Gesundheitssystem stärken statt Versicherte belasten - Echte Reformen für eine stabile gesetzliche Krankenversicherung
Tagesordnungspunkt 15 · 21/77 · 7. Mai 2026
Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Regierungen der letzten Jahrzehnte haben das Gesundheitssystem kaputtgespart und durch Migration überlastet. Den Krankenkassen fehlen im nächsten Jahr 15 Milliarden Euro und bis 2030 40 Milliarden Euro. Unsere Bürger zahlen die höchsten Krankenversicherungsbeiträge der Welt, erhalten aber nicht die beste Versorgung der Welt. Bei Lebenserwartung und vermeidbarer Sterblichkeit liegen wir unter …
Der Redner kritisiert die aktuelle Gesundheitspolitik als Belastung der Beitragszahler bei gleichzeitiger Überlastung durch Migration. Er schlägt vor, Kosten für Bürgergeldbezieher auf den Bundeshaushalt umzulagern, ausländische Bezieher eigenständig zahlen zu lassen und beitragsfreie Mitversicherungen im Ausland abzuschaffen, um Beitragserhöhungen und Leistungskürzungen zu vermeiden.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Kosten in der gesetzlichen Krankenversicherung explodieren. Zur Wahrheit gehört daher, dass unser gesamtes Gesundheitssystem an die Wand fahren wird, wenn wir keine einschneidenden Reformen durchführen. Die massive Ausgabendynamik im Gesundheitswesen mit einem prognostizierten Defizit von rund 16 Milliarden Euro im kommenden Jahr und weiteren Anstiegen in den Folgejahren zwingt uns zu …
Der Redner fordert einschneidende Reformen und Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem, die alle Akteure betreffen sollen, und verteidigt das Sparpaket der Bundesgesundheitsministerin. Gleichzeitig lehnt er den Antrag der AfD scharf ab und wirft der Fraktion menschenverachtende Hetze vor.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, wir müssen uns nicht mal mit dem Inhalt dieses AfD-Antrags befassen. Denn auch bei der AfD gilt das, was für Menschen insgesamt gilt: Man sollte sich nicht anschauen, was sie hier sagen oder was sie aufschreiben, sondern man sollte sich anschauen, was sie im echten Leben tun. Wir haben mit …
Die Rednerin lehnt sich inhaltlich mit dem AfD-Antrag nicht auseinander und disqualifiziert ihn als unglaubwürdig. Sie argumentiert, die AfD breche ihre Wahlversprechen, wo sie politische Verantwortung trage, und verweist auf mangelnde innerparteiliche Demokratie als Beleg für die mangelnde Seriosität der Antragsteller.
Zunächst mal bedanke ich mich, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Natürlich freue ich mich auch, dass Sie hier, ich sage mal: schon im Vorfeld Ihren eigenen Untergang in Sachsen-Anhalt parteipolitisch bejammern. Sie sind sich schon der Tatsache bewusst, dass es einen erheblichen Unterschied gibt zwischen den finanziellen Ausstattungen eines Bürgermeisters auf kommunaler Ebene, wo durch die Politik der Landesregierung …
Der Redner verteidigt die finanzielle Handlungsunfähigkeit eines Bürgermeisters gegen Kritik aus dem Parlament und verweist auf die leeren Kassen der Kommunen durch die Politik von Landes- und Bundesregierung. Er wirft den Kritikern vor, Stimmung zu machen und unrealistische Erwartungen zu schüren.
Vielen herzlichen Dank, Herr Präsident. – Das Schöne ist ja immer: An den Zwischenfragen der AfD kann man erkennen, wo man vielleicht wirklich mal einen wunden Punkt getroffen hat. Auch Ihr Bürgermeister in Raguhn-Jeßnitz hatte die Möglichkeit, die Realität vor der Wahl zur Kenntnis zu nehmen. Trotzdem hat er den Menschen das Blaue vom Himmel versprochen – das sprichwörtlich Blaue …
Die Rednerin reagiert auf Zwischenfragen der AfD, indem sie auf Versäumnisse und unerfüllte Versprechen von AfD-Amtsträgern auf lokaler Ebene verweist. Sie nutzt Beispiele aus Raguhn-Jeßnitz und Sonneberg, um die Glaubwürdigkeit der Fraktion anzugreifen.
Noch zwei andere Punkte. Das Spannende ist ja, dass Sie jetzt Ihre ostdeutschen Positionen bis zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt irgendwie so in den Vordergrund stellen, auch hier in der Bundestagsfraktion. Aber wir wissen ja ganz genau, dass Ihre westdeutschen Kollegen in der Sozialpolitik ganz anders ticken. Die einen – in Ostdeutschland – wollen das Rentenniveau auf 70 Prozent anheben und …
Die Rednerin greift die AfD an und wirft ihr Widersprüchlichkeit zwischen ost- und westdeutschen Positionen in der Sozialpolitik vor. Zudem bezichtigt sie die Partei der Korruption und argumentiert, dass eine AfD-geführte Regierung die Situation der Krankenversicherten und der Menschen im Land verschlechtern würde.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Die AfD legt heute einen Antrag zur gesetzlichen Krankenversicherung vor, und schon der Titel ist ein Täuschungsmanöver. Da steht: „Gesundheitssystem stärken statt Versicherte belasten“. Was dann folgt, ist allerdings kein sinnvoller Reformvorschlag, sondern politischer Brandbeschleuniger. Es ist der Versuch, aus berechtigten Sorgen der Menschen in unserem Land Hass …
Die Rednerin kritisiert den Gesetzesantrag der AfD zur gesetzlichen Krankenversicherung scharf. Sie wirft der Opposition vor, mit dem Antrag keine echten Reformen verfolgen zu wollen, sondern aus finanziellen Problemen ausgrenzende Hetzpropaganda zu machen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Jetzt hat der Aufschrei angesichts der Gesundheitsreform auch endlich den Teil rechts außen erreicht. Ich bin erstaunt, wie entlarvend Ihr Antrag eigentlich ist, generell immer wieder aufs Neue erstaunt, wie Sie es in der Prosa irgendwie schaffen, den normalen Bürger hervorzuheben, in Ihren konkreten Lösungen die Mehrheit der Menschen aber völlig …
Gürpinar wirft der AfD vor, im Gesundheitsantrag die Belastungen der Bürger durch Zuzahlungen, Bemessungsgrenzen und Privatversicherungen nicht abzuschaffen und stattdessen das duale System zugunsten Wohlhabender zu erhalten. Er kritisiert zudem eine Nähe zur Pharmaindustrie und die Ablehnung internationaler Gesundheitsabkommen.
