Berufsfreiheit für Selbstständige sicherstellen - Abgrenzung zu abhängiger Beschäftigung rechtssicher machen
Zusatzpunkt 10 · 21/71 · 16. April 2026
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe Arbeitnehmer! Liebe Selbstständige! Es ist eine unendliche Geschichte. Seit über 20 Jahren verspricht jede Bundesregierung dasselbe: Selbstständigkeit soll attraktiver und rechtssicher werden. Und was passiert? Nichts, gar nichts, meine Damen und Herren! Daran ändert auch der durchgestochene und zurückgezogene Referentenentwurf aus dem Hause Bas nichts. Die Klagen der Betroffenen waren noch …
Der Redner kritisiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Statusfeststellungsverfahren für Selbstständige als veraltet und rechtssicherheitsgefährdend und wirft der Bundesregierung vor, Selbstständige zur Auffüllung der Sozialkassen in abhängige Beschäftigung umdeuten zu wollen. Er fordert im Gegenzug objektive, moderne Kriterien für Selbstständigkeit, Wahlfreiheit bei der Vorsorge und Übergangsregelungen zum Schutz vor rückwirkenden Nachzahlungen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Selbstständigkeit ist in unserem Land ein Zeichen für Fortschritt, für Flexibilität, für Innovation und für eine hohe Produktivität in allen Bereichen – auch in hochspezialisierten. Es gibt sie auch in den Bereichen Wissensökonomie, Technologie und Produktion sowie in projektbetriebenen Branchen, zum Beispiel dem Handwerk usw. Was …
Oellers betont die Notwendigkeit von Rechtssicherheit für Selbstständige und fordert schnellere Statusfeststellungsverfahren, die den aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen Rechnung tragen. Zudem verweist er auf die Notwendigkeit der Regelung der Altersvorsorge für Selbstständige.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wenn wir über die deutsche Wirtschaft sprechen, wird eine Gruppe viel zu oft übersehen: die 3,5 Millionen Selbstständigen in unserem Land. Dabei sind sie doch ein zentraler Motor für Innovation, Dynamik und Wettbewerbsfähigkeit. Natürlich wissen wir, dass es auch Branchen gibt, zum Beispiel die Lieferdienste, in denen Menschen durch Scheinselbstständigkeit ausgenutzt werden. …
Sandra Stein betont die Bedeutung der Selbstständigen für die Wirtschaft und fordert Rechtssicherheit sowie Schutz vor Scheinselbstständigkeit. Sie kritisiert die Vorschläge des Arbeitsministeriums als unpraktikabel und legt eigene Reformziele für Statusfeststellung, Definition und Altersvorsorge dar.
Herzlichen Dank. – Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Selbstständigkeit ist etwas Großartiges. Auf dem Mut und Erfindergeist von selbstständigen Unternehmerinnen und Unternehmern beruht unser Wohlstand. Eine Volkswirtschaft kann nicht funktionieren, wenn Menschen nicht die Initiative ergreifen und die Bereitschaft haben, ein Unternehmen zu gründen. Das ist etwas, was wir in dieser Koalition unbedingt fördern müssen und auch unterstützen …
Der Redner betont die Bedeutung von Selbstständigkeit für die Volkswirtschaft und begrüßt die gerichtliche Ächtung von Scheinselbstständigkeit. Er plädiert für eine neue gesetzliche Definition, die Klarheit für hybride Beschäftigungsformen schafft und Altersarmut verhindert, um bis zum Sommer Rechtssicherheit zu gewährleisten.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! 2023 stellte das Bundessozialgericht in einem wegweisenden Urteil höchstrichterlich fest, dass eine Lehrkraft der Musikschule Herrenberg im sozialrechtlichen Sinne nicht selbstständig tätig, sondern abhängig beschäftigt ist und ihr damit der volle Schutz unserer Sozialversicherungssysteme zusteht. Wer es wissen wollte, wusste aber auch schon vorher: Die Angebote vieler Musikschulen, aber auch von Volkshochschulen und Hochschulen, …
Pascal Meiser kritisiert, dass Übergangsregelungen die Umsetzung eines Urteils gegen Scheinselbstständigkeit an Bildungseinrichtungen blockieren und fordert den vollen sozialen Schutz für weisungsgebundene Lehrkräfte. Gleichzeitig wirft er der AfD vor, mit ihrem Antrag die Feststellung von Scheinselbstständigkeit zu erschweren und Sozialversicherungsbetrug attraktiver zu machen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vor wenigen Tagen hat mir ein Bürger aus Dresden geschrieben: ein selbstständiger IT-Dienstleister, seit über zehn Jahren am Markt, über 150 Kunden. Er beschreibt etwas, das viele hier abstrakt diskutieren; für ihn ist es Alltag: Aufträge werden nicht vergeben, Projekte werden nicht weiterverfolgt. Nicht etwa, weil seine Leistung schlecht ist, sondern weil …
Der Redner schildert anhand eines Bürgerbeispiels, wie rechtliche Unsicherheiten beim Statusfeststellungsverfahren Selbstständige in ihrer wirtschaftlichen Entfaltung hemmen. Er fordert einen baldigen Gesetzentwurf der Koalition, der branchenübergreifend Rechtssicherheit schafft, Schutz vor Prekarität bietet und zugleich die unternehmerische Freiheit wahrt.
