Organisierten Wissenschaftsbetrug unterbinden - Qualität und Transparenz in der Forschung sichern
Tagesordnungspunkt 16 · 21/86 · 25. Juni 2026
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wissenschaft lebt von der Suche nach Wahrheit. Sie lebt davon, dass Ergebnisse überprüfbar, nachvollziehbar und belastbar sind. Deshalb schaden gefälschte Studien, manipulierte Veröffentlichungen oder sogenannte Paper Mills nicht nur der Wissenschaft selbst, sondern sie beschädigen auch das Vertrauen der Bürger in Forschung, Politik und unsere Institutionen. Deshalb müssen wir darüber sprechen; denn …
Bouffier betont, dass wissenschaftliche Integrität das Fundament für gesellschaftlichen Fortschritt sei, und lehnt staatliche Kontrollinstanzen zur Betrugsbekämpfung ab. Stattdessen plädiert er für mehr Forschungsfreiheit, Transparenz und die Stärkung institutioneller Rahmenbedingungen durch die Bundesregierung, während er den Antrag der AfD als politische Einflussnahme kritisiert.
Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wunderbar, dass wir heute anlässlich unseres Antrags, den wir in Plenum und Ausschuss eingebracht haben, endlich über dieses Thema hier im Plenum sprechen – nach vielen Schrottstudien und wahnsinnigen Verschmelzungen politischer Beratung mit sogenannter Wissenschaft. Und dann stellen Sie sich hierhin und sagen: Ja, wir machen. – Ich lese Ihnen mal vor, …
Nicole Höchst kritisiert die Unzuverlässigkeit wissenschaftlicher Studien, die als Grundlage für politische Entscheidungen dienen, und wirft anderen Parteien vor, sich auf gefälschte oder ideologisch beeinflusste Forschung zu stützen. Sie fordert die Einrichtung einer unabhängigen Prüfstelle zur Qualitätssicherung, um politischen Entscheidungen eine solidere Basis zu geben.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Besucherinnen und Besucher, schön, dass Sie da sind! Ich frage mich, wie Sie sich gerade fühlen, nachdem Sie die letzte Rede gehört haben. – Frau Höchst, ich habe nachgelesen, was die von Ihnen vorgeschlagene Stelle tun soll. Und genau deshalb habe ich folgende Rede geschrieben. Was in diesem AfD-Antrag gefordert wird, …
Maja Wallstein lehnt den AfD-Antrag zur Einrichtung einer staatlichen Prüfungsstelle für Wissenschaft ab, da dies die Wissenschaftsfreiheit gefährde und an staatliche Lenkungsmechanismen der DDR erinnere. Sie plädiert für die Selbstverwaltung der Wissenschaft und fordert im Gegenzug eine Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit der AfD.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Dass ausgerechnet die AfD jetzt für Wissenschaftsintegrität eintreten will, während sie pseudowissenschaftliche Positionen vertritt, klingt wie ein schlechter Scherz. Wissenschaft lebt von Vertrauen, dem Vertrauen darauf, dass Ergebnisse sauber erarbeitet und nachvollziehbar sind. Ja, es gibt unseriöse Publikationspraktiken. Ursache sind falsche Anreizsysteme, Publikationsdruck und Drittmittelabhängigkeit. Wer im Wissenschaftssystem Erfolg haben will, muss publizieren oder …
Die Rednerin weist den Antrag der AfD zur Sicherung von Wissenschaftsintegrität zurück, wirft ihr vor, Wissenschaft politisch instrumentalisieren zu wollen, und verteidigt bestehende Selbstreinigungsmechanismen der Wissenschaft.
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Zuhörende! Die AfD will heute etwas gegen Wissenschaftsbetrug machen – ich würde ja lachen, wenn die Sache nicht so ernst wäre –, die AfD, die an vorderster Front steht, wenn es um Wissenschaftsfeindlichkeit geht. Egal bei welchem Thema, die AfD brüllt unwissenschaftlichen Müll und rennt jeder noch so seltsamen Meinung hinterher, wenn sie glaubt, dass es …
Die Rednerin attackiert die AfD scharf als wissenschaftsfeindlich und demokratiegefährdend, fordert deren Widerstand und ein Parteiverbot, und schlägt anschließend strukturelle Verbesserungen wie sichere Arbeitsbedingungen und öffentliche Wissenschaftsverlage vor, um Qualität in der Forschung zu sichern.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Deutschland verfügt über ein international anerkanntes und hoch angesehenes, leistungsfähiges und vernetztes Wissenschaftssystem. Hierauf können wir zu Recht stolz sein. Genauso stolz können wir auf die verfassungsrechtlich garantierte Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre sein, die in Artikel 5 unseres Grundgesetzes verankert ist. Unsere Hochschulen und Universitäten bilden …
Der Redner verteidigt das deutsche Wissenschaftssystem gegen Angriffe der AfD und betont dessen hohe Qualität und Freiheit, während er argumentiert, dass das Problem der 'Paper Mills' durch Selbstregulierung der Wissenschaft und nicht durch politische Eingriffe gelöst werden sollte.
