Entschließungsantrag zum Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2023/2225 über Verbraucherkreditverträge
Tagesordnungspunkt 14 · 21/72 · 17. April 2026
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Stellen Sie sich vor, wie es sich anfühlt, wenn am Ende des Monats nichts mehr übrig ist, wenn Rechnungen auf dem Tisch liegen, Mahnungen aufploppen und sich langsam das Gefühl breitmacht, da nicht mehr rauszukommen. Für Millionen Menschen in unserem Land ist das keine Vorstellung, es ist Realität. Und genau deshalb handeln wir heute. …
Die Rednerin begrüßt die Verschärfung der Kreditwürdigkeitsprüfungen und neue Regeln für Buy-now-pay-later-Modelle sowie Dispokredite, um Verbraucher vor Überschuldung zu schützen. Zudem betont sie die Aufwertung der Schuldnerberatung und den Erhalt der Wartefrist bei Restschuldversicherungen als Erfolg der parlamentarischen Arbeit.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Es war klar, dass sich die Koalition für diesen Gesetzentwurf feiert. Aber er bleibt ein Lehrbuchbeispiel für schlechte Gesetzgebung. So ist er bis zur Unverständlichkeit in einem schlechten Stil verfasst. Bezeichnenderweise legen Sie ja der Kreditwirtschaft die Verwendung verständlicher Sprache ans Herz, schaffen dann aber selbst Satzungetüme wie etwa folgenden im …
Möller kritisiert den Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie als schlechte, unverständliche Bürokratie, die Ursachen von Überschuldung ignoriert und durch formularbasierte Einwilligungen umgangen werden kann.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Stellen Sie sich die folgende Situation vor: Es ist abends, man sitzt auf dem Sofa und scrollt durch einen Onlineshop. Ein Klick – gekauft. Ein weiterer Klick – auch gekauft. Bezahlt wird später, irgendwann. Genau da beginnt das Problem. „Buy now, pay later“: Das hört sich ja ganz bequem an, aber es führt oft …
Susanne Hierl wirbt für einen praxistauglichen Verbraucherschutz bei der Umsetzung der EU-Kreditvertragsrichtlinie, warnt vor Überregulierung des etablierten Kaufs auf Rechnung und fordert in einer Entschließung ein Recht auf Vergessen für geheilte Krebspatienten.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Meine Stimme ist ein bisschen angeschlagen, aber der Kanzler hat gesagt, wir sollen uns weniger krankschreiben lassen. Deshalb müssen Sie jetzt meine Whiskeystimme ertragen – so hat es meine Fraktionsvorsitzende genannt. Ja, dieses Gesetz, über das wir heute sprechen, kommt fast fünf Monate zu spät. Bis zum 20. November letzten Jahres …
Stefan Schmidt kritisiert, dass das Gesetz zur Umsetzung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie verspätet und unzureichend ausgearbeitet sei, da es Schutzlücken bei Kleinkrediten, Debitkarten, Wucherzinsen und Onlinekrediten lasse. Die Grünen lehnen den Entwurf daher ab und fordern über einen Entschließungsantrag strengere Verbraucherschutzmaßnahmen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die EU-Verbraucherkreditrichtlinie sollte zum 20. November 2025 in nationales Recht umgesetzt sein. Die Nichtumsetzung geht zulasten von Menschen, die versuchen, ihren Alltag zu bewältigen, und dabei immer häufiger an ihre finanziellen Grenzen stoßen. Hinter jedem Kredit steht eine Geschichte, und hinter vielen dieser Geschichten verbirgt sich ein wachsender Druck. Genau an …
Die Abgeordnete kritisiert, dass die Umsetzung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie zwar formale Anforderungen schafft, aber die strukturellen Risiken digitaler Kleinstkredite und unzureichender Scoring-Praktiken ungelöst lässt. Zudem bemängelt sie die ungesicherte Finanzierung der Schuldnerberatung und lehnt Marktfreiheiten, wie im Entschließungsantrag der AfD gefordert, zugunsten wirksamer Verbraucherschutzmaßnahmen ab.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Manche fragen sich ja, wofür hier eigentlich Abgeordnete sitzen. Heute kann ich das wieder mal voller Stolz beantworten. Denn heute verabschieden wir etwas, das Menschen ganz konkret schützt: beim Kreditvertrag, beim Versicherungsabschluss und nach überstandenem Krebs. Diese Koalition liefert. Lassen Sie mich erklären, warum. Die Datenschutz-Grundverordnung hat bei einigen einen schlechten Ruf. Ich hingegen bin ein …