Vielen Dank, dass Sie die Frage zulassen. – Sie haben gerade viele Dinge richtig gesagt. Das ist ja genau der Punkt: Ich habe heute eigentlich viel Zustimmung hier erfahren. Dann stellt sich mir natürlich die Frage: Warum stimmen Sie dann nicht dem Antrag zu? Ich habe nicht das Gefühl, dass Sie das tun werden. Sie wollen als Bundesregierung genau das …
Der Redner wirft der Bundesregierung vor, inhaltlich denselben Standpunkt wie die AfD zu vertreten, den Antrag dennoch aus rein taktischen Gründen ('Brandmauer') nicht mitzutragen.
Schauen Sie, Herr Kollege: Sie haben einen Antrag erarbeitet; das ist Ihr gutes Recht, das ist sehr gut. Aber wir haben hier einen Plan gemäß unserer Koalitionsvereinbarung, und gegenwärtig arbeitet die Bundesregierung daran, einen guten Vorschlag zu erarbeiten. Dabei wird sie natürlich auf die Dinge eingehen, die hier von Betroffenen geäußert wurden, die von Fachleuten geäußert wurden. Sie haben sich …
Der Redner verweist auf den laufenden Gesetzgebungsprozess der Bundesregierung und lehnt einen Oppositionsantrag als verfrüht ab. Er betont, dass die Koalition in Ruhe abwarten werde, was die Regierung vorlegt, um dann eine gute Regelung für Selbstständige zu schaffen.
Es ist doch klar. Wenn wir diesen Weg sachlich und gründlich gehen – und darum geht es –, werden wir am Ende einen guten, tragfähigen Gesetzentwurf verabschieden. Wir wollen all die Punkte aufnehmen, die auch meine Kollegen aufgeführt haben. Um Selbstständigkeit in Deutschland entsprechend zu fördern, ist ein pragmatisches, gutes Statusfeststellungsverfahren unbedingt erforderlich. Daran arbeiten wir. Ich freue mich auf …
Reichel betont die Notwendigkeit eines pragmatischen Statusfeststellungsverfahrens zur Förderung von Selbstständigkeit und kündigt die Bereitschaft an, verschiedene Punkte in einen tragfähigen Gesetzentwurf einzubringen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Die Frage, ob jemand selbstständig oder angestellt arbeitet, ist von zentraler Bedeutung für die Zuordnung zum Sozialversicherungsrecht und damit auch für die soziale Absicherung vieler Menschen in unserem Land. Für die SPD ist klar: Wer arbeitet, muss verlässlich abgesichert sein. Und genau darum wird es gehen bei der anstehenden Reform des Statusfeststellungsverfahrens. …
Glöckner betont die Notwendigkeit einer rechtssicheren Abgrenzung von Selbstständigkeit und abhängiger Beschäftigung, insbesondere nach dem Herrenberg-Urteil, und kündigt eine Reform des Statusfeststellungsverfahrens bis Jahresende an.
Dieses Modell steht auf drei klaren Säulen: Erstens. Beide Vertragsparteien müssen sich bewusst dafür entscheiden. Zweitens. Wir wollen, dass nachvollziehbare Kriterien unternehmerischen Handelns vorliegen. Und drittens. Scheinselbstständigkeit und Missbrauch – es wurde bereits gesagt – werden wir wirksam verhindern. Damit schaffen wir Klarheit, Rechtssicherheit und soziale Absicherung und fördern zugleich Selbstständigkeit. Für uns als SPD ist das ein wichtiger Baustein …
Die Rednerin stellt ein dreigliedriges Modell zur Abgrenzung von Selbstständigkeit und abhängiger Beschäftigung vor, das auf freiwilliger Entscheidung, unternehmerischen Kriterien und der Verhinderung von Scheinselbstständigkeit basiert. Sie lehnt den Antrag der AfD ab und betont, dass der Entwurf der SPD ein Baustein für eine moderne Erwerbsversicherung sei.