Gesetz zur Änderung des Stromsteuergesetzes und weiterer Vorschriften
Zusatzpunkt 4 · 21/71 · 16. April 2026
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Verehrte Zuhörende! Es war ja leider zu befürchten: In einer fossilen Preiskrise mit massiven Übergewinnen der fossilen Konzerne reagiert die Bundesregierung – mit was genau? Mit Subventionen für genau diese fossilen Konzerne! Die Bundesregierung glaubt also, auf ein Feuer reagiere man am besten mit einem Brandbeschleuniger. Denn nichts anderes ist doch dieser Tankrabatt. Was es jetzt …
Die Rednerin kritisiert die Bundesregierung für fossile Subventionen wie den Tankrabatt und fordert stattdessen eine Übergewinnsteuer sowie eine Senkung der Stromsteuer. Zudem präsentiert sie zwei Gesetzentwürfe der Grünen zur Stromsteuersenkung und für ein Tempolimit auf Autobahnen und betont die Notwendigkeit des Ausbaus erneuerbarer Energien.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ja, die Strom- und Energiepreise in Deutschland sind hoch. Natürlich belasten sie private Verbraucher und auch die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrie in Deutschland. Wir haben daher bereits im vergangenen Jahr in einem ersten Schritt mit einem Maßnahmenpaket Unternehmen und Verbraucher entlastet, unter anderem mit einer dauerhaften Verstetigung der Stromsteuersenkung für das …
Der Redner argumentiert, dass eine Stromsteuersenkung in der aktuellen Krise durch gestiegene Spritpreise kein zielgenaues Instrument ist, da sie Pendler und Spediteure nicht erreiche und vor allem Besserverdiener begünstige. Er verweist auf bereits umgesetzte Entlastungen und betont, dass zur Senkung der Strompreise vor allem die Rahmenbedingungen bei Erzeugung und Netzkosten angepasst werden müssten.
Sehr geehrte Präsidentin! Verehrte Kollegen! Liebe Steuerzahler! Gegenstand der heutigen Beratung ist der Gesetzentwurf der Fraktion der Grünen zur Absenkung der Stromsteuer auf das europarechtlich zulässige Minimum. Und allein das ist absurd: Selbst beim Senken von Steuern müssen wir erst noch nach Brüssel schauen und um Erlaubnis fragen. Unbestritten ist: Strom in Deutschland ist viel zu teuer. Das ist ein …
Der Redner argumentiert, dass die Senkung der Stromsteuer ein richtiger, aber unzureichender Schritt sei, da die hohen Strompreise primär durch die Kosten der Energiewende, den Atomausstieg und politisch erzeugte Knappheit verursacht würden.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wir befassen uns heute mit zwei Gesetzentwürfen der Grünen. Ich werde einen Schwerpunkt setzen auf die Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß. Auch in dieser Debatte, die wir jetzt führen, geht es natürlich darum, dass wir zurzeit beobachten, dass aufgrund der Krisen in der Welt die Energiepreise steigen und dass …
Thews positioniert sich gegen den Gesetzentwurf der Grünen zur Senkung der Stromsteuer, da dieser unfinanziert sei und kaum spürbare Effekte auf den Strompreis habe. Stattdessen verweist er auf die von der SPD mitgetragene Senkung der Energiesteuer bei Benzin sowie auf Maßnahmen zur Stabilisierung der Strompreise durch den Ausbau erneuerbarer Energien und Förderprogramme.
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Liebe Kolleginnen und Kollegen! Entlastungen sind aktuell ein Schlüsselthema. Bei der Senkung der Stromsteuer im letzten Jahr hätte die Bundesregierung in diesem Sinne alle Verbraucher/-innen und Wirtschaftsbereiche mitnehmen müssen. Dass die Zusage aus dem Koalitionsvertrag dann nur für produzierendes Gewerbe umgesetzt wurde, hat für sehr viel Irritation gesorgt. Als Linke haben wir unseren Auftrag, die …
Die Rednerin kritisiert die Bundesregierung für unsoziale Entlastungspolitik zugunsten von Konzernen und fordert eine Stromsteuersenkung für alle Verbraucher sowie eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Wir debattieren den Gesetzentwurf der Grünen zur Änderung des Stromsteuergesetzes in einer Zeit großer Unsicherheit. Der Irankrieg, fragile Lieferketten und eine angespannte geopolitische Sicherheitslage treiben die Energiepreise. Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger sehen sich teilweise drastischen Verteuerungen gegenüber. Vor diesem Hintergrund klingt die zentrale Forderung der Grünen, die …
Der Redner bekundet grundsätzliche Zustimmung zur Senkung der Stromsteuer, kritisiert jedoch das Fehlen einer Gegenfinanzierung im Gesetzentwurf der Grünen. Er verweist auf bereits erfolgte Entlastungen für die Wirtschaft und betont die derzeit stärkere Notwendigkeit von Entlastungen bei Kraftstoffpreisen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Liebe Bürger! Ich hatte ja erwartet, dass die Grünen in Zeiten extrem hoher Benzin- und Dieselpreise mit einem Tempolimit um die Ecke kommen; das liegt in ihrer DNA, da können sie nicht anders. Nun also erst mal nur Tempo 130 auf Autobahnen. Warum fordern Sie nicht gleich 80 oder 60 km/h auf …
