Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der internationalen Sicherheitspräsenz in Kosovo (KFOR)
Tagesordnungspunkt 14 · 21/77 · 7. Mai 2026
Vielen Dank. – Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir beraten heute erneut über den am längsten andauernden Auslandseinsatz der Bundeswehr. Am 11. Juni 1999 beschloss der Deutsche Bundestag auf der Grundlage von Resolution 1244 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen erstmals die deutsche Beteiligung an der NATO-geführten Kosovo Force, kurz: KFOR. Seit nunmehr knapp 27 Jahren sind deutsche Soldatinnen und …
Der Redner betont die Notwendigkeit der fortgesetzten deutschen Beteiligung an der KFOR-Mission im Kosovo angesichts einer nach wie vor fragilen Sicherheitslage und russischer Einflussversuche. Er fordert zudem die konsequente Umsetzung des Normalisierungsabkommens zwischen Kosovo und Serbien im Rahmen des EU-geführten Dialogs.
Der Redner bittet um Zustimmung zur Verlängerung des Mandats für den KFOR-Einsatz, da dieser als Stabilitätsfaktor und Sicherheitsgarant für die Region Kosovo dient.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Der KFOR-Einsatz der Bundeswehr im Kosovo begann 1999 als ein Provisorium. Heute, im Jahr 2026, ist er zu einem weiteren Dauereinsatz der Bundeswehr geworden. Wenn aber ein Provisorium über ein Vierteljahrhundert andauert, dann ist es die Pflicht, nicht in rhetorische Routine zu verfallen, wie wir das heute sicher hören werden, auch gerade schon vom …
Der Redner argumentiert gegen eine Fortsetzung des KFOR-Einsatzes, da dieser völkerrechtlich umstritten sei, die staatliche Fragilität des Kosovos nicht behebe und deutsche Ressourcen für die Landesverteidigung beanspruche.
Meine Damen und Herren, ich komme zurück auf die Tagesordnungspunkte der Wahlen und darf die von den Schriftführerinnen und Schriftführern ermittelten Ergebnisse der Wahlen bekannt geben:1Namensverzeichnis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Wahlen siehe Anlage 2 Ich beginne mit dem Protokoll über die Wahl von drei Mitgliedern des Parlamentarischen Kontrollgremiums gemäß Artikel 45d des Grundgesetzes: Mitgliederzahl 630, abgegebene Stimmkarten 598. …
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Durch unsere Beteiligung am NATO-geführten KFOR-Einsatz leisten wir einen sichtbaren und relevanten Beitrag zur Gewährleistung von Sicherheit und Stabilität in der Republik Kosovo. Aufgrund der sichtbaren Erfolge in weiten Teilen des Kosovos konnten wir die deutsche Beteiligung von anfänglich knapp 5 000 Soldatinnen und Soldaten auf immerhin zeitweise unter 100 reduzieren. …
Der Redner plädiert für die Fortsetzung der deutschen Beteiligung am KFOR-Einsatz im Kosovo, da diese Präsenz für Sicherheit, Stabilität und den Normalisierungsprozess in der Region sowie im deutschen Interesse notwendig sei. Er würdigt dabei explizit den Einsatz der deutschen Soldatinnen und Soldaten.
