Einsetzung einer Enquete-Kommission "Informations- und Kommunikationsordnung des 21. Jahrhunderts"
Tagesordnungspunkt 23 · 21/89 · 9. Juli 2026
Hochverehrtes Präsidium! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Willkommen im Jahr 2026! Willkommen in der digitalen Welt! Es ist schon bemerkenswert, dass ich so beginne. Unsere bestehende Medienordnung stammt wörtlich aus dem letzten Jahrhundert. Es gab damals wenige Fernsehsender, wenige Radioprogramme, knappe Sendefrequenzen, also enorme Eintrittshürden. Ein sehr begrenzter, kleiner Kreis an professionellen Medien entschied, welche Informationen überhaupt in die …
Der Redner kritisiert die veraltete öffentlich-rechtliche Medienordnung und fordert die Einrichtung einer Enquete‑Kommission, um eine zeitgemäße Informations‑ und Kommunikationsordnung zu schaffen, die die Meinungsfreiheit im digitalen Zeitalter schützt.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich finde es, Herr Renner, ja bemerkenswert, dass bei Ihrem eigenen Antrag Ihre Fraktion hier so gut wie gar nicht präsent ist Es scheint daran zu liegen, dass Sie 2022 schon mal exakt den gleichen Antrag hier im Deutschen Bundestag gestellt haben. Den haben wir auch …
Dr. Hoppenstedt lehnt den Antrag der AfD zur Einrichtung einer Enquete‑Kommission zur Informations‑ und Kommunikationsordnung ab und begründet dies mit fehlender Gesetzgebungskompetenz der Länder sowie mit einer moralischen Einschätzung, dass die AfD die staatlichen Institutionen diffamieren will.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Freie und unabhängige Medien sind eine tragende Säule der Demokratie. Sie informieren, ordnen ein, kontrollieren staatliches Handeln. Sie ermöglichen den öffentlichen Diskurs und sind Grundlage für die Meinungsbildung. Gerade in Zeiten der Desinformation und des digitalen Wandels sind sie wichtiger denn je. Deshalb braucht es eine Medienpolitik, die auf Vertrauen in …
Awet Tesfaiesus kritisiert den Vorstoß der Bundesregierung, das Informationsfreiheitsgesetz zu schwächen, weil dies die Pressefreiheit und Transparenz gefährde, und fordert stattdessen stärkere, verlässliche Auskunftsrechte für Journalistinnen und Journalisten.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Im vorliegenden Antrag werden eine Menge Fragen zu Medien und Medienkonsum aufgerufen, die sie in einer Enquete-Kommission diskutieren wollen. Und ja, man kann natürlich auch monatlich in einem weiteren Gremium über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sprechen – über dessen Auftrag, über die Finanzierung, die Programmgestaltung, europäische Regulierung bei digitalen Dienstleistungen, über Trimedialität oder …
Holger Mann kritisiert den Antrag auf eine Enquete‑Kommission zur Informations‑ und Kommunikationsordnung, weil die Aufgaben bereits von Landesbehörden und Gerichten erledigt werden und weil er ihn als Teil einer AfD‑Kampagne zur Delegitimierung des öffentlich‑rechtlichen Rundfunks ansieht.
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Über den Ladenhüter der AfD, eine Enquete-Kommission zur Medienordnung und zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk einzusetzen, musste der Bundestag das letzte Mal im November 2022 debattieren – es wurde schon erwähnt. Inhaltlich hat sich seitdem allerdings wenig verändert. Aber dieses Mal versuchen Sie es zur Abwechslung wenigstens einmal mit pseudoakademischer Sprache. Sie schwadronieren über die …
Der Redner kritisiert die aktuelle Medienordnung, insbesondere den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, und fordert Reformen sowie den Erhalt einer gemeinwohlorientierten, digitalen Infrastruktur.
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich weiß ja nicht, ob man in den Unterlagen nachschauen kann. Aber die AfD hat sich bei ihrem Antrag wahrscheinlich gedacht: Wir machen es so wie bei einem guten Wein. Wir lassen ihn einfach mal ein bisschen liegen, der wird schon irgendwann mal; dann holen wir ihn wieder aus der Schublade …
Frieser kritisiert den AfD‑Antrag zur Einrichtung einer Enquete‑Kommission, verteidigt die verfassungsrechtlich gesicherte Finanzierung des öffentlich‑rechtlichen Rundfunks und fordert politischen Willen für eine offene, praxisorientierte Medienpolitik. Er bezeichnet die Position der AfD als inhaltsleer und warnt vor falschen Darstellungen zum Rundfunkbeitrag.