Der Redner lehnt ein Tempolimit auf Autobahnen ab und wirft den Grünen vor, dieses als Instrument zur Abschaffung von Verbrennern zu nutzen. Er fordert stattdessen echte und dauerhafte Steuersenkungen sowie die Abschaffung der CO2-Steuer, um die Bürger angesichts hoher Spritpreise wirksam zu entlasten.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich will gleich zu Beginn sagen: Es wäre falsch, die Debatte über ein Tempolimit einfach vom Tisch zu wischen. Als jemand aus dem Norden, von der schleswig-holsteinischen Westküste, wo man Autobahnen ohne Tempolimit ohnehin nur aus Geschichten kennt, könnte ich das zwar, aber natürlich ist doch richtig: Geschwindigkeit hat Einfluss aufs Klima. …
Der Redner spricht sich gegen einen unbefristeten Gesetzentwurf der Grünen für ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen aus, da dies nicht mit der akuten Krisenreaktion begründet werden dürfe und im Koalitionsvertrag nicht verabredet sei. Er betont jedoch die positiven Effekte eines Tempolimits für Klima und Verkehrssicherheit und hält ein befristetes Tempolimit als mögliche Maßnahme in einer konkreten Ölkrise ausdrücklich für eine Option.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein Tempolimit von 130 auf Autobahnen ist eine effektive, schnelle und kostenlose Maßnahme, die fast 1,5 Milliarden Liter Sprit pro Jahr sparen würde. Wir machen Ihnen heute deshalb mit unserem Gesetzentwurf ein pragmatisches Angebot: Sie könnten das Tempolimit für einige Monate testen und dann die Lage evaluieren. Wenn sich die erwarteten Effekte …
Die Rednerin wirbt für die Einführung eines befristeten Tempolimits von 130 auf Autobahnen als kostenlose Maßnahme zur Energieeinsparung und appelliert an Union und SPD, dies zu testen. Sie begründet das Angebot mit Klima-, Sicherheits- und Verbrauchsvorteilen und kritisiert dabei den Tankrabatt der Union als wirkungslos.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Für die einen wird der Alltag mit dem Auto unbezahlbar, und für die anderen wird diese Krise zum Geschäftsmodell. Während einige den Besuch bei den Großeltern oder bei Freunden absagen, einfach weil die Tankfüllung zu teuer ist, verbuchen Mineralölkonzerne Rekordgewinne von 23,8 Millionen Euro pro Tag. Diese Regierung setzt jetzt für …
Der Redner kritisiert die geplante Senkung der Strom- und Energiesteuern als ineffektiv und fordert stattdessen eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne, ein Tempolimit auf Autobahnen sowie ein 9-Euro-Ticket zur Entlastung der Bürger und Reduzierung der fossilen Abhängigkeit.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Wir beraten heute neben dem Stromsteuergesetz auch über den Gesetzentwurf der Grünen, welcher ein generelles Tempolimit von 130 auf deutschen Autobahnen vorsieht. In der Opposition kann man diese Themen wieder aufnehmen; vorher war man anscheinend nicht in der Lage dazu. Argumente, die in dem Antrag stehen und vorgebracht werden – weniger Kraftstoffverbrauch, …
Der Redner acknowledgeiert die Ziele eines grünen Antrags für ein Tempolimit von 130 auf Autobahnen, betont jedoch, dass die CSU einen anderen Weg zur Erreichung dieser Ziele vertritt.
Nein, danke. – Natürlich ist es in einem Rechtsstaat wichtig, dass es Gesetze, Regeln, sozusagen Leitplanken für zentrale Themen in unserem Land gibt, innerhalb derer wir uns bewegen, innerhalb derer wir unser gemeinsames Leben, unser Handeln gestalten. Aber Sie, verehrte Damen und Herren von den Grünen, meinen immer, Sie müssten durch immer mehr neue Verbote den Menschen in unserem Land …
Günter Baumgartner (CDU/CSU) lehnt einen Gesetzentwurf der Grünen ab, der ein generelles Tempolimit auf Autobahnen vorsieht. Er argumentiert, dass Eigenverantwortung und Innovation wirkungsvoller seien als staatliche Verbote, welche die mündigen Bürger bevormundeten.
Vielen Dank. – Ich möchte meine Kurzintervention ganz gern beginnen mit einem Gedicht; unserem Hohen Hause steht etwas Kultur ja immer wieder gut. Thomas Gsella, der Dichter und Satiriker, hat das Gedicht „Die Autobahn“ gemacht. Ich zitiere: „Würden Raser ihre Spiele Nur mit ihresgleichen machen Und nicht jeden Tag auch viele Andere zu Leichen machen, Würde niemand etwas sagen, Wenn …
Der Redner nutzt ein Gedicht und ein persönliches Schicksal, um die Einführung eines Tempolimits auf deutschen Autobahnen zu fordern. Er argumentiert, dass ein Tempolimit eine notwendige Regelmaßnahme sei, um das Leid von Verkehrsunfallopfern zu verhindern, und fragt die adressierten Abgeordneten nach ihrer Verantwortung gegenüber den Opfern.
