Konsequenzen aus dem Gerichtsurteil zur Correctiv-Berichterstattung ziehen - Förderung einstellen und Falschbehauptungen entgegenwirken
Zusatzpunkt 10 · 21/74 · 23. April 2026
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die „Correctiv“-Story über ein angebliches Geheimtreffen in Potsdam ist einer der übelsten politischen Rufmorde in der Geschichte der Bundesrepublik. Die zentrale Behauptung, dort sei ein Geheimplan über die massenhafte Abschiebung von Staatsbürgern mit Migrationshintergrund besprochen oder geplant worden, hat sich als falsch erwiesen. Das ist unstrittig, und daran wird auch die Berufung nichts mehr …
Der Redner wirft Correctiv einen politischen Rufmord durch Falschbehauptungen bezüglich eines Treffens in Potsdam vor und fordert die Einstellung öffentlicher Fördermittel. Er listet angebliche wirtschaftliche und soziale Schäden für Beteiligte auf und fordert die CDU auf, 551 Fragen zu beantworten, um Hass und Hetze zu bekämpfen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Pressefreiheit ist eine der wichtigsten Säulen unserer Demokratie. Es sind Journalistinnen und Journalisten, die in Zeitungen, Sendern und Onlinemedien Politik und Gesellschaft den Spiegel vorhalten. Sie können und sie sollen frei berichten, ohne Angst vor Repressionen zu haben. Sie haben die wichtige Aufgabe, auch unangenehme Wahrheiten auszusprechen, die nicht jedem gefallen …
Die Rednerin betont die Wichtigkeit von Pressefreiheit und journalistischer Verantwortung, kritisiert jedoch den AfD-Antrag als verfrüht, da das Gerichtsurteil noch nicht rechtskräftig ist. Sie wirft Correctiv vor, im Falle einer Bestätigung des Urteils der AfD genützt und Medienglaubwürdigkeit beschädigt zu haben.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geehrte Kolleginnen und Kollegen! Investigativjournalismus ist eine der anspruchsvollsten Formen des Journalismus. Ich ziehe meinen Hut vor den Menschen, die sich tief in eine Story eingraben, die über lange Zeiträume recherchieren, die sich selbst in Gefahr bringen, um aufzuklären und Missstände aufzudecken. Ich ziehe meinen Hut vor den Journalistinnen und Journalisten von „Correctiv“, die das Treffen …
Die Rednerin verteidigt den Investigativjournalismus am Beispiel von Correctiv und betont, dass das Potsdamer Treffen mit Martin Sellner stattgefunden habe. Sie wirft der AfD vor, durch Gerichtsshopping und einen Bundestagsantrag unbequemen Journalismus mundtot machen zu wollen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Gut, dass wir wieder über die „Correctiv“-Berichterstattung zum geschlossenen Treffen in Potsdam reden, an dem die AfD-Abgeordnete Huy und der damalige persönliche Referent der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel teilgenommen haben, dem Treffen also, bei dem ein Masterplan entstehen sollte und man sich mit dem Rechtsextremisten – gerade schon erwähnt – Martin Sellner …
Der Redner verteidigt die Berichterstattung von Correctiv über ein rechtsextremes Treffen in Potsdam und wirft der AfD vor, durch selektive Gerichtsurteile den Journalismus diskreditieren zu wollen. Er kritisiert, dass der AfD-Antrag auf Überprüfung geförderter Einrichtungen Zensurcharakter habe, und betont die Bedeutung von Pressefreiheit sowie investigativem Journalismus.
Der Redner begrüßt die massenhaften Proteste im Jahr 2024 als Zeichen des Widerstands gegen ethnische Spaltungstendenzen und betont die Notwendigkeit gerichtlicher Überprüfung in solchen Fällen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die AfD jammert mal wieder und stellt sich hier als Opfer von Desinformation dar. Sie? Opfer von Desinformation? Sie sind doch die Meister der Desinformation. Was Sie hier aufführen, ist in Wirklichkeit ein Angriff auf die unabhängige Presse. Sie wollen kritische Journalistinnen und Journalisten mit einer gezielten Kampagne mundtot machen. Dem …
Clara Büninger verteidigt die unabhängige Presse gegen den von ihr wahrgenommenen Angriff der AfD und relativiert die Bedeutung des Correctiv-Gerichtsurteils als normalen rechtsstaatlichen Vorgang. Sie wirft der AfD vor, durch gezielte Klagen und Kampagnen Journalisten mundtot machen zu wollen, um sich für Kooperationen mit der Union zu positionieren.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Bünger, da Sie uns angesprochen haben: Kriegen Sie zuallererst einmal Ihr eigenes Extremismusproblem in den Griff, dann können wir hier solche Debatten führen. Wir sprechen heute über ein Urteil des Landgerichts Berlin, bei dem es um eine einzelne Rechtsfrage geht, nämlich um eine Äußerung, die in dem Bericht von „Correctiv“ angegriffen …
Reddig kritisiert die Berichterstattung von Correctiv als journalistisch ungenau und grenzüberschreitend in Richtung Aktivismus, was das Vertrauen in Medien und den Kampf gegen Extremismus beschädigt habe. Er verweist auf widersprüchliche Gerichtsurteile und betont, dass seriöser Journalismus nicht auf Inszenierung abzieln dürfe.
Vielen Dank, Herr Kollege Reddig, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Ich entnehme Ihrer bisherigen Rede, dass Sie – im Unterschied zu einigen Vorrednern – das Urteil gelesen haben. Würden Sie mir zustimmen, dass es im Urteil des Landgerichts Berlin überhaupt nicht mehr strittig war, dass die zentrale Aussage, dass ein Masterplan besprochen oder beschlossen worden ist, falsch dargestellt wurde. …
Der Redner behauptet in einer Zwischenfrage, das Landgericht Berlin habe festgestellt, dass die zentrale Correctiv-Aussage zum 'Masterplan' falsch sei, und fragt den Kollegen um Bestätigung dieser Einschätzung.
Lieber Herr Kollege Frömming, Sie haben das Urteil angesprochen, und der Kollege Mann ist darauf auch schon teilweise eingegangen. Das Gericht hat eine Meinungsäußerung von einer Tatsachenbehauptung abgegrenzt und kam zu dem Ergebnis, dass es in diesem Fall eine Tatsachenbehauptung ist, die das Gericht als nicht erwiesen wahr dargestellt hat. Das heißt aber nicht, dass gewisse Punkte nicht besprochen wurden, …
Reddig wendet sich gegen den AfD-Antrag, die Förderung von Correctiv einzustellen, und betont, dass es eine inhaltliche Förderung durch den Bund nie gab. Er grenzt die Migrationspolitik der CDU/CSU deutlich von der der AfD ab und verweist darauf, dass die Überprüfung von Medienberichten Aufgabe der Gerichte, nicht des Parlaments sei.
Sehr geehrtes Präsidium! Den von „Correctiv“ berichteten Skandal gibt es gar nicht – das Urteil des Landgerichts Berlin ist vernichtend. Es wurde eine Propaganda zerlegt, mit der unser Land politisch hysterisiert werden sollte und wurde. Zentrale Aussagen wurden gerichtlich untersagt. Mit dieser medialen Agitation eines Schundblatts wurde politische Empörung organisiert, sind Bürger auf die Straße gebracht worden. Die Menschen und …
Der Redner kommentiert das Urteil des Landgerichts Berlin gegen Correctiv als Zerstörung einer Propaganda-Inszenierung und wirft Medien sowie Politikern vor, daraus politische Empörung organisiert zu haben. Er fordert die sofortige Einstellung aller staatlichen Fördermittel für Correctiv und kritisiert die politische Nutzung des Berichts als Angriff auf die Demokratie.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die AfD begehrt Konsequenzen aus dem Gerichtsurteil zur „Correctiv“-Berichterstattung. Gemeint ist natürlich – das ist schon gesagt worden – nicht das Gerichtsurteil aus Hamburg, das „Correctiv“ vollumfänglich Recht gegeben hat, sondern das Urteil des Berliner Landgerichts. Werte Damen und Herren der AfD, der Antrag wäre nicht nötig gewesen. Denn die …
Martin Rabanus argumentiert, dass ein Antrag der AfD auf Konsequenzen aus einem Correctiv-Urteil unnötig sei, da Correctiv selbst in Berufung gegangen sei. Er wirft der AfD zudem vor, sich falsch als Opfer regierungsfinanzierter Hetze darzustellen und stellt die Partei aufgrund geheimer Remigrations-Treffen als politische Täterin dar.
Ich werde dem Kollegen Frömming gleich das Wort zu einer Kurzintervention geben. Vorher möchte ich aber festhalten, dass ich aus der AfD-Fraktion den Zuruf „Du feiger Hund!“ gehört habe. Wenn wir anhand des Protokolls nachweisen können, wer das war, werden wir dafür natürlich einen Ordnungsruf erteilen. Ich möchte diesen Zuruf zurückweisen. Hier persönliche Beleidigungen reinzurufen, geht wirklich nicht. Jetzt gebe …
Vielen Dank, Frau Präsidentin, dass Sie die Kurzintervention zulassen. Persönliche Beleidigungen gehen natürlich nicht, aber auch nicht die Beleidigung einer ganzen Fraktion oder einer ganzen Partei. Herr Kollege Rabanus, Sie waren sicherlich auch schon im Haus der Wannsee-Konferenz – ich habe es oft besucht –, und Sie wissen sicherlich auch, was dort geplant und vorbereitet worden ist, nämlich die Massendeportation …
Der Redner wendet sich gegen eine vermutete Gleichsetzung seiner Partei mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und fordert eine unmissverständliche Klarstellung des Vorredners im Plenum.
Herr Kollege Frömming, ich will noch mal zitieren, was ich eben gesagt habe, dann können Sie zu einer eigenen Bewertung kommen. Ich habe festgestellt, dass Sie bei den Debatten, die Sie führen und bei den Dingen, über die wir hier sprechen, Settings wählen, die nach „Wannsee-Konferenz 2.0“ aussehen. Ja, ich bleibe dabei: Die Anmutung, wie Sie sich selbst inszenieren, ist …
Rabanus wirft dem Kollegen Frömming vor, bei seinen Debatten Settings zu wählen, die an die historische Wannsee-Konferenz erinnern. Er warnt dringend vor dieser Art der Selbstinszenierung und betont, dass die Verantwortung dafür bei Frömming liegt.