Vielfalt feiern, Freiheit schützen, Sicherheit gewährleisten
Tagesordnungspunkt 27a · 21/87 · 26. Juni 2026
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Auch diesen Sommer setzen wir als Grüne eine Plenardebatte auf, um Solidarität mit queeren Menschen im Pride Month zu zeigen. Ich möchte heute darüber sprechen, dass queere Menschen bis heute nicht explizit im Diskriminierungsschutz von Artikel 3 des Grundgesetzes erwähnt werden, und darüber, dass das deutsche Abstammungsrecht bis heute Regenbogenfamilien und …
Nyke Slawik fordert die Aufnahme queerer Menschen in den Diskriminierungsschutz des Grundgesetzes sowie Reformen im Abstammungsrecht und mehr Schutz für CSDs, kritisiert rechte Parteien und die Union für ihre diskriminierenden Positionen.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Beim Lesen des Antrags der Grünen zu Vielfalt, Freiheit und Sicherheit fällt auf: Viele seiner Aussagen sollten in einem liberalen Rechtsstaat doch eigentlich selbstverständlich sein. Die Ablehnung von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität, der Schutz friedlicher Versammlungen und die uneingeschränkte Geltung der Versammlungsfreiheit sollten immer und überall in unserem Land gelten, für jedermann. Umso …
Dr. David Preisendanz betont, dass Grundrechte wie Antidiskriminierung und Versammlungsfreiheit selbstverständliche Werte sind, kritisiert die mangelnde Konkretisierung des Grünen Antrags und fordert einen starken Rechtsstaat sowie parteiübergreifende Einheit zum Schutz vulnerabler Gruppen.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Wir beraten drei Anträge von den Grünen und von Die Linke. Sie wollen queres Leben stärken und querfeindliche Hasskriminalität bekämpfen Und ja, ach, Vielfalt feiern. Das gibt mir Gelegenheit, den Kollegen von diesen Fraktionen in aller Kürze einige Grundtatsachen des Lebens zu erklären – nein, nicht die Blumen und Bienen, obwohl auch da teilweise …
Fabian Jacobi kritisiert die Anträge von Grünen und Linken zur Förderung von Queer‑Rechten, wirft ihnen ein Erfordernis von gesellschaftlicher Umerziehung vor und betont, dass staatliche Gebäude das ganze Volk repräsentieren, nicht Sonderinteressengruppen.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe gerade etwas begriffen: Es gibt ein biologisches Alternativwort für AfD, das lautet: Mimose. Und es gibt einen englischen Alternativbegriff, der lautet: Double Standards. Denn Lachen ist ja manchmal, wenn es zynisch ist, verräterisch. Wenn Sie hier höhnisch lachen, wenn über die Gefährdung von CSDs und Polizeischutz gesprochen wird, dann ist das zutiefst …
Helge Lindh verteidigt queere Veranstaltungen und Familien, kritisiert die AfD für hetzerische Rhetorik, die Queerness mit Pädophilie verknüpft, und fordert gesetzliche Verbesserungen zum Schutz von queeren Menschen.
Herr Kollege, ich weise zunächst einmal zurück, dass wir als AfD queerfeindlich wären. Sie haben all die Jahre niemals unseren Debatten zugehört. Wenn Sie den Kollegen zugehört hätten, wüssten Sie, dass wir seit Jahren hier in diesem Parlament den Schutz der gesamten Gesellschaft fordern. Ich frage Sie, warum Sie einen ganz wichtigen Punkt, nämlich die Gefahr, die für die gesamte …
Birgit Bessin weist die Vorwürfe der Queerfeindlichkeit zurück und betont, dass Islamisten eine Gefahr für die gesamte Gesellschaft, insbesondere für LGBTQ‑Personen, darstellen.
Die Lautstärke beweist, dass ich einen Volltreffer gelandet habe. Ich lobe erst mal, wie gut und flüssig Sie das vorgelesen haben. Wunderbar! Das ist schon eine literarische Leistung. Ansonsten war das Ausdruck einer alternativen Logik. Hätten Sie sich die Mühe gemacht, zuzuhören – das wird ja im Protokoll stehen –, wüssten Sie, dass ich gesagt habe: Wir sehen natürlich auch …
Helge Lindh kritisiert die AfD dafür, Religions‑ und Transfeindlichkeit zu vernachlässigen und stattdessen Islamismus als Ablenkung zu benutzen, und wirft ihr Doppelmoral und Whataboutism vor.
Indem Sie das machen, sind Sie genau die Komplizen derjenigen, die – auch religiös motiviert – in den Stadtteilen Menschen angreifen. Sie haben gerade Ihre Partnerschaft mit Islamisten bekundet. Deswegen ist Ihre Partei auch verfassungswidrig: weil sie genauso tickt wie Islamisten, weil sie unsere Ordnung nicht anerkennt und weil sie nicht sieht, dass das Recht queerer Menschen, frei und selbstbestimmt …
Helge Lindh wirft der gegnerischen Partei (AfD) vor, mit Islamisten zusammenzuarbeiten, sie sei verfassungswidrig und missachte die Rechte queerer Menschen, welche er als verfassungsrechtlich legitim ansieht.
Frau Präsidentin! Slutpop hören und Schilder schwingen, Reden halten und rumknutschen – die CSD-Saison läuft auf Hochtouren. Wir legen Kokosnuss auf und bringen die AfD auf die Palme; wir wollen das gute Leben für alle und machen unsere Wut produktiv. In Göttingen protestiert die Community bei der Uniklinik dafür, dass für geschlechtsangleichende Maßnahmen wieder Kassenrezepte ausgestellt werden. In Dresden erkämpft …
Der Redner fordert gleichberechtigte medizinische Versorgung für trans, inter und nichtbinäre Menschen, kritisiert die AfD und die extreme Rechte und ruft zu solidarischem Widerstand gegen Faschismus auf.
Nein, danke. – Die Union versucht jetzt, das Selbstbestimmungsgesetz über die Justizministerkonferenz zu sabotieren. Glauben Sie eigentlich, wir merken das nicht? Schluss damit. Drittens. Stoppen Sie die Abwicklung des Aktionsplans „Queer leben“! Karin Prien hat gesagt, man muss sich damit eben abfinden. Wir als queere Community werden uns damit sicher nicht abfinden. Darauf kann sich Friedrich Merz, darauf kann sich …
Maik Brückner wirft der Union Sabotage am Selbstbestimmungsgesetz vor, kritisiert die Akzeptanz des Aktionsplans „Queer leben“ und fordert dessen Stopp, während er die Union sowie Köpfe wie Friedrich Merz und Karin Prien als Gegner der queeren Community darstellt.
Frau Bessin erhält jetzt die Möglichkeit zur Kurzintervention. – Ja, Kolleginnen und Kollegen, man muss das auch alles aushalten. – Ich würde aber noch mal darum bitten, dass wir dieses Mal nicht in so eine Schreierei verfallen wie gerade eben, weil es dann auch mir fast unmöglich ist, überhaupt noch gescheit zuhören zu können, geschweige denn, dass irgendjemand noch irgendwas …
Herr Kollege Brückner, ich möchte zurückweisen, dass die AfD grundsätzlich gegen CSD-Veranstaltungen ist. Wir haben immer erklärt, dass wir dagegen sind, dass unser Steuergeld für diese politisch indoktrinierten Veranstaltungen zum Fenster rausgeworfen wird. Und ich erkläre Ihnen auch, wieso, und möchte Ihnen dann eine Frage stellen. Zum einen wissen wir mittlerweile, dass bei etlichen CSD-Veranstaltungen auch Bands auftreten, die gegen …
Die Rednerin kritisiert CSD‑Veranstaltungen als finanzielle Verschwendung, als Plattform für anti‑staatliche, gewaltverherrlichende und kindpornografische Inhalte und fordert, dass sie nicht mit Steuergeldern, sondern über Sponsoren finanziert werden.
Eijeijei. Eigentlich reicht das schon. Ich bin sehr stolz und ich bin sehr froh, dass die queere Community sich von diesen absurden Beiträgen nicht einschüchtern lässt und dann gesammelt auf die Straße geht, sich nicht spalten lässt und Ihnen die rote Karte zeigt. Ich habe es gerade in der Rede schon gesagt. Und ich glaube, dass Sie hier so ausflippen, …
Der Redner lobt die queere Community für ihren solidarischen Protest gegen Einschüchterungen, kritisiert die AfD als ängstlich und kündigt an, im Sommer erneut zu Massenprotesten aufzurufen, wobei er erklärt, dass die CSDs das Ende der AfD herbeiführen werden.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich würde mir wünschen, dass wir gerade bei so einem Thema, das das tiefste eigene Empfinden von Menschen in unserem Land betrifft, in der Lage sind, eine sachliche und zumindest wohlwollende Diskussion – und dieses Grundwohlwollen auch jedem einzelnen Diskussionsteilnehmer entgegenbringend – führen können. Natürlich gibt es viele Dinge, die man an …
Der Redner fordert die eindeutige Verurteilung von Diskriminierung und Gewalt gegen queere Menschen, die Sicherheit von CSD-Veranstaltungen und betont, dass Freiheit die Akzeptanz von Unterschiedlichkeit bedeutet, wobei Sicherheit als Grundlage für die Freiheit gesehen wird.
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Bürger auf der Tribüne! Eines vorweg: Der Staat muss selbstverständlich sogenannte Gay-Pride-Veranstaltungen vor Gefahren durch Dritte schützen und gegebenenfalls geeignete polizeiliche Maßnahmen treffen. Er muss dies für alle angemeldeten öffentlichen Versammlungen tun, natürlich – da sind wir uns einig – auch für patriotische Kundgebungen und Parteitage der Alternative für Deutschland. …
Der Redner fordert staatlichen Polizeischutz für Gay‑Pride‑Veranstaltungen, wirft den Grünen und Linken vor, queere Menschen als politisches Werkzeug zu nutzen, und behauptet, die heterosexuelle Mehrheit leide unter der aktuellen Kultur‑ und Sicherheitspolitik.
Vielen Dank, dass Sie die Frage zulassen. – Ich höre ja immer wieder aus den Reihen der AfD, dass Sie sich ja eigentlich gar nicht gegen Homosexuelle aussprechen, sondern eigentlich die wirklichen Allys sind. Sie haben sich ja auch selber als Beispiel genannt. – Die Parteivorsitzende, die in der Schweiz lebt, natürlich auch. Aber was mich wirklich interessieren würde: Es …
Der Redner kritisiert die widersprüchlichen Positionen der AfD zur Homosexualität und fragt, ob eine Mehrheit der Partei die Ehe für alle unterstützt.
Vielen Dank für die Frage an dieser Stelle. – Zunächst einmal möchte ich sagen, dass viele Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transmenschen, wie sie sich heute sozusagen auch zwischendurch mal bezeichnen, eben nicht Teil dieser queeren Community, dieser queeren LGBTQ-Community sein wollen, weil sie eben so ist, wie sie ist. Und nur weil Sie immer mehr Absurditäten draufpacken, müssen Sie sich …
Der Redner kritisiert die heutige Queer- und Pride‑Bewegung, wirft ihr sexuelle Ausarten und mangelnden Jugendschutz vor und stellt die AfD als einzige Partei dar, die diese Probleme anspricht.