Vorlage des Gesetzes zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur

Tagesordnungspunkt 2 · 21/76 · 6. Mai 2026

GesetzgebungNaturschutzÖkosystem
80
Reden
26
Redner:innen
15.148
Wörter
243
Zwischenrufe
220
Beifall
140
Meinungen
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Ich darf damit den Tagesordnungspunkt 1 schließen. Ich rufe auf den Tagesordnungspunkt 2: Fragestunde Drucksache 21/5662 Die mündlichen Fragen auf Drucksache 21/5662 werden in der üblichen Reihenfolge bearbeitet. Zur Beantwortung steht bereit die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter. Es geht los mit der ersten Frage des Abgeordneten Gesenhues: Wann legt die Bundesregierung das Gesetz zur Stärkung der natürlichen …
Vielen Dank. – Ich darf damit den Tagesordnungspunkt 1 schließen. Ich rufe auf den Tagesordnungspunkt 2: Fragestunde Drucksache 21/5662 Die mündlichen Fragen auf Drucksache 21/5662 werden in der üblichen Reihenfolge bearbeitet. Zur Beantwortung steht bereit die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter. Es geht los mit der ersten Frage des Abgeordneten Gesenhues: Wann legt die Bundesregierung das Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur vor, und wie will die Bundesregierung erreichen, dass die Ziele des Gesetzes nicht durch weitere Vorhaben der Bundesregierung wie das Infrastruktur-Zukunftsgesetz und das Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz konterkariert werden?
RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Sehr geehrter Herr Kollege Gesenhues, das Infrastruktur-Zukunftsgesetz wurde am 17. Dezember 2025 von der Bundesregierung als Entwurf beschlossen und befindet sich aktuell im parlamentarischen Verfahren. Gemäß Beschluss des Koalitionsausschusses vom 10. Dezember 2025 wird das Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur das Infrastruktur-Zukunftsgesetz ergänzen. Der Entwurf des Gesetzes zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur befindet sich …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Sehr geehrter Herr Kollege Gesenhues, das Infrastruktur-Zukunftsgesetz wurde am 17. Dezember 2025 von der Bundesregierung als Entwurf beschlossen und befindet sich aktuell im parlamentarischen Verfahren. Gemäß Beschluss des Koalitionsausschusses vom 10. Dezember 2025 wird das Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur das Infrastruktur-Zukunftsgesetz ergänzen. Der Entwurf des Gesetzes zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur befindet sich aktuell in der Ressortabstimmung. Er wird dem Bundestag nach Abschluss der Ressortabstimmung und Beschluss durch das Bundeskabinett zugeleitet werden.
DR Dr. Jan-Niclas Gesenhues Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Frau Staatssekretärin, für die Antwort auf die Frage zum Gesetzentwurf, den Sie jetzt vorgelegt haben. Ich muss sagen: Es stehen ein paar ganz gute Sachen drin; andere Sachen fehlen. Ich hätte mir zum Beispiel eine eigene Planfeststellung für den Naturschutz und noch mehr Beschleunigung gewünscht. Ich habe jetzt vor allem die Frage: Was übersteht den weiteren Prozess, vor …
Vielen Dank, Frau Staatssekretärin, für die Antwort auf die Frage zum Gesetzentwurf, den Sie jetzt vorgelegt haben. Ich muss sagen: Es stehen ein paar ganz gute Sachen drin; andere Sachen fehlen. Ich hätte mir zum Beispiel eine eigene Planfeststellung für den Naturschutz und noch mehr Beschleunigung gewünscht. Ich habe jetzt vor allem die Frage: Was übersteht den weiteren Prozess, vor allem mit Blick auf die Vorkaufsrechte? Darauf bin ich sehr gespannt. Eines steht aber jetzt schon fest: Der Preis für dieses Gesetz ist die De-facto-Abschaffung der Realkompensation, weil Ihre Bundesregierung mit dem vorgelegten Entwurf festlegt, dass in Zukunft derjenige, der Natur zerstört, das nicht irgendwo wieder ausgleichen muss, sondern sich sozusagen einfach mit Geld freikaufen kann. Ich frage Sie: Ist dieser Preis nicht zu hoch? Beifall: Grüne

Gesenhues kritisiert den Gesetzentwurf zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur als unzureichend und bemängelt insbesondere die Aushöhlung der Realkompensation zugunsten eines Freikaufs durch Ersatzgeld. Die Parlamentarische Staatssekretärin Schwarzelühr-Sutter weist darauf hin, dass das Ersatzgeld der Realkompensation gleichgestellt sei und die Mittel an anderer Stelle für den Naturschutz eingesetzt werden müssten.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Lieber Herr Kollege Gesenhues, man kauft sich insofern nicht frei, als das Ersatzgeld der Realkompensation gleichgestellt ist und tatsächlich kompensiert werden muss und das Geld an einer anderen Stelle entsprechend für Natur- und Umweltschutz eingesetzt werden muss.
DR Dr. Jan-Niclas Gesenhues Grüne rede Im Protokoll ↗
Frau Staatssekretärin, danke für die Antwort. – Ich kenne diese Situation aus der Praxis, aus einigen abgegrenzten Fällen, wo das jetzt schon so ist. Das wird nicht funktionieren; das zeigt die Praxis. Die Gelder werden nicht in die Fläche kommen, es werden nicht ausreichend Flächen angekauft werden. Deswegen brauchen wir dieses Instrument der Realkompensation. Ich glaube, das ist auch logisch: …
Frau Staatssekretärin, danke für die Antwort. – Ich kenne diese Situation aus der Praxis, aus einigen abgegrenzten Fällen, wo das jetzt schon so ist. Das wird nicht funktionieren; das zeigt die Praxis. Die Gelder werden nicht in die Fläche kommen, es werden nicht ausreichend Flächen angekauft werden. Deswegen brauchen wir dieses Instrument der Realkompensation. Ich glaube, das ist auch logisch: Wer irgendwo Natur zerstört oder eine Fläche zubetoniert, soll woanders in der Fläche konkret Natur wiederherstellen und nicht einfach Geld bezahlen. Deswegen frage ich Sie, ob Sie bereit sind, diese De-facto-Abschaffung der Realkompensation noch mal zu überdenken.

Gesenhues kritisiert die praktische Umsetzung der Kompensationsregelungen und warnt, dass finanzielle Ausgleiche nicht zu tatsächlichem Naturschutz in der Fläche führen. Er fordert die Staatssekretärin auf, die angebliche De-facto-Abschaffung der Realkompensation zu überdenken.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Das ist, anders als Sie es gesagt haben, Herr Kollege, keine Abschaffung der Realkompensation. Die Realkompensation ist wichtig; aber es gibt durchaus Fälle, wo sie sehr schwierig ist oder fast unmöglich. Und für diese Fälle ist dieses Ersatzgeld, diese Möglichkeit der Gleichstellung, gedacht. Dann wird und muss es für die Kompensation eingesetzt werden. Das ist keine einfache Aufgabe; aber ich …
Das ist, anders als Sie es gesagt haben, Herr Kollege, keine Abschaffung der Realkompensation. ↳ Harald Ebner (Grüne): »Doch!« Die Realkompensation ist wichtig; aber es gibt durchaus Fälle, wo sie sehr schwierig ist oder fast unmöglich. Und für diese Fälle ist dieses Ersatzgeld, diese Möglichkeit der Gleichstellung, gedacht. Dann wird und muss es für die Kompensation eingesetzt werden. Das ist keine einfache Aufgabe; aber ich glaube, das ist wichtig. Das kann man im parlamentarischen Verfahren ja noch mal besprechen und zum Beispiel durch ein Monitoring entsprechend überprüfen lassen. Aber ich will dem parlamentarischen Verfahren natürlich in keiner Weise vorgreifen.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zu einer weiteren Nachfrage darf ich dem Abgeordneten Ebner das Wort erteilen.
HA Harald Ebner Grüne rede Im Protokoll ↗
Danke, Herr Präsident. – Danke, Frau Staatssekretärin, für Ihre Ausführungen. Die von Ihnen gerade genannte Abstufung, dass nur in diesen Fällen dann das Ersatzgeld griffe, bildet sich ja im Entwurf des IZG überhaupt nicht ab, sondern da wird generell das Ersatzgeld dem Ausgleich gleichgestellt. Deshalb frage ich Sie: Kann der Gesetzentwurf zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz ohne Zugriff und Durchgriff auf Flächen auch …
Danke, Herr Präsident. – Danke, Frau Staatssekretärin, für Ihre Ausführungen. Die von Ihnen gerade genannte Abstufung, dass nur in diesen Fällen dann das Ersatzgeld griffe, bildet sich ja im Entwurf des IZG überhaupt nicht ab, sondern da wird generell das Ersatzgeld dem Ausgleich gleichgestellt. Deshalb frage ich Sie: Kann der Gesetzentwurf zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz ohne Zugriff und Durchgriff auf Flächen auch nur annähernd die Wirkung des Wegfalls der Realkompensation abschwächen? Beifall: Grüne

Harald Ebner kritisiert, dass der Gesetzentwurf zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz das Ersatzgeld generell dem Ausgleich gleichstellt, und hinterfragt, ob das Gesetz den Wegfall der Realkompensation ohne Flächenzugriff abschwächen kann. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter erwidert pragmatisch, dass Kommunen oft ein Interesse an lokaler Kompensation haben und Ersatzgeld nur dort nötig sei, wo eine solche nicht möglich ist, um Mittel in die Region zu bringen.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Ich versuche mal, Herr Kollege Ebner, das mit einem pragmatischen Ansatz zu erklären. Ich war lange in der Kommunalpolitik und bin schon davon überzeugt, dass, wenn es zum Beispiel um eine Bundesstraße geht, man sich in der Region, in den Kommunen, schon sehr intensiv damit beschäftigt, wie kompensiert werden kann. Manchmal ist es ja durchaus so, dass die Kommunen ein …
Ich versuche mal, Herr Kollege Ebner, das mit einem pragmatischen Ansatz zu erklären. Ich war lange in der Kommunalpolitik und bin schon davon überzeugt, dass, wenn es zum Beispiel um eine Bundesstraße geht, man sich in der Region, in den Kommunen, schon sehr intensiv damit beschäftigt, wie kompensiert werden kann. Manchmal ist es ja durchaus so, dass die Kommunen ein großes Interesse haben, das bei sich entsprechend kompensieren zu lassen. Ich glaube, nur in den Fällen, wo es wirklich nicht möglich ist, genau zu kompensieren, ist das Ersatzgeld richtig und wichtig, um Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastrukturprojekte in die Region zu bekommen.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Ich darf die Frage 2 des Abgeordneten Dr. Ingo Hahn, AfD, aufrufen: Wie bewertet die Bundesregierung hinsichtlich des Umwelt- und Naturschutzes die Fortsetzung ihrer bisherigen energiepolitischen Linie beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, etwa im Hinblick auf die Auswirkungen auf Biodiversität, Flächeninanspruchnahme und den Schutz von Natur und Landschaft? Die Staatssekretärin hat das Wort.
RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Sehr geehrter Herr Hahn, der Ausbau der erneuerbaren Energien ist für die Erreichung unserer Klimaziele unverzichtbar, weswegen der Koalitionsvertrag einen entschlossenen Ausbau vorsieht. In der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030 haben wir das Ziel verankert, den Ausbau naturverträglich auszugestalten. Das gelingt, indem wir den Ausbau entsprechend den geltenden Gesetzen durch eine naturverträgliche Standortauswahl räumlich …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Sehr geehrter Herr Hahn, der Ausbau der erneuerbaren Energien ist für die Erreichung unserer Klimaziele unverzichtbar, weswegen der Koalitionsvertrag einen entschlossenen Ausbau vorsieht. In der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030 haben wir das Ziel verankert, den Ausbau naturverträglich auszugestalten. Das gelingt, indem wir den Ausbau entsprechend den geltenden Gesetzen durch eine naturverträgliche Standortauswahl räumlich steuern und bei Anlagenerrichtung sowie Anlagengestaltung und -betrieb geeignete Maßnahmen ergreifen, um negativen Auswirkungen entgegenzuwirken.
DR Dr. Ingo Hahn AfD rede Im Protokoll ↗
Ich hätte eine Nachfrage, Frau Staatssekretärin Schwarzelühr-Sutter von der SPD. Sie verweisen ja bei diesen Eingriffen – ich spreche hier die Windkraft und die Freiflächen-Photovoltaik an – immer auf Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Aus der Sicht des Naturschutzes – ich bin Naturschützer – ist es aber wichtig, dass diese Maßnahmen in der Praxis tatsächlich funktionieren. Das heißt, dass nicht nur rechnerisch …
Ich hätte eine Nachfrage, Frau Staatssekretärin Schwarzelühr-Sutter von der SPD. Sie verweisen ja bei diesen Eingriffen – ich spreche hier die Windkraft und die Freiflächen-Photovoltaik an – immer auf Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Aus der Sicht des Naturschutzes – ich bin Naturschützer – ↳ Harald Ebner (Grüne): »Na ja, nicht wirklich!« ↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Wer’s glaubt!« ist es aber wichtig, dass diese Maßnahmen in der Praxis tatsächlich funktionieren. Das heißt, dass nicht nur rechnerisch Flächen kompensiert werden. Und mal eine kleine Binsenweisheit: Fläche ist nicht vermehrbar. Und der Flächendruck nimmt insgesamt zu. Wir haben ja neben den bestehenden Herausforderungen für die Landwirtschaft, die traditionell unsere Nahrung, unsere Tierprodukte herstellt, jetzt zusätzlich eben diesen Flächenbedarf für die Energiewirtschaft. Das heißt, wir haben hier eine Industrialisierung der Landschaft; wir haben einen erhöhten Flächendruck. Deshalb meine Frage: Welche belastbaren Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über die tatsächliche Wirksamkeit – und ich spreche hier von den ökologischen Konsequenzen – solcher Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vor, und wie wird deren Erfolg über mehrere Jahre von Ihnen kontrolliert?

Der Redner fragt nach der ökologischen Wirksamkeit und mehrjährigen Kontrolle von Ausgleichsmaßnahmen bei Eingriffen durch Windkraft und Photovoltaik und problematisiert den zunehmenden Flächendruck auf die Landwirtschaft. Die Staatssekretärin entgegnet, dass Infrastruktur naturverträglich gestaltet werde und verweist auf die Nutzung von kalamitätsgeschädigten oder landwirtschaftlich unbrauchbaren Flächen für erneuerbare Energien.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Kollege Hahn, das haben Sie in meiner Antwort an Herrn Gesenhues und an Herrn Ebner gehört: Natürlich sind wir immer bedacht, Infrastruktur – und dazu gehört auch der Ausbau der erneuerbaren Energien – naturverträglich zu gestalten. Und wenn Sie sehen, wie die Natur unter dem Klimawandel leidet, dass Flächen teilweise kahl sind wegen Kalamitäten, wegen Hitzeperioden, dann …
Sehr geehrter Herr Kollege Hahn, das haben Sie in meiner Antwort an Herrn Gesenhues und an Herrn Ebner gehört: Natürlich sind wir immer bedacht, Infrastruktur – und dazu gehört auch der Ausbau der erneuerbaren Energien – naturverträglich zu gestalten. Und wenn Sie sehen, wie die Natur unter dem Klimawandel leidet, dass Flächen teilweise kahl sind wegen Kalamitäten, wegen Hitzeperioden, dann sehen Sie zum Beispiel kahlgewordene Waldflächen, die entsprechend geeignet sind, um dort Windkraftanlagen aufzubauen und dann, wenn die Windkraftanlagen gebaut sind, die Natur auf der Fläche wiederherzustellen. Das gilt auch für Photovoltaikanlagen, die auf Flächen gestellt werden, die oftmals nicht für die Landwirtschaft genutzt werden können, wie zum Beispiel Deponieflächen oder anderes.
DR Dr. Ingo Hahn AfD kurz Im Protokoll ↗
Ich hätte noch eine Nachfrage, Frau Staatssekretärin von der SPD.
DR Dr. Ingo Hahn AfD rede Im Protokoll ↗
Sie haben jetzt gerade suggeriert, dass nur auf natürlichen Kahlflächen, wo was weiß ich Kalamitäten wären, Windanlagen hinkommen würden. Das Gegenteil ist ja der Fall: Es werden Wälder abgeholzt; es werden auch landwirtschaftliche Flächen, die vorher für Grünlandwirtschaft genutzt wurden, jetzt für Photovoltaik genutzt. Das heißt, wir haben hier eine Zunahme der Intensität der Flächennutzung; wir haben eine Industrialisierung. Das …
Sie haben jetzt gerade suggeriert, dass nur auf natürlichen Kahlflächen, wo was weiß ich Kalamitäten wären, Windanlagen hinkommen würden. Das Gegenteil ist ja der Fall: Es werden Wälder abgeholzt; es werden auch landwirtschaftliche Flächen, die vorher für Grünlandwirtschaft genutzt wurden, jetzt für Photovoltaik genutzt. Das heißt, wir haben hier eine Zunahme der Intensität der Flächennutzung; wir haben eine Industrialisierung. Das betrifft nicht nur die Anlagen selber. Es geht auch um neue Trassen, es geht um Umspannwerke, es geht um Zuwegungen, es geht um Speicher usw. Deshalb nimmt ja die ökologische Gesamtbelastung zu. In den Genehmigungsverfahren, die durch Ihre Bundesregierung ja maßgeblich mitbestimmt werden, geht es immer um den einzelnen Genehmigungsfall. Deshalb frage ich Sie an dieser Stelle: Ist es nicht so, dass die kumulativen Belastungen in unserem Land – in unserem kleinen Deutschland, das ja ständig auch einen Zuwachs an Bevölkerung hat durch die 20 Millionen Zuwanderer, die in den letzten Jahrzehnten gekommen sind – insgesamt zugenommen haben? Wie erfassen Sie systematisch diese Einzelgenehmigungen bzw. die Erträglichkeit der Landschaft in Summe und nicht nur auf eine einzelne Fläche bezogen? Beifall: AfD (einzelne Abg.)

Der Redner kritisiert die Intensivierung der Flächennutzung durch erneuerbare Energien und hinterfragt, ob kumulative ökologische Belastungen bei Genehmigungsverfahren ausreichend berücksichtigt werden. Dabei bringt er den Flächenverbrauch in einen Zusammenhang mit der Bevölkerungszuwanderung.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Kollege, ich möchte hier mal klarstellen, dass ich für die Bundesregierung spreche, auch wenn Sie mich hier immer mit meiner Parteizugehörigkeit ansprechen. Dass das einfach noch mal klar ist: Ich spreche für die Bundesregierung, und ich spreche jetzt nicht als Parteimitglied für meinen Ortsverein oder meinen Kreisverband. – Ich bitte, das auch zu beachten. Ich bin schon …
Sehr geehrter Herr Kollege, ich möchte hier mal klarstellen, dass ich für die Bundesregierung spreche, auch wenn Sie mich hier immer mit meiner Parteizugehörigkeit ansprechen. Dass das einfach noch mal klar ist: Ich spreche für die Bundesregierung, und ich spreche jetzt nicht als Parteimitglied für meinen Ortsverein oder meinen Kreisverband. – Ich bitte, das auch zu beachten. Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Union (einzelne Abg.) Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Ich bin schon verwundert darüber, dass Sie beim Ausbau der erneuerbaren Energien hier auch noch den Bezug zur Bevölkerung und zum angeblichen Bevölkerungszuwachs herstellen. Sie wissen: Wir haben 84 Millionen Menschen in der Bundesrepublik, ↳ Dr. Ingo Hahn (AfD): »Ja, genau! Ganz genau! Steigend!« und wir haben – wir haben es vorhin schon gehört – einen Fachkräftemangel. Mit Blick auf die Sozialversicherungssysteme brauchen wir – das ist eine Herausforderung – sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland. ↳ Dr. Ingo Hahn (AfD): »Das war nicht meine Frage!« Es ist wirklich verwunderlich, wie Sie hier eine Verbindung zu dem Ausbau von Windenergieanlagen sehen.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Und hier meldet sich der Präsident: die Zeit.
RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Jetzt hätte ich so gern noch was dazu gesagt. ↳ Dr. Ingo Hahn (AfD): »Keine Antwort!« – Die Antwort kann ich Ihnen geben.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Jetzt gebe ich weiter an Herrn Dr. Kraft für die nächste Nachfrage. ↳ AfD
DR Dr. Rainer Kraft AfD rede Im Protokoll ↗
Danke, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, Sie haben gerade „kahl“ gesagt. Ich kann Ihnen sagen, was noch kahl ist, nämlich Maisfelder, wenn es um ihren Nutzen für Bestäuber und andere Insekten geht. Trotz des Maisdeckels, den Sie eingeführt haben, werden immer noch Hunderttausende Hektar in Deutschland mit Mais angebaut, der ausschließlich dafür da ist, in Biogasanlagen in Bioenergie umgewandelt zu …
Danke, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, Sie haben gerade „kahl“ gesagt. Ich kann Ihnen sagen, was noch kahl ist, nämlich Maisfelder, wenn es um ihren Nutzen für Bestäuber und andere Insekten geht. Trotz des Maisdeckels, den Sie eingeführt haben, werden immer noch Hunderttausende Hektar in Deutschland mit Mais angebaut, der ausschließlich dafür da ist, in Biogasanlagen in Bioenergie umgewandelt zu werden. Aber, wie gesagt, für Bestäuber und andere Insekten – das kann Ihnen jeder Imker, jede Imkervereinigung bestätigen – ist ein Maisfeld kahl. Ich nehme diesen Begriff sehr gerne auf: Es ist komplett kahl. Ich frage mich gerade, wie Sie in Ihrer Antwort auf die Frage des Kollegen Hahn zu Ihrer sehr positiven Einschätzung der Regierungsarbeit kommen, dass Sie in Bezug auf die Biodiversität einen guten Job machen würden, wenn weiterhin Hunderttausende von Hektar in Deutschland mit diesem kahlen Biomais angebaut werden. Beifall: AfD

Der Redner kritisiert den großflächigen Anbau von Energiemais als ökologisch wertlos für Insekten und hinterfragt die positive Selbsteinschätzung der Regierung bezüglich des Biodiversitätsschutzes.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Kollege Kraft, zu dem Ausbau der Erneuerbaren sind die Regelungen, naturverträglich auszubauen, da. Hier gilt auch das Wind-an-Land-Gesetz; ich will es nur noch mal nennen. Und zur Begrenzung beim Maisanbau: Sie können, wenn Sie an einem Feld vorbeifahren, nicht sagen, ob es für Silage – für Futter – oder ob es für die Biogasanlage ist. Deswegen ist es …
Sehr geehrter Kollege Kraft, zu dem Ausbau der Erneuerbaren sind die Regelungen, naturverträglich auszubauen, da. Hier gilt auch das Wind-an-Land-Gesetz; ich will es nur noch mal nennen. Und zur Begrenzung beim Maisanbau: Sie können, wenn Sie an einem Feld vorbeifahren, nicht sagen, ob es für Silage – für Futter – oder ob es für die Biogasanlage ist. ↳ Dr. Ingo Hahn (AfD): »Aber hallo! Ich kann das! Sie nicht!« Deswegen ist es wichtig, dass wir auch hier auf die Naturverträglichkeit schauen und entsprechend handeln. Ich will aber auch sagen: Die Flächenkonkurrenz kommt nicht unbedingt von dem Maisfeld und von dem Waldstück. Ich kann Sie gerne mal nach Süddeutschland einladen, wo der Borkenkäfer aufgrund der Hitzeperioden Kahlflächen hinterlassen hat; die Flächen sind wirklich kahl. ↳ Dr. Ingo Hahn (AfD): »Ich komme!« ↳ Marcel Queckemeyer (AfD): »Der Stephan kommt auch mit!« – Dann machen wir eine Delegationsreise mit dem Ausschuss. – Das steht dann tatsächlich in Flächenkonkurrenz zu Gewerbeflächen und anderem. Wir wissen, dass wir die Treibhausgase senken müssen, um die Klimaauswirkungen entsprechend zu begrenzen.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Als Nächstes hat Herr Ebner das Wort.
HA Harald Ebner Grüne rede Im Protokoll ↗
Danke schön, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, interessant ist ja, dass die AfD Biodiversität immer nur dann für sich entdeckt, wenn es um erneuerbare Energien geht. Jetzt möchte ich Sie fragen, welche Landnutzungen in diesem Land eigentlich am meisten Fläche in Anspruch nehmen und damit auch die größten Auswirkungen auf die Biodiversität haben. Vor allem wäre es spannend, zu wissen, …
Danke schön, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, interessant ist ja, dass die AfD Biodiversität immer nur dann für sich entdeckt, wenn es um erneuerbare Energien geht. Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Jetzt möchte ich Sie fragen, welche Landnutzungen in diesem Land eigentlich am meisten Fläche in Anspruch nehmen und damit auch die größten Auswirkungen auf die Biodiversität haben. Vor allem wäre es spannend, zu wissen, in welchem Verhältnis diese Landnutzungen zu Windkraft und Photovoltaik stehen.

