Kommunales Vetorecht gegen Zwangszuweisungen von Flüchtlingen
Zusatzpunkt 4 · 21/74 · 23. April 2026
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die Lage der Städte und Gemeinden in Deutschland ist katastrophal: immer mehr Haushaltssperren, immer weniger Geld für die notwendigsten Pflichtaufgaben. Schwimmbäder, Turnhallen, Kitas und ganz Schulgebäude können nicht saniert werden. Straßen, Fußwege, Grünanlagen, der gesamte öffentliche Raum und die Infrastruktur verfallen zunehmend. Aktuell beträgt das Defizit der Kommunen 60 Milliarden Euro, und es wird …
Der Redner fordert ein kommunales Vetorecht gegen Zwangszuweisungen von Flüchtlingen, da diese die Wohnungsnot verschärfen und die Kommunen finanziell ruinieren. Er argumentiert, dass die Kombination aus Sozialstaat und offenen Grenzen unweigerlich zum Zusammenbruch des Sozialsystems führe.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Der AfD ist inhaltlich ihr wichtigstes Thema abhandengekommen. Und das sieht man Antrag und Gesetzentwurf deutlich an. Sie können nur als Verzweiflungstat gewertet werden. Sie sind nämlich mit heißer Nadel gestrickt – politisch überflüssig und auch handwerklich schlecht gemacht. Vor allem blenden Antrag und Gesetzentwurf die aktuelle Entwicklung völlig aus, so, als …
Detlef Seif kritisiert den Gesetzentwurf der AfD zum kommunalen Vetorecht als handwerklich schlecht und politisch überflüssig, da dieser aktuelle Entwicklungen der Migrationspolitik ignoriere. Er verteidigt stattdessen die Maßnahmen der Regierungskoalition, wie Grenzzurückweisungen und die Beendigung von Bundesaufnahmeprogrammen.
Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass Sie nun auch in Bezug auf Bundesaufnahmeprogramme beantragen, dass die betroffenen Länder zustimmen müssen. Es gibt überhaupt keine Zuwanderung aus diesem Bereich, außer die wenigen Hundert aus Afghanistan, die jetzt noch abgewickelt werden. Aber es gibt keine neuen Bundesaufnahmeprogramme, meine Damen und Herren. Wir, das heißt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und weitere Innenpolitiker …
Der Redner kritisiert den AfD-Antrag für ein kommunales Vetorecht bei Flüchtlingszuweisungen als Angriff auf die Funktionsfähigkeit des Staates, betont die Pflicht zur Loyalität der Körperschaften und verweist auf bereits sinkende Asylantragszahlen sowie bestehende europäische Maßnahmen zur Migrationssteuerung.
Danke, Herr Kollege, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Haben Sie den Antrag tatsächlich gelesen? Haben Sie den Gesetzentwurf tatsächlich gelesen? Da steht doch eindeutig drin, dass das Vetorecht der Gemeinden nur in Bereichen gelten soll, wo bereits Wohnungsnot herrscht, wo also bereits die einheimischen Familien keine Wohnungen mehr finden. Es ist natürlich ein totaler Wahnsinn, in Städte und Gemeinden …
Der Redner wirft einem Kollegen vor, den Antrag nicht gelesen zu haben, und betont, dass ein kommunales Vetorecht nur bei bestehender Wohnungsnot gelten solle. Er kritisiert es als absurd, weitere Flüchtlinge in Gemeinden aufzunehmen, in denen bereits Einheimische keinen Wohnraum finden.
