Rechenzentrumsstrategie
Tagesordnungspunkt 5 · 21/71 · 16. April 2026
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Wohlstand entsteht heute nicht mehr nur in Fabriken aus Stahl und Beton, sondern auch in Fabriken aus Daten und Algorithmen. Rechenleistung ist der neue Rohstoff, und Rechenzentren sind die Raffinerien. Daten, Algorithmen und künstliche Intelligenz entscheiden darüber, ob wir wachsen, ob wir innovativ bleiben, ob wir unseren Wohlstand halten. Die …
Der Redner betont die strategische Bedeutung von Rechenzentren für den digitalen Wohlstand und die Souveränität Deutschlands und stellt die nationale Rechenzentrumsstrategie mit Zielen und konkreten Maßnahmen vor.
Nein, ich würde gerne weitermachen. – Spekulative Anträge ohne echte Bauabsicht werden zurückgestellt, damit die, die wirklich bauen wollen, schneller ans Netz kommen. Und wir steigern die Akzeptanz vor Ort, indem wir Kommunen, in denen Rechenzentren entstehen, an den Gewerbesteuereinnahmen beteiligen wollen. Drittens: Technologie und Souveränität. Wir stärken den Aufbau eigener Kapazitäten, fördern Investitionen und arbeiten an einer souveränen digitalen …
Der Redner stellt die Rechenzentrumsstrategie als zentralen Baustein für digitale Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit dar. Er betont den Ausbau eigener Infrastrukturen für Cloud- und KI-Anwendungen, um technologische Abhängigkeiten abzubauen.
Vielen Dank. – Sie haben gerade gesagt, dass Sie Rechenzentren besonders nachhaltig gestalten wollen und dass Sie auch die Energieeffizienz von Rechenzentren stärken wollen. Das verwundert mich ein bisschen. Denn im Entwurf zur Änderung des Energieeffizienzgesetzes – er ist gerade in der Verbändeanhörung – planen Sie genau das Gegenteil. Also, die Energieeffizienzwerte für Rechenzentren werden nach unten gesetzt, die Abwärmenutzung …
Die Rednerin wirft der Regierung vor, bei der nachhaltigen Gestaltung von Rechenzentren Widersprüche zwischen behaupteten Zielen und tatsächlicher Gesetzesplanung aufzuweisen.
Frau Abgeordnete, vielen Dank für Ihre Frage. – Lassen Sie mich mit den Fakten antworten. In Deutschland werden bereits heute die energieeffizientesten Rechenzentren der Welt betrieben. Viele unserer Unternehmen bekommen Anfragen aus dem Ausland, wie man Rechenzentren energieeffizient baut. Dazu gehören auch Aspekte wie Wasserversorgung und Kühlung in geschlossenen Kreisläufen. Bezüglich der Energie, die dort verwendet wird, ist es selbstverständlich …
Der Redner betont die hohe Energieeffizienz deutscher Rechenzentren und verweist auf deren internationale Vorbildfunktion. Er untermauert die von ihm präsentierten Zahlen mit konkreten Maßnahmen und betont das Eigeninteresse der Unternehmen an einer nachhaltigen Energieversorgung.
Frau Präsidentin! Liebe Kollegen! Liebe Besucher! Wir waren mit einer kleinen Delegation in Singapur und Indien und haben uns dort, besonders in Indien, darstellen lassen, wie man gedenkt Rechenzentren zu bauen, die leistungsstark und konkurrenzfähig zu den Hyperscalern auf dem Weltmarkt sind, also zu AWS, zu Azure, zu Google. Da spricht man von der Anbindung mit 1 Gigawatt pro Rechenzentrum. …
Der Redner argumentiert, dass die Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung an fehlender physischer Grundlastenergie scheitert, und fordert eine Abkehr von der aktuellen Energiepolitik hin zur Kernenergie, um konkurrenzfähige Standorte zu schaffen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Sehr geehrter Herr Wildberger! Das Wichtigste vorweg: Wir begrüßen die vorgelegte Strategie der Bundesregierung. Sie setzt an vielen richtigen Stellen an: mehr Infrastruktur, mehr Kapazität, mehr Tempo. Und vor allen Dingen begrüßen wir, dass Sie auch die Anwendungsfelder gleich skizziert haben. Sie stellen den entscheidenden Zusammenhang her. Künstliche Intelligenz wird über die …
Schätzl begrüßt die Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung und betont, dass KI für die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend sei. Er fordert europäische Investitionen, wettbewerbsfähige Strompreise und eine Fokussierung auf europäische Industriedaten sowie digitale Souveränität.
