Gesetz zur Einführung einer IP-Adressspeicherung und Weiterentwicklung der Befugnisse zur Datenerhebung im Strafverfahren
Zusatzpunkt 2 · 21/85 · 24. Juni 2026
Vielen Dank. – Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete! Wir sehen, dass Straftaten im Internet immer stärker zunehmen. Wir sehen, dass die Täter viel zu oft davonkommen – gerade bei Kinderpornografie, bei Onlinebetrug und strafbarem Hass im Netz. Und wir sehen, dass sich häufig die Täter geschützt fühlen, nicht die Opfer. Zu viele Straftaten im …
Die Rednerin befürwortet die Einführung einer verpflichtenden Speicherung von IP-Adressen für drei Monate, um die Aufklärungsquote bei Internetstraftaten zu erhöhen und Opfer besser zu schützen, wobei sie die Vereinbarkeit mit Grundrechten betont.
Herr Präsident! Geschätzte Kollegen! Der Europäische Gerichtshof hat der Regierung die Tür einen Spalt aufgemacht, und die Regierung reißt sie aus den Angeln. Eine Frage an die Justizministerin: Geht es dem Bürger danach besser, wird sein Alltag freier, sein Leben sicherer? Nein. Und deswegen steht heute hier über der Rede der einzige Satz: Wir verteidigen die Freiheit! Es geht um …
Der Redner kritisiert den Gesetzentwurf zur IP-Adressenspeicherung scharf als Missachtung der Vorgaben des Europäischen Gerichtshofs und als ineffektive Maßnahme, die Bürgerrechte einschränkt, während Kriminelle umgangen würden. Er positioniert die AfD als einzige Verteidigerin der Freiheit gegen eine übergriffige Regierung und warnt vor einer schleichenden Ausweitung der Überwachung.
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es ist heute ein guter Tag für die Sicherheit in Deutschland und für den Schutz von Kindern; um die geht es nämlich ganz besonders. Es ist ein Tag, auf den gerade wir als Abgeordnete von CDU und CSU lange hingearbeitet haben, und ich freue mich, dass unsere Koalition aus CDU/CSU und SPD …
Dr. Günter Krings befürwortet das Gesetz zur IP-Adressspeicherung als notwendigen Schutz für Kinder und vor Terror, kritisiert die Opposition scharf für deren Widerstand und stellt die Datenspeicherung als verhältnismäßigen Eingriff dar.
Vielen Dank, Herr Präsident. – Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der vorliegende Gesetzentwurf soll in Deutschland die flächendeckende, anlasslose Massenspeicherung sämtlicher IP-Adressen einführen. Anlasslos und massenhaft werden also die Internetkommunikationsdaten sämtlicher unbescholtener Bürgerinnen und Bürger in diesem Land gespeichert, und das nicht etwa für einen kurzen, grundrechtsschonenden überschaubaren Zeitraum, also wenige Tage oder wenige Wochen. Nein, für volle drei Monate möchte …
Der Redner lehnt den Gesetzentwurf zur anlasslosen IP-Speicherung scharf ab, da er diesen als unverhältnismäßigen Eingriff in Grundrechte und gefährlichen Präzedenzfall für weitere Überwachungsmaßnahmen betrachtet. Er wirkt der Koalition entgegen, indem er ihr vorwirft, Sicherheitsinteressen über Bürgerrechte zu stellen und das Anwaltsgeheimnis zu gefährden.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die zentrale Speicherung großer Mengen sensibler Daten schafft ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Datenlecks und Cyberangriffe sind leider keine Seltenheit, und Verkehrsdaten sind auch für Kriminelle und für autoritäre Regime attraktiv. Man schafft damit selbst zentrale Angriffspunkte, die nicht erforderlich sind. Liebe Bundesregierung, ich weiß ja, dass Sie nicht auf mich hören wollen. Das …
Jan Köstering lehnt die geplante IP-Adressspeicherung ab, warnt vor Sicherheitsrisiken und bezweifelt, dass der Schutz vor Kritik das wahre Ziel der Bundesregierung sei. Er schlägt stattdessen alternative Maßnahmen wie Plattformregulierung vor und kündigt Protest gegen die AfD an.
Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Viele Menschen kennen Ermittlungsarbeit aus dem „Tatort“ vom Sonntagabend oder aus anderen Krimis. Dort reicht oft ein Mausklick, und der Täter ist gefunden. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus. Ich möchte Ihnen aus dem Arbeitsalltag eines Kriminalkommissars erzählen. Vor ihm liegt die Mitteilung einer internationalen Kinderschutzorganisation. Ein Nutzer hat kaum zu ertragende …
Die Rednerin begründet die Notwendigkeit der IP-Speicherung mit der effektiven Verfolgung von Kindersexualstraftaten, da Ermittler derzeit oft auf gelöschte Daten treffen. Sie weist Kritik an der Maßnahme zurück, indem sie IP-Adressen mit Kfz-Kennzeichen vergleicht.
Herzlichen Dank. – Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das ist ein guter Tag, und es ist gut, dass diese Koalition jetzt Verantwortung trägt. Das ist wirklich ein Thema, für das ich schon länger streite, als ich hier im Deutschen Bundestag bin. Ich bin froh, dass wir diese Sicherheitskoalition in Deutschland haben. Günter Krings hat viele richtige Sachen genau dazu …
Sebastian Fiedler unterstützt die Einführung der IP-Adressenspeicherung als notwendigen Schritt für die Sicherheit und lobt die Koalition für deren Umsetzung. Er argumentiert, dass das Gesetz von Experten gefordert werde und durch die Einhaltung der EU-Vorgaben rechtssicher sei.
Aber freuen Sie sich nicht zu früh. – Ich bin nur gerade sehr irritiert, weil Sie gesagt haben, viele Interessenvertretungen hätten sich geäußert, und es gäbe keine zwei Meinungen. Würden Sie bitte zur Kenntnis nehmen, dass der Deutsche Anwaltverein sehr klar und sehr deutlich diesen Gesetzentwurf kritisiert hat? Insbesondere – aber nicht nur – weil Sie den Berufsgeheimnisträgerschutz, den Schutz …
Der Redner widerspricht der Behauptung einer einhelligen Zustimmung zum Gesetzentwurf und verweist auf die scharfe Kritik des Deutschen Anwaltvereins, insbesondere wegen der Aushöhlung des Berufsgeheimnisschutzes.
Herr Kollege Limburg, mir ist gar nicht so ganz eingängig, dass Sie den Deutschen Anwaltverein als Interessenvertretung der Strafverfolgungsbehörden klassifizieren. Das ist ganz merkwürdig. Für die Interessenvertretungen habe ich gerade geredet. Ich habe für die Strafverfolgungsbehörden gesprochen und habe deswegen auf den Richterbund, weil ich die Justiz miteinbeziehen wollte, und natürlich auf die Interessenvertretung der Polizei Bezug genommen, also auf …
Sebastian Fiedler verteidigt die geplante IP-Speicherung als unverzichtbares Werkzeug zur Aufklärung schwerer Straftaten und weist Kritik an dem Gesetz als überzogene Dammbruchtheorie zurück.
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Um zu verstehen, warum es ohne IP-Adressspeicherung nicht geht, muss man sich nur anschauen, wie es um die Kriminalität im digitalen Raum bestellt ist. Onlineshops, die gefälschte Markenprodukte mit riesigen Gewinnmargen unter geklauter Identität vertreiben, Plattformen mit Hunderttausenden Usern, die dort kinderpornografische Aufnahmen austauschen, dem oft wirklich fürchterlicher Kindesmissbrauch vorausgeht: Solche und andere Cybercrime-Straftaten …
Der Redner begründet die Notwendigkeit der anlasslosen IP-Adressspeicherung zur Bekämpfung schwerer Internetkriminalität und weist Kritik an einem Überwachungsstaat zurück, da nur Metadaten gespeichert würden und die Ablehnung der Maßnahme die Opfer im Stich lasse.