Herr Kollege, ich bin überrascht: Sie sind der erste Redner Ihrer Fraktion und offensichtlich in völliger Unkenntnis der Antragslage. Sie haben einen Antrag gestellt, in dem das steht, was Sie sagen, und Sie haben einen Gesetzentwurf zur Änderung des Asylgesetzes vorgelegt, in dem das drinsteht, was ich sage: Voraussetzungslos reicht ein Mehrheitsbeschluss einer Kommune aus. Dann machen Sie es demnächst …
Seif wirft der AfD vor, in ihrem Antrag und Gesetzentwurf auf die Mietpreisbremse (§ 556d BGB) zurückzugreifen, die sie eigentlich ablehnt, und kritisiert, dass dies Asylantragsteller in den ländlichen Raum verdrängen würde, da die Mietpreisbremse dort nicht wirkt.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! So viele Menschen halten täglich unser Land und unsere Gesellschaft am Laufen: der Jugendpfleger auf dem Dorf, die Politikerin im Stadtrat und die Sprachkurslehrerin in der Volkshochschule. Diese Menschen müssen wir stärken; denn sie halten unsere Gesellschaft zusammen. Ganz besonders unsere Kommunen sind unter Druck. Sie übernehmen wichtige Aufgaben; sie sind …
Otte fordert finanzielle Unterstützung des Bundes für Kommunen, die unter Druck stehen, kritisiert den Antrag der AfD als unsolidarisch und verteidigt das individuelle Recht auf Asyl gegen Bestrebungen der Union.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die AfD spricht immer über die einfachen Leute, heute über die Mieterinnen und Mieter, lehnt jedoch den Mindestlohn ab, will keine Mietpreisbremse und ist gegen eine Erbschaftsteuerreform, die die obersten 5 Prozent treffen würde. Die AfD ist nicht die Partei der einfachen Leute; Sie sind die Partei der Millionäre und Milliardäre und …
Hakan Demir wirft der AfD vor, gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen und eine menschenverachtende Sprache zu nutzen. Er verteidigt das bestehende Verteilungssystem für Geflüchtete und betont die solidarische Verantwortung Deutschlands, insbesondere gegenüber afghanischen Schutzsuchenden.
Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die AfD präsentiert heute ihre erste wohnungspolitische Initiative in dieser Legislaturperiode. Einen schönen guten Morgen, kann ich da nur sagen! Und was ist die Antwort der AfD auf die Wohnungskrise? Wer hätte es gedacht: weniger Migration. Es ist immer die gleiche Leier: An jedem Problem in dieser Welt sind Ihrer Meinung nach …
Caren Lay kritisiert die wohnungspolitische Initiative der AfD als rassistisch und wirft der Partei vor, Migranten als Sündenböcke für die Mietenkrise zu instrumentalisieren. Sie argumentiert, dass ein Rückgang der Zuwanderung nicht zu sinkenden Mieten geführt habe, wodurch der Zusammenhang widerlegt werde.
Mit internationalem Kapital hingegen hat die AfD weniger Probleme. Die Spekulation internationaler Fonds und Wohnungskonzerne auf dem Wohnungsmarkt ist für Sie gar kein Thema. Dabei hat sich zum Beispiel der Anteil internationaler Investoren in Berlin seit 2024 verdoppelt. Das sind Fonds und Konzerne, die Immobilien gewerbsmäßig aufkaufen. Sie treiben die Mieten in die Höhe, schmeißen die Leute raus und verkaufen …
Caren Lay wirft der AfD vor, gegen Wohnungsspekulation und für Mieterinnen und Mieter keine echten Lösungen zu bieten, da sie von Immobilienlobbyisten profitiere. Stattdessen fordert sie ein stärkeres kommunales Vorkaufsrecht und lehnt den Gesetzentwurf der AfD ab.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Kolleginnen und Kollegen! Wer die Debatte heute verfolgt hat, konnte in den Genuss kommen, die Konzepte von AfD und Linken nebeneinander zu erleben. Ich hoffe, dass die Bevölkerung draußen diese Diskussion wahrnimmt und endlich erkennt – ganz ehrlich –: Weder die einen noch die anderen haben die Lösung. Eines muss ich zu Ihnen von der …
Der Redner lehnt den Antrag der AfD ab, da er das Solidarprinzip unter den Kommunen aushebele und letztlich ländliche Regionen benachteilige. Er betont, dass die Belastungsgrenzen der Kommunen zwar anerkannt werden müssen, die Lösung jedoch in der Schaffung von Wohnraum, der Reduktion von Zugängen und Rückführungen sowie der Beibehaltung des bestehenden Verteilungssystems liege.
Der Redner wirft einem vorherigen Sprecher einen Logikfehler in der Argumentation vor und zitiert dessen Aussage, dass der AfD-Antrag Asylbewerber in Gebieten mit leerem Wohnraum unterbringe und damit Politik gegen Arbeiter richte.
Der Redner hinterfragt den Widerspruch, dass Flüchtlinge nicht in teuren Wohngebieten untergebracht werden, und bestreitet damit den Anspruch der Gegenposition, es handele sich um eine Politik gegen Arbeiter.