Harald Ebner wirft der AfD vor, Biodiversität nur als Argument gegen erneuerbare Energien zu instrumentalisieren, und fragt nach den tatsächlich flächenintensivsten Landnutzungen. Die antwortende Staatssekretärin verweist auf ungenutzte Dachflächen und benennt Pestizide als Hauptursache des Insektensterbens.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Kollege Ebner. – Wenn Sie mir gestatten: Wir haben noch viele Dächer. Die sind schon mal da; für deren Nutzung braucht es keine neue Fläche. Insofern gibt es da eine Entlastung. Insbesondere was die Insektensterblichkeit bzw. die biologische Vielfalt betrifft, ist es tatsächlich so, dass Pestizide der größte Feind der biologischen Vielfalt sind, und die kommen nicht …
Vielen Dank, Herr Kollege Ebner. – Wenn Sie mir gestatten: Wir haben noch viele Dächer. Die sind schon mal da; für deren Nutzung braucht es keine neue Fläche. Insofern gibt es da eine Entlastung. Insbesondere was die Insektensterblichkeit bzw. die biologische Vielfalt betrifft, ist es tatsächlich so, dass Pestizide der größte Feind der biologischen Vielfalt sind, und die kommen nicht von der Photovoltaikanlage und auch nicht vom Windrad. Lachen: AfD (einzelne Abg.)
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Die nächste Nachfrage stellt der Abgeordnete Karl Bär von Bündnis 90/Die Grünen.
KA Karl Bär Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, wir haben ja Möglichkeiten, Flächenkonkurrenzen, die bestehen, zu vermindern. Die vorherige Bundesregierung hat dazu im Erneuerbare-Energien-Gesetz sogenannte besondere Solaranlagen eingeführt. Da geht es um Agri-PV, also um Anlagen, wo landwirtschaftliche Nutzung und Solaranlagen zusammenpassen, und um Moor-PV, wo auf vernässten Böden dann nicht Naturschutz oder Landwirtschaft betrieben wird, sondern eben Solaranlagen betrieben werden, …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, wir haben ja Möglichkeiten, Flächenkonkurrenzen, die bestehen, zu vermindern. Die vorherige Bundesregierung hat dazu im Erneuerbare-Energien-Gesetz sogenannte besondere Solaranlagen eingeführt. Da geht es um Agri-PV, also um Anlagen, wo landwirtschaftliche Nutzung und Solaranlagen zusammenpassen, und um Moor-PV, wo auf vernässten Böden dann nicht Naturschutz oder Landwirtschaft betrieben wird, sondern eben Solaranlagen betrieben werden, damit zwei Sachen zusammenkommen, die wir ohnehin machen müssen. Jetzt lese ich in den geleakten Plänen des BMWE zum Thema „erneuerbare Energien“, dass diese Möglichkeiten gestrichen werden sollen. Ich frage mich mit Blick auf die Flächenkonkurrenz, mit Blick auf den Umweltschutz: Ist das etwas, was Sie gutheißen? Und was passiert eigentlich mit denjenigen, die in den letzten drei Jahren im Vertrauen auf die geltende Gesetzeslage in solche Anlagen investiert und damit Innovationen vorangetrieben und Fläche gespart haben? Beifall: Grüne

Karl Bär kritisiert potenzielle Pläne des BMWK, Fördermöglichkeiten für Agri- und Moor-Photovoltaik zu streichen, und fragt nach den Folgen für Investoren, die im Vertrauen auf die geltende Gesetzeslage gehandelt haben. Parlamentarische Staatssekretärin Schwarzelühr-Sutter betont in ihrer Antwort die Wichtigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energien zur Erreichung der Klimaschutzziele.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Kollege Bär, es ist wichtig – wie ich anfangs schon gesagt habe –, dass wir die erneuerbaren Energien tatsächlich ausbauen. Wir wissen, das sind Sicherheitsenergien. Wir erleben gerade jetzt, angesichts des Nahostkriegs, wie abhängig wir von fossilen Energien sind – bezüglich der Versorgung und des Preises. Und Sie haben recht: Die vielen Möglichkeiten, ob das jetzt Moor-PV …
Sehr geehrter Herr Kollege Bär, es ist wichtig – wie ich anfangs schon gesagt habe –, dass wir die erneuerbaren Energien tatsächlich ausbauen. Wir wissen, das sind Sicherheitsenergien. Wir erleben gerade jetzt, angesichts des Nahostkriegs, wie abhängig wir von fossilen Energien sind – bezüglich der Versorgung und des Preises. Und Sie haben recht: Die vielen Möglichkeiten, ob das jetzt Moor-PV ist oder PV-Anlagen, die als Hagelschutz über Obstplantagen errichtet werden, müssen verlässlich und planungssicher sein. Deswegen ist es für uns auch wichtig, dass die Klimaschutzziele, dass das, was wir im Klimaschutzprogramm festgelegt haben, auch erreicht wird.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Eine letzte Nachfrage stellt der Abgeordnete Kneller, AfD.
MA Maximilian Kneller AfD rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Sehr geehrte Frau Staatssekretärin, meine Nachfrage betrifft die Flächenversiegelung. Man diskutiert ja in so ziemlich jeder Kommune, wenn eine Straße erweitert wird, dreimal länger und breiter, als die Straße erweitert wird, ob da jetzt zu viel Fläche versiegelt wird, wie das Regenwasser absickert usw. Inwiefern beschäftigt sich denn die Bundesregierung mit den eklatanten Flächenversiegelungen, die …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Sehr geehrte Frau Staatssekretärin, meine Nachfrage betrifft die Flächenversiegelung. Man diskutiert ja in so ziemlich jeder Kommune, wenn eine Straße erweitert wird, dreimal länger und breiter, als die Straße erweitert wird, ob da jetzt zu viel Fläche versiegelt wird, wie das Regenwasser absickert usw. Inwiefern beschäftigt sich denn die Bundesregierung mit den eklatanten Flächenversiegelungen, die notwendig werden, wenn Sie Ihre Ausbauziele, die Sie sich selbst gesteckt haben, bei der Windkraft einhalten? Das wäre meine Frage. Beifall: AfD

Der Redner fragt nach dem Umgang der Bundesregierung mit Flächenversiegelung im Kontext der Ausbauziele für Windkraft und stellt den Widerspruch zwischen kommunalen Versiegelungsdebatten bei Straßenbau und den Anforderungen der Windenergie heraus.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Abgeordneter, auch dort wird natürlich, wie ich es gesagt habe, naturverträglich ausgebaut. Pro Windkraftanlage braucht man ungefähr 1 Hektar zum Bau. Die Hälfte kann zurückgebaut werden. Das muss nicht komplett versiegelt werden, ein halber Hektar wird zurückgebaut. Das spielt genauso wie beim Ausbau von Gewerbegebieten oder Straßen eine große Rolle und ist dementsprechend ein wichtiges Thema.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Wir kommen zur Frage 3 des Abgeordneten Dr. Jan-Niclas Gesenhues: Welche konkreten Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um angesichts zunehmender Belastungen von Gewässern durch Schadstoffe wie PFAS, Mikroplastik, Nitrat und Medikamentenrückstände die Wasserqualität wirksam zu schützen und die Kosten der Trinkwasseraufbereitung für die Allgemeinheit zu begrenzen? Die Staatssekretärin wird darauf eingehen.
RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Lieber Herr Kollege Gesenhues, der Gewässerschutz ist und bleibt für die Bundesregierung ein zentrales Anliegen. Um unsere Gewässer effektiv vor den negativen Einflüssen von Schadstoffen wie PFAS, Nitrat oder Mikroplastik zu schützen, müssen verschiedene politische Bereiche Hand in Hand arbeiten und sich gemeinsam für dieses wichtige Ziel einsetzen. In der Nationalen Wasserstrategie hat die Bundesregierung Maßnahmen formuliert, die bis zum …
Lieber Herr Kollege Gesenhues, der Gewässerschutz ist und bleibt für die Bundesregierung ein zentrales Anliegen. Um unsere Gewässer effektiv vor den negativen Einflüssen von Schadstoffen wie PFAS, Nitrat oder Mikroplastik zu schützen, müssen verschiedene politische Bereiche Hand in Hand arbeiten und sich gemeinsam für dieses wichtige Ziel einsetzen. In der Nationalen Wasserstrategie hat die Bundesregierung Maßnahmen formuliert, die bis zum Jahr 2030 auch umgesetzt werden sollen. Um die Belastung von Gewässern durch Schadstoffe zu reduzieren, hat sich aus Sicht der Bundesregierung ein gemeinsames Vorgehen auf europäischer Ebene bewährt. Hier sind sowohl die Produktregelungen für Chemikalien, Pflanzenschutzmittel, Biozide und Arzneimittel EU-rechtlich geregelt als auch die Umweltqualitätsnormen für Gewässer. Die Bundesregierung beteiligt sich aktiv an der Weiterentwicklung der diesbezüglichen EU-Regelungen, sofern neue Stoffrisiken wissenschaftlich nachgewiesen sind. Kommunale Kläranlagen stellen eine Senke für Schadstoffe dar. Mikroplastik wird in kommunalen Kläranlagen regelmäßig bereits zu mehr als 95 Prozent reduziert. Um den Eintrag von Schadstoffen in Gewässer aus Kläranlagen weiter zu reduzieren, sind im Rahmen der Umsetzung der am 1. Januar 2025 in Kraft getretenen überarbeiteten Kommunalabwasserrichtlinie Kläranlagen zukünftig so auszurüsten, dass Nähr- und Mikroschadstoffe verstärkt reduziert werden. Auch wird ein Monitoring, zum Beispiel bei PFAS, in kommunalen Kläranlagen zukünftig verpflichtend. Die Trinkwassereinzugsgebieteverordnung aus dem Jahr 2023 sieht zudem vor, dass in Gebieten, in denen Trinkwasser gewonnen wird, mögliche Risiken wie zum Beispiel Schadstoffeinträge für das Trinkwasser konsequent erkannt und geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um Schadstoffe zu minimieren.
DR Dr. Jan-Niclas Gesenhues Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Frau Staatssekretärin, für die sehr ausführliche Antwort. – Ich will den Punkt Kommunalabwasserrichtlinie rauspicken, den Sie auch schon angesprochen haben. Ich halte das für eine ganz entscheidende Regelung, weil sie unter anderem vorsieht, dass die Verursacher der Belastung durch hormonell wirksame Substanzen – Medikamente, PFAS etc. –, also die Pharma- und Chemieindustrie sowie andere, auch für die Reinigung …
Vielen Dank, Frau Staatssekretärin, für die sehr ausführliche Antwort. – Ich will den Punkt Kommunalabwasserrichtlinie rauspicken, den Sie auch schon angesprochen haben. Ich halte das für eine ganz entscheidende Regelung, weil sie unter anderem vorsieht, dass die Verursacher der Belastung durch hormonell wirksame Substanzen – Medikamente, PFAS etc. –, also die Pharma- und Chemieindustrie sowie andere, auch für die Reinigung zahlen sollen, weil sonst die Kommunen teilweise über Hunderte Millionen Euro in eine vierte Reinigungsstufe in den Kläranlagen investieren müssten. Jetzt läuft aber die große Lobbymaschinerie an, und die möchte, dass nicht die Verursacher zahlen, sondern die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Das würde ich entschieden ablehnen, und ich würde mir auch sehr wünschen, dass die Bundesregierung das auch ablehnt und sich weiterhin dafür einsetzt, dass diejenigen, die Gewässer verschmutzen, auch für die Reinigung zahlen. Können Sie uns versprechen, dass die Bundesregierung sich an dieser Stelle für eine erweiterte Herstellerverantwortung, das Verursacherprinzip, –

Der Redner betont die Wichtigkeit der Kommunalabwasserrichtlinie, die vorsieht, dass die Verursacher von Gewässerbelastungen durch hormonell wirksame Substanzen die Kosten für die Reinigung tragen sollen, anstatt der Steuerzahler. Er kritisiert die Einflussnahme von Lobbyisten, die dieses Verursacherprinzip unterlaufen wollen, und fordert die Bundesregierung auf, sich weiterhin für eine erweiterte Herstellerverantwortung einzusetzen.

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DR Dr. Jan-Niclas Gesenhues Grüne kurz Im Protokoll ↗
– einsetzen wird? Beifall: Grüne

Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter versichert im Namen der Bundesregierung, dass die Umsetzung des Gesetzes gerecht für die Bürgerinnen und Bürger erfolgen wird, unter anderem durch eine erweiterte Herstellerverantwortung.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Das BMUKN und die Bundesregierung werden sich dafür einsetzen, dass es für die Bürgerinnen und Bürger entsprechend gerecht ist, und dazu gehört, dass es eine erweiterte Herstellerverantwortung gibt.
DR Dr. Jan-Niclas Gesenhues Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Die belasteten Gewässer – wir haben es vorhin ja angesprochen – gelangen auch in unsere Meere, in die Nord- und in die Ostsee, und in den letzten Wochen haben wir eine besondere Aufmerksamkeit für den Meeresschutz und für den Schutz der Wale erlebt. Teilweise hat das ja auch etwas absurde Blüten getrieben. Der Minister Backhaus hat ja …
Vielen Dank. – Die belasteten Gewässer – wir haben es vorhin ja angesprochen – gelangen auch in unsere Meere, in die Nord- und in die Ostsee, und in den letzten Wochen haben wir eine besondere Aufmerksamkeit für den Meeresschutz und für den Schutz der Wale erlebt. Teilweise hat das ja auch etwas absurde Blüten getrieben. Der Minister Backhaus hat ja quasi dem Wal ins Auge geschaut und will sich jetzt für den Schutz der Wale einsetzen. Das finde ich ein bisschen lustig, weil ausgerechnet Minister Backhaus eine Beschränkung der Stellnetzfischerei in der Vergangenheit immer blockiert hat. Ich hoffe, dass er jetzt aus der Diskussion gelernt hat und ein Verbündeter für den Schutz der Ostsee wird. Ich frage aber Sie konkret: Was werden Sie für den Schutz der wirklich einzigen heimischen Walart in der Ostsee, nämlich den Schweinswal, tun? Was tut die Bundesregierung dafür, wegzukommen von der Stellnetzfischerei, wegzukommen von den Belastungen in der Ostsee, um unsere Wale hier in Deutschland besser zu schützen? Beifall: Grüne ↳ Dr. Ingo Hahn (AfD): »Populistisch!«

Der Redner kritisiert den Minister für bisherige Blockaden gegen eine Beschränkung der Stellnetzfischerei und fordert konkrete Maßnahmen der Bundesregierung zum Schutz des Schweinswals in der Ostsee. Die Parlamentarische Staatssekretärin erkennt das Problem an und verweist auf die Notwendigkeit einer europäischen Lösung sowie die Entwicklung von Alternativen zur Stellnetzfischerei.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Gesenhues, dass Sie auch noch mal den Blick auf die Schweinswale geworfen haben, die tatsächlich in der Ost- und Nordsee vorkommen und auch schon in einer der letzten Fragestunden von einer Ihrer Kolleginnen thematisiert wurde. Ich bin froh, dass sich die Population in der Nordsee wenigstens stabilisiert hat; aber da gibt es tatsächlich noch Herausforderungen, auch bezüglich …
Vielen Dank, Herr Gesenhues, dass Sie auch noch mal den Blick auf die Schweinswale geworfen haben, die tatsächlich in der Ost- und Nordsee vorkommen und auch schon in einer der letzten Fragestunden von einer Ihrer Kolleginnen thematisiert wurde. Ich bin froh, dass sich die Population in der Nordsee wenigstens stabilisiert hat; aber da gibt es tatsächlich noch Herausforderungen, auch bezüglich der Stellnetzfischerei insbesondere in der Ostsee. Das bedeutet aber, dass wir hier – und das macht dann auch Sinn – international, zumindest europäisch, gemeinsam eine Lösung finden sollten, ↳ Harald Ebner (Grüne): »Deutschland ist der größte Bremser!« wie wir mit dem Problem umgehen. Aber es ist – da gebe ich Ihnen recht – eine Herausforderung; es ist ein Problem, und es gibt auch Alternativen dafür. Es wäre gut, wenn wir diese Alternativen voranbringen. ↳ Dr. Ingo Hahn (AfD): »Ja! Das sehe ich auch so!« – Dann ist gut.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Ich darf zur nächsten Nachfrage Dr. Zoe Mayer das Wort erteilen.
DR Dr. Zoe Mayer Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, in der Tierhaltung werden große Mengen Antibiotika eingesetzt, und über Gülle gelangen diese auch in unser Grundwasser. Wir haben eine beunruhigende Zunahme von Antibiotikaresistenzen in Deutschland, und das Umweltbundesamt warnt. Gleichzeitig haben wir aber keine Grenzwerte für Tierantibiotika in unserem Grundwasser, und ich frage mich natürlich: Wieso eigentlich nicht? Beifall: Grüne (einzelne Abg.)

Die Rednerin weist auf den Eintrag von Tierantibiotika über Gülle ins Grundwasser und die Zunahme von Antibiotikaresistenzen hin und kritisiert das Fehlen entsprechender Grenzwerte. Die zuständige Staatssekretärin verweist auf mögliche Konsequenzen bei Einträgen, grenzt den Themenbereich der Tiermedizin aber als Zuständigkeit des BMELV ab.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Frau Kollegin, wenn wir diesen Eintrag haben – und da wird nicht zwischen Tiermedizin und Humanmedizin unterschieden –, ist es hoffentlich so, dass das entsprechend auch Konsequenzen nach sich zieht. Die Tiermedizin ist aber nicht mein Zuständigkeitsbereich, sondern der Bereich des BMLEH.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die nächste Nachfrage darf ich Karl Bär das Wort erteilen.
KA Karl Bär Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, Sie hatten eingangs bei der Frage von Herrn Dr. Gesenhues unter den vielen Dingen, die unser Wasser belasten können, auch Pestizide genannt und dabei ausführlich auch auf die Rolle der Europäischen Union verwiesen, die ja Pestizidwirkstoffe zulässt. Jetzt bemerken wir, dass einige unserer Nachbarstaaten, insbesondere Dänemark, aber auch die Niederlande, anfangen, Pestizide vom …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, Sie hatten eingangs bei der Frage von Herrn Dr. Gesenhues unter den vielen Dingen, die unser Wasser belasten können, auch Pestizide genannt und dabei ausführlich auch auf die Rolle der Europäischen Union verwiesen, die ja Pestizidwirkstoffe zulässt. Jetzt bemerken wir, dass einige unserer Nachbarstaaten, insbesondere Dänemark, aber auch die Niederlande, anfangen, Pestizide vom Markt zu nehmen, die PFAS-Wirkstoffe enthalten und die zu Trifluoracetat zerfallen, weil diese Stoffe die wichtigste Quelle für Trifluoracetat im Wasser und im Boden sind. Deswegen frage ich mich: Warum machen wir das in Deutschland nicht auch so? Es ist ja ganz offensichtlich: Nachbarstaaten machen das, EU-rechtlich ist es erlaubt. Und da Trifluoracetat das größte Problem an der Stelle ist, ist das auch einfach notwendig, wenn wir nicht wollen, dass sauberes Wasser irgendwann ein Luxusgut wird. Beifall: Grüne

Karl Bär fragt nach dem Grund für das deutsche Nicht-Handeln beim Verbot von PFAS-haltigen Pestiziden, da Nachbarstaaten wie Dänemark und die Niederlande bereits tätig geworden sind. Er betont die Notwendigkeit nationaler Schritte, um die Verschmutzung von Wasser und Boden durch Trifluoracetat zu stoppen.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Kollege Bär. – Sie hatten sich ja in der letzten Fragestunde schon dazu geäußert, und ich muss Ihnen sagen, dass die Regelungen zu PFAS tatsächlich ein Thema auf europäischer Ebene sind. Sie wissen, dass es um ein Verbot geht und dass geprüft wird, was verboten werden soll. Wir warten noch auf den Prüfbericht. Sicherlich gehört auch dazu, …
Vielen Dank, Herr Kollege Bär. – Sie hatten sich ja in der letzten Fragestunde schon dazu geäußert, und ich muss Ihnen sagen, dass die Regelungen zu PFAS tatsächlich ein Thema auf europäischer Ebene sind. Sie wissen, dass es um ein Verbot geht und dass geprüft wird, was verboten werden soll. Wir warten noch auf den Prüfbericht. Sicherlich gehört auch dazu, dass man berücksichtigen muss, zu was Ewigkeitschemikalien zerfallen, also zu Trifluoracetat bzw. Trifluoressigsäure, und dass man das entsprechend auch noch mal ins Auge fasst. ↳ Karl Bär (Grüne) Ich glaube aber, es ist auch wichtig, dass wir in Europa eine harmonisierte Regelung haben; denn das gehört auch mit dazu, sodass dann auch die gleichen Wettbewerbsbedingungen gegeben sind.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zu einer nächsten Nachfrage darf ich Marcel Bauer das Wort erteilen.
MA Marcel Bauer Linke rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Frau Staatssekretärin. – An der Wasserverseuchung durch PFAS in Kommunen, zum Beispiel im Landkreis Rastatt, zeigt sich, wie zerstörerisch der Marktdruck wirkt. Die Landwirte und Landwirtinnen werden zu schädlichen Praktiken – in dem Fall zur Ausbringung von kontaminiertem Kompost – gezwungen, und wir alle zahlen am Ende wegen vergifteter Lebensgrundlagen durch Stoffe wie PFAS und TFA. Was wollen …
Vielen Dank, Frau Staatssekretärin. – An der Wasserverseuchung durch PFAS in Kommunen, zum Beispiel im Landkreis Rastatt, zeigt sich, wie zerstörerisch der Marktdruck wirkt. Die Landwirte und Landwirtinnen werden zu schädlichen Praktiken – in dem Fall zur Ausbringung von kontaminiertem Kompost – gezwungen, und wir alle zahlen am Ende wegen vergifteter Lebensgrundlagen durch Stoffe wie PFAS und TFA. Was wollen Sie tun, um die Macht der Agrarkonzerne und der Handelsketten zu brechen, um endlich den Landwirten und Landwirtinnen eine schonende und sozial gerechte Landwirtschaft zu ermöglichen? Beifall: Linke (einzelne Abg.)

