Ungarn nach der Wahl - Neue Chance für Europa
Zusatzpunkt 8 · 21/71 · 16. April 2026
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Am letzten Sonntag – es war ein ganz bemerkenswerter Wahltag – haben wir in Ungarn ein Erdbeben erlebt, dessen seismografische Wellen auch hier bei uns in Europa, in Deutschland ankamen. Zunächst einen herzlichen Glückwunsch an Péter Magyar und seine Tisza-Partei. Zugleich ist der Wahlausgang allerdings nicht nur eine schwere Niederlage für Viktor Orbán und …
Der Redner würzt den Wahlsieg von Péter Magyar und der Tisza-Partei als demokratische Rückkehr Ungarns zu Rechtsstaatlichkeit und Europa und fordert die Entsperrung von EU-Geldern. Gleichzeitig kritisiert er die过去的 Orbán-Regierung scharf und liefert sich einen polemischen Schlagabtausch mit der AfD bezüglich der Ukraine-Unterstützung.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wenn man dem Vorredner so zuhört, könnte man meinen, da spricht kein deutscher Volksvertreter, sondern ein Abgeordneter der ukrainischen Rada. Sie sind nicht hier, um ukrainische Interessen zu vertreten. Vertreten Sie endlich wieder deutsche! Liebe Kollegen der Union, über Jahre haben Sie uns erzählt, Ungarn sei eine Art Diktatur. Der frühere Europastaatsminister Michael Roth, …
Der Redner verteidigt Ungarn unter Orbán als funktionierende Demokratie, kritisiert die Union und SPD für deren Diktatur-Vorwürfe als historisch blind und zynisch, und warnt davor, dass der neue Ministerpräsident Magyar deutsche Steuerzahler durch EU-Kredite an die Ukraine belasten wird.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das war eine wichtige Wahl am Wochenende, eine sehr wichtige Wahl, wichtig für Ungarn und wichtig für ganz Europa. Diese Wahl kann man schon fast als einen Aufstand der Demokraten gegen eine systematisch korrupte, populistische und antieuropäische Regierung verstehen. Man kann diese Wahl durchaus als Regime Change bezeichnen. Für uns alle, die …
Metin Hakverdi wertet den Machtwechsel in Ungarn als demokratisches Aufbruchsignal für Europa und fordert eine pragmatische Unterstützung der neuen Regierung unter Bedingungen der Rechtsstaatlichkeit. Zudem nutzt er die Wahl, um europäische Institutionalreformen aufzuzeigen und die AfD als ideologische Verliererin zu adressieren.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Menschen an so vielen Orten auf der Welt haben sich über den Wahlsieg von Péter Magyar und seiner Partei gefreut – ein beeindruckender Erfolg trotz eines unfairen und schmutzigen Wahlkampfs und eines zutiefst manipulierten Systems. Zu diesem kleinen Wunder gratulieren wir von Herzen. So riesengroß sein persönliches Verdienst ist, dieser Sieg eines …
Agnieszka Brugger würzt den Wahlerfolg von Péter Magyar als Sieg der Demokratie gegen das autokratische System Orbáns und fordert die EU auf, aus vergangenen Fehlern zu lernen sowie ihre Handlungsfähigkeit durch Reformen wie die Aufhebung des Einstimmigkeitsprinzips zu stärken.
Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Der 12. April 2026 war ein enorm wichtiger Tag. Das System Orbán wurde nach 16 Jahren endlich abgewählt, und die Partei Tisza errang nicht einfach nur eine Mehrheit, sondern eine verfassungsändernde Mehrheit von über 133 Sitzen. Das ist eine vernichtende Niederlage für einen Mann, der sich für unbesiegbar hielt. In den Straßen, …
Janina Böttger würdigt den Machtwechsel in Ungarn als Sieg der Zivilgesellschaft über Orbáns autoritäres System und fordert die neue Regierung auf, soziale Verbesserungen und Rechtsstaatlichkeit umzusetzen. Sie appelliert an die Bundesregierung, sich für die inhaftierte Person Maja T. einzusetzen, und warnt davor, dass Demokratie ohne soziale Fortschritte fragil bleibt.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Botschafter, auch Ihnen ein herzliches Willkommen! Der 12.04.2026 wird in die europäische Geschichte eingehen: als ein Tag, an dem Ungarn sich für Europa entschieden hat. Die Menschen in Ungarn haben sich gegen Illiberalität und Klassenkampf und für ein freies, offenes Europa entschieden. Sie haben sich gegen ständige Blockaden und …
Tilman Kuban würdigt den Wahlsieg von Péter Magyar in Ungarn als Entscheidung für Europa und gegen die Blockadepolitik Orbáns. Er betont die Notwendigkeit eines handlungsfähigen Europas angesichts globaler Bedrohungen und rechtfertigt die Unterstützung der Ukraine als ureigenes deutsches Sicherheitsinteresse gegenüber Kritikern aus der AfD.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! In Ungarn endet eine Ära, und zwar eine sehr erfolgreiche. Orbáns Erfolgsbilanz in Zahlen: Wirtschaftswachstum 2010 bis 2025: 75 Prozent, mehr als das Doppelte von Deutschland. Kriminalität: Die Zahl der Straftaten ist um 60 Prozent gesunken. Straftaten pro 100 000 Einwohner: in Ungarn 2 200, in Deutschland 6 700. Energie: Ungarn hat die niedrigsten …
