Einfluss von Milliardären weltweit zurückdrängen - Globale Gerechtigkeit durch mehr Umverteilung und Entwicklungszusammenarbeit voranbringen

Tagesordnungspunkt 5 · 21/73 · 22. April 2026

BundeshaushaltEntwicklungspolitikEntwicklungszusammenarbeitODA-QuoteSoziale GerechtigkeitSteuergerechtigkeitVermögensverteilung
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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Damit schließe ich die Aussprache. Wir kommen nun zum Antrag der Fraktion der AfD auf der Drucksache 21/5479. Die Fraktion der AfD wünscht Abstimmung in der Sache, die Fraktionen der CDU/CSU und SPD wünschen Überweisung, und zwar federführend an den Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und mitberatend an den Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung und an …
Damit schließe ich die Aussprache. Wir kommen nun zum Antrag der Fraktion der AfD auf der Drucksache 21/5479. Die Fraktion der AfD wünscht Abstimmung in der Sache, die Fraktionen der CDU/CSU und SPD wünschen Überweisung, ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Ja, warum nur? Wir können doch auch gleich abstimmen!« und zwar federführend an den Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und mitberatend an den Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung und an den Ausschuss für Wirtschaft und Energie. Wir stimmen nach unserer Geschäftsordnung zuerst über den Antrag auf Ausschussüberweisung ab. Ich frage deshalb: Wer stimmt für die Ausschussüberweisung? – Das sind die CDU/CSU Fraktion, Bündnis 90/Die Grünen, die SPD-Fraktion und Die Linke. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Warum denn nicht Sofortabstimmung, liebe CDU?« ↳ Steffen Bilger (Union): »Das sollen die Experten beraten!« Wer stimmt dagegen? – Das ist die AfD-Fraktion. Wer möchte sich enthalten? – Niemand. Dann ist die Überweisung so beschlossen. Damit stimmen wir heute über den Antrag auf Drucksache 21/5479 in der Sache nicht ab. Ich rufe auf den Tagesordnungspunkt 5: Beratung des Antrags der Abgeordneten Charlotte Antonia Neuhäuser, Maren Kaminski, Desiree Becker, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke Einfluss von Milliardären weltweit zurückdrängen – Globale Gerechtigkeit durch mehr Umverteilung und Entwicklungszusammenarbeit voranbringen Drucksache 21/5029 Überweisungsvorschlag: Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Für die Aussprache wurde eine Dauer von 30 Minuten vereinbart. Ich darf Charlotte Antonia Neuhäuser für die Fraktion Die Linke als Erstes das Wort erteilen. Beifall: Linke
CH Charlotte Antonia Neuhäuser Linke rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Abgeordnete! Wohin steuern wir als Gesellschaft? Wir von der Linken sind der Überzeugung, dass wir uns als Gesellschaft auf einer schiefen Bahn befinden. Auf einer schiefen Bahn darum, weil der gesellschaftliche Reichtum, der von den vielen Tag für Tag erarbeitet wird – sei es in Deutschland, in Ghana oder Bangladesch – immer …
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Abgeordnete! Wohin steuern wir als Gesellschaft? Wir von der Linken sind der Überzeugung, dass wir uns als Gesellschaft auf einer schiefen Bahn befinden. Auf einer schiefen Bahn darum, weil der gesellschaftliche Reichtum, der von den vielen Tag für Tag erarbeitet wird – sei es in Deutschland, in Ghana oder Bangladesch – immer mehr nur einer kleinen Gruppe von Menschen zugutekommt.Nie war der produzierte Reichtum dieser Welt so groß wie heute. Doch dieser Reichtum ist ungerecht verteilt. Wir wollen das ändern. Beifall: Linke Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Wir müssen über die Macht der Milliardäre reden. Und darum bringen wir den vorliegenden Antrag ein. Die meisten Milliardäre, über drei Viertel von ihnen, sind Männer.Lachen: AfD (einzelne Abg.) Männer wie Jeff Bezos und Mark Zuckerberg, die immer reicher werden. Männer wie Elon Musk und Peter Thiel, die immer mehr Macht auf sich konzentrieren. Männer, ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »„Männer“!« die sich mit Demokratiefeinden wie Trump, Putin und der AfD gemeinmachen. Männer, die offen gegen Demokratie sind, gegen Menschen in Armut, gegen Minderheiten und das als Stärke abfeiern. Männer, ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »„Männer“!« die auf abgeschotteten Privatinseln Mädchen und Frauen systematisch missbrauchen. Männer, ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »„Männer“!« die gezielt am Rechtsstaat, Sozialstaat und den Errungenschaften der Arbeiter/-innen sägen, um ihre Macht zu sichern. Wir sagen: Diese Macht ist gefährlich. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »„Weg mit den Männern!“« Und: Wir können uns diese Milliardäre und diese Männer nicht mehr leisten. Beifall: Linke Lachen: AfD (einzelne Abg.) Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. 2024 ist das Gesamtvermögen von Milliardären weltweit um 2 Billionen US-Dollar gestiegen. Das zeigt die letzte Überreichenstudie von Oxfam. Das Vermögen dieser Überreichen wuchs dreimal so schnell wie im Jahr davor. Pro Woche sind fast vier neue Milliardäre dazugekommen. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »„Männer“!« Zwölf Männer haben heute mehr Geld als 4 Milliarden Menschen zusammen.↳ Denis Pauli (AfD): »Sie sollten dafür kämpfen, dass die Menschen mehr Geld haben!« 3,6 Milliarden Menschen sind arm und leben mit weniger als 7 Dollar am Tag. 733 Millionen Menschen müssen hungern. Das sollte uns alle wütend machen. Beifall: Linke Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Denn auch in Deutschland werden die Überreichen immer reicher und mächtiger, besonders in der Krise. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Sind das Männer?« Das Gesamtvermögen der deutschen Milliardäre ist zuletzt um fast 27 Milliarden US-Dollar nach oben gegangen, während die Reallöhne jahrelang geschrumpft sind. Die Bundesregierung senkt derweil Steuern für Unternehmen und Mineralölkonzerne und will den Sozialstaat einstampfen. Die Reichen aber werden nicht angefasst. Die Regierung kürzt die Gelder für Menschen im Globalen Süden wie nie zuvor in der Geschichte. Wir sagen: Diese Ungleichheit und diese Ungerechtigkeit sind kein Naturgesetz. Wir fordern darum mehr Verteilungs- und Steuergerechtigkeit. Dazu gehören auch Überreichensteuern und eine Rücknahme der Kürzungen. Und bevor jetzt wieder gesagt wird: „Die Linke will uns alle enteignen und ist ein Fall für den Verfassungsschutz“, möchte ich zitieren: ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »„Männer“!« „Hunderte Millionen Menschen […] leben in extremer Armut. Gleichzeitig liegt unverhältnismäßiger Reichtum in den Händen einiger weniger. […] Die Ungleichheiten sind nicht in einem Mangel an Ressourcen begründet […].“ Und falls Sie jetzt denken, das wäre ein Zitat aus dem Kommunistischen Manifest, muss ich Sie leider enttäuschen. Das sagt Papst Leo, das Oberhaupt der katholischen Kirche,↳ Claudia Roth (Grüne): »Ja, der ist ziemlich gut!« ↳ Dr. Inge Gräßle (Union) der irdische Stellvertreter Jesu Christi. Fangen Sie, liebe CDU, endlich an, das „C“ in Ihrem Namen ernst zu nehmen.Beifall: Linke ↳ Rocco Kever (AfD) Wir kämpfen für ein gutes Leben für alle hier in Deutschland und weltweit. Keine Macht den Milliardären! Und markant: Tax the rich! Amen. Beifall: Linke ↳ Desiree Becker (Linke)

Die Rednerin kritisiert die globale und nationale Vermögenskonzentration bei Milliardären und fordert mehr Umverteilung sowie eine Überreichensteuer. Sie verweist auf soziale Ungleichheit und Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit und fordert die Regierung zum Handeln auf.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die CDU/CSU-Fraktion darf ich Dr. Inge Gräßle das Wort erteilen. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.)
DR Dr. Inge Gräßle Union rede Im Protokoll ↗
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Linke kann sich im Grunde mit der AfD zusammentun; denn inhaltsleere Anträge sind die Spezialität beider Gruppierungen. Einmal mehr ist der Antrag der Linken eine Ansammlung von Buzzwörtern aus der Mottenkiste mit einem modrigen Geruch – das muss ich schon sagen – nach Mottenkugeln, nach alter sozialistischer Politik und …
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Linke kann sich im Grunde mit der AfD zusammentun; denn inhaltsleere Anträge sind die Spezialität beider Gruppierungen. ↳ Linke ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Wir haben nichts gegen Männer!« ↳ Dr. Alexander Wolf (AfD): »Bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla!« Einmal mehr ist der Antrag der Linken eine Ansammlung von Buzzwörtern aus der Mottenkiste mit einem modrigen Geruch – ↳ Heidi Reichinnek (Linke) das muss ich schon sagen – nach Mottenkugeln, nach alter sozialistischer Politik und nach moralinsaurer Belehrung. Danke für die Belehrung über das „C“; ↳ Charlotte Antonia Neuhäuser (Linke): »Ja, gerne!« darauf kommen wir gerne noch mal zurück. Aber eine solche Belehrung brauchen wir nicht. ↳ Linke Übrigens brauchen auch die Entwicklungsländer diese Belehrungen nicht.

Die Rednerin lehnt den Antrag der Linken als inhaltlich leer und ideologisch veraltet ab. Sie weist die von der Opposition vorgebrachten moralischen Belehrungen zurück und betont, dass derartige Ratschläge weder von der CDU/CSU noch von den Entwicklungsländern benötigt werden.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Frau Abgeordnete, würden Sie eine Zwischenfrage aus der Fraktion Die Linke zulassen?
DR Dr. Inge Gräßle Union rede Im Protokoll ↗
Sie sollen erst mal die Ohren aufsperren. Nein danke. Lauscher aufgesperrt, und schon was gelernt! Die Entwicklungsländer sind hungrig nach Chancen, nach Aufstieg und nach Teilhabe statt nach Almosen und sozialistischer Mangelverwaltung entsprechend Ihrer Umverteilungspolitik. In den vergangenen 30 Jahren hat die Integration von Schwellenländern in den Weltmarkt mehr zur Armutsbekämpfung beigetragen als alle Entwicklungshilfe zusammen – und erst recht …
Sie sollen erst mal die Ohren aufsperren. Nein danke. Lauscher aufgesperrt, und schon was gelernt! Heiterkeit: AfD (einzelne Abg.) ↳ Claudia Roth (Grüne): »Na ja!« ↳ Linke: »Hey!« Die Entwicklungsländer sind hungrig nach Chancen, nach Aufstieg und nach Teilhabe statt nach Almosen und sozialistischer Mangelverwaltung entsprechend Ihrer Umverteilungspolitik. In den vergangenen 30 Jahren hat die Integration von Schwellenländern in den Weltmarkt mehr zur Armutsbekämpfung beigetragen als alle Entwicklungshilfe zusammen – und erst recht mehr als alle linken Ideologen. Armutsbekämpfung durch Marktzugänge, das ist unser Weg. ↳ Claudia Roth (Grüne): »Ach ja?« ↳ Linke 1,3 Milliarden Menschen wurden aus extremer Armut durch genau die Politik herausgeführt, die Sie hier ablehnen: durch Freihandelsabkommen, Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, „All but weapons“-Abkommen mit zoll- und quotenfreiem Zugang zu europäischen Märkten, ohne selbst den gleichen Zugang zu diesen Märkten geben zu müssen. Das ist für uns der Weg. Hier müssen wir weitermachen. Da wollen wir hin. Beifall: Union Wir sind davon überzeugt, dass Entwicklungszusammenarbeit langfristig nur wirkt, wenn unsere Partner eine eigene wirtschaftliche Dynamik entfalten können. Es geht also darum, die Privatsektoren, das Unternehmertum zu fördern. Und da bietet der Instrumentenkasten was? Investitionsgarantien, Partnerschaften mit unseren Unternehmen für Infrastruktur und Energie, Verkehr, Digitalisierung und natürlich auch Bildung und Ausbildung, Arbeit für die Menschen vor Ort. Die duale Ausbildung muss ein Exportschlager auch in die Dritte Welt werden. ↳ Linke Gerne lernen die Länder dort von uns, gerne nehmen sie das an. Dazu braucht es mehr als Ihre Sprüche, mehr als Ihre Plattitüden, mehr als Ihre leeren Worte. Dazu braucht es gute Regierungsführung. Dazu braucht es Good Governance, Rechtsstaatlichkeit, eine unabhängige Justiz. ↳ Rocco Kever (AfD): »Ja, machen die seit 65 Jahren, funktioniert aber nicht!« Dazu braucht es konsequente Korruptionsbekämpfung und Transparenz bei der Verwendung von Geldern. Beifall: Union Korruptionsbekämpfung – ich habe sie 15 Jahre in der Europäischen Union gemacht – ist ganz wichtig. Jeder, der diese Regime erlebt hat, von denen Sie übrigens träumen, ↳ Claudia Roth (Grüne): »Das stimmt doch nicht!« kann sich nur angewidert abwenden. In diesen Regimen können Sie nur dann ordentlich leben, wenn sie genug Geld haben. Ich kann nur sagen: Menschen sollen nicht durch Umverteilung zu Geld kommen, sondern durch Chancen auf den Märkten. Das ist unser Plan. Ihr Antrag ist eine wilde Mischung aus Maßnahmen, für die der Bundestag zuständig ist, und solchen, für die wir nicht zuständig sind, schlimmer noch: die noch nicht einmal in Reichweite unserer Zuständigkeit sind. Sie reiten das tote Pferd der Umverteilung und der weltweiten Unternehmen- und Finanztransaktionsteuern.↳ Linke Diese Finanztransaktionsteuer ist nun wirklich eine Untote. Ich habe mir mal herausgesucht, seit wie vielen Jahren sie durch die Bundespolitik geistert: 2010 gab es die erste Initiative, eine deutsch-französische Initiative nach der Finanzkrise, 2011 gab es eine Bundesratsinitiative, 2013 stand das Projekt in den Koalitionsverhandlungen und im Regierungsprogramm, 2018 gab es einen deutsch-französischen Neustart, 2019 eine neue nationale Umsetzungsinitiative, und heute im Jahre des Herrn 2026 haben wir die Finanztransaktionsteuer immer noch nicht. Sie aber träumen noch weiter davon. ↳ Linke Tote Pferde kann man nicht reiten. Einfach absteigen, dann kommt man weiter im Leben! Steigen Sie auch mal ab von den toten Pferden! Ihr Antrag zeigt: Sie haben kein Verständnis für die Erwartungen der deutschen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler an die Entwicklungspolitik. Wir setzen genau diese Erwartungen um, indem wir unsere Interessen beim Thema Migration, beim Thema Sicherheit sowie unsere geopolitischen Interessen mit einfließen lassen. ↳ Rocco Kever (AfD): »Die Sie ja nicht definiert haben!« Wir wollen beim Thema Sicherheit auch die Sicherheitsinteressen unserer Partner berücksichtigen, ↳ Union: »Sehr richtig!« und niemand ist ernster gefährdet in seiner Sicherheit als die Entwicklungsländer, die Schwellenländer, gerade wenn ich an die Bedrohung durch die Islamisten denke. Für uns bleibt deswegen die Bekämpfung der Fluchtursachen ein wichtiger Schwerpunkt. Eine echte Migrationspolitik ist uns weiterhin wichtig. Die werden wir weiter verfolgen. Ihren Antrag werden wir natürlich ablehnen. Danke schön. Beifall: Union

Die Rednerin lehnt den Antrag auf globale Umverteilung ab und argumentiert, dass Armutsbekämpfung stattdessen durch Marktzugänge, Freihandel und die Förderung des Privatsektors erreicht werde. Zudem betont sie die Notwendigkeit von Good Governance, Korruptionsbekämpfung sowie die Berücksichtigung deutscher Sicherheits- und Migrationsinteressen in der Entwicklungspolitik.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zu einer Kurzintervention darf ich dem Abgeordneten Lorenz Gösta Beutin das Wort erteilen.
LO Lorenz Gösta Beutin Linke rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Frau Kollegin, ich habe von Ihrer Rede nicht viel erwartet, weil ich sie vorher nicht kannte, aber ich muss sagen, ich bin doch sehr enttäuscht worden. Ihre Rede war grässlich, sie war herablassend sondergleichen. Sie haben offensichtlich nicht einmal den Antrag gelesen, sonst hätten Sie mitbekommen, dass dort konkrete Forderungen enthalten sind, wie wir gerade zum Thema …
Vielen Dank. – Frau Kollegin, ich habe von Ihrer Rede nicht viel erwartet, weil ich sie vorher nicht kannte, aber ich muss sagen, ich bin doch sehr enttäuscht worden. Ihre Rede war grässlich, sie war herablassend sondergleichen. Sie haben offensichtlich nicht einmal den Antrag gelesen, sonst hätten Sie mitbekommen, dass dort konkrete Forderungen enthalten sind, wie wir gerade zum Thema „globale Gerechtigkeit“ beitragen können. Und diese Forderungen, die wir aufgestellt haben, sind nicht nur Forderungen, die wir als Linke stellen, das sind Forderungen, die Papst Leo stellt, das sind Forderungen, die die OECD und andere stellen. Wir haben eine globale Ungleichverteilung des Reichtums, die immer stärker wird. Wir sehen sehr klar, dass das nicht nur eine Gerechtigkeitsfrage ist, sondern auch ganz grundlegend eine Demokratiefrage. In einer immer ungerechter werdenden Gesellschaft erodiert die Demokratie. Auch das sehen wir zum Teil in Deutschland. Deswegen setzen wir als Linke darauf, dass soziale Gerechtigkeit ein starker Pfeiler für eine starke Demokratie in der Bundesrepublik ist. Es ist einfach eine dreiste und unerträgliche Unterstellung, wenn Sie das hier in Abrede stellen oder es gar parallelisieren mit den Feinden der Demokratie von rechts. Das verbitte ich mir in aller Entschiedenheit! Demokratie und soziale Gerechtigkeit sind das, was wir in diesen Zeiten verteidigen müssen. Sie sind ein Grundpfeiler des Antifaschismus und des Kampfes gegen rechts in der Bundesrepublik. Beifall: Linke

Beutin kritisiert eine Rednerin scharf und wirft ihr vor, den Antrag nicht gelesen zu haben. Er betont, dass die Bekämpfung globaler Ungleichverteilung und soziale Gerechtigkeit essenziell für den Erhalt der Demokratie und den Kampf gegen rechts seien.

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DR Dr. Inge Gräßle Union rede Im Protokoll ↗
Offensichtlich hat Ihre Fraktion Ihnen keine Redezeit gegeben. Deswegen haben Sie versucht, hier eine kleine Rede zu halten. Ich kann Ihnen nur sagen: Ihre Fraktion hatte recht. Erstens. Sie haben mir nicht zugehört. Deswegen empfehle ich doch dringend, das Protokoll noch mal zu lesen, sodass Sie wirklich nachvollziehen können, dass ich mich sehr wohl mit Ihrem Antrag und Ihren völlig …
Offensichtlich hat Ihre Fraktion Ihnen keine Redezeit gegeben. ↳ Claudia Roth (Grüne): »Ach Mensch!« Deswegen haben Sie versucht, hier eine kleine Rede zu halten. Ich kann Ihnen nur sagen: Ihre Fraktion hatte recht. Erstens. Sie haben mir nicht zugehört. Deswegen empfehle ich doch dringend, das Protokoll noch mal zu lesen, sodass Sie wirklich nachvollziehen können, dass ich mich sehr wohl mit Ihrem Antrag und Ihren völlig untauglichen Argumenten auseinandergesetzt habe.↳ Linke: »Nein!« Zweitens möchte ich auch sagen: Lassen Sie meinen Papst aus dem Spiel! Leo hat genau das nicht gemeint, was Sie meinen. Ich kann nur sagen: Ich glaube, Sie haben untaugliche Mittel, Mittel von vorgestern und von vorvorgestern. Manchen von Ihnen würde es übrigens guttun, wenn sie auch mal was gelernt hätten in ihrem Leben. Ich kann das nur empfehlen. Beifall: Union (einzelne Abg.) Beifall: AfD (einzelne Abg.) ↳ Linke ↳ Claudia Roth (Grüne): »Jetzt reicht es aber!« Ich kann nur wiederholen: Angesichts dessen, was ich von Ihnen gehört habe, hatte Ihre Fraktion recht, Ihnen keine Redezeit zu geben. Danke. ↳ Claudia Roth (Grüne): »Was ist denn das für ein Niveau!« ↳ Lorenz Gösta Beutin (Linke)

Die Rednerin weist den Vorredner diffus aus, wirft ihm mangelnde Sachkenntnis vor und verteidigt ihre eigene vorherige Auseinandersetzung mit dem Antrag. Sie kritisiert die Argumentationsweise und die Verwendung des Papstes als Diskussionsgrundlage als untauglich.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die AfD-Fraktion darf ich Rocco Kever das Wort erteilen. Beifall: AfD ↳ Linke
RO Rocco Kever AfD rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen! Wir reden heute über den Antrag Der Linken „Einfluss von Milliardären zurückdrängen – globale Umverteilung jetzt“. Das ist kein harmloser Vorschlag, das ist der Klassenkampf 2.0, frisch aufgewärmt mit deutschem Steuergeld. Mehr Entwicklungshilfe, Milliardärssteuer, mehr Vermögensabgabe, und das alles, damit Die Linke ihre Weltrettungsträume weiter träumen kann, während hierzulande Rentner im Winter frieren, …
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen! Wir reden heute über den Antrag Der Linken „Einfluss von Milliardären zurückdrängen – globale Umverteilung jetzt“. Das ist kein harmloser Vorschlag, das ist der Klassenkampf 2.0, frisch aufgewärmt mit deutschem Steuergeld. Mehr Entwicklungshilfe, Milliardärssteuer, mehr Vermögensabgabe, und das alles, damit Die Linke ihre Weltrettungsträume weiter träumen kann, während hierzulande Rentner im Winter frieren, junge Familien die Energiepreise nicht mehr stemmen können und Krankenhäuser ganze Stationen schließen müssen. Beifall: AfD ↳ Linke Sachlich gesagt: Das ist nicht Solidarität, was Sie hier machen wollen, das ist der systematische Ausverkauf des eigenen Volkes. Beifall: AfD ↳ Claudia Roth (Grüne): »Oh!« Die Linke fordert eine höhere ODA-Quote, mehr EZ-Gelder, globale Superreichensteuer, nationale Vermögensteuer, einmalige Vermögensabgabe und den Umbau der EZ zur reinen Umverteilungsmaschine. Gleichzeitig behaupten Sie, zwölf Männer hätten mehr Geld als 4 Milliarden Menschen. ↳ Claudia Roth (Grüne): »Stimmt doch!« Die Zahlen mögen stimmen, die Schlussfolgerung ist falsch: Nicht der Reichtum ist das Problem, sondern die Politik der Entwicklungsländer, die seit Jahrzehnten unfähig sind, ihre eigenen Länder aufzubauen. Beifall: AfD ↳ Charlotte Antonia Neuhäuser (Linke) Der Gipfel ist: Die SPD müsste diesem Antrag zustimmen. Ihre Ministerin hat hier im Plenum klipp und klar gesagt, dass sie einer Milliardärssteuer grundsätzlich zustimmt. ↳ Maik Brückner (Linke) Typisch SPD. Und wo seid ihr eigentlich, liebe CDU? Wo bleibt eure Kritik, wenn eine Ministerin der jetzigen Regierung hier im Plenum einer Milliardärssteuer ausdrücklich zugestimmt hat? Ihr lasst diesen spezialdemokratischen Schwachsinn unkommentiert stehen. ↳ Claudia Roth (Grüne): »Hey!« Ihr habt jahrelang mit aufgebaut, was jetzt weitergeht, und traut euch nicht einmal, die Worte eures eigenen Koalitionspartners zu kritisieren. Beifall: AfD An Die Linke gerichtet: Finanzieren Sie Ihre „solidarische, internationale Politik“ mit Ihrem eigenen Vermögen, nicht mit dem der deutschen Rentner, Familien und Arbeitnehmer. Beifall: AfD ↳ Linke Sie sind realitätsfern. Linke, SPD und natürlich auch die CDU, die zu allem schweigt und Verursacher aller Probleme in Deutschland ist: Geht doch endlich mal in die Krankenhäuser, wo pures Chaos und Personalmangel herrschen! Geht nach Neukölln auf die Straße, erzählt dort von eurer linken Weltanschauung und schaut euch an, wie die Neubürger dann reagieren! Beifall: AfD Dann ändert ihr vielleicht endlich eure Weltanschauung und fangt an, euch mal um das eigene Land zu kümmern. Denn genau das ist der Kern des Betrugs in diesem Antrag. ↳ Claudia Roth (Grüne): »Oah!« Mit Milliarden an EZ-Geldern wird nicht Armut bekämpft,↳ Linke sondern es werden die Migrations- und Abhängigkeitsstrukturen am Leben gehalten.Beifall: AfD ↳ Claudia Roth (Grüne): »Oijoijoi!« – Ja, jetzt kommt „Oijoijoi“. ↳ Axel Müller (Union) Linke, Grüne, SPD: Statt das eigene Land zu sanieren, soll Deutschland zum Zahlmeister der Welt werden. Wir sagen: Keine Milliardärssteuer, keine neuen Abgaben, keine weiteren Steuermilliarden ins Ausland! Beifall: AfD ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Aber ihr kriegt doch Gelder aus dem Ausland!« ↳ Linke Wir brauchen keine „Ära der Milliardäre“-Rhetorik. Wir brauchen deutsche Gerechtigkeit für das deutsche Volk. Wir lehnen diesen Antrag ab – nicht aus Kaltherzigkeit, Lachen: Linke (einzelne Abg.) ↳ Claudia Roth (Grüne): »Nö!« sondern aus Verantwortung. Die Bürger haben uns nicht gewählt, damit wir ihr Geld in der Welt verteilen.↳ Dr. Johannes Fechner (SPD) Sie haben uns gewählt, damit Deutschland endlich wieder stark, sicher und souverän wird.