Der Redner thematisiert die PFAS-Wasserverseuchung, macht den Marktdruck sowie die Macht von Agrarkonzernen und Handelsketten für schädliche Praktiken in der Landwirtschaft verantwortlich und fragt nach Lösungen für eine sozial gerechte Landwirtschaft. Die Staatssekretärin widerspricht dieser Kausalität am Beispiel Rastatt, da dort kein Agrarkonzern involviert war, und fordert stattdessen pragmatische Lehren für den künftigen Schutz der landwirtschaftlichen Flächen.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Kollege, wenn Sie Rastatt als Beispiel nehmen, dann müssen Sie auch genau darauf achten, was dort passiert ist. In Rastatt wurde Kompost aus Papierschlämmen verwendet. Dafür war kein Agrarkonzern verantwortlich, und zu jener Zeit war das mit dieser Mischung auch tatsächlich erlaubt. Deswegen, glaube ich, ist es schwierig, zu sagen: Die Agrarkonzerne sind verantwortlich, und die Landwirte …
Sehr geehrter Herr Kollege, wenn Sie Rastatt als Beispiel nehmen, dann müssen Sie auch genau darauf achten, was dort passiert ist. In Rastatt wurde Kompost aus Papierschlämmen verwendet. Dafür war kein Agrarkonzern verantwortlich, und zu jener Zeit war das mit dieser Mischung auch tatsächlich erlaubt. Deswegen, glaube ich, ist es schwierig, zu sagen: Die Agrarkonzerne sind verantwortlich, und die Landwirte sind gezwungen. Bei mir vor Ort gibt es einen Landwirtschaftsring, der den Kalkschlamm, der bei der Aufbereitung des Kühlwassers eines Atomkraftwerks anfällt, in die Erde verbringt. Er ist aber nicht dazu gezwungen. Wichtig ist, dass man daraus lernt, nämlich lernt, was da drin ist, und dass man es nicht einfach auf den Acker gibt. Das Traurige dabei ist tatsächlich, dass diese Ackerfläche nicht mehr zur Verfügung steht. Die Landwirte können diese Fläche nicht mehr verwenden. Es ist tatsächlich sehr schwierig, dieses Problem vor Ort zu lösen, sodass wieder angebaut werden kann. Ich glaube, hier muss „Lessons learned“ gelten, und man muss mit den Erkenntnissen entsprechend umgehen. Das ist jetzt wichtig: Was darf auf den Acker? Was darf ausgebracht werden? Und was muss grundsätzlich verboten werden?
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zu einer letzten Nachfrage darf ich Dr. Julia Verlinden das Wort erteilen.
DR Dr. Julia Verlinden Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, ich bin schon ein bisschen älter; vielleicht habe ich eben die Antwort nicht genau gehört, die Sie auf eine Frage meines Kollegen Jan-Niclas Gesenhues gegeben haben. Und zwar hatte er Sie ja nach der kommunalen Abwasserrichtlinie und danach gefragt, wer die vierte Reinigungsstufe finanziert. Können Sie bitte noch mal bestätigen, dass diejenigen, die …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, ich bin schon ein bisschen älter; vielleicht habe ich eben die Antwort nicht genau gehört, die Sie auf eine Frage meines Kollegen Jan-Niclas Gesenhues gegeben haben. Und zwar hatte er Sie ja nach der kommunalen Abwasserrichtlinie und danach gefragt, wer die vierte Reinigungsstufe finanziert. Können Sie bitte noch mal bestätigen, dass diejenigen, die Verursacher dafür sind, dass es diese vierte Reinigungsstufe in den Kläranlagen überhaupt geben muss – zum Beispiel die Chemieindustrie –, nämlich dadurch, dass die ganzen Schadstoffe in das Wasser gelangen, wirklich verlässlich bei der Umsetzung der kommunalen Abwasserrichtlinie auch 80 Prozent finanzieren? Vielleicht habe ich es überhört. Und ich sage Ihnen gerne, warum ich ein bisschen misstrauisch bin. In der Chemieagenda der Bundesregierung ist eine Relativierung im Text zu finden, dass nämlich die Umsetzung dieser Richtlinie in nationales Recht eine bezahlbare chemische Produktion im Blick haben soll. Da bin ich doch ein bisschen misstrauisch geworden, was das denn heißen mag. Beifall: Grüne

Dr. Julia Verlinden erkundigt sich nach der Kostenträgerschaft für die vierte Reinigungsstufe bei Kläranlagen und äußert Misstrauen gegenüber einer Formulierung in der Chemieagenda, die eine bezahlbare chemische Produktion berücksichtigen soll. Parl. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter bestätigt den Anspruch auf eine 80-prozentige Finanzierung durch die Verursacher, verweist jedoch auf die Notwendigkeit fairer Wettbewerbsbedingungen für die Industrie.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrte Frau Kollegin Verlinden, Sie haben ja dazu auch eine Frage gestellt, auf die ich noch mal eingehe. Ich sehe da überhaupt keinen Widerspruch. Ich habe auch gesagt, dass für uns im BMUKN der Ansatz ist, dass entsprechend die erweiterte Herstellerverantwortung gilt oder gelten soll und wir die 80 Prozent als Ziel haben. Ich glaube, das ist gerecht. Man …
Sehr geehrte Frau Kollegin Verlinden, Sie haben ja dazu auch eine Frage gestellt, auf die ich noch mal eingehe. Ich sehe da überhaupt keinen Widerspruch. Ich habe auch gesagt, dass für uns im BMUKN der Ansatz ist, dass entsprechend die erweiterte Herstellerverantwortung gilt oder gelten soll und wir die 80 Prozent als Ziel haben. Ich glaube, das ist gerecht. Man kann nicht die Dinge dann sozialisieren, wenn sie Geld kosten. Bezüglich der Pharmaindustrie: Da haben Sie jetzt einen ganz wunden Punkt bei mir getroffen, weil in meinem Wahlkreis gerade ein Pharmaunternehmen dichtmacht und 220 Arbeitsplätze betroffen sind. Ich finde schon, dass wir Wettbewerbsbedingungen haben sollten – und in diesem Feld muss man sich bewegen –, die auch eine Produktion zulassen. Die hätten sie hier bei uns gehabt. Also wir haben noch keine vierte Reinigungsstufe; das gilt dort nicht. Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man sich hier auch mit den entsprechenden Stakeholdern auseinandersetzt und eine faire und gerechte Lösung findet.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Ich darf die Frage 4 des Abgeordneten Tobias Matthias Peterka, AfD, aufrufen: Wie weit ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Rückbau der drei am 15. April 2023 im Zuge des Atomausstiegs endgültig abgeschalteten Kernkraftwerke in Deutschland fortgeschritten?
RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Kollege, die letzten drei Atomkraftwerke stellten zum 15. April 2023 den Leistungsbetrieb ein. Der Abbau dieser Anlagen hat begonnen. Es wurden zentrale Teile der Anlagen bereits stillgesetzt und abgebaut. Beispielsweise wurde mit der Zerlegung von Kern- oder Reaktordruckbehältereinbauten begonnen. Darüber hinaus wurden in allen drei Atomkraftwerken die Brennelemente aus dem Reaktordruckbehälter entladen. Für die nächsten Jahre ist …
Sehr geehrter Herr Kollege, die letzten drei Atomkraftwerke stellten zum 15. April 2023 den Leistungsbetrieb ein. Der Abbau dieser Anlagen hat begonnen. Es wurden zentrale Teile der Anlagen bereits stillgesetzt und abgebaut. Beispielsweise wurde mit der Zerlegung von Kern- oder Reaktordruckbehältereinbauten begonnen. Darüber hinaus wurden in allen drei Atomkraftwerken die Brennelemente aus dem Reaktordruckbehälter entladen. Für die nächsten Jahre ist die Leerung der Brennelementlagerbecken eingeplant.
TO Tobias Matthias Peterka AfD rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Frau Staatssekretärin, wie Sie ja wissen, werden in Frankreich, Schweden, der Schweiz und auch Polen fleißig neue Reaktoren gebaut. Die bei uns jetzt in Rede stehenden Kernkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim sind alle baugleich. Haben Sie sich vielleicht überlegt, bis zu welchem Zeitpunkt ein Rückbau nicht mehr möglich wäre? – Eine Reaktivierung nicht mehr möglich wäre! …
Vielen Dank. – Frau Staatssekretärin, wie Sie ja wissen, werden in Frankreich, Schweden, der Schweiz und auch Polen fleißig neue Reaktoren gebaut. Die bei uns jetzt in Rede stehenden Kernkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim sind alle baugleich. Haben Sie sich vielleicht überlegt, bis zu welchem Zeitpunkt ein Rückbau nicht mehr möglich wäre? ↳ Harald Ebner (Grüne): »Rückbau ist möglich bis zur grünen Wiese!« – Eine Reaktivierung nicht mehr möglich wäre! – Und haben Sie vielleicht in Betracht gezogen, den Rückbau vorerst auf Eis zu legen? Wir könnten diese Kraftwerke schließlich noch brauchen. Wurde das bei Ihnen überhaupt angedacht? Beifall: AfD

Peterka hinterfragt die Staatssekretärin zum Umgang mit dem Rückbau deutscher Kernkraftwerke und schlägt vor, diesen vorerst auszusetzen, da die Anlagen noch benötigt werden könnten. Er stützt sein Argument auf den Bau neuer Reaktoren im europäischen Ausland.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend sachlichpragmatisch Farbige Stellen anklicken für die Deutung
RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Kollege Peterka, uns liegen keine Anträge der Eigentümer dieser Kernkraftwerke vor, und insofern erübrigt sich alles Weitere. Im Übrigen will ich auch noch mal richtigstellen, weil Sie auch die Schweiz genannt haben: In der Schweiz gibt es noch keinen neuen Beschluss, in den Bau von Atomkraftwerken einzusteigen, und sie baut derzeit auch kein neues Atomkraftwerk, sondern dort sind …
Sehr geehrter Kollege Peterka, uns liegen keine Anträge der Eigentümer dieser Kernkraftwerke vor, und insofern erübrigt sich alles Weitere. Im Übrigen will ich auch noch mal richtigstellen, weil Sie auch die Schweiz genannt haben: In der Schweiz gibt es noch keinen neuen Beschluss, in den Bau von Atomkraftwerken einzusteigen, und sie baut derzeit auch kein neues Atomkraftwerk, sondern dort sind immer noch die alten am Laufen. Ich glaube, man muss einfach bei den Fakten bleiben.
TO Tobias Matthias Peterka AfD rede Im Protokoll ↗
Die Schweiz plant aber – es gibt dort definitiv Planungsstände –, und man kann auch erwarten, dass die dort dann auch tätig werden. Für die anderen Länder gilt das aber auf jeden Fall weiterhin. Sie haben die Betreiber erwähnt. Die melden sich derzeit nicht, weil sie genau wissen, dass die politische Lufthoheit ihnen sowieso nichts ermöglichen wird. Es gibt da …
Die Schweiz plant aber – es gibt dort definitiv Planungsstände –, und man kann auch erwarten, dass die dort dann auch tätig werden. Für die anderen Länder gilt das aber auf jeden Fall weiterhin. ↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Ich habe auch schon viele Dinge geplant, die ich dann nicht umgesetzt habe!« Sie haben die Betreiber erwähnt. Die melden sich derzeit nicht, weil sie genau wissen, dass die politische Lufthoheit ihnen sowieso nichts ermöglichen wird. Es gibt da auch Hintergrundgespräche, von denen man hört, die ganz anders lauten. Es sind Kosten in Höhe von circa 20 Milliarden Euro, die allein die größten fünf Betreiber de facto auf die Stromabnehmer abwälzen werden – machen wir uns da nichts vor –, und wie Sie wissen, ist inzwischen eine Mehrheit der Deutschen gegen den Atomausstieg. Deswegen noch mal meine Frage: Wurde im Kabinett wenigstens mal diskutiert, ob man hier politisch Konsequenzen daraus zieht? Immerhin haben Sie die Grünen derzeit nicht in der Regierung; man könnte ja tätig werden.

Der Redner fragt nach politischen Konsequenzen aus den高昂en Kosten für Stromabnehmer und einer angeblichen Mehrheit gegen den Atomausstieg, woraufhin die Staatssekretärin rechtliche Grundlagen betont und Gegenfragen zu Kosten und Atommüll stellt.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend konfrontativpopulistisch Populismus 0,30 Farbige Stellen anklicken für die Deutung
RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Kollege Peterka, ich glaube, sowohl in der Schweiz als auch bei uns sind die rechtlichen Grundlagen die Grundlage für Entscheidungen und nicht Umfragen. Es ist wichtig, das noch mal klarzustellen. Der Atomausstieg steht nicht erneut im Koalitionsvertrag; aber wir haben den Ausstieg beschlossen und die rechtlichen Grundlagen dafür. Wenn Sie die Zahl von 20 Milliarden Euro in …
Sehr geehrter Herr Kollege Peterka, ich glaube, sowohl in der Schweiz als auch bei uns sind die rechtlichen Grundlagen die Grundlage für Entscheidungen und nicht Umfragen. Es ist wichtig, das noch mal klarzustellen. Der Atomausstieg steht nicht erneut im Koalitionsvertrag; aber wir haben den Ausstieg beschlossen und die rechtlichen Grundlagen dafür. Wenn Sie die Zahl von 20 Milliarden Euro in den Raum stellen, sollten Sie vielleicht auch noch mal benennen, was es die Bürgerinnen und Bürger kosten würde, wenn nach dem entsprechenden Atomrecht dann wieder aufgebaut werden würde, inklusive der Kosten für den zusätzlichen Anfall des Atommülls.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zu einer Nachfrage darf ich dem Abgeordneten Ebner das Wort erteilen.
HA Harald Ebner Grüne rede Im Protokoll ↗
Danke schön, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, ich glaube, Sie teilen mit mir die Erkenntnis, dass von fleißigem Reaktorenbau um uns herum keine Rede sein kann. Ganz im Gegenteil: Es gibt halt Absichtserklärungen. Alle Projekte werden viel länger dauern und kosten ein Vielfaches von dem, was geplant war. – Und relativ zur Energieerzeugung nimmt der Anteil des Atomstroms ab. Da …
Danke schön, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, ich glaube, Sie teilen mit mir die Erkenntnis, dass von fleißigem Reaktorenbau um uns herum keine Rede sein kann. Ganz im Gegenteil: Es gibt halt Absichtserklärungen. Alle Projekte werden viel länger dauern und kosten ein Vielfaches von dem, was geplant war. – Und relativ zur Energieerzeugung nimmt der Anteil des Atomstroms ab. Da jetzt angesprochen wurde, wie attraktiv das angeblich doch sein soll, möchte ich Sie gerne fragen, ob denn Atomkraft ohne Subventionierung durch Steuermittel überhaupt wirtschaftlich sein könnte. Beifall: Grüne ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Und die Windräder werden ja alle von privatem Geld gebaut!«

Der Redner hinterfragt die Wirtschaftlichkeit der Atomkraft und verweist auf Bauverzögerungen, hohe Kosten und unklare Folgekosten für Zwischen- und Endlagerung, die den Haushalt belasten.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Ich will mal die Gestehungskosten anführen, und die sind bei der Atomkraft am höchsten. Ich glaube, das spricht für sich. Wenn man allein schon die Zwischen- und Endlagerung und den langen Zeitraum der Endlagerung betrachtet: Man kann gar nicht prognostizieren, wie hoch die Kosten dafür sind. – Ich habe Sie nicht verstanden, Frau von Storch; vielleicht ist das auch gut …
Ich will mal die Gestehungskosten anführen, und die sind bei der Atomkraft am höchsten. ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Voll die Milchmädchenrechnung!« Ich glaube, das spricht für sich. Wenn man allein schon die Zwischen- und Endlagerung und den langen Zeitraum der Endlagerung betrachtet: Man kann gar nicht prognostizieren, wie hoch die Kosten dafür sind. ↳ AfD – Ich habe Sie nicht verstanden, Frau von Storch; vielleicht ist das auch gut so. – ↳ Dr. Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): »Stimmt!« Wir stellen fest, dass das tatsächlich eine nicht prognostizierbare Summe ist. Wir sehen aber die vielen Milliarden Euro, die uns das schon jetzt im Haushalt kostet.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zu einer Nachfrage hat sich Dr. Ingo Hahn gemeldet.
DR Dr. Ingo Hahn AfD rede Im Protokoll ↗
Herr Präsident, vielen Dank. – Frau Staatssekretärin von der Bundesregierung, Ihr Bundeskanzler, Herr Merz, hat die Energiewende mit den Worten beschrieben – ich zitiere –: „Diese Energiewende, wenn wir sie jetzt nicht korrigieren, bringt uns um.“ Und den Kernkraftausstieg hat er als – ich zitiere – „schweren strategischen Fehler“ bezeichnet. Zugleich wird berichtet, die Wiederinbetriebnahme einzelner Kernkraftwerke sei möglich. Deshalb …
Herr Präsident, vielen Dank. – Frau Staatssekretärin von der Bundesregierung, Ihr Bundeskanzler, Herr Merz, hat die Energiewende mit den Worten beschrieben – ich zitiere –: „Diese Energiewende, wenn wir sie jetzt nicht korrigieren, bringt uns um.“ Und den Kernkraftausstieg hat er als – ich zitiere – „schweren strategischen Fehler“ bezeichnet. Zugleich wird berichtet, die Wiederinbetriebnahme einzelner Kernkraftwerke sei möglich. Deshalb hier meine Frage: Warum veranlasst die Bundesregierung vor diesem Hintergrund nicht unverzüglich ein Moratorium für den weiteren Rückbau der zuletzt abgeschalteten Kernkraftwerke? Wäre das nicht sinnvoll? Genau das wäre ja möglich. Sie haben eben gesagt, Sie hätten keine Möglichkeit, die Betreiber hätten keine Anträge gestellt. Das wäre eine Möglichkeit. Ihre Bundesregierung könnte jetzt handeln. Warum tun Sie das nicht? Beifall: AfD ↳ Dr. Malte Kaufmann (AfD): »So wie Belgien!«

Der Redner zitiert Aussagen des Unions-Kanzlerkandidaten Merz zur Energiewende und zum Kernkraftausstieg und fordert die Bundesregierung auf, einen Moratorium für den Rückbau der zuletzt abgeschalteten Kernkraftwerke zu veranlassen.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend konfrontativpragmatisch Populismus 0,30 Farbige Stellen anklicken für die Deutung
RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Kollege von der AfD, ich beteilige mich nicht an Ihren Spekulationen. Wir haben eine Entscheidung getroffen. Wir sind nicht Eigentümer oder Betreiber, ↳ Beatrix von Storch (AfD) und wir haben bisher auch keine Anträge auf dem Tisch liegen. Wir beteiligen uns auch nicht an Spekulationen über irgendwelche Möglichkeiten mit Blick auf das Ausland.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zu einer weiteren Nachfrage erhält jetzt Maximilian Kneller, AfD, das Wort.
MA Maximilian Kneller AfD rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin, vielen Dank. – Zunächst mal: Wenn Sie immer diese Mär von der teuren Kernkraft erzählen, muss man sich ja schon mal fragen, warum sie alle anderen Länder nutzen. Die machen das ja wahrscheinlich nicht aus Nächstenliebe oder weil es so teuer ist. Und ich glaube auch, dass die Kernkraft in ihrer Geschichte durch die …
Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin, vielen Dank. – Zunächst mal: Wenn Sie immer diese Mär von der teuren Kernkraft erzählen, muss man sich ja schon mal fragen, warum sie alle anderen Länder nutzen. Die machen das ja wahrscheinlich nicht aus Nächstenliebe oder weil es so teuer ist. Und ich glaube auch, dass die Kernkraft in ihrer Geschichte durch die Produktion von günstigem Strom mehr für arme Menschen getan hat als die SPD. – Aber das nur vorweg! Zur Frage. Sie sprechen immer von Unabhängigkeitsenergien. Über den Daumen gepeilt brauchen Sie 1 000 große Windräder, um von der reinen Leistung her ein Kernkraftwerk zu ersetzen, und für den Bau all dieser Windräder sind Sie auf Rohstoffe angewiesen, die Sie in erheblicher Skalierung benötigen und bei denen China zum Teil zu 90 Prozent bis 100 Prozent Monopolist ist. Ich würde von Ihnen gerne wissen: Wie kommen Sie da auf den Begriff der Unabhängigkeitsenergie, während Sie bei Uran fünf, sechs, sieben, acht oder noch mehr Anbieter haben, von denen Sie das Material für die Brennstäbe in den Kernkraftwerken bekommen können? Ich würde gerne wissen, wie Sie vor diesem Hintergrund zur Einschätzung kommen, dass wir unabhängiger sind, wenn wir die Kernkraft ablehnen –

Der Redner kritisiert die ablehnende Haltung zur Kernkraft und hinterfragt den Begriff der Unabhängigkeitsenergie im Kontext erneuerbarer Energien. Er argumentiert, dass Windenergie von chinesischen Rohstoffmonopolen abhängig sei, während Uran von mehreren Anbietern bezogen werden könne.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend polemischpragmatisch Populismus 0,60 Farbige Stellen anklicken für die Deutung
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Achten Sie auf die Zeit.
MA Maximilian Kneller AfD kurz Im Protokoll ↗
und stattdessen auf die sehr teuren und sehr kostenintensiven Erneuerbaren setzen. – Vielen Dank. Beifall: AfD

Der Redner wirft der Politik vor, auf kostenintensive erneuerbare Energien zu setzen. Die Parlamentarische Staatssekretärin entgegnet daraufhin mit Verweis auf die Recyclbarkeit von Windkraftanlagen und grenzt diese von der langfristigen und generationenübergreifenden Kostenlast der atomaren Reststoffe ab.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Herr Kollege Kneller, 90 Prozent einer Windkraftanlage sind recycelbar. ↳ AfD: »Bitte?« – Das ist richtig und wichtig. – Vor allem muss beim Recyceln der Reststoffe nicht 1 Million Jahre sicher gelagert werden, und es haben nicht Generationen unserer Nachkommen das zu behandeln und die Kosten zu tragen. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Darum ging es nicht!«
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Als letztem Nachfrager erteile ich das Wort Jan-Niclas Gesenhues, Bündnis 90/ Die Grünen.
DR Dr. Jan-Niclas Gesenhues Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Wenn es parlamentarisch zulässig wäre, würde ich jetzt mutmaßen, dass der Kollege von der AfD hier lügen würde. Aber weil das ja nicht zulässig ist, glaube ich jetzt einfach mal, dass es wahrscheinlich Unkenntnis ist. Denn Sie haben gerade gesagt, alle Länder würden auf Atomkraft setzen. Es sind 15 Prozent der Länder. Das heißt, 85 …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Wenn es parlamentarisch zulässig wäre, würde ich jetzt mutmaßen, dass der Kollege von der AfD hier lügen würde. ↳ Stephan Brandner (AfD): »Woher mutmaßen Sie das denn?« Aber weil das ja nicht zulässig ist, glaube ich jetzt einfach mal, dass es wahrscheinlich Unkenntnis ist. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Ich würde niemals sagen, dass Sie dämlich sind! Das ist nämlich unparlamentarisch!« Denn Sie haben gerade gesagt, alle Länder würden auf Atomkraft setzen. Es sind 15 Prozent der Länder. Das heißt, 85 Prozent der Länder betreiben keine Atomkraftwerke. Das vielleicht einmal zur Klarstellung an der Stelle! Beifall: Grüne Frau Staatssekretärin, wenn man sich auf diese Spekulation einließe: Die Atomruinen bräuchten dann ja neue Betriebsgenehmigungen. Es müssten periodische Sicherheitsüberprüfungen gemacht werden; diese sind seit über zehn Jahren nicht mehr gemacht worden.↳ AfD: »Alles politische Fragen!« Die Kernkraftwerke sind im Rückbau befindlich. Wäre es technisch überhaupt möglich, sie mit Blick auf die Sicherheitsüberprüfungen auf den Stand zu bringen, ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Ja, technisch ist das möglich!« sodass man wieder eine Betriebsgenehmigung bekommen könnte? Und mit welchen Kosten wäre das überhaupt verbunden? ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Das sind Gesetze, die Sie gemacht haben!«

Der Redner korrigiert eine Aussage der AfD zum weltweiten Anteil von Ländern mit Atomkraft und bezweifelt anschließend die technische und regulatorische Machbarkeit einer Wiederinbetriebnahme deutscher Kernkraftwerke, indem er auf ausstehende Sicherheitsüberprüfungen und die aktuellen Rückbauarbeiten verweist.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter SPD rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Kollege Gesenhues, ich kann nicht abschätzen, welche Kosten auf die Betreiber dann zukommen würden. Aber im Prinzip ist es ja so: Sie haben einen fortgeschrittenen Abbau, und Sie müssen vieles neu machen. Entsprechend brauchen Sie dann auch die Sicherheitsüberprüfungen und die entsprechenden Auslegungen für den Reaktor und die Brennelemente. Und vielleicht auch noch einen Satz dazu, was …
Sehr geehrter Herr Kollege Gesenhues, ich kann nicht abschätzen, welche Kosten auf die Betreiber dann zukommen würden. Aber im Prinzip ist es ja so: Sie haben einen fortgeschrittenen Abbau, und Sie müssen vieles neu machen. Entsprechend brauchen Sie dann auch die Sicherheitsüberprüfungen und die entsprechenden Auslegungen für den Reaktor und die Brennelemente. Und vielleicht auch noch einen Satz dazu, was es bedeutet, wenn man Atomkraftwerke hat: Sie sind auch potenzielle Ziele – ich nenne jetzt nur mal Saporischschja in der Ukraine –, und sie kosten uns viel Geld, wie zum Beispiel auch der Shelter von Tschernobyl. Nur um das mal zu sagen! Wir gucken natürlich auch, wie sich die radiologische Lage entwickelt, zum Beispiel im Irankonflikt. Das können Sie nicht einfach ausblenden. Sie müssen da schon das Ganze betrachten.

