Einsetzung einer Expertenkommission zur Prüfung der Wiederinbetriebnahme abgeschalteter Kernkraftwerke
Zusatzpunkt 2 · 21/73 · 22. April 2026
Werter Herr Präsident! Werte Damen und Herren! Der Siegeszug der Kernenergie ist nicht aufzuhalten, und das ist auch gut so. Bei der Weltklimakonferenz in Dubai erklärten über 20 Länder, den Ausbau der Kernenergie verdreifachen zu wollen. Zum 1. Januar 2026 waren 404 Kernkraftwerke in Betrieb und 66 im Bau. Und was ist mit Deutschland? In einer aktuellen Umfrage von YouGov …
Der Redner fordert die Einsetzung einer Expertenkommission zur Prüfung der Wiederinbetriebnahme abgeschalteter Kernkraftwerke sowie ein Moratorium für deren Rückbau. Er argumentiert, dass die Kernenergie weltweit auf dem Vormarsch sei und eine bezahlbare Energieversorgung sichere, während er der CDU interne Widersprüche in der Energiepolitik vorwirft.
Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das Thema „Rückbau vom Rückbau“ diskutieren wir heute ja wahrlich nicht zum ersten Mal. Was dabei aber zuverlässig ist, ist die grenzenlose Fantasie der AfD, wenn es darum geht, an der laufenden Entwicklung vorbei an einem politischen Comeback der Kernspaltung in Deutschland zu arbeiten. Heute wollen Sie also eine Expertenkommission einsetzen, um …
Rohwer wirft der AfD vor, mit realitätsfernen Forderungen nach einer Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken populistisches Wunschdenken zu betreiben. Er verweist auf die Einschätzungen ehemaliger Betreiber wie EnBW und PreußenElektra, die einen Rückbau als irreversibel bzw. die Anlagen als nicht mehr reaktivierbar bezeichnen.
Sehr geehrter Herr Präsident, vielen Dank. – Ja, lieber Herr Kollege. Was ich ganz interessant finde, ist: Ich hatte eine Einzelfrage an die Bundesregierung gestellt, die mir heute beantwortet wurde, wo mir gesagt wurde, dass die Bundesregierung überhaupt gar nicht erfasst oder ermittelt, ob Kernkraftwerke technisch wieder in Betrieb zu nehmen sind. Da ist meine Frage an Sie – jenseits …
Kneller kritisiert, dass die Bundesregierung scheinbar keine technischen Erhebungen zur Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken durchgeführt hat, und hinterfragt polemisch deren ablehnende Haltung gegenüber der Atomenergie im Vergleich zu subventionierten erneuerbaren Energien.
Also, wenn ich Ihre Frage richtig erfasst habe – sie war ja ein bisschen nebulös gestellt –, dann werfen Sie denjenigen, die an der Spitze dieser Unternehmen stehen, Unfähigkeit vor. Ich glaube, das ist schon mal das erste Mal skandalös. Das Zweite ist: Das sind Menschen, die eine Verantwortung tragen für ein Unternehmen, für das Budget und auch für das …
Rohwer verteidigt die Einschätzungen von Energieversorgern zur Stromversorgung ab 2030 und verweist auf die Kraftwerksstrategie der Bundesregierung als Lösung. Gegenüber der AfD konfrontiert er die Fraktion mit der ungelösten Endlagerung von rund 9.000 Tonnen hochradioaktiven Abfalls und fordert eine vollständige wirtschaftliche Einpreisung der nuklearen Kette.
Vielen Dank, Herr Kollege, dass Sie die Frage zulassen. – Sie haben eben gefragt, wer von uns gerne Atommüll bei sich zu Hause lagern möchte. Sie wissen genau, dass wir das gar nicht dürfen. Selbst wenn wir es wollten, dürften wir es nicht. So gesehen war das keine sehr geschickte Frage. Aber ich möchte Sie darauf hinweisen, dass unser Konzept …
Schmidt erwidert auf eine Zwischenfrage zur Lagerung von Atommüll und verweist auf das AfD-Konzept der Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen. Er argumentiert, dass dadurch das Volumen des zu entsorgenden Mülls stark reduziert und die Entsorgung kein Problem mehr sei.
Herr Präsident, ich stelle fest, der Kollege hat keine Zwischenfrage gestellt; er hat einfach nur ein Statement abgeben wollen. Aber Fakt ist doch einfach, dass Sie alles erzählen können – zum Schluss muss es auch funktionieren. Und ich weise Sie auf die Endlagersituation hin; denn zum Schluss müssen Sie mit dem atomaren Müll etwas tun, und wir haben bereits jede …
Rohwer lehnt die Expertenkommission zur Prüfung einer Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken ab und verweist stattdessen auf die Fusionskraft als zukunftsorientierte Technologie, die es staatlich zu fördern gelte. Zugleich kritisiert er, dass die Folgekosten und die Endlagerung von Atommüll in aktuellen Preisdebatten vernachlässigt würden.
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wieder ein AfD-Quatschantrag. Anscheinend hat die AfD ChatGPT gebeten, 100 Antragsideen mit Atombezug zu liefern, oder Sie schreiben einfach nur mit, was Spahn und Söder in Talkshows erzählen. Jede Woche die gleiche Quatschdebatte zur Atomkraft! Mal geht es um Neubau, mal geht es um Minireaktoren, heute um Reaktivierung. Die Fakten bleiben aber dieselben. Genauso …
Der Redner kritisiert den Antrag der AfD zur Prüfung einer Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken als überflüssig und wiederkehrend. Er weist darauf hin, dass die wöchentlich von der AfD initiierten Atomdebatten anhand konstanter Fakten beurteilt werden müssten.