Der Redner lehnt den Antrag der Linken zur globalen Umverteilung und Milliardärsbesteuerung ab und argumentiert, dass solche Maßnahmen den deutschen Bürgern schaden. Er fordert stattdessen, den Fokus der Politik auf die Lösung innerdeutscher Probleme zu richten und keine weiteren Steuermittel ins Ausland zu transferieren.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die Bundesregierung darf ich dem Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Johann Saathoff, das Wort erteilen. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.)
JO Johann Saathoff regierung Im Protokoll ↗
Moin, sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir debattieren heute in einer Zeit, in der sich die tektonischen Platten der Weltpolitik verschieben. Alte Gewissheiten tragen nicht mehr, neue Machtzentren entstehen, und Vertrauen wird zu einer knappen Ressource. Genau in solchen Momenten entscheidet sich, ob wir Spaltung vertiefen wollen oder ob wir Brücken bauen wollen. Der vorliegende Antrag spricht …
Moin, sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir debattieren heute in einer Zeit, in der sich die tektonischen Platten der Weltpolitik verschieben. Alte Gewissheiten tragen nicht mehr, neue Machtzentren entstehen, und Vertrauen wird zu einer knappen Ressource. Genau in solchen Momenten entscheidet sich, ob wir Spaltung vertiefen wollen oder ob wir Brücken bauen wollen. Der vorliegende Antrag spricht wichtige Punkte an: die Frage globaler Ungleichheit und Gerechtigkeit, der Einfluss ökonomischer Macht auf politische Prozesse, die Zukunft multilateraler Zusammenarbeit. All das sind zentrale Herausforderungen unserer Zeit; keine Frage. Deshalb ist klar: Ungleichheit zu überwinden, ist und bleibt ein Kernanliegen deutscher Entwicklungspolitik. Aber wir müssen den Blick weiten – weg von kleinteiligen Debatten, wie wir sie heute auch wieder gehört haben, hin zu mehr Wirkung. Denn wir stehen nicht am Anfang einer Debatte, wir sind schon längst mittendrin. Mit dem Reformplan des Bundesentwicklungsministeriums richten wir die deutsche Entwicklungspolitik strategischer, fokussierter und partnerschaftlicher aus. Beifall: SPD Beifall: Dr. Inge Gräßle (Union) Unser Ziel ist und bleibt glasklar: Armut und Ungleichheit überwinden, Frieden und Stabilität stärken, internationale Zusammenarbeit vertiefen. Wir unterlegen diesen Anspruch mit konkreten Veränderungen. Wir konzentrieren unsere Mittel stärker auf die Regionen, in denen Armut und Hunger besonders ausgeprägt sind, so zum Beispiel in einigen afrikanischen Ländern und in fragilen Kontexten. Wir bauen wirksame Instrumente wie Schulernährungsprogramme aus und verstärken unser Engagement für Wasser und für nachhaltige Landwirtschaft; denn Zugang zu Nahrung, zu Wasser und grundlegender Daseinsvorsorge ist die Voraussetzung für gerechte Teilhabe, für Zukunftsperspektiven und für Verringerung von Ungleichheit. Es geht darum, das Leben der Menschen spürbar zu verbessern – das Leben der Menschen, die in Armut leben, die hungern, die benachteiligt sind. Gleichzeitig ist die Entwicklungspolitik heute mehr als ein moralisches Anliegen. Sie ist ein strategisches Instrument. In einer fragmentierten Welt trägt sie dazu bei, Stabilität zu sichern und Krisen zu verhindern, bevor sie eskalieren. Beifall: SPD Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Welt ist in den letzten Jahren nicht nur ungleicher geworden; sie ist vor allem tiefer gespalten. Zusammenarbeit ist keine Selbstverständlichkeit mehr, im Gegenteil. In dieser Weltlage entscheidet sich unsere politische Handlungsfähigkeit daran, ob es uns gelingt, tragfähige Partnerschaften auf- und auszubauen, und ob es uns gelingt, das multilaterale System und seine gemeinsamen Regeln zu stärken. Genau darauf muss und wird die deutsche Entwicklungspolitik ihren Fokus richten. Deutschland bringt dafür eine besondere Stärke mit. Über Jahrzehnte ist Vertrauen gewachsen. Unsere Partner erleben uns als verlässlich, berechenbar und ↳ Denis Pauli (AfD): »… zahlungsstark!« als glaubwürdig. Dieses Vertrauen ist die Grundlage für politischen Einfluss und für wirksames Handeln. Nur wenn unsere Partner uns vertrauen, können wir effektiv darauf hinarbeiten, Armut und Ungleichheit zu bekämpfen und die Welt ein kleines Stück gerechter zu machen. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Beifall: Claudia Roth (Grüne) Nur wenn unsere Partner uns vertrauen, tragen sie gemeinsame Lösungen auf internationaler Ebene mit. Deshalb setzen wir auf Zusammenarbeit statt auf Spaltung, auf internationale Abstimmung statt auf nationale Alleingänge und auf Instrumente, die schon heute konkret Wirkung entfalten, indem sie Lebensgrundlagen sichern, wirtschaftliche Perspektiven eröffnen und vor allen Dingen gesellschaftliche Teilhabe möglich machen. Meine Damen und Herren, gute Entwicklungspolitik entsteht durch Wirkung vor Ort, durch Partnerschaften auf Augenhöhe, durch echte und vertrauensvolle Zusammenarbeit und gemeinsame Verantwortung, gerade in Zeiten, in denen sich andere zurückziehen. Und genau daran arbeiten wir. In einer Welt im Umbruch brauchen wir keine zusätzlichen Trennlinien. Wir brauchen mehr Zusammenhalt. Wir brauchen mehr Kooperation. Wir brauchen mehr Multilateralismus. Viele gute Dinge, liebe Kolleginnen und Kollegen, starten im Kleinen. Die Aufmerksamkeit für diese vielen kleinen Projekte müssen wir uns bewahren. Sie können nämlich zu großen Lösungen werden. Oder wie man in Ostfriesland sagt: Mit groot Upgaben mutt man sük befaaten, solang se noch lüttjet sünd. Heiterkeit: SPD (einzelne Abg.) Heiterkeit: Grüne (einzelne Abg.) Das bedeutet so viel wie: Lasst uns aufmerksam sein für die vielen, vielen Lösungen, die in dieser Welt stattfinden – für die vielen, vielen kleinen Lösungen für die großen Probleme, von denen wir noch gar nichts wissen, die wir aber aufgreifen müssen. Die können wir nur aufgreifen, indem wir uns gegenseitig vertrauen, indem wir uns gegenseitig verstehen, indem wir die Bereitschaft haben, miteinander Lösungen zu entwickeln, statt uns gegeneinander abzugrenzen, wie wir es gerade bei meinem Vorredner gehört haben. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen – dazu möchte ich Sie herzlich einladen –, gemeinsam auch mit der Bundesregierung: entschlossen, partnerschaftlich und mit klarem Blick für das, was uns verbindet. Herzlichen Dank. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.)
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für Bündnis 90/Die Grünen darf ich Schahina Gambir das Wort erteilen. Beifall: Grüne Beifall: Linke (einzelne Abg.)
SC Schahina Gambir Grüne rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Während wir hier debattieren, ist die Straße von Hormus immer noch gesperrt – die wichtigste Öl- und Düngemittelroute. Energie- und Nahrungsmittelpreise steigen weiter, die Lieferketten geraten weltweit unter Druck, und das trifft die Menschen im Globalen Süden am härtesten, so auch eine Frau aus Bangladesch, Salma. Sie bewirtschaftet dort 1 Hektar Land. …
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Während wir hier debattieren, ist die Straße von Hormus immer noch gesperrt – die wichtigste Öl- und Düngemittelroute. Energie- und Nahrungsmittelpreise steigen weiter, die Lieferketten geraten weltweit unter Druck, und das trifft die Menschen im Globalen Süden am härtesten, so auch eine Frau aus Bangladesch, Salma. Sie bewirtschaftet dort 1 Hektar Land. Wie Millionen Kleinbäuerinnen weltweit ist sie auf Dünger angewiesen, den sie als Folge des Irankriegs nicht mehr erhält. Weniger Dünger bedeutet für sie weniger Ernte und damit auch weniger Einkommen und weniger Essen für sich und ihre Familie. Ernährungssicherheit endet genau dort, wo die Lieferkette reißt. Beifall: Grüne Und Salma ist keine Ausnahme. Schon vor diesem Krieg sind durch die Zerschlagung von USAID im letzten Jahr 520 000 Kinder verstorben, fast ein Drittel durch Mangelernährung. Es gibt Momente, in denen die Haushaltspolitik über Leben und Tod entscheidet, und genau jetzt ist so ein Moment. Und was macht die Bundesregierung? Sie kürzt weiter: beim BMZ, bei der humanitären Hilfe, deutlich über 30 Prozent in den letzten Jahren. Nach Haushaltsplanung wird Deutschland die ODA-Quote auch in den nächsten drei Jahren wieder deutlich verfehlen. Dabei hat dieselbe Bundesregierung erst letztes Jahr in Sevilla feierlich das 0,7-Prozent-Ziel bekräftigt. Das ist kein Sparen aus haushalterischen Zwängen. Das ist ein politischer Rückzug aus internationaler Verantwortung, Beifall: Grüne Beifall: Linke (einzelne Abg.) und genau das macht uns unglaubwürdig. Ich frage die Bundesregierung: Warum kritisieren Sie wieder und wieder die Abschaffung von USAID, wenn Sie doch selbst in einigen Bereichen fast genauso stark kürzen? Niemand verlangt, dass wir allein die US-Kürzungen auffangen. Aber mit dieser Haushaltspolitik trägt die Bundesregierung eine Mitverantwortung für das Leid von Millionen Menschen. Beifall: Grüne Beifall: Linke (einzelne Abg.) ↳ Denis Pauli (AfD): »Nein! Nein!« Was passiert denn, wenn Staaten sich zurückziehen? Es entstehen Lücken – Lücken, die von privaten Akteuren und autoritären Staaten gefüllt werden. Sie wollen Einfluss ausbauen und Abhängigkeiten schaffen. Das alles hat mit globaler Gerechtigkeit absolut nichts zu tun. Beifall: Grüne Die Bundesregierung setzt zunehmend auf die Privatwirtschaft. Ja, Unternehmen können helfen; aber Entwicklungszusammenarbeit ist keine Außenwirtschaftsförderung. Der Antrag der Linken benennt das richtig: Globale Ungleichheit ist kein Naturgesetz. Globale Ungleichheit ist menschengemacht. – Doch das lässt sich verändern. Wir teilen Ihre Analyse, und wir teilen auch das Ziel, dass ODA-Niveau auf die längst versprochenen 0,7 Prozent anzuheben. Und ja, wir brauchen eine Entschuldung und eine globale Steuergerechtigkeit. Wir brauchen auch eine globale Vermögensteuer und eine Transaktionsteuer, Beifall: Grüne Beifall: Linke ↳ Dr. Alexander Wolf (AfD): »So ein Blödsinn!« ↳ Maik Brückner (Linke): »Ruhe dahinten!« ↳ Claudia Roth (Grüne): »Das sagt der Richtige!« und das auf den Prinzipien der feministischen Entwicklungspolitik, ↳ Claudia Roth (Grüne): »Jetzt schreien sie von der AfD gleich!« die auf diejenigen hört, die am meisten von den Ungerechtigkeiten betroffen sind. Das sind Frauen wie Salma, die das Fundament der Gesellschaft bilden. Wir könnten Hunger, Armut und Abhängigkeit von Millionen Menschen beenden. Das wäre globale Gerechtigkeit, das wäre in unserem eigenen Interesse, und das ist längst überfällig, meine Damen und Herren. Vielen Dank. Beifall: Grüne Beifall: Linke ↳ Dr. Alexander Wolf (AfD): »So viel Unsinn in einer Rede!«

Die Rednerin kritisiert die Kürzungen der Bundesregierung in der Entwicklungszusammenarbeit als Rückzug aus internationaler Verantwortung und verweist auf die fatalen Folgen für den Globalen Süden. Sie fordert stattdessen höhere ODA-Zahlungen, eine globale Vermögensteuer sowie Entschuldung, um globale Ungleichheit abzubauen.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Wir hören für die CDU/CSU-Fraktion Carl-Philipp Sassenrath. Beifall: Union
CA Carl-Philipp Sassenrath Union rede Im Protokoll ↗
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sie, meine Damen und Herren auf der Besuchertribüne, bekommen heute einen klaren Eindruck. Es gibt in diesem Hohen Haus zwei Seiten, die beide ein M-Problem haben. Die einen sagen: Migration ist an allem schuld. Die anderen sagen: Milliardäre sind an allem schuld. Und mit diesem Populismus versuchen beide Seiten, das viel größere Problem ihrer …
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sie, meine Damen und Herren auf der Besuchertribüne, bekommen heute einen klaren Eindruck. Es gibt in diesem Hohen Haus zwei Seiten, die beide ein M-Problem haben. Die einen sagen: Migration ist an allem schuld. Die anderen sagen: Milliardäre sind an allem schuld. Beifall: Union (einzelne Abg.) ↳ Desiree Becker (Linke): »Die anderen haben Friedrich Merz!« Und mit diesem Populismus versuchen beide Seiten, das viel größere Problem ihrer Politik zu verstecken: ihren Mangel an echten Ideen, ihre Mutlosigkeit für eine bessere internationale Zusammenarbeit. Deswegen ist es gut, dass diese Bundesregierung Verantwortung übernimmt und die Entwicklungszusammenarbeit neu ausrichtet. Beifall: Union Beifall: Anja Troff-Schaffarzyk (SPD) Es ist falsch, wenn Sie dabei nicht anerkennen: Entwicklungszusammenarbeit muss eben auch unseren sicherheits- und geopolitischen Interessen dienen. Es sind am Ende Steuergelder. Denn wenn wir unsere Stärken in die Welt einbringen, profitieren am Ende alle. Ein Beispiel sind die Klinikpartnerschaften, etwa mit Syrien oder der Ukraine. Diese gerade auch bilaterale Gesundheitszusammenarbeit müssen wir, Herr Staatssekretär, unbedingt fortsetzen. Und was bei Ihnen von den Linken einfach falsch ist, das ist bei Ihnen von der AfD schon wieder konsequent falsch. Wer ohnehin schon als fünfte Kolonne von MAGA und Moskau auftritt, ↳ AfD der ist dann natürlich auch gegen wirtschaftliche Zusammenarbeit, nämlich eine wirtschaftliche Zusammenarbeit, die unseren Interessen, unserer Sicherheit und unserem Wohlstand dient. ↳ Dr. Alexander Wolf (AfD): »Das entbehrt jeder Grundlage!« In einem Punkt stimme ich Ihnen von den Linken gleichwohl zu, wenn auch anders, als Sie meinen. Erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit beginnt bei uns selbst zu Hause. Sie beginnt mit wirtschaftlicher Stärke. Deshalb ist es aber der falsche Weg, gerade jetzt höhere Steuern zu fordern – an einem Tag, an dem die OECD zeigt, wie hoch die Belastung in Deutschland bereits ist. Und wenn Sie hier schon die Dreistigkeit besitzen, als SED-Nachfolgepartei den Papst zu zitieren, ↳ Linke dann lassen Sie sich vom ehemaligen Papst Franziskus auch das hier gesagt sein: „Der Mensch ist an der Arbeit beteiligt. Das ist die erste Berufung des Menschen: zu arbeiten.“ Beifall: Union „Und das verleiht dem Menschen Würde. Die Würde, die ihn Gott ähneln lässt. Die Würde der Arbeit.“ Zitat Ende. Deswegen arbeiten wir hart für eine Politik, bei der sich Arbeit wieder mehr lohnt. Wir müssen in diesem Land die Steuern senken, nicht erhöhen. Wir müssen dadurch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit stärken, nicht schwächen. Denn gerade das ist doch die Grundlage für unseren Einfluss in der Welt. Beifall: Union ↳ Maik Brückner (Linke): »Sie sollten das Zitat noch mal lesen!« Gleichzeitig steht die globale Entwicklungszusammenarbeit unter Druck. Die USA, ja, ziehen sich in Teilen zurück, etwa aus der globalen Gesundheitspolitik. Darauf gibt es drei klare Antworten: Erstens. Deutschland übernimmt Verantwortung. Im Übrigen, Frau Kollegin, nach den vorläufigen Zahlen der OECD für 2025 als Land mit der absolut größten Entwicklungshilfe weltweit, ↳ Schahina Gambir (Grüne): »Ja, aber wir haben nicht mehr gegeben! Die Krisen und Konflikte in der Welt werden ja nicht weniger! Wir sind in der Poleposition, weil alle anderen kürzen! Und wir kürzen auch!« gerade aber in der Gesundheitspolitik: 1 Milliarde Euro für den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria bis 2028, 600 Millionen Euro für Impfungen in Entwicklungsländern bis 2030, 170 Millionen Euro zur Vorbeugung von Pandemien – das ist konkrete deutsche Verantwortung für die Welt und in der Welt. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Zweitens zeigt sich, dass selbst diejenigen, die sich zurückziehen, schnell merken, wie wichtig die Entwicklungszusammenarbeit ist. Die USA kündigen einerseits den Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation an, wollen aber gleichzeitig – wie der US-Präsident dann dem WHO-Chef per SMS übermittelt – in zehn zentralen Programmbereichen weiter mitwirken, etwa im globalen Influenza-Frühwarnnetzwerk, etwa beim Regionalbüro in Amerika. Denn diese Zusammenarbeit in den multilateralen Institutionen ist am Ende eben im nationalen Interesse. Drittens. Europa weist den Weg nach vorne. Mit Global Gateway stärken wir gezielt Investitionen und binden den Privatsektor stärker ein. Das hat das Europäische Parlament gerade erst im März entschieden. Das ist der richtige Ansatz für eine moderne Entwicklungszusammenarbeit. Dann lassen Sie mich zum Schluss, liebe Kolleginnen und Kollegen, weil Sie den Multilateralismus in Ihrem Antrag zu Recht ansprechen, der sehr unter Druck steht, sagen: Er bleibt unverzichtbar. Auch da übernimmt Deutschland gerade Verantwortung: bei der Aufarbeitung russischer Kriegsverbrechen – wenn es um die Gründung des Sondertribunals geht, bei der Stärkung des humanitären Völkerrechts –, bei einer Initiative des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und auch bei Verhandlungen zu Regeln für autonome Waffensysteme. Das ist konkrete Arbeit zur Stärkung des Multilateralismus. Beifall: Union ↳ Thomas Rachel (Union): »Sehr richtig!« Ihren immer gleichen M-Phrasen stellen wir entgegen, was es in der Entwicklungszusammenarbeit braucht: Mut für die richtigen Entscheidungen. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.)

Der Redner kritisiert pauschale Problemzuschreibungen an Migration (AfD) und Milliardäre (Linke) als populistisch und stattdessen fordert er eine pragmatische Entwicklungszusammenarbeit, die deutschen Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen dient. Er betont, dass wirtschaftliche Stärke durch niedrige Steuern die Basis für globalen Einfluss sei und hebt Deutschlands konkrete finanzielle Beiträge zur globalen Gesundheit und zum Multilateralismus hervor.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
M wie Matthias Rentzsch darf ich das Wort erteilen für die AfD-Fraktion, und zwar ist dies das letzte Wort in dieser Aussprache. Beifall: AfD Heiterkeit: Union (einzelne Abg.) Heiterkeit: AfD (einzelne Abg.)
MA Matthias Rentzsch AfD rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Der hier vorliegende Antrag der Linksfraktion ist ein typisches Beispiel sozialistischer Allmachtsfantasien. Zudem überschlägt sich dieser mit aberwitzigen Begrifflichkeiten. Kurz zusammengefasst wollen die Linken: eine „transformative, solidarische, ökologische, feministische Gerechtigkeitspolitik“, um mithilfe „multilateraler Regelwerke“ und eines „Expert*innenrates für Globale Gerechtigkeit“ die „rassistischen und postkolonialen Strukturen“ zu überwinden. – …
Vielen Dank. – Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Der hier vorliegende Antrag der Linksfraktion ist ein typisches Beispiel sozialistischer Allmachtsfantasien. Zudem überschlägt sich dieser mit aberwitzigen Begrifflichkeiten. Kurz zusammengefasst wollen die Linken: eine „transformative, solidarische, ökologische, feministische Gerechtigkeitspolitik“, um mithilfe „multilateraler Regelwerke“ und eines „Expert*innenrates für Globale Gerechtigkeit“ die „rassistischen und postkolonialen Strukturen“ zu überwinden. Heiterkeit: AfD (einzelne Abg.) ↳ Claudia Roth (Grüne): »Was lachen Sie denn da so?« ↳ Dr. Alexander Wolf (AfD): »So viel Blödsinn in einem Satz!« ↳ Claudia Roth (Grüne): »Unerträglich! Also wirklich! So viel Arroganz!« – Frau Roth, gemach, gemach! ↳ Claudia Roth (Grüne): »Sagen Sie das mal Ihren Kollegen!« Der Text in Gänze ist noch viel schlimmer und dient einzig dazu, die deutschen Bürger – mittels globaler Steuern – noch mehr zu belasten. So zu lesen in Punkt 4 a): „Einführung progressiver, international koordinierter Steuern […] in Form von globalen Unternehmenssteuern, Finanztransaktionssteuern, Umweltsteuern“ und Reichensteuern. Bemerkenswert ist hierbei, dass Sie diese Steuern in der Mehrzahl nennen. ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD) Noch anmaßender ist der Punkt 3 b). Sie wollen sogenannte Geflüchtete ↳ Claudia Roth (Grüne): »Was heißt denn hier „sogenannte“?« ebenso aus der Berechnung der ODA-Quote rausnehmen wie auch die internationale Finanzierung der Klimaideologie. Das heißt, zu den im Antrag bereits geforderten circa 32 Milliarden Euro würden noch mal circa 4 bis 6 Milliarden Euro hinzukommen – in Summe mehr als 36 Milliarden Euro jährlich für absolut intransparente öffentliche Entwicklungshilfeleistungen. Meine Damen und Herren, es ist nicht die Aufgabe der deutschen Politik, globale Steuern zu initiieren, um mehr umzuverteilen. Deutschlands Versuch, die Welt am rot-grünen gesellschaftspolitischen Wesen genesen zu lassen, wird bereits jetzt schon – auch ohne diesen Antrag – international als moralische Überheblichkeit wahrgenommen und isoliert uns zunehmend. Beifall: AfD ↳ Claudia Roth (Grüne): »Sie müssen es ja wissen!« ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Von wem denn?« Die deutsche Entwicklungshilfe ist ideologisch anmaßend und hat wenig bis nichts mit einer sinnvollen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zum Nutzen beider Seiten zu tun. Beispiele hierfür gibt es zur Genüge. Beifall: AfD ↳ Dr. Irene Mihalic (Grüne): »Nennen Sie doch mal eins!« Liebe Linke, wann sehen Sie es endlich ein? Ihre Ideologie der Gleichmacherei und Umverteilung hat noch nie funktioniert. Sie ist schon vielfach gescheitert und hat stets zu Not und Armut geführt. Beifall: AfD Wir, die AfD, stehen für das genaue Gegenteil: ↳ Claudia Roth (Grüne): »Das stimmt!« Wir stehen für Freiheit, für Selbstbestimmung,↳ SPD: »Da muss er selber lachen!« für weniger Steuern im Sinne des Wohlstandes aller hart arbeitenden Bürger unseres Landes!↳ Dr. Johannes Fechner (SPD) Wir lehnen diesen Antrag ab. Beifall: AfD

