Gesetz zur Beschleunigung der Vergabe öffentlicher Aufträge
Zusatzpunkt 3 · 21/74 · 23. April 2026
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zunächst einmal vielen Dank für die Glückwünsche. Sie freuen mich natürlich sehr. Zunächst einmal ist ja ein Geburtstag immer etwas, was auch mit Zeit zu tun hat: die Zeit, die hinter einem liegt, die Zeit, die noch vor einem liegt. Was wurde erreicht? Was ist noch zu …
Der Redner begrüßt die Verabschiedung des Vergabebeschleunigungsgesetzes, das Verfahren vereinfachen und beschleunigen soll, um Mittel aus dem Sondervermögen schneller in Infrastrukturinvestitionen fließen zu lassen. Er betont die Entlastung der öffentlichen Hand, die Praktikabilität für Kommunen und den Schutz mittelständischer Interessen.
Wir ermöglichen durch dieses Gesetz die Berücksichtigung von Aspekten der digitalen Souveränität bei Ausschreibungen. Auch das ist ein wichtiger Punkt zur Stärkung der Resilienz im Land. Wir haben hier auch sehr gut mit den Digitalpolitikern zusammengearbeitet. Herzlichen Dank auch hierfür noch einmal! An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, die Verwaltung im Land aufzufordern, die Möglichkeiten, die sich jetzt …
Dr. Andreas Lenz wirbt für die Zustimmung zum Gesetz zur Beschleunigung der Vergabe öffentlicher Aufträge und hebt dabei die Berücksichtigung digitaler Souveränität sowie die angestrebten Effekte für Modernisierung, Wachstum und Beschäftigung hervor. Er fordert die Verwaltung auf, die neuen Vereinfachungen aktiv zu nutzen, und betont, dass die Koalition eine Regelung gefunden habe, an der die vorherige Ampel-Koalition gescheitert sei.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Kollegen! Sehr geehrter Herr Kollege Lenz, von der AfD-Fraktion alles Gute zum Geburtstag! Ich hoffe, Sie verleben Ihren Tag heute im Glück und können ihn auch etwas feiern. Aber ich muss Ihnen leider sagen: Dieses Vergabebeschleunigungsgesetz ist kein gutes Geburtstagsgeschenk, was sie Ihnen dort machen wollen. Aber zunächst das Positive – und …
Komning bejaßt die grundsätzliche Beschleunigung und Entbürokratisierung von Vergabeverfahren, lehnt den Gesetzentwurf jedoch ab. Er kritisiert, dass die Ausnahmen bei der Losvergabe den Mittelstand benachteiligen und die Einführung „grüner Leitmärkte“ eine staatliche Lenkung der Wirtschaft darstelle.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Es gibt Gesetze, die erst mal völlig unspektakulär klingen. Und vermutlich werden viele Bürgerinnen und Bürger vom Vergabewesen noch nie etwas gehört haben. Aber manchmal sind es genau langweilig klingende Gesetze, an denen es sich entscheidet, ob ein Land ins Handeln kommt. Und das Vergabebeschleunigungsgesetz ist so …
Armand Zorn wirbt für das Vergabebeschleunigungsgesetz als zentrales Instrument, um staatliche Investitionen schneller in konkrete Projekte umzusetzen. Er betont dabei, dass Beschleunigung nicht auf Kosten von Mittelstandsschutz, Tariftreue und Klimakriterien gehen darf.
Sehr verehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Nach über sechs Monaten im parlamentarischen Verfahren, nach einem halben Jahr Streit, legt Schwarz-Rot endlich das Vergabegesetz vor – man glaubt es kaum. Ähnlich wie beim Herbst der Reformen, der dann zum Winter, zum Frühling, ja, vielleicht auch zum Sommer wird, brauchte es eine halbe Ewigkeit, bis auf die großen Ankündigungen endlich …
Julian Joswig kritisiert das neue Vergabegesetz der schwarz-roten Koalition als unambitioniert, da es zwar Beschleunigung und Digitalisierung fördere, aber verbindliche Nachhaltigkeitskriterien für öffentliche Aufträge streiche. Er fordert stattdessen den Einsatz des Sondervermögens für grüne Beschaffung, um der Industrie als Ankerkunde Anreize für Klimaneutralität zu bieten.
Vielen Dank, Herr Joswig, dass Sie die Frage zulassen. – Sie haben gerade gesagt, dass Sie unsere Fehler korrigieren wollen, und gesagt, 100 Milliarden Euro seien 15 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Vielleicht darf ich Ihnen da einmal auf die Sprünge helfen: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt beträgt 4 500 Milliarden Euro. Wir reden hier also über etwas mehr als 2 Prozent. Wenn …
Der Redner korrigiert eine zuvor getätigte wirtschaftliche Kennzahl eines anderen Redners bezüglich des Anteils von 100 Milliarden Euro am deutschen Bruttoinlandsprodukt.
Lieber Dr. Wiener, herzlichen Dank für die Zwischenfrage. Ich freue mich, dass ich das ein bisschen ausführen darf. – Die Studie, auf die ich mich beziehe, kommt von der OECD; das ist die internationale Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie ist aus dem Jahr 2009. Da sind die Effekte und die großen Volumina des Sondervermögens noch nicht durchgerechnet. Und …
Der Redner kritisiert die Bundesregierung für unzureichende Investitionen in kluge Bauprojekte und wirft ihr vor, EU-Standards durch das Vorziehen eines schwächeren Gesetzes unterlaufen zu wollen.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die Bundesregierung will die Vergabe öffentlicher Aufträge beschleunigen. Schneller vergeben, schneller bauen, schneller investieren – das klingt erst mal gut in einem Land, in dem vieles sehr, sehr lange dauert. Aber: Öffentliche Vergabeverfahren müssen transparent sein, und sie müssen klare Standards erfüllen. Das darf nicht unterlaufen werden unter dem Deckmantel, Dinge schneller zu machen …
Janine Wissler kritisiert das Gesetz zur Beschleunigung der Vergabe öffentlicher Aufträge, da es Transparenz, Tariftreue und Umweltstandards zugunsten von Direktvergaben abbause. Sie argumentiert, dass dies Korruption und Vetternwirtschaft fördere, während der eigentliche Investitionsstau an unterbesetzten Planungsämtern liege.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Koalition liefert ein weiteres Mal bei einem wichtigen Gesetzesvorhaben. Dass das Vergabebeschleunigungsgesetz jetzt abgeschlossen werden kann, freut mich aus persönlicher Sicht sehr. Denn genau dieses war das erste, bei dem ich als Berichterstatter mitarbeiten durfte, neben meinem geschätzten Kollegen Günter Baumgartner. Ich sage es einmal so: Das erste Gesetz vergisst man wohl nicht. …
Der Redner lobt den Abschluss des Vergabebeschleunigungsgesetzes und hebt hervor, dass der Fokus auf dem Vergabeprozess (dem 'Wie') liege. Er betont die Balance zwischen Beschleunigung für Kommunen und dem Schutz des Mittelstands und kündigt eine schnelle Evaluierung an.
Herr Gebhard, wie Ihre Partei: ein richtiger Evergreen. – Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die hier vorgeschlagenen Gesetzesänderungen sollen Vergaben beschleunigen sowie Behörden und Unternehmen gleichermaßen entlasten. Das Ziel ist absolut richtig, aber der Weg dahin darf nicht zulasten der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland gehen. Dieses Gesetz macht aber genau das. Es geht …
Der Redner kritisiert, dass das Gesetz zur Vergabebeschleunigung kleine und mittlere Unternehmen benachteilige, da Ausnahmen von der losweisen Vergabe Konzernen zugutekämen. Zudem lehnt er die Einbindung ökologischer Vergabekriterien als wirtschaftlich schädliche Ideologie ab.
Vielen Dank. – Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir haben es schon mehrfach gehört: 130 Milliarden Euro geben Bund, Länder und Kommunen Jahr für Jahr für öffentliche Beschaffung aus; hinzu kommt jetzt noch das Sondervermögen. Man kann sich mehr oder weniger erfolgreich ausrechnen, wie viel Prozent des BIPs das ist. Das ist wahnsinnig viel Geld. Dieses Geld …
Sebastian Roloff wirbt für das Gesetz zur Beschleunigung der Vergabe öffentlicher Aufträge, das Verwaltungen entlasten, Infrastrukturprojekte schneller umsetzen und grüne Leitmärkte für die Industrie schaffen soll. Er betont, dass dabei die Interessen kleiner Handwerksbetriebe gewahrt sowie die Chancen junger und innovativer Unternehmen verbessert werden.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Schönen guten Morgen! Der Kollege Joswig ist ein höflicher Mann. Er kommt aus Rheinland-Pfalz. Da begegnet man einander mit großem Wohlwollen. Ich komme aus dem Pott. Da wird eine deutlichere Sprache gesprochen. Jetzt ist Frau Reiche gerade weg, schade! Entschuldigung, Sie haben sich hinter Herrn Hartmann versteckt. Ich nehme das zurück; Sie sind da, …
Banaszak kritisiert das Gesetz als unzureichende Reaktion auf die aktuelle Weltlage und fordert einen schnelleren Schutz der heimischen Industrie gegen unfairen Wettbewerb, insbesondere durch subventionierten chinesischen Stahl.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Als ich bei der ersten Lesung dieses Gesetzes an dieser Stelle stand, habe ich gesagt: Die öffentliche Vergabe muss schneller, sie muss einfacher und sie muss flexibler werden. Vor allen Dingen aber muss sie mittelstandsfreundlich bleiben; denn der Mittelstand ist der Motor und das Herz unserer Volkswirtschaft. Und ich kann Ihnen sagen: …
Der Redner wirbt für die Annahme des Vergabebeschleunigungsgesetzes, das die öffentliche Vergabe schneller, flexibler und mittelstandsfreundlicher machen soll. Er hebt die Erhöhung von Schwellenwerten für vereinfachte Vergaben und die Bewahrung des Losgrundsatzes zum Schutz kleiner Betriebe hervor.
Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Meine Damen und Herren! Nachdem Herr Gebhard vorhin so schön durch diverse Schlager geführt hat, möchte auch ich gerne mit einem Schlager beginnen: Liebe Koalition – frei nach Wolfgang Petry –, warum schickt ihr uns in die Hölle? Ganz ehrlich: Sie verkaufen hier ein Gesetz als Fortschritt, in Wahrheit aber ist es ein planwirtschaftliches Täuschungsmanöver. Man …
Schattner kritisiert das Gesetz als planwirtschaftliches Täuschungsmanöver, das unter dem Deckmantel der Beschleunigung ideologische Vergabekriterien durchsetze und den Wettbewerb verzerre. Er fordert stattdessen eine echte Bürokratieentlastung und eine Vergabe, die sich an wirtschaftlicher Leistung statt an politischen Vorgaben orientiert.
Für die SPD-Fraktion hat Herr Abgeordneter Mahmut Özdemir das Wort. Bitte. Mahmut Özdemir : Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Gerade bin ich aufgefordert worden, das Ganze so zu erklären, dass es auch ein Stahlarbeiter in Duisburg auf der Straße versteht – was aber nicht heißt, dass der Stahlarbeiter weniger klug ist. Ich komme auch aus dem Pott, …
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Meine Vorredner aus den Regierungsfraktionen haben es ja bereits deutlich zum Ausdruck gebracht: Mit dem vorliegenden Gesetz hier und heute gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt, mit dem Gesetz verbessern wir die Rahmenbedingungen am Wirtschaftsstandort Deutschland. Und wie wichtig gerade Investitionen in unsere Infrastruktur sind, das erleben wir ja gerade alle. Wer …
Wiener wirbt für das Gesetz zur Beschleunigung der Vergabe öffentlicher Aufträge, das er als wichtigen Schritt zur Sanierung der maroden Infrastruktur und zur Stärkung des Mittelstands darstellt. Er ergänzt dies um den Ruf nach weiteren Reformen bei Energiepreisen, Bürokratieabbau und Sozialsystemen, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern.