Ernährungssicherheit und Erhalt produktiver Landwirtschaft - Für eine pragmatische Agrar- und Ernährungspolitik
Tagesordnungspunkt 15a · 21/72 · 17. April 2026
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren auf den Zuschauertribünen! Die aktuellen Krisen der Weltpolitik schlagen voll auf die Land- und Ernährungswirtschaft durch. Seit Beginn des Krieges am Persischen Golf sind die Kosten für Treibstoffe, aber auch für Düngemittel drastisch gestiegen. Die Koalition stellt sich diesen Aufgaben, um zum Ersten natürlich die Resilienz des Sektors Landwirtschaft zu …
Der Redner lehnt die Anträge der AfD als unkonkret und weitgehend bereits umgesetzt ab und betont, dass die Koalition bereits konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Versorgungssicherheit, zur Entlastung der Landwirtschaft bei Energie- und Düngemittelkosten sowie zum Bürokratieabbau umsetzt.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir debattieren heute über ein Thema von fundamentaler Bedeutung: die Sicherstellung unserer Ernährung in Zeiten wachsender Unsicherheit. Es geht um nicht weniger als die Frage, wie wir Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Tragfähigkeit und Umweltauflagen in Einklang bringen. Hierfür müssen wir zunächst mal begrifflich unterscheiden: Der Begriff „Ernährungssicherheit“ bedeutet, dass für alle …
Der Redner fordert eine pragmatische Agrarpolitik zur Sicherung der heimischen Ernährung und kritisiert regulatorische Auflagen wie die Düngeverordnung als ideologisch und praxisfern.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Der Irankrieg stellt uns vor große Herausforderungen. Die hohen Preissteigerungen für Sprit, Gas und Heizöl treffen alle Bürgerinnen und Bürger. Beim Tanken und Heizen merken wir es zuerst. Aber es ist klar, dass die höheren Energiepreise sich langsam, aber sicher auch auf alle anderen Bereiche in unserem Alltag auswirken werden. Je länger …
Die Rednerin thematisiert die wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs und betont die Notwendigkeit staatlicher Entlastungen, kritisiert dabei scharf die AfD und fordert stattdessen eine pragmatische Transformation der Landwirtschaft, die Ökologie, Tierwohl und Ernährungssicherheit vereint.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir können uns auf Krisen vorbereiten. Wir können deren Auswirkungen vorbeugen und vordenken. Vorbereitung heißt Resilienz. Ernährungssicherung von heute, aber auch in zehn Jahren geht nur, wenn wir Resilienz in der Landwirtschaft und in unserem Ernährungssystem aufbauen. Den Umgang mit der Klimakrise schaffen wir beispielsweise nur durch resiliente Strukturen. Hitze, Brände, Starkregen, …
Die Rednerin fordert einen Umbau der Agrar- und Ernährungspolitik hin zu mehr Krisenresilienz, Klimaschutz und Unabhängigkeit durch Kreislaufwirtschaft und erneuerbare Energien. Sie kritisiert die aktuelle Bundesregierung sowie die AfD für fehlende Voraussicht und warnt davor, durch reinen Produktionsfokus zukünftige Krisen zu provozieren.
Frau Präsidentin! Verehrte Zuhörer/-innen! Heute ist der Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes. Vor genau 30 Jahren hat die brasilianische Polizei 19 landlose Bauern ermordet, fast 70 weitere wurden schwer verletzt. Sie haben gekämpft für echte Ernährungssouveränität: für den sicheren Zugang zum Boden für die Menschen, die ihn bearbeiten; für eine sichere Versorgung mit Lebensmitteln und eine ökologisch nachhaltige Landwirtschaft, eine wirklich …
Der Redner gedenkt des kleinbäuerlichen Widerstands und kritisiert die AfD als Vertreterin von Großgrundbesitz und Konzernen. Er fordert stattdessen eine ökologisch nachhaltige, demokratisch sozialistische Ernährungssouveränität, die Bauern sowie Arbeiter vor Ort stärkt.
Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich muss nur kurz in Bezug auf meinen Vorredner erwähnen: Ich habe die DDR noch erlebt und auch die LPG-Strukturen. Ich weiß nicht, ob das so ein großes Vorbild ist. Meine sehr verehrten Damen und Herren, wenn man sich die heute zu debattierenden Anträge der AfD anschaut, dann erkennt man sehr …
Artur Auernhammer kritisiert die Anträge der AfD als ideologisch und rückwärtsgewandt, während er die konkreten Fördermaßnahmen und den Klimaschutzansatz der Regierung als zukunftsorientierte Lösungen für die Landwirtschaft und den Gartenbau darstellt.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Während Sie über Entlastungen im Cent-Bereich philosophieren, steht der deutsche Gartenbau mit dem Rücken zur Wand. Gewächshäuser benötigen große Mengen an Energie, Heizung, Belichtung und Kühlung. Die Energiekosten machen ein Viertel – jawoll, ein Viertel – der Produktionskosten aus. Kaum eine Branche ist derart heftig von horrenden …
Der Redner fordert die sofortige Aussetzung der CO2-Bepreisung, um die durch hohe Energiepreise bedrohte Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Gartenbaus zu erhalten. Er argumentiert, dass ein Verlust heimischer Betriebe zu importbedingten längeren Transportwegen, höheren Emissionen und einer gefährlichen Abhängigkeit vom Ausland führe.
Vielen Dank, Frau Präsidentin, dass Sie die Kurzintervention zulassen. – Herr Kollege, ich schätze es sehr, wenn hier im Deutschen Bundestag Menschen sitzen, die eine berufliche Ausbildung haben, die einen, ich sage bewusst: anständigen Beruf gelernt und diesen auch bereits ausgeführt haben. Wie jemand mit so viel Fachwissen allerdings bei Ihrer Partei landen kann, ist mir schleierhaft. Sie haben erwähnt, …
Auernhammer argumentiert, dass die CO2-Besteuerung als Finanzierungsquelle für zukunftsgerechte Investitionen in Gartenbau und Landwirtschaft unerlässlich ist, und wirft der angesprochenen Partei unter Verweis auf deren fehlendes Verständnis für diesen Zusammenhang Widersprüchlichkeit vor.
Vielen herzlichen Dank für Ihre Frage. Ich kann sie ganz konkret beantworten: Wir müssen höhere Effizienzen erzielen. Ich bin zwar nur ein kleiner Abgeordneter, aber ich bin mir sehr wohl bewusst – ich will jetzt nicht die großen Themen aufmachen, wo wir massiv Geld einsparen könnten –, wie wir inländisch gezielt die Menschen, die dieses Land am Laufen halten, unterstützen …
Der Redner fordert höhere Effizienzen und Einsparungen außerhalb der Landwirtschaft, um die deutsche Land- und Gartenwirtschaft im europäischen Kontext konkurrenzfähig zu halten. Er betont dabei seine eigene Fachexpertise und berufliche Erfahrung in der Branche.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir sind hier alle ganz tolle Menschen. Aber die Grundlage für jede Versorgungssicherheit ist ökologische Stabilität. Wo kein Wasser ist, wachsen keine Pflanzen. Wenn die Bienen und die Regenwürmer ihre Arbeit einstellen, haben wir bald nichts mehr zu essen. Die AfD stellt Umweltschutz mal wieder gegen Versorgungssicherheit. Das Gegenteil ist der Fall: Wir müssen …
Der Redner argumentiert, dass ökologische Stabilität die zentrale Voraussetzung für Ernährungssicherheit ist, und fordert eine Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Importen sowie eine Förderung der Biolandwirtschaft und landwirtschaftlichen Energiestecklast. Er kritisiert dabei die Regierung für Kürzungen im Biosektor und unzureichende Investitionssicherheit bei erneuerbaren Energien.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Die Häufung von Anträgen soll die fehlende Qualität verschleiern, so auch hier. Aus der rechten Ecke des Parlaments kommt so etwas ständig, auch im Agrarbereich. Bei genauem Hinsehen entpuppt es sich als Althergebrachtes: zurück zur Scholle, im Verbund mit Lobbyisten, ohne Plan für die Zukunft – so weit, so schlecht. Im Gegensatz …