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Sehr geehrte Zuhörende! Stellen Sie sich vor, Sie gehen zu Ihrer Ärztin, weil Sie Ihre Beschwerden schildern wollen. Aber bevor überhaupt eine einzige Frage gestellt wird, bevor Sie untersucht werden, verschreibt sie Ihnen die vierfache Dosis. Ob das Medikament überhaupt das Richtige ist? Keine Ahnung. Warum vierfach? Das weiß sie nicht. Die Zahl stand vor …
Die Rednerin kritisiert die Nationale Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung als unzureichend fundiert, da eine konkrete Bedarfsanalyse fehle und Aspekte der Nachhaltigkeit sowie der digitalen Souveränität nicht belastbar untermauert seien. Sie fordert stattdessen eine evidenzbasierte Planung, die den tatsächlichen Bedarf, ökologische Standards und die realen Lieferketten einbezieht.
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Zuhörende! In Ihrer Rechenzentrumsstrategie machen Sie vor allen Dingen eines: Sie fordern den kopflosen Ausbau – mehr ist mehr, ohne Plan, wie oder wofür. Aber Rechenzentren haben vor allem einen wirklich gigantischen Stromverbrauch. Sie kommen da ganzen Städten gleich. Und was sehen wir, wenn wir auf die großen Vorreiter schauen, wo jetzt schon viele Rechenzentren stehen …
Die Abgeordnete kritisiert die Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung als unkoordinierten, ressourcenverschwendenden Ausbau zugunsten von Großkonzernen, der Kommunen belaste und die Energiewende konterkariere. Sie warnt vor mangelndem demokratischem Mitbestimmungsrecht der Bürger vor Ort sowie vor der Nutzung der Infrastruktur für Überwachungstechnologien.
Frau Kollegin, Sie bringen hier ja jetzt Beispiele und werfen die Frage auf – bei der ich Ihnen durchaus folgen kann –, ob diese KI-Anwendungen am Ende wirklich eine sinnvolle Bereicherung für die Gesellschaft sind. Es gibt aber eine Vielzahl von KI-Anwendungen, bei denen man sieht, dass sie jetzt schon einen enormen Beitrag für die Gesellschaft erbringen. Das ist zum …
Die Rednerin argumentiert, dass KI-Anwendungen bereits bedeutende gesellschaftliche Beiträge leisten, und verweist dabei auf medizinische Fortschritte wie in der Krebsdiagnostik und der vorgeburtlichen Früherkennung. Sie kritisiert, dass ihr Gegenüber diese Chancen ausblendet, und fordert sie auf, diese Perspektive zu berücksichtigen.
Ich blende die nicht aus. Es gibt natürlich auch KI-Anwendungen, die sinnvoll sind. Nur, es gibt einen Unterschied zwischen generativer KI und klassifizierender KI. Die Anwendungen, die Sie beschreiben, sind alle klassifizierende KIs, und die verbrauchen deutlich weniger Energie als generative KIs. Die ganzen großen Rechenzentren werden zum Trainieren von Sprachmodellen gebaut. Zum Beispiel wird ein Rechenzentrum von der Größe …
Die Rednerin argumentiert, dass die geplante Rechenzentrumsstrategie primär dem Training generativer KI und großer Sprachmodelle dient, die unverhältnismäßig viel Energie verbrauchen, während nützliche klassifizierende KI-Anwendungen deutlich weniger Rechenleistung benötigen. Sie lehnt die Strategie ab und solidarisiert sich mit wachsendem gesellschaftlichem Widerstand gegen die negativen ökologischen und sozialen Folgen dieser Technologie.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen! Meine Herren! Wladimir Putin hat uns den Gashahn abgedreht und gezeigt: Energie ist eine Waffe. Damals spürten wir eindringlich, wie sehr es wehtun kann, wenn wir von fremden Ressourcen abhängig sind. Aber Gas ist nicht der einzige wertvolle Rohstoff. 2026 sind Daten und die Frage, wie wir mit Daten umgehen, wichtiger denn …
Der Redner argues that the new data center strategy is essential for Germany's digital sovereignty and economic competitiveness, drawing a parallel to past energy dependence. He emphasizes the need for speed, less bureaucracy, and the use of industrial brownfield sites to close the geopolitical gap in computing power.