– bitte nicht –, was ihrer totalitären Ideologie entgegenstehen könnte. Wissenschaftliche Erkenntnisse, die Ihnen nicht passen, sollen nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Personen, die nicht Ihrer Meinung sind, werden durch Vertreter Ihrer Partei und Ihrer Social-Media-Bubble systematisch öffentlich diskreditiert. Sie veranstalten digitale Hetzjagden auf Andersdenkende und fürchten den freien Geist der Wissenschaft. Sie sind der Wolf im Schafspelz, wenn …
Der Redner wirft der politischen Gegenseite vor, unter dem Deckmantel des Wissenschaftsschutzes eine totalitäre Ideologie zu verfolgen, unliebsame Forschungsergebnisse zu unterdrücken und Andersdenkende zu diskreditieren.
Herr Kollege, Ihre Ausführungen, dass Wissenschaft sich selbst kontrolliert, und auch, wie Sie für die Wissenschaft und die Wissenschaftsfreiheit einstehen, finde ich top. Das alles kann ich unterschreiben. Da Sie und die Union ein ganz großer Verfechter dessen sind: Die Plagiatsjäger in Österreich haben ja nachgewiesen, dass 52 Prozent der Doktorarbeit von Herrn Voigt, Ministerpräsident in Thüringen, mit Plagiaten gespickt …
Der Redner schließt zunächst den Ausführungen zur Wissenschaftsfreiheit an, konfrontiert den Kollegen der Union jedoch mit dem Fall von Herrn Voigt, den er als Ministerpräsidenten bezeichnet und dem er umfangreiche Plagiate vorwirft, um ihn zum Rücktritt aufzufordern.
Vielen Dank für die Frage, die den heutigen Abend noch weiter in die Länge zieht. – Als Erstes: Ich bin Mitglied der CSU und nicht der CDU. Aber wir sind ja Geschwisterparteien. Insofern kann man schon mal darüber hinwegsehen. Sie geben hier jetzt ein Paradebeispiel für Whataboutism ab. Wenn Sie ein Doktorand bei mir wären, würde ich wirklich sagen: Setzen, …
Der Redner korrigiert seine Parteizugehörigkeit, wirft dem Vorredner Whataboutism vor und kritisiert dessen Vorgehen als wissenschaftsferne Hetze und Verunglimpfung.
Werte Präsidentin! Frau Ministerin! Meine Damen und Herren! Wer heute politische Entscheidungen treffen will, beruft sich fast reflexartig auf „die Wissenschaft“. Mit diesem Satz werden Milliardenprogramme beschlossen, in Grundrechte eingegriffen und ganze Wirtschaftszweige lahmgelegt. Doch Wissenschaft ist keine Religion. Wissenschaft lebt von Zweifel und von Überprüfung. Wissenschaft ohne Kritik ist unwissenschaftlich, meine Damen und Herren. Wissenschaftsbetrug kann nicht nur durch …
Der Redner kritisiert die unkritische Nutzung von wissenschaftlichen Studien für politische Entscheidungen und sieht im Peer-Review-System systemische Mängel durch Abhängigkeiten. Er fordert die Einrichtung einer unabhängigen Prüfstelle, um die Qualität politisch relevanter Forschung sicherzustellen.
Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Werte Damen und Herren! Frau Höchst, Sie haben hier am Pult von, ich glaube, 70 000 gefälschten Publikationen gesprochen. Man muss natürlich die Gesamtzahl an Publikationen dazu in Relation setzen. Weltweit sind es etwa 6 Millionen Publikationen pro Jahr – die Zahl variiert natürlich etwas –, die veröffentlicht werden. 70 000 davon sind 1,17 Prozent. …
Die Rednerin relativiert das Ausmaß von Wissenschaftsbetrug, wehrt sich gegen staatliche Kontrollinstanzen als Eingriff in die Wissenschaftsfreiheit und plädiert für eine Selbstreinigung des Wissenschaftssystems durch die Reduzierung des Publikationsdrucks.