Der Redner lehnt den Antrag der Linksfraktion als sozialistische Allmachtsfantasie ab und kritisiert die darin geforderten globalen Steuern sowie eine als ideologisch und anmaßend empfundene Entwicklungspolitik. Stattdessen fordert er weniger Steuern, Freiheit und eine an wirtschaftlichem Nutzen orientierte Politik.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Ich schließe die Aussprache. Interfraktionell wird die Überweisung der Vorlage auf Drucksache 21/5029 an den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorgeschlagen. Gibt es weitere Überweisungsvorschläge? – Das kann ich nicht erkennen. Dann verfahren wir wie vorgeschlagen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir sind damit am Schluss unserer heutigen Tagesordnung. Ich berufe die nächste Sitzung des Deutschen Bundestages auf morgen, Donnerstag, …
Ich schließe die Aussprache. Interfraktionell wird die Überweisung der Vorlage auf Drucksache 21/5029 an den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorgeschlagen. Gibt es weitere Überweisungsvorschläge? – Das kann ich nicht erkennen. Dann verfahren wir wie vorgeschlagen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir sind damit am Schluss unserer heutigen Tagesordnung. Ich berufe die nächste Sitzung des Deutschen Bundestages auf morgen, Donnerstag, den 23. April 2026, 9 Uhr, ein. Die Sitzung ist geschlossen. Ich wünsche allen einen erbaulichen Abend. (Schluss: 19:30 Uhr) Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Entschuldigte Abgeordnete Abgeordnete(r) Aken, Jan van Die Linke Balten, Adam (Teilnahme an einer Parl. Versammlung) AfD Bessin, Birgit AfD Bochmann, René AfD Boehringer, Peter AfD Böttger, Janina (Teilnahme an einer Parl. Versammlung) Die Linke Brandes, Dirk AfD Cademartori, Isabel SPD Detzer, Dr. Sandra BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Droßmann, Falko SPD Eichwede, Sonja (gesetzlicher Mutterschutz) SPD Gamanov, Boris AfD Gauland, Dr. Alexander AfD Hahn, Dr. Ingo AfD Hahn, Florian CDU/CSU Heinrich, Gabriela (Teilnahme an einer Parl. Versammlung) SPD Hermeier, Mareike Die Linke Joswig, Julian (Teilnahme an einer Parl. Versammlung) BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Kaufmann, Dr. Malte (Teilnahme an einer Parl. Versammlung) AfD Kemmer, Ronja CDU/CSU Kempf, Martina (Teilnahme an einer Parl. Versammlung) AfD Kofler, Dr. Bärbel SPD Köhler, Achim (Teilnahme an einer Parl. Versammlung) AfD Kopf, Chantal BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Lamely, Pierre (Teilnahme an einer Parl. Versammlung) AfD Lang, Ricarda BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Lips, Patricia (Teilnahme an einer Parl. Versammlung) CDU/CSU Lucassen, Rüdiger AfD Lucks, Max (Teilnahme an einer Parl. Versammlung) BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Pawlik, Natalie (gesetzlicher Mutterschutz) SPD Pistorius, Boris SPD Polat, Filiz (Teilnahme an einer Parl. Versammlung) BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Schäfer, Jamila BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Schiller, Manfred AfD Schmidt, Uwe SPD Steiniger, Johannes CDU/CSU Taher Saleh, Kassem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Willnat, Christin Die Linke Zippelius, Nicolas CDU/CSU Anlage 2 Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/5419) Frage 6
FR Frage der Abgeordneten Julia Schneider Grüne rede Im Protokoll ↗
Wie will die Bundesregierung, vor dem Hintergrund des vom Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Carsten Schneider, vorgelegten Eckpunktepapiers für ein neues Textilgesetz, das Ziel der Abfallvermeidung gemäß § 6 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes erreichen, wenn zentrale Treiber wie Fast Fashion meiner Auffassung nach nicht reguliert werden? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Das Textilgesetz soll die neuen europarechtlichen Vorgaben …
Wie will die Bundesregierung, vor dem Hintergrund des vom Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Carsten Schneider, vorgelegten Eckpunktepapiers für ein neues Textilgesetz, das Ziel der Abfallvermeidung gemäß § 6 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes erreichen, wenn zentrale Treiber wie Fast Fashion meiner Auffassung nach nicht reguliert werden? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Das Textilgesetz soll die neuen europarechtlichen Vorgaben der Richtlinie (EU) 2025/1892 umsetzen. Danach ist national eine erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien einzuführen. Hersteller übernehmen die Verantwortung für die Entsorgung der Alttextilien. Das Textilgesetz ist nur eine von mehreren Maßnahmen, um Fast Fashion einzudämmen. Daneben haben wir die Kreislaufwirtschaftsstrategie, die EU-Abfallverbringungsverordnung oder die EU-Ökodesignvorgaben. Frage 7

Die Abgeordnete fragt, wie die Bundesregierung das Ziel der Abfallvermeidung erreichen will, wenn Treiber wie Fast Fashion nicht reguliert werden. Die Parl. Staatssekretärin antwortet, dass das geplante Textilgesetz europarechtliche Vorgaben umsetzt und nur eine von mehreren Maßnahmen zur Eindämmung von Fast Fashion ist.

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FR Frage des Abgeordneten Dr. Jan-Niclas Gesenhues Grüne rede Im Protokoll ↗
Welche konkreten gesetzlichen oder finanziellen Maßnahmen wird das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit noch in diesem Jahr ergreifen, um Umwelt-, Natur- und Klimaschutz zu stärken, nachdem es zuletzt mehrfach Vorhaben mitgetragen hat, die bestehende Standards abschwächen ? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Exemplarisch werden fünf Projekte genannt: Erstens. Das Kabinett hat am 25. März das nationale …
Welche konkreten gesetzlichen oder finanziellen Maßnahmen wird das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit noch in diesem Jahr ergreifen, um Umwelt-, Natur- und Klimaschutz zu stärken, nachdem es zuletzt mehrfach Vorhaben mitgetragen hat, die bestehende Standards abschwächen (vergleiche www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/04_Stellungnahmen/2024_2028/2026_02_SN_Beschleunigung.html)? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Exemplarisch werden fünf Projekte genannt: Erstens. Das Kabinett hat am 25. März das nationale Klimaschutzprogramm beschlossen. Damit schützen wir Mensch und Natur. Wir machen unser Land zukunftsfähiger. Deutschland wird unabhängiger von fossilen Energieträgern, Großhandelspreise für Strom werden durch die erneuerbaren Energien nachhaltig und langfristig sinken. Zweitens. Die nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) wird Rohstoffe in unserem Wirtschaftssystem halten und uns dadurch unabhängiger von Importen machen. Drittens. Mit der Weiterentwicklung der THG-Quote und Klimaschutzpflicht für Mineralölkonzerne stärken wir den Hochlauf von grünem Wasserstoff und Elektromobilität. Flankierend startet demnächst das Förderprogramm für E-Mobilität. Viertens. Wir arbeiten an einem Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur. Fünftens. Ein neues Textilgesetz wird die sogenannte erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien in Deutschland einführen. Frage 8

Der Abgeordnete fragt nach konkreten Maßnahmen zur Stärkung des Umwelt- und Klimaschutzes angesichts kürzlich abgeschwächter Standards. Die Parlamentarische Staatssekretärin listet daraufhin fünf aktuelle oder geplante Projekte der Bundesregierung auf, darunter das nationale Klimaschutzprogramm, die Kreislaufwirtschaftsstrategie und ein neues Textilgesetz.

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FR Frage des Abgeordneten Maximilian Kneller AfD rede Im Protokoll ↗
Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über den technischen Zustand hinsichtlich der Durchführbarkeit einer Reaktivierung des Kernkraftwerks Emsland vor? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Deutschland hat sich im Jahr 2011 für einen Energiemix ohne Kernenergie entschieden. Ein Wiedereinstieg in die Nutzung der Atomenergie durch Kernspaltung ist im Koalitionsvertrag nicht vereinbart. Das Atomkraftwerk Emsland hat eine Stilllegungsgenehmigung erhalten, der Abbau hat …
Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über den technischen Zustand hinsichtlich der Durchführbarkeit einer Reaktivierung des Kernkraftwerks Emsland vor? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Deutschland hat sich im Jahr 2011 für einen Energiemix ohne Kernenergie entschieden. Ein Wiedereinstieg in die Nutzung der Atomenergie durch Kernspaltung ist im Koalitionsvertrag nicht vereinbart. Das Atomkraftwerk Emsland hat eine Stilllegungsgenehmigung erhalten, der Abbau hat bereits begonnen. Es gibt keine Überlegungen oder Prüfungen der Bundesregierung, stillgelegte Atomkraftwerke wieder in Betrieb zu nehmen. Daher bewertet die Bundesregierung den technischen Zustand hinsichtlich einer Reaktivierung des Atomkraftwerks Emsland nicht. Frage 9

Der Abgeordnete fragt nach den technischen Erkenntnissen der Bundesregierung zur Reaktivierung des Kernkraftwerks Emsland. Die Staatssekretärin antwortet, dass es keine Prüfungen oder Überlegungen zur Wiederinbetriebnahme gibt, da der Abbau bereits begonnen habe.

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FR Frage des Abgeordneten Bernd Schattner AfD rede Im Protokoll ↗
Welche Ziele verfolgt die Bundesregierung mit dem Zweiten Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Das Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote dient der Umsetzung der Vorgaben der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie sowie der Verordnung 2023/2405. Die THG-Quote trägt dazu bei, die Klimaschutzziele im Verkehr zu erreichen, neue Technologien für eine nachhaltige Mobilität zu unterstützen und die Abhängigkeit von …
Welche Ziele verfolgt die Bundesregierung mit dem Zweiten Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Das Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote dient der Umsetzung der Vorgaben der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie sowie der Verordnung (EU) 2023/2405. Die THG-Quote trägt dazu bei, die Klimaschutzziele im Verkehr zu erreichen, neue Technologien für eine nachhaltige Mobilität zu unterstützen und die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu reduzieren. Frage 10

Der Abgeordnete fragt nach den Zielen der Bundesregierung bezüglich des Zweiten Gesetzes zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote. Die Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin verweist auf die Umsetzung von EU-Vorgaben, die Erreichung von Klimaschutzzielen im Verkehr und die Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Importen.

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FR Frage des Abgeordneten Tarek Al-Wazir Grüne rede Im Protokoll ↗
Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über den konkreten CO2-Ausstoß von Plug-in-Hybrid-Pkw im Realbetrieb auf der Straße im Vergleich zu herkömmlichen reinen Verbrenner-Pkw vor , und hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung der CO2-Ausstoß von Plug-in-Hybriden im Realbetrieb in den letzten zehn Jahren verändert? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Erst mit der für Fahrzeuge ab dem Zulassungsjahr 2021 eingeführten …
Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über den konkreten CO2-Ausstoß von Plug-in-Hybrid-Pkw im Realbetrieb auf der Straße im Vergleich zu herkömmlichen reinen Verbrenner-Pkw vor (bitte nach Studien auflisten und CO2 in Gramm pro Kilometer ausweisen), und hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung der CO2-Ausstoß von Plug-in-Hybriden im Realbetrieb in den letzten zehn Jahren verändert? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Erst mit der für Fahrzeuge ab dem Zulassungsjahr 2021 eingeführten Kraftstoffverbrauchserfassung werden Kraftstoffverbrauchsdaten auf EU-Ebene verlässlich erfasst. Bislang liegen die veröffentlichten realen Kraftstoffverbrauchsdaten nur für den Zeitraum 2021 bis 2023 vor. Diese der EU-Kommission gemeldeten Kraftstoffverbrauchsdaten sind auf der Website der Europäischen Umweltagentur öffentlich einsehbar (siehe https://climate-energy.eea.europa.eu/topics/transport/real-world-emissions/intro). Eindeutige Trends über den zeitlichen Verlauf lassen sich daraus nach Auffassung der Bundesregierung nicht ableiten. Frage 11

Der Abgeordnete fragt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen der Bundesregierung zum realen CO2-Ausstoß von Plug-in-Hybriden im Vergleich zu reinen Verbrennern sowie zur Entwicklung der Emissionen in den letzten zehn Jahren. Die Staatssekretärin verweist auf EU-Daten ab 2021 und erklärt, dass bisher keine eindeutigen zeitlichen Trends ableitbar sind.

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FR Frage des Abgeordneten Stephan Brandner AfD rede Im Protokoll ↗
Was sind die drei größten Erfolge des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit seit Beginn der Legislaturperiode im Bereich des Klimaschutzes? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Nachfolgend sind exemplarisch drei wichtige Erfolge des Bundesumweltministeriums aufgeführt: Erstens: Am 25. März hat die Bundesregierung das Klimaschutzprogramm 2026 fristgerecht beschlossen. Die im Programm enthaltenen Klimaschutzmaßnahmen tragen dazu bei, das 2030-Klimaziel …
Was sind die drei größten Erfolge des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit seit Beginn der Legislaturperiode im Bereich des Klimaschutzes? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Nachfolgend sind exemplarisch drei wichtige Erfolge des Bundesumweltministeriums aufgeführt: Erstens: Am 25. März hat die Bundesregierung das Klimaschutzprogramm 2026 fristgerecht beschlossen. Die im Programm enthaltenen Klimaschutzmaßnahmen tragen dazu bei, das 2030-Klimaziel von minus 65 Prozent Treibhausgasemissionen zu erreichen. Das Programm zeigt darüber hinaus Maßnahmen auf, wie die mittelfristigen Klimaziele für den Zeitraum 2031 bis 2040 eingehalten werden können. Zweitens: Beim Förderprogramm für die Wiedervernässung land- und forstwirtschaftlich genutzter Moorböden, das am 17. April vorgestellt wurde, geht es um die bislang größte Unternehmung zur Wiedervernässung von Mooren in Deutschland. Dabei reden wir über ein Fördervolumen von 1,75 Milliarden Euro. Das ist ein Angebot, bis 2030 mit der Wiedervernässung von 90 000 Hektar land- und forstwirtschaftlich genutzter Moorfläche loszulegen. Drittens: Am 9. Dezember 2025 hat man sich auf das neue EU-Klimaziel für 2040 geeinigt, das die Senkung der Nettotreibhausgasemissionen um 90 Prozent bis 2040 gegenüber 1990 verbindlich vorsieht. Das ist ein wegweisender Beschluss, der Europa stärker und sicherer machen wird. Daran hat die Bundesregierung mit großem Engagement mitgewirkt. Die aktuelle Weltlage zeigt uns: Wer weniger Öl und Gas verbraucht, ist klar im Vorteil. Wir investieren in die heimische Energiewende, in unsere Wertschöpfung, unsere Arbeitsplätze und unsere Energiesouveränität. Frage 12

Die parlamentarische Anfrage zielt auf die Benennung der drei größten Klimaschutz-Erfolge des Bundesumweltministeriums in der laufenden Legislaturperiode ab. In der Antwort werden das Klimaschutzprogramm 2026, ein großes Förderprogramm zur Wiedervernässung von Mooren und das EU-Klimaziel für 2040 als zentrale Maßnahmen aufgeführt.

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FR Frage des Abgeordneten Stephan Brandner AfD rede Im Protokoll ↗
Welche der Maßnahmen aus dem von der Bundesregierung Ende März 2026 verabschiedeten Klimaschutzprogramm bewertet der Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Carsten Schneider, als den wirksamsten Beitrag zum Klimaschutz, und wie begründet er seine Einschätzung? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Das Klimaschutzprogramm 2026 enthält eine ganze Reihe von sehr wirksamen Klimaschutzmaßnahmen, die aus Sicht des Bundesumweltministers von …
Welche der Maßnahmen aus dem von der Bundesregierung Ende März 2026 verabschiedeten Klimaschutzprogramm bewertet der Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Carsten Schneider, als den wirksamsten Beitrag zum Klimaschutz, und wie begründet er seine Einschätzung? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Das Klimaschutzprogramm 2026 enthält eine ganze Reihe von sehr wirksamen Klimaschutzmaßnahmen, die aus Sicht des Bundesumweltministers von besonderer Bedeutung sind. Einzelne Maßnahmen hier herauszugreifen, wird der Breite und Komplexität des Klimaschutzprogramms zwar nicht gerecht, dennoch kann man exemplarisch vier Maßnahmen nennen: Erstens. Die zusätzlichen 12 Gigawatt Wind an Land in den kommenden Ausschreibungsrunden ergänzen die ohnehin geplanten Ausbauziele, um das Ziel von 80 Prozent erneuerbare Energien am Stromverbrauch bis 2030 sicher zu erreichen. Zweitens. Durch die Anhebung der THG-Quoten steigt das Ambitionsniveau in Bezug auf die benötigte Menge an erneuerbaren Kraftstoffen, und es wird gleichzeitig ein erheblicher Beitrag zur Schließung der CO2-Lücke geleistet. Drittens. Das Förderprogramm zur Elektromobilität ist zentral mit Blick auf die Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie, die Bezahlbarkeit der künftigen Mobilität, aber auch für den Klimaschutz im Verkehr. Viertens. Das Förderprogramm für die Wiedervernässung land- und forstwirtschaftlich genutzter Moorböden ist die bislang größte Unternehmung zur Wiedervernässung von Mooren in Deutschland. Frage 13

Der Abgeordnete fragt nach der wirksamsten Maßnahme des Klimaschutzprogramms 2026. Die Staatssekretärin benennt exemplarisch vier Maßnahmen, betont aber, dass diese Auswahl der Komplexität des Programms nicht vollständig gerecht wird.

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FR Frage der Abgeordneten Dr. Julia Verlinden Grüne rede Im Protokoll ↗
Welchen Zeitplan sieht das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit für die Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie in nationales Recht vor, und wie bewertet das BMUKN die Kommunalabwasserrichtlinie im Hinblick auf den Gewässerschutz in Deutschland? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Die novellierte Kommunalabwasserrichtlinie ist Anfang 2025 in Kraft getreten. Sie ist ein Meilenstein für den Gewässerschutz. Im Zentrum stehen …
Welchen Zeitplan sieht das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) für die Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) in nationales Recht vor, und wie bewertet das BMUKN die Kommunalabwasserrichtlinie im Hinblick auf den Gewässerschutz in Deutschland? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Die novellierte Kommunalabwasserrichtlinie ist Anfang 2025 in Kraft getreten. Sie ist ein Meilenstein für den Gewässerschutz. Im Zentrum stehen Vorgaben zum Ausbau von Kläranlagen mit einer sogenannten vierten Reinigungsstufe. Damit werden weniger Mikroschadstoffe in die Gewässer eingetragen. Weitere Anforderungen sind: weniger Eintrag von Nährstoffen in Gewässer; die Energieneutralität von Kläranlagen; Parameter, die für die öffentliche Gesundheit relevant sind, werden im Abwasser gemessen. Die Kosten dieser Maßnahmen werden – verursachergerecht – zu mindestens 80 Prozent über eine erweiterte Herstellerverantwortung der Industrie finanziert. Die Kommunalabwasserrichtlinie ist bis Mitte 2027 in nationales Recht umzusetzen. Das Bundesumweltministerium strebt eine fristgerechte Umsetzung an. Frage 14

Die Abgeordnete fragt nach dem Zeitplan zur Umsetzung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie und deren Bewertung für den Gewässerschutz. Die Staatssekretärin erläutert die Vorgaben zur vierten Reinigungsstufe, Energieeffizienz und die工业finanzierung sowie die angestrebte fristgerechte Umsetzung bis 2027.

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FR Frage der Abgeordneten Dr. Julia Verlinden Grüne rede Im Protokoll ↗
Liegen dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit eigene oder fremde Einschätzungen zur möglichen Reaktivierung der abgeschalteten Atomkraftwerke in Deutschland vor, und, wenn ja, teilt das BMUKN die von Jens Spahn in den Raum gestellten Kosten für eine angeblich mögliche Reaktivierung der abgeschalteten AKW in Deutschland, und wie lange würde aus Sicht des BMUKN dieser Prozess zur angeblich …
Liegen dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) eigene oder fremde Einschätzungen zur möglichen Reaktivierung der abgeschalteten Atomkraftwerke (AKW) in Deutschland vor, und, wenn ja, teilt das BMUKN die von Jens Spahn in den Raum gestellten Kosten (www.focus.de/politik/deutschland/spahn-will-wiederinbetriebnahme-deutscher-akws-pruefen-lassen_562cb74e-2b60-4129-9de7-c6366943dd81.html) für eine angeblich mögliche Reaktivierung der abgeschalteten AKW in Deutschland, und wie lange würde aus Sicht des BMUKN dieser Prozess zur angeblich möglichen Reaktivierung der abgeschalteten AKW dauern? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Ein Wiedereinstieg in die Kernenergienutzung widerspricht dem im Atomgesetz festgelegten Zweck, die Nutzung der Kernenergie zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität geordnet zu beenden. Ein Wiedereinstieg in die Nutzung der Atomenergie durch Kernspaltung ist auch im Koalitionsvertrag nicht vereinbart. Daher wurden seitens des Bundesumweltministeriums weder eigene Analysen zur Wiederinbetriebnahme von bereits stillgelegten Atomkraftwerken durchgeführt noch solche Analysen beauftragt. Frage 15

Die Abgeordnete fragt nach Einschätzungen des Bundesumweltministeriums zur möglichen Reaktivierung deutscher Atomkraftwerke sowie nach den damit verbundenen Kosten und der Dauer eines solchen Prozesses. Die Staatssekretärin antwortet, dass ein Wiedereinstieg dem Atomgesetz und dem Koalitionsvertrag widerspreche und daher keine entsprechenden Analysen durchgeführt oder beauftragt wurden.

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FR Frage der Abgeordneten Lisa Badum Grüne rede Im Protokoll ↗
Befürwortet das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit die Auszahlung eines sozial gestaffelten Klimageldes zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern in der aktuellen fossilen Energiepreiskrise, und, wenn nein, warum nicht? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Um der aktuellen Energiepreiskrise zu begegnen, hat der Bundestag in der letzten Woche über die geplanten Entlastungen beim Tanken beraten und wird …
Befürwortet das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit die Auszahlung eines sozial gestaffelten Klimageldes zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern in der aktuellen fossilen Energiepreiskrise, und, wenn nein, warum nicht? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Um der aktuellen Energiepreiskrise zu begegnen, hat der Bundestag in der letzten Woche über die geplanten Entlastungen beim Tanken beraten und wird hierzu diese Woche einen Beschluss fassen. Das Klimageld wäre für diesen Kontext nicht sachgerecht. Die derzeitigen Preissteigerungen haben ja nichts mit der CO2-Bepreisung zu tun, sondern sind ein Ergebnis der gestiegenen Weltmarktpreise für fossile Energieträger. Wenn man hier einen Zusammenhang mit dem Klimaschutz sieht, dann nur diesen: Mit mehr Klimaschutz werden wir unabhängiger und widerstandsfähiger gegenüber solchen Preisschwankungen bei fossilen Energien. Frage 16

Die Abgeordnete fragt nach der Auszahlung eines sozial gestaffelten Klimageldes zur Entlastung in der Energiepreiskrise. Die Staatssekretärin erwidert, dass das Klimageld hierfür nicht sachgerecht sei, da die Preissteigerungen auf Weltmarktpreisen und nicht auf der CO2-Bepreisung beruhen.

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FR Frage der Abgeordneten Swantje Henrike Michaelsen Grüne rede Im Protokoll ↗
Wie wirkt sich die Einigung des Koalitionsausschusses vom 12. April 2026, wonach Mehremissionen bei den Flottengrenzwerten oberhalb des Zielwerts von 90 Prozent künftig nicht vollständig verpflichtend kompensiert werden sollen sowie Fahrzeuge, die ausschließlich mit erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden, als Nullemissionsfahrzeuge angerechnet werden können, nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums auf die Erreichung der Klimaziele im Verkehrssektor aus? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita …
Wie wirkt sich die Einigung des Koalitionsausschusses vom 12. April 2026, wonach Mehremissionen bei den Flottengrenzwerten oberhalb des Zielwerts von 90 Prozent künftig nicht vollständig verpflichtend kompensiert werden sollen sowie Fahrzeuge, die ausschließlich mit erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden, als Nullemissionsfahrzeuge angerechnet werden können, nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums auf die Erreichung der Klimaziele im Verkehrssektor aus? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Noch gibt es die neuen Regeln in der EU nicht, weswegen noch nicht seriös bewertet werden kann, wie sie sich auf die europäischen Klimaziele auswirken könnten. Dazu muss zuerst ein Kompromiss in Brüssel gefunden werden. Frage 17

Die Abgeordnete fragt nach den Auswirkungen einer geplanten Änderung bei den Flottengrenzwerten auf die Klimaziele im Verkehrssektor. Die Staatssekretärin verweist darauf, dass eine Bewertung noch nicht möglich sei, da der entsprechende EU-Kompromiss noch aussteht.

