Echte Perspektiven statt Kettenbefristungen - Gute Arbeitsbedingungen für gute Wissenschaft
Tagesordnungspunkt 12a · 21/89 · 9. Juli 2026
Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Während die Bundesregierung vom Gesundheits- über den Bildungsbereich bis hin zum Sozialen wirklich alles zusammenkürzt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, hat sie zumindest mal die Forschung zu einem wichtigen Zukunftsfeld erklärt. Hier soll sich Deutschland profilieren und zur Weltspitze aufschließen. Forschung und Innovation, das ist einer der wenigen Bereiche, in den diese …
Nicole Gohlke kritisiert die prekäre Situation von Wissenschaftler*innen in Deutschland, insbesondere Befristungen und Unsicherheit, und fordert eine Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, um stabile Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich versuche mal, ein bisschen die Emotionalität aus der Debatte wieder herauszunehmen. Wenn man die Anträge der Linken und der Grünen liest, dann fällt vor allen Dingen eines auf: Beide eint die Vorstellung, dass bessere Wissenschaft vor allem durch mehr gesetzliche Vorgaben entsteht: mehr staatliche Steuerung, mehr Detailregelungen, mehr Eingriffe in die …
Der Redner kritisiert die Vorhaben der Linken und Grünen nach mehr gesetzlicher Steuerung der Wissenschaft und plädiert für Freiheit, Wettbewerb und flexible Personalpolitik, während er die geplanten Verbesserungen des WissZeitVG zur Planbarkeit unterstützt.
Herr Präsident! Werte Damen und Herren! Ja, wir als Alternative für Deutschland sind daran interessiert, dass Forschung und Lehre verbessert, dass junge Wissenschaftler gefördert werden. Was Grüne und Linke im vorliegenden Antrag zu Arbeitsverträgen fordern, ist aber ein „Wünsch dir was“-Luftschloss: Langzeitbeschäftigung für Studenten, Sechsjahresverträge für Doktoranden und Dauerstellen für fast jeden. All die neuen Stellen, die Förderprogramme, die Bürokratie …
Dr. Ingo Hahn kritisiert den Gesetzentwurf der Grünen und Linken, der längerfristige Beschäftigungsverhältnisse für Nachwuchswissenschaftler vorsieht, und warnt vor den finanziellen Folgen für die Steuerzahler, wobei er die traditionelle deutsche Forschungsfreiheit verteidigt.
Vielen Dank. – Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Damen und Herren! Im technologischen Fortschritt liegt die Zukunftsfähigkeit dieses Landes. Dafür braucht es kluge Köpfe, und wir wollen die besten Talente heben und fördern. Wir wollen sie halten und auch gewinnen. Was es dafür nicht braucht, ist ein System, das den Wunsch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, in ihrem Metier forschen, arbeiten …
Dr. Carolin Wagner kritisiert das aktuelle befristete Wissenschaftssystem als ausbeuterisch und fordert grundlegende Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, während sie die Vorschläge der Linken, AfD und Grünen als unpraktisch bzw. überflüssig einordnet.
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! 90 Prozent befristete Verträge im Mittelbau, ein Durchschnittsalter von 42 Jahren bis zur Erstberufung auf eine Professur: Die klassische Postdocbiografie in Deutschland ist eine Aneinanderreihung von Kettenverträgen, existenzieller Unsicherheit und einer Lebensplanung in der permanenten Warteschleife. Das sind keine Bedingungen für wissenschaftliche Bestleistungen, sondern das ist ein Standortnachteil. Was die Bundesregierung …
Ayse Asar fordert ein Ende der Kettenbefristungen im Wissenschafts‑Mittelbau und die Einführung verlässlicher, planbarer Karrierewege wie Tenure‑Track‑Stellen und flache Departmentstrukturen, um Forschungspotenziale zu erhalten und soziale Gerechtigkeit zu sichern.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ja, wir brauchen attraktive Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft. Ja, wir müssen wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Und ja, wir müssen talentierten Forscherinnen und Forschern verlässliche Karriereperspektiven eröffnen. Was wir aber nicht brauchen, sind diese Anträge von Linken und Grünen; denn Ihnen geht es nur darum, die Sorgen und Nöte von Nachwuchswissenschaftlern für Ihre parteipolitischen …
Der Redner kritisiert die Anträge von Linken und Grünen zu verpflichtenden Entfristungen, verweist auf die negative Erfahrung in Berlin und fordert stattdessen flexible, rechtssichere Rahmenbedingungen für Wissenschaft und Nachwuchsförderung.
Hohes Präsidium! Sehr geehrte Damen und Herren! Der miserable Zustand der Regierung hat ja auch Vorteile. Wir reden jetzt vermehrt über junge Menschen, über Wissenschaft und Hochschulen, über Forschungsförderung und das BAföG – auch wenn die Regierung nicht stark vertreten ist, aber immerhin: Frau Staatssekretärin, schön, dass Sie da sind! –, alles Themen, die bei den Altparteien Lückenbüßer sind, zwar …
Der Redner kritisiert die aktuelle Regierungs- und Parteipolitik zu Forschung und jungen Wissenschaftlern, lehnt die Anträge der Linken und Grünen ab und fordert mehr Flexibilität, Leistungsorientierung sowie eine restriktive Finanzierung, um die Karrierechancen nicht durch dauerhafte Beamtenstellen zu beschneiden.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Wir sprechen heute über gute Arbeit auf dem Campus, und das ist richtig. Denn wer über die Zukunft des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Deutschland spricht, der muss über die Menschen sprechen, die diesen Standort tragen. Das sind selbstverständlich Professorinnen und Professoren. Das sind auch Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, aber das …
Dr. Lina Seitzl fordert eine Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, bessere Arbeitsbedingungen und sichere Karrierewege sowie eine modernisierte BAföG, um Chancengleichheit und die Zukunft der Wissenschaft in Deutschland zu sichern.