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Wehrbeauftragter! Kurz vor Weihnachten war ich mit dem Inspekteur des Heeres vor Ort in Pristina. Wir haben dort unser Einsatzkontingent besucht. Ich habe dort eine hochmotivierte Truppe getroffen, die für ihren Einsatz brennt. Ich habe sie auch gefragt, was sie von dem Einsatz halten und ob sie von dem Einsatz überzeugt sind. Als …
Wagener spricht sich für die Fortsetzung der KFOR-Mission im Kosovo aus, betont die russische Bedrohung und die politische Fragilität der Region, mahnt aber zugleich, dass politische Probleme nicht militärisch gelöst werden dürfen und der EU-Beitrittsprozess vorangetrieben werden muss.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Fraktionen! Wieder ist ein Jahr vergangen, in dem die Bundeswehr im Kosovo stationiert ist – ohne überzeugende Bilanz, ohne erkennbaren Fortschritt, ohne klare politische Perspektive für die Bevölkerung. Seit 27 Jahren läuft dieser Einsatz. Seit 27 Jahren wird er immer wieder verlängert und begründet. Aber eine ehrliche Antwort auf die …
Die Rednerin lehnt die Verlängerung der KFOR-Mission ab und fordert einen sofortigen Abzug der Bundeswehr, da der Einsatz nach 27 Jahren keine überzeugende Bilanz vorweisen könne. Sie kritisiert die finanziellen Kosten, beanstandet den Völkerrechtsbruch der NATO von 1999 und fordert stattdessen zivile Konfliktlösungen sowie die Einhaltung des Völkerrechts durch alle Akteure.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Verehrter Herr Wehrbeauftragter! Wir haben es schon gehört: Es handelt sich hierbei um den längsten Auslandseinsatz der Bundeswehr, und er ist immer noch erforderlich – ich füge hinzu: leider. Das hat mit politischen Lähmungserscheinungen zu tun, aber insbesondere damit, dass es nach wie vor Spannungen gibt, die sich immer wieder Bahn brechen …
Beyer befürwortet die Fortsetzung des KFOR-Einsatzes unter Verweis auf anhaltende Spannungen und politische Lähmungen im Kosovo, fordert die strafrechtliche Verfolgung von Tätern und mahnt eine handlungsfähige Regierung an. Er dankt den Soldaten und betont die Wichtigkeit des Normalisierungsdialogs.
Beyer betont, dass die KFOR-Mission eine flankierende Rolle spielt und setzt auf die Normalisierung der Beziehungen zwischen Serbien und Kosovo sowie auf den EU-Integrationsprozess. Er empfiehlt die Zustimmung zur Fortsetzung der Mission.
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Mit Ihrer Erlaubnis, Herr Präsident, möchte ich erst mal den Bundeskanzler Merz zitieren: „Dieses Land hat eine bessere Regierung verdient.“ Zitat Ende. Und ich sage: Recht hat er – und eine bessere Sicherheits- und Außenpolitik noch dazu. Vor 27 Jahren sind wir mit unseren KFOR-Truppen ins Kosovo einmarschiert. Den Gefechtsfeldtouristen …
Kleinschmidt lehnt die Verlängerung des KFOR-Mandats ab, da die Bundesregierung keinen Ausstiegsplan vorgelegt habe und das Kosovo mittlerweile eigene Sicherheitskräfte besitze. Er begründet dies mit seiner eigenen militärischen Erfahrung im Einsatzgebiet und der Forderung nach Respekt vor der Souveränität des Kosovo.
Werter Herr Abgeordneter Kleinschmidt, ich erlaube mir die Bemerkung, dass eine Parlamentsarmee es verdient hat, dass Abgeordnete des Parlaments diese Armee auch besuchen. Das mit „Sekt schlürfen“ zu bezeichnen, halte ich nicht für angemessen. – Verzeihen Sie, ich wollte es nur erklären. – – Frau von Storch, ich erlaube mir, hier oben einen Hinweis zu geben. Ich finde es unwürdig, …
Sehr geehrter Herr Präsident! Danke für Ihre Bemerkung. Auch ich fand die Äußerung wirklich respektlos. Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Wehrbeauftragter Otte! Über 27 Jahre KFOR, 27 Jahre deutsche Verantwortung auf dem Westbalkan, und nun entscheiden wir erneut über eine Fortführung und damit auch über unsere Verlässlichkeit in Europa. Ein Einsatz dieser Dauer erfordert …
Nancy Faeser begründet die Fortsetzung der KFOR-Mission mit der fortbestehenden Instabilität und geopolitischen Verwundbarkeit des Kosovo. Sie betont die deutsche Verantwortung sowie den Dank an die Soldatinnen und Soldaten.
Herr Präsident! Herr Wehrbeauftragter! Meine Damen und Herren! Wir sprechen heute über die Verlängerung des KFOR-Mandats und damit über Verantwortung in unserer unmittelbaren europäischen Nachbarschaft. Der Westbalkan liegt im Herzen Europas. Seine Stabilität betrifft unsere eigene Sicherheit ganz unmittelbar. Die aktuelle Lage im Kosovo zeigt: Stabilität ist kein Selbstläufer. Ende April ist die Wahl eines Präsidenten erneut gescheitert. Politische Blockaden …
Der Redner argumentiert für die Verlängerung des KFOR-Mandats unter Verweis auf die fragile Sicherheitslage im Kosovo und die Verantwortung Deutschlands im Rahmen der NATO.