Liebe Bürger! Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Das Thema öffentlich-rechtlicher Rundfunk bewegt sehr viele Menschen. Sie sind zu Recht unzufrieden mit einem extrem teuren Rundfunk, den wir alle finanzieren müssen und der gleichzeitig oftmals unausgewogen berichtet. Wenn über 40 Prozent der Bürger dem ÖRR nicht mehr über den Weg trauen, dann ist klar: Wir müssen die Dinge ändern, und …
Der Redner kritisiert die hohen Kosten und die angebliche politische Voreingenommenheit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und kündigt an, bei einer künftigen Amtsübernahme in Mecklenburg‑Vorpommern den NDR‑Rundfunkstaatsvertrag zu kündigen und das System zu reformieren.
Vielen Dank. – Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Besucherinnen und Besucher, schön, dass Sie da sind. Ich kann Ihnen sagen: Mein Eindruck ist, die AfD spricht von „unausgewogen“, aber sie meint „unangenehm“. Herr Holm, kann es vielleicht daran liegen, dass Sie so sehr gegen unabhängige Medien sind, weil die Medien eben berichten, dass einer Ihrer Kommunalpolitiker …
Frau Wallstein kritisiert die AfD dafür, Medienunabhängigkeit zu delegitimieren und gleichzeitig unbequeme Berichterstattung zu beanstanden, wobei sie die Äußerungen eines AfD‑Politikers zu einer angeblichen Verbotspolitik gegen linke Parteien anführt.
Ich beende erst mal. Er kann sich danach gerne noch mal dazu äußern. Ich möchte es gerne ausführen. Hören Sie erst mal zu, vielleicht hilft Ihnen das dann. Oder liegt es daran, dass die Medien darüber berichten, dass Ihre Erzählung, dass Ihnen angeblich wegen Ihrer AfD-Mitgliedschaft beim lokalen Radiosender gekündigt wurde, erfunden war? Oder liegt es daran, dass sie berichten, …
Maja Wallstein kritisiert die AfD für ihr angebliches KI‑gestütztes Manipulationsprojekt und wirft ihr dabei Heuchelei und Verstöße gegen demokratische Grundsätze vor.
Vielen Dank für das Wort, Frau Präsidentin. – Liebe Kollegin Wallstein, ich hatte mir gewünscht, dass Sie ein bisschen mehr zum Thema reden – das ist ein wirklich wichtiges Thema – und hier nicht mit persönlichen Vorwürfen um die Ecke kommen, die jeder Grundlage entbehren. Da geht es allein schon um die Kündigung meines Vertrages, die Sie angesprochen haben. Die …
Leif-Erik Holm wirft seiner Kollegin persönliche Angriffe und falsche Behauptungen vor, verteidigt die Kündigung seines Vertrags und bezeichnet die Antifa als terroristische Vereinigung, die verboten werden muss. Er macht die Bundesregierung für Sicherheitsmängel verantwortlich und verspricht, dass die AfD die Sicherheit im Land gewährleisten wird.
Frau Präsidentin, vielen Dank. – Ich verstehe vollkommen, dass Sie die unabhängigen Medien unseres Landes angehen, die über Ihre Widersprüche inhaltlicher Natur, aber vor allem auch über die zahlreichen Skandale Ihrer Mandatsträgerinnen und Mandatsträger berichten. Ich verstehe, dass Ihnen das unangenehm ist. Und ehrlich gesagt: Ich habe dafür Verständnis. Es gibt viele Dinge, die auch wir kritisch sehen; gar keine …
Sie verteidigt die Unabhängigkeit der Medien, kritisiert die pauschalen Angriffe ihres Gegenübers und ruft die Wähler in Mecklenburg‑Vorpommern auf, Manuela Schwesig zu wählen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir diskutieren hier über die Medienordnung der Zukunft. Was ist denn die größte Bedrohung für die Unabhängigkeit der Medien in Deutschland? Die AfD behauptet, es sei der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Das ist natürlich völliger Quatsch. Verlage, Journalistinnen und Journalisten und Medienschaffende geben eine andere Antwort: Die größte Bedrohung für die Unabhängigkeit der Presse …
Dr. Anna Lührmann kritisiert die Abhängigkeit der deutschen Medien von großen Digitalkonzernen, fordert eine Digitalabgabe und den Ausbau einer Open‑Social‑Web‑Alliance, um die Unabhängigkeit von Journalismus und Demokratie zu sichern.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir sind in der letzten Sitzungswoche vor einer Landtagswahl, und natürlich macht die AfD die Öffentlich-Rechtlichen noch einmal zum Thema. Um es direkt zu sagen: Mit diesem Antrag streuen Sie den Menschen Sand in die Augen; denn der Bundestag kann nicht in die Kompetenzen der Länder eingreifen. Dafür hätte schon ein kurzer …