Die Rednerin würdigt Viktor Orbáns Regierungszeit als historischen Erfolg und Vorbild für Europa in den Bereichen Wirtschaft, Kriminalität, Energie und Migration. Sie nutzt die Rede, um die deutsche Regierungspolitik scharf zu kritisieren und Orbáns Abwahl als demokratischen Machtwechsel ohne Richtungswechsel zu deuten.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen und andere! Manchmal fragt man sich schon, wie die Werbeeinnahmen dieser Bundestagsrede bei Youtube wohl monetarisiert werden: ob in Rubel oder in Euro. Wir werden es dann sehen. „Wir haben uns unsere Heimat zurückgeholt“: Diese Worte hat Péter Magyar in der Wahlnacht vor Zehntausenden Menschen am Donauufer gesprochen. Wer die Bilder gesehen …
Die Rednerin wertet den Wahlsieg von Péter Magyar in Ungarn als Befreiung vom Rechtspopulismus und als Signal für Europa, dass Demokratie sich wehren könne. Sie kritisiert Viktor Orbán als verlängerten Arm Russlands und überträgt diese Kritik auf die AfD, deren Kurs sie als gescheitertes Auslaufmodell darstellt.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Willkommen zurück, liebe Ungarinnen und Ungarn! Willkommen zurück in Europa und herzlichen Glückwunsch zu diesem demokratischen Neuanfang! Nach 16 Jahren Regierung Viktor Orbáns gibt es nun die Chance auf eine Rückkehr der liberalen Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und vor allem auf eine Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in Ungarn. Ich bin wirklich beeindruckt …
Die Rednerin feiert den demokratischen Neuanfang in Ungarn als Chance für Europa und fordert konkrete EU-Unterstützung sowie Rechtsstaatsreformen. Zugleich kritisiert sie die Europapolitik der Bundesregierung und des Bundeskanzlers als zu zögerlich und fordert mehr geopolitische Entschlossenheit.
Vielen Dank. – Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Um etwas von der Bedeutung der deutsch-ungarischen Beziehungen zu erfahren, muss man nur ganz wenige Schritte aus diesem Plenarsaal gehen. An der Nordostecke des Reichstags ist eine große, würdige Bronzetafel angebracht. Darauf steht in Großbuchstaben: „10. SEPTEMBER 1989 EIN ZEICHEN DER FREUNDSCHAFT ZWISCHEN DEM UNGARISCHEN UND DEM DEUTSCHEN VOLKE FÜR EIN …
Der Redner appelliert an die Auffrischung der deutsch-ungarischen Beziehungen nach den Wahlen und betont die historische Verbundenheit beider Länder seit 1989. Er fordert konkrete Schritte wie ein Deutsch-Ungarisches Jugendwerk und kritisiert zugleich die Russlandfreundlichkeit der AfD angesichts des Ukraine-Krieges.
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Botschafter, ich bewundere Ihre diplomatische Gelassenheit, mit der Sie hier aushalten, was über die letzten 16 Jahre ungarischer Geschichte erzählt wird. Wir wissen es besser. Und ich kann Ihnen versichern: Wir geben uns Mühe, dass sich diese Lügen nicht Bahn brechen, sondern dass Wahrheit Wahrheit bleibt. Es waren gute Jahre für …
Der Redner verteidigt die ungarische Politik Viktor Orbáns als vorbildlich in der Migrations- und Außenpolitik und kritisiert die Unterstützung der Ukraine sowie die europäische Außenpolitik als realitätsfremd. Er prognostiziert der Bundesregierung Wahlniederlagen und sieht die globale Lage gegen den westlichen Kurs gerichtet.
Ihre Redezeit ist zu Ende. Ich erlaube Ihnen an der Stelle keinen letzten Satz. Für die CDU/CSU-Fraktion hat jetzt das Wort der Abgeordnete Dr. David Preisendanz. Sie können anfangen.
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Unser gemeinsames Ziel nach der letzten Rede muss es jetzt sein, das Niveau für die letzten Minuten noch ein bisschen zu heben. Lange Schlangen vor den Wahllokalen in Ungarn, wildfremde Menschen, die sich auf Rolltreppen abklatschen, Zehntausende Menschen, die in Budapest auf den Straßen feiern, und die Dolmetscherin eines Kollegen, die nach den ersten …
Preisendanz würdigt den Wahlsieg von Péter Magyar und die damit verbundene Abwahl Viktor Orbáns als Zäsur für Europa, da Orbán die EU blockiert und zum Sicherheitsrisiko geworden sei. Er betont, dass dennoch zentrale EU-Reformen nötig bleiben und Demokratie vom Einsatz für gemeinsame Werte leben müsse.