Die Rednerin lehnt die von ihr als rückwärtsgewandt und lobbynah kritisierten Anträge ab und fordert stattdessen eine sozial-ökologische Agrarwende. Sie betont die Notwendigkeit fairer Bedingungen für Landwirte, den Schutz der Natur, bezahlbare Lebensmittel und die Begrenzung der Marktmacht großer Konzerne.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Wir beraten heute über vier Oppositionsanträge, die drängende Probleme aufgreifen: Ernährungssicherheit, Düngemittelversorgung, aufgestaute Bürokratielasten und die CO2-Bepreisung im Gartenbau und darüber hinaus. Lassen Sie mich bitte eines vorab sagen: Wer mit offenen Augen durch unser Land fährt, wer mit den Landwirten spricht und wer die Realität in den …
Der Redner erkennt die Berechtigung der in den Oppositionsanträgen aufgegriffenen Themen an, lehnt die Anträge jedoch als substanzlos ab, da sie nur Forderungen ohne konkrete Lösungen enthielten. Er betont, dass die Union stattdessen auf pragmatische Verbesserungen setze, die sowohl die Ökonomie als auch die Ökologie in der Landwirtschaft berücksichtigen und den Berufsstand als Leistungsträger stärken.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Was wir aktuell am Düngemittelmarkt erleben, das ist kein Schicksal, das ist kein Zufall, das ist auch nicht höhere Gewalt, sondern es sind die Auswirkungen falscher Politik, vor allem von der CDU/CSU. Seit der Eskalation am Persischen Golf ist ein zentraler Handelsweg gestört: Ein Drittel des weltweiten Düngers passiert die …
Der Redner sieht die aktuellen Probleme am Düngemittelmarkt als Folge falscher Regierungspolitik und fordert zur Sicherung der Ernten und Versorgung Senkungen der Energiekosten, Innovationsförderung und stabilere Lieferketten.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister Rainer! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Wir debattieren heute über Anträge der AfD-Fraktion. Und ich sage gleich zu Beginn ganz offen – die meisten haben es schon gemerkt –: Es lohnt sich leider nicht, darüber im Detail zu sprechen. Sie sind ein Musterbeispiel dafür, wie man keine verantwortungsvolle Agrarpolitik …
Der Redner kritisiert die Anträge der AfD-Fraktion als nicht ernstzunehmende Agrarpolitik, die primär der Stimmungsmache diene. Er wirft der Fraktion vor, in den Ausschüssen fehlendes Interesse zu zeigen und nur im Plenum für öffentliche Aufmerksamkeit zu agieren.
Danke, Herr Kollege, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Es ist eigentlich mehr eine Anmerkung zu Ihrer gerade ausgeführten Behauptung bzw. zu der Tatsachendarstellung, dass wir die Anträge im Ausschuss nicht debattiert haben. Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass das der Wunsch der SPD und der CDU/CSU war, weil wir im Ausschuss zu viele Anträge hatten. Also auf Wunsch Ihres …
Protschka weist den Vorwurf zurück, Anträge im Ausschuss nicht debattiert zu haben, und argumentiert, dass dies auf Wunsch von SPD und CDU/CSU erfolgte.
Danke. Das war ja nur eine Klarstellung. Dennoch: Wenn es wichtig ist, sollten wir darüber debattieren. Aber kommen wir zurück zu den Anträgen. Das mag hier Aufmerksamkeit erregen, aber das hilft unseren Landwirtinnen und Landwirten kein Stück weiter. Wir reden im Ausschuss für Landwirtschaft regelmäßig über die wirklichen Aufgaben, die uns bewegen: über faire Preise, über nachhaltige Produktion und natürlich …
Frauenpreiß wirft der AfD mangelnde Sacharbeit vor und betont die konkreten Leistungen der Koalition für Landwirte. Er fordert faktenbasierte Debatten statt Stimmungsmache und verweist auf früheres Abstimmungsverhalten der AfD, das er als widersprüchlich zu deren aktuellen Anträgen darstellt.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Mit Blick auf den Nahen Osten muss man feststellen: Die Lage ist nach wie vor bedrückend. Der Konflikt mag derzeit nicht eskalieren, aber er lässt uns auch nicht in Ruhe. Er wirkt fort, sicherheitspolitisch und wirtschaftlich. Auch wir sind unmittelbar betroffen durch die Blockade der Straße von Hormus. 20 Prozent der weltweiten …
Der Redner lehnt den Antrag der AfD zur Düngemittelversorgung als alarmistisch ab und betont, dass es keine akute Versorgungskrise gibt, da der Bedarf der meisten Betriebe bereits gedeckt ist. Gleichzeitig verweist er auf konkrete Maßnahmen der Bundesregierung zur Entlastung der Landwirtschaft und zur Stärkung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit.