Tierschutz und Forschung Hand in Hand - Versuchstiere wirksam schützen
Tagesordnungspunkt 11 · 21/71 · 16. April 2026
Herr Präsident! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir reden heute über ein sehr wichtiges Thema, bei dem ich die Bundesregierung hart kritisieren will. Stellen Sie sich vor, Sie müssten über einen Vorgang entscheiden, ja Gesetze machen, den Sie noch nie miterlebt haben und bei dem Sie zahlreiche offene Fragen haben, die Ihnen niemand beantworten kann. Das klingt ziemlich blöd, …
Die Rednerin kritisiert die mangelnde Transparenz bei Tierversuchen und den geplanten Gesetzentwurf der Bundesregierung, der den Tierschutz zugunsten wissenschaftlicher Forschung aufzuweichen drohe. Sie fordert die Veröffentlichung und Umsetzung einer erarbeiteten Tierversuchsreduktionsstrategie sowie den perspektivischen Ausstieg aus Tierversuchen durch alternative Forschungsmethoden.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kommen wir mal zu dem Antrag, den Sie eingereicht haben, und kommen wir zu den Rahmenbedingungen für die tierexperimentelle Forschung in Deutschland, die alarmierend sind: Wir haben eine ausufernde Bürokratie, wir haben extrem lange Verfahrensdauern, wir haben eine Flut an Rückfragen, wir haben eine Überregulierung ohne erkennbaren Mehrwert für den Tierschutz, wir …
Der Redner kritisiert die bürokratischen Rahmenbedingungen für tierexperimentelle Forschung in Deutschland und wirft den Grünen vor, Tierschutz und Forschung gegeneinander auszuspielen. Er fordert stattdessen ein eigenständiges Gesetz für wissenschaftliche Tierversuche, um Forschungsstandort und Tierschutz nach eigener Aussage langfristig zu sichern.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Gott zum Gruße! Der Antrag der Grünen fällt vor allem durch eines auf, und zwar seinen moralischen Ton – ein Ton, der klingt, als müsse man in Deutschland erst noch dafür sorgen, dass Tierschutz in der Forschung wirklich ernst genommen wird. Diese Darstellung geht aber weit an der Realität vorbei, meine Damen …
Protschka argumentiert, dass der Grünen-Antrag überflüssig sei, da das 3R-Prinzip in Deutschland bereits verbindlicher Standard sei und die Forschung Realität sei. Er kritisiert stattdessen eine zu starke Bürokratie bei Genehmigungsverfahren, die zu vermeidbarem Tierleid (Überschusstiere) führe.
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Fangen wir doch einmal mit den guten Nachrichten an: Vor einem Jahr hat der Niederländer Hans Clevers den deutschen Tierschutzforschungspreis erhalten. Im Labor hatte er Miniorgane gezüchtet. An diesen sogenannten Organoiden können Medikamente getestet werden. Dann muss kein Tier mehr dafür herhalten. Ein ermutigendes Beispiel! Für uns als SPD ist klar: Wir …
Die Rednerin betont die Notwendigkeit, Tierversuche weiter zu reduzieren und Alternativmethoden zu fördern, verweist auf bestehende gesetzliche Vorgaben und fordert die Anpassung des Tierschutzgesetzes an EU-Richtlinien zur strengeren Prüfung von Versuchsvorhaben. Sie argumentiert, dass ein konsequenter Tierschutz auch gesellschaftliche Akzeptanz für unumgängliche Forschung sichert.
Sehr geehrter Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Die Missstände bei Tierversuchen sind aktuell so eklatant wie offensichtlich. Eine Maus, die gezwungen wird, bis zur Erschöpfung zu schwimmen, ein Affe dessen Gehirn komplett mit Löchern versehen ist – ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich will diese Bilder nicht mehr sehen. Die Bundesregierung sieht das offensichtlich anders und plant …
Die Rednerin kritisiert eklatante Missstände bei Tierversuchen und beanstandet, dass die Bundesregierung plant, diese außerhalb des Tierschutzgesetzes zu regeln, was dem Staatsziel Tierschutz widerspreche. Sie fordert die Aktualisierung der Verwaltungsvorschrift, eine stärkere Förderung von tierversuchsfreien Alternativmethoden sowie ein sofortiges Verbot schwerbelastender Tierversuche.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Jede Forschungsdebatte im Bereich der Medizin ist auch immer eine Debatte zu ethischen Fragen – so auch die heutige Debatte. Und hier kann es eben manchmal auch zu schwer auflösbaren Zielkonflikten kommen. Auch uns liegt das Tierwohl am Herzen. Experimente im Tiermodell unterliegen deshalb zu Recht strengen Regeln und Anforderungen. Diesen Bereich …
Der Redner betont, dass medizinische Forschung ethische Zielkonflikte beinhaltet, Tierversuche aber durch strenge Regeln legitim und für medizinischen Fortschritt unverzichtbar seien. Er warnt vor Diffamierung der Wissenschaft und fordert eine sachliche Debatte, um Forschungsstandort und Rechtssicherheit zu sichern.
