Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich konnte diesen Sommer viel in unserem Land unterwegs sein: In meinem Wahlkreis in der Lüneburger Heide, in Wahlkämpfen, als Finanzminister auf meiner Investitionstour, die mich auch in den kommenden Monaten noch in viele Orte in unserem Land führen wird. Ich habe dabei viele Menschen getroffen, die sich Sorgen machen, Sorgen um ihren Arbeitsplatz, …
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich konnte diesen Sommer viel in unserem Land unterwegs sein: In meinem Wahlkreis in der Lüneburger Heide, in Wahlkämpfen, als Finanzminister auf meiner Investitionstour, die mich auch in den kommenden Monaten noch in viele Orte in unserem Land führen wird. Ich habe dabei viele Menschen getroffen, die sich Sorgen machen, Sorgen um ihren Arbeitsplatz, Sorgen um die Rente, Sorgen um die Sicherheit. Und immer wieder ergab sich die große Frage, die sich wie folgt zusammenfassen lässt: Kann unser Land in dieser neuen Welt eigentlich noch Schritt halten? Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich erlebe Deutschland als ein Land mit Diskussionsbedarf, mit Redebedarf. Die Sorgen, die die Menschen haben, sind real. Aber bei vielen Begegnungen, die ich im Land habe, erlebe ich auch, wie viel Kraft in Deutschland steckt. Ich habe gesehen, wie investiert wird, wie Neues entsteht, wie Menschen anpacken. Nach Jahren, in denen eine Krise auf die nächste folgte, wächst an vielen Stellen in unserem Land wieder etwas, was uns viel zu lange gefehlt hat, nämlich Zuversicht. Genau darum geht es auch bei diesem Haushalt. Es geht um neues Vertrauen in unsere eigene Stärke. Wenn wir über die Lage unseres Landes sprechen, dann ist die Wahrheit: Es ist nicht alles schwarz oder weiß. Ich erlebe Menschen mit Angst um ihren Arbeitsplatz in der Industrie, im Mittelstand. Die Zahl der Insolvenzen erreichte im ersten Halbjahr den höchsten Stand seit 2005. Gleichzeitig gab es im ersten Halbjahr 2026 mehr als 350 000 Neugründungen von Gewerben; gut 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den Start-ups sehen wir einen Rekordwert mit mehr als 3 000 Neugründungen in den ersten sechs Monaten. Bei den sogenannten Unicorns, also den Start-ups mit einem Wert von über 1 Milliarde Euro, sind wir inzwischen die Nummer eins in Europa. ↳ Linke: »Donnerwetter!« Ich erlebe, dass unsere Wirtschaft wegen der Handelskonflikte weniger nach China exportiert und weniger Geschäfte in den USA macht. Wir in Deutschland haben diese Handelskonflikte nicht zu verantworten, aber wir sehen, dass sie hier Arbeitsplätze und Wohlstand kosten. Gleichzeitig erlebe ich, wie die Wirtschaft darauf reagiert, wie Unternehmen neue Märkte und Handelspartner in der Welt finden, wie sie stärker das Potenzial des europäischen Binnenmarktes nutzen. Wo Türen zugehen, da öffnen sich neue. Im Juni haben deutsche Unternehmen mehr exportiert als je zuvor. „Made in Germany“ ist gefragt, liebe Kolleginnen und Kollegen, gerade jetzt. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Aktuell korrigieren die Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen reihenweise nach oben. Das hat auch mit unserem Handeln hier zu tun. Die öffentlichen Investitionen zeigen Wirkung, und die Reformen, die wir auf den Weg gebracht haben, tragen dazu bei. Ich treffe Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich über den Standort beschweren und mit dem Abbau von Arbeitsplätzen drohen. Ich will das hier sagen: Manche Kritik, die uns von dort entgegenschlägt, ist auch berechtigt. ↳ Jörn König (AfD): »Nein!« Aber genauso treffe ich Unternehmerinnen und Unternehmer, die sagen: „Wir investieren gerade jetzt in Deutschland“, weil sie an das Talent, an die Ideen und an die Leistungsbereitschaft der Menschen hier in unserem Land glauben – Investoren, die Rechenzentren bauen, Start-ups, die die Robotik von morgen entwickeln und dabei auf die besten Köpfe und die besten Ideen in unserem Land setzen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist der Standortpatriotismus, den ich mir wünsche. Kein Schönreden. Die Probleme sehen. Verantwortung übernehmen – hier investieren, hier Arbeitsplätze schaffen, hier etwas Neues aufbauen. Davon brauchen wir mehr in unserem Land. Und dafür arbeiten wir als Koalition. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Alle diese Begegnungen, die ich hier beschreibe, zeigen mir dabei eins: Unser Land ist nicht entweder verunsichert oder zuversichtlich. Nein, es ist beides gleichzeitig. Das spüren wir doch alle. Das ist die Realität in Deutschland im Jahr 2026. Gute Politik heißt daher für mich, mit beidem umzugehen, mit Empathie auf die Fragen und die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger zu reagieren und gleichzeitig so zu handeln, dass die Chancen auf eine gute Zukunft in unserem Land größer werden. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich erlebe übrigens auch, dass sich Menschen in unserem Land Sorgen machen um ihre Zukunft, weil rassistische Anfeindungen und völkisches Gedankengut für sie wieder stärker zur Herausforderung im Alltag werden. Viele von ihnen oder ihre Familien haben unser Land mit aufgebaut. Sie sind nach Deutschland gekommen, haben dieses Land wirtschaftlich stärker, kulturell reicher gemacht. Sie sind stolz darauf, Teil unseres Landes zu sein. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Reden Sie mal von den Clans!« Ich finde: Auch wir sollten stolz darauf sein, dass diese Menschen Teil unseres Landes sind. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Beifall: Linke (einzelne Abg.) In diesem Jahr feiern wir 65 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei. Millionen Menschen sind gekommen, haben hier gearbeitet, Familien gegründet, Unternehmen aufgebaut und Deutschland dabei zu ihrem Zuhause gemacht. Das ist Teil unserer gemeinsamen deutschen Geschichte. Deswegen muss gerade in diesen Tagen klar sein: Wir akzeptieren in der Demokratie keinen Rassismus und keine Politik der Ausgrenzung. Wir akzeptieren nicht, wenn von rechts außen unser Land in ein „wir“ und ein „die anderen“ eingeteilt wird. Wir akzeptieren nicht, wenn Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Identität ausgegrenzt werden. ↳ Jörn König (AfD): »Ihr grenzt uns aus!« Wer zu Deutschland gehört, das entscheidet sich nicht an einem Nachnamen, der Hautfarbe oder daran, wo die Eltern geboren sind. Unser „wir“ ist größer, liebe Kolleginnen und Kollegen. Beifall: SPD Beifall: Union Beifall: Grüne Unser Land steht im Jahr 2026 vor Herausforderungen. Deutschland findet und Deutschland erfindet sich gerade neu in einer Welt, die radikal anders geworden ist. Russlands Krieg gegen die Ukraine bedroht Deutschland und Europa. Ja, wir sind mittendrin, unsere Sicherheitspolitik neu auszurichten. Die US-Zölle und die aggressive chinesische Industrie- und Wechselkurspolitik zerstören Arbeitsplätze hier in unserem Land. Deswegen sind wir mittendrin, unsere Wirtschaftspolitik neu auszurichten. Kriege und Konflikte, etwa der sinnlose Krieg im Iran, unterbrechen Lieferketten und machen fossile Energie und damit das Leben auch hier bei uns in Deutschland teurer. Deswegen sind wir mittendrin, uns unabhängiger zu machen, indem wir auf erneuerbare Energien setzen. Aber zur Wahrheit gehört auch, liebe Kolleginnen und Kollegen, dass wir uns in Deutschland zu lange auf dem Status quo ausgeruht haben. Mir geht es überhaupt nicht darum, Schuldige zu suchen. Aber wir brauchen hier die gemeinsame Feststellung und den gemeinsamen Geist, dass jetzt die notwendigen Schritte unternommen werden müssen, um unser Land nach vorne zu bringen. Ich finde, es reicht nicht mehr, dass wir uns von Krise zu Krise hangeln. Wir müssen unsere eigene Stärke erhöhen und unsere eigene Resilienz in einer unsicheren Welt stärken und dafür politische Entscheidungen treffen. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) ↳ Dr. Alice Weidel (AfD): »Erzählen Sie uns mal etwas zu den Finanzen! Zahlen!« Meine Vision ist ein Deutschland der Zukunft, das souverän und krisenfest ist, ein starkes Land, das innovativ und dabei auch sozial ist. Der Regierungsentwurf des Bundeshaushaltes 2027 zeigt, wie herausfordernd die Zeiten sind, in denen wir heute handeln müssen. ↳ Dr. Alice Weidel (AfD): »Wo ist denn der Finanzplan des Bundes?« Dieser Haushalt folgt aber klaren Prinzipien: Wir investieren in unsere Zukunft. Wir investieren in unsere Sicherheit. Und wir schaffen uns Freiheit, damit wir auch morgen noch handeln können. ↳ Dr. Michael Espendiller (AfD): »Wie mit den ganzen Schulden? Die müssen wir zurückzahlen! Das Einzige, was wächst, sind die Zinsen!« Dieser Haushalt bildet ein neues Fundament für Wachstum, für Beschäftigung und für soziale Sicherheit. Dieser Haushalt spiegelt wider, wie sehr sich Dinge in unserem Land verändern, wo die Herausforderungen, aber auch die Chancen liegen. Lassen Sie mich bei der Beschreibung des Haushaltes mit den Chancen beginnen. Wir bauen die Infrastruktur von morgen. Wir machen aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität ein einzigartiges Zukunftsprogramm für unser Land. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) ↳ Georg Schroeter (AfD): »Schulden! Schulden!« Und ja, um den Investitionsstau in unserem Land hinter uns zu lassen, nehmen wir Schulden auf. Die Gegner dieses Sondervermögens, die jetzt die Schulden kritisieren, ↳ Dr. Michael Espendiller (AfD): »Ja!« ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Die haben wir vorher auch kritisiert!« sind die gleichen Leute, die mit ihrer Ideologie dafür gesorgt haben, dass die Infrastruktur in unserem Land viel zu lange vernachlässigt wurde, liebe Kolleginnen und Kollegen. Beifall: SPD ↳ AfD Diese Ideologie trägt Verantwortung dafür, dass der Alltag für viele Bürgerinnen und Bürger heute schwerer geworden ist, Verantwortung dafür, dass Unternehmen ein langsames Internet, schlechte Transportwege oder Familien mangelnde Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder haben. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Dafür tragen Sie die Verantwortung! Sie haben regiert!« ↳ Georg Schroeter (AfD): »Ihr wart doch die ganze Zeit in der Regierung!« Ich will das hier sehr klar sagen: Die schwarze Null wurde zu einem Fetisch. Als die Zinsen fast bei null lagen, hätten wir investieren können. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Gesunde Haushaltspolitik!« Das haben wir verschlafen. Diese Regierung holt das jetzt aber auf, liebe Kolleginnen und Kollegen. Beifall: SPD Lachen: AfD (einzelne Abg.) ↳ Marcel Queckemeyer (AfD): »Was für ein Traumtänzer!« Es ist richtig, dass wir in unsere Zukunft investieren und dass mit der zukunftsfeindlichen Politik der letzten Jahre Schluss ist. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Sie haben doch regiert!« ↳ Dr. Michael Espendiller (AfD): »Wie wollen Sie denn die 80 Milliarden Euro Zinsen bezahlen, die bis 2030 rauskommen?« Wir bringen die Infrastruktur in unserem Land durch Investitionen jetzt auf Vordermann. Bis Ende Juli konnten bereits mehr als 50 Milliarden der 500 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen investiert werden. ↳ Marcel Queckemeyer (AfD): »Aus den Sonderschulden!« Die Bagger rollen. Brücken und Schienen werden repariert, Schulen, Kitas, Krankenhäuser werden saniert, ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Haushaltslöcher werden gestopft!« Feuerwehrhäuser, Sportplätze und bezahlbare Wohnungen neu gebaut. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir alle sehen das doch in unseren Wahlkreisen: Die Mittel kommen vor Ort an. Gleichzeitig sehen wir aber, wie groß der Bedarf ist. In Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel werden nun 38 Feuerwehrgerätehäuser modernisiert, sieben Polizeistandorte auf Stand gebracht und 600 Millionen Euro aus dem Sondervermögen genutzt, um Schulen zu sanieren. Das sind wertvolle Investitionen in den Zusammenhalt und in die Modernisierung unseres Landes. Es ist gut, dass wir das umsetzen. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Die Investitionen sind heute der entscheidende Wachstumsimpuls. Die neuen Wachstumszahlen der Institute zeigen, da sind sich die Ökonomen einig: Es sind unsere Investitionen, die die Wirtschaft ankurbeln. ↳ Dr. Michael Espendiller (AfD): »Es sind die Sonderschulden! Das ist kein nachhaltiges Wachstum, Herr Minister! Das ist ein Strohfeuer!« Das haben wir hier im Deutschen Bundestag gemeinsam entschieden. Und ich sage in aller Klarheit: Diese Investitionen sind gut für unser Land. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Deutschland baut, und Deutschland baut vor allem Dinge, die uns allen gehören: die Kita, in die unsere Kinder gehen, die Brücke, über die wir fahren, das Krankenhaus, auf das alle angewiesen sein könnten, die Bahn, die Menschen miteinander verbindet. Diese Investitionen sind das Fundament für eine gute Zukunft unseres Landes. Diesen Investitionskurs führen wir konsequent fort. 2027 stehen insgesamt 118 Milliarden Euro für Investitionen zur Verfügung. Im Kernhaushalt belaufen sich die Investitionen stabil auf rund 50 Milliarden Euro. Wir investieren weiter in die wirtschaftliche Stärke und eine lebenswerte Zukunft: 17,7 Milliarden Euro allein aus dem Sondervermögen gehen 2027 in Schienen, in Brücken, in Tunnel, in Straßen, in Wasserwege. ↳ Dr. Michael Espendiller (AfD): »Da haben Sie doch vorher beim Verkehr gekürzt!« 9 Milliarden Euro gehen in die Digitalisierung, etwa für schnelles Internet oder eine moderne Verwaltung. ↳ Dr. Michael Espendiller (AfD): »Da haben Sie auch im Kernhaushalt gekürzt!« Wir investieren mehr in künstliche Intelligenz, in Rechenzentren, in Hightech. ↳ Dr. Michael Espendiller (AfD): »Auch da haben Sie im Kernhaushalt gekürzt!« Mit dem Sondervermögen steigern wir die Investitionen in Forschung und Entwicklung, ↳ Dr. Michael Espendiller (AfD): »Auch das haben Sie gekürzt!« im Jahr 2027 um 60 Prozent im Vergleich zu 2026. So fördern wir beispielsweise ein KI-Datenzentrum in Berlin, und in Sachsen fördern wir Europas größtes Halbleiterprojekt. Damit bauen wir die deutsche Führungsposition in Europa weiter aus. 3,5 Milliarden Euro gehen in die Modernisierung unserer Krankenhäuser, damit es für alle in unserem Land eine gute Gesundheitsversorgung geben kann. Im Kernhaushalt erhöhen wir die Mittel für den sozialen Wohnungsbau noch einmal um 25 Prozent auf 5 Milliarden Euro. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist eine der drängendsten Fragen unserer Zeit, ↳ Jörn König (AfD): »Warum wohl?« und darauf reagiert diese Koalition. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Und, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir investieren massiv in den Klimaschutz. Wir waren es, die den Klima- und Transformationsfonds mit über 100 Milliarden Euro ausgestattet und damit Investitionen in den Klimaschutz für die nächsten Jahre sichergestellt haben. Wir fördern die Elektromobilität und den Ausbau der Energienetze. Das ist nicht nur gute Klimapolitik, sondern auch eine Politik für Wachstum, für Wirtschaft und für Arbeitsplätze. ↳ AfD: »Ihr seid die Besten!« Ich erinnere mich aber auch, dass bei den Koalitionsverhandlungen über die Frage gerungen wurde, ob man von dem Ziel abrücken sollte, 2045 klimaneutral zu sein. Für mich ist sehr klar: Wir müssen an diesen Klimazielen festhalten. Man muss sich nur die Situation im Sommer ansehen; in diesem Jahr knapp 16 000 Hitzetote, Niedrigwasser und Waldbrände. Es ist für mich absolut richtig, dass wir einen konsequenten Weg beim Klimaschutz gehen, liebe Kolleginnen und Kollegen. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Genauso wichtig ist: Wir investieren in Familien, in gute Chancen für unsere Kinder und Enkel. Wir erhöhen das BAföG und ermöglichen damit mehr jungen Menschen ein Studium. ↳ Dr. Michael Espendiller (AfD): »Und Sie kürzen das Elterngeld!« 3,5 Milliarden Euro gehen in den Ausbau von Ganztagsgrundschulen, und weitere 1,4 Milliarden Euro stellen wir aus dem Sondervermögen für Kitas, für Schulen und für Hochschulen zur Verfügung. 1,5 Milliarden Euro für die Kitabetreuung stellen wir vom Bund den Ländern zur Verfügung. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir investieren in unsere Kommunen. 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen stehen den Ländern zur Verfügung. Viele Bundesländer haben sich entschieden, davon mindestens 60 Prozent an die Kommunen weiterzugeben. Das ist wichtig, um die Handlungsfähigkeit der Kommunen zu stärken. Das Sondervermögen ist dafür ein wichtiger Schritt. Ich will hier aber auch betonen: Es darf nicht der einzige Schritt sein. Wir brauchen handlungsfähige Kommunen, und da sind wir als Bund mit den Ländern in der Verantwortung. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Ja, ich bin stolz darauf, dass wir diesen Investitionsrückstand beenden. Eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung hat gerade gezeigt, ↳ Dr. Alice Weidel (AfD): »Noch keine Zahl!« dass wir mehr als je zuvor in Bildung, in Digitalisierung, in Klimaschutz investieren. ↳ Dr. Alice Weidel (AfD): »20 Minuten und keine Zahl, Herr Finanzminister!« Die Zukunftsquote liegt so hoch wie noch nie. Mit dem Sondervermögen haben wir sichergestellt, dass das kein Strohfeuer ist, sondern dass dieser Weg in den nächsten Jahren konsequent weitergegangen wird. ↳ Dr. Alice Weidel (AfD): »Mit Schulden!« ↳ Dr. Michael Espendiller (AfD): »Natürlich ist das Geld weg! Was wollen Sie denn dann machen?« Natürlich braucht es Zeit, bis die Investitionen überall ankommen und umgesetzt sind. Aber wir müssen weiter Tempo machen, schneller planen, schneller genehmigen, schneller bauen. ↳ Dr. Alice Weidel (AfD): »Mit einem verfassungswidrigen Haushalt!« Dafür haben wir hier im Deutschen Bundestag – ich will mich bei den Fraktionen dafür bedanken – die Gesetze geändert. ↳ Dr. Alice Weidel (AfD): »Mit dem Sie den diesen verfassungswidrigen Haushalt möglich gemacht haben!« ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Mit den Linken und den Grünen und der CDU!« Und es bleibt unsere Pflicht, dass wir Hindernisse aus dem Weg räumen, um unser Land weiter modernisieren zu können. Wenn ich in der Welt unterwegs bin, dann bekomme ich oft mit, wie andere auf uns schauen. ↳ Dr. Alice Weidel (AfD): »Auf einen verfassungswidrigen Haushalt!« Sie sehen Deutschland als einen attraktiven Standort. Sie sehen, welch hohe Innovationskraft, welch hochqualifizierte Beschäftigte und welch starke Unternehmen wir in Deutschland haben. ↳ Dr. Alice Weidel (AfD): »Wann kommen denn jetzt die Zahlen?« Ich will, dass wir diese riesengroßen Potenziale für unser Land nutzen. Für mich als Finanzminister heißt das: ↳ Dr. Alice Weidel (AfD): »Zahlen!« Wir müssen noch viel besser werden, wenn es um private Investitionen geht. ↳ Dr. Alice Weidel (AfD): »Immer noch keine Zahlen!« Wir brauchen mehr Kapital für Wachstum und für Innovation. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Das verbrauchen Sie doch, das Kapital!« ↳ Dr. Michael Espendiller (AfD): »Und kürzen doch das Kindergeld!« ↳ Dr. Alice Weidel (AfD): »Wie viel denn? Mal eine Zahl!« – Was sind Sie denn heute so nervös? ↳ Dr. Alice Weidel (AfD): »Sie sollen doch einfach eine Zahl nennen!« Hören Sie doch auf, dazwischenzubrüllen. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Seien Sie ein bisschen anständig! Sie kommen doch noch zu Wort. ↳ Dr. Alice Weidel (AfD): »Zahlen!« ↳ Dr. Michael Espendiller (AfD): »Sie sind Finanzminister! Sie sollen zum Haushalt sprechen!«