Neue Wirtschaftskraft entfesseln - Bürger und Unternehmen entlasten

Tagesordnungspunkt 4 · 21/85 · 24. Juni 2026

AntriebstechnikAuswanderungAußenhandelBürokratieEU-RechtEmissionshandelEnergieeinsparungEnergiepolitik
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Reden
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Redner:innen
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Beifall
33
Meinungen
LE Leif-Erik Holm AfD rede Im Protokoll ↗
Liebe Bürger! Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Fangen wir mit der aktuellen Lage an. Die Alarmzeichen werden lauter. Neues Beispiel und auch ein wichtiges: Volkswagen. Die Gewinne sind bei VW um ein Viertel eingebrochen; die Kosten sind zu hoch, die Auslastung zu gering. Bis Jahresende müssen deswegen in Deutschland 19 000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, bis 2030 mehr als …
Liebe Bürger! Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Fangen wir mit der aktuellen Lage an. Die Alarmzeichen werden lauter. Neues Beispiel und auch ein wichtiges: Volkswagen. Die Gewinne sind bei VW um ein Viertel eingebrochen; die Kosten sind zu hoch, die Auslastung zu gering. Bis Jahresende müssen deswegen in Deutschland 19 000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, bis 2030 mehr als 28 000. Werkschließungen in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm stehen zur Debatte. In einer internen Umfrage bei VW halten sechs der neun Vorstände ihr Unternehmen für existenzgefährdet. Wer hätte sich das vor einiger Zeit überhaupt vorstellen können? VW existenzgefährdet? Auf Deutsch gesprochen: Die Hütte brennt lichterloh: bei VW und auch anderswo. Die Lichter gehen aus. Große Unternehmen ergreifen die Flucht ins Ausland; auch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen steigt weiter an. Die neuen Zahlen für das erste Halbjahr sind gerade gekommen. Laut Creditreform sind es fast 13 000 Unternehmen – wieder ein Anstieg: um 8 Prozent, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Meine Damen und Herren, auf diese dramatischen Zahlen brauchen wir klare, und zwar marktwirtschaftliche Antworten. Aber die kommen von Ihrer Koalition der Unwilligen nicht. Beifall: AfD Es gab keinen Herbst der Reformen, kein Frühjahr der Reformen. Und der Sommer? Er wird heiß, aber auch da werden wir keine Reform sehen. Es ist eben nicht die schwache Konjunktur, die uns Probleme macht. Deutschland hat einfach zu hohe Kosten. Und das alles ist politikgemacht: zu teure Energie, zu hohe Abgaben, ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Quatsch!« eine alles erstickende Bürokratie. Und es ist der Drang der Regierung – ob bei Scholz und Habeck oder bei Merz und Klingbeil –: Haufenweise geht das Steuerzahlergeld in alle Welt, statt endlich zu sparen und dann für unsere Bürger und Unternehmen endlich eine Entlastung zu organisieren. Beifall: AfD Wir sagen es in jeder Debatte: Deutschland braucht Entlastungen. Und genau das ist auch der Plan der AfD, der Ihnen hier als Antrag vorliegt. Es ist ein guter Plan für Deutschland. Wir wollen und werden in Regierungsverantwortung neue Wirtschaftskraft entfesseln, und das geht nur über mehr Freiheit. Kern unseres Aufbruchs für Deutschland sind bezahlbare Energie und eine große Steuerreform. Wir werden alle Bürger entlasten. Deshalb werden wir die Einkommensteuer reformieren. Es soll endlich ein einfaches System her: Seit Jahrzehnten wird es gefordert; es kommt mit der AfD. Bis 15 000 Euro bleiben dann steuerfrei; das hilft allen Geringverdienern. Für Kinder gibt es einen Freibetrag von 12 000 Euro. Eine Familie mit zwei Kindern zahlt also bei einem Einkommen bis 54 000 Euro keine Einkommensteuer. Das ist eine enorme Erleichterung für viele Deutsche. Und genau das sind die Impulse, die unser Land braucht, damit die Menschen und die Unternehmen endlich wieder anpacken können. Arbeit muss sich wieder lohnen in unserem Land. Beifall: AfD Es ist knapp geworden, auch in den letzten Jahren. Denn alles ist immer teurer geworden: Heizen, Wohnen, Einkaufen, das Tanken. ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Es ist billiger geworden! Schon lange nicht mehr tanken gewesen?« Auch der Tankrabatt – eine kleine Erleichterung für zwei Monate – wird wieder entfallen. Nicht mal diese kleine Steuersenkung wollen Sie den Bürgern belassen. Das ist wirklich traurig an Ihrer Politik: Immer wieder schröpfen Sie die Bürger, anstatt in diesem Haushalt endlich mal zu sparen; denn das passiert nicht. Beifall: AfD Beifall: SPD So ist es kein Wunder, dass fast 300 000 Deutsche im Jahr das Land verlassen, weil sie sagen: Ich habe hier keine Chance. ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Das stimmt doch gar nicht!« – Es stimmt. – Und das wollen und müssen wir ändern. Auch die Stromrechnung wird immer teurer,↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Stimmt doch gar nicht!« dank einer irren Energiewende, die kostet, kostet, kostet, aber nicht funktioniert und die Unternehmen außer Landes treibt. Meine Damen und Herren, wir brauchen die Energiewende-Wende. Wir haben in unserem Programm viele Punkte zusammengetragen. Denn Deutschland ist ein wunderbares Land. Es kann mehr: mit dem Programm der AfD. ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Na, eher wegen Frau Schwesig!«

Leif-Erik Holm kritisiert die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung scharf und konstatiert eine existenzielle Krise am Beispiel von VW und steigenden Insolvenzen. Er positioniert die AfD als Alternative, die durch Steuersenkungen und eine Kehrtwende in der Energiepolitik Entlastung für Bürger und Unternehmen bringen will.

