ist es richtig und wichtig, dass im Kanzleramt miteinander gesprochen …
Der Redner verteidigt vertrauliche Beratungsräume auf Arbeitsebene gegen Skandalisierung, angesichts einer geleakten Ideensammlung zu Kürzungen. Er betont die Notwendigkeit, kommunale Belastungen pragmatisch zu prüfen, und verweist auf das Parlament als Ort der finalen, transparenten Entscheidungsfindung.
Vielen Dank. – Sie sprechen von einer starken Wirtschaft. Aber wie passt das mit Kürzungen für Kinder und Zukunftsinvestitionen zusammen, die genau die nächste Generation schwächen werden, welche unsere Wirtschaft tragen muss? Sie machen heute Einschnitte im Sozialen, obwohl genau dadurch morgen höhere Kosten durch verfestigte Armut, schlechtere Bildungschancen und wachsende soziale Probleme entstehen. Wenn man Sie schon nicht mit …
Die Rednerin kritisiert geplante Kürzungen im Sozialbereich als widersprüchlich zur behaupteten Stärke der Wirtschaft. Sie argumentiert, dass Einschnitte bei Kindern und Zukunftsinvestitionen langfristig höhere Kosten und Armutskreisläufe verursachen.
Herr Präsident! Liebe Landsleute! Die Grünen als Anwalt der Arbeiter und Geringverdiener – ein Märchen, das selbst der zum Wirtschaftsminister mutierte drittklassige Märchenerzähler Habeck nicht schlechter hätte erzählen können. Es war einmal im November 2015, als Millionen wenig bis gar nicht Qualifizierte, sehr oft aus frauenfeindlichen, rückständigen Kulturen, in unsere Sozialsysteme einströmten und deren exponentiellen Zerfall beschleunigten. Ökopharisäer Göring-Eckardt bejubelte …
Der Redner sieht die Ursache für geplante Sozialkürzungen bei Kindern, Familien und Behinderten in der links-grünen Migrations- und Ukraine-Politik. Er fordert, dass die finanziellen Mittel stattdessen im Inland für sozial Schwache eingesetzt werden, und wirft den Grünen Heuchelei vor.
Wenn ich durchgeatmet habe, darf ich Heike Heubach von der SPD das Wort erteilen. Heike Heubach : Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Gäste! Und ein besonders herzliches Willkommen an den Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel! Ich freue mich, dass du da bist. Ich würde heute gerne vor Ihnen stehen und über Fortschritte berichten, über einen Behindertengleichstellungsgesetz, das Barrieren …
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Alle, die an der Erstellung dieser Liste beteiligt waren, möchte ich eigentlich nur eins fragen: Was läuft eigentlich falsch bei Ihnen? Ohne mit Verbänden und Betroffenen zu sprechen, legen Sie gemeinsam mit den Ländern und den kommunalen Spitzenverbänden im stillen Kämmerlein die Axt an die Jugend- und Eingliederungshilfe sowie an die Leistungen …
Die Rednerin wirft der Regierung und Familienministerin vor, ohne Betroffenenbeteiligung massive Kürzungen in der Jugend- und Eingliederungshilfe zu planen, die konkrete Nöte von Familien und Menschen mit Behinderungen verschärften. Sie fordert stattdessen die Finanzierung sozialer Leistungen durch eine Vermögensteuer und den Abbau der Schuldenbremse und solidarisiert sich mit dem Protest von Verbänden und Beschäftigten.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Aktuelle Stunde der Bündnisgrünen stellt einen schwerwiegenden Vorwurf in den Raum: Es ist von Sozialabbau die Rede, von Kürzungen zulasten von Kindern, von Familien, von Menschen mit Behinderungen. Das klingt nach einer Zuspitzung, aber diese Zuspitzung greift zu kurz. Um was geht es denn eigentlich? Die Grundlage dieser Debatte, die wir …
Edelhäußer weist den Vorwurf des Sozialabbaus zurück und präzisiert, dass das diskutierte Papier lediglich eine Sammlung von Prüfaufträgen auf Fachebene sei. Er betont, dass kontroverse Vorschläge Teil eines legitimen Prüfprozesses seien und Versuche, daraus eine Kürzungsagenda zu konstruieren, abzulehnen seien.
Danke, nein. Wobei das, glaube ich, die Kollegin Nanni von den Grünen war – aber trotzdem nicht. Sie kann ja nach meiner Rede eine Kurzintervention machen. Meine Damen und Herren, im Kern geht es doch um eine grundsätzliche Frage: Wie gestalten wir unseren Sozialstaat so, dass er auch in Zukunft noch funktioniert? Das ist doch die zentrale Frage. Wenn wir …
Der Redner argumentiert, dass zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Sozialstaates Reformen im SGB VIII notwendig sind, die auf bessere Verzahnung von Leistungen, Infrastrukturausbau und klaren Zuständigkeiten abzielen. Er weist den Vorwurf des Sozialabbaus zurück und kritisiert, dass aus einem internen Arbeitspapier ein Skandal konstruiert werde, der die sachliche Debatte erschwere.