Frau Präsidentin! Liebe Kollegen! Die digitale Zukunft dieser Welt wartet nicht auf die deutsche Bürokratie, und sie wartet auch nicht auf Bremsklötze wie Sie, Herr Minister. Während die Vereinigten Staaten und China ihre Rechenzentren im Gigawattmaßstab hochziehen und mit künstlicher Intelligenz eine neue industrielle Revolution starten, diskutieren wir hier immer noch über Energieeffizienzrichtlinien und Klimaschutzvorgaben, die uns die Zukunft rauben. …
Der Redner kritisiert die Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung als unzureichend und fordert den Abbau von EU-Energieeffizienzrichtlinien sowie eine Rückkehr zu günstigem Grundlaststrom aus Kern- und Kohlekraft, um im internationalen Wettbewerb mit den USA und China bestehen zu können.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Damen und Herren! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer auf den Tribünen! Es geht heute nicht um ein Gesetz, das hier in der ersten oder zweiten und dritten Lesung vorgelegt wird, sondern es geht um eine Strategie, die im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung erarbeitet wurde. Über diese diskutieren wir jetzt hier. Dabei geht es um Infrastruktur, …
Die Rednerin unterstützt die Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung, betont jedoch, dass der Ausbau an deutsche Bedarfe gekoppelt werden muss. Sie fordert die Fokussierung auf fachspezifische KI-Nischen, die Sicherung lokaler Wertschöpfung und Arbeitsplätze sowie die konsequente Nutzung erneuerbarer Energien und europäische technologische Souveränität.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Bundesregierung hat ihre Rechenzentrumsstrategie vorgelegt. Ich habe die 37 Seiten natürlich mit großem Interesse gelesen. Es liest sich wirklich sehr nett, muss ich sagen. Ich musste aber immer wieder an einen Begriff aus dem Marketing denken, nämlich an Greenwashing. Was ist Greenwashing? Man schreibt viel über Nachhaltigkeit, man macht viel Wind …
Anna Lührmann kritisiert die Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung als Greenwashing, da Nachhaltigkeitsstandards im Energieeffizienzgesetz gleichzeitig gesenkt würden. Sie fordert stattdessen den Erhalt strenger Effizienzvorgaben, den Aufbau einer institutionellen Vermittlung für Abwärmenutzung und verweist auf deutsche Betreiber als Standortvorteil im globalen Wettbewerb.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vor genau 70 Jahren begannen die Planungen für das erste große deutsche Rechenzentrum. Der Name war recht simpel. Es hieß: Deutsches Rechenzentrum. Damals funktionierte übrigens nicht alles auf Anhieb: Es war zwar die Rechenanlage vorhanden, aber das Gebäude drumherum noch nicht; das war schlicht und einfach …
Durz würdigt die Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung als zentralen Baustein für digitale Souveränität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Er untermauert dies mit Praxisbeispielen und betont die Notwendigkeit schneller Genehmigungsverfahren sowie der Einbindung in die Hightech Agenda.
Frau Präsidentin! Verehrte Kollegen! Liebe Zuschauer! Grundsätzlich ist die Erstellung einer Rechenzentrumsstrategie nicht falsch. „Eine Strategie zu erarbeiten, bedeutet, bisherige Einstellungen, Annahmen und Verhaltensweisen zu reflektieren und zu hinterfragen, zukünftige Entwicklungen zu antizipieren und einen langfristigen Handlungsrahmen für eine naturgemäß ungewisse Zukunft zu erarbeiten.“ Dieser schöne Satz stammt nicht von mir. Ich zitiere hier wörtlich Punkt 2.2.5.1 des Organisationshandbuchs des …
Der Redner kritisiert die vorgelegte Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung als realitätsfern und unausgereift. Er beanstandet insbesondere einen prognostizierten Mangel an IT-Fachkräften, der durch gescheiterte Bildungs- und Steuerpolitik verursacht sei, sowie das Ziel eines wettbewerbsfähigen Strompreises, das durch die aktuelle Energiepolitik ad absurdum geführt werde.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Deutschland ist, anders als angenommen, bereits ein starker Rechenzentrumsstandort. Durch unsere zentrale Lage im Herzen Europas haben wir bereits heute einen klaren Standortvorteil. Über 2 000 Rechenzentren und rund 3 000 Megawatt IT-Anschlussleistung zeigen: Wir rangieren in Europa bereits ziemlich weit vorne, spielen fast Champions League. Das klingt jetzt vielleicht etwas sehr …
Bettermann betont Deutschlands starke Position als Rechenzentrumsstandort und befürwortet die nationale Strategie zur Stärkung der digitalen Souveränität. Er plädiert für eine breitere regionale Verteilung von Rechenzentren, bei der kommunale Akzeptanz durch Abwämenutzung und eine gerechtere Gewerbesteuerzerlegung geschaffen werden muss.
Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Ich hätte mir die Begeisterung des Kollegen Bettermann auch noch an der einen oder anderen Stelle gewünscht für Rechenzentren. Vielleicht fangen wir mal so an: Das ist die dritte Debatte heute. Wir haben heute Morgen schon über Spritpreise und über Tempolimit gesprochen. Das alles ist sicherlich auch wichtig. Aber die Zukunftsfähigkeit unseres Landes, ob wir …
Brinkhaus lobt die neue Rechenzentrumsstrategie als messbares Zukunftsthema, kritisiert die Opposition als eindimensional und fordert ergänzend eine stärkere Fokussierung auf Datennutzung, um wettbewerbsfähig zu bleiben.