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LE Leif-Erik Holm AfD kurz Im Protokoll ↗
Wir müssen unseren Bürgern nur einfach mehr Möglichkeiten geben, sich frei zu entfalten. Und das wird die AfD in der Regierung für unsere Bürger umsetzen. Beifall: AfD ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Also nie!«
DR Dr. Klaus Wiener Union rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Der Titel des heutigen AfD-Antrags lautet „Neue Wirtschaftskraft entfesseln – Bürger und Unternehmen entlasten“. Und um Ihrem Antrag zumindest etwas Nachdruck zu verleihen, greifen Sie gleich im Eingangstext zu maßlosen Übertreibungen. Erstens sprechen Sie wie immer von einer „Rezession“. Das aber ist schlicht falsch; das habe ich schon heute Morgen im Ausschuss …
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Der Titel des heutigen AfD-Antrags lautet „Neue Wirtschaftskraft entfesseln – Bürger und Unternehmen entlasten“. ↳ Stephan Brandner (AfD): »So soll es sein!« Und um Ihrem Antrag zumindest etwas Nachdruck zu verleihen, greifen Sie gleich im Eingangstext zu maßlosen Übertreibungen. Erstens sprechen Sie wie immer von einer „Rezession“. Das aber ist schlicht falsch; das habe ich schon heute Morgen im Ausschuss gesagt. Wir befinden uns in einer Stagnationsphase, aber nicht in einer Rezession.↳ Adam Balten (AfD): »Das macht es jetzt besser!« ↳ Stephan Brandner (AfD): »Super!« Das ist schon schlimm genug, aber ökonomisch – das verstehen Sie vielleicht nicht – macht das einen gewaltigen Unterschied. Zweitens sprechen Sie in Ihrem Antrag zu Beginn von „explodierenden Energiepreisen“. Auch das ist schlicht falsch.Lachen: AfD (einzelne Abg.) Die Energiepreise haben mittlerweile sogar wieder das Niveau erreicht, das sie vor dem Ukrainekonflikt hatten.↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »So sieht es aus! Ganz genau!« ↳ Marc Bernhard (AfD): »Das sagen Sie mal den Bürgern!« Ich habe gerade mit einem Vertreter eines Verbandes gesprochen, und der hat genau darauf hingewiesen. Also auch hier: Alarmismus pur von Ihrer Seite! Beifall: Union (einzelne Abg.) Beifall: SPD (einzelne Abg.) ↳ Marc Bernhard (AfD): »Sagen Sie das den Menschen, die heizen!« Damit die Energiepreise niedrig bleiben, nehmen wir jetzt nämlich auch die Systemkosten in den Blick: mit einem klugen Mix aus erneuerbaren Energien, mit leistungsfähigen digitalen Netzen und auch mit steuerbarer Leistung als Back-up. Das heißt: Wir werden Gaskraftwerke auf den Weg bringen. Von „explodierenden Preisen“ kann also ganz sicher nicht die Rede sein, im Gegenteil. Ich mache das auch noch mal am Ölpreis fest. Der ist nämlich wieder bei 75 Dollar pro Fass. ↳ Marc Bernhard (AfD): »Na ja, aber 70 Prozent Steuern schlagen Sie obendrauf!« ↳ Stephan Brandner (AfD): »Das ist ja das Problem: Steuern und Abgaben!« Dies ist im historischen Vergleich – auch kaufkraftadjustiert; das will ich ergänzen – ein eher niedriger Wert. Zudem: Die Kraftstoffpreise sind auch wieder auf Vorkrisenniveau, ↳ Raimond Scheirich (AfD): »Warum ist dann der Sprit so teuer?« also vor dem Irankonflikt. Hier sieht man, dass nicht nur die Ölpreise weltweit heruntergegangen sind, sondern dass auch unser Tankrabatt gut funktioniert. Also, hier ist die Entlastung schon auf dem Weg. ↳ Marc Bernhard (AfD): »Wie viel Tage noch? Fünf Tage noch?« Drittens sprechen Sie erneut von „planwirtschaftlicher Steuerung“. Das ist ein Narrativ, das Sie hier immer wieder nutzen, das aber schlicht purer Unsinn ist. Das marktbasierte Emissionshandelssystem, die Stärkung der Wettbewerbsbedingungen oder die Erhöhung des Angebots durch Strukturreformen: All das atmet den Geist von sozialer Marktwirtschaft, und genau das machen wir. Planwirtschaften arbeiten mit Fünfjahresplänen; Lachen: Linke (einzelne Abg.) ihnen fehlt auch die effiziente Steuerung über Marktpreise. All das tun wir genau nicht. Vielleicht schauen Sie noch mal in die Geschichtsbücher und schlagen nach, was eine Planwirtschaft wirklich ausmacht, ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Ich war dabei!« oder Sie fragen hier ganz links noch mal nach. Aber was wir machen, ist ganz sicher keine Planwirtschaft. ↳ Adam Balten (AfD): »Und wieso funktioniert es nicht?« ↳ Janine Wissler (Linke): »Planloswirtschaft!« ↳ AfD: »Der Energiemarkt ist Planwirtschaft!« Viertens behaupten Sie, dass der Einfluss des Staates auf die Wirtschaft – ich zitiere – „rasant gestiegen“ ist, und Sie begründen das mit der Staatsquote, die jetzt wieder 50 Prozent erreicht hat. ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Tolle Leistung!« Vielleicht darf ich Sie mal daran erinnern, dass genau diese Staatsquote bereits 1975 bei 48,8 Prozent gelegen hat. Also wo ist der rasante Anstieg? ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Wir waren doch schon deutlich darunter!« Also auch hier wieder Alarmismus. Sie machen das ganz systematisch mit Ihren Übertreibungen, weil Sie die Menschen verunsichern wollen. ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Nein, wir wollen vernünftige Politik!« Anstatt seriöse Politik zu machen, kommen immer wieder diese fürchterlichen Behauptungen, die völlig überzogen sind. Seriös ist, was diese Regierung macht, um das Wachstum wirklich zu entfesseln. Dazu gehört das Investitionssofortprogramm, das Standortfördergesetz, das Infrastruktur-Zukunftsgesetz, das am Freitag hier verabschiedet wird, ↳ Adam Balten (AfD): »Noch mehr Bürokratie! Toll!« das Reallabore-Gesetz und – ganz wichtig; ich habe es schon angesprochen – die neue Energiepolitik, mit der wir Energie sicher – sauber – aber eben auch bezahlbar machen werden. Und wir haben – das wissen Sie auch – ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »… das Energieeffizienzgesetz!« schon etliche Entlastungen für die Unternehmen auf den Weg gebracht, auch für die privaten Haushalte. Netzentgelte, Gasspeicherumlage, Strompreiskompensation, Industriestrompreis: ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Sind alles Subventionen!« Alles führt zu Entlastungen. Zudem gibt es jetzt die Kraftwerkstrategie, den Kapazitätsmarkt, die EEG-Novelle, das Netzanschlusspaket und den Gas- und Wasserstoffhochlauf. All das zeigt, dass diese Regierung handelt und seriöse Politik macht. Auch die Bürger sind bereits entlastet. Wir haben die Steuern auf Kraftstoffe gesenkt – ich habe es gesagt –, und das wirkt wunderbar. ↳ Raimond Scheirich (AfD): »Sie erhöhen aber auch wieder!« Die Forschungsinstitute – ich nenne hier noch mal das ifo-Institut – haben uns nachgewiesen, dass diese 17 Cent angekommen sind. ↳ Adam Balten (AfD): »Und wer bezahlt diese 17 Cent? Wo kommen die 17 Cent her?« Auch das zeigt, dass die Menschen entlastet werden. Wir werden zudem eine Einkommensteuerreform auf den Weg bringen. All das zeigt: Wir arbeiten hier mit großem Tempo. Ich habe keinen Zweifel daran, dass das Wachstum damit im Trend auch wieder steigen wird. Unklar ist noch, wie stark; darüber werden sicher die nächsten Wochen und Monate entscheiden. Aber eines ist auch klar: Je mehr Strukturreformen wir auf den Weg bringen, je mehr wir umsetzen, desto größer wird auch der wirtschaftliche Erfolg. Sie sehen: Ihr Alarmismus ist nicht erforderlich. ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Existenzgefährdet« Wir sorgen für bessere Rahmenbedingungen. Deswegen brauchen wir diesen Antrag auch nicht. Herzlichen Dank. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.)