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FR Frage der Abgeordneten Swantje Henrike Michaelsen Grüne rede Im Protokoll ↗
Welche Bewertung nimmt das Bundesumweltministerium bei der Einführung von E20 an Tankstellen sowohl in Bezug auf die Zusammensetzung konventioneller und fortschrittlicher Biokraftstoffe als auch auf den prognostizierten Flächenverbrauch für den erhöhten Mehrbedarf an Biokraftstoffen vor? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Für eine Kraftstoffsorte E20 existiert bislang keine technische Norm. Auch stehen Vorgaben der europäischen Kraftstoffqualitätsrichtlinie der Einführung einer Kraftstoffsorte …
Welche Bewertung nimmt das Bundesumweltministerium bei der Einführung von E20 an Tankstellen sowohl in Bezug auf die Zusammensetzung konventioneller und fortschrittlicher Biokraftstoffe als auch auf den prognostizierten Flächenverbrauch für den erhöhten Mehrbedarf an Biokraftstoffen vor? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Für eine Kraftstoffsorte E20 existiert bislang keine technische Norm. Auch stehen Vorgaben der europäischen Kraftstoffqualitätsrichtlinie der Einführung einer Kraftstoffsorte mit mehr als zehn Prozent Ethanol entgegen. Unabhängig davon entsteht durch die Einführung einer neuen Kraftstoffsorte kein Mehrbedarf an Biokraftstoffen oder Änderungen an deren Zusammensetzung. Beides wird allein durch die Vorgaben der Treibhausgasminderungsquote des Bundesimmissionsschutzgesetzes bestimmt. Frage 18

Die Abgeordnete fragt nach der Bewertung des Bundesumweltministeriums zur Einführung von E20-Kraftstoff hinsichtlich Biokraftstoffzusammensetzung und Flächenverbrauch. Die Staatssekretärin antwortet, dass es keine Norm gibt, EU-Vorgaben entgegenstehen und die Biokraftstoffmenge allein durch die Treibhausgasquote bestimmt wird.

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FR Frage des Abgeordneten Harald Ebner Grüne rede Im Protokoll ↗
Unterstützt der Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Carsten Schneider, die Forderung von Umwelt- und Tierschutzverbänden sowie des Deutschen Städtetages nach einem bundesweiten Nachtbetriebsverbot für Mähroboter zum Schutz von Igeln , und, wenn ja, wann finden konkrete Gespräche des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat statt, um bei …
Unterstützt der Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Carsten Schneider, die Forderung von Umwelt- und Tierschutzverbänden sowie des Deutschen Städtetages nach einem bundesweiten Nachtbetriebsverbot für Mähroboter zum Schutz von Igeln (vergleiche www.wildes-bayern.de/verbaendebuendnis-fordert-nachtfahrverbot-fuer-maehroboter/), und, wenn ja, wann finden konkrete Gespräche des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat statt, um bei der anstehenden Novelle des Tierschutzgesetzes eine solche Regelung zu verankern? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Aufgrund des Grundsatzes der Diskontinuität ist die in der vergangenen Legislaturperiode geplante Änderung des Tierschutzgesetzes, welche zum Schutz von Wirbeltieren eine Einschränkung des Mähens während der Dämmerung und Dunkelheit vorsah, nicht erfolgt. Zur Frage einer entsprechenden Regelung in der laufenden Legislaturperiode finden innerhalb der Bundesregierung Gespräche statt. Frage 19

Der Abgeordnete fragt nach der Haltung des Bundesumweltministers zu einem bundesweiten Nachtbetriebsverbot für Mähroboter zum Schutz von Igeln sowie nach entsprechenden Abstimmungsgesprächen zur Verankerung einer solchen Regelung im Tierschutzgesetz. Die Staatssekretärin erläutert, dass die vorige Gesetzesänderung aufgrund des Diskontinuitätsgrundsatzes nicht umgesetzt wurde, in der laufenden Legislaturperiode aber entsprechende gespräche innerhalb der Bundesregierung stattfinden.

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FR Frage des Abgeordneten Harald Ebner Grüne rede Im Protokoll ↗
Warum kann das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit laut Antwort auf meine schriftliche Frage 198 auf Bundestagsdrucksache 21/5249 noch keinen Termin für eine Kabinettsbefassung für das geplante Gesetz zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur nennen, obwohl der Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Carsten Schneider, am 11. März 2026 auf dem Deutschen Naturschutztag in Berlin die …
Warum kann das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit laut Antwort auf meine schriftliche Frage 198 auf Bundestagsdrucksache 21/5249 noch keinen Termin für eine Kabinettsbefassung für das geplante Gesetz zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur nennen, obwohl der Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Carsten Schneider, am 11. März 2026 auf dem Deutschen Naturschutztag in Berlin die zeitnahe Vorlage („in Kürze“) angekündigt hat, und warum weckt der Bundesumweltminister Carsten Schneider mit einer solchen, nach meiner Interpretation offensichtlich unhaltbaren Ankündigung falsche Erwartungen bei Stakeholdern im Naturschutzbereich? Antwort der Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zur Schriftlichen Frage 198 auf Bundestagsdrucksache 21/5249 verwiesen. Die Voraussetzungen für eine Kabinettsbefassung liegen noch nicht vor. Sie erfolgt erst dann, wenn die Länder und Verbände angehört wurden und die Ressortabstimmung abgeschlossen wurde. Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch kein Termin genannt werden. Frage 20

Der Abgeordnete fragt, warum das Umweltministerium keinen Termin für die Kabinettsbefassung des Gesetzes zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur nennen kann, obwohl Bundesminister Schneider eine zeitnahe Vorlage angekündigt hatte, und wirft diesem vor, falsche Erwartungen geweckt zu haben. Die Staatssekretärin verweist auf die schriftliche Antwort und erklärt, dass die Voraussetzungen für eine Kabinettsbefassung aufgrund noch ausstehender Anhörungen und Ressortabstimmungen bisher nicht vorliegen.

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FR Frage des Abgeordneten Stefan Schröder AfD rede Im Protokoll ↗
Welche Gründe sind für die Bundesregierung maßgeblich, die Einführung eines Screenings zur Lungenkrebsfrüherkennung für Raucher voranzutreiben, während Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in anderen Bereichen – insbesondere zusätzliche Krebsfrüherkennung in der gynäkologischen Versorgung sowie die Kostenübernahme für Brillen und Hörgeräte – bislang nur eingeschränkt ausgebaut werden, und wie bewertet die Bundesregierung diese Prioritätensetzung? Antwort des Parl. Staatssekretärs Tino Sorge: Der Leistungsanspruch …
Welche Gründe sind für die Bundesregierung maßgeblich, die Einführung eines Screenings zur Lungenkrebsfrüherkennung für Raucher voranzutreiben, während Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in anderen Bereichen – insbesondere zusätzliche Krebsfrüherkennung in der gynäkologischen Versorgung sowie die Kostenübernahme für Brillen und Hörgeräte – bislang nur eingeschränkt ausgebaut werden, und wie bewertet die Bundesregierung diese Prioritätensetzung? Antwort des Parl. Staatssekretärs Tino Sorge: Der Leistungsanspruch der gesetzlich Versicherten auf bestimmte Untersuchungen oder Behandlungen wird im Einzelnen vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als oberstem Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im Gesundheitswesen in Richtlinien nach den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin näher konkretisiert. Der G-BA ist unter anderem für die fachliche Ausgestaltung der gesetzlichen Vorgaben zur Früherkennung für Erwachsene (§§ 25, 25a Fünftes Buch Sozialgesetzbuch – SGB V) verantwortlich. Der G-BA trifft seine Entscheidungen im Ergebnis eines antragsbasierten systematischen Bewertungsverfahrens gemäß seiner Verfahrensordnung. Evidenzgestützte Anträge zu einer zusätzlichen Krebsfrüherkennung in der gynäkologischen Versorgung wurden nach Kenntnis der Bundesregierung bisher nicht beim G-BA gestellt. In Deutschland gehört Lungenkrebs mit jährlich insgesamt circa 58 300 Neuerkrankungen und circa 45 000 Sterbefällen zu den häufigsten Krebserkrankungen und -todesursachen (neben Brust-, Prostata- und Darmkrebs). Da Lungenkrebs im frühen Stadium oft keine Beschwerden verursacht, wird die Erkrankung in vielen Fällen spät entdeckt. Bereits Anfang der 2000er-Jahre initiierte randomisiert-kontrollierte Studien (RCT), insbesondere die US-amerikanische NLST-Studie (National Lung Screening Trial; www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1102873) und die niederländisch-belgische NELSON-Studie (Nederlands-Leuvens Longkanker Screenings Onderzoek; www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1911793) zur Lungenkrebsfrüherkennung mittels Niedrigdosis-Computertomographie (CT), zeigten eine signifikante Reduktion der lungenkrebsbedingten Mortalität (relative Risikoreduktion 20 Prozent in NLST und 25 Prozent in NELSON nach 10 Jahren Follow-up). Im Lichte dieser und von Ergebnissen weiterer RCTs wurde im Jahr 2022 auf Ebene der Europäischen Union die Etablierung von Lungenkrebsfrüherkennungsprogrammen mittels Niedrigdosis-CT bei starken Raucherinnen und Rauchern und Ex-Raucherinnen und -Rauchern in den Mitgliedstaaten empfohlen (data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-14770-2022-INIT/de/pdf). Untersuchungen, die bisher nicht von den Früherkennungsrichtlinien des G-BA umfasst sind, aber aufgrund von konkreten Beschwerden oder Krankheitsverdacht durchgeführt werden, gehören zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung. Dies gilt beispielsweise für Ultraschalluntersuchungen der Gebärmutter, der Eierstöcke oder der weiblichen Brust zu diagnostischen Abklärungszwecken – hierfür werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Vor diesem Hintergrund ist die Einführung eines Screenings zur Lungenkrebsfrüherkennung für starke aktive und ehemalige Raucherinnen und Raucher eine evidenzbasierte und bevölkerungsmedizinisch prioritäre Maßnahme zur Senkung der hohen Lungenkrebssterblichkeit in Deutschland. Frage 21

Der Abgeordnetefragt nach der Prioritätensetzung der Bundesregierung bei Ausbauleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung und kritisiert implizit, dass bestimmten Präventivmaßnahmen andere vorgezogen werden. Der Parlamentarische Staatssekretär erklärt, dass Entscheidungen vom Gemeinsamen Bundesausschuss auf Basis evidenzbasierter Medizin getroffen werden und das Lungenkrebsscreening aufgrund signifikant belegter Mortalitätssenkung prioritär sei.

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FR Frage der Abgeordneten Dr. Kirsten Kappert-Gonther Grüne rede Im Protokoll ↗
Plant die Bundesregierung konkrete Strukturreformen, um der Verschärfung der psychotherapeutischen Versorgungslage durch die Honorarkürzungen entgegenzuwirken, und, wenn ja, welche, und wann werden diese vorgelegt? Antwort des Parl. Staatssekretärs Tino Sorge: Die psychotherapeutischen Versorgungsangebote haben sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Die Zahl der vertragsärztlich tätigen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ist seit dem Jahr 2014 um rund 54,61 Prozent auf derzeit …
Plant die Bundesregierung konkrete Strukturreformen, um der Verschärfung der psychotherapeutischen Versorgungslage durch die Honorarkürzungen entgegenzuwirken, und, wenn ja, welche, und wann werden diese vorgelegt? Antwort des Parl. Staatssekretärs Tino Sorge: Die psychotherapeutischen Versorgungsangebote haben sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Die Zahl der vertragsärztlich tätigen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ist seit dem Jahr 2014 um rund 54,61 Prozent auf derzeit 41 937 gestiegen. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten stellen aktuell nach den Hausärztinnen und Hausärzten die zweitgrößte Arztgruppe dar. Dennoch nimmt die Bundesregierung die Kritik an der Versorgungssituation sehr ernst. Der Bundesregierung ist eine bedarfsgerechte psychotherapeutische Versorgung ein wichtiges Anliegen. Deshalb beabsichtigt die Bundesregierung beispielsweise zeitnah die Einführung einer gesonderten Bedarfsplanung psychotherapeutisch tätiger Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die überwiegend oder ausschließlich Kinder und Jugendliche behandeln. Mit diesem Vorhaben können weitere Niederlassungsmöglichkeiten insbesondere für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten entstehen und Wartezeiten auf eine wohnortnahes Therapieangebot verringert werden. Darüber hinaus verfügen die Kassenärztlichen Vereinigungen bereits heute im Rahmen ihres Sicherstellungsauftrages über Instrumente, um auf besondere regionale Versorgungsbedarfe unmittelbar zu reagieren. Dabei kann von den Vorgaben der Bedarfsplanungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) abgewichen werden, soweit dies für eine bedarfsgerechte Versorgung erforderlich ist. Beispielsweise kann eine abweichende Raumgliederung vorgenommen werden. Auch die Länder haben umfassende Optionen, sich im Rahmen der Aufstellung des Bedarfsplans einzubringen und so unmittelbar Einfluss auf das Versorgungsangebot zu nehmen. Die in der Frage erwähnte Entscheidung des erweiterten Bewertungsausschusses vom 1. April 2026 wird vom Bundesministerium für Gesundheit im Rahmen der Rechtsaufsicht geprüft. Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen. Frage 22

Die Anfrage zielt auf Strukturreformen zur Abmilderung der psychotherapeutischen Versorgungslage ab, worauf die Bundesregierung mit statistischen Verbesserungen und konkreten Planungen wie einer separaten Bedarfsplanung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie antwortet.

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FR Frage der Abgeordneten Dr. Kirsten Kappert-Gonther Grüne rede Im Protokoll ↗
Wie beachtet die Bundesregierung bei der notwendigen GKV-Finanzreform zur Stabilisierung und gerechteren, effizienteren und qualitativ besseren Ausgestaltung des Gesundheitswesens geschlechterspezifische Auswirkungen von Einsparmaßnahmen und bei Strukturreformen? Antwort des Parl. Staatssekretärs Tino Sorge: Auf Grundlage des von der FinanzKommission Gesundheit vorgelegten Berichts hat das Bundesministerium für Gesundheit den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung erstellt. Der …
Wie beachtet die Bundesregierung bei der notwendigen GKV-Finanzreform zur Stabilisierung und gerechteren, effizienteren und qualitativ besseren Ausgestaltung des Gesundheitswesens geschlechterspezifische Auswirkungen von Einsparmaßnahmen und bei Strukturreformen? Antwort des Parl. Staatssekretärs Tino Sorge: Auf Grundlage des von der FinanzKommission Gesundheit vorgelegten Berichts hat das Bundesministerium für Gesundheit den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung erstellt. Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit in der Ressortabstimmung und wurde Ländern und Verbänden zur Stellungnahme übersandt. Der Gesetzentwurf enthält ein ausgewogenes, sozialverträgliches und wirtschaftlich tragfähiges Maßnahmenpaket, das rund drei Viertel der 66 Maßnahmen der FinanzKommission Gesundheit unter Heranziehung aller Beteiligter umsetzt. Die Berücksichtigung geschlechterspezifischer Auswirkungen von ergriffenen Maßnahmen ist der Bundesregierung ein wichtiges Anliegen, und sie werden im Rahmen der Erarbeitung von Gesetzentwürfen grundsätzlich berücksichtigt. Frage 23

Die Abgeordente fragt nach der Berücksichtigung geschlechterspezifischer Auswirkungen bei Einsparmaßnahmen und Strukturreformen der GKV-Finanzreform. Der Staatssekretär antwortet, dass der Referentenentwurf sich in der Abstimmung befinde und Geschlechteraspekte grundsätzlich berücksichtigt würden.

✦ KI-generiert Neutral, geschäftsmäßig sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
FR Frage der Abgeordneten Kerstin Przygodda AfD rede Im Protokoll ↗
Hat die Bundesregierung Kenntnisse darüber, wie hoch in den Jahren 2013 bis 2025 jeweils der Anteil der in Deutschland lebenden über 80-jährigen pflegebedürftigen Personen gewesen ist, der nicht in Pflegeheimen versorgt worden ist, und, wenn ja, welche? Antwort des Parl. Staatssekretärs Tino Sorge: Die Pflegestatistik des Statistischen Bundesamts erscheint zweijährig, im Dezember 2024 mit Angaben für das Jahr 2023. Der …
Hat die Bundesregierung Kenntnisse darüber, wie hoch in den Jahren 2013 bis 2025 jeweils der Anteil der in Deutschland lebenden über 80-jährigen pflegebedürftigen Personen gewesen ist, der nicht in Pflegeheimen versorgt worden ist, und, wenn ja, welche? Antwort des Parl. Staatssekretärs Tino Sorge: Die Pflegestatistik des Statistischen Bundesamts erscheint zweijährig, im Dezember 2024 mit Angaben für das Jahr 2023. Der Anteil der ambulant versorgten Pflegebedürftigen über 80 Jahre lag für den Zeitraum der Jahre 2013 bis 2023 demnach relativ konstant bei rund 50 Prozent: Er betrug jeweils zum Stichtag 31. Dezember im Jahr 2013 49,2 Prozent, im Jahr 2015 50,7 Prozent, im Jahr 2017 50,4 Prozent, im Jahr 2019 51,0 Prozent, im Jahr 2021 51,3 Prozent und im Jahr 2023 50,3 Prozent. Frage 24

Die Abgeordnete fragt nach dem Anteil der über 80-jährigen Pflegebedürftigen in Deutschland, die zwischen 2013 und 2025 nicht in Pflegeheimen versorgt wurden, und erhält daraufhin die entsprechenden statistischen Daten für den Zeitraum 2013 bis 2023.

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FR Frage der Abgeordneten Stella Merendino Linke rede Im Protokoll ↗
Mit welchen konkreten Mechanismen plant die Bundesregierung, die Deckelung des Pflegebudgets umzusetzen, beispielsweise Deckelung pro Krankenhaus, Bestimmung einer gedeckelten Gesamtsumme oder andere? Antwort des Parl. Staatssekretärs Tino Sorge: Der Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit für ein Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung sieht für die Vereinbarung des krankenhausindividuellen Pflegebudgets ab dem Jahr 2027 eine Begrenzung des Anstiegs …
Mit welchen konkreten Mechanismen plant die Bundesregierung, die Deckelung des Pflegebudgets umzusetzen, beispielsweise Deckelung pro Krankenhaus, Bestimmung einer gedeckelten Gesamtsumme oder andere? Antwort des Parl. Staatssekretärs Tino Sorge: Der Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit für ein Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz) sieht für die Vereinbarung des krankenhausindividuellen Pflegebudgets ab dem Jahr 2027 eine Begrenzung des Anstiegs durch den Veränderungswert nach § 9 Absatz 1b Krankenhausentgeltgesetz vor. Die Abstimmung des Gesetzentwurfs innerhalb der Bundesregierung dauert derzeit noch an. Frage 25

Die Abgeordnete fragt nach konkreten Mechanismen zur geplanten Deckelung des Pflegebudgets im Krankenhaussektor. Der parlamentarische Staatssekretär erläutert daraufhin die im Referentenentwurf zur Stabilisierung der GKV-Beitragssätze vorgesehene Begrenzung des Anstiegs des Pflegebudgets ab dem Jahr 2027.

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FR Frage der Abgeordneten Stella Merendino Linke rede Im Protokoll ↗
Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung der Pflegedienst und der ärztliche Dienst seit dem Jahr 2000 in Vollkräften entwickelt , und sieht die Bundesregierung angesichts dieser Entwicklung die Gefahr, durch die geplante Deckelung des Pflegebudgets eine erneute Stagnation oder sogar ein Absinken der Anzahl der Pflegekräfte herbeizuführen, und, wenn ja, warum ist die Maßnahme dennoch sinnvoll, und, wenn nein, …
Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung der Pflegedienst und der ärztliche Dienst seit dem Jahr 2000 in Vollkräften entwickelt (bitte in absoluten Zahlen und in Steigerungsraten angeben), und sieht die Bundesregierung angesichts dieser Entwicklung die Gefahr, durch die geplante Deckelung des Pflegebudgets eine erneute Stagnation oder sogar ein Absinken der Anzahl der Pflegekräfte herbeizuführen, und, wenn ja, warum ist die Maßnahme dennoch sinnvoll, und, wenn nein, warum nicht? Antwort des Parl. Staatssekretärs Tino Sorge: Zwischen den Jahren 2000 und 2024 ist die Anzahl der Vollkräfte (Zahl der Beschäftigten, umgerechnet auf volle tarifliche Arbeitszeit) im Krankenhaus im Pflegedienst laut den vom Statistischen Bundesamt erhobenen Grunddaten der Krankenhäuser von 332 268 auf 408 599 (um rund 23 Prozent) und im ärztlichen Dienst von 108 696 auf 180 418 (um rund 66 Prozent) gestiegen. Der Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit für ein Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz) sieht für die Vereinbarung des Pflegebudgets ab dem Jahr 2027 eine Begrenzung des Anstiegs durch den Veränderungswert nach § 9 Absatz 1b des Krankenhausentgeltgesetzes vor. Der Anstieg des Pflegebudgets darf diese Obergrenze laut Referentenentwurf überschreiten, soweit die Einhaltung von Personalvorgaben aus Bundesgesetzen, Rechtsverordnungen, die auf der Grundlage des Fünften Buches Sozialgesetzbuch erlassen worden sind, oder Richtlinien und Beschlüssen des Gemeinsamen Bundesausschusses dies erfordert. Der Referentenentwurf sieht somit eine Begrenzung des Anstiegs der Aufwendungen für das Pflegebudgets vor, nicht jedoch eine Stagnation oder Absenkung der Zahl der Pflegekräfte. Die vorgeschlagene Maßnahme dient der Umsetzung der einnahmenorientierten Ausgabenpolitik als zentrales Element der Reform zur Stabilisierung der Beitragssätze in diesem Bereich, welcher seit der Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus den Fallpauschalen ein sehr dynamisches Wachstum verzeichnet hat. Seit dem Jahr 2020 sind die Aufwendungen der Krankenkassen für das Pflegebudget im Schnitt um mehr als zehn Prozent pro Jahr gewachsen. Dies stellt eine erheblich beitragssatzrelevante Belastung der Krankenkassen dar. Durch die geplante Regelung wird der Ausgabenanstieg begrenzt, ohne den zur Qualitätssicherung notwendigen Personalaufbau zu gefährden. Frage 26

Die Abgeordnete fragt nach der Entwicklung der Pflege- und Ärzzahlen seit 2000 und ob eine geplante Deckelung des Pflegebudgets Personalabgänge riskiert. Die Regierung antwortet quantitativ und argumentiert, dass die Begrenzung der Ausgabensteigerungen zur Beitragssatzstabilisierung dient, ohne gesetzlich vorgeschriebenen Personalaufbau zu gefährden.

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FR Frage des Abgeordneten Dr. Rainer Kraft AfD rede Im Protokoll ↗
Beobachtet die Bundesregierung die strukturelle Importabhängigkeit der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten von Düngemitteln aus der Golfregion, und welche Initiativen verfolgt sie auf europäischer Ebene, um die heimische Produktionskapazität für Ammoniak und Harnstoff angesichts der hohen Energiekosten in Europa wieder zu stärken ? Antwort der Parl. Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf: Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklung auf den Düngemittelmärkten sehr aufmerksam. Dazu …
Beobachtet die Bundesregierung die strukturelle Importabhängigkeit der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten von Düngemitteln aus der Golfregion, und welche Initiativen verfolgt sie auf europäischer Ebene, um die heimische Produktionskapazität für Ammoniak und Harnstoff angesichts der hohen Energiekosten in Europa wieder zu stärken (www.mena-watch.com/irankrieg-beeintraechtigt-duengemittel/)? Antwort der Parl. Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf: Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklung auf den Düngemittelmärkten sehr aufmerksam. Dazu gehören sowohl die nationale Produktion als auch die Importe aus den unterschiedlichen Herkunftsländern. Eine strukturelle Importabhängigkeit der EU von Düngemitteln aus der Golfregion ist nicht gegeben. In Reaktion auf die Marktverwerfungen durch den Konflikt am Persischen Golf hat die Europäische Kommission verschiedene Maßnahmen angekündigt. So hat sie vorgeschlagen, zeitweilig auf Zölle für Düngerimporte zu verzichten. Ausgenommen sind Düngemittel mit Ursprung in Russland oder Weißrussland. Zudem plant die Europäische Kommission, den Beihilferahmen für die Mitgliedstaaten auszuweiten, um den Mitgliedstaaten mehr Spielraum für nationale Beihilfemaßnahmen zu geben. Darüber hinaus hat sie angekündigt, einen Aktionsplan Düngemittel zu erarbeiten. Die Bundesregierung begleitet diese Vorhaben der Europäischen Kommission aktiv. Frage 27

Der Abgeordnete fragt nach der Importabhängigkeit der EU von Düngemitteln aus der Golfregion und nach Initiativen zur Stärkung der heimischen Produktion. Die Staatssekretärin verneint eine strukturelle Importabhängigkeit und legt die Maßnahmen der Europäischen Kommission zur Stabilisierung der Düngemittelmärkte dar.