Die Rednerin weist auf die hohen Kosten und Sicherheitsanforderungen bei einer Wiederaufnahme des Atomkraftwerksbetriebs hin und betont, dass Atomkraftwerke auch potenzielle Angriffsziele sind.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Damit kommen wir zur Frage 5 der Abgeordneten Lisa Badum, Bündnis 90/Die Grünen: Welche konkreten Schlüsse zieht das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aus den Verhandlungen und Ergebnissen der Ersten Internationalen Konferenz zum Ausstieg aus den fossilen Energien in Santa Marta für die eigene Regierungsarbeit, auch mit Blick auf die anstehenden Klimaverhandlungen bei der …
Vielen Dank. – Damit kommen wir zur Frage 5 der Abgeordneten Lisa Badum, Bündnis 90/Die Grünen: Welche konkreten Schlüsse zieht das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aus den Verhandlungen und Ergebnissen der Ersten Internationalen Konferenz zum Ausstieg aus den fossilen Energien in Santa Marta (Kolumbien) für die eigene Regierungsarbeit, auch mit Blick auf die anstehenden Klimaverhandlungen bei der COP31, und bis wann legt die Bundesregierung entsprechende Maßnahmen vor, beispielsweise im Rahmen der Überarbeitung des Klimaschutzprogrammes?
RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Liebe Frau Kollegin Badum, wir haben es ja heute Morgen schon besprochen, aber jetzt noch mal: Die Konferenz in Santa Marta ist mit folgendem Ergebnis zu Ende gegangen: Es gibt künftig drei gemeinsame Arbeitsstränge zur Vertiefung der Zusammenarbeit. Im ersten Strang geht es um die Erstellung von nationalen Roadmaps zur Abkehr von fossilen Energien. Der zweite Arbeitsstrang befasst sich mit …
Liebe Frau Kollegin Badum, wir haben es ja heute Morgen schon besprochen, aber jetzt noch mal: Die Konferenz in Santa Marta ist mit folgendem Ergebnis zu Ende gegangen: Es gibt künftig drei gemeinsame Arbeitsstränge zur Vertiefung der Zusammenarbeit. Im ersten Strang geht es um die Erstellung von nationalen Roadmaps zur Abkehr von fossilen Energien. Der zweite Arbeitsstrang befasst sich mit makroökonomischen Abhängigkeiten und Fragen zum internationalen Finanzsystem mit Fokus unter anderem auf die beschränkte Handlungsfähigkeit mancher Staaten durch Verschuldung, auf finanzielle Anreize und auf den Abbau von Subventionen für fossile Energien. Im dritten Arbeitsstrang geht es um die Zusammenarbeit zwischen Produzenten- und Konsumentenländern. Weitere Ergebnisse der Konferenz sind die Gründung einer Koordinierungsgruppe für die erwähnten Arbeitsstränge und die Vorbereitung einer Folgekonferenz, der Launch eines hochrangigen internationalen Wissenschaftspanels zum Thema „Abkehr von fossilen Energien“ sowie eine Nachfolgekonferenz im Jahr 2027 auf Tuvalu. Die Bundesregierung begrüßt, dass sich viele Staaten stärker zur konkreten Umsetzung der auf der COP28 im Jahr 2023 –
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Hier meldet sich der Zeitmesser.
RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
– beschlossenen Abkehr von fossilen Energien austauschen wollen.
LI Lisa Badum Grüne rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, Sie sagen es: Viele Länder wollen jetzt einen Plan zum Ausstieg aus fossilen Energien erstellen. Hier in Deutschland gibt es nun einen Referentenentwurf für ein Gebäudemodernisierungsgesetz. Darin steht, dass es kein Enddatum für Öl- und Gasheizungen mehr geben soll. Das gab es; Sie schaffen das extra ab. In einer Zeit, in der fossile …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Staatssekretärin, Sie sagen es: Viele Länder wollen jetzt einen Plan zum Ausstieg aus fossilen Energien erstellen. Hier in Deutschland gibt es nun einen Referentenentwurf für ein Gebäudemodernisierungsgesetz. Darin steht, dass es kein Enddatum für Öl- und Gasheizungen mehr geben soll. Das gab es; Sie schaffen das extra ab. In einer Zeit, in der fossile Energien knapp und teuer sind, sagen Sie also: Öl- und Gasheizungen sollen bis ultimo laufen. Und daher frage ich Sie: Ist dieses Gesetz klimaschädlich oder nicht? Dient dieses Gesetz einem Plan zum Ausstieg aus fossilen Energien, wie er in Santa Marta gefordert wurde, oder nicht? Beifall: Grüne

Die Rednerin kritisiert einen Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz, da dieser ein Enddatum für Öl- und Gasheizungen streicht, und fragt, ob dieses Gesetz klimaschädlich sei und nicht den auf der COP in Santa Marta geforderten Ausstiegsplan aus fossilen Energien erfülle.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Liebe Frau Badum, in Santa Marta wurde kein Ausstiegsplan beschlossen. Ich habe gerade aufgezeigt, was man vereinbart hat. Ich will bezüglich eines Ausstiegsplans noch mal ausdrücklich auf den Kohleausstieg in Deutschland – Stichwort „Transformation“ – und darauf hinweisen, was wir im Bereich Transformation tun. Außerdem möchte ich auf die Klimaschutzziele hinweisen, die wir erreichen wollen und müssen, sowie auf unseren …
Liebe Frau Badum, in Santa Marta wurde kein Ausstiegsplan beschlossen. Ich habe gerade aufgezeigt, was man vereinbart hat. Ich will bezüglich eines Ausstiegsplans noch mal ausdrücklich auf den Kohleausstieg in Deutschland – Stichwort „Transformation“ – und darauf hinweisen, was wir im Bereich Transformation tun. Außerdem möchte ich auf die Klimaschutzziele hinweisen, die wir erreichen wollen und müssen, sowie auf unseren Klimaschutzplan. Es ist niemand verpflichtet, weiterhin eine Öl- oder Gasheizung zu haben, sondern es besteht die Möglichkeit, zum Beispiel eine Wärmepumpe zu installieren oder sich an ein Wärmenetz anschließen zu lassen. Insofern sehe ich da keinen Widerspruch.
LI Lisa Badum Grüne rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrte Frau Staatssekretärin, wir haben schon mehrfach über dieses neue Gesetz gesprochen, und Ihre Aussage war: Sie können nicht beurteilen, ob es klimaschädlich ist, weil es nur Eckpunkte sind. – Jetzt gibt es aber einen Referentenentwurf, und deswegen möchte ich eine klare Antwort von Ihnen. Aus meiner Sicht ist es so: Wenn Minister Schneider dieses Gesetz durchwinkt, ist seine …
Sehr geehrte Frau Staatssekretärin, wir haben schon mehrfach über dieses neue Gesetz gesprochen, und Ihre Aussage war: Sie können nicht beurteilen, ob es klimaschädlich ist, weil es nur Eckpunkte sind. – Jetzt gibt es aber einen Referentenentwurf, und deswegen möchte ich eine klare Antwort von Ihnen. Aus meiner Sicht ist es so: Wenn Minister Schneider dieses Gesetz durchwinkt, ist seine Klimabilanz schon jetzt negativ, und zwar für seine gesamte Amtszeit. Dieses Gesetz wird bis 2040 Mehremissionen von bis zu 170 Millionen Tonnen bringen. ↳ Beatrix von Storch (AfD) Und das bedeutet: Egal welche positiven Maßnahmen der Minister hier noch umsetzt – sei es bei Windkraft, bei E-Autos oder in anderen Bereichen –, insgesamt ist das, was passiert, schädlich für den Klimaschutz. Deswegen frage ich Sie: Wird der Minister dieses Gesetz aufhalten, oder hat er schon jetzt aufgegeben und wird er mit einer negativen Bilanz als erfolgloser und gescheiterter Umwelt- und Klimaminister in die Geschichte eingehen? Beifall: Grüne (einzelne Abg.)

Die Rednerin wirft dem Umweltminister vor, durch die Befürwortung des vorliegenden Gesetzes massiv klimaschädliche Mehremissionen zu verursachen und seine Klimabilanz dauerhaft zu ruinieren. Sie fordert eine klare Aussage, ob der Minister das Gesetz stoppt oder als gescheitert gilt.

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RI Rita Schwarzelühr-Sutter regierung Im Protokoll ↗
Sehr geehrte Frau Kollegin Badum, Sie gehen sehr hart ins Gericht, vor allem mit meinem Minister und mit unserem Haus. Wir sind jetzt in der Ressortabstimmung. Für uns ist wichtig, dass wir unsere Klimaschutzziele tatsächlich erreichen. Dazu hat sich die Bundesregierung mit dem Klimaschutzprogramm committet, und entsprechend werden wir dieses Gesetz jetzt auch prüfen. Nach der Ressortabstimmung geht es ja …
Sehr geehrte Frau Kollegin Badum, Sie gehen sehr hart ins Gericht, vor allem mit meinem Minister und mit unserem Haus. Wir sind jetzt in der Ressortabstimmung. Für uns ist wichtig, dass wir unsere Klimaschutzziele tatsächlich erreichen. Dazu hat sich die Bundesregierung mit dem Klimaschutzprogramm committet, und entsprechend werden wir dieses Gesetz jetzt auch prüfen. Nach der Ressortabstimmung geht es ja ins Kabinett und dann ins parlamentarische Verfahren. Insofern finde ich das, was Sie gerade beschrieben haben, mit Verlaub, schon sehr pointiert, und ich halte die Art und Weise, wie Sie meinen Minister dargestellt haben, für nicht gerechtfertigt. ,Vizepräsident Bodo Ramelow: Vielen Dank. – Damit darf ich die Aussprache beenden. Ich rufe auf den Zusatzpunkt 1: Aktuelle Stunde auf Verlangen der Fraktion der AfD Ein Jahr Regierung unter Bundeskanzler Merz – Auswirkungen auf Deutschland als führende Industrienation Ich darf die Aussprache eröffnen und für die AfD-Fraktion Dr. Bernd Baumann das Wort erteilen. Beifall: AfD
DR Dr. Bernd Baumann AfD rede Im Protokoll ↗
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die Deutschen haben ihr Urteil bereits gefällt: Nach nur einem Jahr Regierung bewerten sie Friedrich Merz katastrophaler als jemals einen Kanzler in der gesamten Geschichte der Republik. Auch in der ganzen westlichen Welt gibt es keinen Regierungschef, den die eigene Bevölkerung für so unehrlich, so unfähig hält und der so unbeliebt ist. Das alles …
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die Deutschen haben ihr Urteil bereits gefällt: Nach nur einem Jahr Regierung bewerten sie Friedrich Merz katastrophaler als jemals einen Kanzler in der gesamten Geschichte der Republik. Auch in der ganzen westlichen Welt gibt es keinen Regierungschef, den die eigene Bevölkerung für so unehrlich, so unfähig hält und der so unbeliebt ist. Das alles hat nur einen Grund: Friedrich Merz kann es nicht! Beifall: AfD Und mit seiner Regierung kann es auch nichts mehr werden. Er war angetreten mit dem Versprechen von Haushaltsdisziplin, von Steuersenkungen, vom Ende des links-grünen Klimawahns, vom Stopp der Migration. Merz versprach wörtlich: „Links ist vorbei“ und Schluss mit den „linken Spinnern“! Die Forderungen waren richtig; es waren ja unsere Forderungen. Und darum gab es für diese Politik hier im Parlament seit der Bundestagswahl auch immer eine Mehrheit. Aber statt diese Mehrheit zu nutzen, paktiert Friedrich Merz seit einem Jahr genau mit diesen – Zitat – „linken Spinnern“. Diese Koalition konnte von vornherein nichts werden, meine Damen und Herren. Beifall: AfD Es war von Anfang an klar, dass Merz mit der SPD nichts würde umsetzen können. Die SPD kann ja gar nicht mitmachen; sie würde sonst viele ihrer Restwähler verlieren – an die Linken, an die Grünen. ↳ Dr. Klaus Wiener (Union): »90 Gesetze seit einem Jahr! Nicht „nichts“!« Und es war ebenso klar, dass Union und SPD sich heillos zerstreiten würden. Und genau so ist es gekommen. Der Kanzler brüllt den Vizekanzler an – so laut, dass Presse und Öffentlichkeit es mitkriegen –, ↳ Mahmut Özdemir (SPD): »Bei Ihnen wird der finanzpolitische Sprecher nur geschlagen!« der SPD-Fraktionschef spricht dem Kanzler jede Führungsfähigkeit ab. Und spätestens seit SPD-Ministerin Bas dem Kanzler Zynismus und Menschenverachtung an den Kopf wirft, Heiterkeit: AfD (einzelne Abg.) muss allen klar sein: In dieser Regierung sind alle Tischtücher zerschnitten. Beifall: AfD Selbst die „FAZ“ vermeldet jetzt: „Diese Koalition ist nicht mehr zu retten“. Und genau so ist es auch. Diese Regierung wird auch künftig keine der notwendigen Reformen auf den Weg bringen. Das steht jetzt schon fest, mit nahezu mathematischer Gewissheit. Das wird nichts mehr! Beifall: AfD Führende Kreise in der Union haben das längst verstanden. Diese Koalition muss ein Ende haben. Christian von Stetten, Chef der größten Gruppe unter den Unionsparlamentariern, sagt wörtlich: Diese Koalition hält sicher keine vier Jahre.↳ Fabian Gramling (Union): »Geht auch nur noch drei Jahre!« ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Aber es waren insgesamt vier!« SPD und Union passten einfach nicht zusammen. – Sein Fazit: Wir müssen es beenden. Beifall: AfD Welche Durchschlagskraft diese Worte haben, zeigt sich daran, dass niemand aus der Union ihn dafür kritisiert hat – kein Spahn, kein Dobrindt, kein Linnemann. Denn sie alle wissen: Der Mann hat recht. Und genau deshalb brauchen wir jetzt Neuwahlen. Beifall: AfD Aber viele Unionsabgeordnete wollen keine Neuwahlen; ein Viertel würde ja gar nicht mehr ins Parlament kommen. Aber wenn Sie von der Union schon keine Neuwahlen wollen, dann entlassen Sie endlich die SPD-Minister aus der Regierung. Machen Sie sich frei davon! Lösen Sie die Blockade, und nutzen Sie die Mehrheiten hier im Bundestag, für die der Wähler gesorgt hat, meine Damen und Herren! Beifall: AfD ↳ Felix Schreiner (Union): »Die AfD braucht kein Mensch!« Wir könnten alle Reformen umsetzen, die Deutschland braucht, um als führende Industrienation zu überleben. Schluss mit CO2-Abgaben und teurer Energie, dafür Kernkraft und Verbrennermotor! ↳ Dr. Alaa Alhamwi (Grüne) Wir müssen die Mittel für die irre teuren links-grünen Unsinnsprogramme einsparen und mit dem Geld die Steuern senken. Dann wäre wirklich Schluss mit links. Und das ist es, was die Republik braucht, meine Damen und Herren. Beifall: AfD Sie von der Union wissen doch selbst: Unsere Industrie verliert jeden Monat – jeden Monat! – Zehntausende Industriearbeitsplätze. Wir verlieren unsere Weltmarktstellung, über Jahrzehnte und Jahrhunderte aufgebaut: Automobilbau, Chemie, Maschinenbau, alle Branchen. Diese Katastrophe schlägt sich ja längst auch im Bundeshaushalt nieder. Schon 2029 ist kein Geld mehr da, nur noch für Zinsen, Soziales und Verteidigung. ↳ Dunja Kreiser (SPD): »Soziales ist Ihnen nicht so wichtig, ja?« Meine Damen und Herren von der Union, beenden Sie diese Koalition! Denn wenn Sie es nicht tun, beenden Sie Deutschland, so wie wir es kennen. Beifall: AfD

Der Redner erklärt die Regierungskoalition für gescheitert und fordert ihren sofortigen Bruch sowie Neuwahlen. Er argumentiert, dass die Union mit der AfD-Mehrheit im Bundestag politische Reformen zur Rettung des Industriestandorts Deutschland umsetzen solle.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die Bundesregierung darf ich der Parlamentarischen Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Gitta Connemann, das Wort erteilen. Beifall: Union Beifall: SPD
GI Gitta Connemann regierung Im Protokoll ↗
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! „Ein Jahr Regierung unter Bundeskanzler Merz – Auswirkungen auf Deutschland als führende Industrienation“: Diesen Titel hatten Sie für diese Debatte angemeldet. Sie haben über alles gesprochen, aber über eines nicht: über die Industrienation Deutschland. Sie können Gift spucken, aber Sie haben zu jeglichem Inhalt eine Sendepause eingelegt. Da hätte unser Land anderes verdient. Fast …
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! „Ein Jahr Regierung unter Bundeskanzler Merz – Auswirkungen auf Deutschland als führende Industrienation“: Diesen Titel hatten Sie für diese Debatte angemeldet. Sie haben über alles gesprochen, aber über eines nicht: über die Industrienation Deutschland. Beifall: Union ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Natürlich!« ↳ Dr. Malte Kaufmann (AfD): »Die ganze Rede!« Sie können Gift spucken, aber Sie haben zu jeglichem Inhalt eine Sendepause eingelegt. Da hätte unser Land anderes verdient. ↳ Dr. Klaus Wiener (Union): »Ja!« Fast jeder fünfte Euro unserer Wirtschaftsleistung entsteht nämlich in der Industrie. Rund 20 Prozent unserer Bruttowertschöpfung hängen direkt an ihr. Übrigens verdienen 7,25 Millionen Menschen dort ihr Geld. Sie hätten Inhalte gebraucht, aber eben nicht Ihre Ätzerei. Beifall: Union ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Die kommt von Ihnen!« Deshalb übrigens auch die klare Ansage an alle, die eine Deindustrialisierung fordern oder bereit sind, unsere Industrie auf grünen Altären zu opfern, ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Das machen Sie doch!« Sie legen gemeinsam die Axt an unseren Wohlstand und damit auch an unseren sozialen Frieden und an die Demokratie. Beifall: Union (einzelne Abg.) ↳ AfD: »Wer klatscht denn eigentlich bei der SPD?« Wohlstand entsteht nämlich nicht in Talkshows, auf Klimademos oder auf anderen Demos. Er muss erwirtschaftet werden, vorneweg in der Industrie. Sie ist das Rückgrat unserer Wertschöpfung, der Motor unserer technologischen Zukunft, übrigens auch der Garant unserer strategischen Souveränität. Deshalb müssen wir Chemieland bleiben, Automobilland, Pharmaland, Stahlland, Maschinenbauland, Elektroland und damit übrigens auch Mittelstandsland; denn im verarbeitenden Gewerbe gibt es nicht nur Konzerne, sondern auch ganz viele KMUs, und die Zulieferindustrie ist mittelständisch geprägt. Beifall: Union Wenn es der Industrie gut geht, geht es unserem Land gut. Doch die Realität ist auch: Unsere Industrie steht unter Druck. Die Umsätze sind zehn Quartale in Folge gesunken. 20 000 Insolvenzen gab es im letzten Jahr. Mehr als 120 000 Arbeitsplätze sind dort im letzten Jahr verloren gegangen. Natürlich gibt es Boombranchen: die Verteidigungsindustrie, den Schiffbau. Lachen: AfD ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Die bezahlt der Steuerzahler, die „Boombranche“!« Aber gerade das Flaggschiff, die Automobilindustrie, macht unsere Verletzlichkeit deutlich. Wir stehen an einem industriellen Wendepunkt. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Am Abgrund stehen wir! Am Abgrund!« Die Welt um uns verändert sich rasant. Handelskonflikte nehmen zu, geopolitische Spannungen wachsen. In dieser Lage ↳ Beatrix von Storch (AfD): »... sprengen wir unsere Kernkraftwerke!« stellt sich auch für uns die entscheidende Frage: Bleibt Deutschland führendes Industrieland? ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Ohne Verbrenner! Ohne Kernkraft! Ohne Kohle!« Für uns ist die Antwort klar: Ja! Und das ist möglich; denn Deutschland hat immer noch ein starkes industrielles Fundament, unsere Unternehmen sind Weltspitze, unsere Beschäftigten gehören zu den besten Fachkräften der Welt. Deshalb haben CDU/CSU und SPD sich im Koalitionsvertrag verpflichtet, den Industriestandort Deutschland zu stärken und Maßnahmen vereinbart. Und wir haben geliefert. Gasspeicherumlage: abgeschafft. ↳ AfD: »Oh!« Übertragungsnetzkosten: gesenkt. Stromsteuer für energieintensive Betriebe: dauerhaft reduziert. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Mit Subventionen!« Industriestrompreis: genehmigt. Ich sage sehr deutlich: Darüber ist drei Jahre in Deutschland gesprochen worden. Unsere Bundesministerin Katherina Reiche hat dies in einigen Monaten erwirkt, und das ist gut so. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Strompreiskompensation: rückwirkend für 2025 ausgeweitet auf 31 Sektoren. CCS, CCU: möglich gemacht. Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft: beschleunigt. Umsetzung der EU-Richtlinien: nur noch eins zu eins. CBAM: wird überarbeitet. Genehmigungsverfahren: vereinfacht. Das ist die Bilanz. Das war der Anfang, ein starker Anfang. Beifall: Union (einzelne Abg.) Aber jetzt muss die zweite Stufe gezündet werden. Lachen: AfD (einzelne Abg.) ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Bitte nicht! Hilfe!« Wir brauchen bessere Standortbedingungen. Unsere Unternehmen brauchen Luft zum Atmen, weniger Bürokratie, weniger Abgaben und Steuern, innovationsfreundliche Regulierung, wettbewerbsfähige Energiekosten. Was nicht hilft, sind extreme Vorschläge von der sogenannten Alternative für Deutschland: Austritt aus der EU, Rückkehr zur D-Mark, Protektionismus. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Unsinn!« Das wäre das Ende unserer Exportnation und damit auch unserer Industrie, die Sie vermeintlich schützen wollen. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Grüne (einzelne Abg.) ↳ AfD: »Grenzschutz!« Denn die meisten Exportgüter kommen aus der Industrie. Rückkehr zu russischem Gas würde bedeuten: Abhängigkeit von einem Diktator. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Das ist jetzt einfach nicht mehr angemessen! Die Lage ist zu ernst für diese Platte!« Dabei gehen ganz rechts und ganz links übrigens Hand in Hand im Parlament. Willkommen im blau-pinken Autokratenklub, aber ohne uns! ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Immer diese Platte! Das Land geht vor die Hunde! Und Sie spielen hier eine Platte ab!« ↳ Pascal Meiser (Linke): »Was reden Sie denn für einen Unsinn?« Das Letzte: Ihre Forderung nach der Ausweisung von Migranten. 60 Prozent unserer Schweiß- und Verbindungstechniker haben einen Migrationshintergrund.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Frau Staatssekretärin.
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Frau Staatssekretärin, die Zeit ist abgelaufen.
GI Gitta Connemann regierung Im Protokoll ↗
Sie? Das kann ich nicht sehen. Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Gehen wir das gemeinsam an: für die Zukunft, für die Industrie, –
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Frau Staatssekretärin.
GI Gitta Connemann regierung Im Protokoll ↗
– für unseren Wohlstand, für unsere Wertschöpfung. Danke schön. Beifall: Union Beifall: SPD
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für Bündnis 90/Die Grünen darf ich Julian Joswig das Wort erteilen. Beifall: Grüne
JU Julian Joswig Grüne rede Im Protokoll ↗
Sehr verehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein Jahr Bundesregierung unter Friedrich Merz, das heißt auch ein Jahr Katherina Reiche als Wirtschaftsministerin. Das Einzige, was zuverlässig gewachsen ist, ist die Enttäuschung. Die deutsche Wirtschaft ist enttäuscht, weil diese Regierung so viel versprochen hat und so wenig liefert. Das wird in ganz vielen Bereichen deutlich, beispielsweise bei der Energiepolitik. Im …
Sehr verehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein Jahr Bundesregierung unter Friedrich Merz, das heißt auch ein Jahr Katherina Reiche als Wirtschaftsministerin. ↳ Tilman Kuban (Union): »Erfolgreich!« Das Einzige, was zuverlässig gewachsen ist, ist die Enttäuschung. Die deutsche Wirtschaft ist enttäuscht, weil diese Regierung so viel versprochen hat und so wenig liefert. Beifall: Grüne Das wird in ganz vielen Bereichen deutlich, beispielsweise bei der Energiepolitik. Im Parlament liegt einiges von dem, was Sie angekündigt haben, nämlich noch gar nicht vor: keine fertige Kraftwerksstrategie, kein Gebäudemodernisierungsgesetz, keine EEG-Novelle, kein Netzpaket. Ich will das ja gar nicht im Detail kommentieren – Sie wissen, dass wir das schlecht finden –, aber es ist immer noch nicht im Verfahren. Während die Wirtschaft Tempo fordert, liefert diese Bundesregierung Stillstand, meine Damen und Herren. Beifall: Grüne ↳ Dr. Klaus Wiener (Union): »Haben Sie gerade überhaupt zugehört?« Bei der Kraftwerksstrategie zeigt sich das besonders deutlich. Frau Reiche hat Schnellboote angekündigt. Rausgekommen sind Tretboote, die nicht mal vom Ufer wegkommen. Am Ende blieb genau das übrig, was Robert Habeck schon längst verhandelt hatte. Lachen: Union (einzelne Abg.) ↳ Peter Beyer (Union): »Er verhandelt immer noch mit sich selbst!« Auch Ihr Netzpaket sendet das falsche Signal. Nicht der Ausbau wird beschleunigt, sondern die Erneuerbaren werden ausgebremst. Wer so handelt, macht Deutschland weiter abhängig, und zwar von genau den Importen, die wir längst hinter uns lassen müssen, meine Damen und Herren. Beifall: Grüne Keine Koalition hatte so gute Chancen wie diese mit einem Sondervermögen von 500 Milliarden Euro, mit einer reformierten Schuldenbremse, um unser Land nach vorne zu bringen und um in die Zukunft zu investieren. Aber was hat Schwarz-Rot bisher mit dem Geld gemacht? Nicht unbedingt Investitionen in die Zukunft nach vorne gebracht, ↳ Dr. Alaa Alhamwi (Grüne): »Fehlanzeige!« sondern vor allem Wahlgeschenke für Markus Söder finanziert. Statt in moderne Infrastruktur zu investieren, in Brücken, in Schienen, in Digitalisierung, fließen Milliarden in kurzfristige Subventionen. Das, meine Damen und Herren, ist keine Wirtschaftspolitik; das ist Wahlkampf mit Steuergeld. Beifall: Grüne ↳ Dr. Alaa Alhamwi (Grüne): »Das ist Populismus!« Schauen wir uns auch mal Ihre Entlastungen in dieser akuten fossilen Energiekrise an. Sie geben 1,6 Milliarden Euro für einen Tankrabatt aus, der kaum Entlastung bringt, aber die Mineralölkonzerne subventioniert. Sie setzen auf eine 1 000-Euro-Sonderprämie, die aber nicht der Staat zahlt, sondern die Unternehmen jetzt selbst ihren Arbeitnehmern übergeben sollen. Wie stellen Sie sich denn vor, wie diese Prämie inmitten der schwierigen Wirtschaftslage bei den ganzen Handwerksbetrieben, bei den kleinen mittelständischen Betrieben gezahlt werden soll? Während die fossilen Konzerne Kasse machen, können die kleinen Betriebe ihre Stromrechnung kaum noch bezahlen. Das ist keine Entlastung, meine Damen und Herren; das ist Umverteilung vom Mittelstand zu den Mineralölkonzernen. Beifall: Grüne Zu Recht sind der Mittelstand, das Handwerk, die Selbstständigen frustriert; denn Sie versprechen über Monate die Stromsteuersenkung für alle, versprechen große Reformen zur Senkung der Lohnnebenkosten. Sie versprechen ständig Entlastung, aber es bleibt bei diesen Versprechen. Sie liefern Vertröstung, und die Unternehmerinnen und Unternehmer bleiben auf der Strecke. Bei den Start-ups können wir wahrscheinlich an einer Hand abzählen, wie oft Katherina Reiche das Wort überhaupt in den Mund genommen hat. Beim Bundeskanzler bin ich mir nicht mal sicher, ob er weiß, wie man „Start-up“ buchstabiert. Fest steht aber: Diese Regierung setzt keine Impulse für Innovation und Gründergeist. Das ist ein wirtschaftspolitisches Trauerspiel, meine Damen und Herren. Beifall: Grüne Diese Woche jährt sich nicht nur die Arbeitszeit der Bundesregierung; es ist auch Europawoche. Deshalb möchte ich kurz einen europapolitischen Blick auf die Arbeit von Katherina Reiche und Friedrich Merz werfen. ↳ Felix Schreiner (Union): »Der ist auch sehr positiv! Ein sehr positiver Blick!« Denn die beiden agieren in Brüssel ja quasi als Gegenspieler von Ursula von der Leyen, ihrer eigenen Parteifreundin in der EU-Kommission. Denn die will klare Regeln für Local Content, für starke Industrie made in Europe, für verbindliche Kriterien, für nachhaltige Beschaffung, für mehr E-Autos in den Firmenflotten. Aber all das blockieren Sie. Deutschland müsste der Motor Europas sein, unter Merz und Reiche ist es zum Bremsklotz geworden. Beifall: Grüne ↳ Felix Schreiner (Union): »Stimmt nicht!« Laut Umfragen ist Frau Reiche bereits jetzt deutlich unbeliebter, als ihr Vorgänger es jemals war. Aber immerhin ist sie damit mit dem unbeliebtesten Kanzler aller Zeiten in bester Gesellschaft. Meine Damen und Herren, ein Jahr schwarz-rote Wirtschaftspolitik ist kein Grund zum Feiern. Und die Erwartung der Wirtschaft ist klar: Sie müssen endlich liefern, Frau Connemann! Liefern Sie die angekündigten Reformen, liefern Sie Investitionen in Innovation und Infrastruktur, und setzen Sie klare Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Wirtschaft. Denn all das ist diese Bundesregierung den Menschen in unserem Land schuldig, meine Damen und Herren. Beifall: Grüne Ich möchte abschließend ein paar Worte zur AfD sagen. Ich kann das nicht so stehen lassen, was Herr Baumann gesagt hat; denn Sie sind keine Alternative für die deutsche Wirtschaft. Im Gegenteil – ich möchte Frau Connemann da explizit zustimmen –: Die AfD ist die größte Gefahr für den deutschen Industriestandort, liebe Kolleginnen und Kollegen. Beifall: Grüne Beifall: Union Beifall: SPD Beifall: Linke (einzelne Abg.) Das sage nicht nur ich; das sagen auch die Unternehmen selbst. Zahlreiche Wirtschaftsinstitute wie das IW Köln erklären: Weniger Wachstum, massive Jobverluste und enorme Investitionsrisiken wären die Folgen einer AfD-Politik. Die AfD stellt genau das infrage, worauf unser Wohlstand beruht: offene Märkte, internationale Zusammenarbeit und ein starkes Europa. Sie wollen, dass unsere Republik scheitert, dass Demokratie und Freiheit eingeschränkt werden und die Autokratie hier Einzug erhält. ↳ AfD: »Quatsch mit Soße!« Aber das werden wir verhindern! Vielen Dank. Beifall: Grüne Beifall: Johann Saathoff (SPD)

