Gesetz zur Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts
Tagesordnungspunkt 8a · 21/86 · 25. Juni 2026
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn wir an unser Zuhause denken, dann hat jeder und jede hier einen Ort im Kopf: die eigene Wohnung, das Haus, in dem man aufgewachsen ist, vielleicht aber auch das Drumherum – den Marktplatz, die Innenstadt, das eigene Viertel, die Lieblingsparkbank oder den Spielplatz um die Ecke. Woran wir aber nicht so …
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Immer mehr Menschen in Deutschland finden keine bezahlbare Wohnung mehr. Und wenn doch mal eine Wohnung frei wird, stehen Hunderte für eine einzige Wohnung Schlange. 1,8 Millionen Wohnungen fehlen. Das ist die größte soziale Krise in Deutschland. Das ist Ihr Wohnungsmangel, Ihre Wohnungsnot. Frau Hubertz, Sie und Ihre Genossen haben mit Ihrer Politik dafür …
Marc Bernhard kritisiert die aktuelle Wohnungskrise und wirft der aktuellen Regierung die steigenden Baukosten sowie falsche Politik vor, während er die AfD als Lösung für bezahlbaren Wohnraum darstellt.
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen! Herr Bernhard, Sie haben gerade von den Baukosten gesprochen. Ja, das stimmt. Aber vielleicht ist Ihnen ja das Sprichwort „Zeit ist Geld“ geläufig. Deswegen ist das, was wir jetzt hier mit der großen Baugesetzbuchnovelle machen, ganz zentral, um die Baukosten zu senken. Sie haben es ja zum Teil richtig beschrieben: Wenn man …
Dr. Jan‑Marco Luczak kritisiert die langen Genehmigungsverfahren und die hohen Baukosten und stellt die geplante Baugesetzbuchnovelle als zentralen Schritt vor, um den Wohnungsbau zu beschleunigen, Kosten zu senken und gleichzeitig den Bestand energetisch zu modernisieren.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Eine Sache ist klar: Für Millionen von Menschen in unserem Land ist die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung derzeit die größte Sorge. Studierende auf acht Quadratmetern, junge Paare, die ihre Familienplanung verschieben müssen, oder Rentnerinnen und Rentner, die gerne näher bei ihren Enkeln leben würden: Für diese Menschen ist die Wohnungssuche eine …
Kassem Taher Saleh kritisiert den aktuellen Gesetzentwurf zur Modernisierung des Städtebau‑ und Raumordnungsrechts, weil er weder bezahlbaren Wohnraum schafft, soziale Quoten und Umweltstandards vernachlässigt, demokratische Mitbestimmung schwächt und Migranten fälschlich verantwortlich macht; er fordert mehr Bestandsausbau und eine sozial‑ und umweltgerechte Wohnpolitik.
Vielen Dank, Herr Präsident. – Meine sehr verehrten Damen! 36 Grad, und es wird noch heißer. Die Bundesregierung sagt: „Bauen, bauen, bauen.“ Irgendwer muss doch mal aufwachen, dass das der falsche Weg ist. Wir haben eine Klimakrise. Die Bauindustrie, die gesamte Bauwirtschaft weltweit, trägt zu 40 Prozent der CO2-Emissionen bei. Wenn wir umsteuern wollen, dann kann sich der Bausektor halt …
Katalin Gennburg kritisiert die aktuelle Baupolitk der Bundesregierung, verweist auf die Klimakrise und fordert stattdessen Mietendeckel und Regulierung statt Neubau, um die Wohnungskrise zu lösen.
Vielen Dank, Frau Gennburg, dass Sie die Frage zulassen. – Es hat mich ein bisschen irritiert, dass Sie gesagt haben, wir sollen jetzt endlich mal regulieren, damit wir die Wohnungskrise in den Griff bekommen. Sie sind eine Abgeordnete, die sich mit den Themen beschäftigt. Deswegen gehe ich davon aus, dass Sie die Studienlage kennen, die nämlich sehr eindeutig ist: dass …
Dr. Luczak kritisiert die Forderung nach mehr Regulierung im Wohnungsmarkt, argumentiert anhand des Berliner Mietendeckels, dass Regulierung das Wohnungsangebot reduziert, und wirft der Gegenseite populistische Motive und Angstschürfung vor.