Dr. Ottilie Klein lehnt den AfD‑Antrag zur Einrichtung einer Enquete‑Kommission zur Informations‑ und Kommunikationsordnung ab und argumentiert, dass der Bundestag hierfür keine Zuständigkeit besitzt und das Vorhaben ein politisches Manöver der AfD sei.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Gäste und Zuschauer an den heimischen Empfangsgeräten! Ich erinnere mich gerne an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in meiner Kindheit. Drei Fernsehsender – ARD, ZDF, NDR – und eine Handvoll Radiosender sorgten für eine Versorgung mit Nachrichten, Dokumentationen, Serien, Filmen, und alle paar Jahre gab es die Fußballweltmeisterschaft. Kritik an den …
Sven Wendorf fordert die Einsetzung einer Enquete‑Kommission, um die Medienordnung und den öffentlich‑rechtlichen Rundfunk an die digitalen Realitäten des 21. Jahrhunderts anzupassen, da er die aktuelle Finanzierung und Programmgestaltung als ineffizient, einseitig und nicht mehr zeitgemäß kritisiert.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die AfD beantragt die Einsetzung einer Enquete-Kommission zur Zukunft der Medienordnung und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Es ist schon ein paarmal gesagt worden: Dieser Antrag ist nicht neu. Er ist von 2022 – ein bisschen neu lackiert. 2022 war die Sprache noch ein bisschen gröber. Es waren …
Der Redner lehnt den AfD‑Antrag auf Gründung einer Enquete‑Kommission ab, verteidigt die bestehende Medienordnung und den öffentlich‑rechtlichen Rundfunk und fordert Transparenz, faire Plattform‑Regeln und eine starke, staatsferne Medienlandschaft.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ein Aspekt kam bisher etwas zu kurz, nämlich das Treiben der auch aus Zwangsgebühren finanzierten 14 Landesmedienanstalten, deren Aufgabe es eigentlich ist, die Vielfalt der Medienangebote und der Meinungen zu sichern, die Medienfreiheit zu schützen und Privatsender zu beaufsichtigen. Damit, sollte man meinen, wären diese Anstalten ausgelastet. Aber seit ein paar Tagen können wir …
Der Redner wirft den Landesmedienanstalten vor, mittels KI‑gestützter Systeme Bürger zu überwachen, Daten an Inlandsgeheimdienste weiterzugeben und freie Meinungsäußerung zu unterdrücken, und fordert deren Abschaffung.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Wie mit den grundlegenden Veränderungen in der Medienlandschaft in Zukunft umgegangen werden muss, ist sicherlich eine der großen gesellschaftlichen Fragen. Ich muss sagen, dass ich manche Grunddiagnosen, die in dem Antrag formuliert sind, sogar teile, teilweise auch den Aufgabenkatalog, was eine mögliche Enquete-Kommission machen sollte. Wenn man jetzt mal davon absieht – …
Pascal Reddig kritisiert die AfD‑Vorstellungen zur Enquete‑Kommission und verteidigt den öffentlich‑rechtlichen Rundfunk, indem er gerichtliche Urteile, Vertrauensstudien und die demokratische Funktion des Senders anführt.
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Vielen Dank, Herr Kollege, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Sie haben ja gerade gesagt, dass das Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk groß sei. Die moderne Technik macht es möglich, das mal nachzuprüfen. Es gibt repräsentative Studien dazu, beispielsweise von Media Tenor; „Die Welt“ berichtete darüber. Demnach gaben nur 31 Prozent der Befragten an, dass …
Der Redner kritisiert die geringe Vertrauensbasis von nur 31 % in ARD und ZDF und stellt die Legitimität des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der durch Zwangsgebühren finanziert wird, in Frage.
Sie haben gerade eine Studie zitiert. Ich habe darauf hingewiesen, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in jeder Studie das größte Vertrauen der Menschen erhält, wenn es um die Frage geht, welchen Medien sie vertrauen. Das mag Ihnen nicht gefallen, aber es ist so; das ist die Faktenlage. Und wissen Sie, was Vertrauen schafft? Wenn man ehrlich mit den Menschen umgeht. Mit …
Der Redner verteidigt den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, betont das hohe Vertrauen der Bevölkerung und die verfassungsrechtliche Grundlage des Rundfunkbeitrags. Gleichzeitig kritisiert er die AfD‑Vorschläge, Rundfunkverträge zu kündigen und den Beitrag abzuschaffen, und wirft ihnen Irreführung sowie fehlende Ersatzlösungen vor.