Ich helfe gerne noch mal nach und bin darüber auch sehr froh, weil sieben Minuten Redezeit zu diesem Thema wirklich wenig ist. Ich bin deswegen froh, dass ich noch mal darauf eingehen kann. Sie sind ja die Partei – oder Sie versuchen immer, das für sich zu reklamieren – der Marktlogik. Ich glaube, das sind Sie nicht wirklich. Aber Sie …
Walch argumentiert, dass ein Vetorecht der Kommunen zu einer Konzentration von Flüchtlingen in ohnehin schwächer nachgefragten Gebieten führe, was Ghettoisierung verschärfe. Er wirft der AfD vor, durch die gewollte Lahmlegung des Verteilungssystems Chaos zu provozieren, anstatt den Staat handlungsfähig zu erhalten.
Frau Präsidentin! Liebe Bürger! Herr Walch, der Einzige, der sich hier aus der Verantwortung stiehlt, sind Sie als langjähriger CSU-Landrat, der sich jetzt in Berlin versteckt hat. Es ist einfach eine besondere Leistungsdisziplin in diesem Land geworden – und das sieht man auch an anderen Reden –, Missstände lauthals isoliert zu beklagen, gleichzeitig aber ganz fest die Augen vor den …
Der Redner wirft den etablierten Parteien vor, durch massenhafte Asylzuwanderung den Wohnungsmarkt zu überlasten, und fordert ein kommunales Vetorecht gegen Zwangszuweisungen von Flüchtlingen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn wir heute über die Zuweisung von Geflüchteten an unsere Kommunen sprechen, dann sprechen wir über eine der zentralen gesellschaftlichen Aufgaben der letzten Jahre – eine Aufgabe, die uns allen viel abverlangt hat, zuallererst den Geflüchteten, die oft unter dramatischen Umständen ihre Heimat verlassen mussten, den Kommunen, die Unterbringung, Versorgung und …
Hendrik Bollmann betont die Leistungen der Kommunen bei der Integration Geflüchteter und verweist auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile von Migration. Er kritisiert den Antrag der AfD als realitätsfern, föderal unzutreffend und populistisch, betont jedoch gleichzeitig den Bedarf an planbaren Zuweisungen und besserer Unterstützung der Kommunen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Der politische Horizont der AfD endet genau dort, wo ihr Lieblingsthema beginnt. Egal welches gesellschaftliche Problem wir hier diskutieren, am Ende reagieren Sie immer gleich: mit Spaltung und mit Menschenfeindlichkeit. Die AfD behauptet, es gäbe eine Wohnungskrise und der Auslöser wären Geflüchtete. Ich kann Ihnen sagen: Wir haben …
Hanna Steinmüller argumentiert, dass die aktuelle Wohnungskrise nicht durch Geflüchtete verursacht wurde, sondern auf historische und wirtschaftliche Faktoren wie Urbanisierung, Wirtschaftskrisen und Finanzmarktentwicklungen zurückgeht. Sie wirft der AfD vor, durch ausgrenzende Rhetorik von eigentlichen Problemlösungen abzulenken.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Millionen Menschen in diesem Land leiden unter zu hohen Mieten. Besonders hart trifft es Menschen mit kleinem Einkommen. Dafür braucht es endlich politische Lösungen in diesem Land. Die AfD schlägt diese Lösungen aber nicht vor. Stattdessen macht die AfD, was sie immer macht: Sie sucht Sündenböcke. Egal um welche Frage es …
Clara Bünger argumentiert, dass die Wohnungskrise durch Spekulation und Immobilienkonzerne verursacht wird und nicht durch Geflüchtete, und wirft der AfD vor, rassistische Spaltung zu betreiben und heuchlerisch Mieterinteressen zu vertreten, während sie politisch gegen Mieterschutz stimme.
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen! Ich habe mir überlegt: Wie würde ich den Antrag der AfD in wenigen Worten zusammenfassen und bewerten? Wenn ich das machen müsste, dann würde ich sagen: Sie versuchen hier, mit unvollständigen Asylzahlen den Menschen Angst zu machen. Und Sie versuchen, zu verschleiern, dass die Bundesregierung längst konsequent handelt. Es steht also am …
Luczak wirft der AfD vor, mit unvollständigen Asylzahlen Angst zu schüren und eine monokausale Scheinlösung für angespannte Wohnungsmärkte anzubieten. Er betont, dass die Asylzahlen deutlich sinken und die Bundesregierung bereits eine Migrationswende vollzogen habe.