Julian Joswig zieigt nach einem Jahr schwarz-roter Bundesregierung eine_negative Bilanz der Wirtschafts- und Energiepolitik unter Katherina Reiche und Friedrich Merz. Er wirft der Regierung Stillstand, fehlende Investitionen in die Zukunft und blockierende Haltung in Europa vor und warnt abschließend vor der AfD als Gefahr für den Wirtschaftsstandort.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die SPD-Fraktion darf ich Sebastian Roloff das Wort erteilen. Beifall: SPD Beifall: Union
SE Sebastian Roloff SPD rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank. – Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! In ihrem ersten Jahr hat diese Koalition die Weichen für den Aufschwung gestellt. Mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen erneuern wir marode Infrastruktur. Mit dem Wachstumsbooster ermöglichen wir steuerliche Abschreibungen und deutliche Verbesserungen für die Unternehmen, die übrigens schon gut angenommen werden; das zeigen die Studien. Und wir senken die Energiepreise spürbar; …
Vielen Dank. – Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! In ihrem ersten Jahr hat diese Koalition die Weichen für den Aufschwung gestellt.Lachen: AfD (einzelne Abg.) Mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen erneuern wir marode Infrastruktur. Mit dem Wachstumsbooster ermöglichen wir steuerliche Abschreibungen und deutliche Verbesserungen für die Unternehmen, die übrigens schon gut angenommen werden; das zeigen die Studien.↳ Beatrix von Storch (AfD) Und wir senken die Energiepreise spürbar; die Wirksamkeit zeigt sich schon in diesem Jahr.Beifall: SPD (einzelne Abg.) Mehr als 1 Prozent Wachstum war für dieses Jahr vorhergesagt, aber dann kam der Irankrieg. Als exportorientierte Volkswirtschaft leidet Deutschland besonders unter den Folgen. Die Blockade der Straße von Hormus lähmt die Weltwirtschaft, gestiegene Fracht- und Transportkosten führen zu immensen Kostensteigerungen bei den Unternehmen, und nicht zuletzt treibt der Krieg die Energiepreise hoch und dämpft den Konsum. Im Ergebnis wird sich das Wachstum in diesem Jahr wahrscheinlich halbieren – Donald Trump sei Dank. Ihr Freund im Oval Office sorgt dafür, dass die Menschen hierzulande um ihre Jobs fürchten müssen. Da wäre ich hier mal ein bisschen bescheidener im Auftritt. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Wir hingegen setzen uns konkret dafür ein, dass die Industrie eine Zukunft in diesem Land hat. Denn es ist klar: Wir befinden uns in einer strukturellen Krise, und das schon länger.↳ Beatrix von Storch (AfD): »Ja, ohne Energie ist halt blöd!« Unser altes Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr wie gewohnt. China hat sich genau in den Bereichen zum Weltmarktführer entwickelt, in denen deutsche Industrien traditionell stark waren. Aus einem wichtigen Absatzmarkt für deutsche Produkte ist ein globaler Konkurrent geworden. Zudem belastet der Zollkonflikt mit den USA unsere Industrie massiv: ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Die SPD belastet!« nicht nur, weil dadurch Exporte nach Amerika teurer werden. Chinesische Waren, die sonst überwiegend in die USA gegangen wären, strömen vermehrt auf den europäischen Markt. Dagegen müssen wir uns wehren. Man muss es deutlich sagen: Das Zeitalter ausschließlich freier Märkte ist vorbei. China und die USA haben das längst erkannt. Sie schützen ihre Industrien mit Zöllen und massiven Subventionen. Es kann nicht sein, dass wir in Europa als Letzte noch die Fahne des freien Welthandels hochhalten, während zeitgleich unsere Industrie durch Billigkonkurrenz und Zölle bedroht wird. Für die SPD ist klar: Die EU darf sich nicht erpressen lassen. Im Zollstreit mit den USA braucht es eine genauso entschiedene Gegenreaktion wie im Umgang mit den Dumpingprodukten aus China. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Dass der Schutz heimischer Industrie funktionieren kann, zeigt übrigens das aktuelle Beispiel von thyssenkrupp. Der Konzern wollte seine Stahlsparte bis vor Kurzem noch an ein indisches Unternehmen verkaufen. Anfang Mai kam dann plötzlich die Kehrtwende. Konzernchef López erklärte, dass das Stahlgeschäft in Deutschland wieder profitabel fortgesetzt werden kann. Gefragt nach den Hauptgründen für diese Entscheidung, sagte er – ich zitiere –: „veränderte regulatorische Rahmenbedingungen“; Zitat Ende. Im Klartext heißt das: Die Politik hat geliefert. Lachen: AfD (einzelne Abg.) Auf Drängen der SPD hat sich die Bundesregierung in Brüssel dafür eingesetzt, dass der Handelsschutz für die Stahlindustrie deutlich verbessert wurde. Das sichert ganz konkret Arbeitsplätze, nicht nur bei thyssenkrupp in Duisburg, sondern auch im Saarland oder in Niedersachsen. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Deshalb wachsen da jetzt überall Arbeitsplätze!« Und klar ist: Wer wie ich gerade viel durch Bayern fährt, spürt: Unsere Industrie ist weiter unter Druck. Ob zum Beispiel im Chemiedreieck in Südostbayern oder bei der Glasindustrie in der Oberpfalz: Überall fragen sich die Menschen: Ist mein Arbeitsplatz noch sicher? Können wir den Wohlstand und die Industriearbeitsplätze in unserer Region halten? Genau deswegen kommt jetzt rechtzeitig der Industriestrompreis; es war allerhöchste Zeit. Bundesweit werden wir damit rund 9 500 energieintensive Unternehmen entlasten und schaffen endlich mehr Planungssicherheit, gerade für die Betriebe und die Beschäftigten in Deutschland. Beifall: SPD Die SPD hat dafür lange gekämpft. Klar ist aber auch, dass wir uns darüber unterhalten werden müssen, wie viele Subventionen in den nächsten Jahren bei den Energiekosten möglich sind oder welche strukturellen Fragen wir beantworten müssen. In einem nächsten Schritt ist auch klar: Eine Entlastung bis Ende 2028 reicht nicht. Die Bundesregierung muss darauf drängen, dass die EU im Anschluss an die geltenden Erlaubnisse weitere Beihilfen ermöglicht, und zwar so lange, bis der Umbau der Industrie abgeschlossen ist. Klar ist: Unsere Wirtschaft will und muss sich wandeln. Der Irankrieg zeigt erneut, wie teuer die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist. Die Gaspreise sind in den letzten Wochen in die Höhe geschossen. Deshalb braucht es neben unmittelbaren Entlastungen eine langfristige Perspektive für unsere Industrie. Mit den Klimaschutzverträgen liefern wir genau diese Planbarkeit. Damit unterstützen wir energieintensive Unternehmen über 15 Jahre beim Umbau ihrer Produktion und gehen gleichzeitig als Staat voran und schaffen Leitmärkte für grüne Produkte aus der EU. Wir haben die richtigen Schritte eingeleitet; manchmal nach einer Diskussion zu viel. Wir haben uns aber gemeinsam auf den Weg gemacht und werden als deutsche Bundesregierung diesen Weg im Interesse der deutschen Industrie und der deutschen Wirtschaft weiter gemeinsam gehen. Vielen Dank. Beifall: SPD Beifall: Union ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Hoffentlich nicht mehr lang!«

Der Redner verteidigt die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Koalition zur Stärkung des Industriestandorts Deutschland angesichts globaler Krisen und fordert einen aktiven Handelsschutz der EU sowie staatliche Subventionen, um die heimische Industrie im Strukturwandel zu erhalten.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die Fraktion Die Linke darf ich Mirze Edis das Wort erteilen. Beifall: Linke
MI Mirze Edis Linke rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die AfD redet von Industrie, von Arbeitsplätzen, von Schutz. Das ist fast schon komisch; denn diese Partei schützt gar nichts: Sie schützt keine Jobs, sie schützt keine Zukunft, sie schützt nur ihre eigene Ideologie. Sie zeigt mit dem Finger auf Migranten, auf Europa und auf die Bundesregierung, aber niemals auf die Realität. …
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die AfD redet von Industrie, von Arbeitsplätzen, von Schutz. Das ist fast schon komisch; denn diese Partei schützt gar nichts: Sie schützt keine Jobs, sie schützt keine Zukunft, sie schützt nur ihre eigene Ideologie. ↳ Lisa Badum (Grüne): »Ja, und die Verwandten!« Sie zeigt mit dem Finger auf Migranten, auf Europa und auf die Bundesregierung, ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Und auf Die Linke!« aber niemals auf die Realität. Das ist keine Politik, das ist ein billiges Ablenkungsmanöver, ein politisches Kasperletheater. Beifall: Linke Beifall: Lisa Badum (Grüne) Und ich sage Ihnen: Gott bewahre uns davor, dass diese Partei jemals in Verantwortung kommt, ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Gott? Was haben Sie mit Gott zu tun?« dann „Gute Nacht, Industrie“. Denn wer Europa zerstört, wer internationale Zusammenarbeit torpediert, wer die Energiewende blockiert, der fährt unsere Wirtschaft mit Ansage gegen die Wand. Das ist keine Alternative, das ist wirtschaftlicher Selbstmord. Beifall: Linke Beifall: Grüne (einzelne Abg.) ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Super Rede!« Und während die AfD pöbelt, macht Friedrich Merz gleich mit. Nach unten treten, das kann er gut:↳ Peter Beyer (Union): »Unverschämtheit!« gegen Arbeiter, gegen Kranke, gegen Rentner, gegen Menschen mit Migrationsgeschichte.↳ AfD: »Thema verfehlt!« Das ist Merz’ Programm. Aber kommen wir zur Wirtschaftsrealität. Deutschland steckt mitten im Umbruch. Die alte Exportmaschine stottert. China ist längst Konkurrenz. Die USA verlangen unter Trump immer mehr Zölle. Wohl gemerkt: Trump, der unsere Industrie kaputtmachen will, der gerade die Welt zerstört, ist das Vorbild der AfD. Schämen Sie sich! Beifall: Linke Und was macht die Bundesregierung unter Friedrich Merz? Nichts, aber auch gar nichts! Unter Katherina Reiche heißt es: Der Markt wird’s schon richten. Das ist, als würde man bei einem brennenden Haus sagen: Wir überarbeiten erst mal die Bauordnung, während alles lichterloh brennt. ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Sie haben überhaupt keine Ahnung vom Markt!« 300 000 Jobs sind schon weg, 150 000 stehen in diesem Jahr auf der Kippe. Wen interessiert’s? Natürlich nicht die Frau Reiche. Die Stahlindustrie blutet, die Autoindustrie blutet, die Chemieindustrie blutet. Und Frau Reiche? Sie schauen nur zu. Das ist keine Politik, das ist organisierte Untätigkeit. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Jetzt kommt linke Wirtschaftspolitik!« ↳ AfD – Chillt doch mal! Habt ihr zu viel Testosteron, oder was? Bleibt doch mal ruhig! Beifall: Linke Und wissen Sie, wer zahlt? Nicht die Aktionäre, die kassierten nämlich sage und schreibe 60 Milliarden Euro Dividenden – 60 Milliarden! – in 2025, während die Menschen überlegen, wie sie ihre Miete bezahlen sollen. Das ist Ihr System, Frau Reiche: Gewinne privatisieren, Risiken sozialisieren. Und dann erzählen Sie etwas von Wohlstand. Wohlstand für wen? Die Wahrheit ist doch: Dieses Wirtschaftsmodell ist am Ende. Billige Energie: weg, billige Arbeit: vorbei, endlose Exporte: Geschichte. Und die Antwort? Aufrüstung, Panzer statt Perspektive. Ihre Panzer sollen die Wirtschaft retten. Das ist nicht nur falsch, das ist gefährlich. ↳ Tilman Kuban (Union): »Denken Sie doch mal an einen Arbeiter bei Rheinmetall!« Was wir brauchen, ist etwas völlig anderes: Wir brauchen einen starken Staat: einen Staat, der investiert, der plant, der gestaltet und nicht nur zuschaut. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Der Staat soll das alles machen! Den hatten wir: Der hieß DDR!« ↳ AfD: »Wie die DDR!« Wir brauchen Industriepolitik, echte Industriepolitik mit klaren Regeln. Kein Geld ohne Bedingung! Wer Steuergeld bekommt, muss liefern:Beifall: Linke gute Tarifverträge, gute Löhne, mehr Mitbestimmung und Standortgarantien.Keine Dividendenpartys auf Staatskosten! ↳ Maximilian Kneller (AfD) Und noch etwas: Betriebe gehören in die Hände derer, die sie am Laufen halten: in die der Beschäftigten, nicht in die irgendwelcher Aktionäre, die nie einen Fuß in die Werkhalle setzen! Beifall: Linke ↳ Union Die Kolleginnen und Kollegen wissen, wie Produktion funktioniert; ↳ Tilman Kuban (Union) die Kolleginnen und Kollegen wissen, wie Innovation geht, nicht die Chefetagen! Und ja, wir sagen es klar: Wenn der Staat rettet, dann gehört der Betrieb der Allgemeinheit. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Sie klingen ja wie Frau Bas!« – Wenn Sie hier so laut sind, dann weiß ich, dass ich alles richtig mache. – Beifall: Linke Lachen: AfD (einzelne Abg.) Denn Industrie ist Selbstzweck. Es geht nicht um Profite. ↳ Beatrix von Storch (AfD) Es geht um das Leben der Menschen, um bezahlbares Wohnen, um saubere Energie, um gute Mobilität und um eine Industrie, die Windräder baut und nicht Waffen; eine Industrie, die Zukunft schafft und nicht Unsicherheit. Und genau da liegt der Unterschied zur AfD: Die spaltet, wir verbinden. Die schreit, wir handeln. Die hat keine Antworten, wir haben einen Plan. Beifall: Linke Diese Regierung hat leider auch keinen Plan. Deshalb sage ich: Es reicht, verdammt noch mal! Es reicht mit der Marktgläubigkeit! Es reicht mit dem Stillstand! Es reicht mit Politik nur für wenige! Wir brauchen eine Wirtschaft, die für alle da ist, nicht nur für Milliardäre, nicht nur für Großaktionäre, sondern für die Menschen, die jeden Tag arbeiten, die dieses Land am Laufen halten. Denn am Ende zählt nicht, wie hoch die Dividenden sind, sondern ob Menschen würdig leben können. Das ist die Frage, und darauf brauchen wir endlich Antworten. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Ja, von den Linken!« Danke sehr. Beifall: Linke

Der Redner kritisiert die AfD sowie die Wirtschaftspolitik der CDU/CSU-geführten Bundesregierung als untätig und marktgläubig. Er fordert stattdessen eine starke staatliche Industriepolitik mit strengen Auflagen für Unternehmensförderung, Vergesellschaftung geretteter Betriebe und eine an den Bedürfnissen der arbeitenden Bevölkerung ausgerichtete Wirtschaft.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die CDU/CSU-Fraktion darf ich Dr. Klaus Wiener das Wort erteilen. Beifall: Union Beifall: SPD
DR Dr. Klaus Wiener Union rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Der Titel der Aktuellen Stunde lautet: „Ein Jahr Regierung unter Bundeskanzler Merz – Auswirkungen auf Deutschland als führende Industrienation“. Ursprünglich hatte die AfD aber folgenden Titel gemeldet: „Die Regierungskrise gefährdet das Überleben Deutschlands als führende Industrienation“. Den Titel haben Sie in letzter Sekunde geändert, wahrscheinlich weil Sie selbst gemerkt haben, dass Sie …
Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Der Titel der Aktuellen Stunde lautet: „Ein Jahr Regierung unter Bundeskanzler Merz – Auswirkungen auf Deutschland als führende Industrienation“. Ursprünglich hatte die AfD aber folgenden Titel gemeldet: „Die Regierungskrise gefährdet das Überleben Deutschlands als führende Industrienation“. Beifall: AfD (einzelne Abg.) ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Genau!« Den Titel haben Sie in letzter Sekunde geändert, ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Nein, nein, nein! Den mussten wir ändern! Die Bundestagsverwaltung wollte das!« ↳ Dr. Malte Kaufmann (AfD): »Das kam von der Bundestagsverwaltung!« ↳ AfD wahrscheinlich weil Sie selbst gemerkt haben, dass Sie in der alten Formulierung gleich zwei Fehler gemacht haben. Erstens gibt es schlichtweg keine Regierungskrise. Das hätten Sie als notorische Pessimisten und Untergangspropheten vielleicht gerne. ↳ Peter Beyer (Union): »So sieht es aus!« ↳ Beatrix von Storch (AfD) Dem ist aber nicht so! Was wir machen? Wir ringen um gute Lösungen, manchmal auch mit unterschiedlichen Positionen; ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Ach was!« ↳ Dr. Malte Kaufmann (AfD): »Manchmal!« aber wir kommen zu guten Lösungen. Ich finde, das hat Frau Connemann gerade auch sehr deutlich gemacht. Beifall: Union Beifall: SPD Zweitens wollten Sie mit dem Titel ja andeuten, die Regierung sei ursächlich dafür verantwortlich, was in der Industrie jetzt gerade passiert.↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Genau!« Aber auch da fehlt es Ihrer Analyse – wieder einmal, muss man leider sagen – an Tiefgang. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Das war eine Überschrift, keine Analyse!« Deshalb lassen Sie uns doch mal genau hinschauen. Erstens. Wir haben es weltweit mit einem grassierenden Protektionismus zu tun, und zwar nicht erst, seitdem Präsident Trump die Welt mit Zöllen überzieht. ↳ Dr. Malte Kaufmann (AfD): »In der Analyse machen Sie Fehler, Herr Wiener!« Und das trifft Deutschland als Exportnation natürlich besonders hart. Zweitens. Die Energiepreise sind sehr hoch, ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Ja, die Hälfte sind Steuern!« insbesondere seit dem russischen Angriffskrieg und dem Irankonflikt. Aber was wäre denn Ihre Antwort darauf? ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Steuersenkung! Die CO2-Bepreisung streichen!« Sie wollen allen Ernstes wieder Öl und Gas aus Russland kaufen! Beifall: AfD (einzelne Abg.) ↳ Lisa Badum (Grüne) Und was, frage ich Sie, würde mit den Einnahmen denn passieren? Noch mehr militärische Aufrüstung in Russland und noch mehr unschuldige Tote in der Ukraine! ↳ Beatrix von Storch (AfD) Ich halte das, ehrlich gesagt, für eine moralische Bankrotterklärung, mit der Sie hier immer wieder aufwarten! Beifall: Union Beifall: SPD Drittens. Zur Wahrheit gehört schlicht auch, dass andere Länder besser geworden sind. China ist längst keine Volkswirtschaft im Aufholprozess mehr. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Dann streichen Sie wenigstens die Entwicklungshilfe!« China ist eine hochentwickelte Volkswirtschaft, die voll in unsere Wertschöpfungsketten reingeht: Maschinenbau, Chemie, Automobilwirtschaft. Was in diesem Zusammenhang aber besonders ärgerlich ist: China arbeitet oftmals mit unfairen Mitteln. Ich nenne hier nur Staatsubventionen und/oder auch Dumping. Die Herausforderungen, die ich hier gerade genannt habe, sind nicht alle selbstverschuldet, aber wir müssen sie natürlich annehmen, um unsere Industrie zu schützen. Was tut die Bundesregierung unter Bundeskanzler Merz seit einem Jahr deshalb? Wir setzen auf Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, und zwar hier in Deutschland; denn die Welt können wir nicht ändern. Allen voran bedeutet das, dass wir die Energiepolitik auf ein neues Fundament stellen: mit gleichen Zielen, aber mit besseren Instrumenten. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Atomkraftwerke sprengen!« Wir setzen auf Technologieoffenheit und auf marktwirtschaftliche Mechanismen statt auf Staatsintervention und Subventionen. Da blicke ich hier auch ganz bewusst noch mal in Richtung der Grünen. Beifall: Union

Der Redner weist die Behauptung einer Regierungskrise zurück und führt wirtschaftliche Herausforderungen auf externe Faktoren wie Protektionismus, hohe Energiepreise und asiatische Konkurrenz zurück. Er kritisiert die Haltung der AfD bezüglich russischer Energieimporte als moralisch verwerflich und umreißt die wirtschaftspolitische Ausrichtung der Regierung auf Technologieoffenheit und Wettbewerbsfähigkeit.

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BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, würden Sie eine Zwischenfrage aus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gestatten?
LI Lisa Badum Grüne rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrter Herr Kollege, vielen Dank, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Sie sagten ja, Sie wollen die Energiepolitik auf ein neues Fundament stellen. Ich nehme an, Sie wollen eigentlich auch unsere Abhängigkeit vom Ausland verringern: von Russland und auch von anderen autokratischen Staaten. Dann frage ich mich, warum die Bundesregierung in einer Zeit, wo 50 Staaten beraten, wie wir …
Sehr geehrter Herr Kollege, vielen Dank, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Sie sagten ja, Sie wollen die Energiepolitik auf ein neues Fundament stellen. Ich nehme an, Sie wollen eigentlich auch unsere Abhängigkeit vom Ausland verringern: von Russland und auch von anderen autokratischen Staaten. Dann frage ich mich, warum die Bundesregierung in einer Zeit, wo 50 Staaten beraten, wie wir den Ausstieg aus den fossilen Energien schaffen und wie wir aus Kohle, Öl und Gas rauskommen können, ein Gesetz verabschieden will, das den Bürgerinnen und Bürgern sagt: Lasst die Öl- und Gasheizung drin bis ultimo! Beifall: Grüne Es gab eine Regelung im Gebäudeenergiegesetz, dass ab 2045 kein fossiles Öl und Gas mehr verwendet werden darf. Logisch! Wir wollen ja ab 2045 klimaneutral sein. Sie streichen diese Regelung, Sie schaffen diese Regelung ab. Ihre Lösung in der Energiepolitik – während alle Welt jetzt elektrifiziert, einspart und in eine gute Richtung geht – ist also anscheinend: Wir setzen auf Öl und Gas. Ist das Ihre Lösung? Ist das die neue Energiepolitik, die Sie hier ankündigen? Beifall: Grüne

Die Rednerin kritisiert die Bundesregierung für die geplante Streichung der Regelung, ab 2045 keine fossilen Energieträger mehr im Gebäudebereich zuzulassen, und wirft ihr vor, entgegen internationaler Bemühungen weiterhin auf Öl und Gas zu setzen.