Wiener weist die Kritik der AfD an der Wirtschaftslage als falsch und alarmistisch zurück, verteidigt die Regierungspolitik als soziale Marktwirtschaft und listet diverse Gesetzesvorhaben als Beleg für seriöse Entlastung und Wachstumsförderung auf.

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DR Dr. Sandra Detzer Grüne rede Im Protokoll ↗
Sehr verehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Was dem Wirtschaftsstandort Deutschland in jedem Fall nützen würde, wäre weniger AfD, weniger dieser kruden Ideen, weniger Angstmacherei und vor allem weniger Beschimpfungen von Leuten, die wirklich etwas leisten wollen in diesem Land, gerade von Menschen, die aus dem Ausland eingewandert sind. Sie treiben das Produktionswachstum voran und brauchen ganz sicher nicht …
Sehr verehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Was dem Wirtschaftsstandort Deutschland in jedem Fall nützen würde, wäre weniger AfD, weniger dieser kruden Ideen, weniger Angstmacherei und vor allem weniger Beschimpfungen von Leuten, die wirklich etwas leisten wollen in diesem Land, gerade von Menschen, die aus dem Ausland eingewandert sind. Sie treiben das Produktionswachstum voran und brauchen ganz sicher nicht Ihre Belehrungen und Ihre Verhinderung von Zuwanderung. Beifall: Grüne Beifall: Union (einzelne Abg.) Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Jörg Cezanne (Linke) ↳ Raimond Scheirich (AfD): »Ist das das grüne Wirtschaftswunder?« Wir sind uns unter den demokratischen Fraktionen, glaube ich, einig, dass dieses Land Strukturreformen braucht. Wir haben einen Reformstau, der inzwischen länger andauert, als diese Bundesregierung schon im Amt ist. Wir haben zu lange gewartet, um relevante Reformen anzugehen. ↳ Raimond Scheirich (AfD): »Wer war denn in der Regierung?« Auf der anderen Seite – das ist die zweite wichtige Säule, die ich an dieser Stelle nennen will – haben wir ein verändertes geopolitisches Umfeld. Mit dem zweiten Chinaschock ist eine Macht, eine Entwicklung hier im Land am Wirken. Diese können wir nicht einfach ignorieren. Dagegen wirken innenpolitische Reformen nicht allein. Wir brauchen die Stärkung des Binnenmarktes. Deswegen geht es um den Abbau des Reformstaus im Innern und um die Sicherung des Binnenmarktes im europäischen Kontext. Das sind die beiden Aufgaben, die beiden Baustellen, die jetzt anzugehen sind. Beifall: Grüne Ich schaue zuerst auf die erste Säule, den Reformstau in Deutschland. Selbstverständlich müssen wir beispielsweise bei den Lohnnebenkosten besser werden. Wir Grünen schlagen vor, sie zu stabilisieren und perspektivisch hoffentlich zu senken. Deswegen ist es gut, dass die Bundesregierung und die sie tragenden Fraktionen eine Rentenkommission eingesetzt hatten. Die Ergebnisse sind umfassend. Wir erwarten, dass diese Vorschläge jetzt auch umgesetzt werden. An der Stelle einen schönen Gruß an Frau Schwesig und Herrn Söder: Es sollte dabei kein Cherry Picking geben. Beifall: Sascha Müller (Grüne) Es sollten jetzt alle geschlossen diese Reformen angehen. Dabei erwarte ich auch vom Bundeskanzler, dass er das pusht, dass er da hinterher ist. Genau darauf werden wir als Opposition schauen. Beifall: Grüne An der Stelle fehlt uns aber ein ganz konkreter Punkt; denn wir glauben, dass das Thema Altersarmut besser adressiert werden sollte. Wir haben ein falsches Anreizsystem in unserem Erwerbsleben. Es bleiben zu viele Frauen in der Teilzeitfalle stecken. Genau diese Frauen sind perspektivisch von Altersarmut bedroht. Dieses Risiko muss bei den Vorschlägen der Rentenkommission berücksichtigt werden. Da muss die Koalition rangehen. Wir als Opposition werden das weiter beobachten; denn Altersarmut ist weiblich, und das ist ein Problem in diesem Land. Beifall: Grüne An der Stelle haben wir von grüner Seite einen zweiten wichtigen Punkt hinzuzufügen. Wir verzeichnen enorme Wachstumsraten in den Bereichen Greentech und Zukunftstechnologien. 5 Prozent pro Jahr beträgt das Wachstum in diesen Technologiebereichen, in denen Deutschland oft Technologieführer ist und der Mittelstand global enorme Chancen hat. Diese Unternehmen und ihre Beschäftigten werden massiv verunsichert, wenn sich beispielsweise, wie heute, ein Arbeitskreis der Union trifft und darüber diskutiert, ob man die Klimaziele vielleicht nicht doch ein bisschen entschärfen sollte. Wenn man Klimaziele nicht einhält, die Kritik daran großmacht und Unsicherheit darüber schürt, ob man zu den international vereinbarten Klimazielen steht, dann schwächt man die Unternehmen in diesem Land. ↳ Dr. Klaus Wiener (Union): »2045, das ist doch international gar nicht vereinbart!« Ich erwarte von der Union, dass sie zu den vereinbarten Klimazielen steht, weil es Planungssicherheit für Unternehmen und ihre Beschäftigten braucht. Beifall: Grüne Ein dritter und letzter Punkt. Wir brauchen den europäischen Binnenmarkt in einem guten Zustand. Ohne Hürden durch nationale Gesetzgebung, in einem gemeinsamen Akt muss dieser Binnenmarkt jetzt vertieft und vorangetrieben werden. ↳ Raimond Scheirich (AfD) Genau deswegen erwarte ich von der Union und von dieser Regierungskoalition, dass sie die Kommission beim Handelsschutz und bei weiteren Initiativen unterstützt.

Detzer fordert Strukturreformen zur Stärkung des Binnenmarktes und zur Bekämpfung des Reformstaus, während sie die AfD für ihre Rhetorik und die Union für Unsicherheiten bei den Klimazielen kritisiert.