Ja, Organoide, Computersimulationen und künstliche Intelligenz werden einen immer größeren Raum in der medizinischen Forschung einnehmen. Aber neue Medikamente und neue Operationen werden auch in Zukunft häufig erst im Tiermodell getestet werden müssen. Erst dann können diese am Menschen angewandt werden. Gerade bei Kindern würde ich mir wünschen, dass man hier zuerst im Tiermodell testet. Für uns gilt: Das Wohl …
Der Redner betont, dass尽管存在替代方法,动物实验在医学研究中仍不可或缺,以确保患者安全。他以此为由反对绿党的提案,主张患者福祉应优先于动物保护。
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Damen und Herren! Wenn man diesen Antrag der Grünen liest, dann hat man in den ersten Zeilen schon das Gefühl: Hier spricht nicht das Parlament, sondern es handelt sich um eine Mischung aus Moralpredigt, Vorschriftenkatalog und betreutem Denken. „Tierschutz und Forschung Hand in Hand“, das klingt weich, sauber, geschniegelt und natürlich moralisch unangreifbar. Aber hinter …
Schroeder lehnt den Gruenenantrag ab, da er Tierschutz nur als Vorwand fuer zusaetzliche Buerokratie, Ueberregulierung und Bevormundung der Wissenschaft ansieht, obwohl die wesentlichen Schutzprinzipien wie das 3R-Prinzip bereits gesetzlich verankert seien.
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Damen und Herren! Tierschutz ist im Grundgesetz verankert, und er ist ein Staatsziel. Auch Forschung und Wissenschaft sind in Deutschland vom Grundgesetz geschützt. Und das ist ein Spannungsfeld: Wir wollen und müssen Tiere schützen, wir wollen aber auch erstklassige Forschung und damit zum Beispiel Krankheiten bekämpfen. Trotz guter Alternativmethoden – wir haben dazu in der …
Die Rednerin benennt das verfassungsrechtliche Spannungsfeld zwischen Tierschutz und Forschung und erläutert, dass trotz bestehender Alternativmethoden Tierversuche für komplexe biologische Systeme weiterhin notwendig sind. Sie kritisiert, dass der einheitliche gesetzliche Begriff des 'vernünftigen Grundes' den uneinheitlichen Anforderungen der Forschung nicht gerecht wird, und fordert statt pauschaler Tierschutzverschärfungen wissenschaftsadäquate Regelungen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Grünen haben uns heute einen Antrag vorgelegt, der gut gemeint ist, aber am Kern des Problems vorbeigeht. Die zentrale Botschaft lautet: Bloß nichts anfassen, bloß nichts ändern! Das ist kein Tierschutz, das ist Stillstand. Wir hingegen wollen beides, höchste Tierschutzstandards und zukunftsfähige Forschungsbedingungen, wie es die Kollegin …
Albani kritisiert den Antrag der Grünen als stillstandfördernd und fordert stattdessen die Kombination aus hohen Tierschutzstandards und zukunftsfähiger Forschung durch ein eigenständiges Tierschutzgesetz.
Nein; ist ja auch nicht immer so leicht. – Herr Albani, vielen Dank, dass Sie meine Zwischenfrage zulassen; Ihr Kollege hat sich ja nicht getraut. Sie sagen, Sie wollen höchste Tierschutzstandards auch in der Forschung. Da frage ich mich natürlich: Wie passt das denn damit zusammen, dass Ihre Tierschutzbeauftragte, die Tierschutzbeauftragte der Bundesregierung, die ja bekanntlich CDU-Mitglied ist, sagt, es …
Die Rednerin konfrontiert den Abgeordneten Albani mit einem Widerspruch zwischen dessen Forderung nach hohen Tierschutzstandards und der Aussage der CDU-Tierschutzbeauftragten, die ein eigenes Tierversuchsgesetz als Rückschritt bezeichnet.
Die Frage ist, was man dort regelt und wie man dort regelt. Und wenn man – das zeigt gerade dieser Blick – rein aus dem Blickwinkel des Tierschutzes guckt, dann ist das Vereinen dieser beiden Notwendigkeiten an dieser Stelle schwierig möglich. Und insofern ist die Einschätzung – gerade die Untermauerung der Notwendigkeit –, dass wir beides an dieser Stelle brauchen. …
Albani betont, dass Tierschutz und Forschung gemeinsam betrachtet werden müssen, da ein einseitiger Fokus auf Tierschutz die Vereinbarkeit beider Aspekte erschwert.
Meine Damen und Herren, dieser Antrag ist ein gutes Beispiel für ebendiesen Widerspruch – und die Frage ebenso. Er richtet sich nämlich nicht an die Wissenschaft; er richtet sich an jene, die Tierversuche grundsätzlich ablehnen, unabhängig von einer Notwendigkeit, unabhängig von Alternativen und unabhängig vom Erkenntnisstand. Das ist legitime Parteipolitik, aber schlechte Forschungspolitik. Warum? Einige Teile des Tierschutzgesetzes sind halt …
Albani kritisiert den beanstandeten Antrag als parteipolitisch motiviert und forschungspolitisch schädlich, da er die Notwendigkeit von Tierversuchen für biomedizinische Durchbrüche ignoriere. Er fordert stattdessen ein eigenständiges, rechtlich klares Tierversuchsgesetz, das Bürokratie abbaut und den Forschungsstandort Deutschland stärkt, ohne den Tierschutz zu schwächen.