Vielen Dank, Herr Präsident. – Ich habe noch eine Rückfrage, wenn ich das mal so sagen darf. Sie haben gesagt: Ja, das ist nur ein Arbeitspapier, das muss man alles nicht so ernst nehmen. – Wir nehmen das schon sehr ernst. Wir nehmen das vor allem deswegen ernst, weil parallel der Bundeskanzler davon redet, dass demnächst die Rente nur noch …
Sara Nanni kritisiert ein Arbeitspapier aus dem Kanzleramt sowie weitere Aussagen von Unionsvertretern als Teil eines Konzepts, das auf Kosten Schwacher Kürzungen vornehme. Sie illustriert dies an einer Anekdote und fordert die Regierungskoalition auf, zu erklären, warum bei ihnen gekürzt werden solle.
Liebe Frau Kollegin Nanni, Sie sind Mitglied im Verteidigungsausschuss und auch da in exponierter Stellung. Sie wissen genauso gut, dass wir in der Zeit, in der wir jetzt leben, diese Mittel aufwenden müssen. Daran führt kein Weg vorbei. Sprechen Sie mal mit einem Politiker auf kommunaler Ebene! Denen haut es die Haushalte durcheinander; das geht runter bis zu den einzelnen …
Edelhäußer argumentiert, dass angesichts der aktuellen finanziellen Belastungen der Kommunen ein Eingrenzen von Ausgaben notwendig sei, um langfristige Handlungsfähigkeit zu erhalten, und dies keinen Sozialabbau darstelle.
Vielen Dank. – Erst mal würde ich Sie bitten, Frauen hier nicht so anzuschreien und auch nicht lauter zu werden. Das macht Sie auch nicht glaubwürdiger. – Ich bin jetzt dran, am besten zuhören. – Auf mehrere schriftliche Nachfragen haben Sie keine klaren fachlichen Antworten geliefert: weder zu konkreten Auswirkungen noch zu Zahlen. Wir wissen auch, dass Sie die Folgen …
Cansin Köktürk wirft der Gegenüber vor, bei schriftlichen Nachfragen keine fachlichen Antworten geliefert zu haben. Sie kritisiert, dass ausgerechnet bei Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen gekürzt wird, und fragt, ob dies politisches Unvermögen oder eine bewusste Entscheidung gegen Wehrloseste sei.
Frau Kollegin, ich weiß ja nicht, ob bei weiteren Reden auch noch ein paar vorgelesene Geschichten kommen. Am Ende des Tages ist es doch so: Ich habe keinen angeschrien. Ich werde auch keinen Mann anschreien; das ist vollkommen wurscht. Aber natürlich hat die allgemeine aufgeheizte Stimmung hier dazu beigetragen, dass ich mich auch darüber hinwegsetzen musste. Also das vorweg. Frau …
Der Redner weist den Vorwurf zurück, jemanden angeschrien zu haben, und begründet das Fehlen konkreter Zahlen mit einer pragmatischen Vorgehensweise, der zufolge zunächst Ziele geklärt werden müssen. Er plädiert für Zusammenarbeit und bietet der Gegenseite dabei eine kooperative Lösung an.
Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieses geleakte Kürzungspapier, laut „Tagesschau“-Meldung vom CDU-geführten Bundeskanzleramt selbst in Auftrag gegeben, ist ein Blick in das wahre Denken der politischen Eliten Deutschlands, und es zeigt mit aller Deutlichkeit, welche Prioritäten Sie in diesem Land setzen. Selbstverständlich muss man Ausgaben überprüfen; darum geht es gar nicht. Die entscheidende Frage ist doch: Wo …
Die Rednerin kritisiert ein geleaktes Kürzungspapier des Kanzleramts, das Einschnitte bei Jugendhilfe, Behindertenassistenz, Alleinerziehenden und Kindern vorsieht. Sie wirft der Bundesregierung vor, die finanzielle Lage durch ideologische Fehlpolitik verursacht zu haben und nun die Schwächsten dafür bezahlen zu lassen, während Gelder für Auslandshilfen und NGOs unangetastet blieben.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Politik sollte weiter denken als von zwölf bis mittags. Ja, unser Sozialsystem muss sich verändern. Ja, viele unserer Kommunen sind wirklich am Ende und können nicht mehr. Aber vieles, was gerade im Kanzleramt diskutiert wird, kann nicht die Antwort sein. Die Sorgen und die Empörung von vielen kann ich gut nachvollziehen. Aber …
Der Redner wendet sich gegen Kürzungen im Sozialsystem auf Kosten von Kindern und Familien und kritisiert diskutierte Sparvorschläge als kurzfristig und fachlich unsinnig. Er fordert stattdessen langfristige Investitionen in die Jugendhilfe, eine konsequente Verfolgung von unterhaltspflichtigen Eltern sowie die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz.