Lieber Herr Kollege, erst mal vielen Dank, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. Das ist guter Stil, passiert nicht ganz so oft. Ich möchte Sie fragen: Sie freuen sich ja darüber, dass in Ungarn, wie Sie finden, eine Rückkehr zur Demokratie stattfindet und Ähnliches. Wie würden Sie es bewerten, wenn beispielsweise in Ungarn Viktor Orbán mit einem abgewählten Parlament das Quorum …
Der Redner wirft in einer Zwischenfrage vor, dass die Änderung des Quorums für Untersuchungsausschüsse durch ein abgewähltes Parlament in Rheinland-Pfalz stattfinde, und fragt, wie dies im Kontext der positiven Bewertung der Demokratie in Ungarn zu bewerten sei.
Herr Kollege, in Ihrem Kopf ist alles das Gleiche. Das erklärt das Chaos bei Ihnen. Es gibt einfach Unterschiede, die auch ganz Europa wahrgenommen hat, was die Schwächung der Medien, der Gerichte, beim Wahlrecht angeht. Alle haben es wahrgenommen, und wenn Sie es nicht wahrnehmen, dann liegt das eben an Ihrer politischen Ausrichtung. Herr Krah hat auf Social Media gesagt: …
Der Redner wendet sich polemisch gegen die AfD und wirft ihr vor, die deutlichen demokratischen Defizite in Ungarn zu ignorieren. Er verweist auf die Wahlniederlage des AfD-Kandidaten und macht sich über die angekündigten Gegenangriffe lustig.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Als sich am Sonntagabend in Ungarn das Wahlergebnis verfestigte und der Ministerpräsident seine deutliche Niederlage eingestehen musste, jubelten und feierten Hunderttausende auf den Straßen Budapests – aus Begeisterung, mit Hoffnung und mit großer Zuversicht. Wir teilen die Freude mit den Menschen, die sich mit so großer Mehrheit für einen Kurs Richtung Europa …
Tobias Winkler würdigt die hohe Wahlbeteiligung und den Machtverlust Viktor Orbáns als Sieg proeuropäischer Kräfte. Dabei kritisiert er die vergangene Regierungspolitik Orbáns und zieht eine polemische Parallele zur AfD, der er Absagen seitens Orbáns attestiert.
Das, glaube ich, führt uns an dieser Stelle nicht weiter. Übrigens unterstützt Herr Krah Mi Hazánk ganz offen. Auch am Sonntag noch sprach er sich für Mi Hazánk aus, nicht für Fidesz. László Toroczkai, der Vorsitzende, fordert, Ungarn müsse eine „weiße Insel“ in Europa bleiben – offener Rassismus, der keiner Erklärung bedarf! Das sind Ihre Freunde, das sind Ihre Partner …
Tobias Winkler kritisiert die AfD für deren Nähe zur ungarischen Partei Mi Hazánk und bewertet die Wahl in Ungarn als politischen Einschnitt, der politische Mitbestimmung und eine verlässliche Zukunft in einem starken Europa ermögliche.
Frau Präsidentin, vielen Dank, dass ich noch mal die Gelegenheit erhalte. – Ich möchte in Richtung der Union eine Sache klarstellen. Was wir hier während der ganzen Debatte erleben, ist ja eigentlich Folgendes: Sie bekommen innenpolitisch in Deutschland einfach nichts mehr auf die Kette. Darum müssen Sie sich gemeinsam mit dem ganzen Haus hier über einen Wahlsieg eines ausländischen Parteifreundes …
Der Redner wirft der Union vor, durch den Fokus auf den Wahlsieg in Ungarn von eigenen innenpolitischen Problemen in Deutschland abzulenken, und fordert sie auf, sich um die konkreten Sorgen der deutschen Bürger zu kümmern.
Kommen wir zurück zur Debatte. – Herr Frohnmaier, ich bin Ihnen dankbar, dass Sie die Gelegenheit genutzt haben, noch mal zu erklären, dass Sie gar keine Ahnung von deutschen Interessen haben. Es liegt im deutschen Interesse, dass wir ein starkes Europa haben, dass wir eine starke Europäische Union haben. Es liegt in unserem wirtschaftlichen Interesse, es liegt in unserem Sicherheitsinteresse. …
Der Redner wirft dem AfD-Abgeordneten Markus Frohnmaier vor, die deutschen Interessen nicht zu verstehen, und betont, dass ein starkes vereintes Europa für Deutschlands wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zukunft essenziell sei.