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DR Dr. Sandra Detzer Grüne kurz Im Protokoll ↗
Auch darauf werden wir sehr genau achten. Deutsche Wirtschaftspolitik ist europäische Wirtschaftspolitik. Herzlichen Dank. Beifall: Grüne
JE Jens Peick SPD rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Im Antrag der AfD wird ein Bild der deutschen Wirtschaft gemalt, wie es schwärzer nicht sein könnte; der Kollege Klaus Wiener hat darauf schon hingewiesen. Aber wer so sehr im Dunkeln tappt, der findet auch keine Lösung, keinen Ausweg daraus. Genauso lesen sich die wirtschaftspolitischen Vorschläge, die die AfD in …
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Im Antrag der AfD wird ein Bild der deutschen Wirtschaft gemalt, wie es schwärzer nicht sein könnte; ↳ Raimond Scheirich (AfD): »Das der Realität entspricht!« ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Das kann man nicht einfach wegwischen!« der Kollege Klaus Wiener hat darauf schon hingewiesen. Aber wer so sehr im Dunkeln tappt, der findet auch keine Lösung, keinen Ausweg daraus. Genauso lesen sich die wirtschaftspolitischen Vorschläge, die die AfD in ihrem Antrag präsentiert. Sie benennen zwar viele Ursachen für die ernste wirtschaftliche Lage, aber wie immer sind Sie auf dem autokratischen Auge blind. Sie stellen ein unsicheres geopolitisches Umfeld fest, verlieren aber kein Wort zu China, Russland oder den USA. Schauen wir uns China an. Wir wissen alle, dass China seine Währung künstlich abwertet und mit staatlich subventionierter Überproduktion weltweit Volkswirtschaften unter Druck setzt, ganz besonders die deutsche. Aber bei der AfD kein Wort dazu. ↳ Raimond Scheirich (AfD) Aktuell verzeichnet die EU ein Bilanzdefizit von rund 1 Milliarde Euro pro Tag im Handel mit China. Der deutsche Exportrückgang deckt sich mit den chinesischen Exportüberschüssen. Aber bei der AfD kein Wort dazu. Erst heute Vormittag haben wir hier im Bundestag im Wirtschaftsausschuss noch darüber diskutiert, wie wir den EU-Binnenmarkt und die deutsche Industrie vor den unfairen Handelspraktiken der Chinesen schützen können. Bei der AfD kein Wort dazu. Stattdessen wollen Sie bei uns die Löhne drücken, die Unternehmensteuer senken, die Handlungsfähigkeit des Staates einschränken ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Wir wollen höhere Nettolöhne! Entlastungen!« und sogar den EU-Handelsschutz abschaffen, angeblich um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. ↳ Marc Bernhard (AfD) Aber ich sage Ihnen: Selbst wenn hier alle Beschäftigten ohne Lohn arbeiten würden, wären unsere Betriebe gegenüber den chinesischen Staatsunternehmen nicht wettbewerbsfähig; denn es gibt keinen fairen Wettbewerb mit China. Ihre Vorschläge würden die Beschäftigten, die Industrie und unsere gesamte Wirtschaft in den Abgrund führen. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Beifall: Dr. Sandra Detzer (Grüne) ↳ Adam Balten (AfD): »Ja, das werden wir sehen!« In ihrem Antrag macht die AfD sogar einen konkreten Vorschlag, an dem sich das zeigt. Die AfD schlägt die Abkehr von der Elektromobilität und eine Rückkehr zum Verbrenner vor. ↳ Adam Balten (AfD): »Ja!« Dabei weiß wirklich jeder – selbst derjenige, der den satten Sound eines Verbrennungsmotors und den Geruch von Benzin liebt –, dass das keine Zukunftstechnologie mehr ist. ↳ Raimond Scheirich (AfD): »Jeder weiß, dass über 90 Prozent der Akkus aus China kommen! Genau das wollen Sie!« Denn wenn wir den Blick weg von unserer Autoindustrie hin zur chinesischen Autoindustrie wenden – was die AfD ja bewusst nicht macht –, ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Sie finanzieren doch chinesische Autos!« dann sehen wir, dass man dort konsequent auf E-Mobilität setzt. Beifall: SPD Beifall: Grüne (einzelne Abg.) ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »So sieht es aus!