Vielen Dank, dass Sie die Frage zulassen. – Sie haben gemeint, das Problem ist dadurch obsolet, dass nicht mehr oder kaum noch Zuwanderer nachkommen würden. Deswegen möchte ich Sie fragen: Wenn Sie im Keller einen Wasserrohbruch haben, das Wasser bereits im Keller steht und inzwischen ein bisschen weniger Wasser nachtröpfelt, gehen Sie dann wieder ins Wohnzimmer und setzen sich auf …
Der Redner weist das Argument zurück, die Problematik sei durch geringere Zuwanderungszahlen obsolet, und betont unter Verwendung eines Alltagsbeispiels, dass bereits bestehende Zustände weiterer Lösung bedürfen.
Lieber Herr Kollege Peterka, das Bild, das Sie beschreiben, ist natürlich ein bisschen schief. Was ich gesagt habe, was Fakt ist und was Sie ausblenden, ist, dass die Asylzahlen deutlich zurückgehen und dass Sie versuchen, den Menschen Sand in die Augen zu streuen. Sie versuchen, den Menschen Angst zu machen, indem Sie zum Beispiel beim Titel Ihres Gesetzes von einem …
Luczak widerspricht der AfD und betont den statistisch belegten Rückgang der Asylantragszahlen. Er wirft der AfD vor, durch ausufernde Begrifflichkeiten und Angstmache populistisch zu agieren.
Ich will auch sehr klar sagen, und zwar in doppelter Hinsicht: Menschen, die in ihrer Heimat an Leib und Leben bedroht sind, die verfolgt werden, finden in Deutschland Schutz. Und da gibt es ein ganz klares Bekenntnis dieser Koalition im Allgemeinen und meiner Fraktion im Besonderen, dass wir diesen Menschen helfen wollen. Aber wir müssen in genauso großer Klarheit auch …
Der Redner betont, dass die Koalition sowohl klare Asylregelungen als auch Maßnahmen zur Entlastung der Wohnungsmärkte umsetzt. Er argumentiert, dass angespannte Wohnungsmärkte nicht primär auf Migration zurückzuführen sind, sondern auf Urbanisierung, und fordert mehr Wohnungsbau statt Regulierung wie Mietendeckel.
Vielen Dank. – Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen. Gerade junge Familien haben große Probleme, bezahlbare Wohnungen zu finden. Das ist kein Zufall. Sie, die Altparteien, haben den Wohnungsbau über Jahre hinweg durch explodierende Energiekosten, übertriebene Bauvorschriften und überbordende Bürokratie in die Krise geführt. Wer so Politik macht, baut keine Wohnungen, …
Der Redner verbindet die Wohnungsnot in Deutschland mit der Migrationspolitik der Altparteien und fordert ein kommunales Vetorecht gegen Zwangszuweisungen von Flüchtlingen, um überlastete Kommunen zu entlasten und bezahlbaren Wohnraum für die eigene Bevölkerung zu sichern.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Was die AfD uns heute vorgelegt hat, wirkt auf den ersten Blick wie ein ganz normaler kommunalpolitischer Gesetzentwurf. Doch wer genauer hinschaut, der erkennt, dass dieser Gesetzentwurf nicht zur Lösung der Wohnungsprobleme beiträgt. Was die AfD hier vorschlägt, ist die rechtliche Vorbereitung einer ethnisch selektiven Migrationspolitik. Das kann nicht sein. Die AfD …
Mayra Vriesema kritisiert den Gesetzentwurf der AfD zum kommunalen Vetorecht bei Flüchtlingszuweisungen als juristisch verkleideten Rassismus, der menschenverachtende Diskriminierung legalisieren solle. Sie appelliert an die demokratischen Fraktionen, Bestrebungen zur Prüfung der AfD auf Verfassungsmäßigkeit voranzutreiben und das Bundesverfassungsgericht einzuschalten.
Herr Präsident! Geschätzte Kollegen! Liebe Bürger! Es ist Abend in Soest. Alfred kommt nach Hause. Er steht kurz vor der Rente. Für sein Haus hat er jahrzehntelang hart gearbeitet. Früher war es dort ruhig. Dann kam die Flüchtlingsunterkunft – direkt gegenüber. Heute hört er nachts den Lärm von drüben. Sein Vorgarten wird regelmäßig vermüllt. Seine Frau traut sich abends nicht …
Der Redner kritisiert die mangelnde Mitsprache der Kommunen bei der Zuweisung von Flüchtlingsunterkünften und fordert ein kommunales Vetorecht, gestützt auf das Beispiel eines bürgernahen Szenarios und Verweis auf reale Klagen von Bürgermeistern.