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FR Frage des Abgeordneten Dr. Rainer Kraft AfD rede Im Protokoll ↗
Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil der über die Straße von Hormus importierten Stickstoff- und Phosphatdünger, gemessen am Gesamtverbrauch in Deutschland, und welche konkreten Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um die deutschen Landwirte vor weiteren Preissteigerungen zu schützen ? Antwort der Parl. Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf: Die wichtigsten Herkunftsländer für Stickstoffimporte sind Russland, Ägypten und Algerien. Phosphatdünger werden vor …
Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil der über die Straße von Hormus importierten Stickstoff- und Phosphatdünger, gemessen am Gesamtverbrauch in Deutschland, und welche konkreten Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um die deutschen Landwirte vor weiteren Preissteigerungen zu schützen (www.mena-watch.com/irankrieg-beeintraechtigt-duengemittel/)? Antwort der Parl. Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf: Die wichtigsten Herkunftsländer für Stickstoffimporte sind Russland, Ägypten und Algerien. Phosphatdünger werden vor allem aus Marokko und Russland importiert. Damit besteht keine direkte Importabhängigkeit von Ländern, die Düngemittel über die Straße von Hormus exportieren. Eine Verknappung von Düngemitteln auf dem Weltmarkt führt jedoch auch in Deutschland zu Preissteigerungen. Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklungen auf den Energie- und Düngemittelmärkten und die möglichen Auswirkungen auf die Landwirtschaft sehr genau. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat geht weiterhin davon aus, dass die Düngemittelversorgung der deutschen Landwirtschaft für dieses Frühjahr grundsätzlich gesichert ist. Vor diesem Hintergrund sind mit Blick auf die aktuelle Markt- und Versorgungslage bei Düngemitteln in Deutschland derzeit keine direkten finanziellen Unterstützungsmaßnahmen für die Landwirtschaft vorgesehen. Unabhängig davon hat der Koalitionsausschuss am 12. April 2026 Maßnahmen zur Energiesteuersenkung beschlossen, von denen auch die Landwirtschaft profitieren wird. Die Lage wird kontinuierlich analysiert. Parallel dazu findet ein Austausch mit Vertretern der relevanten Wirtschaftszweige (Landwirtschaft, Agrarhandel, Industrie) statt. Parallel begleitet die Bundesregierung aktiv die von der EU-Kommission angekündigten Vorhaben wie den zeitweiligen Verzicht auf Düngerimporte aus Drittstaaten (ausgenommen Düngemittel mit Ursprung in Russland und Weißrussland) und die Erarbeitung eines Aktionsplans Düngemittel. Ziel ist es, die Resilienz des Sektors zu stärken und dafür sowohl finanziell tragbare Düngemittelpreise für die Landwirtschaft als auch eine krisenfeste EU-Düngemittelproduktion zu erreichen. Frage 28

Der Abgeordnete fragt nach der Abhängigkeit Deutschlands von Düngemittelimporten über die Straße von Hormus sowie nach Maßnahmen zum Schutz der Landwirte vor Preissteigerungen. Die Regierungsantwort erläutert die tatsächlichen Importländer, verneint eine direkte Abhängigkeit von der genannten Route und erklärt, dass derzeit keine direkten Finanzhilfen geplant sind, sondern Marktbeobachtung und EU-weite Maßnahmen zur Resilienzsteigerung im Fokus stehen.

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FR Frage der Abgeordneten Charlotte Antonia Neuhäuser Linke rede Im Protokoll ↗
Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kriegsschäden an Infrastrukturprojekten mit Finanzierung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Gazastreifen seit Kriegsbeginn im Oktober 2023 bis heute , und wie hoch sind die Kriegsschäden an UNRWA-Infrastruktur im Gazastreifen im selben Zeitraum ? Antwort des Parl. Staatssekretärs Johann Saathoff: Eine gesicherte Auskunft zu den Kriegsschäden an vom Bundesministerium …
Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kriegsschäden an Infrastrukturprojekten mit Finanzierung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Gazastreifen seit Kriegsbeginn im Oktober 2023 bis heute (bitte nach Jahr und Schadensbetrag aufschlüsseln), und wie hoch sind die Kriegsschäden an UNRWA-Infrastruktur im Gazastreifen im selben Zeitraum (bitte nach Jahr und Schadensbetrag aufschlüsseln)? Antwort des Parl. Staatssekretärs Johann Saathoff: Eine gesicherte Auskunft zu den Kriegsschäden an vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierten Infrastrukturprojekten im Gazastreifen ist aufgrund der Zugangsbeschränkungen nicht möglich. Es ist aber davon auszugehen, dass es zu beträchtlichen Schäden und Zerstörungen gekommen ist. UNRWA hat eine erste, sehr vorläufige Schätzung an Orten, zu denen Zugang bestand, durchgeführt und kommt auf eine Gesamtschadenssumme an ihren eigenen Einrichtungen in Höhe von etwa 616 Millionen US-Dollar. Frage 29

Die Abgeordnete fragt nach der Höhe der Kriegsschäden an BMZ-finanzierten Infrastrukturprojekten sowie an UNRWA-Einrichtungen im Gazastreifen seit Oktober 2023. Die Regierungsantwort verweist auf unmögliche gesicherte Angaben bei BMZ-Projekten, nennt aber eine vorläufige UNRWA-Schätzung von etwa 616 Millionen US-Dollar.

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FR Frage des Abgeordneten Johannes Wagner Grüne rede Im Protokoll ↗
Wird die Bundesregierung den Reformempfehlungen der FinanzKommission Gesundheit zur Stärkung der Prävention, die eine Erhöhung der Tabaksteuer, eine Höherbesteuerung von Alkohol sowie die Einführung einer gestaffelten Steuer auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke umfassen, folgen, und wann werden diese Maßnahmen umgesetzt? Antwort des Parl. Staatssekretärs Michael Schrodi: Die Bundesregierung prüft aktuell die Empfehlungen der FinanzKommission Gesundheit und deren mögliche Umsetzung. Zudem hat sich …
Wird die Bundesregierung den Reformempfehlungen der FinanzKommission Gesundheit zur Stärkung der Prävention, die eine Erhöhung der Tabaksteuer, eine Höherbesteuerung von Alkohol sowie die Einführung einer gestaffelten Steuer auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke umfassen, folgen, und wann werden diese Maßnahmen umgesetzt? Antwort des Parl. Staatssekretärs Michael Schrodi: Die Bundesregierung prüft aktuell die Empfehlungen der FinanzKommission Gesundheit und deren mögliche Umsetzung. Zudem hat sich der Koalitionsausschuss am 12. April 2026 auf eine Erhöhung der Tabaksteuer in 2026 verständigt. Frage 30

Der Abgeordnete fragt nach der Umsetzung von Reformempfehlungen der FinanzKommission Gesundheit zur Stärkung der Prävention, insbesondere zu höheren Steuern auf Tabak, Alkohol und zuckergesüßte Getränke. Die Bundesregierung verweist auf laufende Prüfungen und eine bereits beschlossene Erhöhung der Tabaksteuer im Jahr 2026.

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FR Frage des Abgeordneten Dr. Ingo Hahn AfD rede Im Protokoll ↗
Wie wird die Bundesregierung sicherstellen, dass die im Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Energiesteuergesetzes zur temporären Absenkung der Energiesteuer für Kraftstoffe enthaltene Senkung der Energiesteuer in Höhe von brutto 0,17 Euro in vollständiger Höhe beim Verbraucher ankommen wird? Antwort des Parl. Staatssekretärs Michael Schrodi: Die Energiesteuer als Verbrauchsteuer wird in der Regel an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. …
Wie wird die Bundesregierung sicherstellen, dass die im Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Energiesteuergesetzes zur temporären Absenkung der Energiesteuer für Kraftstoffe (Bundestagsdrucksache 21/5321) enthaltene Senkung der Energiesteuer in Höhe von brutto 0,17 Euro in vollständiger Höhe beim Verbraucher ankommen wird? Antwort des Parl. Staatssekretärs Michael Schrodi: Die Energiesteuer als Verbrauchsteuer wird in der Regel an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. Eine temporäre Steuersenkung bietet demnach das Potenzial, bei vollständiger Weitergabe an die Verbraucherinnen und Verbraucher auch eine entsprechende Preissenkung und damit Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft zu ermöglichen und den kurzfristig eingetretenen Preisschock zeitweise zu dämpfen. Die Weitergabe des wirtschaftlichen Vorteils an die Endverbraucherinnen und -verbraucher kann verbrauchsteuerrechtlich nicht vorgeschrieben werden. Studien sowie eine Sektoruntersuchung des Bundeskartellamtes zum „Tankrabatt 2022“ haben jedoch gezeigt, dass die Weitergabe des Steuervorteils weitgehend erfolgt ist. Mit dem Kraftstoffmaßnahmenpaket wurden davon unabhängig die Aufsichtsbefugnisse des Bundeskartellamtes geschärft. Die besondere Missbrauchsaufsicht nach dem neuen § 29a des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) erlaubt dem Bundeskartellamt eine deutlich schnellere und gezieltere Prüfung der Entgelte der Anbieter von Kraftstoffen auf den der Abgabe an Letztverbraucher vorgelagerten Stufen. Mit der geplanten Novelle des GWB werden wir die Befugnisse des Bundeskartellamts zur Erhebung von Daten auf den der Tankebene vorgelagerten Marktstufen im Kraftstoffsektor verbessern. Frage 31

Der Abgeordnete fragt nach Maßnahmen der Bundesregierung, die sicherstellen sollen, dass eine geplante temporäre Senkung der Energiesteuer vollständig bei den Verbrauchern ankommt. Die Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs erläutert, dass verbrauchsteuerrechtlich keine Weitergabepflicht besteht,但这但经验swerten zeigen eine weitgehende Preissenkung, ergänzt durch verschärfte Aufsichtsbefugnisse des Bundeskartellamtes.

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FR Frage des Abgeordneten Stefan Schmidt Grüne rede Im Protokoll ↗
Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus den Ergebnissen der Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung , wonach die reformierte private Altersvorsorge – ähnlich wie die Riester-Rente – vor allem Besserverdienenden und Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern zugutekommen wird, während Geringverdienende und armutsgefährdete Gruppen, also diejenigen, die gleichzeitig die geringsten Ansprüche in der gesetzlichen Rentenversicherung sammeln, kaum profitieren werden, und inwiefern plant die …
Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus den Ergebnissen der Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW, www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.1005357.de/26-16-1.pdf), wonach die reformierte private Altersvorsorge – ähnlich wie die Riester-Rente – vor allem Besserverdienenden und Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern zugutekommen wird, während Geringverdienende und armutsgefährdete Gruppen, also diejenigen, die gleichzeitig die geringsten Ansprüche in der gesetzlichen Rentenversicherung sammeln, kaum profitieren werden, und inwiefern plant die Bundesregierung, wie von den Studienautoren dringlich empfohlen, diese Schieflage zu korrigieren (bitte begründen)? Antwort des Parl. Staatssekretärs Michael Schrodi: Der Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung liegen Daten der Jahre 2022 und 2023 zur bestehenden Riester-Rente zugrunde; die ab dem 1. Januar 2027 reformierte private Altersvorsorge wird damit nicht untersucht. Eine Bevorteilung Besserverdienender gab es aber weder im alten Fördersystem, noch wird es sie im neuen Fördersystem geben. Altersvorsorgende mit Kindern werden weiterhin durch die Kinderzulage besonders gefördert. Diese wird künftig ab Eigenbeiträgen von 25 Euro pro Monat in voller Höhe, also 300 Euro pro Kind, ausgezahlt. Bei der Grundzulage werden Personen mit Eigenbeiträgen bis zu 30 Euro pro Monat durch einen erhöhten Fördersatz (50 Cent pro gesparten Euro) besonders unterstützt, darüber hinaus mit 25 Cent pro gesparten Euro Eigenbeitrag. Menschen mit geringer Sparfähigkeit erreichen damit – gemessen an ihren aufgewendeten Beiträgen – durchaus deutlich höhere Förderquoten als Personen mit höheren Einkommen. Frage 32

Der Abgeordnete fragt nach den Schlussfolgerungen der Bundesregierung aus einer DIW-Studie zur Benachteiligung Geringverdienender bei der privaten Altersvorsorge und nach Korrekturplänen. Der Parlamentarische Staatssekretär entgegnet, die Studie beziehe sich auf das alte System, und argumentiert, dass das neue Fördersystem Geringverdienende durch höhere Förderquoten tatsächlich bevorteile.

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FR Frage des Abgeordneten Jan Köstering Linke rede Im Protokoll ↗
In welchem Umfang werden Hilfen für die antragsberechtigten Geschädigten aus dem Sondervermögen des Bundes „Aufbauhilfe 2021“ gezahlt, das nach der Ahrtalflut aufgelegt wurde, und in welchem Umfang werden die rund 40 Milliarden Euro an entstandenen Schäden bis zum Antragsende 30. Juni 2026 nach Kenntnis der Bundesregierung kompensiert sein? Antwort des Parl. Staatssekretärs Dennis Rohde: Die Mittel aus dem Sondervermögen „Aufbauhilfe …
In welchem Umfang werden Hilfen für die antragsberechtigten Geschädigten aus dem Sondervermögen des Bundes „Aufbauhilfe 2021“ gezahlt, das nach der Ahrtalflut aufgelegt wurde, und in welchem Umfang werden die rund 40 Milliarden Euro an entstandenen Schäden bis zum Antragsende 30. Juni 2026 nach Kenntnis der Bundesregierung kompensiert sein? Antwort des Parl. Staatssekretärs Dennis Rohde: Die Mittel aus dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ dienen der Beseitigung der durch den Starkregen und das Hochwasser im Juli 2021 entstandenen Schäden. Hiervon umfasst sind auch Maßnahmen zum Wiederaufbau zerstörter öffentlicher Infrastruktur. Die Basis hierfür ist das Gesetz zur Errichtung eines Sondervermögens „Aufbauhilfe 2021“, das sogenannte Aufbauhilfegesetz 2021. Aus dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ können demnach Maßnahmen in Höhe von bis zu 30 Milliarden Euro finanziert werden. Davon sind nach der Aufbauhilfeverordnung 2021 bis zu 28 Milliarden Euro für die Wiederaufbaumaßnahmen in den Ländern vorgesehen. Weitere 2 Milliarden Euro sind für den Wiederaufbau der Bundesinfrastruktur geplant, insbesondere für Autobahnen und das Eisenbahnnetz. Bislang (Stand 1. April 2026) sind aus dem Sondervermögen insgesamt rund 6 Milliarden Euro abgerufen worden. Davon gingen rund 5,1 Milliarden Euro an die Länder, und rund 0,9 Milliarden Euro wurden für den Wiederaufbau von Bundesinfrastruktur verwendet. Erst am 30. Juni 2026 endet die Frist zur Beantragung der Hilfen aus dem Sondervermögen; die Bewilligungsfrist endet am 31. Dezember 2030. Die Auszahlungen erfolgen stets nach der Bewilligung, das heißt, unter Umständen auch deutlich nach dem Ende der Bewilligungsfrist. Der Wiederaufbau wird voraussichtlich noch viele Jahre in Anspruch nehmen. Entsprechend fließen weitere Mittel aus dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ noch über einen längeren Zeitraum ab. Frage 33

Der Abgeordnete fragt nach dem Abrufstand der Mittel aus dem Sondervermögen zur Bewältigung der Ahrtalflut und der erwarteten Kompensation der Gesamtschäden bis zum Antragsende. Die Regierungsantwort informiert über die gesetzlichen Grundlagen, die bisherigen Auszahlungen und die langfristigen Fristen für Bewilligung und Auszahlung.

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FR Frage des Abgeordneten Knuth Meyer-Soltau AfD rede Im Protokoll ↗
Welche Prüf- und Evaluationsinstrumente wendet die Bundesregierung an, um Wirksamkeit, Rechtstreue und politische Neutralität geförderter Nichtregierungsorganisationen zu kontrollieren? Antwort des Parl. Staatssekretärs Dennis Rohde: Obgleich im allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff Nichtregierungsorganisation insbesondere für Organisationen, Vereine und Gruppen geläufig ist, gibt es keine eindeutige Definition des Begriffes. Dementsprechend werden Ausgaben des Bundes nicht auf dieser begrifflichen Grundlage erfasst und abgegrenzt. Eine …
Welche Prüf- und Evaluationsinstrumente wendet die Bundesregierung an, um Wirksamkeit, Rechtstreue und politische Neutralität geförderter Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zu kontrollieren? Antwort des Parl. Staatssekretärs Dennis Rohde: Obgleich im allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff Nichtregierungsorganisation insbesondere für Organisationen, Vereine und Gruppen geläufig ist, gibt es keine eindeutige Definition des Begriffes. Dementsprechend werden Ausgaben des Bundes (auch zu Förderungen) nicht auf dieser begrifflichen Grundlage erfasst und abgegrenzt. Eine Beantwortung der Frage mit Blick auf „geförderte NGO“ ist daher angesichts der Unbestimmtheit des Fragegegenstandes vorliegend leider nicht möglich. Frage 34

Der Abgeordnete fragt nach den Prüf- und Evaluationsinstrumenten der Bundesregierung zur Kontrolle von Wirksamkeit, Rechtstreue und politischer Neutralität geförderter NGOs. Die Regierung antwortet, dass eine Beantwortung aufgrund der begrifflichen Unbestimmtheit von „Nichtregierungsorganisation“ und der daraus resultierenden fehlenden Erfassung von Ausgaben nicht möglich ist.

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FR Frage des Abgeordneten Knuth Meyer-Soltau AfD rede Im Protokoll ↗
Wie viele Fälle von Rückforderungen, Sperrungen oder Kürzungen von Mitteln an NGOs gab es seit dem Jahr 2020 ? Antwort des Parl. Staatssekretärs Dennis Rohde: Obgleich im allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff Nichtregierungsorganisation insbesondere für Organisationen, Vereine und Gruppen geläufig ist, gibt es keine eindeutige Definition des Begriffes. Dementsprechend werden Ausgaben des Bundes nicht auf dieser begrifflichen Grundlage erfasst und abgegrenzt. …
Wie viele Fälle von Rückforderungen, Sperrungen oder Kürzungen von Mitteln an NGOs gab es seit dem Jahr 2020 (bitte nach Ressort aufschlüsseln)? Antwort des Parl. Staatssekretärs Dennis Rohde: Obgleich im allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff Nichtregierungsorganisation insbesondere für Organisationen, Vereine und Gruppen geläufig ist, gibt es keine eindeutige Definition des Begriffes. Dementsprechend werden Ausgaben des Bundes (auch zu Förderungen) nicht auf dieser begrifflichen Grundlage erfasst und abgegrenzt. Eine Beantwortung der Frage mit Blick auf „geförderte NGO“ ist daher angesichts der Unbestimmtheit des Fragegegenstandes vorliegend leider nicht möglich. Frage 35

Der Abgeordnete fragt nach der Anzahl von Rückforderungen, Sperrungen oder Kürzungen von Bundesmitteln an NGOs seit 2020. Die Regierungsantwort erläutert, dass eine Beantwortung aufgrund der fehlenden eindeutigen Definition des Begriffs Nichtregierungsorganisation und der daraus resultierenden unklaren Abgrenzung bei der Ausgabenerfassung nicht möglich ist.

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FR Frage der Abgeordneten Violetta Bock Linke rede Im Protokoll ↗
Möchte die Bundesregierung sicherstellen, dass grüne Leitmärkte bei anstehenden Investitionen und Bauten durch das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ausschlaggebend sind, und, wenn ja, wie, und, wenn nein, warum nicht? Antwort des Parl. Staatssekretärs Dennis Rohde: Die Bundesregierung unterstützt die Schaffung von Leitmärkten für emissionsarme Grundstoffe wie Stahl und Zement, um zusätzlich Investitionen in die Modernisierung oder den Aufbau neuer …
Möchte die Bundesregierung sicherstellen, dass grüne Leitmärkte bei anstehenden Investitionen und Bauten durch das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ausschlaggebend sind, und, wenn ja, wie, und, wenn nein, warum nicht? Antwort des Parl. Staatssekretärs Dennis Rohde: Die Bundesregierung unterstützt die Schaffung von Leitmärkten für emissionsarme Grundstoffe wie Stahl und Zement, um zusätzlich Investitionen in die Modernisierung oder den Aufbau neuer innovativer Produktionstechnologien und -verfahren anzureizen. Grüne Leitmärkte zu entwickeln, geht über die Maßnahmen des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität hinaus. Deswegen wird die Bundesregierung die Verordnungsermächtigung im Rahmen des Vergabebeschleunigungsgesetzes nutzen und Anforderungen an die Emissionsintensität bei der öffentlichen Beschaffung von Stahl und Zement vorgeben. Frage 36

Die Abgeordnete fragt nach der Sicherstellung grüner Leitmärkte bei Investitionen aus dem Infrastruktur-Sondervermögen. Der Parlamentarische Staatssekretär erwidert, dass die Bundesregierung entsprechende Leitmärkte unterstützt und hierfür über das Sondervermögen hinausgehende vergaberechtliche Anforderungen an die Emissionsintensität von Stahl und Zement nutzen werde.

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FR Frage des Abgeordneten Dr. Moritz Heuberger Grüne rede Im Protokoll ↗
Inwiefern hat das Bundesministerium der Finanzen den Direktauszahlungsmechanismus seit dessen Fertigstellung im April 2025, wie im Monatsbericht angekündigt , weiterentwickelt, und wie ist insbesondere der Stand der Weiterentwicklung der nach Einkommen differenzierten Auszahlungen an Teilgruppen der Bevölkerung? Antwort des Parl. Staatssekretärs Michael Schrodi: Der Direktauszahlungsmechanismus wurde zwischenzeitlich um die Möglichkeit einer antragslosen Direktauszahlung erweitert. Darüber hinaus wurde die infrastrukturelle Ertüchtigung …
Inwiefern hat das Bundesministerium der Finanzen den Direktauszahlungsmechanismus seit dessen Fertigstellung im April 2025, wie im Monatsbericht angekündigt (www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2025/04/Inhalte/Kapitel-2b-Fokus/direktauszahlungsmechanismus-fertiggestellt.html), weiterentwickelt, und wie ist insbesondere der Stand der Weiterentwicklung der nach Einkommen differenzierten Auszahlungen an Teilgruppen der Bevölkerung? Antwort des Parl. Staatssekretärs Michael Schrodi: Der Direktauszahlungsmechanismus (DAM) wurde zwischenzeitlich um die Möglichkeit einer antragslosen Direktauszahlung erweitert. Darüber hinaus wurde die infrastrukturelle Ertüchtigung des Online-Portals des Bundeszentralamtes für Steuern (BZSt) abgeschlossen und die App „BZSt IBAN+“ zur Übermittlung der Kontoverbindung in den Appstores veröffentlicht. Möglichkeiten einer Weiterentwicklung des DAM hin zu einkommensabhängigen Auszahlungen werden vom Bundesministerium der Finanzen geprüft. Frage 37

Der Abgeordnete fragt nach dem Entwicklungsstand des Direktauszahlungsmechanismus, insbesondere bezüglich differenzierter Auszahlungen nach Einkommen. Das Finanzministerium verweist auf technische Umsetzungen wie antragslose Auszahlungen und eine neue App, während einkommensabhängige Auszahlungen noch geprüft werden.

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FR Frage des Abgeordneten Jan Köstering Linke rede Im Protokoll ↗
In welchem Umfang sieht die Bundesregierung zusätzliche Haushaltsmittel auf Bundesebene und zur Ergänzung im Katastrophenschutz der Länder vor, um die rasant angestiegenen Energiekosten zu kompensieren, und von welchen monatlichen Mehrkosten geht die Bundesregierung für Organisationen im eigenen Verantwortungsbereich nach derzeitigem Stand aus? Antwort der Parl. Staatssekretärin Daniela Ludwig: Sofern Mehrbedarfe in den jeweiligen Bereichen im Rahmen der Haushaltsdurchführung entstünden, stehen …
In welchem Umfang sieht die Bundesregierung zusätzliche Haushaltsmittel auf Bundesebene (für Technisches Hilfswerk, Bundesamt für Strahlenschutz, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und andere) und zur Ergänzung im Katastrophenschutz der Länder vor, um die rasant angestiegenen Energiekosten zu kompensieren, und von welchen monatlichen Mehrkosten geht die Bundesregierung für Organisationen im eigenen Verantwortungsbereich nach derzeitigem Stand aus? Antwort der Parl. Staatssekretärin Daniela Ludwig: Sofern Mehrbedarfe in den jeweiligen Bereichen im Rahmen der Haushaltsdurchführung entstünden, stehen mit § 6 Haushaltsgesetz 2026 entsprechende Instrumente zur Verfügung, um diese angemessen zu kompensieren. Dies ist bislang nicht der Fall. Monatliche Mehrkosten wegen rasant angestiegener Energiekosten werden nicht erfasst. Dies ist auch nicht ohne Weiteres möglich. Für den hierfür erforderlichen Aufwand besteht wegen der zur Verfügung stehenden haushaltswirtschaftlichen Instrumente auch kein Bedarf. Frage 38

Der Abgeordnete fragt nach geplanten Haushaltsmitteln zur Kompensation rasant angestiegener Energiekosten für Katastrophenschutzorganisationen auf Bundes- und Länderebene. Die Staatssekretärin erwidert, dass bislang kein Mehrbedarf entstanden sei und eine gesonderte Erfassung monatlicher Mehrkosten aufgrund verfügbarer haushaltswirtschaftlicher Instrumente nicht erforderlich ist.

