Gesetz zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch klare Regelung des Freistellungs- und Entgeltfortzahlungsanspruchs bei Erkrankung der Kinder
Zusatzpunkt 11 · 21/77 · 7. Mai 2026
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Mein Sohn war ein Frühchen. Als Kleinkind war er ständig krank. Bei der Eingewöhnung im Kindergarten und im Winter hatte er jeden Virus mitgenommen, und die Krankentage reichten hinten und vorne nicht. Was macht man da? Die meisten Eltern in diesem Land wissen: Das ist kein Einzelfall. Kinder werden öfter krank, als …
Eißing fordert einen verlässlichen, gesetzlichen Anspruch auf Freistellung und volle Lohnfortzahlung für Eltern bei Erkrankung ihrer Kinder, da die aktuelle Rechtslage Eltern überlastet und schutzlos lässt. Der Gesetzentwurf ihrer Fraktion soll sicherstellen, dass Eltern jederzeit für ihre kranken Kinder da sein können, ohne finanzielle Einbußen oder berufliche Nachteile zu fürchten.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Bereits 2020 hat Die Linke genau diesen Vorschlag wortgleich vorgelegt. – Ja, aber Ihre Copy-and-Paste-Ideen sind gar nicht mehr das Problem, sondern dass sich seither die ökonomische Basis für Ihre Umverteilungsfantasien verändert hat. Schon damals haben wir klar gesagt: Das ist kein Beitrag zur Lösung realer Probleme, sondern ein weiterer Schritt in …
Sandra Carstensen lehnt den Gesetzentwurf der Linken zur Ausweitung der Entgeltfortzahlung bei Kinderkrankheit ab, da dieser die Wirtschaft und mittelständische Betriebe einseitig belaste und finanziell unkalkulierbar sei. Stattdessen fordert sie mehr Flexibilität durch Arbeitszeitsouveränität, wie etwa die wöchentliche Höchstarbeitszeit.
Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn ein Kind krank ist, dann gehört Vater oder Mutter nicht ins Büro oder an den Arbeitsplatz, sondern an das Bett des kranken Kindes. Punktum! Und wenn Eltern in Deutschland heute überlegen müssen, ob sie sich das überhaupt leisten können, dann ist das kein kleiner Fehler im System, sondern ein politischer Offenbarungseid. …
Die Rednerin argumentiert, dass die finanzielle Belastung kranker Kinder für Eltern ein Resultat der Versäumnisse alter Regierungsparteien – insbesondere der CDU/CSU – sei, die Familien in Abhängigkeit gebracht hätten. Sie lehnt den Gesetzentwurf als weitere staatliche Intervention ab und fordert stattdessen niedrigere Abgaben und mehr Freiheit für Familien.
Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Frau Rathert, Ihre Zeit fängt nicht an. Aber man kann schon darüber diskutieren, ob Ihr Familienbild, das Sie in dieser Zeit vertreten, eigentlich aus dem 17., 18. oder 19. Jahrhundert kommt und wie weit zurück es reicht. Ich freue mich, dass wir hier über den Gesetzentwurf der Linken sprechen, weil wir in den politischen Debatten der …
Jan Dieren argumentiert, dass der gesellschaftliche Konflikt zwischen den Interessen der Wirtschaft und der Fürsorge für kranke Kinder nicht auf die Beschäftigten abgewälzt werden darf, und sieht im Gesetzentwurf zur Lohnfortzahlung bei Kinderkrankheit einen politischen Lösungsansatz, den es im Ausschuss weiter zu diskutieren gilt.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich unterbreche kurz die Aussprache und gebe die ersten von den Schriftführerinnen und Schriftführern ermittelten Wahlergebnisse bekannt.1Namensverzeichnis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Wahlen siehe Anlage 2 Protokoll über die Wahl des Präsidenten des Bundesrechnungshofes: Mitgliederzahl 630, abgegebene Stimmkarten 598, ungültige Stimmkarten keine. Mit Ja haben gestimmt 415, mit Nein haben gestimmt 139, Enthaltungen gab es …
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Wissen Sie eigentlich, was zu den größten Risikofaktoren gehört, in Deutschland in Armut zu rutschen? Vielleicht denken Sie an eine schwere Erkrankung oder an Arbeitslosigkeit. Ja, das stimmt auch, das gehört dazu. Aber es gehört auch dazu, in Deutschland ein Kind zu bekommen. Gerade für Alleinerziehende ist das …
Johannes Wagner argumentiert, dass Kinder zu bekommen in Deutschland ein Armutsrisiko darstellt, und kritisiert die Bundesregierung scharf für ihren Ton gegenüber Eltern. Er fordert stattdessen Maßnahmen wie die Kindergrundsicherung und die dauerhafte Verlängerung erhöhter Kinderkrankentage.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn ein Kind krank ist, dann zählt für die Eltern vor allem eines: dass sie für ihr Kind da sein können. Ich glaube, wir sind uns hier in diesem Hohen Haus einig, dass das so ist. Eltern brauchen in der Situation Unterstützung. Da haben Sie vollkommen recht. Aber, meine sehr geehrten Damen …
Aumer betont, dass Eltern bei krankheitsbedingtem Kinderausfall unterstützt werden müssen, kritisiert jedoch den Finanzierungsvorschlag der Linken als Belastung für kleine und mittelständische Betriebe. Er fordert stattdessen eine Stärkung der Wirtschaft, Bürokratieabbau und flexiblere Arbeitszeiten als Lösungsansätze im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft.
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, wenn ein Kind krank ist, geraten Familien unter Druck; das ist Realität. Aber dieser Gesetzentwurf löst das Problem nicht. Er verschiebt es, und zwar einseitig auf die Betriebe. Denn klar ist doch, Unterstützung gibt es bereits: Kinderkrankentage, Freistellungen, Leistungen der Sozialversicherung. Die entscheidende Frage ist nicht, ob geholfen wird, sondern …
Die Rednerin lehnt den Gesetzentwurf ab, da dieser die Kosten für die Lohnfortzahlung bei Kinderkrankheit einseitig auf die Betriebe abwälze und die finanziellen Folgen unbeziffert blieben. Sie argumentiert, dass eine Überforderung der Wirtschaft am Ende Familien und insbesondere Eltern kleiner Kinder sowie Alleinerziehende durch negative Einstellungsentscheidungen schade.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wer heute ein krankes Kind zu Hause betreut, steht nicht nur vor einer familiären Herausforderung, sondern oft auch vor einem rechtlichen Problem. Denn die geltenden Regelungen sind unübersichtlich und für viele Eltern nur schwer nachvollziehbar: Darf ich zu Hause bleiben? Bekomme ich weiterhin mein Gehalt? Und was passiert eigentlich, wenn die bezahlten …
Die Rednerin argumentiert, dass die geltenden Regelungen zur Freistellung bei erkrankten Kindern unübersichtlich sind und betont den Bedarf an klaren, praxistauglichen Lösungen für Eltern und Arbeitgeber. Sie verweist zudem auf die strukturelle Benachteiligung von Frauen durch Care-Arbeit und fordert eine umfassende Familienpolitik, die soziale Sicherheit und Vereinbarkeit gewährleistet.