« In diesem Jahr wurden zum ersten Mal mehr Autos und Teile aus China in die EU importiert, als aus der EU nach China exportiert wurden. Und da frage ich mich: Will die AfD überhaupt unsere Schlüsselindustrie, unsere Leitindustrie – die Automobilbranche – für die Zukunft aufstellen? ↳ Adam Balten (AfD): »Sie richten diese gerade zugrunde!« Oder ist das einfach nur rückwärtsgewandte, ideologische Verblendung, die unseren Wohlstand gefährdet? Beifall: SPD ↳ Dunja Kreiser (SPD): »So ist das!« Wozu ideologische Verblendung und diese Rückwärtsgewandtheit führen, das sehen wir beispielhaft an Großbritannien. Gestern jährte sich das Referendum zum Brexit zum zehnten Mal.↳ Dr. Rainer Kraft (AfD) Damit jährt sich eine massive Schwächung der EU – übrigens auch so ein Vorschlag, den Sie in Ihrem Antrag machen. Aber was hat der Brexit dem Vereinigten Königreich denn gebracht?↳ Maximilian Kneller (AfD): »Größeres Wirtschaftswachstum als Deutschland!« Mehr Bürokratie im Handel, wirtschaftliche Schwäche, politische Instabilität. Selbst in der Migrationspolitik ist der Brexit ein Flop. Wer die wirtschaftspolitischen Vorschläge der AfD hier liest und denkt, das könne man ja mal probieren, den bitte ich, einen Blick auf die andere Seite des Ärmelkanals zu werfen, wo eine dünne Mehrheit den falschen Versprechungen der Rechtspopulisten gefolgt ist. Dafür zahlen jetzt alle einen bitteren Preis. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Die größten Probleme für die deutsche Wirtschaft sind eben nicht faire Löhne oder fehlender Fleiß der Menschen und auch nicht zu viel staatliche Steuerung ↳ AfD: »Doch!« oder neue Technologien. Die größten Probleme für die deutsche Wirtschaft sind nicht hausgemacht, sondern sie stammen von Rechtspopulisten und Autokraten auf dieser Welt. ↳ Adam Balten (AfD): »Ach so!« Die Zollpolitik Donald Trumps hat den gesamten globalen Handel massiv gestört und Wertschöpfungsketten zerrissen. Der Angriffskrieg Putins hat einen Energiepreisschock verursacht und die Inflation befeuert.

Jens Peick kritisiert den AfD-Antrag zur Wirtschaftspolitik scharf und wirft der Partei vor, geopolitische Gefahren durch China zu ignorieren und rückwärtsgewandte Lösungen wie die Rückkehr zum Verbrenner zu fordern. Er warnt davor, dass solche Vorschläge die deutsche Industrie schwächen und vergleicht die AfD-Politik negativ mit den Folgen des Brexits.

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JE Jens Peick SPD rede Im Protokoll ↗
Nein, danke. – China überflutet mit seiner staatlich kontrollierten Überproduktion den Weltmarkt und treibt unsere einheimischen Industrien in den Ruin. Wir verschließen davor nicht die Augen. Allein bis Ende 2024 waren 199 Handelsschutzmaßnahmen der EU in Kraft, 2025 wurden 25 neue eingeleitet. Wir suchen neue, faire Handelspartner mit dem Mercosur-Abkommen – gegen das übrigens die AfD im Europaparlament gestimmt hat …
Nein, danke. – China überflutet mit seiner staatlich kontrollierten Überproduktion den Weltmarkt und treibt unsere einheimischen Industrien in den Ruin. Wir verschließen davor nicht die Augen. Allein bis Ende 2024 waren 199 Handelsschutzmaßnahmen der EU in Kraft, 2025 wurden 25 neue eingeleitet. Wir suchen neue, faire Handelspartner mit dem Mercosur-Abkommen – gegen das übrigens die AfD im Europaparlament gestimmt hat – und mit den Abkommen mit Indien und Australien. Weitere Maßnahmen sind Local-Content-Vorgaben und der Industrial Accelerator Act. Mit all dem schützen wir den EU-Binnenmarkt, die deutsche Wirtschaft und unseren Wohlstand. Deutschland braucht keine schwarzmalerische Wirtschaftspolitik von gestern, keine Wirtschaftspolitik der Angst; wir brauchen eine Wirtschaftspolitik der Zuversicht. Wir sind immer noch die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, und das werden wir bleiben: mit einer aktiven Wirtschaftspolitik, mit aktiver Arbeitsmarktpolitik, mit einer Wirtschaft, die allen nutzt. Herzlichen Dank. Beifall: SPD Beifall: Union

Der Redner warnt vor chinesischer Überproduktion und stellt EU-Handelsschutzmaßnahmen sowie neue Abkommen als Schutz für den Wohlstand dar, während er pessimistische Politik und die AfD ablehnt.