Die Rednerin begrüßt das Gesetz als konkreten Schutz für Verbraucher bei Kreditverträgen und Versicherungsabschlüssen sowie für Krebsüberlebende. Sie fordert zudem einen einklagbaren Rechtsanspruch auf das 'Recht auf Vergessenwerden' für ehemals an Krebs Erkrankte, damit diese nicht länger diskriminiert werden.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Lieber Herr Kollege Hoffmann, lassen Sie uns über Verbraucherkreditverträge reden. Aus dem Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Richtlinie über Verbraucherkreditverträge wurde mit dem Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen plötzlich ein Gesetzentwurf zur Umsetzung der Richtlinie über Verbraucherkreditverträge und zur Regelung der Förderung klimaneutraler Mobilität. In dem Zusammenhang also mal ein paar Ausführungen zu Omnibusgesetzen, zu Gold-Plating und …
Der Redner kritisiert die Erweiterung des Gesetzes zur Umsetzung einer EU-Verbraucherkreditrichtlinie um Regelungen zur Förderung klimaneutraler Mobilität als intransparentes Omnibusgesetz. Er wirft der Koalition vor, entgegen eigener Zusagen bürokratisches Gold-Plating zu betreiben, und lehnt den Gesetzentwurf ab.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Frau Ministerin! Überschuldung ist weiterhin ein großes Problem in unserer Gesellschaft. Das Statistische Bundesamt hat für 2024/2025 eindeutige Zahlen: Circa 8,1 Prozent der Erwachsenen gelten als überschuldet, was bedeutet, dass ihre finanziellen Verpflichtungen ihr Einkommen nachhaltig übersteigen. Die Zahl der überschuldeten Personen ist auch erstmals seit 2018 wieder angestiegen auf fast 5,7 …
Sebastian Steineke betont die Problematik steigender Überschuldung, insbesondere durch niedrigschwellige Finanzierungsformen, und hebt hervor, dass die Umsetzung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie modernen Verbraucherschutz mit wirtschaftlicher Realität in Einklang bringen müsse. Er advokiert insbesondere den Erhalt der Zahlungsart 'Kauf auf Rechnung' und warnt vor überzogener Regulierung sowie Bürokratie.
Die Rednerin fragt, warum die Überprüfung im Rahmen des Gesetzes privatwirtschaftlichen Unternehmen wie der Schufa überlassen wird, statt sie durch das Finanzministerium durchführen zu lassen.
Also, darüber habe ich gar nicht geredet. Aber ich beantworte das gerne. Ich glaube nicht, dass im Finanzministerium Tausende von neuen Stellen geschaffen werden sollten, um die Bonitätsprüfung zu übernehmen. Ich glaube, das macht die Schufa schon ganz gut. Deswegen ist es für uns auch wichtig gewesen, dass wir die Scoringrichtlinien entsprechend anpassen. – Vielen Dank. Für größere Onlinehändler wurde …
Sebastian Steineke verteidigt die erzielten Kompromisse im Gesetz zur Umsetzung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie. Er hebt die digitale Textform, Ausnahmen für Chargekarten sowie Entlastungen für Händler als pragmatische Lösungen ohne EU-rechtswidriges Gold-Plating hervor und grenzt sich dabei polemisch von der AfD ab.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ja, wir sprechen hier über den Gesetzentwurf zur Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie, ein zentrales Vorhaben der Europäischen Union für den Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher. Und was macht diese Koalition bei diesem Gesetzentwurf? Sie hängt in allerletzter Minute eine Regelung zur E-Auto-Förderung dran. Wir haben jetzt eine Rednerin und einen Redner von der CDU/CSU gehört …
Der Redner kritisiert, dass die Koalition an den Gesetzentwurf zur Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie eine Regelung zur E-Auto-Förderung angehängt hat. Er wirft der Regierung vor, mit der Förderung rückwirkend Mitnahmeeffekte zu erzeugen, die falsche Anreize für Plug-in-Hybride zu setzen und sozial ungerecht zu sein.
