Regierungserklärung zum Europäischen Rat am 18./19. Juni 2026
Tagesordnungspunkt 7 · 21/83 · 11. Juni 2026
Der Redner berichtet über die Eröffnung der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin und nennt eine Wachstumsrate der Branche, wird dabei jedoch durch Störungen unterbrochen.
So, jetzt machen wir einen neuen Versuch. – Meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, diese Branche, die Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland, hat im letzten Jahr 19 Prozent mehr Umsatz gemacht als im Vorjahr. Sie hat 10 000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Es gibt sie also, die Erfolgsgeschichten in Deutschland. Im letzten Jahr sind in Deutschland über 3 500 …
Friedrich Merz rechtfertigt den Reformkurs seiner Bundesregierung und stellt deutsche Wirtschaftserfolge sowie europäische Handels- und Sicherheitspolitik als Wege zur Bewältigung globaler Herausforderungen dar.
Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Damen und Herren! Diese Regierungserklärung war der Abgesang eines Gescheiterten. Herr Merz, Ihre eigenen Leute diskutieren schon über Ihre Ablösung, aber Sie singen Loblieder auf sich selbst. Zu den Fakten: Der Arbeitsmarkt kippt. Eine halbe Million Jobs hat die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr verloren. Alle 20 Minuten fällt ein Unternehmen …
Die Rednerin hält der Regierung eine umfassende politische und wirtschaftliche Misserfolgskontrolle vor, wirft ihr deindustrialisierende Politik, eine falsche Migrationsstrategie und Kriegstreiberei vor und fordert einen radikalen politischen Richtungswechsel sowie Neuwahlen.
So, bevor wir in der Debatte fortfahren, der Hinweis: Die Fraktionen haben sich, weil die Rede des Bundeskanzlers über 25 Minuten gedauert hat, darauf geeinigt, dass wir die Aussprache um 30 Minuten verlängern und diese, je nach Größe der Fraktion, aufteilen. Das haben wir getan. Die Parlamentarischen Geschäftsführer sind informiert. Jetzt hat für die SPD-Fraktion der Abgeordnete Herr Dr. Matthias …
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das ist die Regierungserklärung zum Europäischen Rat gewesen. Und, Frau Weidel, zu Europa habe ich nichts gehört; denn da sind Sie natürlich blank. Im Gegenteil: Sie haben mit Europa nichts am Hut. Und wenn Sie von deutschen Interessen reden, dann ist das genau die Sackgasse, in die Sie uns manövrieren wollen. Wir brauchen Europa, …
Miersch verteidigt die europäische und internationale Ausrichtung der Bundesregierung gegen die Kritik der AfD und attackiert diese scharf als un patriotisch und demokratiefeindlich. Er appelliert an die interne Stärke und Zusammenarbeit der etablierten Kräfte, um aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Eine Regierungserklärung ist der Ort, ist die Stunde der Auseinandersetzung der Opposition und der Regierungsfraktionen der Bundesregierung mit dem, was notwendig ist für dieses Land, was Zukunft ausmacht, was die Menschen in unserem Land ausmacht. Und das, was wir hier gerade wieder von der AfD-Vorsitzenden Weidel gehört haben, ist nichts anderes als …
Britta Haßelmann greift die AfD scharf als rassistisch und zerstörerisch an und kritisiert die Bundesregierung unter Merz scharf für deren angeblich fehlende Reformeutralität und soziale Ungerechtigkeit, während sie eine gemeinsame europäische Sicherheitspolitik fordert.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Deutschland braucht eine starke und funktionierende Europäische Union – der Bundeskanzler hat es angesprochen –, und die Europäische Union braucht uns. Europa kann nur stark sein, wenn Deutschland militärisch, wirtschaftlich und politisch stark ist. Und Europa kann nur stark sein, wenn Deutschland und der deutsche Bundeskanzler eine Führungsrolle einnehmen. Das tut Deutschland mit Friedrich …
Der Redner betont die Notwendigkeit einer starken Führungsrolle Deutschlands in der EU und NATO unter Bundeskanzler Friedrich Merz, kritisiert die AfD scharf als verlängerten Arm Putins und wirft ihr mangelnden Patriotismus vor, sowie fordert in der Innenpolitik eine Konsolidierung des Haushalts und Wirtschaftswachstum durch pragmatische Kompromisse der Mitte.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Bei der diplomatischen Lösung von Konflikten ist Deutschland längst in die zweite Liga abgestiegen. Mittlerweile schafft es unser Land nicht einmal mehr, unfallfrei in den UN-Sicherheitsrat gewählt zu werden. Wenn es um die Verhandlungen zur Beendigung des Ukrainekrieges geht, lassen Trump und Co die Europäer gleich ganz außen vor. Dabei schien es vor einigen …
Sören Pellmann kritisiert die Regierungspolitik für deren Fokus auf militärische Aufrüstung und die vermeintliche diplomatische Schwäche Deutschlands. Er fordert stattdessen eine Stärkung des Sozialstaates und eine friedensorientierte Außenpolitik, um soziale Gerechtigkeit und Sicherheit zu gewährleisten.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Die EU steht auf der Probe und muss sich erneut beweisen. Um sich zu bewähren, um Lösungen zu finden, dafür braucht es Gemeinschaft, europäischen Zusammenhalt. Und Gemeinschaft und Teamgeist braucht es in der Politik genauso wie im Sport. Ab heute heißt es wieder: Elf Freunde müsst ihr sein. …
Siemtje Möller fordert angesichts der Abwesenheit der USA eine starke europäische Gemeinschaft, die die Initiative für einen Friedensprozess ergreift, die Ukraine militärisch und finanziell unterstützt und ihr eine pragmatische Perspektive für eine EU-Mitgliedschaft bietet.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Landsleute! Uns trennen ungefähr noch zweieinhalb Wochen von der parlamentarischen Sommerpause. Und glauben Sie mir, ich bin wirklich verwundert, nachdem ich die Rede des Bundeskanzlers und auch die von Ihnen, Herr Spahn, gehört habe, welchen Mut Sie haben, weiterhin einfach nichts zu machen. Herr Merz, wenn das Ihr zweiter Weg …
Chrupalla kritisiert die Bundesregierung scharf für Reformstau und politische Untätigkeit und beansprucht für die AfD die Rolle der zukünftigen alternativen Kraft.
Herr Chrupalla, weil Sie hier über alle anderen Parteien reden – und übrigens mit dem Finger auf sie zeigen –: Ihr Parteifreund und heimlicher Parteichef Björn Höcke hat vor einigen Tagen in Dortmund gesagt, die Parteiendemokratie sei eine Gefahr für den grundsätzlichen Erneuerungsauftrag der AfD, und deshalb müsse dieser Staat weitestgehend von den Parteien befreit werden. Damit legt Höcke für …
Saskia Esken greift die AfD auf Basis eines Zitats von Björn Höcke an und wirft ihr vor, andere Parteien beseitigen und die Macht übernehmen zu wollen.
Liebe Frau Esken, wir wollen – das sage ich hier mal ganz deutlich – überhaupt nicht, wenn wir in Regierungsverantwortung sind, dass wir andere Parteien in irgendeiner Weise vernichten. – Frau Esken, lassen Sie mich ausreden! – Das wollen Sie doch mit überbordenden Parteiverbotsverfahren, die Sie einleiten wollen. Sie wollen die Opposition vernichten. Und, ganz ehrlich – ich habe Ihnen …
Chrupalla wirft Saskia Esken und der SPD vor, durch Parteiverbotsverfahren die Opposition und die AfD vernichten zu wollen, und stellt dies gegen seine eigene Absicht, andere Parteien nicht zu zerstören.
Frau Esken, als Allererstes: Was ich hier antworte, das habe immer noch ich zu entscheiden. Das ist Punkt eins. Punkt zwei. Was „Parteien verschwinden“ angeht: Da bin ich ganz beruhigt und gelassen: Das entscheiden die Bürger. – Das sehen Sie ja gerade nach der FDP, die hier nicht mehr im Haus ist. Sie wollten ja nicht mehr neben uns sitzen. …
Tino Chrupalla greift die Regierungskoalition und die Unionsfraktion scharf an, wirft ihnen Inkompetenz, Doppelstandards und Demokratieverständnis vor und fordert einen Kurswechsel in der Wirtschafts- und Russlandpolitik.