Sehr gerne, Frau Präsidentin, will ich darauf antworten. – Natürlich ist es schlimm. Jeder einzelne Tote auf deutschen Straßen ist schlimm. Wir wissen aber auch, dass durch neue technische Gegebenheiten die Zahl der Verkehrstoten in den letzten Jahren reduziert werden konnte. Natürlich wissen wir auch, dass wir aktuell unter dem europäischen Durchschnitt liegen. – Ich antworte jetzt. Jetzt seien Sie …
Der Redner argumentiert gegen ein Tempolimit und verweist auf die sinkende Zahl der Verkehrstoten durch technische Fortschritte, wobei er einen unter dem europäischen Durchschnitt liegenden Wert nennt. Er betont, dass moderne Technologien Geschwindigkeitsbegrenzungen überflüssig machen.
Vielen Dank. – Sowohl während der Rede von den Linken als auch eben haben wir ein paar Ausdrücke gehört, die nicht wirklich parlamentarisch sind. Auch die Frage „Wollen Sie uns verarschen?“ ist nicht wirklich parlamentarisch. Deswegen will ich noch einmal an alle appellieren, den Ton anzupassen und sich dementsprechend zu verhalten. Jetzt gebe ich das Wort dem Abgeordneten der AfD …
Frau Präsidentin! Liebe Kollegen! Hochverehrte Bürger! Ich komme noch mal zurück auf das Thema Stromsteuer. Die Grünen präsentieren hier ihren neuesten Geniestreich: Die Stromsteuer soll auf das EU-Mindestmaß gesenkt werden, und zwar für alle. Herzlichen Glückwunsch! Das ist nämlich exakt das, was in einem AfD-Antrag steht, den wir schon vor Monaten gestellt haben. Den hatten die Grünen damals zusammen mit …
Der Redner wirft den Grünen vor, einen AfD-Antrag zur Senkung der Stromsteuer kopiert zu haben, kritisiert das Ausmaß der Senkung als unzureichend und fordert stattdessen die Reaktivierung von Kernkraftwerken sowie den Verbleib von Kohle- und Gaskraftwerken im Betrieb, um spürbare Preissenkungen zu erreichen.
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich könnte jetzt zahlreiche Zitate aus den letzten Wochen anführen, in denen Sie einen Tankrabatt klar ausgeschlossen haben. Entscheidend ist: Sie tun es jetzt trotzdem. Dabei gäbe es zielgenaue Maßnahmen, die die Menschen wirklich entlasten. Sie greifen jetzt erneut zu einem Instrument, das nachweislich nicht vollständig wirkt. Wir sind doch alle durch den …
Der Redner kritisiert die Einführung eines Tankrabatts als unwirksam und bringt stattdessen einen Gesetzentwurf zur Stromsteuersenkung für alle ein, die er als zielgenauere, wettbewerbsförderliche und bürokratiearme Entlastung ansieht.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Den Krieg im Nahen Osten nimmt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen nun zum Anlass, dass wir uns hier mit diesen Gesetzentwürfen auseinandersetzen. Denn klar ist: Die Krise im Nahen Osten hat Auswirkungen auf die internationalen Ölmärkte, und sie betrifft auch uns. Zweifelsohne ächzen viele Pendlerinnen und Pendler, Verbraucherinnen und Verbraucher unter hohen …
Der Redner lehnt die von den Grünen vorgeschlagenen Gesetzentwürfe ab und wirft ihnen vor, das Tempolimit zur Durchsetzung ihrer Verkehrspolitik zu instrumentalisieren. Er argumentiert, dass die CO2-Einsparungen marginal seien und Verlagerungseffekte auf Landstraßen verursachen würden, und plädiert stattdessen für alternative Entlastungen wie Plug-in-Hybride und einen höheren Bioethanolanteil im Kraftstoff.
Frau Präsidentin! Geschätzte Kollegen! Liebe Bürger! Konrad Adenauer sagte einst, als die CDU noch bürgerlich und konservativ war: „Wir stehen vor der Wahl zwischen Sklaverei und Freiheit. Wir wählen die Freiheit.“ Damals ging es um bürgerliche Freiheit oder sozialistische Bevormundung. Und auch heute müssen wir uns gegen die Schikanen eines aufkeimenden Ökosozialismus wehren. Unsere Antwort ist klar: Wir wählen die …
Der Redner lehnt Verkehrsgängelung und ökologische Abgaben ab und fordert Entscheidungsfreiheit für Autofahrer sowie steuerliche Entlastungen. Er argumentiert, dass Autobahnen sicher seien und Geschwindigkeitsbegrenzungen in erster Linie ideologisch motiviert seien.