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DR Dr. Klaus Wiener Union rede Im Protokoll ↗
Nein, Frau Badum, ganz sicher nicht. Es ist ja so: In der Regelung ist keine Vorschrift enthalten, die besagt, dass die Menschen das machen müssen, zum Beispiel eine Gasheizung oder eine Ölheizung kaufen. Wir setzen vielmehr auf Technologieoffenheit. Ich bin auch davon überzeugt, dass sich die überlegenen Systeme am Markt durchsetzen werden. Das gilt für die E-Mobilität, das gilt für …
Nein, Frau Badum, ganz sicher nicht. Es ist ja so: In der Regelung ist keine Vorschrift enthalten, die besagt, dass die Menschen das machen müssen, zum Beispiel eine Gasheizung oder eine Ölheizung kaufen. Wir setzen vielmehr auf Technologieoffenheit. Beifall: Union Ich bin auch davon überzeugt, dass sich die überlegenen Systeme am Markt durchsetzen werden. Das gilt für die E-Mobilität, das gilt für die Wärmepumpe. Wir haben gerade im ersten Quartal dieses Jahres gesehen, dass der Absatz der Wärmepumpen um 35 Prozent gestiegen ist. Also, wenn es das überlegene System ist, dann wird es sich am Markt auch durchsetzen. Uns ist aber wichtig, dass es sich am Markt durchsetzt, und nicht, dass Sie mit Subventionen dafür sorgen, dass elektrische Autos und Wärmepumpen extrem teuer sind. ↳ Julian Joswig (Grüne): »Sie subventionieren ja Öl und Gas! Das macht den Sprit billiger! Aus Steuergeld!« Das war der Holzweg, auf dem Sie waren. Sie versuchen, mit Subventionen und Staatsinterventionen ein Produkt teurer zu machen, als es eigentlich ist, und die Menschen müssen es am Ende ausbaden. Beifall: Union (einzelne Abg.) Wir sind auf einem Weg, mit dem wir weiterhin dafür sorgen, dass wir die Erneuerbaren ausbauen. Das 80-Prozent-Ziel mit Blick auf die Erneuerbaren bleibt bestehen; das hat Frau Reiche auch immer wieder betont, und dazu stehen wir auch. Aber wir machen das technologieoffen und sagen: Alles, was uns jetzt hilft, dass die Menschen endlich auch mal von niedrigen Gestehungskosten profitieren können, das machen wir jetzt. ↳ Mayra Vriesema (Grüne) Da sind wir genau auf dem richtigen Weg. Es ist keine Wende zurück, sondern es ist der Weg hin zu einem vernünftigen Energiekonzept. Beifall: Union Beifall: Dunja Kreiser (SPD) Ich würde noch gerne ergänzen, dass wir das konkret mit einer Reihe von Gesetzen angehen: mit einem Gesetz für eine Kraftwerksstrategie, dem Kapazitätengesetz, der EEG-Novelle, dem Netzanschlusspaket, dem Bundesbedarfsplangesetz, dem Wärmeplanungsgesetz, der Energieeffizienzrichtlinie und dem Gebäudemodernisierungsgesetz. Das ist eine ganze Latte an Gesetzen, die jetzt hier ante portas stehen. Da sind wir auf einem guten Weg und sorgen dafür, dass der Druck – und darum geht es hier; das kam in Ihrer Rede aber überhaupt nicht vor – auf die Industrie gesenkt wird. Für uns als CDU/CSU und als SPD ist klar: ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Ja, vor allem mit der SPD!« Wir wollen, dass Deutschland Industrieland bleibt, und wir werden alles tun, damit das auch gelingt. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Ja! Absolut!« Aber wann wäre das Überleben Deutschlands als Industrienation wirklich gefährdet? Das kann ich Ihnen sagen: Wenn Ihre Ideen zur Umsetzung kämen! Hier nur zwei Beispiele: Ihre undifferenzierte kritische Haltung gegenüber der EU würde den Binnenmarkt schwer beschädigen. ↳ AfD Das ist der Wohlstandsgarant für uns! Zudem steht zu befürchten, dass Sie uns mit Ihren extremen Positionen international isolieren würden. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Welche denn? Welche denn?« ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Ausstieg aus der Kernenergie, das ist extrem! Energiewende, das ist extrem!« Damit würden Sie uns wieder als Exportnation beschädigen. Und es hätte wohl auch zur Folge, dass die zuletzt deutlich gestiegenen ausländischen Direktinvestitionen wieder fallen würden. Beifall: Union Beifall: Marja-Liisa Völlers (SPD) Das ist übrigens auch ein Vertrauensbeweis, den wir aus dem Ausland in Richtung deutsche Industrie sehen. Also, die Bundesregierung befindet sich auf einem guten Weg, und das ein Jahr nach Amtsübernahme durch Friedrich Merz, um Deutschland als starke Volkswirtschaft mit einer starken Industrie zu erhalten. Das mag nicht Ihr Ziel sein, aber es ist unseres. Und darüber können Sie auch mit fehlgeleiteten Aktuellen Stunden nicht hinwegtäuschen. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Der Wähler scheint das anders zu sehen!« Herzlichen Dank. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.)

Der Redner argumentiert für technologieoffene Marktlösungen statt staatlicher Interventionen und betont den Ausbau erneuerbarer Energien bei gleichzeitiger Entlastung der Industrie. Er wendet sich gegen die Positionen der AfD, die er als Gefahr für den Binnenmarkt und Deutschlands Status als Exportnation darstellt.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend pragmatischpolemischsachlich Populismus 0,30 Farbige Stellen anklicken für die Deutung
BO Bodo Ramelow Vizepräsident sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die AfD-Fraktion darf ich Leif-Erik Holm das Wort erteilen. Beifall: AfD
LE Leif-Erik Holm AfD rede Im Protokoll ↗
Liebe Bürger! Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Man muss die Feste feiern, wie sie fallen, und vor allem muss man sie feiern, so lange sie noch fallen. Ein Jahr Schwarz-Rot: Wir gratulieren und nehmen an, dass es wahrscheinlich auch der letzte Geburtstag dieser Koalition sein wird; bei dieser Bilanz höchstwahrscheinlich sogar. Es knarzt an allen Ecken trotz Billionen Geldbeschaffung …
Liebe Bürger! Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Man muss die Feste feiern, wie sie fallen, und vor allem muss man sie feiern, so lange sie noch fallen. Ein Jahr Schwarz-Rot: Wir gratulieren und nehmen an, dass es wahrscheinlich auch der letzte Geburtstag dieser Koalition sein wird; Beifall: AfD bei dieser Bilanz höchstwahrscheinlich sogar. Es knarzt an allen Ecken trotz Billionen Geldbeschaffung auf Pump: keine gemeinsame Politikidee, gegenseitige Blockaden. Das Einzige, was da noch zusammenhält, ist der drohende Macht- und Bedeutungsverlust. Diese Merz-Regierung hat nach einem Jahr wirklich fertig. Beifall: AfD Ein Jahr Schwarz-Rot ist für die Bürger der blanke Horror: Energiepreisexplosion, Pleitewelle, Stagnation, Deindustrialisierung, Arbeitsplatzverluste, Flucht der Leistungsträger ins Ausland. Entsprechend sinkt auch die Zustimmung zu Kanzler Merz dramatisch. Gerade noch 13 Prozent der Leute finden ihn gut, absoluter Tiefstwert. Vielleicht geht der Wert auch in den Minusbereich; das ist ja beim Strompreis offensichtlich auch möglich. Heiterkeit: AfD Die Enttäuschung jedenfalls ist riesengroß. „Links ist vorbei“, sagte Merz noch vor der Wahl. Nach der Wahl wird nun links regiert, angeführt von der Kleinstpartei SPD. Wo es langgeht, sagen also Klingbeil und Bas, nämlich Richtung Abgrund. Alle Versprechen von vor der Wahl sind über Bord gekippt. Vor der Wahl hieß es von Merz: 1 Billion Steuereinnahmen muss doch reichen. Nach der Wahl dann die Billionen-Schuldenorgie, die noch unsere Enkelkinder werden abbezahlen müssen. Vor der Wahl hieß es auch: keine Steuererhöhungen. Neue Steuern bzw. Steuererhöhungen sind auf dem Weg: Zuckersteuer, Plastiksteuer, Alkoholsteuer, Tabaksteuer, Kryptosteuer, Reichensteuer. Sie wollen so viele Steuern erhöhen, dass man sie sich aufschreiben muss. Ich hoffe, ich habe keine vergessen. Also nichts ist mit dem Versprechen von gestern. Weiterhin heißt es: Pinocchio ist noch am Werk – „noch“, darauf liegt die Betonung. Den Leuten reicht es aber mit der Veralberung. Sie wollen, dass der offensichtliche Niedergang Deutschlands endlich aufgehalten wird. Aber das schafft man nicht mit noch mehr Steuern und noch mehr Schulden, das schafft man auch nicht mit der Sprengung von Kühltürmen von Kernkraftwerken. Das schafft man nur mit weniger Abgaben, weniger Bürokratie und mit mehr Freiheit, und das ist der Weg der Alternative für Deutschland. Beifall: AfD Ich muss aber noch mal kurz zur CDU zurückkehren. Schuldenkanzler Merz hat hier jüngst gesagt, er habe keine Vollmacht, die Union umzubringen – immerhin. Es sollte ihm aber auch klar sein, dass er erst recht keine Vollmacht hat, Deutschland zu zerstören. Beifall: AfD Aber genau das passiert mit dieser Politik, die nur den Ampelirrsinn einfach fortschreibt. Ganz ehrlich: Dann hätten wir auch weiter scholzen können. Aber genau das wollten die Deutschen eben nicht. Beifall: AfD Und selbst die Unternehmer gehen Ihnen mittlerweile von der Fahne. Neueste Umfrage: 32 Prozent wollen AfD wählen. Die Union liegt abgeschlagen bei gerade noch 25 Prozent. Sie verlieren jetzt auch noch Ihre letzten Hochburgen. Das müsste mich eigentlich nicht sorgen, aber ich möchte ja endlich eine bessere Politik für Deutschland. Unser Land kann nicht mehr warten. Es geht mittlerweile so rapide abwärts, dass wir endlich handeln müssen, und wir sind dazu bereit. Beifall: AfD Aber Ihnen, liebe Kollegen von der Union, fehlt der Kompass mittlerweile komplett. Ihr CDU-Ministerpräsident in Sachsen empfiehlt jetzt sogar die SPD zur Landtagswahl, also die SPD, die bei Ihren Beiträgen nicht geklatscht hat. Die wird jetzt von Herrn Kretschmer empfohlen – Irrsinn. Der Landesvorsitzende der CDU bei mir in Mecklenburg-Vorpommern ist zu Recht völlig pikiert. Und Ihr ehemaliger Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt, Haseloff, verlegt sich jetzt auf Drohungen gegen Eltern und Kindern und behauptet, dass das Abi in AfD-geführten Ländern nicht anerkannt werde. Was ist denn los bei Ihnen? Keine Argumente, nur noch Ängste schüren – das ist doch der falsche Weg. Die Bürger müssen wissen und sehen, was davon zu halten ist. Und deshalb freut sich der Osten ja auch gleich noch mehr auf die Wahlen im September. Und danach werden wir dann in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern regieren. Dieses Versprechen gilt, und das ist dann gut für Deutschland. Beifall: AfD Das ist der Weg zu einer vernunftorientierten Bundesregierung. Er führt über die Länder. Wer möchte, dass sich Deutschland wieder besinnt auf moderate Steuern, auf bezahlbare Energie und weniger Vorschriften und Gängelei, wer will, dass die Leistungsträger, ob Arbeitnehmer oder Unternehmer, gute Chancen hier in Deutschland haben, wer will, dass man hier mit seiner Familie sicher und mit einem kleinen bisschen Wohlstand leben kann, der weiß, dass es jetzt endlich den Wechsel braucht. Und ein Jahr nach der Regierungsbildung weiß auch jeder, dass Sie nicht die Kraft haben, die nötigen Strukturreformen anzupacken. Sie haben auch nicht die Kraft, zu sparen, und Sie haben nicht die Kraft, den ganzen Klimairrsinn über Bord zu schmeißen. Und deswegen brauchen wir eine neue Regierung, eine Regierung, die für den Aufbruch steht und das kann nur eine AfD-Regierung sein. Beifall: AfD Deswegen zum Abschluss noch mal eine kurze Umfrage: Wer soll den nächsten Kanzler stellen? Die häufigste Antwort bei dieser Umfrage: die AfD.

Der Redner nutzt den ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition für eine umfassende Abrechnung, in der er der Regierung politisches Versagen, broken promises und einen Niedergang Deutschlands vorwirft. Er positioniert die AfD als einzige alternative Regierungskraft, die für Steuersenkungen, bezahlbare Energie und weniger Bürokratie stehe.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend populistischpolemischemotionalmoralisch Populismus 0,85 Farbige Stellen anklicken für die Deutung
JO Josephine Ortleb Vizepräsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Ihre Redezeit ist zu Ende.
LE Leif-Erik Holm AfD kurz Im Protokoll ↗
Wir sagen Danke für das wachsende Vertrauen. Beifall: AfD
JO Josephine Ortleb Vizepräsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die SPD-Fraktion hat jetzt das Wort der Abgeordnete Mahmut Özdemir. Mahmut Özdemir : Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir sind führende Industrienation. Die Partei, die diese Aktuelle Stunde beantragt hat und über unsere Industrienation, über unseren Wohlstand und die Herkunft unseres Wohlstands schwadroniert, spielt sich hier heute wie der Brandmeister auf. In Wirklichkeit sind Sie es …
Für die SPD-Fraktion hat jetzt das Wort der Abgeordnete Mahmut Özdemir. Beifall: SPD Beifall: Union Mahmut Özdemir (Duisburg) (SPD): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir sind führende Industrienation. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Ja, noch!« Die Partei, die diese Aktuelle Stunde beantragt hat und über unsere Industrienation, über unseren Wohlstand und die Herkunft unseres Wohlstands schwadroniert, spielt sich hier heute wie der Brandmeister auf. In Wirklichkeit sind Sie es mit Ihren amerikanischen, mit Ihren chinesischen, mit Ihren dubiosen russischen Verbindungen, die Brandstifter sind, die diesen Industriestandort und die dieses Land abschaffen wollen. Beifall: SPD Beifall: Union Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Lachen: AfD Es gab schon immer Einwanderung. Es waren die Trümmerfrauen, die dieses Land aufgebaut haben, die den industriellen Wohlstand mit aufgebaut haben. Sie haben keine Ahnung davon. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Aber Sie!« Wir haben in diesem Land in den letzten Jahren bei den Patenten einen Anstieg um 5 Prozent zu verzeichnen. Wir sind das Land, das beim Europäischen Patentamt auf Platz zwei, direkt hinter den USA, liegt, was Innovation, Forschung und Fertigung angeht. Dennoch gibt es Verbände in unserem Land, die sagen, die Industrie sei im freien Fall. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Das sagt der Chef der deutschen Industrie, nicht irgendjemand!« Völlig zu Recht hat Bundeskanzler Merz daraufhin angekündigt, dass wir die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes erhalten müssen. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Das hat der Chef der deutschen Industrie gesagt!« Mit allem notwendigen Respekt und Verlaub, es genügt nicht, zu erhalten. Wir müssen zum Wettkampf blasen, ↳ AfD: »Ohne euch geht das besser!« wir müssen wieder an die Spitze der Bewegung. Wir müssen bei Stahl, Chemie, und Zement und in der Automobilindustrie durch Innovation wieder der Taktgeber auf der Welt sein; da gehören wir wieder hin. Beifall: SPD Beifall: Union (einzelne Abg.) Wenn aber China 30-mal so viel, Indien 5-mal so viel Stahl produziert, wenn Batteriefabriken wie Pilze aus dem Boden schießen, dann zeigt uns das, wo wir in den letzten Jahren Boden verloren haben, wo wir noch an Tempo dazugewinnen müssen. Wir müssen wieder Wettbewerbsgleichheit und Waffengleichheit herstellen, wenn es darum geht, die Transformation voranzutreiben und Klimaneutralität zu erreichen. Zugleich müssen wir dafür Sorge tragen, dass diese beiden Elemente nicht den wirtschaftlichen Wohlstand unseres Landes hemmen. Wenn wir als Politik Klimaneutralität und Transformation als Ziele ausgeben, dann müssen wir auch für eine wettbewerbsgleiche Kompensation sorgen. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Industrie nicht mit einem 25 Kilogramm schweren Rucksack auf einen Marathon geht, um gegen diejenigen anzutreten, die ohne Last auf dem Rücken laufen. Das geht nicht. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Ja, CO2-Preise! Demokratie! Lieferketten! Das ist der Rucksack!« ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Der Rucksack sind Sie!« – Das Einzige, was auf Ihrer Seite industrielle Züge hat, sind dumme Einwürfe. Es ist industrieller Standard bei Ihnen, Vetternwirtschaft zu betreiben. Es ist industrieller Standard bei Ihnen, auf dumme Weise zu versuchen, mit Reden auf Youtube auch noch Geld zu verdienen. Das ist bei Ihnen industrieller Standard. Beifall: SPD Beifall: Union Beifall: Grüne Und wissen Sie, was Sie noch im industriellen Stil schaffen: staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren aufgrund eines Anfangsverdachts. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Ohne dass jemals was rausgekommen ist!« Das hat bei Ihnen industriellen Standard. Beifall: SPD Wir haben mittlerweile ein Wasserstoffbeschleunigungsgesetz und einen Industriestrompreis auf den Weg gebracht. Wir haben einen Wachstumsbooster auf den Weg gebracht. Diese Bilanz mag für den einen oder anderen mager klingen. Aber wir haben unseren Blick fest darauf gerichtet, was in diesem Land noch kommen muss. Dazu zählt, den Strom für die Grundstoffindustrie – Zement, Chemie, aber auch Stahl – sauberzuhalten und bezahlbar zu machen. Wir wollen, dass ETS und CBAM wieder Unternehmensinnovationen befördern. Wir wollen auch Sicherheit schaffen, für Investitionen und für die Betriebe. Wir wollen den regulatorischen Rahmen – das wurde schon angesprochen – für unsere Industrie freundlicher gestalten. Wir wollen Leitmärkte – diese entstehen nicht von alleine – und Local Content. Wir wollen, dass Grundstoffe, die in Europa produziert werden, auch in jeder Schiene, in jeder Straße, in jeder Brücke und in jeder Schule in Europa verwendet werden. Das ist auch Europäische Union. Und ich wünsche mir, dass das Vergaberecht greift, das wir gemeinsam geschaffen haben. Ich wünsche mir, dass die Bundesregierung in Europa antritt und einen neuen Pakt schmiedet, einen neuen Pakt für Europa, eine Montanunion 3.0, die auf Klimaneutralität und Innovation setzt und die Stärken unserer Industrie in den Vordergrund stellt. Unsere Stärken sind schon immer die Mitbestimmung der Arbeitnehmer/-innen und solche Unternehmer gewesen, die wagen, ohne Wagnisse einzugehen, und die gemeinsam voranschreiten wollen. ↳ AfD Sie von der AfD wollen Stillstand. Sie wollen den Status quo erhalten, und Sie sind es, die eben keine Antwort auf die Frage der Kinder und Enkel der Industriearbeitnehmer/-innen von heute geben, wo sie denn arbeiten werden. ↳ AfD: »Stillstand ist besser als das, was Sie machen!« Sie führen dieses Land wieder zurück in die Dunkelheit. Sie wollen dieses Land in die Vergangenheit führen, Herr Baumann. Und genau das ist es, wovor Sie Angst haben: Sie haben Angst davor, dass wir Sie in diesen Plenardebatten hier entlarven. Lachen: AfD (einzelne Abg.) ↳ AfD: »Das versucht ihr seit Jahren!« Ihr industrieller Standard ist, Vetternwirtschaft zu betreiben und auf den Anklagebänken dieses Landes zu landen. Da sind Sie im Industriestandard ganz groß. Danke für die Aufmerksamkeit. Beifall: SPD Beifall: Union Beifall: Mirze Edis (Linke)
JO Josephine Ortleb Vizepräsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat jetzt das Wort die Abgeordnete Sandra Stein. Beifall: Grüne
SA Sandra Stein Grüne rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein Jahr Schwarz-Rot im Bund, und wenn man dieses Jahr in einem Satz zusammenfassen möchte, dann vielleicht so: Große Worte – kleine Wirkung. Die Versprechen des Bundeskanzlers habe ich noch ziemlich gut im Kopf. Wir sind nämlich im selben Wahlkreis angetreten, im Hochsauerlandkreis, in einer Region, geprägt vom industriellen Mittelstand: Automobilzulieferer, Papierhersteller, …
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein Jahr Schwarz-Rot im Bund, und wenn man dieses Jahr in einem Satz zusammenfassen möchte, dann vielleicht so: Große Worte – kleine Wirkung. Die Versprechen des Bundeskanzlers habe ich noch ziemlich gut im Kopf. Wir sind nämlich im selben Wahlkreis angetreten, im Hochsauerlandkreis, in einer Region, geprägt vom industriellen Mittelstand: Automobilzulieferer, Papierhersteller, Metallverarbeiter – Betriebe, die Verantwortung übernehmen, investieren und Arbeitsplätze sichern. Die Erwartungen dieser Unternehmen waren ziemlich hoch. Schließlich hat die Union in einem fort die Wirtschaftswende versprochen. Und jetzt: Ein Jahr Wirtschaftskanzler, und das, was im Wahlkampf versprochen wurde, kommt einfach nicht an. In Gesprächen mit Unternehmerinnen und Unternehmern – egal ob im Wahlkreis oder auch hier in Berlin – höre ich immer wieder das Gleiche: Es gab Hoffnung auf Klarheit, Tempo, Planbarkeit. Heute erleben viele aber genau das Gegenteil: Hoffnungslosigkeit. Liebe Union und liebe SPD, da reicht es auch nicht, sich nur auf den externen Schocks auszuruhen. Denn die Wahrheit ist doch: Ihre Koalition verstrickt sich im Streit. Statt Planungssicherheit erleben wir Unsicherheit. Das Vertrauen in die Koalition und in den Kanzler erodiert. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Allerdings!« Drei Viertel der Bürger trauen dem Kanzler wirtschaftspolitisch nichts zu. Deutlicher kann ein Urteil nicht ausfallen. Beifall: Grüne Dabei sind die Menschen in diesem Land bereit, mit anzupacken. Sie wissen, dass wir vor tiefgreifenden Veränderungen stehen – in der Wirtschaft, in der Energieversorgung, am Arbeitsmarkt –, und sie sind auch bereit, diesen Weg mitzugehen. Aber dann hören Sie endlich auf, diese Leute ständig zu beschimpfen und sie als faul zu bezeichnen. Das sind Ihre Verbündeten! Beifall: Grüne Das Problem liegt doch ganz woanders: Die Bereitschaft der Menschen trifft auf eine Regierung, die es verpasst, die großen Linien klar zu ziehen. Und dabei liegt auf der Hand, was jetzt zu tun ist. Erstens. Energie muss bezahlbar, sauber und unabhängig sein. Geopolitische Entwicklungen führen uns immer wieder vor Augen, wie gefährlich fossile Abhängigkeiten sind. Beifall: Grüne Steigende Energiepreise treffen besonders den Mittelstand, also genau die Betriebe, die unser Land tragen. Deshalb will ich eines ganz klar sagen: Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist keine Ideologie. Er ist wirtschaftliche Notwendigkeit. Beifall: Grüne ↳ AfD Er ist eine Investition in unsere Unabhängigkeit, in die Stabilität der Energieversorgung und in den Schutz vor den Preisschocks durch internationale Krisen. Wer beim Thema „erneuerbare Energie“ zögert oder widersprüchlich handelt, gefährdet genau die industrielle Basis, die er zu schützen vorgibt. Beifall: Grüne Zweitens. Unternehmen müssen gezielt entlastet werden. Die Lohnnebenkosten steigen seit Jahren. Den Beschäftigten bleibt am Ende des Monats immer weniger Geld übrig, die Betriebe geraten bei den Arbeitskosten unter Druck. Gleichzeitig braucht unser Sozialstaat Stabilität. Doch statt struktureller Reformen erleben wir derzeit vor allem Verschiebung zulasten der Versicherten. Der Entwurf zur GKV-Reform verlagert Kosten, anstatt das System nachhaltig zu stabilisieren. Beifall: Grüne Und auch bei der Rente fehlt eine klare Perspektive. Mit dem Rentenpaket II wurden Pflöcke eingeschlagen, bevor die Rentenkommission überhaupt Vorschläge machen konnte, und gleichzeitig kündigt der Finanzminister an, Bundeszuschüsse zu kürzen. Es ist doch klar, wer die Rechnung zahlt: die Arbeitgeber und die Beschäftigten. Beifall: Grüne Diese Politik verschiebt Probleme, und sie verkauft sie uns als Lösungen. Drittens. Innovation ermöglichen statt ausbremsen. Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Seine größte Stärke ist doch die Veränderungsbereitschaft und die Anpassungsfähigkeit. Gleichzeitig entstehen aber auch hochdynamische Start-ups in diesem Land. Deutschland hat alles, was wir brauchen: kluge Köpfe, starke Hochschulen und Unternehmen, die Ideen in die Praxis umsetzen können. Diese Player müssen wir zusammenführen und ihnen helfen, dieses Potenzial endlich zu entfesseln. Beifall: Grüne Unternehmen müssen das Vertrauen wiedergewinnen, dass sich Investitionen in Deutschland lohnen. Viertens. Wir müssen Kooperationen stärken. Großmächte werden immer unberechenbarer, und geopolitische Entscheidungen haben direkte Auswirkungen auf unsere Wirtschaft. Die Antwort darauf kann nur sein: mehr strategische Partnerschaften der Mittelmächte und vor allem ein starkes, selbstbewusstes Europa. Beifall: Grüne Das heißt konkret: Handelsabkommen vorantreiben, Allianzen stärken und gemeinsam als europäische Kraft auftreten. ↳ Tilman Kuban (Union) Die Menschen in diesem Land sind bereit für Veränderung. Was fehlt, ist eine Regierung, die den Mut hat, sie anzuführen. Beifall: Grüne ↳ Tilman Kuban (Union): »Ich bin sicher, sie hat den Mut!« – Ich nicht. ↳ Tilman Kuban (Union): »Sie haben doch dagegen gestimmt beim Mercosur!«

Sandra Stein wirft der schwarz-roten Koalition vor, die wirtschaftspolitischen Erwartungen des Mittelstandes nicht erfüllt zu haben, und fordert statt dessen bezahlbare erneuerbare Energien, gezielte Unternehmensentlastungen, mehr Innovationsförderung sowie stärkere europäische Kooperationen.