Frau Präsidentin! Herr Chrupalla, weil Sie eben die Frage der Kollegin Esken nicht beantwortet haben: Ich finde, das Haus kann Ihnen nicht durchgehen lassen, dass der Parteivorsitzende sich nicht zu der Frage äußert, ob er die Haltung teilt, die Herr Höcke vorgebracht hat: dass die Parteiendemokratie beseitigt werden soll. Anders als in Russland, worüber Sie gerade gesprochen haben, entscheidet in …
Der Redner fordert den AfD-Parteivorsitzenden auf, sich öffentlich von Äußerungen Björn Höckes zur Beseitigung der Parteiendemokratie zu distanzieren, und verweist dabei auf die Zuständigkeit des Bundesverfassungsgerichts im Gegensatz zu Verhältnissen in Russland.
Herr Stegner, Sie müssen es in meiner Antwort eigentlich schon gehört haben; aber ich kann es gern noch mal wiederholen: Natürlich muss die Parteiendemokratie nicht abgeschafft werden; damit ist eigentlich alles ganz klar gesagt. Sie braucht nicht abgeschafft zu werden. Ich vertraue der Demokratie, der Mehrheit, die es gibt, den Wählern, die wählen gehen. Sie entscheiden darüber, wer in diesem …
Chrupalla verteidigt das demokratische Prinzip von Wahlen und greift Regierung sowie Opposition als antidemokratisch und spalterisch an, während er seine Partei als Sachwalter des Volkswillens und zukünftige Regierungsalternative präsentiert.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir stehen in den nächsten Wochen und Monaten vor historischen Herausforderungen; denn in den nächsten Monaten geht es um nicht weniger als um die Kernmodernisierung unseres Landes: Strukturreformen in vielen Bereichen, in einer Größenordnung, wie wir sie seit über 20 Jahren nicht vornehmen mussten, und auch …
Der Redner fordert angesichts historischer Herausforderungen tiefgreifende Strukturreformen und Haushaltskonsolidierung statt oberflächlicher Maßnahmen und warnt die Opposition vor einer verantwortungslosen Blockade durch Angstschürung.
Vielen Dank, Frau Präsidentin. Vielen Dank, Herr Hoffmann. – Da nach Jens Spahn nun auch Sie gesagt haben, dass es vonseiten der Opposition keine Vorschläge zur strukturellen Reform der sozialen Sicherungssysteme sowohl für die Gesundheitsversorgung als auch für die Pflegeversicherung gibt, sage ich Ihnen: Sie sind es doch, die keine strukturellen Reformvorschläge machen. Und das entgegen den Empfehlungen Ihrer eigenen …
Britta Haßelmann wirft der Opposition, namentlich Jens Spahn, vor, keine strukturellen Reformvorschläge für die Gesundheitsversorgung zu machen, und verteidigt den eigenen Maßnahmenplan zur Senkung der Krankenkassenbeiträge.
Frau Kollegin Haßelmann, das war jetzt ein sehr schönes Beispiel für das, was ich meine. Sie haben einfach Dinge weggelassen. Sie haben in Bezug auf die versicherungsfremden Leistungen weggelassen, dass wir sehr wohl schon den Einstieg gemacht haben. Aktuell wird im parlamentarischen Verfahren darüber beraten, wie man das erweitern kann. Und Sie lassen weg, Frau Haßelmann, dass diese versicherungsfremden Leistungen …
Alexander Hoffmann greift die Oppositionsparteien, insbesondere die AfD, scharf an und wirft ihnen mangelnde Sachlichkeit sowie proximity zu russischen Interessen vor. Er betont die Notwendigkeit der Unterstützung für die Ukraine und die Sicherheit Europas.
Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Vor wenigen Tagen hat der Bundeskanzler die Staaten des Westbalkans umworben – mit großen Worten wie „Sicherheit“ und „Stärke“. Doch wenn man genauer hinsieht, zeigt sich: Diese Europäische Union verliert gerade das aus dem Blick, wofür sie eigentlich da ist und was sie zusammenhält. Im Zentrum der aktuellen Verhandlungen steht der Mehrjährige Finanzrahmen für …
Die Rednerin kritisiert die EU-Haushaltsplanung 2028-2034 als sozialpolitischen Rückschlag und Zentralisierungsschritt, der Regionen und Bundesländer entmachtet und finanzielle Einbußen特别是 für den Osten Deutschlands und den Agrarsektor befürchtet.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist die Frage der EU-Erweiterung wieder stärker in den Fokus der europäischen Politik gerückt. Die Ukraine hat sich trotz Krieg, Zerstörung und täglicher Angriffe klar für den europäischen Weg entschieden. Das ist gut so, und wir werden die Ukraine auf diesem …
Jasmina Hostert betont die strategische Bedeutung der EU-Erweiterung für Frieden und Sicherheit, unterstützt den Beitritt der Ukraine und warnt davor, den Westbalkan zu vernachlässigen. Sie fordert konkrete Integrationsschritte für die Balkanländer unter Beibehaltung strenger Reformkriterien und hebt die gegenseitigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteile hervor.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Weidel! Herr Chrupalla! Am 4. Juli 1926 fand der Reichsparteitag der NSDAP zur Gründung der Hitlerjugend in Thüringen statt. Genau 100 Jahre später, am 4. Juli 2026, findet wieder ein Bundesparteitag Ihrer Partei in Thüringen statt. Das ist kein Fehler im Terminkalender; das ist das Spielen mit Nazisymbolik, und es zeigt, …
Tilman Kuban konfrontiert die AfD mit der historischen Parallele zwischen einem historischen NSDAP-Parteitag 1926 und einem geplanten AfD-Parteitag 2026 in Thüringen.
Herr Kuban, Sie haben jetzt wieder hier auf peinliche Art und Weise versucht, uns irgendwelche Nazisymbolik ans Revers zu heften. Das ist natürlich völliger Quatsch, was Sie da erzählen. Aber möglicherweise ist Ihnen ja auch der 30. Januar als Datum in der deutschen Geschichte bekannt. Was halten Sie denn davon, dass die Bundestagspräsidentin vorgeschlagen hat, am 30. Januar nächsten Jahres …
Stephan Brandner weist den Vorwurf der Verwendung von Nazisymbolik zurück und wirft dem Sprecher Kuban diesbezüglich Unsinn vor. Anschließend kritisiert er den Vorschlag der Bundestagspräsidentin, die Wahl des Bundespräsidenten auf den 30. Januar zu terminieren.
Herr Brandner, wir können gerne über jedes Datum reden. Aber Sie wissen ganz genau, mit welch einer Symbolik Sie spielen. Sie haben diesen Parteitag ganz bewusst in Thüringen, wo Sie ja auch herkommen, geplant. Sie wissen, dass der NSDAP-Reichsparteitag zur Gründung der Hitlerjugend genau dort, nur wenige Kilometer entfernt, stattgefunden hat. Noch einmal: Dass Sie sich davon nicht distanzieren, dass …
Tilman Kuban kritisiert die AfD scharf wegen ihrer Wahl eines Veranstaltungsortes in Thüringen und stellt deren sowie der Linken politische Ansätze als einfache Ratschläge gegen komplexe Krisen dar. Er betont die Notwendigkeit europäischer Einigkeit, wirbt für Reformen zur Sicherung von Wohlstand und attribuiert diplomatische Erfolge der Bundesregierung.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Europäische Rat in der nächsten Woche hat eine toughe Tagesordnung mit vielen Punkten; es müssen viele Entscheidungen vorbereitet werden. Aber er wird darüber hinaus – und dafür bin ich dem Bundeskanzler dankbar – natürlich auch ein Ort sein, der die Gelegenheit dafür bietet, die neue Rolle der Europäischen Union in der Außen- und …
Jürgen Hardt betont die Notwendigkeit einer stärkeren außenpolitischen Rolle der EU, warnt vor Putins Versuch, Europa zu spalten, und unterstützt die Ukraine-Finanzhilfen sowie das E3-Format zur Koordination.