Beliebigkeit in der Lehrerbildung beenden - Verbindliches Staatsexamen wieder einführen
Tagesordnungspunkt 29 · 21/87 · 26. Juni 2026
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Stellenwert der Bildung wird hier parteiübergreifend immer wieder ausgesprochen gelobt, ich möchte sagen: besungen. Es ist allen klar, dass wir unsere wirtschaftliche Potenz wie auch unsere sozialen Sicherungssysteme voraussichtlich nicht mit Hohlköpfen werden retten können. Problem bei der Sache ist nur: Wir erleben seit 50 Jahren linke Bildungspolitik mit allen ihren …
Christian Zaum kritisiert die von ihm als "linke Bildungspolitik" verursachte Bildungskrise und fordert die Wiedereinführung eines verpflichtenden Staatsexamens für Lehrkräfte, um Lehrermangel und sinkende Leistungsniveaus zu beheben.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es gibt ja Menschen, die klopfen immer wieder an dieselbe Tür und wundern sich dann, warum keiner aufmacht. Und genau das tun Sie, Kollegen der AfD. Sie klopfen mal wieder an die Tür des Bundes und fordern das Staatsexamen für alle zurück. Aber natürlich gehen Sie mal wieder mit leeren Händen nach …
Michael Hose kritisiert die AfD dafür, dass sie das bundesweite Staatsexamen wieder einführen will, obwohl Lehrerbildung Ländersache ist, und weist auf verfassungswidrige Forderungen der AfD in den Ländern hin.
Vielen Dank, Herr Präsident. – Die Abschaffung der Schulpflicht heißt nicht die Abschaffung der Bildungspflicht. Im Landtagswahlprogramm unserer Partei in Sachsen-Anhalt fordern wir genau das: eine Bildungspflicht statt eine Schulpflicht – wie in den meisten europäischen Ländern auch. Deutschland ist sozusagen eines von den wenigen Ländern in der Europäischen Union, die das nicht zulassen. Also: Es ist eine Mär, zu …
Beatrix von Storch fordert, die Schulpflicht durch eine allgemeine Bildungspflicht zu ersetzen und kritisiert das aktuelle Schulsystem als gescheitert, weil viele Kinder Grundfertigkeiten nicht beherrschen.
Also die Antwort können Sie schon mir überlassen, Frau von Storch. – Ich sage Ihnen: Ich bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie noch mal zugegeben haben, dass Sie die Schulpflicht abschaffen wollen. Denn genau diese Kinder, von denen Sie gesprochen haben, diese 25 Prozent, genau die, die Schwierigkeiten haben, werden dann wahrscheinlich nicht mehr in die Schule geschickt, zumindest ein …
Michael Hose argumentiert, dass die Abschaffung der Schulpflicht benachteiligte Kinder ausschließen und die Chancengleichheit gefährden würde, und fordert die Beibehaltung einer verbindlichen Schulpflicht.
Genau. – Wir haben eine Bildungspflicht in unser Programm aufgenommen, die unter engsten und strengsten Qualitätskontrollen es einer gegebenenfalls sehr kleinen Gruppe von Menschen möglich machen kann, dass sie ihre Kinder zu Hause beschult. Das wären zum Beispiel Menschen, die qua ihrer eigenen Fähigkeiten selbst Lehrer sind, wo dann jemand zu Hause in der Lage ist, die Kinder zu beschulen, …
Der Redner betont, dass die geplante Möglichkeit des häuslichen Unterrichts nur für eine sehr geringe Zahl von Fällen gelten kann und wirft den Gegnern unbegründete, populistische Panikmache vor.
Man stellt fest, dass wir da wieder einen wunden Punkt getroffen haben. Sie stehen ja nicht mal mehr zu Ihrem eigenen Wahlprogramm! Da steht ganz klar drin: Sie wollen die Schulpflicht abschaffen. Sie wollen sie durch eine Bildungspflicht ersetzen. Und eine Bildungspflicht ist allgemein definiert als: Man kommt alle paar Monate mal in die Schule, und dann wird geschaut. Da …
Der Redner kritisiert den AfD‑Vorschlag, die Schulpflicht durch eine unregelmäßige Bildungspflicht zu ersetzen, warnt vor einem sinkenden Bildungsniveau und wirft der AfD Inkompetenz und Wahlprogramm‑Unstimmigkeit vor.
Es ist einmal mehr deutlich geworden: Wir müssen in der Tat darüber reden, dass es im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt – Herr Reichardt, da haben Sie schon recht – vor allen Dingen darum geht: Wie steht man zur Schulpflicht in Deutschland? Das ist etwas, das sich – Sie bezeichnen sich ja angeblich als konservative Partei – über 100 Jahre bewährt hat. …
Michael Hose kritisiert die Abschaffung von Bachelor- und Masterabschlüssen im Lehramtsstudium und argumentiert, dass die Lösung des Lehrermangels in besseren Praxisübergängen, Quereinsteigerprogrammen und bürokratischer Entlastung liegt.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die AfD legt uns heute einen Antrag vor, der vor allem eines zeigt: Beim Thema Lehrkräftebildung besteht bei Ihnen erheblicher Nachhilfebedarf. Sie fordern in Ihrem Antrag, der Bund solle auf bundeseinheitliche Mindeststandards in der Lehrerbildung hinwirken. Das klingt nach Ordnung, nach Qualität, nach Verbindlichkeit. Fakt ist aber: Diese Standards gibt …
Ayse Asar kritisiert den Gesetzentwurf der AfD zum verbindlichen Staatsexamen, wirft dieser populistische Motive und ein autoritäres Kulturmodell vor und fordert stattdessen eine Modernisierung der Lehrerbildung mit mehr Praxis, digitaler Didaktik und bereits bestehenden, aber weiterzuentwickelnden KMK‑Standards.
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die AfD will also, dass wir hier über ihre Ideen zur Lehrkräfteausbildung diskutieren, die aus dem vergangenen Jahrhundert stammen. Probleme aus diesem Jahrhundert lassen sich so allerdings nicht lösen. Eines der drängendsten Probleme ist der Lehrkräftemangel. Schon heute fehlen an unseren Schulen Tausende Lehrkräfte, und dabei sind noch …
Saskia Esken kritisiert den Vorschlag der AfD, das verbindliche Staatsexamen wieder einzuführen, weil er das akute Lehrkräftemangel‑Problem nicht löst, und fordert stattdessen frühzeitige Praxis, Entlastung von Verwaltungsaufgaben, mehr Ganztagsangebote sowie den Erhalt inklusiver Schulen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Wir stehen wieder einmal vor dem alten Problem: ein AfD-Antrag, dessen Überschrift ganz gut klingt. Aber wenn man sich ihn genauer anschaut, dann stellt man fest: ungenügend. Gehen wir ihn noch mal durch: Ganz richtig hat auch die AfD erkannt, dass es einen Lehrkräftemangel in Deutschland gibt; das ist Anforderungsbereich eins. Aber bereits bei Anforderungsbereich zwei, …
Tamara Mazzi kritisiert den AfD-Antrag zur Wiedereinführung eines verpflichtenden Staatsexamens, wirft der AfD mangelnde Ursachenanalyse und falsche Lösungsvorschläge vor und betont, dass die Ursachen des Lehrkräftemangels politisch bedingt sind.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht. Wenn Sie sich heute mit Lehrkräften unterhalten, hört man selten irgendwas über Prüfungsordnungen oder Abschlussbezeichnungen. Man hört etwas über volle Klassen, über fehlende Kolleginnen und Kollegen, man hört etwas über Unterrichtsausfall und über steigende Anforderungen im Schulalltag. Und deswegen greift der Antrag der AfD …
Ralph Edelhäußer lehnt das AfD‑Vorhaben, ein verpflichtendes Staatsexamen wieder einzuführen, ab und betont, dass die Qualität von Lehrkräften eher von praxisnaher Ausbildung, guten Studienbedingungen und Unterstützung im Schuldienst abhängt als von der Bezeichnung des Abschlusses.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wäre die Welt nicht viel schöner, wenn wir riesige Erdölvorkommen hätten wie die Saudis oder die größten Vorkommen an seltenen Erden wie etwa in China? Anscheinend nicht, denn lange Jahre ging es dem Durchschnittsdeutschen wesentlich besser als den Menschen im Nahen und Fernen Osten. Wer seinen Wohlstand nicht auf Öl und auf Bodenschätze stützen …
Der Redner kritisiert die nachlassende Schülerleistung, die er auf mangelhafte Lehrerausbildung und die Bologna‑Reform zurückführt, und fordert die Wiedereinführung eines verbindlichen Staatsexamens für Lehramtsstudierende.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Es gibt einige Probleme in der Lehramtsausbildung. Durch den vorliegenden Antrag wird leider kein einziges davon gelöst. Wenn Sie wollen, denken Sie doch einmal an Ihre Schulzeit zurück. Ich bin mir sicher, Ihnen allen fällt auf Anhieb eine Lehrerin oder ein Lehrer ein, die oder der Sie ganz besonders geprägt hat. Das ist das …
Der Redner kritisiert, dass die Lehramtsausbildung die Praxis- und Beziehungsarbeit vernachlässigt, fordert frühzeitige Praxistage für Studierende und hinterfragt die Realitätsnähe von Unterrichtsbesuchen als Prüfungsleistung.