Okay. – Herr Luczak, wir werden uns ja nicht einig in der Sache, und wir streiten uns jetzt schon ewig über die Studien, die Sie in Auftrag geben und die wir in Auftrag geben. Das ist leider ein bisschen blöd. Ich will Ihnen aber trotzdem reinen Wein einschenken in der Frage, wie das öffentliche Recht genutzt werden kann, um die …
Katalin Gennburg fordert eine stärkere öffentliche Regulierung des Wohnungsmarktes – von einem erweiterten Sicher-Wohnen-Gesetz über die Wiederherstellung des Vorkaufsrechts bis zu mehr Bürgerbeteiligung und einer erneuten Vermögensteuer – um leerstehende und spekulativ vermietete Wohnungen zurück in den sozialen Wohnungsbestand zu holen.
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist in weiten Teilen unseres Landes aktuell extrem schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden; da sind wir uns hier einig. Für die persönliche Situation von vielen Menschen in unserem Land heißt das: Sie leben in Angst vor der nächsten Mieterhöhung, und an einen freiwilligen Umzug, um näher am Arbeitsplatz zu leben oder um …
Der Redner fordert, die Wohnungskrise durch eine gesetzliche Priorisierung des Wohnungsbaus, beschleunigte und digitalisierte Planungsprozesse sowie reduzierte Öffentlichkeitsbeteiligung zu lösen.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Diese BauGB-Novelle – Frau Hubertz, Sie nennen sie „Upgrade“ – steht exemplarisch für Ihr politisches Versagen. Sie doktern einfach weiterhin an den Symptomen herum und verschweigen allen konsequent die wahren Ursachen, die man angehen müsste, um die wirklichen Probleme der Wohnungsnot hier im Land zu lösen. Ich werde Ihnen das gleich noch genauer erklären. …
Carolin Bachmann kritisiert das geplante BauGB‑Upgrade als symptomorientiertes politisches Versagen und behauptet, die eigentlichen Ursachen der Wohnungsnot seien Migration, steigende Baukosten und fehlende Rentabilität, nicht die aktuellen Regelungen.
Vielen Dank, Frau Bachmann. – Ich habe tatsächlich noch nie der AfD eine Zwischenfrage gestellt. Aber ich glaube, es wäre jetzt wirklich mal an der Zeit, weil Sie immer wiederholen, dass die Migration das Problem der Wohnraumkrise befördern würde. Ich halte das wirklich für zutiefst rassistisch und kann da leider nicht immer einschreiten. Aber jetzt ist vielleicht der richtige Zeitpunkt, …
Katalin Gennburg kritisiert die AfD dafür, Migration als Ursache der Wohnraumkrise darzustellen, und weist mit Zahlen auf massive Leerstände von Wohnungen und Büroflächen hin, um die Behauptung zu widerlegen.
Liebe Frau Gennburg, ich erkläre es Ihnen gern in aller Kürze. Die Ursachen für die leerstehenden Büro- und Gewerbeflächen in Deutschland, die Sie ja bebauen wollen oder zum Wohnen nutzen wollen, die liegen ganz einfach im wirtschaftlichen Niedergang in Deutschland. Die liegen in der Deindustrialisierung in Deutschland. Das ist dort die Ursache. Der Grund für die Baukosten? Ich weiß nicht, …
Bachmann wirft den wirtschaftlichen Niedergang, die Deindustrialisierung und die illegale Zuwanderung als Hauptursachen für leerstehende Gewerbeflächen und die Wohnungsnot und fordert strengere Migrationskontrollen sowie ein deutschlandweites Milieuschutzgebiet, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Nein, nein. Ich würde nur gern aussprechen. Sie meinten ja, Sie wären nett. Und es wäre nett, wenn Sie mich aussprechen lassen würden. Migrantinnen und Migranten haben das Land aufgebaut. Migrantinnen und Migranten sind auf den Baustellen unterwegs. Migrantinnen und Migranten gibt es in allen Sektoren in unserem Land. Migrantinnen und Migranten schießen sogar Tore bei der Weltmeisterschaft für die …
Der Redner betont die vielfältigen Beiträge von Migrantinnen und Migranten zum deutschen Aufbau und fordert die Gegenpartei auf, diese Leistungen anzuerkennen.
Herr Taher Saleh, ich kann Ihnen nur empfehlen, bei all unseren Reden und Anträgen einfach mal genauer zuzuhören. Wir als AfD schätzen die Arbeitsleistung von Migranten und von Fachkräften, die wir aktuell und in der Vergangenheit in unserem deutschen Vaterland haben, die wir zum Beispiel in der DDR und auch in der BRD ausgebildet haben, die teilweise hiergeblieben sind und …
Carolyn Bachmann betont, dass legale Fachkräfte aus dem Ausland geschätzt werden, aber illegale Migration das Sozialsystem und den Wohnungsmarkt belastet, und kritisiert das aktuelle Wohnungsbaugesetz als ineffektiv, während sie eine Begrenzung der Zuwanderung, Grenzsicherung und steuer- sowie energetische Entlastungen als Lösung vorschlägt.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir beraten heute das Baugesetzbuch, und darauf möchte ich auch wieder zurückkommen. Wir regeln im Baugesetzbuch keine Preise, Frau Bachmann, wir regeln dort auch keine Kredite, wir regeln das Baurecht. Wir wollen, dass Bauen schneller wird, dass Bauen einfacher wird. Und wenn ich bauen will, brauche ich Baurecht. Wir sind …
Der Redner fordert eine Beschleunigung und Vereinfachung des Baurechts durch das neue Baugesetzbuch, um mehr Wohnungsbau, Sanierung und erneuerbare Energien zu ermöglichen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Im letzten Jahr hat die Bundesregierung hier mit viel Getöse den sogenannten Bauturbo verabschiedet. Und weil Sie damals schon gemerkt haben, dass das nicht reichen wird, haben Sie stets hinterhergeschoben: Die große Reform des Baugesetzbuches kommt erst noch. – Aber von der „großen Reform“ redet hier mittlerweile …
Sie kritisiert die aktuelle Baugesetz‑Reform als oberflächlich, fordert eine umfassende, sozial‑ökologische Neugestaltung des BauGB sowie eine Stärkung kommunaler Planungs‑ und Beteiligungsrechte.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Am Ende einer solch wichtigen Debatte, wie ich finde, kann man auch immer darauf gucken, was gesagt und was noch nicht gesagt wurde. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht: Mir geht es in baupolitischen Debatten oft so, dass viele Dinge immer wiederkehren. Da muss ich sagen: Sie, die Kollegen von der …
Frau Limbacher kritisiert die AfD dafür, dass sie allein auf Abschiebungen setzt, anstatt die echten baulichen Probleme wie hohe Kosten, Bürokratie und Fachkräftemangel zu lösen, und betont die Wichtigkeit von Zuwanderung für die Bauwirtschaft.
Wir sind uns doch einig, dass wir eine riesige Wohnungsnot in unserem Land haben und dass dies eine der größten sozialen Krisen unseres Landes ist. Jetzt frage ich Sie ernsthaft – das hatte ich ja vorher in meiner Rede auch angesprochen –: Was beinhaltet diese Baugesetzbuchnovelle, um irgendetwas, aber auch nur irgendetwas an den Ursachen der Wohnungsnot zu ändern? Sie …
Marc Bernhard kritisiert, dass die geplante Baugesetzbuchnovelle nichts zur Senkung der Baukosten und zur Behebung der Wohnungsnot beiträgt, und wirft stattdessen Maßnahmen wie die Abschaffung der CO2‑Steuer und die Begrenzung von Zuwanderung als Lösung ein.
Herr Kollege, ich bin Ihnen sogar dankbar für die Frage, weil sie offenbart, dass Sie weder den Gesetzentwurf gelesen noch offenkundig nur eine Minute hier zugehört haben. Es ist die größte BauGB-Novelle, die es in diesem Land seit vielen, vielen Jahren gegeben hat. Das machen wir nicht aus Spaß, sondern weil wir die Baukosten nach unten bringen wollen. Wir machen …
Esra Limbacher argumentiert, dass die umfangreiche Novelle des Baugesetzbuches durch weniger Bürokratie und verkürzte Planungszeiten die Baukosten langfristig senken wird, und kritisiert die Kompetenz ihrer Gegenpartei.
Diesmal nicht. Ich glaube, wir haben schon genug darüber geredet, Frau Bachmann. Sie hatten ja auch eine sehr, sehr lange Redezeit. Das Baugesetzbuch, liebe Kolleginnen und Kollegen, betrifft alle Menschen in diesem Land. Wenn Sie selbst bauen, wenn Sie zur Miete wohnen oder wenn Sie bei 40 Grad Celsius, wie heute, durch einen kühlen Park spazieren: Dieses Gesetz ist die …
Esra Limbacher fordert die Modernisierung des Baugesetzbuches und betont die Stärkung des Vorkaufsrechts für Kommunen, um Verwahrlosung und kriminelle Vermietermachenschaften zu beenden, und dankt der Koalition für ihr gemeinsames Vorgehen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Zu dem Antrag der Linken zur kooperativen Stadtentwicklung, ja, was soll ich dazu sagen? Das ist Doppelmoral in Reinkultur. Auf der einen Seite fordern Sie Bürokratieabbau, und auf der anderen Seite fordern Sie eine Beteiligung aller Bürger vor Eintritt in die Bauleitplanung – und das für alle Bauleitplanungen. Da frage ich …
Scheurell kritisiert die Anträge der Linken und den Gesetzentwurf der Bundesregierung als widersprüchlich und realitätsfern und fordert die Rückkehr von Handwerk, Einzelhandel und Arbeitsplätzen in die Innenstädte, um diese zu beleben.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir beraten hier heute den Gesetzentwurf zur Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts; das ist ja auch entsprechend ausgewiesen. Mit diesem Gesetzentwurf setzen wir zentrale Vorhaben in Sachen Raumordnung um, die wir im Koalitionsvertrag festgeschrieben haben. Ich gucke auf meine Arbeitsgruppe; da bin ich zuständig für das …
Axel Knoerig befürwortet den Gesetzentwurf zur Modernisierung des Städtebau‑ und Raumordnungsrechts, indem er begrenzte Fläche effizienter nutzen, Wohnungsnot durch grenzüberschreitende Planung mildern, Krisen‑ und Rohstoffsicherheit stärken und die Rechtssicherheit von Regionalplänen verbessern will.
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Heute beraten wir einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts sowie einen Antrag der Linksfraktion zur sogenannten „kooperativen Stadtentwicklung“. Beide Vorlagen unterscheiden sich im Detail, weisen aber eine gemeinsame Richtung auf: mehr Steuern, mehr Vorgaben und mehr Einfluss zentraler Akteure auf die Entwicklung unserer Städte und Gemeinden. Der Gesetzentwurf …
Der Redner kritisiert den Gesetzentwurf zur Modernisierung des Städtebau‑ und Raumordnungsrechts und den Linksparteiantrag, weil sie seiner Ansicht nach die Bürokratie, zentrale Vorgaben und Eingriffe in den Grundstücksmarkt erhöhen und die kommunale Freiheit schwächen; er fordert stärkere Kommunen, verlässliche Eigentumsrechte und weniger Beteiligungsregelungen.