Ja, vielen Dank. – Mein Auftrag als Bundesumwelt- und Klimaschutzminister ist es, in diesem Rahmen gesetzliche und strategische Antworten zu geben – Antworten auf die Wasserknappheit, Antworten auf die Dürre, die wir haben, Antworten auf die Herausforderungen in der Landwirtschaft – Kollegin Aeikens ist darauf eingegangen –, Antworten auf unsere Industrie: wie wir sie erhalten, wie wir in neue klimafreundliche …
Ja, vielen Dank. – Mein Auftrag als Bundesumwelt- und Klimaschutzminister ist es, in diesem Rahmen gesetzliche und strategische Antworten zu geben – Antworten auf die Wasserknappheit, Antworten auf die Dürre, die wir haben, Antworten auf die Herausforderungen in der Landwirtschaft – Kollegin Aeikens ist darauf eingegangen –, Antworten auf unsere Industrie: wie wir sie erhalten, wie wir in neue klimafreundliche Technologien investieren, wie wir unsere Wärmeversorgung so aufstellen, dass sie mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen im Einklang steht. All dies liefern wir mit diesem Programm. Es war ein knappes Jahr Arbeit – gute Arbeit – innerhalb der Koalition. Wir waren erfolgreich; ich kann Ihnen heute den Kabinettsbeschluss von Mittwoch, den wir einstimmig gefasst haben, präsentieren. Er sieht mehrere Aspekte vor. Das Kernziel ist, dass wir im Jahre 2030 unsere Treibhausgasemissionen um 65 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. Wir erreichen das. Es ist ein großer Erfolg, dass uns das gelingt, bei – Frau Kollegin Aeikens hat darauf hingewiesen – steigendem Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren. ↳ Grüne: »Ganz großes Fragezeichen!« ↳ Dr. Julia Verlinden (Grüne): »Das schaffen wir aber nicht, wenn das neue Heizungsgesetz kommt!« ↳ Marcel Queckemeyer (AfD): »„Steigendem Wirtschaftswachstum“?« Wie schaffen wir das? Indem wir unsere Energieversorgung stärken, indem wir sie unabhängiger von fossilen Energieträgern machen. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Ich meine, man muss sich ja nur die Weltlage angucken. Wir waren sehr abhängig von russischem Gas. ↳ AfD: »Ja, weil Sie die Kernkraftwerke abgeschaltet haben!« Wir haben uns aus dieser Abhängigkeit befreit. Wir sind abhängig von Öl und Gas aus anderen Regionen der Welt gewesen, und wir sind es auch jetzt noch. Wir können uns nicht selbst versorgen. Was ist also unsere Antwort? Wir nutzen unter den Energien, die wir hier in Deutschland selbst herstellen können, die kostengünstigsten Varianten, und das sind erneuerbare Energien. Beifall: SPD Beifall: Claudia Müller (Grüne) ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Wie günstig ist das denn?« Die günstigste Form der Energieerzeugung sind erneuerbare Energien, ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Schwachsinn! Vollkommener Schwachsinn! Postfaktisch!« insbesondere Windkraftanlagen an Land. Ja, natürlich ist es so, dass das ein Einschnitt auch in das bisherige Leben ist; na klar. Wer würde das verleugnen? Aber was ist die Alternative? ↳ Marcel Queckemeyer (AfD): »Kernenergie!« Sind es Ihre Atomkraftwerke, ↳ Marcel Queckemeyer (AfD): »Na, sicher!« die Milliarden verschlingen, ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »So sieht es aus!« ↳ Marcel Queckemeyer (AfD): »Was verschlingt denn Milliarden? So teuer war es doch noch nie wie jetzt! Ihre Energiewende ist daran schuld!« Unsicherheit mit sich bringen und ein Endlager, das nicht da ist, mit strahlendem Müll? Das ist doch keine Zukunft, das ist doch die letzte Vergangenheit. Beifall: SPD Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Beifall: Anna Aeikens (Union) Ein Sicherheitsrisiko sind Sie für Deutschland. ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »So sieht es aus!« ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Das sind Sie!« Im Übrigen bezahlen wir 80 Milliarden Euro pro Jahr ans Ausland – das muss ja für Sie ganz schlimm sein: ins Ausland –, 80 Milliarden Euro für fossile Energien, für Öl und für Gas! Wir sehen angesichts des Kriegs im Iran, wie abhängig wir von den Preisen sind – unsere gesamte Volkswirtschaft, jeder Einzelne, der vielleicht seinen Öltank leider noch immer füllen muss oder den Benzintank. ↳ Maximilian Kneller (AfD) Aus diesem Grund ist der langfristige Umstieg unserer Energieversorgung auf effizientere Strukturen, auf Nachhaltigkeit und auf Energien, Freiheits- und Sicherheitsenergien, die wir hier selbst herstellen können, entscheidend. Beifall: SPD Aus diesem Grunde haben wir uns in der Regierung verabredet, bis zum Jahre 2030 zusätzlich 12 Gigawatt Windstrom an Land in Deutschland auszuschreiben. Das sichert unsere Unabhängigkeit und ist im Übrigen auch die richtige Antwort auf die Krise, die wir auch auf den Weltmärkten im fossilen Bereich sehen. ↳ Marcel Queckemeyer (AfD): »Was für ein Käse!« Es macht uns resilienter und widerstandsfähiger. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Zusätzlich investieren wir sehr effizient viel Geld in den Umbau unserer Landnutzungssysteme, in Wälder, damit sie Kohlenstoffspeicher werden, in Flüsse und Flussauen, damit sie unserer Natur gerecht werden können und auch das Wasser wieder speichern, und in unsere Industrie. Wenn sie in neue Technologien investiert, die effizient sind, die sparsam sind, die uns resilienter machen, die im Übrigen dann auch neue Exportmärkte in der Welt aufmachen, dann werden wir wettbewerbsfähiger, Beifall: SPD mit einem langen Atem und einer klaren Strategie. Vielen herzlichen Dank. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) ↳ Marcel Queckemeyer (AfD): »Was für eine dünne Rede!«