Verhinderung von Zwangsverheiratungen und Kinderehen in Deutschland
Tagesordnungspunkt 15 · 21/89 · 9. Juli 2026
Frau Präsidentin! Anwesende Damen und Herren! Zwangsehen sind Menschenhandel, der Anfang von lebenslanger Vergewaltigung und Demütigung. Zwangsehen sind Gewalt. Zwangsehen enden oft in einem Ehrenmord, nämlich dann, wenn die Frauen es wagen, sich daraus zu befreien. Das passiert alles mitten in Deutschland im Jahre 2026, und das ist ein himmelschreiender Skandal! Deshalb debattieren wir heute unseren Antrag „Verhinderung von Zwangsverheiratung …
Przygodda wirft der Bundesregierung und anderen Parteien vor, Zwangsheiraten und Kinderehen zu ignorieren, und verbindet das Problem mit einer fehlerhaften Ausländer‑ und Integrationspolitik. Sie fordert eine bundesweite Datenerhebung, Aufklärungskampagnen und ein entschiedenes Eingreifen zum Schutz von betroffenen Frauen und Mädchen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Hinter jeder Zwangsverheiratung, hinter jeder Kinderehe stehen Schicksale von Menschen. Zwangsverheiratung und Kinderehen sind Menschenrechtsverletzungen. Deswegen kann die Debatte so, wie sie die AfD mit ihrer Vorrednerin gerade begonnen hat, nicht stattfinden. Das wird der Würde dieses Hauses nicht gerecht! Ich unterstelle keinem Abgeordneten hier, dass er bei diesem Thema feige …
Der Redner betont, dass Zwangsverheiratung und Kinderehen Menschenrechtsverletzungen sind, verteidigt bestehende Gesetzesmaßnahmen und kritisiert den AfD‑Antrag als widersprüchlich und ineffektiv, während er zu verstärkter Prävention und Schutz aufruft.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher auf den Tribünen! Ja, wir sind tatsächlich im 21. Jahrhundert immer noch mit dem alten Phänomen der Zwangsheirat konfrontiert. Es betrifft in erster Linie Mädchen, aber eben auch Jungen. Bei der Zwangsheirat geht es nicht um eine arrangierte Ehe, der in der Regel eine Vermittlung durch …
Lamya Kaddor kritisiert die AfD dafür, Zwangs- und Kinderehen primär mit dem Islam zu verbinden, betont, dass das Problem in patriarchalen Familienstrukturen liegt, und fordert konsequente gesetzliche Schutzmaßnahmen für Kinder.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Besucherinnen und Besucher! Die AfD – eine Partei, vor der Frauenrechtsorganisationen wie Terre des Femmes, der Deutsche Frauenrat oder auch das Deutsche Institut für Menschenrechte eindringlich warnen – legt hier einen Antrag vor, in dem sie sich angeblich für die Rechte und die Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen einsetzt. Das glauben …
Jasmina Hostert kritisiert die AfD für die Instrumentalisierung von Frauenrechten und fordert konsequente Maßnahmen gegen Zwangsverheiratung, indem sie das Gewalthilfegesetz und die Istanbul‑Konvention verteidigt.
Herr Reichardt, lassen Sie sich beim nächsten Mal doch einfach Redezeit geben. Wenn Sie solche Anträge stellen, dann müssen Sie auch aushalten, dass es zu diesen Anträgen tatsächlich Reden der Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktionen gibt. Wenn Sie das nicht hören wollen, dann dürfen Sie den Antrag hier auch nicht stellen. Das funktioniert halt so nicht. Ich war wirklich …
Danke schön. – Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir behandeln mal wieder ein rechtsideologisches Pamphlet in Antragsform der Kolleginnen und Kollegen der AfD. Es geht mal wieder darum, Kinder- und Jugendschutz in der Überschrift zu nennen und Rassismus zu meinen. Sie tun so, als seien den demokratischen Fraktionen des Hauses Kinderehen, Zwangsverheiratung und Kindesmissbrauch egal. Dem ist …
Mareike Hermeier kritisiert den AfD‑Antrag zur Studie über Kinder‑ und Zwangsehen als ideologisch und rassistisch motiviert, fordert stattdessen mehr Schutz- und Unterstützungsmaßnahmen für betroffene Frauen und Kinder und wirft der AfD deren Sabotage von Frauenhäusern und Antidiskriminierungsprojekten vor.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist schon bezeichnend, wie schwierig es ist, wenn Extreme sprechen. Frau Przygodda wirft allen vor, dass sie das Thema „Zwangsverheiratung und Kinderehen“ nicht ernst nehmen würden. Die AfD vergiftet die Debatte. Frau Hermeier sieht absolut keinen Zusammenhang zu Herkunft oder Religion. Frau Kaddor hat gut erklärt, dass es da einen Zusammenhang …
Dr. Körner verteidigt die deutschen Maßnahmen gegen Zwangsverheiratung, kritisiert die AfD für falsche Darstellungen und nennt Gesetzesinitiativen sowie Unterstützungsangebote für betroffene Frauen und Mädchen.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Beruhigen wir uns vielleicht mal alle wieder ein bisschen! Sie haben sich jetzt brav an der AfD abgearbeitet, sich aber damit auch selbst um eine Chance gebracht, nämlich hier tatsächlich zur Sache zu sprechen. Herr Breilmann, Sie haben das Gesetz von 2017 zitiert. Leider ist es für verfassungswidrig erklärt worden. Das ist schon mal …
Der Redner kritisiert die als verfassungswidrig geltende Gesetzgebung zu Zwangs- und Kinderehen, verweist auf das Buch von Necla Kelek als Beispiel für soziale Missstände und fordert strengere Maßnahmen, um das Phänomen aufzudecken und den Schutz betroffener Mädchen sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gewährleisten.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Przygodda, Sie sagten ja, dass Sie uns verachten. Ich kann für uns andere feststellen, dass wir Menschen eben nicht verachten. Was wir verachten, ist ein politischer Stil, der Menschen verachtet. Wir verachten auch ein politisches Geschäftsmodell, dass das Schicksal von Mädchen, Jungen und Frauen in Zwangsehen politisch missbraucht und benutzt, um damit rassistischen …
Helge Lindh kritisiert die AfD-Ansätze zu Zwangsverheiratungen als rassistischen Kulturalismus und fordert stattdessen konkrete Hilfe durch Jugend- und Zivilgesellschaftsarbeit.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Insbesondere für Mädchen haben Kinderehen weitreichende Folgen – gesundheitlich, sozial und natürlich auch wirtschaftlich. Mädchen erleiden nicht nur große psychische Belastungen, sondern auch körperliche Belastungen, meistens aufgrund von viel zu frühen Schwangerschaften. Mädchen verlieren durch Kinderehen jegliche Chance auf eine gute Ausbildung und eine gute Bildung allgemein. Mädchen verlieren schlicht ihre …
Die Rednerin betont die gesundheitlichen und sozialen Schäden von Kinderehen, verweist auf das bereits bestehende Verbot und den Rückgang der Fälle und ruft zu wachsamem Handeln sowie einer späteren Überprüfung des Gesetzes auf.