Nein. Dort, wo Mobilität existenziell ist, wo es keine Alternative zum eigenen Fahrzeug gibt, da fehlen günstige Angebote; und genau diese werden durch die aktuelle Förderlogik nicht ausreichend gestärkt. Die Regelung ist auch noch industriepolitisch kurzsichtig. Jetzt hat sich Volkswagen nach vielen, vielen Irrwegen endlich auf den Weg gemacht und bietet bezahlbare, kleinere Elektroautos an, und Sie setzen jetzt hier …
Till Stehnen lehnt den Gesetzentwurf ab, da er sozial unausgewogen sei und die falschen Fahrzeuge fördere. Er kritisiert, dass günstige Elektroautos für existenzielle Mobilität nicht genug gestärkt würden, während teure Hybridfahrzeuge privilegiert würden, was auch industriepolitisch kurzsichtig sei.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Verbessern wir den Verbraucherschutz, dann steht auch immer die Frage im Raum: Ist das jetzt noch notwendiger Schutz, die notwendige Verbesserung selbstverständlich bestehender Schutzinteressen von Verbrauchern, oder ist das unnötiger staatlicher Paternalismus? Verbraucherschutz muss also immer auch das richtige Maß finden, einen Ausgleich finden. Eine ja fast schon klassische Aufgabe für Christdemokraten. Vor diesem …
Der Redner begrüßt die Verbraucherkreditrichtlinie als maßvollen Schutzgewinn, warnt jedoch davor, dass die summengleiche Schließung einzelner Schutzlücken zu wahnwitziger Überregulierung führt und fordert einen stärkeren Blick für das große Ganze.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Zuschauer! Liebe Kollegen! Es ist immer vergnüglich, als letzter Redner meiner Fraktion zu sprechen; denn man muss die Rede umstellen. Ich muss zunächst mal auf Herrn Steffen eingehen. Sie sind ein echter Scherzkeks, muss man sagen. Jetzt weiß ich, warum Sie als Justizsenator in Hamburg gescheitert sind und warum Sie, glaube ich, auch eine Fortbildung …
Der Redner argumentiert, dass Verbraucherschutz durch Gesetze wie das vorliegende versagt und das eigentliche Problem mangelnder finanzieller Bildung sei. Er kritisiert die Regierungsparteien scharf für Steuerbelastungen und Regulierung, fordert Eigenverantwortung und kündigt die Ablehnung des Antrags an.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es geht los, meine Damen und Herren: Ab Mai – ich schaue in Richtung des Umweltministeriums – können Sie Förderanträge für neu zugelassene E-Autos stellen. Auf diese Entscheidung, Herr Dr. Steffen, sind wir stolz; deswegen erwähne ich das. Es gibt mindestens 3 000 Euro für rein batterieelektrische Fahrzeuge, mindestens 1 500 Euro für Plug-ins …
Der Redner betont den Erfolg der staatlichen Förderung für E-Autos und fordert zugleich, den Markt langfristig ohne Subventionen tragfähig zu machen. Er plädiert für eine Technologieoffenheit, die den Verbrenner einschließt, sowie für eine europäische Industriepolitik, um die Wertschöpfungskette bei Batterien zu stärken.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Das Recht auf Vergessenwerden ist ein Thema, das viele Menschen in unserem Land betrifft – oft leise, oft im Verborgenen, aber mit enormer Tragweite für das Leben nach der Krebserkrankung. Die Zahlen machen deutlich, worüber wir hier heute sprechen. Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 500 000 Menschen …
Adis Ahmetovic wirbt für die Einführung eines Rechts auf Vergessenwerden für ehemalige Krebspatientinnen und -patienten, die nach medizinischer Heilung weiterhin bei Versicherungs- und Kreditverträgen benachteiligt werden. Er fordert als vom Bundestag Betroffener eine rechtliche Gleichstellung und den Abbau von Stigmatisierung, damit überstandene Erkrankungen nicht länger zu strukturellen Nachteilen im Alltag führen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist heute nicht ganz einfach, weil in diesem Gesetzentwurf ein paar wichtige Themen drinstecken. Aber es zeigt sich an der Debatte eigentlich jetzt schon sehr wohl, wo hier die politischen Prioritäten sind. Die Linke möchte lieber eine Bonitätsprüfung durch den Staat, weil es sicherlich eine gute Idee wäre, wenn Beamte beurteilen, …
Körner positioniert die CDU/CSU als Kraft der politischen Mitte, die praxisnahen Verbraucherschutz mit Eigenverantwortung verbindet. Er kritisiert die Anträge anderer Fraktionen, lehnt EU-Sonderstandards ab und fordert den Schutz junger Menschen vor irreführenden Kreditmodellen bei gleichzeitigem Erhalt bewährter Zahlungsarten.