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JA Janine Wissler Linke rede Im Protokoll ↗
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die AfD hat einen Antrag vorgelegt, der wieder einmal zeigt, dass die AfD eben nicht die Mehrheit der Menschen entlasten will, sondern Reiche und Konzerne, dass sie eine Partei der Ungerechtigkeit und des Sozialabbaus ist. Niedrigere Löhne, niedrigere Renten, weniger Schutz für Beschäftigte, das ist Ihre Agenda. Sie schlagen hier Maßnahmen vor wie das …
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die AfD hat einen Antrag vorgelegt, der wieder einmal zeigt, dass die AfD eben nicht die Mehrheit der Menschen entlasten will, sondern Reiche und Konzerne, dass sie eine Partei der Ungerechtigkeit und des Sozialabbaus ist. Beifall: Linke Beifall: SPD (einzelne Abg.) Niedrigere Löhne, niedrigere Renten, weniger Schutz für Beschäftigte, das ist Ihre Agenda. Sie schlagen hier Maßnahmen vor wie das Kirchhof-Steuermodell: 25 Prozent Steuern, egal ob Einkommensmillionär oder Normalverdiener. ↳ Adam Balten (AfD): »Ja!« Klingt fair? Rechnen wir das mal nach. ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Aber die Abschreibung gibt es nicht mehr!« Mit dem durchschnittlichen Gehalt eines DAX-Vorstandsmitgliedes – davon gibt es in Deutschland nicht allzu viele – würde man monatlich über 60 000 Euro weniger Einkommensteuer zahlen als heute, wenn die AfD ihr Steuerkonzept durchsetzen könnte. Beifall: Linke ↳ Maximilian Kneller (AfD): »So sieht es aus! Das ist doch super!« Also, man würde massiv entlastet werden. Wer aber Vollzeit zum Mindestlohn arbeitet – das sind sehr viel mehr Menschen als in den DAX-Vorständen sitzen –, würde so gut wie gar nicht entlastet.↳ Marc Bernhard (AfD): »Sie würden gar keine Steuern mehr zahlen! Sie würden überhaupt keine Steuern zahlen!« Also wenn die AfD irgendwo Entlastung draufschreibt, dann sind es immer Geschenke an die Reichen: Unternehmensteuer senken, Staatsquote senken, sozialer Kahlschlag. Beifall: Linke ↳ AfD Und dann wieder das übliche Gesülze über die erneuerbaren Energien: Sie wollen die Importabhängigkeit Deutschlands reduzieren – das schreiben Sie in Ihrem Antrag – und schlagen dann die Rückkehr zur Atomkraft vor. Wo genau wollen Sie denn in Deutschland wieder Uran abbauen? Das haben Sie leider in Ihrem Antrag nicht geschrieben. ↳ Adam Balten (AfD): »Kasachstan!«Importabhängigkeit verhindern, Uran aus Kasachstan importieren? – Ich glaube, Ihr Antrag spricht wirklich für sich. ↳ AfD Wenn man die Menschen spürbar entlasten will, muss man auch ganz woanders ansetzen. Wir brauchen einen bundesweiten Mietendeckel. Was nützt denn eine kleine Steuerentlastung, wenn sie bei der nächsten Mieterhöhung sofort wieder beim Vermieter landet? Wir brauchen einen bundesweiten Mietendeckel, um die überhöhten Mieten in den Städten abzusenken und um den Mietenwahnsinn zu stoppen. Beifall: Linke ↳ Dr. Klaus Wiener (Union): »Mietendeckelpartei!« Wir brauchen eine sichere Gesundheitsversorgung. Das sogenannte Beitragssatzstabilisierungsgesetz stabilisiert doch nur die Ungerechtigkeit: höhere Zuzahlungen, mehr Belastung für gesetzlich Versicherte. Die Zweiklassenmedizin wird noch verstärkt. Schluss damit! Alle müssen in eine solidarische Gesundheitsversicherung einzahlen, auch Bezieher hoher Einkommen, Selbstständige, Beamtinnen und Beamte sowie Abgeordnete. Beifall: Linke ↳ Raimond Scheirich (AfD) So stabilisiert man die Beiträge, statt die gesetzlich Versicherten zur Kasse zu bitten und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den Krankenhäusern weiter zu verschlechtern. Wir müssen das Leben bezahlbar machen. ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Ja! Genau! Machen wir doch!« Gute Löhne, bezahlbare Preise, sichere Renten, Mindestlohn rauf auf 15 Euro, Tarifbindung stärken, Rentenniveau wieder anheben, das wäre ein Entlastungsprogramm für die Mehrheit in diesem Land. Beifall: Linke Das müsste eine verantwortungsvolle Regierung übrigens tun, statt die ganze Zeit über Kürzungen zu reden. Aber die AfD will ja noch mehr soziale GrausamkeitLachen: AfD (einzelne Abg.) und betreibt zudem rassistische Hetze. ↳ Adam Balten (AfD): »Da war es! Da war es!« Deshalb rufen wir alle auf, sich der AfD zu widersetzen, am 4. Juli in Erfurt und überall an jedem Tag, meine Damen und Herren. Beifall: Linke ↳ AfD: »Undemokratisch!«

