40 Jahre Tschernobyl - Atomkraft und ihre Folgen
Tagesordnungspunkt 15 · 21/74 · 23. April 2026
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wer in diesem Haus erinnert sich noch an den 26. April 1986? Wohl kaum jemand! Die einen sind zu jung, und für die anderen war das zunächst ein Tag wie jeder andere. An diesem Tag flog rund 1 400 Kilometer Luftlinie von hier entfernt der Reaktorblock 4 des AKW Tschernobyl in die …
Harald Ebner erinnert an die Katastrophe von Tschernobyl und deren Folgen für Mensch und Umwelt, betont den daraus resultierenden Atomausstieg als sicherheitspolitische Notwendigkeit und lehnt einen Wiedereinstieg in die Atomkraft aufgrund der unverantwortbaren Risiken und wirtschaftlichen Nachteile strikt ab.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Gäste! Vor 40 Jahren habe ich noch nicht gelebt. Trotzdem habe ich wie wahrscheinlich viele von Ihnen hier im Saal und viele der Zuhörerinnen und Zuhörer ein Bild vor Augen, wenn ich „Tschernobyl“ höre. Mein Bild ist automatisch eine riesige Hülle, eine riesige Glocke irgendwo in einer Industrielandschaft. Ich weiß nicht …
Anna Aeikens gedenkt der Tschernobyl-Katastrophe und ihrer Folgen, betont jedoch gleichzeitig die technischen und sicherheitstechnischen Unterschiede zu deutschen Kernkraftwerken und lehnt den Antrag der Grünen aufgrund mangelnder Technologieoffenheit ab.
Sehr geehrte Präsidentin! Werte Kollegen! Die Toten werden bemüht, wenn es politisch passt, nicht um ihrer selbst willen, sondern als Mittel zum Zweck. Wieder trampeln Sie auf den Gräbern der Opfer herum. Unsere Geschichte beginnt elf Jahre vor dem Unfall, 1975 im Kernkraftwerk Leningrad. Der erste sowjetische RBMK-Reaktor vollzieht in der Nacht des 30. November eine unerklärte Leistungsexkursion. Ein Brennstoffkanal …
Der Redner zeichnet die Ursachen der Tschernobyl-Katastrophe als Folge systematischer Vertuschung und ideologischer Priorisierung im sowjetischen System nach. Er würdigt ausdrücklich den Opfertod der reactor-Operator-Nachtschicht, kritisiert die IAEA für eine erste lügenhafte Darstellung und zieht Parallelen zur aktuellen Energiepolitik.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir erinnern uns heute an die Tschernobyl-Katastrophe, eine Katastrophe, die bis heute nachwirkt. Nämlich vor 40 Jahren verloren Menschen ihre Heimat, sie verloren ihre Gesundheit und auch ihre Zukunft. Bis heute tragen die Familien die Folgen – leise, aber dauerhaft. Ich will die Gelegenheit auch nutzen, heute …
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Fraktion! Pommes – für mich ist Tschernobyl untrennbar verbunden mit dem Geruch von Pommes. Weltgeschichtliche Ereignisse erinnert man häufig, indem man sich genau daran erinnert, wo man da gerade war, was man gegessen hat, was man da gerade erlebt hat. Ich erinnere mich genau, wo ich war, als die Mauer 1989 fiel, …
Beutin teilt seine persönliche Erinnerung an den Super-GAU von Tschernobyl und betont die lebenslange Prägung durch die Anti-Atomkraft-Bewegung. Er warnt vor Renaissance-Fantasien der Atomkraft und fordert erneuten zivilen Widerstand, da es keine sichere Atomkraft oder Endlagerung gebe.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Der vorliegende Antrag der Grünen überrascht nicht. Dass Sie kurz vor dem 40. Jahrestag des Reaktorunfalls in Tschernobyl daran erinnern, das Leid der Betroffenen nicht zu vergessen, ist gut und wichtig. Aber ich glaube, es geht Ihnen von den Grünen primär um etwas anderes; das erkennt man …
Der Redner erkennt die Wichtigkeit des Gedenkens an Tschernobyl an, wirft den Grünen jedoch vor, die Erinnerung zur Pflege eines antinuklearen Narrativs und aus wahltaktischen Motiven zu instrumentalisieren. Er kritisiert den Atomausstieg in der Energiekrise und plädiert stattdessen für technologische Lösungen wie die Partitionierung und Transmutation zur Reduzierung von Atommüll.
Den Kollegen direkt als „verstrahlt“ zu bezeichnen, ist, finde ich, ein unparlamentarisches Verhalten. Beim nächsten Mal werde ich dafür einen Ordnungsruf erteilen. – Ja, schade? Wollen Sie ihn vielleicht gleich haben? – So geht es einfach nicht. Hören Sie mit diesen persönlichen Angriffen auf! Die gehen an der Sache vorbei. Das gehört sich in diesem Haus auch nicht. So, der …
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! 40 Jahre Tschernobyl, eine echte Katastrophe, echte Opfer, echtes Leid. Und die Grünen? Die feiern das wie ihren Parteitag. Der grüne Antrag ist kein Gedenken, das ist billige Propaganda im Superwahljahr, Wahlkampf mit Toten. 2025 wurden in Deutschland fast 3 000 Wildschweine wegen Tschernobyl-Strahlung vernichtet, 40 Jahre später. Das ist radioaktives Erbe, das ist …
Der Redner kritisiert die Nutzung des Tschernobyl-Jahrestags durch die Grünen als wahlkampftaktische Propaganda zur Ablehnung der Kernenergie. Er argumentiert für eine Rückkehr zur Atomkraft, da die Abschaltung der letzten deutschen Kernkraftwerke aus seiner Sicht unnötig, wirtschaftlich schädlich und ideologisch motiviert gewesen sei.
Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Im Februar des letzten Jahres traf eine russische Drohne die Schutzhülle von Tschernobyl. Ein 15 Quadratmeter großes Loch klafft im Sarkophag. Die Internationale Atomenergiebehörde erklärte, dass diese Hülle ihre wichtigste Aufgabe, den Einschluss radioaktiver Stoffe, nicht mehr erfüllen könne. Liebe Kolleginnen und Kollegen, 40 Jahre nach dem Unglück von Tschernobyl ist …
Blankenburg warnt anlässlich des 40. Jahrestags von Tschernobyl vor den unkontrollierbaren und grenzüberschreitenden Risiken der Atomkraft, beleuchtet die aktuelle Gefährdung von Atomanlagen in Kriegsgebieten und kritisiert die fehlende Versicherbarkeit als wirtschaftliches Argument gegen die Technologie.