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FR Frage der Abgeordneten Clara Bünger Linke rede Im Protokoll ↗
Wie hat sich die um formelle Entscheidungen bereinigte Schutzquote des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge für das Herkunftsland Sudan seit 2023 entwickelt , und gab es seit Beginn des Bürgerkriegs im April 2023 Abschiebungen aus Deutschland in den Sudan, und, wenn ja, wie viele ? Antwort der Parl. Staatssekretärin Daniela Ludwig: Die Gesamtschutzquote des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zu …
Wie hat sich die um formelle Entscheidungen bereinigte Schutzquote des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge für das Herkunftsland Sudan seit 2023 entwickelt (bitte nach Jahren sowie zwischen weiblichen und männlichen Asylsuchenden differenzieren und jeweils auch die absolute Zahl der Entscheidungen nennen), und gab es seit Beginn des Bürgerkriegs im April 2023 Abschiebungen aus Deutschland in den Sudan, und, wenn ja, wie viele (bitte gegebenenfalls nach Jahren differenzieren und auch die Zahl in letzter Minute abgebrochener Abschiebungen nennen)? Antwort der Parl. Staatssekretärin Daniela Ludwig: Die Gesamtschutzquote des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zu Asylentscheidungen für Staatsangehörige aus dem Sudan betrug 2023 28,1 Prozent, 2024 68,8 Prozent, 2025 67,7 Prozent und für den Zeitraum Januar bis März 2026 58,4 Prozent. Diese Prozentangaben beinhalten alle Entscheidungen des BAMF, also auch formelle Ablehnungen, zum Beispiel aufgrund von Rücknahmen des Asylantrags. Die differenzierte Darstellung der erfragten Quoten ohne Berücksichtigung der formellen Ablehnungen des BAMF eignet sich nicht für eine mündliche Beantwortung im Rahmen dieser Fragestunde, da die erfragten Daten sinnvoll nur in Form einer statistischen Tabelle dargestellt werden können und sich als Fließtext naturgemäß nicht allgemeinverständlich kommunizieren lassen. Daher werden diese Daten in der folgenden Tabelle dargestellt. Im Zeitraum April 2023 bis Februar 2026 gab es zwei Abschiebungen von Personen mit sudanesischer Staatsangehörigkeit in den Sudan, die beide zwischen April und Dezember 2023 erfolgten. Der Bundesregierung liegen nur monatliche Zahlen zu Abschiebungen vor. Eine exakte Zuordnung ab dem Beginn des Bürgerkrieges wird statistisch nicht erfasst. Während und nach Übernahme durch die Bundespolizei wurden im gesamten Zeitraum April 2023 bis Februar 2026 die Abschiebungen von drei Personen abgebrochen. Daten im Sinne der Fragestellung („letzte Minute“) werden durch den Bund nicht erhoben. Abschiebungen sind im Zeitraum April 2023 bis Dezember 2023 mit einer Person und im Jahr 2024 mit zwei Personen gescheitert. Die statistischen Angaben zum ersten Teil der Frage können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: HKL Sudan Zeitraum Entscheidungen über Asylanträge insgesamt Anerkennung als asylberechtigt (Art. 16a GG u. Fam.Asyl) Anerkennung als Flüchtling gem. § 3 I AsylG Subsidiärer Schutz gem. § 4 I AsylG Abschiebungsverbot gem. § 60 V/VII AufenthG Ablehnungen (unbegr./offens. unbegr.) Sonstige Verfahrenserledigungen (formelle Entscheidungen) Gesamt-Schutzquote (%) Schutzquote unter Nichtberücksichtigung der Sonstigen Verfahrenserledigungen 2023 Gesamt 320 6 62 6 16 51 179 28,13 % 63,80 % männlich 225 2 26 6 11 43 137 20,00 % 51,10 % weiblich 95 4 36 – 5 8 42 47,37 % 84,90 % 2024 Gesamt 1 126 20 125 626 4 8 343 68,83 % 99,00 % männlich 878 3 50 531 2 7 285 66,74 % 98,80 % weiblich 248 17 75 95 2 1 58 76,21 % 99,50 % 2025 Gesamt 1 437 50 123 780 20 3 461 67,71 % 99,70 % männlich 1 113 7 44 641 18 1 402 63,79 % 99,90 % weiblich 324 43 79 139 2 2 59 81,17 % 99,20 % 01.01. – 31.03.2026 Gesamt 341 12 55 130 2 – 142 58,36 % 100,00 % männlich 260 2 27 108 2 – 121 53,46 % 100,00 % weiblich 81 10 28 22 – – 21 74,07 % 100,00 % Frage 39

Die Abgeordnete fragt nach der Entwicklung der bereinigten Schutzquote für sudanesische Asylsuchende seit Beginn des Bürgerkriegs 2023 sowie nach der Zahl der durchgeführten und abgebrochenen Abschiebungen in den Sudan. Die Parlamentarische Staatssekretärin liefert detaillierte statistische Daten zu den Schutzquoten und teilt mit, dass im Zeitraum April 2023 bis Februar 2026 zwei Abschiebungen erfolgten und drei abgebrochen wurden.

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FR Frage der Abgeordneten Clara Bünger Linke rede Im Protokoll ↗
Welche quantitativen Angaben kann die Bundesregierung zu den bislang ergangenen Entscheidungen der Verwaltungsgerichtsbarkeit in Bayern und Berlin-Brandenburg zu der Gruppe der afghanischen Personen mit einer widerrufenen bzw. erloschenen Aufnahmezusage machen, und ist die Bundesregierung bereit, diese Personen, solange noch Gerichtsverfahren anhängig sind, bei der Unterbringung und Versorgung zumindest so lange weiter zu unterstützen, bis das Bundesverfassungsgericht zu den maßgeblichen Fragen …
Welche quantitativen Angaben kann die Bundesregierung zu den bislang ergangenen Entscheidungen der Verwaltungsgerichtsbarkeit in Bayern und Berlin-Brandenburg (bitte nach den jeweiligen Gerichtsinstanzen und positiven wie negativen Entscheidungen differenzieren) zu der Gruppe der afghanischen Personen mit einer widerrufenen bzw. erloschenen Aufnahmezusage (bitte zudem auch nach den vier unterschiedlichen Aufnahmeprogrammen differenzieren) machen, und ist die Bundesregierung bereit, diese Personen, solange noch Gerichtsverfahren anhängig sind, bei der Unterbringung und Versorgung zumindest so lange weiter zu unterstützen, bis das Bundesverfassungsgericht zu den maßgeblichen Fragen eine Grundsatzentscheidung getroffen hat (zehn solcher Verfahren sind nach Auskunft der Bundesregierung derzeit beim Bundesverfassungsgericht anhängig; vergleiche Antwort der Bundesregierung auf meine mündliche Frage 30, Plenarprotokoll 21/70, Seite 850 4 ), und, wenn nicht, wie begründet sie dies, auch vor dem Hintergrund, dass nach meiner Auffassung aus der jahrelangen Unterstützung und Betreuung der Betroffenen und aus der früheren Aufnahmezusage der Bundesregierung eine politische, rechtliche und moralische Verantwortung für diese Personengruppe folgt? Antwort der Parl. Staatssekretärin Daniela Ludwig: Mit Stand 17. April 2026 sind im Bundesaufnahmeprogramm für Afghanistan in 63 Fällen derzeit 112 Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Ansbach bzw. dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof anhängig. Soweit Entscheidungen durch die genannten bayerischen Gerichte ergingen, erfolgte bisher in 69 Fällen eine Entscheidung zugunsten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), in acht Verfahren erfolgte eine teilweise Stattgabe (Stand: 16. April 2026). In 70 Verfahren erfolgte eine Entscheidung zulasten des BAMF (Stand: 16. April 2026). Hinsichtlich quantitativer Angaben zu verwaltungsgerichtlichen Verfahren im Ortskräfteverfahren, der sogenannten Menschenrechtsliste und dem Überbrückungsprogramm wird auf das Plenarprotokoll 21/70 und darin auf die Antwort der Bundesregierung auf die Mündliche Frage 30 der Abgeordneten Clara Bünger verwiesen. Bei der vorübergehenden Unterstützung von Personen in den Aufnahmeverfahren aus Afghanistan handelt es sich auch weiterhin um ein freiwilliges Angebot, auf das nach Auffassung der zuständigen Ressorts kein Anspruch besteht. Die Unterstützungsangebote zur Unterbringung und Versorgung in Pakistan und Afghanistan sind an den politischen Willen zur Aufnahme geknüpft. Wenn dieser politische Wille zur Aufnahme wegfällt und die Aufnahmeerklärungen aufgehoben werden, entfällt grundsätzlich auch das freiwillige Unterstützungsangebot. Soweit in laufenden gerichtlichen Verfahren eine Zusicherung zur fortgesetzten Unterstützung erbeten oder eine dahingehende einstweilige Anordnung oder Entscheidung erlassen wurde, kommt die Bundesregierung diesen nach. Frage 40

Die Abgeordnete fragt nach statistischen Angaben zu Gerichtsverfahren bezüglich widerrufener Aufnahmezusagen für afghanische Personen und fordert, dass die Bundesregierung die Betroffenen bis zu einer Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichts weiter unterstützt, was die Staatssekretärin mit Verweis auf den weggefallenen politischen Willen zur Aufnahme verneint.

✦ KI-generiert Neutral, geschäftsmäßig sachlichmoralischpragmatisch Populismus 0,30 Farbige Stellen anklicken für die Deutung
FR Frage des Abgeordneten Marcel Emmerich Grüne rede Im Protokoll ↗
Teilt die Bundesregierung vor dem Hintergrund des aktuellen gemeinsamen Berichts der United Nations Support Mission in Libya und des Office of the High Commissioner for Human Rights die Auffassung, dass ihr derzeit kein konkreter Einzelfall bekannt ist, in dem Libyen die Voraussetzungen eines „Place of Safety“ im Sinne des SAR-Übereinkommens, der einschlägigen IMO-Entschließungen und von Kapitel V der Anlage zum …
Teilt die Bundesregierung vor dem Hintergrund des aktuellen gemeinsamen Berichts der United Nations Support Mission in Libya (UNSMIL) und des Office of the High Commissioner for Human Rights (OHCHR, vergleiche www.ohchr.org/sites/default/files/documents/press/2026-02/unsmil-ohchr-business-usual-en.pdf) die Auffassung, dass ihr derzeit kein konkreter Einzelfall bekannt ist, in dem Libyen die Voraussetzungen eines „Place of Safety“ im Sinne des SAR-Übereinkommens, der einschlägigen IMO-Entschließungen und von Kapitel V der Anlage zum SOLAS-Übereinkommen für die Anlandung aus Seenot geretteter Personen erfüllt, und, wenn nein, welche konkreten Einzelfälle kennt die Bundesregierung, in denen sie Libyen als „Place of Safety“ definiert (vergleiche Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf Bundestagsdrucksache 21/4673)? Antwort des Staatsministers Gunther Krichbaum: Das Internationale Übereinkommen zur Seenotrettung (SAR) verpflichtet zur Überstellung von aus Seenot geretteten Personen an einen sicheren Ort als Abschluss der Rettung. Die Leitlinien der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO/MSC.167[78]) definieren diesen Ort als einen Platz, an dem keine Gefahr für Leib und Leben mehr besteht und die grundlegenden Bedürfnisse der Geretteten gewährleistet sind. Das Internationale Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS) verpflichtet gemäß V/33 (1.1) den Staat, der für die Such- und Rettungszone, in der der Seenotrettungsfall liegt, zuständig ist, die Ausschiffung an einen sicheren Ort sicherzustellen. Ob diese Voraussetzungen vorliegen, ist im Einzelfall grundsätzlich durch den jeweils zuständigen Staat zu bewerten. Frage 41

Der Abgeordnete fragt die Bundesregierung unter Verweis auf einen UN-Bericht, ob Libyen die völkerrechtlichen Voraussetzungen als sicherer Anlandeort für Seenotgerettete erfüllt. Der Staatsminister verweist auf die einschlägigen internationalen Übereinkommen und betont, dass die Bewertung im Einzelfall durch den jeweils zuständigen Staat zu erfolgen hat.

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FR Frage des Abgeordneten Marcel Emmerich Grüne rede Im Protokoll ↗
Wie hat die Bundesregierung den in Frage 13 in ihrer Antwort zur Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf Bundestagsdrucksache 21/4673 genutzten Begriff „ Aktionen“ für ihre Beantwortung definiert, und aus welchem Grund hat sie andere dokumentierte Handlungen der sogenannten libyschen Küstenwache, insbesondere aggressive Manöver, Bedrohungen und Eingriffe in laufende Rettungseinsätze , nicht als „ Aktionen“ erfasst? Antwort des …
Wie hat die Bundesregierung den in Frage 13 in ihrer Antwort zur Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf Bundestagsdrucksache 21/4673 genutzten Begriff „(gewaltsamer) Aktionen“ für ihre Beantwortung definiert, und aus welchem Grund hat sie andere dokumentierte Handlungen der sogenannten libyschen Küstenwache, insbesondere aggressive Manöver, Bedrohungen und Eingriffe in laufende Rettungseinsätze (vergleiche https://sea-watch.org/wp-content/uploads/2025/10/Sea-Watch-Violence-at-sea-2016-September-2025.pdf), nicht als „(gewaltsame) Aktionen“ erfasst? Antwort des Staatsministers Gunther Krichbaum: Die Bundesregierung bezog sich bei ihrer Aufzählung auf ihr zum damaligen Zeitpunkt bekannte, öffentlich einsehbare Berichte. Frage 42

Der Abgeordnete hinterfragt die Definition und Abgrenzung des Begriffs „(gewaltsame) Aktionen“ durch die Bundesregierung im Kontext der libyschen Küstenwache und fordert eine Begründung, warum dokumentierte aggressive Handlungen nicht als solche erfasst wurden.

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FR Frage der Abgeordneten Schahina Gambir Grüne rede Im Protokoll ↗
Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über den diplomatischen Status des Talibanmitglieds N. H., der seit Juli 2025 in der afghanischen Botschaft in Berlin die leitende Funktion übernommen haben soll , und wurde N. H. vor seiner Einreise nach Deutschland sicherheitsüberprüft? Antwort des Staatsministers Gunther Krichbaum: In Bezug auf den ersten Frageteil verweist die Bundesregierung auf ihre Antwort vom 1. April …
Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über den diplomatischen Status des Talibanmitglieds N. H., der seit Juli 2025 in der afghanischen Botschaft in Berlin die leitende Funktion übernommen haben soll (vergleiche www.tagesschau.de/investigativ/afghanistan-botschaft-berlin-taliban-100.html), und wurde N. H. vor seiner Einreise nach Deutschland sicherheitsüberprüft? Antwort des Staatsministers Gunther Krichbaum: In Bezug auf den ersten Frageteil verweist die Bundesregierung auf ihre Antwort vom 1. April 2026 auf die Schriftliche Frage Nummer 40 der Abgeordneten Cansu Özdemir (Bundestagsdrucksache 21/5159). Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr zugestimmt, einen neuen Mitarbeiter für den Konsularbereich der afghanischen Botschaft in Berlin zu akkreditieren. Dieser trägt die Dienstbezeichnung „1. Sekretär“. In Bezug auf den zweiten Frageteil verweist die Bundesregierung auf ihre Antwort vom 18. November 2025 auf die Schriftliche Frage Nummer 36 des Abgeordneten Stefan Keuter (Bundestagsdrucksache 21/2876). Frage 43

Die Abgeordnete fragt nach dem diplomatischen Status und den Sicherheitsüberprüfungen eines angeblichen Talibanmitglieds, das an der afghanischen Botschaft in Berlin tätig sein soll. Der Staatsminister verweist auf vorherige Antworten der Bundesregierung und bestätigt die Akkreditierung eines neuen Mitarbeiters für den Konsularbereich.

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FR Frage der Abgeordneten Schahina Gambir Grüne rede Im Protokoll ↗
Nach welchen Kriterien werden die afghanischen Hauptpersonen mit einer Aufnahmezusage nach § 22 des Aufenthaltsgesetzes aus dem Überbrückungsprogramm und der Menschenrechtsliste ausgewählt und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH darüber informiert, dass ihre Unterbringung in Pakistan oder im Safehouse in Kabul endet , und welches Ressort ist innerhalb der Bundesregierung dafür zuständig? Antwort des Staatsministers Gunther Krichbaum: Bei …
Nach welchen Kriterien werden die afghanischen Hauptpersonen mit einer Aufnahmezusage nach § 22 des Aufenthaltsgesetzes aus dem Überbrückungsprogramm und der Menschenrechtsliste ausgewählt und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH darüber informiert, dass ihre Unterbringung in Pakistan oder im Safehouse in Kabul endet (www.fr.de/politik/familie-gibt-klage-auf-und-kehrt-trotz-todesangst-zu-taliban-zurueck-94242521.html), und welches Ressort ist innerhalb der Bundesregierung dafür zuständig? Antwort des Staatsministers Gunther Krichbaum: Bei der vorübergehenden Unterstützung von Personen in den Aufnahmeverfahren aus Afghanistan handelt es sich um ein freiwilliges Angebot der Bundesregierung. Sie ist darauf gerichtet, diejenigen Personen zu unterstützen, für die eine Aufnahme in Deutschland vorgesehen ist. Unterstützungsleistungen werden grundsätzlich eingestellt, wenn eine Aufnahmeerklärung bzw. -zusage aufgehoben wird. Dieses Vorgehen wenden die jeweils zuständigen Ressorts einheitlich gegenüber allen Personen aus den Aufnahmeverfahren aus Afghanistan an. Im Einzelfall wird eine vorübergehende Fortsetzung der Unterstützung gewährt, etwa für die Dauer eines ersten, fristgerecht eingelegten Eilverfahrens bis zu einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts oder auch des Bundesverfassungsgerichts. Soweit Personen das organisatorische und finanzielle Unterstützungsangebot des Bundesministeriums des Innern zur Rückreise nach Afghanistan bzw. Weiterreise in einen Drittstaat angenommen haben, erfolgt in der Regel für die Dauer der Organisation der Ausreise aus Pakistan eine kurzfristige Fortsetzung der Unterstützung. Die Entscheidung über die Fortsetzung oder Beendigung der Unterstützung in Fällen der Menschenrechtsliste und des Überbrückungsprogramms trifft das Auswärtige Amt; es erfolgt eine Abstimmung mit dem Bundesministerium des Innern in Bezug auf die Frage der Annahme des finanziellen und organisatorischen Unterstützungsangebots und der hierzu einzuhaltenden Fristen. Frage 44

Die Abgeordnete fragt nach den Kriterien für die Auswahl afghanischer Schutzpersonen sowie nach der Zuständigkeit für die Einstellung von Unterbringungsleistungen in Pakistan und Kabul. Der Staatsminister erläutert daraufhin das praktische Verfahren der Bundesregierung zur Fortführung oder Beendigung von Unterstützungsleistungen im Rahmen der Afghanenaufnahme.

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FR Frage der Abgeordneten Charlotte Antonia Neuhäuser Linke rede Im Protokoll ↗
Wie hoch ist der Anteil der Mittel des Auswärtigen Amts für humanitäre Hilfe an die Ukraine infolge des russischen Angriffskriegs und seiner Folgen an den gesamten AA-Mitteln für humanitäre Hilfe in den Jahren 2022, 2023, 2024, 2025 und 2026 ? Antwort des Staatsministers Gunther Krichbaum: Der Anteil der Mittel des Auswärtigen Amts für humanitäre Hilfe für die Ukraine im Kontext …
Wie hoch ist der Anteil der Mittel des Auswärtigen Amts (AA) für humanitäre Hilfe an die Ukraine infolge des russischen Angriffskriegs und seiner Folgen an den gesamten AA-Mitteln für humanitäre Hilfe in den Jahren 2022, 2023, 2024, 2025 und 2026 (bitte prozentual sowie absolut in Euro aufschlüsseln)? Antwort des Staatsministers Gunther Krichbaum: Der Anteil der Mittel des Auswärtigen Amts für humanitäre Hilfe für die Ukraine im Kontext des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs ist in der untenstehenden Tabelle aufgeführt. Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die Planung für dieses Haushaltsjahr noch nicht abgeschlossen und die genannten Zahlen für 2026 dementsprechend vorläufig sind. Jahr Gesamt Mittel für humanitäre Hilfe (in Mio. Euro) Mittel für Ukraine (in Mio. Euro) Prozentualer Anteil 2022 3 281,98 462,4 14,1 2023 2 717,09 367,5 13,5 2024 2 265,92 374,4 16,5 2025 1 060,75 186,7 17,6 2026 (Stand 17.04.) 1 048,00 137,7 13,1 Frage 45

Die Abgeordnete fragt nach dem prozentualen und absoluten Anteil der humanitären Hilfe des Auswärtigen Amts für die Ukraine an den Gesamtmitteln für die Jahre 2022 bis 2026. Der Staatsminister antwortet mit einer tabellarischen Aufschlüsselung der beantragten Mittel und weist auf den vorläufigen Charakter der Planung für 2026 hin.

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FR Frage der Abgeordneten Violetta Bock Linke rede Im Protokoll ↗
Wird sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass in den Text der neuen UN-Klimaschutzresolution auf Grundlage der Auffassungen des Internationalen Gerichtshofs in seinem diesbezüglichen Gutachten Verpflichtungen aus vergangenen Emissionen sowohl im Finanzbereich als auch bei der Emissionsreduzierung aufgenommen werden, um zu gewährleisten, dass so bald wie möglich ein möglichst starker Resolutionstext vorgelegt wird und mögliche Verzögerungen vermieden werden, und, wenn ja, …
Wird sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass in den Text der neuen UN-Klimaschutzresolution auf Grundlage der Auffassungen des Internationalen Gerichtshofs in seinem diesbezüglichen Gutachten (Advisory Opinion „Obligations of States in respect of Climate Change“) Verpflichtungen aus vergangenen Emissionen sowohl im Finanzbereich als auch bei der Emissionsreduzierung aufgenommen werden, um zu gewährleisten, dass so bald wie möglich ein möglichst starker Resolutionstext vorgelegt wird und mögliche Verzögerungen vermieden werden, und, wenn ja, wie, und, wenn nein, warum nicht? Antwort des Staatsministers Gunther Krichbaum: Die Verhandlungen über eine Resolution der VN-Generalversammlung auf Initiative Vanuatus dauern an. Die Bundesregierung beteiligt sich konstruktiv an den Verhandlungen im Rahmen einer gemeinsamen EU-Verhandlungsführung. Zu den laufenden Abstimmungsprozessen äußert sich die Bundesregierung darüber hinaus nicht. Frage 46

Die Abgeordnete fragt nach dem Einsatz der Bundesregierung für die Aufnahme von Verpflichtungen aus vergangenen Emissionen in die neue UN-Klimaschutzresolution auf Basis des Gutachtens des Internationalen Gerichtshofs. Der Staatsminister verweist auf die laufenden Verhandlungen im Rahmen der EU-Verhandlungsführung und hält sich zu den Details der Abstimmungsprozesse bedeckt.

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FR Frage der Abgeordneten Lea Reisner Linke rede Im Protokoll ↗
Wie trifft die Bundesregierung unter Verweis auf die Antwort der Bundesregierung auf meine schriftliche Frage mit der Arbeitsnummer 4/34 konkret Entscheidungen darüber, ob und in welcher Weise Einstufungen und Listungen durch die Vereinigten Staaten in die Abwägung und Ausgestaltung der deutschen Sanktionspolitik einfließen? Antwort des Staatsministers Gunther Krichbaum: Wird die Bundesregierung über den Entschluss eines Partners, bestimmte Einstufungen und/oder Listungen …
Wie trifft die Bundesregierung unter Verweis auf die Antwort der Bundesregierung auf meine schriftliche Frage mit der Arbeitsnummer 4/34 konkret Entscheidungen darüber, ob und in welcher Weise Einstufungen und Listungen durch die Vereinigten Staaten (insbesondere Sanktions- und sogenannte Terrorlisten) in die Abwägung und Ausgestaltung der deutschen Sanktionspolitik einfließen? Antwort des Staatsministers Gunther Krichbaum: Wird die Bundesregierung über den Entschluss eines Partners, bestimmte Einstufungen und/oder Listungen vorzunehmen, informiert, so fließt dieser Entschluss in die politische Abwägung zur Ausgestaltung der Sanktionspolitik der Bundesregierung als einer von verschiedenen Faktoren ein. Dies gilt auch für Listungsentscheidungen der USA. Deutschland verhängt selbst keine nationalen Sanktionen, sondern bringt sich in die Abstimmung von Sanktionen auf EU-Ebene ein. Werden dort neue Sanktionen einstimmig durch die EU-Mitgliedstaaten im Rat beschlossen, kommen diese in allen EU-Mitgliedstaaten zur Anwendung. Voraussetzung für eine Listungsentscheidung durch die EU ist immer, dass die in den EU-Rechtstexten vorgesehenen Listungsgründe erfüllt sind. Diese sind unabhängig von den Listungsgründen unserer Partner. Frage 47

Die Abgeordnete fragt nach dem konkreten Einfluss von US-amerikanischen Sanktions- und Terrorlisten auf die deutsche Sanktionspolitik. Der Staatsminister erwidert, dass solche Einstufungen als ein Faktor in die politische Abwägung einfließen, Sanktionen jedoch auf EU-Ebene einstimmig und auf Grundlage unabhängiger EU-Rechtstexte beschlossen werden.

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FR Frage des Abgeordneten Markus Matzerath AfD rede Im Protokoll ↗
Beziehen sich die Aussagen des Bundeskanzlers Friedrich Merz zum Ausgang der Parlamentswahl in Ungarn, den er als „gutes Zeichen“ weg vom „Autoritären“ und als Abkehr vom „Rechtspopulismus“ bezeichnete, auch auf die Ankündigung des designierten Ministerpräsidenten von Ungarn Péter Magyar, die staatlichen Nachrichtensendungen auszusetzen, bis der dortige „Rundfunk […] die Wirklichkeit vermittele“ , und, wenn nein, hat sich der Bundeskanzler zu …
Beziehen sich die Aussagen des Bundeskanzlers Friedrich Merz zum Ausgang der Parlamentswahl in Ungarn, den er als „gutes Zeichen“ weg vom „Autoritären“ und als Abkehr vom „Rechtspopulismus“ bezeichnete, auch auf die Ankündigung des designierten Ministerpräsidenten von Ungarn Péter Magyar, die staatlichen Nachrichtensendungen auszusetzen, bis der dortige „Rundfunk […] die Wirklichkeit vermittele“ („Einer der ersten Schritte nach der Regierungsbildung wird es sein, dass wir die Nachrichtenprogramme dieser Propagandamedien aussetzen.“, www.zdfheute.de/politik/ausland/ungarn-magyar-medien-nachrichten-100.html), und, wenn nein, hat sich der Bundeskanzler zu diesen Ankündigungen eine Auffassung gebildet, und, wenn ja, wie lautet diese (https://apollo-news.net/nordkorea-propaganda-designierter-ungarn-premier-magyar-kndigt-reform-des-ungarischen-rr-an/; www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/medienpolitik/peter-magyar-rechnet-mit-ungarns-staatsfunk-ab-200734804.html; https://x.com/bundeskanzler/status/2044118133179375765; www.cdu.de/aktuelles/europapolitik/ungarn-kehrt-zurueck-nach-europa/)? Antwort des Staatsministers Gunther Krichbaum: Péter Magyar hat angekündigt, dass er Ungarn auf den Weg von Rechtsstaatlichkeit und europäischer Zusammenarbeit zurückführen möchte. Diese Aussagen begrüßt die Bundesregierung ausdrücklich. Davon unabhängig stehen die Äußerungen des Bundeskanzlers zum Ausgang der Parlamentswahl in Ungarn für sich. Frage 48

Der Abgeordnete fragt, ob die positive Bewertung des Wahlausgangs in Ungarn durch den Bundeskanzler auch die Ankündigung des designierten Ministerpräsidenten Magyar umfasse, staatliche Nachrichtensendungen auszusetzen. Die Bundesregierung begrüßt laut der Antwort Magyars angekuendigte Absicht, Ungarn auf den Weg der Rechtsstaatlichkeit zurueckzufuehren, ohne auf die Medienmaßnahmen einzugehen.

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FR Frage der Abgeordneten Gökay Akbulut Linke rede Im Protokoll ↗
Weshalb hat die Bundesregierung sich nicht der gemeinsamen Erklärung vom 14. April 2026 angeschlossen, worin Außenminister aus 19 Staaten, darunter Großbritannien, Australien sowie EU-Mitglieder wie Frankreich, Spanien und Schweden, sowohl die Angriffe der Hisbollah auf Israel als auch die massiven israelischen Angriffe vom 8. April 2026 mit zivilen Opfern und Schäden an ziviler Infrastruktur im Libanon kritisieren, die Angriffe auf …
Weshalb hat die Bundesregierung sich nicht der gemeinsamen Erklärung vom 14. April 2026 angeschlossen, worin Außenminister aus 19 Staaten, darunter Großbritannien, Australien sowie EU-Mitglieder wie Frankreich, Spanien und Schweden, sowohl die Angriffe der Hisbollah auf Israel als auch die massiven israelischen Angriffe vom 8. April 2026 mit zivilen Opfern und Schäden an ziviler Infrastruktur im Libanon kritisieren, die Angriffe auf UN-Blauhelmsoldaten verurteilen sowie die Einbeziehung Libanons in regionale Deeskalationsbemühungen fordern und zugleich Notfallversorgung für über eine Million Vertriebene in Libanon anbieten (vergleiche www.gov.uk/government/news/lebanon-joint-foreign-ministers-statement-14-april-2026), und hat die Bundesregierung das Statement mehrerer UN-Experten vom 15. April 2026 zur Kenntnis genommen, welche die genannten israelischen Angriffe vom 8. April 2026 als „eklatanten Verstoß gegen die UN-Charta und absichtliche Zerstörung der Aussichten auf Frieden“ bezeichnen und einen sofortigen Stopp der Waffenlieferungen an Israel fordern (vergleiche www.ohchr.org/en/press-releases/2026/04/un-experts-condemn-israels-unprecedented-bombing-lebanon-after-ceasefire), und, wenn ja, wie positioniert sich die Bundesregierung dazu? Antwort des Staatsministers Gunther Krichbaum: Die Bundesregierung hat die genannte gemeinsame Erklärung vom 14. April 2026 zur Kenntnis genommen. Allgemein äußert die Bundesregierung ihre Haltung auf unterschiedliche Weisen, nicht nur im Wege von gemeinsamen Erklärungen. Sie entscheidet jeweils im Einzelfall über einen Anschluss an solche Erklärungen. Auch die Stellungnahme von einer Gruppe von unabhängigen Experten hat die Bundesregierung zur Kenntnis genommen. Sie verfolgt die darin erhobenen Vorwürfe aufmerksam. Unabhängig davon bleibt die Haltung der Bundesregierung klar: Alle Seiten sind verpflichtet, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten und Zivilisten sowie zivile Infrastruktur zu schützen. Frage 49

Die Abgeordente fragt nach den Gründen für die Nichtunterzeichnung einer internationalen Erklärung zu Angriffen im Libanon und erfragt die Haltung der Regierung zu UN-Experten, die einen Stopp von Waffenlieferungen an Israel fordern. Die Regierung verweist auf Einzelfallentscheidungen und betont die allgemeine Geltung des humanitären Völkerrechts für alle Konfliktparteien.

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FR Frage des Abgeordneten Stefan Schmidt Grüne rede Im Protokoll ↗
Wie ist der Zeitplan für die Erkundung und Bewertung der Liegenschaft der ehemaligen Pionierkaserne in Regensburg und des ehemaligen Munitionsdepots in den Kommunen Langquaid und Schierling, wie in der Antwort der Bundesregierung auf meine schriftliche Frage 51 auf Bundestagsdrucksache 21/4186 angekündigt, bzw. haben die Erkundungen bereits stattgefunden, und anhand welcher Kriterien wird über eine geeignete militärische Nutzung entschieden? Antwort des …
Wie ist der Zeitplan für die Erkundung und Bewertung der Liegenschaft der ehemaligen Pionierkaserne in Regensburg und des ehemaligen Munitionsdepots in den Kommunen Langquaid und Schierling, wie in der Antwort der Bundesregierung auf meine schriftliche Frage 51 auf Bundestagsdrucksache 21/4186 angekündigt, bzw. haben die Erkundungen bereits stattgefunden, und anhand welcher Kriterien wird über eine geeignete militärische Nutzung entschieden? Antwort des Parl. Staatssekretärs Sebastian Hartmann: Die ehemalige Pionierkaserne in Regensburg wurde bereits erkundet. Eine abschließende Bewertung und Entscheidung zur Überführung in die strategische Liegenschaftsreserve unter Berücksichtigung der sich konkretisierenden Bedarfe der Streitkräfte steht aus. Die ehemaligen Munitionsdepots in Langquaid und Schierling werden spätestens im dritten Quartal 2026 erkundet. Im Rahmen der Erkundung werden Lage, Größe und Beschaffenheit der Liegenschaft geprüft. Frage 50

Der Abgeordnete fragt nach dem Zeitplan und den Bewertungskriterien für die militärische Erkundung ehemaliger Liegenschaften in Regensburg, Langquaid und Schierling. Der Parlamentarische Staatssekretär antwortet, dass die Kaserne in Regensburg bereits erkundet wurde, während die Munitionsdepots bis spätestens 2026 geprüft werden.

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FR Frage der Abgeordneten Cansin Köktürk Linke rede Im Protokoll ↗
Bestehen aktuelle oder geplante Grundsatzvereinbarungen zwischen der Bundesagentur für Arbeit und dem Bundesministerium der Verteidigung wie die Vereinbarung „Gemeinsam für eine starke Bundeswehr: Die Zeitenwende personell gestalten“ aus dem Jahr 2024, und, wenn ja, liegen der Bundesregierung belastbare Zahlen darüber vor, in welchem Umfang in den Vermittlungsangeboten der Jobcenter bereits verstärkt auf die Bundeswehr verwiesen wird? Antwort des Parl. Staatssekretärs …
Bestehen aktuelle oder geplante Grundsatzvereinbarungen zwischen der Bundesagentur für Arbeit und dem Bundesministerium der Verteidigung wie die Vereinbarung „Gemeinsam für eine starke Bundeswehr: Die Zeitenwende personell gestalten“ aus dem Jahr 2024, und, wenn ja, liegen der Bundesregierung belastbare Zahlen darüber vor, in welchem Umfang in den Vermittlungsangeboten der Jobcenter bereits verstärkt auf die Bundeswehr verwiesen wird? Antwort des Parl. Staatssekretärs Sebastian Hartmann: Die Grundsatzvereinbarung von 2024 wird derzeit als ausreichend betrachtet. Im Übrigen liegen der Bundesregierung keine belastbaren statistischen Daten im Sinne der Fragestellung vor. Frage 51

Die Abgeordnete fragt nach aktuellen oder geplanten Vereinbarungen zwischen der Bundesagentur für Arbeit und dem Verteidigungsministerium sowie nach Daten zur Verweisung von Jobcenter-Kunden auf die Bundeswehr. Die Regierungsantwort bestätigt die geltende Vereinbarung von 2024, verneint aber das Vorliegen entsprechener statistischer Daten.

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FR Frage des Abgeordneten Tobias Matthias Peterka AfD rede Im Protokoll ↗
Nimmt die Bundesregierung im Lichte aktueller geopolitischer Konflikte eine Neubewertung ihrer Haltung zur Kernenergie in Deutschland vor (vergleiche www.fr.de/wirtschaft/neubewertung-atomkraft-kehrtwende-wirtschaftsministerin-reiche-fordert-zr-94247662.html, abgerufen am 10. April 2026)? Antwort des Parl. Staatssekretärs Stefan Rouenhoff: Deutschland hat sich 2011 für einen Energiemix ohne Kernenergie entschieden. Ein Wiedereinstieg in die Nutzung der Atomenergie durch Kernspaltung ist im Koalitionsvertrag nicht vereinbart worden. Frage 52

Der Abgeordnte fragt die Bundesregierung in einer kurzen Anfrage, ob sie angesichts geopolitischer Konflikte ihre Haltung zur Kernenergie neu bewertet. Der Staatssekretär antwortet sachlich, dass der Ausstieg 2011 beschlossen wurde und ein Wiedereinstieg nicht im Koalitionsvertrag vorgesehen ist.

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FR Frage des Abgeordneten Christian Görke Linke rede Im Protokoll ↗
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die jährliche Produktion von Bitumen in Deutschland seit 2021 entwickelt, und welchen Anteil hatte daran die Raffinerie PCK in Schwedt ? Antwort des Parl. Staatssekretärs Stefan Rouenhoff: Die Produktionsdaten für Bitumen der Jahre 2021 bis 2025 können folgender Tabelle entnommen werden: Jahr Gesamt * vorläufige Daten 2021 4 108 450 2022 3 671 …
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die jährliche Produktion von Bitumen in Deutschland seit 2021 entwickelt, und welchen Anteil hatte daran die Raffinerie PCK in Schwedt (bitte jeweils Mengen pro Jahr nennen und zur PCK-Raffinerie zusätzlich ausführen, ob und gegebenenfalls wie sich vor allem in jüngster Zeit die Bedeutung der Raffinerie verändert hat)? Antwort des Parl. Staatssekretärs Stefan Rouenhoff: Die Produktionsdaten für Bitumen (in Tonnen) der Jahre 2021 bis 2025 können folgender Tabelle entnommen werden: Jahr Gesamt * vorläufige Daten 2021 4 108 450 2022 3 671 646 2023 3 109 720 2024* 3 287 531 2025* 3 220 159 Die deutschen Raffinerien produzieren dabei nicht nur für den heimischen Bedarf, sondern exportieren einen erheblichen Anteil des Bitumens in andere Länder (Nettoexporte 2025 etwa 1,26 Millionen Tonnen). Zu den Produktionsdaten der PCK-Raffinerie können keine Angaben gemacht werden, da es sich um Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse handelt. Frage 53

Der Abgeordnete fragt nach der Entwicklung der Bitumenproduktion in Deutschland seit 2021 sowie der Bedeutung der Raffinerie PCK in Schwedt, woraufhin die Bundesregierung Gesamtproduktionsdaten liefert, aber betriebsspezifische Daten als Geschäftsgeheimnis zurückhält.

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FR Frage des Abgeordneten Michael Kellner Grüne rede Im Protokoll ↗
Plant die Bundesregierung Maßnahmen, um die Weitergabe der Kostenvorteile aus der Absenkung der Netzentgelte vollständig an Verbraucherinnen und Verbraucher sicherzustellen, und, wenn ja, welche? Antwort des Parl. Staatssekretärs Stefan Rouenhoff: Der Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten für das Jahr 2026 hat das durchschnittliche Übertragungsnetzentgelt mehr als halbiert. Für die Verteilnetzbetreiber bedeutet die Senkung der Übertragungsnetzentgelte niedrigere Kosten für den Strombezug aus …
Plant die Bundesregierung Maßnahmen, um die Weitergabe der Kostenvorteile aus der Absenkung der Netzentgelte (vergleiche www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/verbraucherschuetzer-zu-stromkosten-102.html) vollständig an Verbraucherinnen und Verbraucher sicherzustellen, und, wenn ja, welche? Antwort des Parl. Staatssekretärs Stefan Rouenhoff: Der Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten für das Jahr 2026 hat das durchschnittliche Übertragungsnetzentgelt mehr als halbiert. Für die Verteilnetzbetreiber bedeutet die Senkung der Übertragungsnetzentgelte niedrigere Kosten für den Strombezug aus dem Übertragungsnetz und insoweit niedrigere Verteilnetzentgelte, die in einzelnen Netzgebieten unterschiedlich hoch ausfallen können, aber für alle Kundengruppen zu einer Entlastung führen. Der Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten entlastet insbesondere die Verbraucherinnen und Verbraucher, die über Netzentgelte in hohem Umfang an der Finanzierung der Übertragungsnetzkosten beteiligt sind. Stromlieferanten, die Kunden außerhalb der Grundversorgung im Rahmen von Sonderverträgen versorgen, sind gesetzlich verpflichtet, die von ihnen nicht beeinflussbaren Kalkulationsbestandteile des Strompreises zu saldieren. Das umfasst neben Steuern, Abgaben und Umlagen auch die zu zahlenden Netzentgelte. Sinkt dieser Saldo, muss der gesunkene Saldo in der Kalkulation des Strompreises berücksichtigt und zum nächsten vertraglich vorgesehenen Preisanpassungstermin an die Kunden weitergegeben werden. Für Stromlieferanten, die Kunden innerhalb der Grundversorgung beliefern, ergibt sich eine entsprechende Verpflichtung bereits aus der Stromgrundversorgungsverordnung. Frage 54

Der Abgeordnete fragt nach Maßnahmen der Bundesregierung, um die Weitergabe von Kostenvorteilen aus der Absenkung der Netzentgelte an die Verbraucher sicherzustellen. Der Staatssekretär erläutert, dass gesetzliche Verpflichtungen für Stromlieferanten bestehen, gesunkene Netzentgelte bei der Preiskalkulation zu berücksichtigen und an Kunden weiterzugeben.

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FR Frage des Abgeordneten Michael Kellner Grüne rede Im Protokoll ↗
Welcher Anteil an den Mehrkosten in Höhe von 22 Milliarden Euro für den Import von Öl und Gas, die laut EU-Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen seit Beginn des Irankrieges Europa belastet haben, entfällt nach Kenntnis der Bundesregierung auf Deutschland? Antwort des Parl. Staatssekretärs Stefan Rouenhoff: Die detaillierten Berechnungen der EU-Kommission zu den EU-Mehrkosten für Öl- und Gasimporte liegen der …
Welcher Anteil an den Mehrkosten in Höhe von 22 Milliarden Euro für den Import von Öl und Gas, die laut EU-Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen seit Beginn des Irankrieges (bzw. in den ersten 44 Tagen; vergleiche www.tagesschau.de/ausland/europa/energiekrise-eu-100.html) Europa belastet haben, entfällt nach Kenntnis der Bundesregierung auf Deutschland? Antwort des Parl. Staatssekretärs Stefan Rouenhoff: Die detaillierten Berechnungen der EU-Kommission zu den EU-Mehrkosten für Öl- und Gasimporte liegen der Bundesregierung nicht vor. Daher können auch keine Angaben zu den jeweiligen Anteilen der Mitgliedsländer gemacht werden. Der Import von Öl und Gas ist darüber hinaus eine Angelegenheit der importierenden Unternehmen, weshalb der Bundesregierung auch die Einkaufspreise und -konditionen nicht bekannt sind. Frage 55

Der Abgeordnete fragt nach dem deutschen Anteil an den durch den Irankrieg verursachten EU-weiten Mehrkosten für Öl- und Gasimporte. Die Bundesregierung antwortet, dass ihr keine detaillierten Berechnungen der EU-Kommission vorliegen und Importe Angelegenheit der privaten Unternehmen seien.

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FR Frage der Abgeordneten Dr. Anna Lührmann Grüne rede Im Protokoll ↗
Mit welchem Mehrverbrauch an Strom rechnet die Bundesregierung durch die geplante Anhebung der PUE-Grenzwerte in der Novelle des Energieeffizienzgesetzes sowie durch die geplante Umstellung auf Design-PUE für neue Rechenzentren in den Jahren 2026 bis 2037? Antwort des Parl. Staatssekretärs Stefan Rouenhoff: Mit den Anforderungen an die Energieeffizienz von Rechenzentren nimmt Deutschland nach wie vor eine internationale Vorreiterrolle ein und geht …
Mit welchem Mehrverbrauch an Strom rechnet die Bundesregierung durch die geplante Anhebung der PUE-Grenzwerte (PUE: Power Usage Effectiveness) in der Novelle des Energieeffizienzgesetzes sowie durch die geplante Umstellung auf Design-PUE für neue Rechenzentren in den Jahren 2026 bis 2037? Antwort des Parl. Staatssekretärs Stefan Rouenhoff: Mit den Anforderungen an die Energieeffizienz von Rechenzentren nimmt Deutschland nach wie vor eine internationale Vorreiterrolle ein und geht damit über die europäischen Mindestvorgaben hinaus. Die Regelungen sind so gewählt, dass sie unter der Randbedingung der Praxistauglichkeit die bestmögliche Energieeffizienz erreichen. Zu einem etwaigen Mehrverbrauch an Strom lässt sich derzeit keine verlässliche Aussage treffen. Frage 56

Die Abgeordnete fragt in einer Kleinen Anfrage nach den prognostizierten Auswirkungen geplanter Änderungen der PUE-Grenzwerte für Rechenzentren auf den Stromverbrauch. Die Regierung antwortet, dass Deutschland eine internationale Vorreiterrolle einnehme und sich zum Mehrverbrauch keine verlässliche Aussage treffen lasse.

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FR Frage der Abgeordneten Dr. Andrea Lübcke Grüne rede Im Protokoll ↗
Welche zivilgesellschaftlichen Organisationen sind an den Roadmap-Prozessen im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland beteiligt, und in welcher Form werden sie in die Erarbeitung der jeweiligen Roadmaps eingebunden? Antwort des Parl. Staatssekretärs Matthias Hauer: Als Teil der Roadmap-Prozesse werden verschiedene Dialog- und Beteiligungsprozesse durchgeführt. In einem ersten Schritt hat das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fokussierte Partnerdialoge durchgeführt, in denen …
Welche zivilgesellschaftlichen Organisationen sind an den Roadmap-Prozessen im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland beteiligt, und in welcher Form werden sie in die Erarbeitung der jeweiligen Roadmaps eingebunden? Antwort des Parl. Staatssekretärs Matthias Hauer: Als Teil der Roadmap-Prozesse werden verschiedene Dialog- und Beteiligungsprozesse durchgeführt. In einem ersten Schritt hat das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fokussierte Partnerdialoge durchgeführt, in denen Roadmap-Meilensteine, Indikatoren, Katalysatoren, Technologiepfade und Marktpotenziale diskutiert wurden. Die Partnerdialoge waren in Form und Teilnehmerkreis auf die jeweilige Schlüsseltechnologie und die bei dem jeweiligen Termin konkret adressierten Fragen zugeschnitten. Neben den Partnerdialogen gab es verschiedene offene Beteiligungsformate in den Schlüsseltechnologien, die jeweils über die Homepage der HTAD und auch über die einschlägigen Fachwebseiten veröffentlicht wurden. An den Dialog- und Beteiligungsformaten haben unterschiedliche zivilgesellschaftliche Organisationen teilgenommen wie Verbände, Vereine, Gewerkschaften, Stiftungen und andere. Mit der Veröffentlichung erster Technologie-Roadmaps im Mai 2026 sind die Dialogprozesse nicht abgeschlossen. Das BMFTR plant unter anderem eine breite Online-Konsultation zur Weiterentwicklung der Roadmaps. Zivilgesellschaftliche Organisationen sind auch hier eingeladen, sich aktiv einzubringen. Frage 57

Die Abgeordnete erkundigt sich nach der Beteiligung zivilgesellschaftlicher Organisationen an den Roadmap-Prozessen der Hightech Agenda Deutschland. Der Staatssekretär antwortet detailliert über durchgeführte Dialogformate und künftige Online-Konsultationen.

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FR Frage des Abgeordneten Rainer Galla AfD rede Im Protokoll ↗
Wie hoch waren die Ausgaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bzw. des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Zeitraum 2015 bis 2026 für die Förderung von Vorhaben zum Zwecke der Bekämpfung bzw. der Prävention von Extremismus im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ Linksextremismus, b) Rechtsextremismus, c) islamischen Extremismus und d) sonstige Formen von Extremismus)? …
Wie hoch waren die Ausgaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bzw. des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Zeitraum 2015 bis 2026 für die Förderung von Vorhaben zum Zwecke der Bekämpfung bzw. der Prävention von Extremismus im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ (bitte für die jeweils zwei Jahre 2015/2016, 2017/2018, 2019/2020, 2021/2022, 2023/2024 sowie 2025/2026 jeweils die Gesamtsumme angeben für Vorhaben betreffend a) Linksextremismus, b) Rechtsextremismus, c) islamischen Extremismus und d) sonstige Formen von Extremismus)? Antwort der Parl. Staatssekretärin Mareike Lotte Wulf: Die Frage wird mit folgenden Übersichten beantwortet: 2015 2016 2017 2018 2019 Radikalisierungsprävention Rechtsextremismus 3 601 800,00 Euro 4 122 814,42 Euro 5 775 866,37 Euro 3 697 467,58 Euro 3 656 826,90 Euro Radikalisierungsprävention Islamismus 2 350 360,00 Euro 3 838 217,00 Euro 5 332 444,70 Euro 5 385 916,34 Euro 5 322 567,20 Euro Radikalisierungsprävention – linke Militanz 372 941,06 Euro 394 206,00 Euro 812 943,17 Euro 1 248 931,12 Euro 1 188 248,25 Euro Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die in der Anfrage erbetenen Zahlen für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ ab dem Haushaltsjahr 2020 bereits auf der Webseite des Bundesprogramms öffentlich zugänglich gemacht. Frage 58

Der Abgeordnete fragt nach den Ausgaben des zuständigen Bundesministeriums für die Extremismusprävention im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ aufgeschlüsselt nach extremistischen Ausrichtungen für die Jahre 2015 bis 2026. Die parlamentarische Staatssekretärin liefert daraufhin die angeforderten Zahlenwerte für die Jahre 2015 bis 2019 und verweist für die restlichen Jahre auf öffentlich zugängliche Daten.