Janine Wissler kritisiert den Antrag der AfD scharf als sozial ungerechtes Geschenk an Reiche und Konzerne und fordert stattdessen einen Mietendeckel sowie eine solidarische Gesundheitsversorgung zur echten Entlastung der Bevölkerung.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend polemischmoralischsachlich Populismus 0,70 Farbige Stellen anklicken für die Deutung
VA Vanessa Zobel Union rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Was ist das Erste, was man in der Ausbildung in der Bank lernt? Die Finanzierung muss stehen. Gib nur das Geld aus, was du wirklich in der Tasche hast. Außerdem gilt: Behalte immer die Zinsen im Blick; denn Schulden sind nie kostenlos. Allein in diesem Jahr sind das im Bundeshaushalt 30 Milliarden …
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Was ist das Erste, was man in der Ausbildung in der Bank lernt? Die Finanzierung muss stehen. Gib nur das Geld aus, was du wirklich in der Tasche hast. ↳ Adam Balten (AfD): »Warum machen Sie es dann nicht?« Heiterkeit: AfD (einzelne Abg.) Außerdem gilt: Behalte immer die Zinsen im Blick; denn Schulden sind nie kostenlos. Allein in diesem Jahr sind das im Bundeshaushalt 30 Milliarden Euro – 30 Milliarden Euro, ↳ Marc Bernhard (AfD): »Das ist deutlich mehr! Was ist mit den Sonderschulden?« die von Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet wurden und dann nicht mehr für Investitionen in unsere Straßen, in die Schulen und in die Freibäder zur Verfügung stehen. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Das steigt auf 80 Milliarden Euro mit Ihrer Politik! 80 Milliarden Schulden!« Was Sie von der AfD vorschlagen, ist ein Konjunkturprogramm direkt für diese Schulden. Damit ramponieren wir unser Kreditrating in kürzester Zeit. ↳ AfD: »Der Staat muss endlich sparen!« Unter all Ihren Vorschlägen finde ich also nicht wirklich einen Punkt, der – ernsthaft und beziffert – eine Gegenfinanzierung darstellt. Das ist der Unterschied zwischen einem richtigen Gesetz und einer Wunschliste. Sie wollen ja am liebsten alle Ihnen unliebsamen Gesetze streichen bzw. abschaffen. ↳ Adam Balten (AfD): »Ja! Genau!« Politik funktioniert aber nicht nach dem Motto: „Gefällt mir nicht. Gestrichen.“ ↳ Adam Balten (AfD): »Doch!« Gesetze zu streichen, ersetzt ja auch kein Finanzierungskonzept. Sind wir mal ehrlich: Wenn es so einfach wäre, zu regieren, dann könnten wir den Gesetzgeber auch durch einen Rotstift ersetzen. ↳ Adam Balten (AfD): »Ja, würde funktionieren!« Selbst wenn man sagt, dass wir hier über eine Wunschliste reden: Was Sie wollen, habe ich trotzdem noch nicht so richtig verstanden. Sie wollen unseren Export durch vorteilhafte Handelsabkommen stärken. ↳ AfD: »Absolut!« Das klingt erst mal nett. Aber gleichzeitig lehnen Sie das Mercosur-Abkommen ab. Sie stimmen im Europaparlament gemeinsam mit den Grünen und den Linken gegen Freihandel. ↳ AfD: »Nee, nicht generell!« Statt zu sagen, jetzt bauen wir Zölle ab, statt den Zugang zu neuen Märkten mit 270 Millionen Menschen zu öffnen, statt kritische Rohstoffe zu erschließen, sagen Sie, nein, das Abkommen sei ein „schwerer Fehler“. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Schwierig für die Landwirte!« Das zeigt doch: Sie haben gar kein Interesse am Freihandel. Sie wollen unsere Exportwirtschaft gar nicht unterstützen. Sie stehen eher für Abschottung. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Das ist Quatsch!« Ihr Antrag ist ja auch ein Sammelsurium aus ganz schön vielen Maßnahmen. Wenn ich mir das anschaue, weiß ich auch gar nicht, wie Sie sich den Alltag in der Regierung vorstellen. ↳ Adam Balten (AfD): »Mit Ihnen als Juniorpartner!« ↳ Nicklas Kappe (Union): »Das können Sie vergessen!« Für mich klingt es so, als ob wir den ganzen Tag auf dem Sofa sitzen und Däumchen drehen. Es sind vor allem die vermeintlich kleinen Gesetze, die vielleicht etwas unter dem Radar laufen – das gebe ich zu – und es nicht immer in die Tagesschau schaffen, die aber für direkte Entlastung sorgen. Ich nenne als Beispiele nur das Vergabebeschleunigungsgesetz, das Bürokratieentlastungsgesetz und das Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetz. Lange Titel, aber die Namen sind Programm. Sie setzen direkt bei den Betrieben an. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Zudem aktivieren wir Investitionen über den Deutschlandfonds und führen bald mit der Kapitalrente einen zusätzlichen zentralen Hebel ein. Das ist Geld, das hier unmittelbar vor Ort investiert wird. Uns ist natürlich klar: Es wird nicht das eine Vorhaben geben, das der Wirtschaft auf einen Schlag 10 Prozent Wachstum bringt. Aber wir arbeiten Tag für Tag und versuchen, aus jedem Gesetz das Beste für unsere Bürger/-innen und auch für unsere Betriebe herauszuholen. Das machen wir nicht einsam im stillen Kämmerlein oder Däumchen drehend auf dem Sofa, sondern gemeinsam als Bundesregierung in vielen langen, aber auch sehr konstruktiven Gesprächen. Und da frage ich mich, wenn man sich Ihre Forderungen so anschaut: Wie wollen Sie das überhaupt umsetzen? Wenn man auf die Forderungen schaut, die Sie auf EU-Ebene haben: Mit welcher Mehrheit wollen Sie das denn im EU-Parlament umsetzen? Das frage ich mich dann doch; denn selbst für andere Rechtsaußen-Parteien wie die FPÖ, die Lega Nord oder die Fidesz sind sie zu rechts.↳ Adam Balten (AfD): »Mit derselben Mehrheit, mit der Abschiebezentren entstehen!« ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Die Migrationspolitik haben wir gerade verändert mit Ihnen gemeinsam! Mit Return Hubs!« Da kann man fordern, so viel man will, aber auch die Wähler wissen: Vom Lamentieren alleine wird nichts besser. Daher: Reden ist Silber, gemeinsam das Land verbessern Gold. Vielen Dank. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.)