Herr Gürpinar, Sie haben gerade gesagt, wir von der AfD würden die Bürger in Bezug auf Medikamente nicht schützen wollen. Haben Sie den Antrag überhaupt gelesen? Haben Sie gelesen, dass wir diejenigen sind, die endlich einen Nutzennachweis bei Orphan Drugs haben wollen? Wir wollen, dass dort ein Nutzen nachgewiesen wird und dass die Bürger nicht Abermilliarden über die Krankenversicherungsbeiträge für …
Sichert wehrt sich gegen den Vorwurf, die AfD wolle Bürger bei Medikamenten nicht schützen, und verweist auf einen Antrag seiner Fraktion. Darin fordert er einen Nutzennachweis bei Orphan Drugs, damit Bürger nicht für Medikamente ohne Zusatznutzen zahlen müssen.
Da waren sehr viele Fehler in Ihrer Frage und Anmerkung. Es gibt, glaube ich, keine Fraktion hier im Hause, die sagen würde: „Wir wollen nicht, dass Medikamente irgendeinen Zusatznutzen haben“ – wirklich keine Fraktion im Hause. Und was Sie in Ihrem Antrag schreiben, widerspricht anderen Punkten, die Sie in diesen Antrag geschrieben haben und die Sie vor drei Wochen in …
Der Redner greift die AfD für widersprüchliche Anträge im Gesundheitsausschuss an und kritisiert deren Ausrichtung an Arbeitgeberinteressen. Er warnt vor einer von der AfD, Union und rechten Vorbildern wie Milei angestrebten Zerstörung des Sozialstaats und stellt diese in einen Kontext mit ausländerfeindlicher Politik.
Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Die Gesundheitsreform ist das größte Reformprojekt der letzten 20 Jahre. Und da wollen Sie, liebe AfD, jetzt auch irgendwie mitspielen und legen hier so ein kleines Reförmchen vor. Sie suggerieren wieder einmal, dass es einfache Lösungen für komplexe Probleme gebe. Die Wahrheit ist doch: Während Sie hier noch mit irgendwelchen Zahlen jonglieren, handelt …
Die Rednerin verteidigt das Gesundheitsreformpaket der Koalition als großes und einsparbringendes Projekt, das Beitragsstabilität ohne Leistungskürzungen biete. Sie grenzt sich dabei polemisch vom Reformentwurf der AfD ab und betont, dass die eigene Ministerin bereits konkret handle.
Klar ist: Das ist nur ein erster Schritt, und im Herbst werden wir weitere strukturelle Reformen auf den Weg bringen: bessere Patientensteuerung im Rahmen eines Primärversorgungssystems, bessere Prävention und auch, indem wir Effizienzpotenziale heben. Dazu steht in Ihrem Antrag nichts, weil Sie gar kein Interesse daran haben, dass Reformen gelingen. Ihre Energie ziehen Sie wie immer aus dem Misslingen von …
Die Rednerin kündigt weitere strukturelle Reformen für das Gesundheitssystem an und wirft der Opposition vor, keine eigenen Reforminteressen zu haben und vom Misslingen der Reformen zu profitieren.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die werden doch wahnsinnig, die Leute, wenn die sehen, dass 300 000 Asylbewerber abgelehnt sind, nicht ausreisen, die vollen Leistungen bekommen. Die sitzen beim Arzt und lassen sich die Zähne neu machen. Und die Deutschen kriegen keine Termine. – Das ist ein wörtliches Zitat des besten Wahlkämpfers der AfD von vor zwei Jahren: des …
Der Redner fordert, die Gesundheitskosten für ausländische Bürgergeldempfänger zu streichen und bei Orphan Drugs nur noch bei nachgewiesenem Nutzen zu zahlen, um die gesetzliche Krankenversicherung ohne Belastung der Versicherten zu stabilisieren. Er kritisiert die Reformvorschläge von CDU und SPD als heuchlerisch und verantwortungslos sowie das Gesundheitssystem als ineffizient und bürokratieüberladen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir wollen doch alle ein Gesundheitssystem, das verlässlich versorgt, und zwar unabhängig von Einkommen, Herkunft, Alter, Geschlecht oder Diagnose. Die gesetzliche Krankenversicherung steht aktuell unter enormem Druck: Die Gesellschaft wird älter, medizinischer Fortschritt kostet einfach, und viele Strukturen sind zu bürokratisch, zu langsam und setzen falsche Anreize. Deshalb ist es richtig, dass …
Streeck befürwortet die Stabilisierung der Kassenbeiträge als Zeitgewinn für Strukturreformen im Gesundheitssystem und kritisiert den Antrag der AfD als populistische Sündenbockpolitik, die fachliche Lösungsansätze vermissen lasse.