Nein, ich habe gar keine Zeit für Quatsch. – Quatsch genug, Quatsch genug. Ich zitiere Bundeskanzler Merz nicht so oft, in diesem Fall schon. Er hat den Atomausstieg als irreversibel bezeichnet, und in diesem Fall gebe ich ihm sogar recht. Und nicht nur ich gebe ihm recht, sondern auch die Fakten: Schauen wir einfach in den World Nuclear Industry Status …
Der Redner lehnt die Prüfung einer Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken ab und argumentiert, dass die Anlagen technisch bereits so weit demontiert seien, dass eine Reaktivierung praktisch einem Neubau gleichkäme. Er wirft der AfD und der Union vor, mit Scheinlösungen von akuten Energieproblemen abzulenken, und plädiert stattdessen für den Ausbau erneuerbarer Energien und Speichern.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Erneut diskutieren wir heute über Atomenergie. Und die AfD versucht erneut – faktenfremd –, eine Option der Energieversorgung in den Raum zu stellen. Das ist von vorne bis hinten haltlos. Wenn man jetzt schaut: „Was wollen Sie mit diesem neuen Antrag?“, stellt man fest: Sie zäumen das gleiche Pferd immer wieder von …
Die Rednerin lehnt die Einsetzung einer Expertenkommission zur Prüfung einer Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken ab und argumentiert, dass erneuerbare Energien schneller ausbaubar seien. Zudem verweist sie auf den fortgeschrittenen Rückbau, die ablehnende Haltung der Betreiber und die geltende Rechtslage im Atomgesetz, die einen Eingriff der Bundesregierung in die Verwaltungsverfahren ausschließe.
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Fraktionen! Ich steige mit einem Zitat ein: „[…] das Restrisiko der Kernenergie kann nur der akzeptieren, der überzeugt ist, dass es nach menschlichem Ermessen nicht eintritt. Wenn es aber eintritt, dann sind die Folgen sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Dimension so verheerend und so weitreichend, dass sie die Risiken aller …
Beutin argumentiert gegen die Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken und verweist auf das Restrisiko, Kostenexplosionen sowie den europäischen Trend des Rückbaus. Er kritisiert die AfD und warnt vor Atomkraft-Befürwortern in der Union.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der heutige Antrag zur Einsetzung einer Expertenkommission zur Prüfung der Wiederinbetriebnahme abgeschalteter Kernkraftwerke klingt nach Sachlichkeit, nach Prüfung, nach Verantwortung. Aber wenn man genauer hinschaut, dann merkt man ganz schnell: Das ist keine Lösung, da wird Richtiges mit Falschem verbunden. Meine Damen und Herren, ich sage ganz offen: Der Atomausstieg …
Der Redner lehnt die Einsetzung einer Expertenkommission zur Prüfung einer Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken ab, da die Fakten bekannt seien und die Betreiber eine Reaktivierung ausschließen. Zwar kritisiert er den Atomausstieg als Fehler, betont aber, dass die politische Entscheidung endgültig getroffen sei und der Antrag der Gegenseite unrealistisch sei.
Der Redner fragt in einer Zwischenfrage, warum der Gesprächspartner sich gegen die Einsetzung einer Kommission zur Prüfung der Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken wehrt, wenn die Fakten bereits geklärt seien. Er argumentiert, dass eine Kommission die Sachlage schwarz auf weiß bestätigen und die Debatte beenden würde.
Das habe ich gerade versucht Ihnen zu erklären, weil die Fakten auf dem Tisch liegen, weil da keine neuen Erkenntnisse kommen. Wir können jetzt draußen natürlich viel erzählen. Wissen Sie, Sie zitieren immer Umfragen, gemäß denen heute eine Mehrheit dafür wäre. 2011 gab es auch Umfragen; ich habe vorhin nachgesehen. Umfrage 2011: 86 Prozent der Bundesbürger waren damals für den …
Der Redner lehnt die Wiederinbetriebnahme abgeschalteter Kernkraftwerke als unrealistisch und zeitaufwendig ab, da der Point of no Return überschritten sei und es an Personal fehle. Stattdessen plädiert er für eine auf Zukunfts- und Realismus ausgerichtete Energiepolitik, die auf regenerative Energien und neue Technologien wie Kernfusion und Small Modular Reactors setzt.
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin Reiche! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kanzler Friedrich Merz hat hier vor vier Wochen auf meine Frage, weshalb er nicht den Weiterbetrieb unserer Kernkraftwerke in Aussicht stellt, gesagt, deren Betreiber hätten ihm vor einem Jahr mitgeteilt, die Wiederinbetriebnahme sei nicht möglich. Der Branchenverband KernD und die Zulieferfirma Westinghouse sagen aber, es sei mit …
Der Redner wirft der Bundesregierung vor, die Möglichkeiten eines Wiederanlaufs deutscher Kernkraftwerke zu ignorieren, und verweist auf Branchenangaben, wonach dies technisch und finanziell machbar sei. Er wirbt für die Einsetzung einer Expertenkommission, die bis 2027 belastbare Zeitpläne und Kostenschätzungen für die Wiederinbetriebnahme neun spezifischer Anlagen erarbeiten soll.