Zobel kritisiert die Wirtschaftspolitik der AfD scharf als undurchfinanziert und inkonsequent, insbesondere im Hinblick auf Schuldenbremse und Freihandel, während sie die eigene Regierungsarbeit als pragmatische Gesetzesarbeit zur Entlastung von Bürgern und Unternehmen darstellt.

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MA Marc Bernhard AfD rede Im Protokoll ↗
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Wir befinden uns im vierten Jahr faktisch in der Rezession als einzige Industrienation der Welt. Da können Sie von der Union noch so viele Nebelkerzen schmeißen, wie Sie wollen: Es ändert gar nichts, absolut gar nichts an diesem Fakt. Unternehmen und Bürger verlassen massenhaft unser Land – nicht weil sie wollen, sondern weil sie …
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Wir befinden uns im vierten Jahr faktisch in der Rezession↳ Dr. Klaus Wiener (Union): »Nein!« als einzige Industrienation der Welt.↳ Jens Peick (SPD) Da können Sie von der Union noch so viele Nebelkerzen schmeißen, wie Sie wollen: Es ändert gar nichts, absolut gar nichts an diesem Fakt. ↳ Dr. Klaus Wiener (Union): »Sie sind bei der Konjunkturanalyse blank!« Unternehmen und Bürger verlassen massenhaft unser Land – ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Stimmt doch gar nicht!« nicht weil sie wollen, sondern↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »… wegen euch!« weil sie müssen, weil wir weltweit die höchsten Steuern und Energiepreise zahlen müssen↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Blödsinn!« und die größte Bürokratie der Welt haben.↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Quatsch!« Jeden Monat müssen 2 500 Firmen ihre Tore für immer schließen. ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Unsinn!« Jeden Monat werden 15 000 Arbeitsplätze durch Ihre Politik vernichtet. ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Falsch!« In Deutschland geht die nackte Angst um den eigenen Arbeitsplatz um. Ganze Regionen und Autostädte stehen vor dem Ruin. Die Quittung für Ihre Geisterfahrt: Wer kann, der geht. Jedes Jahr fliehen rund 300 000 gut ausgebildete, überwiegend junge Leute aus Deutschland, ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Stimmt nicht!« weil Sie Deutschland zu einem Land gemacht haben, in dem Sie den Menschen rund 70 Prozent ihres Einkommens mit Steuern und Abgaben wegnehmen; ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Quatsch!« in dem Menschen vier bis fünf Jahre länger arbeiten müssen als im Rest Europas und trotzdem den niedrigsten Rentenfaktor in der ganzen EU haben; ↳ Dr. Johannes Fechner (SPD): »Auch falsch!« ↳ Jens Peick (SPD): »Einfach alles falsch, was Sie sagen! Aber alles ist daran falsch!« ein Land, in dem sich die meisten die eigenen vier Wände nie werden leisten können. Und zu diesen Menschen sagen Sie jetzt allen Ernstes, dass sie noch länger und härter arbeiten und noch mehr Steuern zahlen sollen, damit Sie davon Ihre Luxusprojekte in der ganzen Welt bezahlen können. Beifall: AfD ↳ Helge Limburg (Grüne): »Und Sie wollen nur Ihre Verwandten bezahlen!« Die Menschen und die Unternehmen haben es satt, sich von Ihnen weiter wie eine Zitrone auspressen zu lassen, und stimmen mit den Füßen ab. Ich sage Ihnen eins: Wir werden damit Schluss machen. Beifall: AfD ↳ SPD Wir werden die Wirtschaft und die Bürger durch eine grundlegende Steuerreform mit maximal 25 Prozent Steuern entlasten. ↳ Dr. Sandra Detzer (Grüne): »Refinanzierung? Überhaupt kein Refinanzierungsvorschlag!« Wir heben die Freibeträge so an, dass eine Normalverdienerfamilie ab dem dritten Kind überhaupt keine Steuern mehr bezahlen muss. 70 Prozent der Energiepreise sind nichts als Steuern und Abgaben. Wir werden das ändern, Beifall: AfD ↳ SPD indem wir die CO2-Steuer abschaffen und die Energiesteuer auf ein Minimum senken. Dadurch machen wir Energie wieder für jedermann bezahlbar. Wir beenden den Klimawahn, schaffen das Verbrennerverbot ab, setzen auf Kernkraft als sichere Energieversorgung und führen Deutschland so aus der Krise. ↳ Dr. Fabian Fahl (Linke) Sie machen Politik für die ganze Welt, wir machen Politik für die Bürger in Deutschland. Beifall: AfD ↳ Jens Peick (SPD): »Habe ich aber nix zu gehört jetzt!« ↳ Johannes Wagner (Grüne): »Engstirnig ist das! Engstirnig!«

Der Redner zeichnet ein Bild des wirtschaftlichen Ruins Deutschlands durch eine katastrophale Regierungspolitik und fordert radikale Steuerentlastungen sowie einen Kurswechsel in der Energiepolitik.

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