Mobilfunklücken schließen - Nationale Netzabdeckung für alle Bürger
Tagesordnungspunkt 16 · 21/74 · 23. April 2026
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geehrte Kollegen Abgeordnete! Ist Deutschland ein wettbewerbsfähiges Hochtechnologieland mit moderner Infrastruktur? Das war es einmal. In der Realität erleben Hunderttausende Bürger jeden Tag etwas völlig anderes: abreißende Gespräche am Telefon, kein Internet, mitten im Jahr 2026 kein Mobilfunkempfang auf den Straßen oder beim Spaziergang im Wald. Mitten im Jahr 2026 befinden sich immer noch Teile der …
Der Redner kritisiert die unzureichende Mobilfunkversorgung in Deutschland und fordert die Schließung von Mobilfunklücken durch staatliche Anreize sowie ein auf graue Flecken begrenztes nationales Roaming für 4G und 5G. Er argumentiert, dass sein Vorschlag pragmatisch sei, bestehende Infrastruktur besser nutze und trotz der Roaming-Pflicht Investitionsanreize für den Netzausbau erhalte.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn wir heute über Mobilfunk sprechen, dann reden wir eben nicht nur über Empfangsbalken auf dem Smartphone. Wir reden auch über die Grundlage unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Wir reden über gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Und wir reden über eine Infrastruktur, die längst so zentral ist wie Straßen, wie Schienen, wie unsere Energie. Deshalb …
Der Redner betont die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Mobilfunks und verweist auf die hohen Versorgungsgrade durch privatwirtschaftliche Investitionen und regulatorische Auflagen. Er lehnt flächendeckendes nationales Roaming als wettbewerbsverzerrend ab und plädiert stattdessen für beschleunigte Genehmigungsverfahren und gezielten Ausbau zur Schließung verbleibender Lücken.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Zuhörende! Funklöcher sind wie Funkstille im entscheidenden Moment. Funkstille entsteht nicht, weil niemand etwas zu sagen hätte, sondern weil einfach die Leitung abbricht. Und ja, das Ziel des Antrags teilen wir: Funklöcher schließen, gleichwertige Lebensverhältnisse schaffen, ob in Nürnberg oder in Guteneck. Aber schauen wir mal genauer hin! Was die AfD hier fordert, ist …
Die Rednerin unterstützt das Ziel, Funklöcher zu schließen, kritisiert den Antrag der AfD jedoch als unzureichend und unausgereift. Sie fordert stattdessen eine zügige Novellierung des Telekommunikationsgesetzes mit echtem nationalalem Roaming, mehr Wettbewerb und verbraucherfreundlichen Regelungen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Einen Antrag aus den Reihen der AfD-Fraktion mit Zahlen und Beispielen vorzulegen – mit dem Anschein von Nachvollziehbarkeit –, ist zunächst einmal eine Rarität, und genau deshalb lohnt es sich, sich damit einmal auseinanderzusetzen. Der Ansatz soll zunächst einmal plausibel klingen, führt aber wie immer in die falsche Richtung: Wer keinen Empfang …
Parsa Marvi kritisiert den AfD-Antrag für ein verpflichtendes nationales Roaming zur Schließung von Mobilfunklücken und argumentiert, dass bereits verbindliche Ausbauverpflichtungen durch die Bundesnetzagentur bis 2030 bestehen. Er warnt, dass Roaming die Investitionsanreize schwächen und einen unangemessenen Markteingriff darstellen würde.
Der entscheidende Unterschied ist: In Großbritannien wird Infrastruktur gemeinsam aufgebaut und nicht einfach umverteilt. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wenn wir Mobilfunklücken schließen wollen, dann müssen wir den Ausbau vorantreiben und dürfen nicht die Investitionslogik unterlaufen. Wir haben dafür die richtigen Instrumente aus unserer Sicht: klare Auflagen und Ausbauziele. Ein verpflichtendes nationales Roaming würde diese Logik durchbrechen, ohne das eigentliche Problem …
Marvi lehnt ein verpflichtendes nationales Roaming ab, da es die Investitionslogik unterlaufe und das Problem der Mobilfunklücken nicht löse. Stattdessen plädiert er für den Ausbau der Infrastruktur mithilfe klarer Auflagen und Ausbauziele.
Vielen Dank fürs Zulassen der Kurzintervention. – Herr Marvi, ich glaube, Sie haben nicht zugehört. Wir haben niemals – auch mein Kollege nicht – von nationalem Roaming gesprochen. Ich weiß nicht, warum Sie das hier in die Diskussion einführen. Es ging lediglich um das Roaming in sogenannten grauen Flächen. In diesen Flächen gibt es Funknetze, nur hat nicht jeder Anbieter …
Der Redner wehrt sich gegen den Vorwurf, die AfD habe nationales Roaming gefordert. Er präzisiert, dass es im eigenen Antrag lediglich um Roaming in sogenannten grauen Flächen gehe, die etwa 14 Prozent des Landes ausmachten, in denen nicht jeder Anbieter eine Netzabdeckung habe.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Alle Jubeljahre denkt sich die AfD wohl: Es ist mal wieder so weit. Heute fluten wir das Plenum ausnahmsweise nicht mit hetzerischen und menschenverachtenden Parolen, sondern zimmern schnellstmöglich einen stümperhaften Antrag zusammen und bringen diesen dann last minute ein, um Fachkompetenz zu simulieren, wo in Wahrheit nur gähnende Leere herrscht. Auf der …
Die Rednerin kritisiert den Antrag der AfD zum nationalen Roaming als unzureichend und warnt vor möglichen Kosten für Verbraucher. Sie fordert stattdessen ein einheitliches Mobilfunknetz in öffentlicher Hand, um flächendeckend echte digitale Teilhabe zu garantieren.