Zweites Gesetz zur Änderung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes
Tagesordnungspunkt 11a, Zusatzpunkt 6 · 21/83 · 11. Juni 2026
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Jeder Rechtsstaat lebt vom Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger, dass der Staat für die Rechte aller eintritt. Gleiches Recht für alle, Gleichbehandlung und, daraus abgeleitet, der Schutz vor Diskriminierung bilden hier ein wesentliches Fundament. Das anerkannte Gebot der Gleichbehandlung gilt auf europäischer Ebene und hat national in Deutschland mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz …
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Lassen Sie uns kurz erwägen, was Sklaverei bedeutet. Sklaverei ist der Zustand, in dem ein Mensch sich befindet, der im Verhältnis zu anderen Menschen nicht Subjekt ist, sondern Objekt, der rechtliche Bindungen seiner Person nicht selbst, selbstbestimmt, eingeht, sondern über den von anderen verfügt wird. Die Institution der Sklaverei ist ein Allgemeingut der Menschheit. …
Der Redner stellt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz als Angriff auf die Vertragsfreiheit dar und argumentiert, dass staatliche Regulierung im Privatrecht die Menschenwürde verletzt und in Richtung Totalitarismus führe.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Als Schutzschild gegen Diskriminierung gibt es seit 20 Jahren das AGG, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Früher konnte man in Anzeigen lesen: „Vermiete nur an Deutsche“ oder: „Suche einen jungen, dynamischen Mitarbeiter.“ All das wird heute selbstverständlich nicht mehr gemacht; weil es diskriminierend ist und das AGG davor schützt. Am Ende schützt das AGG uns alle. Denn selbst …
Carmen Wegge begrüßt die Novellierung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes nach 20 Jahren als notwendigen Schutzschild für alle Bürger und hebt dabei insbesondere die Erweiterung des Schutzes vor sexueller Belästigung sowie die Stärkung der Rechte von Frauen hervor.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleg/-innen! Liebe Gäste! Besonders möchte ich die engagierten Menschen des Bündnisses „AGG Reform – jetzt!“ begrüßen, die dieser Debatte folgen. Diskriminierung ist in Deutschland kein Einzelfall. Sie ist Alltag für viele Menschen: für die Regenbogenfamilie, die keine Wohnung findet, weil der Vermieter sagt, er wolle „echte“ Familien; für die junge Frau im Rollstuhl, die keine …
Awet Tesfaiesus kritisiert den Gesetzentwurf zur AGG-Reform als nicht weitgehend genug und macht deutliche Vorwürfe an die Union sowie die Bundesministerin aufgrund von Blockadehaltung und unzureichendem Schutz vor Diskriminierung.
Frau Präsidentin! Stellen Sie sich mal vor, Sie bewerben sich auf eine Stelle in einem jungen, dynamischen Team, sind hervorragend qualifiziert, werden aber mit 42 Jahren nicht mal zum Gespräch eingeladen, oder Sie versuchen, eine Wohnung für Ihre Familie zu finden, Ihr Nachname reicht aber aus, um aussortiert zu werden, oder Sie arbeiten als Frau erfolgreich in Ihrem Beruf und …
Der Redner betont die Wirksamkeit des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes anhand von Beispielfällen, kritisiert jedoch nach 20 Jahren bestehende Lücken beim Schutzmerkmale und bei der Rechtsdurchsetzung.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Gleichheit vor dem Gesetz und der Schutz aller Menschen vor Diskriminierung sind fundamentale Menschenrechte, die in Deutschland insbesondere durch Artikel 3 des Grundgesetzes verankert sind. Dieser Grundsatz bildete bereits vor 20 Jahren die Basis bei der Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und hat auch heute nichts von seiner Relevanz verloren. Mit den heutigen Beratungen …
Susanne Hierl betont die Notwendigkeit einer präzisen und bürokratiefreien Umsetzung von europarechtlichen Vorgaben im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und hinterfragt kritisch den Mehrwert der geplanten Schlichtungsstelle sowie weiterer Schutzlücken, während sie die Anpassung der Kirchenklausel begrüßt.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Deutschland steht am Abgrund, wirtschaftlich, finanziell und gesellschaftlich, und Sie legen uns nun eine Verschlimmbesserung und Verbürokratisierung des an sich schon gänzlich entbehrlichen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und auch der in diesem Zusammenhang entstandenen Antidiskriminierungsstelle des Bundes vor. Das geht schon meilenweit an der Realität vorbei. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist verantwortlich für Projekte wie die …
Der Redner lehnt die Novelle des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes als überflüssig und ideologisch ab und fordert stattdessen die Abschaffung dieser Institutionen.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Problem ist nicht, wie uns die AfD versucht glauben zu machen, das AGG, sondern die alltägliche Diskriminierung. Das ist der eigentliche Skandal, deshalb braucht es das AGG. Das müssen wir uns nach 20 Jahren AGG klarmachen. Wir gehen jetzt nach 20 Jahren AGG mit der Novellierung die größte Reform seit seinem Bestehen an: …
Helge Lindh befürwortet die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes als größten Schritt seit 20 Jahren und weist Kritik aus der AfD als Stimmungsmache gegen Diskriminierungsopfer zurück.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Im Koalitionsvertrag haben wir als neue Bundesregierung zwei Dinge klargestellt, nämlich zum einen, dass Benachteiligungen und Diskriminierungen Gift sind für die gesellschaftliche, aber auch für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Und die Beispiele, die die Kollegin Wegge ganz am Anfang der Debatte geschildert hat, gehen gar nicht. So etwas wollen wir in Deutschland nicht haben. …
Der Redner bejaht die Notwendigkeit von Diskriminierungsschutz, betont jedoch die Schädlichkeit von Bürokratie und Rechtsunsicherheit für die Wirtschaft. Er fordert eine maßvolle Novellierung, warnt vor verlängerten Klagefristen und kündigt Maßnahmen gegen missbräuchliche Klagen an.