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JO Josephine Ortleb Vizepräsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die CDU/CSU-Fraktion hat jetzt das Wort der Abgeordnete Tilman Kuban. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.)
TI Tilman Kuban Union rede Im Protokoll ↗
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Baumann und Herr Holm von der AfD-Fraktion, Sie erklären ja hier in Ihren Reden, Deutschland sei dem Untergang geweiht. Wer so große Töne spuckt, der muss ja ein ziemlich überzeugendes Konzept vorlegen können. Ich habe mir deswegen die Programmatik Ihrer Wirtschaftspolitik mal angesehen. So heißt es in Ihrem Wahlprogramm erstens – …
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Baumann und Herr Holm von der AfD-Fraktion, Sie erklären ja hier in Ihren Reden, Deutschland sei dem Untergang geweiht. ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Mit Ihnen schon!« Wer so große Töne spuckt, der muss ja ein ziemlich überzeugendes Konzept vorlegen können. Ich habe mir deswegen die Programmatik Ihrer Wirtschaftspolitik mal angesehen. So heißt es in Ihrem Wahlprogramm erstens – ich zitiere –: Ein Euroausstieg ist förderlich für unsere Wirtschaft. ↳ Julian Joswig (Grüne): »Eijeijei!« Die zweitwichtigste Währung der Welt wollen Sie einfach abschaffen. Diese Währung schafft Vertrauen für Investitionen. Sie sorgt für Investitionen in diesem Land. Sie stärkt unsere Importe gerade im Bereich von Rohstoffen und Energie. Deswegen werden wir diese stabile, global anerkannte Währung weiter stärken. Sie wollen sie zerstören und damit die Menschen ärmer machen. Beifall: Union Beifall: SPD Beifall: Tarek Al-Wazir (Grüne) Zweiter Punkt. In Ihrem Wahlprogramm heißt es: Sie wollen raus aus der Europäischen Union, und Ihre Vorsitzende Frau Weidel fordert ein Dexit-Referendum. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Im Interesse der Menschen!« Deutschland profitiert wie kein anderes Land vom europäischen Binnenmarkt. ↳ Beatrix von Storch (AfD) Zwei Drittel unserer Exporte gehen ins europäische Ausland. Jeder vierte Arbeitsplatz hängt an unserer Exportwirtschaft. Millionenfach sind Menschen deswegen in Lohn und Brot, ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Noch!« und Familien werden dadurch ernährt. Gerade in diesen Zeiten werden wir die europäische Gemeinschaft stärken. Sie hingegen wollen sie zerstören und damit die Menschen arbeitslos machen. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Tarek Al-Wazir (Grüne) ↳ Leif-Erik Holm (AfD) Drittens. Sie wollen deutsche Staatsbürger millionenfach ausbürgern und differenzieren dabei nicht ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Das ist eine Lüge!« zwischen denjenigen, die hier straffällig werden, und denen, die hier dieses Land mit am Laufen halten. Kein Industriebetrieb, kein Restaurant, kein Pflegeheim in diesem Land funktionieren ohne Menschen mit Migrationshintergrund. ↳ Beatrix von Storch (AfD) Deswegen werden wir diejenigen hier auch weiterhin willkommen heißen. Wir wollen ein offenes, ein gegenüber denjenigen tolerantes Land sein, ↳ Beatrix von Storch (AfD) die hier fleißig sind, die mit anpacken wollen. Sie hingegen wollen das Ganze zerstören. Das werden wir nicht zulassen. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Tarek Al-Wazir (Grüne) Vierter Punkt. Sie fordern ein Rentenniveau von bis zu 70 Prozent und haben bis heute kein überzeugendes Sozialstaatsreformkonzept. ↳ Leif-Erik Holm (AfD): »Das entscheiden die Wähler!« Sie wissen ganz genau, dass dieses Land älter wird, dass unsere Bevölkerung älter wird und dass wir Sozialstaatsreformen brauchen. Außer leeren Sprüche ist da nichts dabei. ↳ Maximilian Kneller (AfD) Wir werden die Reformen durchziehen. Wir werden dafür sorgen, dass die Arbeitskosten für unsere Betriebe bezahlbar bleiben. Sie haben nichts in Ihrer Tasche. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) ↳ Maximilian Kneller (AfD)

Der Redner greift die wirtschafts- und sozialpolitische Programmatik der AfD an und kontrastiert diese mit den Positionen der CDU/CSU. Er argumentiert, dass die AfD-Forderungen nach Euroaustritt, Dexit, Massenausbürgerungen und Rentenerhöhungen ohne Finanzierungskonzept den Wohlstand und den sozialen Frieden in Deutschland gefährden würden.

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JO Josephine Ortleb Vizepräsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Abgeordneter, erlauben Sie eine Zwischenfrage aus der AfD?
TI Tilman Kuban Union rede Im Protokoll ↗
Nein, danke. Fünfter Punkt. Sie wollen Deutschland in die Arme der Diktatoren dieser Welt führen, indem Sie sagen – ich zitiere –, Sie wollten die Chancen der chinesischen Seidenstraße nutzen, oder indem Sie erklären, dass man die Nord-Stream-Pipeline doch dringend öffnen müsse. Gleichzeitig positionieren Sie sich mit den Grünen und den Linken im Europaparlament gegen moderne Freihandelsabkommen, sorgen dafür, dass …
Nein, danke. Lachen: AfD (einzelne Abg.) ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Besser ist es!« Fünfter Punkt. Sie wollen Deutschland in die Arme der Diktatoren dieser Welt führen, indem Sie sagen – ich zitiere –, Sie wollten die Chancen der chinesischen Seidenstraße nutzen, oder indem Sie erklären, dass man die Nord-Stream-Pipeline doch dringend öffnen müsse. Beifall: AfD (einzelne Abg.) Gleichzeitig positionieren Sie sich mit den Grünen und den Linken im Europaparlament gegen moderne Freihandelsabkommen, sorgen dafür, dass Mercosur möglichst nicht in Kraft tritt. Wir sind diejenigen, die mit dafür gesorgt haben, dass in einem Jahr fünf Freihandelsabkommen auf den Weg gebracht worden sind. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Wir sind diejenigen, die dafür gesorgt haben, dass wir mit Indien, mit Australien, mit den Mercosur-Ländern, mit Indonesien, mit Mexiko, mit unseren Freunden in der Welt neue Handelsabkommen abschließen, damit unsere Wirtschaft erfolgreich sein kann. Sie hingegen wollen unsere Wirtschaft zerstören und die Menschen arbeitslos machen. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Was für ein Unsinn!« ↳ Marcel Queckemeyer (AfD): »Hat Ihnen das „Correctiv“ aufgeschrieben?« Genau das ist der Unterschied in der Wirtschaftspolitik, die hier in diesem Haus betrieben wird. Ihr Pressesprecher hatte sich entlarvt, als er gesagt hat – ich zitiere –: „Je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD.“ Das ist Ihre Wirtschaftspolitik. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Das ist doch Unsinn! Du lieber Gott! Sie haben ja gar nichts drauf!« Wir werden dafür sorgen, dass Deutschland wieder an die Weltspitze geführt wird. Lachen: AfD (einzelne Abg.) Das ist unsere Wirtschaftspolitik. Beifall: Union Beifall: SPD Herr Baumann, Sie stellen sich hierhin und erklären, wir sollten die Mehrheit mit Ihnen nutzen. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »So wie in Brüssel!« ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Wie in anderen europäischen Ländern!« Ich sage Ihnen sehr deutlich: Eine Partei, die offen Nazis in ihren Reihen duldet, eine Partei, die immer noch nach Russland reist, um dort Kaviar zu futtern und Krimsekt zu trinken, eine Partei, die EU, Euro und NATO infrage stellt, kann kein Partner für die Union sein. Beifall: Union (einzelne Abg.) Beifall: SPD (einzelne Abg.) ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Ihre Hochnäsigkeit werden Sie noch verlieren!« Ludwig Erhard, Konrad Adenauer und Helmut Kohl würden sich im Grabe umdrehen. Das wird es mit uns nicht geben. Beifall: Union Beifall: SPD Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Beifall: Linke (einzelne Abg.)

Tilman Kuban grenzt die Wirtschaftspolitik der CDU/CSU scharf von der der AfD ab, wirft dieser vor, wirtschaftspolitisch mit Russland und China zu kollaborieren sowie Deutschland schaden zu wollen, und betont die Erfolge der Union bei Freihandelsabkommen. Er schließt eine Kooperation mit der AfD kategorisch aus und bekräftigt das Ziel, Deutschland wirtschaftlich an die Weltspitze zu führen.

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JO Josephine Ortleb Vizepräsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Zu einer Kurzintervention hat jetzt das Wort der Abgeordnete Dr. Malte Kaufmann. Beifall: AfD
DR Dr. Malte Kaufmann AfD rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Frau Präsidentin, dass Sie die Kurzintervention zugelassen haben. – Herr Kuban, das war schon eine sehr polemische, demagogische Rede. In Ihrer Rede haben Sie leider auch sehr viele Unwahrheiten gesagt, vielleicht aus Unkenntnis, vielleicht als bewusste Lüge. Sie werfen uns zum Beispiel vor, wir seien gegen Europa. Das stimmt überhaupt nicht. Lesen Sie mal unser Wahlprogramm. Selbstverständlich sind …
Vielen Dank, Frau Präsidentin, dass Sie die Kurzintervention zugelassen haben. – Herr Kuban, das war schon eine sehr polemische, demagogische Rede. ↳ Union ↳ Mahmut Özdemir (SPD) In Ihrer Rede haben Sie leider auch sehr viele Unwahrheiten gesagt, vielleicht aus Unkenntnis, vielleicht als bewusste Lüge. Sie werfen uns zum Beispiel vor, wir seien gegen Europa. Das stimmt überhaupt nicht. ↳ Union Lesen Sie mal unser Wahlprogramm. ↳ Mahmut Özdemir (SPD): »Heuchler!« Selbstverständlich sind wir für eine europäische Interessengemeinschaft. Selbstverständlich sind wir auch für europäische Zusammenarbeit und für den Binnenmarkt. Das ist für unsere AfD unbenommen und selbstverständlich. Beifall: AfD Aber dass Sie dann auch noch behaupten und die Lüge in die Welt setzen, wir wollten millionenfach deutsche Staatsbürger abschieben, das ist wirklich frech, Herr Kuban. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Infam!« ↳ Mirze Edis (Linke): »„Remigration!“« Wir wollen Straftäter, die keine deutsche Staatsbürgerschaft haben, Illegale, bei denen der Fluchtgrund entfallen ist, abschieben, aber nicht deutsche Staatsbürger. Bitte korrigieren Sie das – wir haben dagegen schon an anderer Stelle geklagt –, und entschuldigen Sie sich dafür. Vielen herzlichen Dank. Beifall: AfD

Der Redner wehrt sich gegen Vorwürfe eines previousen Redners, insbesondere gegen die Behauptungen, die AfD sei gegen Europa und wolle deutsche Staatsbürger abschieben. Er stellt klar, dass man für europäische Zusammenarbeit sei und lediglich Straftäter sowie Illegale ohne deutschen Pass abschieben wolle, und fordert eine Korrektur sowie eine Entschuldigung.

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JO Josephine Ortleb Vizepräsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Kuban, Sie können antworten, wenn Sie möchten.
TI Tilman Kuban Union rede Im Protokoll ↗
Herr Kaufmann, ich weiß nicht, ob Sie Ihren eigenen Leuten zuhören. Ich habe zitiert. Es ist ein Zitat eines AfD-Abgeordneten aus Ihrer Fraktion, der damals geschrieben hat: Wir werden die Menschen millionenfach ausbürgern. Das ist ein Versprechen. Das war ein Zitat aus Ihrer Fraktion. Es ist ein Trauerspiel, dass Sie sich davon bis heute nicht distanziert haben. Der zweite Punkt. …
Herr Kaufmann, ich weiß nicht, ob Sie Ihren eigenen Leuten zuhören. ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Sie sollten Ihren Leuten zuhören!« Ich habe zitiert. Es ist ein Zitat eines AfD-Abgeordneten aus Ihrer Fraktion, der damals geschrieben hat: Wir werden die Menschen millionenfach ausbürgern. Das ist ein Versprechen. ↳ Dr. Malte Kaufmann (AfD): »Sie haben „Wahlprogramm“ gesagt!« ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Aber keine Staatsbürger!« Das war ein Zitat aus Ihrer Fraktion. Es ist ein Trauerspiel, dass Sie sich davon bis heute nicht distanziert haben. Beifall: Union Beifall: SPD Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Der zweite Punkt. Es ist Alice Weidel, die als Ihre Parteivorsitzende in der „Financial Times“ erklärt hat – Zitat –, man werde sich für ein Referendum über einen Dexit aussprechen. ↳ Beatrix von Storch (AfD) Das ist es, was ich gerade eben zitiert habe. Sie erklären einem immer: Wir wollen eine andere Europäische Union, aber wir wollen diesen Binnenmarkt erhalten. ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Ja, genau, weil es die EU nicht mehr gibt, wenn wir nicht mehr bezahlen!« Ehrlicherweise muss man sagen: Mit Ihnen will keiner den Binnenmarkt erhalten. Gucken Sie sich doch mal an, wie isoliert Sie in Europa sind! ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Wir arbeiten zusammen, die CDU und die AfD!« Egal wohin man in Europa kommt – selbst bei den ganz rechts außen –, man sieht: Die Partei von Le Pen in Frankreich hat Sie aus der EU-Fraktion geschmissen. Die Fratelli d’Italia von Georgia Meloni möchte mit Ihnen nichts zu tun haben. Auch die PiS in Polen hat für Sie keine Tür mehr offen, seitdem Herr Chrupalla meinte, dass Polen die größte Gefahr für Deutschland sei. Sie sind isoliert. In Europa will keiner mit Ihnen spielen; denn mit Schmuddelkindern will niemand etwas zu tun haben. Beifall: Union Beifall: SPD Beifall: Grüne (einzelne Abg.)

Tilman Kuban wirft der AfD-Fraktion vor, eine Ausbürgerungspolitik anzustreben und einen Dexit zu befürworten, ohne sich davon zu distanzieren. Er betont zudem die politische Isolierung der AfD in Europa, da andere rechte Parteien die Zusammenarbeit mit ihr ablehnen.

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JO Josephine Ortleb Vizepräsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die AfD-Fraktion hat jetzt das Wort die Abgeordnete Beatrix von Storch. Beifall: AfD
BE Beatrix von Storch AfD rede Im Protokoll ↗
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich möchte diese Rede zur Regierungskrise mit einer kontroversen These beginnen: Friedrich Merz ist kein Trottel. Deutschland wird nicht von einem Trottel gegen die Wand gefahren, der nicht weiß, was er tut. Merz weiß sehr genau, was er tut. Er hatte im Wahljahr 2025 zwei Programme. Es gab ein offizielles Wahlkampfprogramm: Migrationswende, Schuldenbremse, Wirtschaftsreformen, …
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich möchte diese Rede zur Regierungskrise mit einer kontroversen These beginnen: Friedrich Merz ist kein Trottel. Deutschland wird nicht von einem Trottel gegen die Wand gefahren, der nicht weiß, was er tut. Merz weiß sehr genau, was er tut. Er hatte im Wahljahr 2025 zwei Programme. Es gab ein offizielles Wahlkampfprogramm: Migrationswende, Schuldenbremse, Wirtschaftsreformen, Schluss mit Habecks Klimapolitik, „Links ist vorbei“ – alles sehr populär, von der AfD kopiert. ↳ Mirze Edis (Linke): »Dann seid ihr also Populisten!« Und dann gab es ein heimliches Programm für die Zeit nach der Wahl. Darüber hat er nicht geredet, weil er wusste, dass er dann nicht gewählt wird. Wenn er die Wahrheit im Wahlkampf gesagt hätte, hätte er so gewahlkämpft: Ich, Friedrich Merz, werde mich als Außenkanzler vor allem um die Ukraine kümmern, ich werde den Verteidigungsetat verdreifachen, und ich werde 1 Billion Euro zusätzliche Schulden machen. Ich, Friedrich Merz, werde Deutschland damit in die Hände der Kapitalmärkte geben, und die Kosten für die explodierenden Zinsen hole ich rein, indem ich spare bei den Alten, den Kranken, den Pflegebedürftigen und den Familien. Und ich, Friedrich Merz, werde der SPD für ihre Unterstützung alles geben, was immer sie auch fordert, auch wenn Migrations- und Wirtschaftswende dann leider unmöglich werden. Beifall: AfD Und nach der Wahl hat er das dann umgesetzt, hat den Wählerwillen komplett ignoriert, mit dem abgewählten Bundestag die Verfassung geändert, die Schuldenbremse geschliffen, das größte schuldenfinanzierte Rüstungsprogramm der deutschen Nachkriegsgeschichte auf den Weg gebracht, die Unterstützung der SPD mit der Fortsetzung von Einbürgerungen, Familiennachzug, Klimapolitik erkauft und 90 Prozent seiner Zeit für die Rettung der Ukraine eingesetzt. Martin Luther sagte: „Eine Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.“ ↳ Mirze Edis (Linke): »Damit kennen Sie sich ja gut aus!« Die Schuldenlüge überrollt jetzt nicht nur Schwarz-Rot, sondern das ganze Land. Die aktuelle schwarz-rote Finanzplanung offenbart eine veritable Staatskrise. In Zahlen: bis Ende des Jahrzehnts 1 Billion Euro zusätzliche Schulden, eine Verdreifachung des Verteidigungsetats – plus 120 Milliarden Euro im Jahr auf 180 Milliarden Euro –, Anstieg der Neuverschuldung um 150 Milliarden Euro und Explosion der Zinslasten – plus 50 Milliarden Euro im Jahr auf 80 Milliarden Euro –, vorausgesetzt, die Zinssätze steigen nicht, was sie natürlich tun. Wenn diese Planung umgesetzt wird, ist Deutschland 2030 pleite. Um die Dimension einmal aufzuzeigen: Die Koalition feiert jetzt die Gesundheitsreform und 16 Milliarden Euro Einsparungen im Gesundheitswesen. Meine Damen und Herren, 16 Milliarden Euro, das ist ein Fünftel dessen, was Deutschland im Jahr 2030 an Zinsen zahlen muss, und zwar jedes Jahr. Und die geplanten zusätzlichen Ausgaben für die Bundeswehr von 120 Milliarden Euro im Jahr sind so groß wie heute die Ausgaben für Jugend, Bildung, Familie, Verkehr, Bau, Gesundheit und innere Sicherheit zusammen. Eine alte Börsenregel sagt: Das Geld ist ja nicht weg, es ist nur woanders. – Dank der Ukraine-, Rüstungs- und Schuldenpolitik von Merz ist auch unser Geld bald woanders, nämlich bei Merz’ früherem Arbeitgeber. Die Investitionen in der Ukraine verwaltet BlackRock als Berater des Ukraine Development Fund. Bei der Aufrüstung der Bundeswehr verdient BlackRock als größter Eigentümer von Rheinmetall und anderen Rüstungsunternehmen. Und an den deutschen Staatsschulden verdient ebenfalls BlackRock, nämlich über seine Investmentfonds bei Staatsanleihen. Das ist aber nicht alles. Kurz bevor die aktuelle Finanzplanung öffentlich wurde, berichtete Bloomberg, dass BlackRock auch die Spekulationen mit deutschen Staatsanleihen massiv ausgeweitet hat. BlackRock setzt bzw. wettet jetzt also auf steigende Zinssätze wegen der hohen Neuverschuldung. Milliardenwetten! Deutschland geht pleite, BlackRock macht Kasse. Wer diese Merz-Agenda versteht, der begreift auch, warum er so an der Brandmauer klammert; denn die AfD wird sich diesem Wahnsinn immer in den Weg stellen. Beifall: AfD Und das ist die gute Nachricht. Wir müssen nicht jährlich 100 Milliarden Euro zusätzlich für Verteidigung ausgeben, und wir müssen auch nicht 1 Billion Euro Schulden machen. Nach der Regierungsübernahme wird die AfD diesen Schulden-Tsunami sofort beenden. Das ist schlecht für BlackRock, aber gut für Deutschland. Beifall: AfD

Die Rednerin wirft Friedrich Merz vor, im Wahlkampf ein geheimes Schulden- und Rüstungsprogramm verschleiert zu haben, das soziale Einsparungen und Profite für Finanzkonzerte wie BlackRock nach sich ziehe. Sie kündigt an, dass die AfD diese Politik blockieren und nach einer Regierungsübernahme beenden werde.

✦ KI-generiert Konfrontativ, angreifend polemischpopulistischemotional Populismus 0,85 Farbige Stellen anklicken für die Deutung
JO Josephine Ortleb Vizepräsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die CDU/CSU-Fraktion hat jetzt das Wort der Abgeordnete Felix Schreiner. Beifall: Union Beifall: SPD
FE Felix Schreiner Union rede Im Protokoll ↗
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau von Storch, bei Luther fällt mir nur ein: Wer lügt, der dient dem Teufel. Nur weil man hier im Deutschen Bundestag Unwahrheiten sagt, wird es nicht besser. Meine Damen und Herren, hinter uns liegt ein herausforderndes Jahr in dieser Koalition. Die Lage in unserem Land bleibt ernst, bleibt herausfordernd – das …
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau von Storch, bei Luther fällt mir nur ein: Wer lügt, der dient dem Teufel. ↳ Julian Joswig (Grüne): »Jawoll!« Nur weil man hier im Deutschen Bundestag Unwahrheiten sagt, ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Was denn?« ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Kritisieren Sie Merz nicht so!« wird es nicht besser. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Grüne (einzelne Abg.) ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Was denn?« Meine Damen und Herren, hinter uns liegt ein herausforderndes Jahr in dieser Koalition. Die Lage in unserem Land bleibt ernst, bleibt herausfordernd – das wissen wir –, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Die Zahlen in der Wirtschaft sind alarmierend: Das Wachstum stagniert, Investitionen gehen zurück. Wir alle nehmen die Resonanzen aus unseren Wahlkreisen ernst; wir bekommen die Verunsicherung mit. Auch in meinem Heimatland Baden-Württemberg, in meinem Wahlkreis, werden Arbeitsplätze abgebaut. Aber seien wir ganz ehrlich: Diese Situation ist nicht über Nacht entstanden. Sie ist das Ergebnis von Jahren. Sie ist das Ergebnis von ausgebliebenen notwendigen Strukturreformen. ↳ Markus Frohnmaier (AfD): »Wer hat eigentlich regiert?« ↳ Gerold Otten (AfD): »Von 16 Jahren Merkel und der Ampel!« Und, meine sehr geehrten Damen und Herren und Schreihälse von der rechten Seite, genau das packen wir jetzt an in dieser Koalition. ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Jetzt? Ach, okay! Gut!« ↳ AfD Wir wissen darum, und darum geht es jetzt. Meine Vorredner sind darauf eingegangen, was wir als Koalition erreicht haben: Wir setzen auf Wachstum, auf Sicherheit, auf Gerechtigkeit. ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Echt?« Aber wir wissen auch, dass das nicht reicht. ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Gar nix wissen Sie!« Ich sage deshalb ganz klar: Wir bringen jetzt Reformen auf den Weg:↳ Dr. Ingo Hahn (AfD): »Wer’s glaubt, wird selig!« bei der GKV, bei der Rente, wenn es um die Pflege geht,↳ Beatrix von Storch (AfD): »Genau, Pflegestufen weg!« wenn es um Steuerentlastungen für Unternehmen, die Wirtschaft und die Menschen im Land geht,↳ Beatrix von Storch (AfD): »Plus 50 Milliarden Zinsen alleine! 120 Milliarden für die Bundeswehr im Jahr mehr! Irre! Irre!« wenn es darum geht, Bürokratie weiter abzubauen. Ja, meine Damen und Herren, das deutsche Lieferkettengesetz muss weg. Das wissen wir; das setzen wir jetzt um. Wir wissen um die Verantwortung für unser Land. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Ich könnte jetzt noch minutenlang Maßnahmen aufzählen. Aber sprechen wir doch mal aus, worum es Ihnen heute mit Ihrer Aktuellen Stunde in Wahrheit geht. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »„Hass und Hetze“!« ↳ Beatrix von Storch (AfD): »„Hass und Hetze“! Aluhut! Russlandpropaganda!« Da muss ich in aller Deutlichkeit, in aller Klarheit sagen: Wenn die AfD hier Krokodilstränen über den Zustand der deutschen Industrie vergießt – –

Der Redner bezeichnet Aussagen der AfD als Unwahrheiten, betont die ernste wirtschaftliche Lage als Ergebnis jahrelanger ausgebliebener Strukturreformen und kündigt Maßnahmen der Koalition wie Steuerentlastungen, Bürokratieabbau und die Abschaffung des Lieferkettengesetzes an.