Und ich möchte, dass der Präsident die Uhr im Blick hat. Vielen Dank. Jetzt kommen wir wieder zum wichtigen Thema zurück. Pflegeeltern leisten einen wirklich wertvollen Beitrag, und sie werden gebraucht. Im Jahr 2023 waren über 1 100 Kinder unter drei Jahren in einer stationären Einrichtung untergebracht. Das müssen Sie sich mal vorstellen. Je kleiner das Kind, desto geeigneter ist …
Truels Reichardt betont den Wert von Pflegefamilien gegenüber stationären Einrichtungen für kleine Kinder und fordert, die Anerkennung von Tarifverträgen in der Eingliederungshilfe beizubehalten und auf die Jugendhilfe auszuweiten, um Fachkräfte angemessen zu vergüten.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Demokratinnen und Demokraten! Ich habe jetzt mal das, was ich eigentlich sagen wollte, zur Seite gelegt und will versuchen, ein bisschen mehr Tacheles mit Ihnen zu reden. Sie von der Union und Sie von der SPD haben anscheinend Teile Ihres Sprechzettels miteinander abgestimmt, nämlich indem Sie sagen: Das ist ein unschuldiges Papier. Da sind erst …
Corinna Rüffer wirft Union und SPD vor, hinter der verschlüsselten Arbeitsgruppe zur Effizienzsteigerung de facto Leistungskürzungen für Kinder, Jugendliche, Alleinerziehende und Menschen mit Behinderungen zu planen. Sie kritisiert, dass dies im Widerspruch zu früheren Versprechen des Kanzlers und der SPD stehe, individuelle Leistungsrechte unangetastet zu lassen und nur Bürokratie abzubauen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Aktuelle Stunde trägt einen Titel, dem hier im Haus vermutlich alle auch zustimmen werden: „Kein Sozialabbau auf Kosten von Kindern, Jugendlichen, Familien und Menschen mit Behinderungen“. Aber worum geht es inhaltlich in der heutigen Debatte, und was ist die Grundlage? Wir reden weder über einen …
Oellers betont, dass die Debatte auf einem geleakten internen Arbeitspapier basiert, dessen Veröffentlichung der Sache schade. Er argumentiert, dass angesichts dramatisch steigender Sozialausgaben und defizitärer Kommunalhaushalte ein Diskurs ohne Denkverbote nötig sei, um durch Effizienz und Bürokratieabbau die langfristige Finanzierbarkeit der Leistungen zu sichern, ohne dabei Bedürftige zu belasten.
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Noch mal eines vorweg: Das hier heute diskutierte Maßnahmenpaket ist ein Entwurf, es sind Vorschläge, es ist noch nichts beschlossen. Und damit fängt es schon mal an. Nichtsdestotrotz glauben die hiesigen Glanzvertreter der links-grünen Lifestyle-Schickeria, sie müssten ausgerechnet den Inhalt dieses Maßnahmenpaketes einmal mehr und aufs Neue zum Anlass nehmen, um den …
Feser kritisiert die Anwesenheit der Oppositionsparteien und konzediert fragwürdige Kürzungen bei der Behindertenhilfe, verteidigt aber das diskutierte Maßnahmenpaket als notwendige Entbürokratisierung. Den tatsächlichen Sozialabbau macht er an der Energie- und Außenpolitik der Ampelkoalition fest, die finanzielle Mittel entzogen habe.
Ich hatte ja keine Fragen und Kurzinterventionen mehr zugelassen, aber ich erlaube mir jetzt die Bemerkung: Ich bin stolz auf ein Parlament, in dem Kolleginnen ihr Kind bekommen können und anschließend nicht ausgeschlossen werden von Parlamentsdebatten. Deswegen habe ich mich sehr über Rosi gefreut; und ich freue mich über jedes Baby, das uns hier bereichert. Ich darf als letzte Stimme …
Herr Präsident! Zunächst mal volle Zustimmung zu dem, was Sie gerade sagten. – Liebe Kolleginnen und Kollegen! Diese Aktuelle Stunde verdanken wir der Tatsache, dass nicht beschlossene Besprechungsstände aus vertraulichen Gesprächen geleakt wurden. Wir als Koalition ringen darum, notwendige Veränderungen für dieses Land verantwortlich zu gestalten. Die Bürger erwarten das von uns. Sie von der AfD und Sie von den …
Der Redner argumentiert, dass steigende Sozialkosten die Kommunen überlasten und rechtfertigt daher Reformen als notwendige, nachhaltige Anpassung an die Leistungsfähigkeit des Gemeinwesens statt als Sozialabbau. Er verweist auf parteiübergreifende kommunale Belastungen und schlägt praktische Maßnahmen zur Effizienzsteigerung vor.