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FR Frage des Abgeordneten Rainer Galla AfD rede Im Protokoll ↗
Wie viele Vorhaben zum Zwecke der Bekämpfung bzw. der Prävention von islamistischem Extremismus wurden im Zeitraum 2015 bis 2024 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert , und welches sind die insgesamt neun seit 2025 vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ geförderten Vorhaben …
Wie viele Vorhaben zum Zwecke der Bekämpfung bzw. der Prävention von islamistischem Extremismus wurden im Zeitraum 2015 bis 2024 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert (bitte nach Jahren aufschlüsseln), und welches sind die insgesamt neun seit 2025 vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ geförderten Vorhaben zur Prävention von islamistischem Extremismus (vergleiche Antwort der Bundesregierung auf meine mündliche Frage 37, Plenarprotokoll 21/64; bitte die Bezeichnung des Vorhabens und Gesamthöhe der Förderung seit dem Jahr 2025 angeben)? Antwort der Parl. Staatssekretärin Mareike Lotte Wulf: Informationen zu den seit dem Haushaltsjahr 2025 geförderten Projekten im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ zur Prävention von islamistischem Extremismus sind auf der Programm-Website öffentlich zugänglich. Die Anzahl der spezifisch zur Prävention von islamistischem Extremismus geförderten Projekte in den Haushaltsjahren seit 2015 ist wie folgt: Haushaltsjahr Anzahl der Projekte 2015 30 2016 31 2017 46 2018 51 2019 48 2020 9 2021 10 2022 10 2023 10 2024 10 2025 10 2026 12 Bei den für das Haushaltsjahr 2026 angegebenen Projekten handelt es sich um sechs Innovationsprojekte, einen Kooperationsverbund, bestehend aus vier einzelnen Projekten sowie zwei Sondervorhaben. Frage 59

Der Abgeordnete Rainer Galla fragt nach der Anzahl und Aufschlüsselung der vom Bundesministerium geförderten Projekte zur Prävention von islamistischem Extremismus im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ für die Jahre 2015 bis 2026. Die Parlamentarische Staatssekretärin Mareike Lotte Wulf listet daraufhin die genauen Projektzahlen pro Jahr auf und verweist für weitere Details auf die Programm-Website.

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FR Frage des Abgeordneten Martin Reichardt AfD rede Im Protokoll ↗
Zu welchen konkreten Ergebnissen hat der von der Bundesregierung mit Vertretern aller Landesregierungen gepflegte Austausch zur Thematik „Gewalt an Schulen“ bislang geführt , und was plant die Bundesregierung im Verbund mit den Landesregierungen derzeit konkret, um der nach meiner Wahrnehmung dramatischen Zunahme von brutalen Gewaltvorfällen an Schulen in Deutschland wirksam zu begegnen? Antwort der Parl. Staatssekretärin Mareike Lotte Wulf: Wie …
Zu welchen konkreten Ergebnissen hat der von der Bundesregierung mit Vertretern aller Landesregierungen gepflegte Austausch zur Thematik „Gewalt an Schulen“ bislang geführt (vergleiche Antwort der Bundesregierung auf meine schriftliche Frage mit der Arbeitsnummer 4/52), und was plant die Bundesregierung im Verbund mit den Landesregierungen derzeit konkret, um der nach meiner Wahrnehmung dramatischen Zunahme von brutalen Gewaltvorfällen an Schulen in Deutschland wirksam zu begegnen? Antwort der Parl. Staatssekretärin Mareike Lotte Wulf: Wie bereits in der Antwort auf die zitierte Schriftliche Frage 4/52 dargestellt, sind für Schulen nach der föderalen Ordnung des Grundgesetzes die Länder zuständig. Dies gilt auch beim Thema Gewalt an Schulen, deren Verhinderung sowie Interventionsmaßnahmen. Der Austausch zwischen dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Landesregierungen dient dem Informationsaustausch. Frage 60

Der Abgeordnete erkundigt sich nach konkreten Ergebnissen und Plänen der Bundesregierung im Austausch mit den Ländern zur Bekämpfung von Gewalt an Schulen. Die Parlamentarische Staatssekretärin verweist auf die föderale Zuständigkeit der Länder und bezeichnet den Austausch als rein informativ.

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FR Frage des Abgeordneten Martin Reichardt AfD rede Im Protokoll ↗
Ist die Antwort der Bundesregierung auf meine schriftliche Frage 68 auf Bundestagsdrucksache 21/5005 so zu verstehen, dass die Bundesregierung in ihrem geplanten Maßnahmenpaket zum präventiven Schutz von Frauen vor Gewalt in Deutschland den in Kulturen des Nahen und Mittleren Ostens weit verbreiteten Ehrbegriff, dessen Implikationen für das Geschlechterverhältnis und von ihm bzw. ihnen ausgehende Gefahren für Frauen in Deutschland nicht …
Ist die Antwort der Bundesregierung auf meine schriftliche Frage 68 auf Bundestagsdrucksache 21/5005 so zu verstehen, dass die Bundesregierung in ihrem geplanten Maßnahmenpaket zum präventiven Schutz von Frauen vor Gewalt in Deutschland den in Kulturen des Nahen und Mittleren Ostens weit verbreiteten Ehrbegriff, dessen Implikationen für das Geschlechterverhältnis (vergleiche etwa Jan Ilhan Kizilhan, „Gewalt im Namen der Ehre: Die Psychologie hinter Ehre, Sexualität, Religion und Terror“, München 2024) und von ihm bzw. ihnen ausgehende Gefahren für Frauen in Deutschland nicht eigens thematisieren und beachten wird bzw. möchte? Antwort der Parl. Staatssekretärin Mareike Lotte Wulf: Inhalt und Ausrichtung des in Planung befindlichen Maßnahmenpakets zur Prävention von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt beruhen auf den neuesten wissenschaftlich-empirischen Erkenntnissen zur Gewaltprävention in Deutschland. Ziel des geplanten Maßnahmenpakets zur Gewaltprävention des BMBFSFJ ist der wirksame Schutz aller in Deutschland lebenden Frauen. Frage 61

Der Abgeordnete fragt nach der Aussagekraft einer Regierungsantwort hinsichtlich der geplanten Maßnahmen zum Schutz von Frauen vor Gewalt. Er thematisiert dabei ausdrücklich, ob spezifische kulturelle Ehrbegriffe des Nahen und Mittleren Ostens und die davon ausgehenden Gefahren für Frauen in Deutschland dabei berücksichtigt werden.

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FR Frage der Abgeordneten Kerstin Przygodda AfD rede Im Protokoll ↗
Plant die Bundesregierung, im Zusammenwirken mit den Ländern zu eruieren, wie hoch die Anzahl derjenigen Schülerinnen ist, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die an öffentlichen Schulen in Deutschland während des Unterrichts regelmäßig ein Kopftuch tragen , und, wenn nein, weshalb nicht? Antwort der Parl. Staatssekretärin Mareike Lotte Wulf: Die Bundesregierung plant nicht, im Zusammenwirken mit den …
Plant die Bundesregierung, im Zusammenwirken mit den Ländern zu eruieren, wie hoch die Anzahl derjenigen Schülerinnen ist, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die an öffentlichen Schulen in Deutschland während des Unterrichts regelmäßig ein Kopftuch tragen (vergleiche Antwort der Bundesregierung auf meine schriftliche Frage 115 auf Bundestagsdrucksache 21/2665), und, wenn nein, weshalb nicht? Antwort der Parl. Staatssekretärin Mareike Lotte Wulf: Die Bundesregierung plant nicht, im Zusammenwirken mit den Ländern zu eruieren, wie hoch die Anzahl derjenigen Schülerinnen ist, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die an öffentlichen Schulen in Deutschland während des Unterrichts regelmäßig ein Kopftuch tragen. Es wird auf die alleinige Zuständigkeit der Länder für Schulen verwiesen. Frage 62

Die Abgeordnete fragt nach Plänen der Bundesregierung zur statistischen Erfassung von minderjährigen Schülerinnen unter 14 Jahren, die im Unterricht ein Kopftuch tragen. Die Parlamentarische Staatssekretärin verneint dies und verweist auf die alleinige Kultushoheit der Länder.

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FR Frage des Abgeordneten Markus Matzerath AfD rede Im Protokoll ↗
Mit welcher Summe an Steuergeld hat die Bundesregierung bislang die „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“ und die „Sozialistische Jugend – Die Falken Landesverband Berlin“ gefördert, auch vor dem Hintergrund der Medienberichte über einen sogenannten Theaterkurs, bei dem Jugendliche angehalten worden sein sollen, ihre „Pronomen“ zu nennen und diesen pornografisches Material gezeigt wurde, sodass die Görlitzer Polizei „wegen des Verdachts …
Mit welcher Summe an Steuergeld hat die Bundesregierung bislang die „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“ und die „Sozialistische Jugend – Die Falken Landesverband Berlin“ gefördert, auch vor dem Hintergrund der Medienberichte über einen sogenannten Theaterkurs, bei dem Jugendliche angehalten worden sein sollen, ihre „Pronomen“ zu nennen und diesen pornografisches Material gezeigt wurde, sodass die Görlitzer Polizei „wegen des Verdachts des Verbreitens pornografischer Inhalte“ an Minderjährige ermittele, wobei für die Projektdurchführung nach Angaben der Amadeu Antonio Stiftung die „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken Landesverband Berlin“ – verantwortlich sei (https://apollo-news.net/schwulen-pornos-an-schsischer-schule-amadeu-antonio-stiftung-steckt-hinter-dem-projekt/; https://nius.de/gesellschaft/porno-skandal-schule-schleife-ngo-amadeu-antonio-stiftung-kritik; www.bild.de/news/inland/skandal-in-sachsen-sozialistische-jugend-steckt-hinter-porno-projekt-69dfa4af3b0747fa5412e4c4; bitte Summen seit 2016 getrennt nach Verbänden aufschlüsseln)? Antwort der Parl. Staatssekretärin Mareike Lotte Wulf: Folgende Projekte des Bundesverbandes „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“ (SJD) wurden aus Bundesmitteln seit 2021 gefördert: Durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird die SJD im Rahmen einer infrastrukturellen Förderung nach den Richtlinien des Kinder- und Jugendplans (KJP) gefördert. Die SJD erhielt in: – 2016: 909 700,00 Euro, – 2017: 809 800,00 Euro, – 2018: 959 700,00 Euro, – 2019: 989 800,00 Euro, – 2020: 1 023 623,00 Euro, – 2021: 1 608 072,00 Euro, – 2022: 2 461 789,00 Euro, – 2023: 1 013 690,00 Euro, – 2024: 1 042 066,00 Euro, – 2025: 1 044 781,00 Euro, – 2026: 1 023 451,00 Euro. Weiterhin erhielt die SJD vom 01.01.2022 bis 31.03.2023 Mittel in Höhe von 94 640,09 Euro im Rahmen des Jugend-Budgets aus dem Kinder- und Jugendplan. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat die SJD – Landesverband Berlin im Förderzeitraum vom 01.04.2021 bis 31.12.2021 mit dem Projekt „IN*VISION 2021“ in Höhe von 80 838,50 Euro, im Förderzeitraum vom 01.01.2022 bis 31.12.2023 mit dem Projekt „Audream – wir empowern uns!“ in Höhe von 50 890,53 Euro sowie im Förderzeitraum vom 14.06.2024 bis 31.12.2024 mit dem Projekt „Audream – neue Verbindungen“ in Höhe von 20 116,37 Euro gefördert. Der Bundesregierung sind keine Fälle bekannt, in denen die SJD Förderungen durch bundesfinanzierte Programme der Amadeu Antonio Stiftung erhalten hat. Frage 63

Der Abgeordnete fragt detailliert nach der Höhe der staatlichen Fördergelder für die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken, kontextualisiert durch Ermittlungen der Polizei wegen des Verdachts der Verbreitung pornografischer Inhalte an Minderjährige im Rahmen eines Projektmoduls.

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FR Frage der Abgeordneten Cansin Köktürk Linke rede Im Protokoll ↗
Welche Nachweise werden derzeit nach Kenntnis des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in den Jobcentern als ausreichend anerkannt, um eine eingeschränkte oder fehlende Zumutbarkeit aufgrund psychischer Erkrankungen gemäß § 10 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch zu belegen , und unter welchen konkreten rechtlichen Voraussetzungen sind Jobcenter befugt, die Vorlage eines fachärztlichen oder psychiatrischen Gutachtens zu verlangen, wenn bereits ein hausärztliches Attest …
Welche Nachweise werden derzeit nach Kenntnis des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in den Jobcentern als ausreichend anerkannt, um eine eingeschränkte oder fehlende Zumutbarkeit aufgrund psychischer Erkrankungen gemäß § 10 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (SGB II) zu belegen (zum Beispiel hausärztliche Atteste, fachärztliche Gutachten, Stellungnahmen des Ärztlichen Dienstes), und unter welchen konkreten rechtlichen Voraussetzungen sind Jobcenter befugt, die Vorlage eines fachärztlichen oder psychiatrischen Gutachtens zu verlangen, wenn bereits ein hausärztliches Attest vorliegt, das eine eingeschränkte oder fehlende Zumutbarkeit von Arbeit aufgrund einer psychischen Erkrankung bescheinigt? Antwort der Parl. Staatssekretärin Kerstin Griese: Grundsätzlich gilt, dass alle Nachweise anerkannt werden können, die dem Jobcenter eine Entscheidung über die Unzumutbarkeit einer bestimmten Arbeit ermöglichen. In den gemeinsamen Einrichtungen werden in der Regel Feststellungen des Ärztlichen Dienstes oder des Berufspsychologischen Services der Bundesagentur für Arbeit herangezogen. Es können aber auch selbst vorgelegte Nachweise von Haus- oder Fachärzten oder Fachärztinnen oder Gutachten anderer Träger anerkannt werden. Sofern die von der leistungsberechtigten Person beigebrachten Unterlagen und Nachweise eine Entscheidung über die Zumutbarkeit nicht ermöglichen oder Zweifel bestehen, ist das Jobcenter nicht an diese gebunden und kann weitere Untersuchungen anstrengen. Dies ist im Einzelfall zu entscheiden. Die Rechtsgrundlage für diese Befugnis ist der sogenannte Untersuchungsgrundsatz nach § 20 Absatz 1 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch. Frage 64

Die Abgeordnete erkundigt sich nach den anerkannten Nachweismöglichkeiten für eine fehlende Zumutbarkeit von Arbeit aufgrund psychischer Erkrankungen in Jobcentern sowie nach den rechtlichen Voraussetzungen für die Forderung nach weiteren Gutachten trotz Vorliegens eines hausärztlichen Attests. Die Staatssekretärin antwortet, dass grundsätzlich verschiedene Nachweise anerkannt werden, das Jobcenter jedoch bei unklaren Unterlagen nach § 20 Abs. 1 SGB X weitere Untersuchungen anordnen kann.

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FR Frage der Abgeordneten Dr. Anna Lührmann Grüne rede Im Protokoll ↗
Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus dem Launch der Initiative Eurosky am 16. April 2026, die mit Eurosky-Accounts eine datenschutzkonforme, auf dem AT-Protokoll basierende digitale Identität für europäische Social-Media-Nutzerinnen und Social-Media-Nutzer anbietet , für die im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vereinbarte Stärkung der digitalen Souveränität, und plant die Bundesregierung, auf Basis der von Eurosky geschaffenen Infrastruktur eigene Accounts …
Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus dem Launch der Initiative Eurosky am 16. April 2026, die mit Eurosky-Accounts eine datenschutzkonforme, auf dem AT-Protokoll basierende digitale Identität für europäische Social-Media-Nutzerinnen und Social-Media-Nutzer anbietet (https://de.euronews.com/next/2026/04/16/eurosky-europa-baut-eigenes-okosystem-fur-soziale-medien-gegen-big-tech-auf), für die im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vereinbarte Stärkung der digitalen Souveränität, und plant die Bundesregierung, auf Basis der von Eurosky geschaffenen Infrastruktur eigene Accounts oder Kanäle anzulegen, um die Abhängigkeit von nichteuropäischen Social-Media-Anbietern zu verringern? Antwort des Parl. Staatssekretärs Thomas Jarzombek: Die Bundesregierung begrüßt europäische Initiativen, die sich dem Ziel verschrieben haben, Abhängigkeiten der EU im Digitalbereich zu verringern und die digitale Souveränität der EU zu stärken. Die Bundesregierung prüft die Nutzung von Eurosky als zusätzlichen Kanal neben Mastodon und weiteren Plattformen. Frage 65

Die Abgeordnete fragt nach den Schlussfolgerungen der Bundesregierung aus der Einführung der europäischen Social-Media-Initiative Eurosky bezüglich der digitalen Souveränität und nach Plänen zur Nutzung eigener Kanäle zur Reduzierung von Abhängigkeiten. Die Bundesregierung begrüßt solche Initiativen und prüft die Nutzung von Eurosky als zusätzlichen Kanal neben bestehenden Plattformen.

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FR Frage des Abgeordneten Tobias Matthias Peterka AfD rede Im Protokoll ↗
Welches sind die wichtigsten Erkenntnisse, die der Bundesminister für Verkehr, Patrick Schnieder, aus der Verkehrsministerkonferenz mitgenommen hat, und welche etwaigen Maßnahmen leitet er gegebenenfalls daraus ab ? Antwort des Parl. Staatssekretärs Christian Hirte: Die Verkehrsministerkonferenz am 25./26.03.2026 in Lindau beschäftigte sich mit einer Vielzahl an Themen. Diese sowie die Beschlüsse sind der Webseite des Gremiums zu entnehmen. Die Befassung mit …
Welches sind die wichtigsten Erkenntnisse, die der Bundesminister für Verkehr, Patrick Schnieder, aus der Verkehrsministerkonferenz mitgenommen hat, und welche etwaigen Maßnahmen leitet er gegebenenfalls daraus ab (bitte die Antwort nötigenfalls auf die fünf wichtigsten Erkenntnisse und Maßnahmen begrenzen; vergleiche www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/verkehrsminister-fuehrerschein-reform-100.html, abgerufen am 10. April 2026)? Antwort des Parl. Staatssekretärs Christian Hirte: Die Verkehrsministerkonferenz am 25./26.03.2026 in Lindau beschäftigte sich mit einer Vielzahl an Themen. Diese sowie die Beschlüsse sind der Webseite des Gremiums zu entnehmen. Die Befassung mit den jeweiligen Themen durch die Verkehrsminister der Länder und des Bundes sind Ausdruck eines bestehenden Handlungs- bzw. Diskussionsbedarfs. Über die Beschlüsse hinausgehende Maßnahmen bleiben weiteren Abstimmungen vorbehalten. Frage 66

Der Abgeordnete fragt nach den wichtigsten Erkenntnissen und möglichen Maßnahmen des Verkehrsministers aus einer Verkehrsministerkonferenz. Der Parlamentarische Staatssekretär verweist auf die veröffentlichten Beschlüsse und stellt fest, dass weitergehende Maßnahmen noch abgestimmt werden müssen.

✦ KI-generiert Neutral, geschäftsmäßig sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
FR Frage des Abgeordneten Maximilian Kneller AfD rede Im Protokoll ↗
Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung hinsichtlich einer Knappheit von Flugtreibstoff in Bezug auf den „Iran-Krieg“ vor? Antwort des Parl. Staatssekretärs Christian Hirte: Die Bundesregierung beobachtet die Lage fortlaufend und befindet sich im Austausch mit der Luftverkehrswirtschaft sowie der Energie- und Mineralölwirtschaft. In Deutschland besteht derzeit keine Knappheit von Kerosin. Frage 67

Der Abgeordnete fragt nach Erkenntnissen der Bundesregierung zu einer möglichen Knappheit von Flugtreibstoff im Kontext des Iran-Krieges. Die Antwort des Staatssekretärs stellt fest, dass es derzeit in Deutschland keine Kerosinknappheit gebe und man im Austausch mit der Wirtschaft stehe.

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FR Frage des Abgeordneten Tarek Al-Wazir Grüne rede Im Protokoll ↗
Geht die Bundesregierung davon aus, dass das nun erneut eingeleitete Planfeststellungsverfahren für das Projekt Wallauer Spange, wie geplant, im Jahr 2027 abgeschlossen werden kann, und wann plant die Bundesregierung dementsprechend mit dem Baubeginn? Antwort des Parl. Staatssekretärs Christian Hirte: Der Planfeststellungsantrag für die Wallauer Spange ist Anfang April 2026 bei der Genehmigungsbehörde, dem Eisenbahn-Bundesamt, eingegangen. Nach derzeitigem Planungsstand erscheint ein …
Geht die Bundesregierung davon aus, dass das nun erneut eingeleitete Planfeststellungsverfahren für das Projekt Wallauer Spange, wie geplant, im Jahr 2027 abgeschlossen werden kann, und wann plant die Bundesregierung dementsprechend mit dem Baubeginn? Antwort des Parl. Staatssekretärs Christian Hirte: Der Planfeststellungsantrag für die Wallauer Spange ist Anfang April 2026 bei der Genehmigungsbehörde, dem Eisenbahn-Bundesamt, eingegangen. Nach derzeitigem Planungsstand erscheint ein Planfeststellungsbeschluss im Jahr 2027 möglich. Zum Abschluss des Planfeststellungsverfahrens ist vorgesehen, dass die Vorhabenträgerin einen Antrag auf Abschluss einer Baufinanzierungsvereinbarung stellt. Das Bundesministerium für Verkehr arbeitet darauf hin, die bauliche Umsetzung des Vorhabens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel zu ermöglichen. Frage 68

Der Abgeordnete fragt nach dem Zeitplan für das Planfeststellungsverfahren und den Baubeginn des Projekts Wallauer Spange. Der Staatssekretär bestätigt den Eingang des Antrags und hält einen Beschluss im Jahr 2027 für möglich, wobei der Bau von den verfügbaren Haushaltsmitteln abhängt.

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FR Frage des Abgeordneten Christian Görke Linke rede Im Protokoll ↗
Wie viele Aufzüge bzw. Rolltreppen betrieb die Deutsche Bahn AG in den Jahren 2023, 2024 und 2025 jeweils an Verkehrsstationen in Brandenburg, und wie viele davon waren jeweils in diesen Jahren außer Betrieb ? Antwort des Parl. Staatssekretärs Christian Hirte: Zur Beantwortung der Frage hat die Deutsche Bahn AG folgende Tabelle zur Verfügung gestellt, die eine Übersicht über alle Anlagen …
Wie viele Aufzüge bzw. Rolltreppen betrieb die Deutsche Bahn AG in den Jahren 2023, 2024 und 2025 jeweils an Verkehrsstationen in Brandenburg, und wie viele davon waren jeweils in diesen Jahren außer Betrieb (bitte pro Jahr angeben, wie viele der Aufzüge bzw. Rolltreppen jeweils mehr als einen Tag, mehr als eine Woche bzw. mehr als einen Monat aufgrund von technischen Störungen bzw. Reparaturmaßnahmen nicht in Betrieb waren)? Antwort des Parl. Staatssekretärs Christian Hirte: Zur Beantwortung der Frage hat die Deutsche Bahn AG (DB AG) folgende Tabelle zur Verfügung gestellt, die eine Übersicht über alle Anlagen gibt, die in Brandenburg in den Jahren 2023 und 2024 aktiv waren. Sie zeigt zudem, wie viele Ausfälle diese Anlagen aufweisen (Ausfälle beziehen sich auf technische Störungen und Reparaturmaßnahmen). Jahr Anlagenklasse Anzahl Anlagen 1 bis 7 Tage 7 bis 30 Tage Mehr als 30 Tage 2024 Fahrtreppen, Fahrsteige 6 6 4 1 2024 Personenaufzüge 140 87 13 6 2023 Fahrtreppen, Fahrsteige 6 6 0 0 2023 Personenaufzüge 135 72 21 6 Für das Jahr 2025 wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Frage 23 im Plenarprotokoll 21/58 vom 25. Februar 2026 verwiesen. Frage 69

Der Abgeordnete fragt nach der Verfügbarkeit von Aufzügen und Rolltreppen der Deutschen Bahn AG in Brandenburg für die Jahre 2023 bis 2025 sowie nach den jeweiligen Ausfallzeiten. Die Antwort erfolgt durch den Parlamentarischen Staatssekretär anhand einer statistischen Tabelle der DB AG.

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FR Frage des Abgeordneten Dr. Ingo Hahn AfD rede Im Protokoll ↗
Wie hoch war die Anzahl der bei der DB Sicherheit GmbH beschäftigten Sicherheitskräfte seit 2014 , und sofern bekannt, wie verteilen sich diese Beschäftigtenzahlen auf Vollzeit- und sonstige Beschäftigungsarten? Antwort des Parl. Staatssekretärs Christian Hirte: Nach Angaben der Deutschen Bahn AG ist die Anzahl der beschäftigten Sicherheitskräfte bei der DB Sicherheit GmbH seit 2014 von 3 700 auf zuletzt 4 …
Wie hoch war die Anzahl der bei der DB Sicherheit GmbH beschäftigten Sicherheitskräfte seit 2014 (jeweils zu einem verfügbaren jährlichen Stichtag), und sofern bekannt, wie verteilen sich diese Beschäftigtenzahlen auf Vollzeit- und sonstige Beschäftigungsarten? Antwort des Parl. Staatssekretärs Christian Hirte: Nach Angaben der Deutschen Bahn AG ist die Anzahl der beschäftigten Sicherheitskräfte bei der DB Sicherheit GmbH seit 2014 von 3 700 auf zuletzt 4 500 gestiegen. Hinsichtlich der Beschäftigtenzahlen von Vollzeit- und sonstigen Beschäftigungsarten der DB Sicherheit GmbH wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Sicherheit und Sicherheitskosten im Bereich der Deutschen Bahn AG“ verwiesen (Bundestagsdrucksache 21/4567).

Der Abgeordnete fragt nach der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen der DB Sicherheit GmbH seit 2014 sowie deren Aufschlüsselung nach Beschäftigungsarten.

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