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JO Josephine Ortleb Vizepräsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Schreiner, erlauben Sie eine Zwischenfrage aus der AfD-Fraktion?
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Gerne zum Schluss. Ich würde noch kurz ausführen. – Wenn Sie Krokodilstränen über die deutsche Industrie, über die Wirtschaft vergießen, dann ist das an Heuchelei nicht zu überbieten. Sie spielen sich hier als der große Retter der Wirtschaft auf. Aber schauen wir genau auf Ihre politische Agenda. Das ist Ihre tatsächliche Agenda: Sie sind für den Austritt aus der Europäischen …
Gerne zum Schluss. Ich würde noch kurz ausführen. – Wenn Sie Krokodilstränen über die deutsche Industrie, über die Wirtschaft vergießen, dann ist das an Heuchelei nicht zu überbieten. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Wieso?« Sie spielen sich hier als der große Retter der Wirtschaft auf. Aber schauen wir genau auf Ihre politische Agenda. Das ist Ihre tatsächliche Agenda: Sie sind für den Austritt aus der Europäischen Union. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Ach du lieber Gott! Haben Sie nichts anderes?« Sie setzen auf Nationalismus. ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Mein Gott! Habt ihr alle drei die gleiche Rede, oder was?« Sie klatschen laut Beifall, wenn Ihre politischen Freunde in aller Welt Zölle hochziehen, ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Nein, machen wir nicht!« wenn neue Handelsschranken aufgebaut werden. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Nein!« Sie sind die Vertreter der nationalen Käseglocke. Das sind alles Ihre Kumpane. Aber damit kann man keine erfolgreiche Politik für unser Land gestalten. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Nee, dazu braucht man die SPD!« Heiterkeit: AfD (einzelne Abg.) Sie legen sehenden Auges die Axt an das Fundament unseres Wohlstands. Unser Erfolgsmodell, unser Geschäftsmodell „Made in Germany“ lebt vom freien Handel, vom Export, vom globalen Austausch und von der Vernetzung der Welt.↳ Maximilian Kneller (AfD): »Wurde hier gerade schon gesagt!« Und dieses Modell wollen Sie vernichten mit Abschottung, mit nationalistischen Fantasien.↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Sie wiederholen sich!« Sie zerstören es.↳ Maximilian Kneller (AfD): »Wenn das Ihre Argumente sind, dann sind Sie wohl echt am Ende!« Aber noch viel schlimmer: Sie wollen damit Millionen von hart erarbeiteten Arbeitsplätzen in unserem Land vernichten.Lachen: AfD (einzelne Abg.) Das ist eine Politik der Abschottung. Sie sollten sich – ich habe den Zwischenruf gehört – wirklich schämen für diese Doppelmoral, ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Ach du lieber Gott! Wir sind 5 Prozentpunkte vor Ihnen!« sich hier als Anwalt für die Wirtschaft, für den Mittelstand hinzustellen.↳ Beatrix von Storch (AfD): »Die laufen uns die Bude ein! Die rufen uns an, die treffen sich mit uns!« In Wahrheit wollen Sie den Ast absägen, auf dem unsere familiengeführten Unternehmen, unser Mittelstand, in diesem Land sitzen. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Die wählen uns!« ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Den, auf dem Sie sitzen!« Sie sind die größte Gefahr für die Wirtschaft in diesem Land. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) ↳ Marcel Queckemeyer (AfD): »Wie kann man so viel Blödsinn erzählen in einer Rede?« Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich glaube, wir sind uns einig: Die Menschen im Land haben vor allem eines satt: dieses Miesepetrige, dieses ständige Schlechtreden von der rechten Seite.↳ Maximilian Kneller (AfD): »Deswegen sind wir auf Platz eins in den Umfragen! Und Merz wollen nur noch 12 Prozent haben, weil sie die Schnauze voll von uns haben?« ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Ja, die Stimmung! Wir müssen bessere Stimmung herreden! Genau!« Sie säen Zwietracht in unserem Land. Unser Land braucht jetzt eine gute Zukunft. Wir brauchen Mut zu Reformen und keine nationalistischen Konzepte.Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Mein Gott! Ehrlich!« Und dafür steht diese Bundesregierung, dafür steht unser Bundeskanzler Friedrich Merz. Friedrich Merz hat doch recht, wenn er betont, –

Der Redner greift die AfD an und wirft ihr vor, Wirtschaft und Mittelstand nur heuchlerisch verteidigen zu wollen, während sie mit EU-Austritt und Nationalismus den Wohlstand gefährde. Er argumentiert, dass das Geschäftsmodell Deutschlands auf freiem Handel basiere und eine Politik der Abschottung Arbeitsplätze zerstöre.

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JO Josephine Ortleb Vizepräsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Kollege, erlauben Sie jetzt eine Zwischenfrage?
FE Felix Schreiner Union kurz Im Protokoll ↗
– dass außenpolitische Stabilität und Partnerschaft auch Wirtschaftspolitik sind. ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Oh, danke! Tiefe Erkenntnis!« Ich lasse die Frage zu.
JO Josephine Ortleb Vizepräsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Jetzt, Herr Frohnmaier.
FE Felix Schreiner Union kurz Im Protokoll ↗
Ach der. Heiterkeit: Union (einzelne Abg.) ↳ Lisa Badum (Grüne): »Trump-Mann! MAGA!«
MA Markus Frohnmaier AfD rede Im Protokoll ↗
Herr Schreiner, erst mal vielen Dank, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Herr Schreiner, Sie kommen aus Baden-Württemberg. 16 Jahre lang hatten Sie dort mit Regierungsverantwortung; das weiß man, wenn man sich die letzten Koalitionen anschaut. Ich bin 35 Jahre alt. Fast mein ganzes Leben hat die CDU in Baden-Württemberg und auch im Bund mit Verantwortung getragen. Wenn Sie sich …
Herr Schreiner, erst mal vielen Dank, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Herr Schreiner, Sie kommen aus Baden-Württemberg. 16 Jahre lang hatten Sie dort mit Regierungsverantwortung; das weiß man, wenn man sich die letzten Koalitionen anschaut. Ich bin 35 Jahre alt. Fast mein ganzes Leben hat die CDU in Baden-Württemberg und auch im Bund mit Verantwortung getragen. Wenn Sie sich heute hierhinstellen und sagen: „Jetzt machen wir aber die Reformen“, „Jetzt tun wir mal was für die Wirtschaft“, dann muss ich Ihnen eines mal ganz deutlich sagen: Die Realität sieht doch so aus – in Baden-Württemberg haben Sie mitregiert, im Bund auch –: Jeden Tag gehen acht Unternehmen pleite, alle 25 Minuten verlieren wir einen Industriearbeitsplatz aufgrund Ihrer Politik. Wer es die letzten vier Jahre nicht auf die Kette bekommen hat, die letzten acht oder zwölf Jahre, der wird es auch nicht bis zum Ende dieser Legislatur auf die Kette bekommen. Ihre CDU hat fertig, ↳ Tilman Kuban (Union): »Das ist Ihre undemokratische Grundhaltung, oder was?« ↳ Marcel Queckemeyer (AfD): »Leise dahinten!« und das entscheiden die Wähler bei der nächsten Bundestagswahl, lieber Kollege Schreiner. Beifall: AfD

Der Redner wirft dem CDU-Abgeordneten vor, während dessen langjähriger Regierungsverantwortung wirtschaftliche Schäden verursacht zu haben, und bezweifelt die Glaubwürdigkeit aktueller Reformversprechen. Er prognostiziert der CDU eine Niedertrag bei der nächsten Bundestagswahl.

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FE Felix Schreiner Union rede Im Protokoll ↗
Herr Kollege Frohnmaier, ich komme aus Baden-Württemberg und lebe dort auch noch. Im Gegensatz zu Ihnen habe ich mich mal dafür entschieden, für ein Landtagsmandat anzutreten. Sie haben ja nur für das Amt des Ministerpräsidenten kandidiert. Und als Sie es zu Recht nicht geworden sind, haben Sie sich beleidigt vom Acker gemacht. Der Erfolg der CDU in Baden-Württemberg lässt sich …
Herr Kollege Frohnmaier, ich komme aus Baden-Württemberg und lebe dort auch noch. Im Gegensatz zu Ihnen habe ich mich mal dafür entschieden, für ein Landtagsmandat anzutreten. Sie haben ja nur für das Amt des Ministerpräsidenten kandidiert. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Grüne (einzelne Abg.) ↳ Julian Joswig (Grüne): »Tja! Ganz schön feige, der Typ!« Und als Sie es zu Recht nicht geworden sind, haben Sie sich beleidigt vom Acker gemacht. ↳ Julian Joswig (Grüne): »Dann hätte seine Frau ja keinen Job im Bundestag, wenn er das geworden wäre! Und der Rest der Familie! Da wäre die ganze Familie in Sorge!« ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Hagel ist es doch auch nicht geworden, oder? Ist es Hagel geworden? Hagel hat es auch noch versaut!« Der Erfolg der CDU in Baden-Württemberg lässt sich zum Beispiel daraus ableiten, dass wir heute – übrigens zusammen mit den Grünen – einen Koalitionsvertrag präsentiert haben, ↳ Markus Frohnmaier (AfD): »Super!« mit dem wir in eine erfolgreiche Regierung eintreten werden, für die Sie Gott sei Dank keine Mehrheit bekommen haben. Beifall: Union Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Beifall: Marja-Liisa Völlers (SPD) ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Juniorpartner der Grünen! Das können Sie am besten: Juniorpartner der Grünen! Mann, Mann, Mann!« Und vielleicht passt das jetzt gerade ganz gut. Denn, meine Damen und Herren, wenn wir wissen, dass die Lage ernst ist – wir alle haben es beschrieben –, dann wissen wir in dieser Koalition auch, dass wir uns nicht auseinandertreiben lassen, dass wir an einem Strang ziehen, dass wir, CDU/CSU und SPD, in schwierigen Zeiten Verantwortung übernehmen, dass wir einen klaren Kurs haben, dass wir modernisieren, gestalten und einen Weg aus der Krise formulieren, so wie es die Bürgerinnen und Bürger von uns erwarten. Die Bürgerinnen und Bürger haben es satt, dass ständig nur schlechte Laune und schlechte Ideen von Ihrer Seite verbreitet werden. Herzlichen Dank. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) ↳ Maximilian Kneller (AfD): »28 Prozent! 28 Prozent! 6 Prozent mehr als Sie! Gucken Sie sich mal die Umfragen an, dann wissen Sie, was die Leute satthaben: Ihren Kanzler!« ↳ Gerold Otten (AfD): »Die haben diese Regierung satt!« ↳ Dr. Malte Kaufmann (AfD): »Die haben die wirtschaftliche Lage satt! Mann! Mann! Mann! Verkennung der Realität!«

Der Redner richtet sich polemisch gegen einen Abgeordneten der AfD und rechtfertigt seine eigene politische Herangehensweise in Baden-Württemberg. Er betont, dass CDU/CSU und SPD in schwierigen Zeiten verantwortungsvoll zusammenarbeiten, während er der AfD schlechte Ideen und mangelnde Verantwortung vorwirft.

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JO Josephine Ortleb Vizepräsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Für die CDU/CSU-Fraktion hat das Wort der Abgeordnete Hans Koller.
Für die CDU/CSU-Fraktion hat das Wort der Abgeordnete Hans Koller. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Das ist doch nicht so schwer zu verstehen: 12 Prozent Zustimmungswert haben Sie! 12 Prozent Zustimmungswert! Und Sie sagen, die Leute haben uns satt!« ↳ Dr. Klaus Wiener (Union): »Ja!« ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Also wirklich! Wo leben Sie? Mann, Mann, Mann!« ↳ Mahmut Özdemir (SPD): »Einige Leute sollten mehr schweigen und zuhören!«
HA Hans Koller Union rede Im Protokoll ↗
Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Eines können Sie wirklich gut, nämlich die Menschen zu verunsichern, mit ihrer Angst zu spielen und mit Miesepetrigkeit, mit vielen einfach nur abartigen Videos, die Sie in sozialen Medien teilen, die Sie millionenfach verbreiten, eine schlechte Stimmung zu verbreiten und die Realität auszublenden, meine sehr verehrten Damen und Herren. Die Alternative für …
Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Eines können Sie wirklich gut,↳ AfD: »Gewinnen!« Heiterkeit: AfD nämlich die Menschen zu verunsichern, mit ihrer Angst zu spielenLachen: AfD (einzelne Abg.) und mit Miesepetrigkeit,↳ Marcel Queckemeyer (AfD): »Sie sind unser bester Wahlkampfredner!« ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Die Menschen haben Angst! Zu Recht!« mit vielen einfach nur abartigen Videos,↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Abartig?« die Sie in sozialen Medien teilen, die Sie millionenfach verbreiten,↳ Dr. Ingo Hahn (AfD): »Da brauchen wir gar nichts zu machen! Für das alles sorgen Sie!« eine schlechte Stimmung zu verbreiten und die Realität auszublenden, meine sehr verehrten Damen und Herren.Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) ↳ AfD: »Seien Sie doch nicht so verzweifelt!« Die Alternative für Deutschland ist keine Alternative.Beifall: Julian Joswig (Grüne) Es ist der Untergang für Deutschland, wenn Sie Verantwortung bekommen. Ja, es ist richtig: Wir haben Probleme, wir haben Herausforderungen,↳ Markus Frohnmaier (AfD): »Ja, dank Ihnen haben wir Herausforderungen!« aber vor allen Dingen wegen Ihrer Freunde in Moskau, in China und in Washington.↳ AfD: »Oh!« Vor allem wegen jenen haben wir Probleme. Beifall: Karl Bär (Grüne) ↳ Markus Frohnmaier (AfD): »Immer die anderen sind schuld!« Meine Damen und Herren, Sie streuen den Menschen Sand in die Augen mit Ihren Anträgen. ↳ Dr. Malte Kaufmann (AfD): »Reden Sie mal zum Thema! Ein Jahr Regierung unter Merz! Das Thema ist nicht die AfD! Ihre desaströse Politik ist das Thema gerade!« ↳ AfD: »Das sagt der Richtige!« Sie behaupten, Deutschland verliere seine Stärke als Industrienation. Ich sage Ihnen: Das Gegenteil ist der Fall. Gerade in wirtschaftspolitisch und geopolitisch so herausfordernden Zeiten zeigt sich doch, worauf es ankommt: auf klare Entscheidungen, auf wirtschaftspolitische Vernunft ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Ja, auf die SPD!« und auf eine Regierung, die handelt, statt nur schlechte Schlagzeilen zu produzieren. Sie versündigen sich an unserem Land, meine Damen und Herren. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Lachen: AfD (einzelne Abg.) ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Wann kriegen wir denn diese Regierung?« Dass es in einer Koalition, in einer Demokratie wegen Reformen und Veränderungen auch mal zu Diskussionen oder Streit kommt, ist vielleicht etwas, was Sie nicht so gerne wollen. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Nee, man muss den richtigen Partner haben!« Aber am Ende muss ein Kompromiss stehen. Und nach einem Jahr schwarz-roter Bundesregierung sehen wir: Der Industriestandort Deutschland↳ Beatrix von Storch (AfD): »… bricht zusammen!« wird wieder gestärkt – durch mehr Investitionen, durch mehr Entlastungen und durch mehr wirtschaftspolitische Vernunft, meine Damen und Herren.Beifall: Union ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD) Wir sind den Krisen und Herausforderungen nicht mit Panikmache und Schwarzmalerei, sondern mit konkretem Handeln begegnet. ↳ Lisa Badum (Grüne): »Tankrabatt!« Wir liefern entscheidende Veränderungen. ↳ Lisa Badum (Grüne): »Tankrabatt!« Wir bringen uns für bezahlbare Energie ein. Wir haben die Netzentgelte gesenkt. Wir haben den Industriestrompreis auf den Weg gebracht, der von der Europäischen Kommission beihilferechtlich genehmigt wurde. Wir wissen: Ohne bezahlbare Energie gibt es keine wettbewerbsfähige Industrie. Aber wir können nicht mit Rezepten von gestern kommen, sondern ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »… von morgen!« wir müssen mit Rezepten von morgen kommen. Lachen: AfD (einzelne Abg.) Meine Damen und Herren, wir entlasten nicht nur kurzfristig, wir stärken unseren Standort auch langfristig:↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Ja! Mit Schulden!« mit 500 Milliarden Euro für Infrastruktur, mit gezielten Investitionsanreizen, mit Reformen in der Steuerpolitik, in der Sozialpolitik. Ja, das wird noch Diskussionen hervorrufen. Aber das wird sich mittel- und langfristig auswirken, ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Nach unten!« im Gegensatz zu Ihren Rezepten, wie der Kollege Tilman Kuban gerade aufgezeigt hat. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Na super! Ihr seid die Helden!« Genau davor haben Sie Angst. Da sind Sie still geworden. Lachen: AfD (einzelne Abg.) ↳ René Bochmann (AfD): »Ihre Fraktion ist gerade still!« Wir wollen nicht raus der Europäischen Union. Wir wollen nicht raus aus dem Euro. Wir wollen Markt, wir wollen Wirtschaft, wir wollen Freihandel. (Abg. Dr. Malte Kaufmann [AfD] und Maximilian Kneller [AfD] melden sich zu einer Zwischenfrage) Und vor allen Dingen wollen wir klare Signale geben –

Der Redner wendet sich polemisch gegen die AfD, der er Verunsicherung der Bevölkerung und Stimmungsmache vorwirft, und verteidigt die wirtschaftspolitische Leistung der schwarz-roten Bundesregierung zur Stärkung des Industriestandorts Deutschland.

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JO Josephine Ortleb Vizepräsidentin sitzungsleitung Im Protokoll ↗
Herr Kollege, erlauben Sie eine Zwischenfrage aus der AfD-Fraktion?
HA Hans Koller Union rede Im Protokoll ↗
– ich sage den Satz noch zu Ende – und die klare Ansage machen – und das wird auch noch zu schmerzhaften Reformen führen –: Leistung muss sich wieder lohnen. Lachen: AfD (einzelne Abg.) Das ist die Politik von CDU und CSU, meine Damen und Herren. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.)

Der Redner vertritt das politische Leitprinzip, dass Leistung sich wieder lohnen muss, und kündigt hierfür schmerzhafte Reformen an. Er positioniert dies als Kernpolitik von CDU und CSU.

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Ich verstehe Sie richtig, dass Sie eine Zwischenfrage zulassen?
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Ich habe zwei Meldungen. Ich würde eine Zwischenfrage zulassen; da können Sie sich einigen. ↳ Mahmut Özdemir (SPD): »Früher hatte jedes Dorf einen Dorftrottel!« Heiterkeit: Grüne (einzelne Abg.)
MA Maximilian Kneller AfD rede Im Protokoll ↗
Vielen Dank, Herr Kollege Koller, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. Auch vielen Dank, Frau Präsidentin. – Sie haben jetzt alle gesagt: Die Leute haben die Nase voll von der AfD. Ihre Vorredner haben das gesagt; auch bei Ihnen klingt das die ganze Zeit durch. Dazu habe ich eine Frage. Laut aktuellen Umfragen traut man uns die größte politische Problemlösungskompetenz zu, …
Vielen Dank, Herr Kollege Koller, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. Auch vielen Dank, Frau Präsidentin. – Sie haben jetzt alle gesagt: Die Leute haben die Nase voll von der AfD. ↳ Felix Schreiner (Union): »Stimmt ja auch!« Ihre Vorredner haben das gesagt; auch bei Ihnen klingt das die ganze Zeit durch. ↳ Mirze Edis (Linke): »75 Prozent sind gegen euch!« Dazu habe ich eine Frage. Laut aktuellen Umfragen traut man uns die größte politische Problemlösungskompetenz zu, und Ihr Bundeskanzler Merz ist auf einen historischen Tiefstwert von gerade einmal 12 Prozent Zustimmung gefallen. Würden Sie mit mir konform gehen, dass in Wahrheit die Leute vielleicht von Ihrer Bundesregierung und Bundeskanzler Friedrich Merz die Nase voll haben? Vielen Dank. Beifall: AfD

Der Redner wehrt sich gegen Kritik an seiner Fraktion und kontert mit dem Verweis auf Umfragewerte, die der AfD Problemlösungskompetenz zuschreiben, während er der amtierenden Bundesregierung und Bundeskanzler Merz mangelnde Zustimmung vorwirft.

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HA Hans Koller Union rede Im Protokoll ↗
Das glaube ich in der Form nicht. – Es gibt da einen Spruch: Am Lachen erkennt man den Narren. Jetzt müssen wir einmal etwas härter miteinander reden. Sie haben noch nie unter Beweis stellen müssen, dass Sie etwas können. Und wenn man sich Ihre Biografien so ansieht, wenn man sich den Zustand Ihrer Partei so ansieht: Sie können das nur …
Das glaube ich in der Form nicht. Lachen: AfD ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Das habe ich mir jetzt fast gedacht!« ↳ Beatrix von Storch (AfD) – Es gibt da einen Spruch: Am Lachen erkennt man den Narren. Beifall: Union (einzelne Abg.) Jetzt müssen wir einmal etwas härter miteinander reden. Sie haben noch nie unter Beweis stellen müssen, dass Sie etwas können. ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Können wir gerne machen!« Und wenn man sich Ihre Biografien so ansieht, wenn man sich den Zustand Ihrer Partei so ansieht: Sie können das nur noch mit Ihrer Angstmacherei und Ihren Schwarz-Weiß-Rezepten und -Erklärungen verdecken. Sie haben keine Verantwortung, und das ist gut so. ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Sagen Sie doch mal was zu meiner Frage!« Und wenn Sie jetzt von den Umfragen sprechen: Da sind Sie bei 25 bis 28 Prozent. ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Genau! Und Sie bei 20, ne?« Dann sind aber 72 bis 75 Prozent der Menschen der Meinung, dass Sie niemals Verantwortung bekommen sollten, meine sehr verehrten Damen und Herren. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) Beifall: Grüne (einzelne Abg.) Lachen: AfD (einzelne Abg.) ↳ Beatrix von Storch (AfD): »Das sind bei Ihnen über 80 Prozent!« ↳ Maximilian Kneller (AfD): »Bei Ihnen sind es 80!« Ihre Rezepte und die Ziele, die Sie anstreben, sind vielleicht noch nicht überall angekommen. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Nee! Noch nicht überall!« Ich glaube, die Menschen würden im wahrsten Sinne des Wortes ihr blaues Wunder erleben, wenn Sie Verantwortung tragen würden. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.) ↳ Marcel Queckemeyer (AfD): »Das blaue Wunder wird ein Erfolg der Geschichte!« Nach einem Jahr Regierung unter Bundeskanzler Merz steht Deutschland weiterhin vor großen Themen, Problemen und Herausforderungen. Aber wir stehen nicht still. ↳ Dr. Bernd Baumann (AfD): »Wir gehen zurück!« Wir werden den Industriestandort Deutschland weiter stärken: durch Investitionen, durch Entlastungen und durch eine Politik, die auf Wettbewerbsfähigkeit statt auf Ideologie setzt. Natürlich bleibt noch viel zu tun. Wir reden die Probleme nicht größer, aber auch nicht kleiner, sondern wir lösen sie, wir gehen sie an. Deshalb wird Deutschland unter einem Bundeskanzler Merz und einer CDU/CSU-geführten Bundesregierung eine führende Industrienation bleiben. Wir werden uns weiterentwickeln. Leistung wird sich wieder lohnen. Wir werden dies den Menschen hoffentlich auch deutlich zum Ausdruck bringen und unter Beweis stellen können. Herzlichen Dank. Beifall: Union Beifall: SPD (einzelne Abg.)

Der Redner richtet sich polemisch gegen die AfD, der er Verantwortungslosigkeit und Angstmacherei vorwirft, und betont anschließend die Problemlösungskompetenz sowie den industrie- und leistungsorientierten Kurs einer CDU/CSU-geführten Bundesregierung unter Kanzler Merz.

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