Rekommunalisierung statt Ausverkauf - Für ein Vorkaufsrecht, das Mieterinnen und Mieter sowie Gewerbe schützt
Zusatzpunkt 11 · 21/71 · 16. April 2026
Vielen Dank, Herr Präsident. – Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Gäste! Wie sang einst Rio Reiser? Ich zitiere: „Das ist unser Haus, schmeißt doch endlich Schmidt und Press und Mosch aus Kreuzberg raus.“ Was hat nun diese Hausbesetzerhymne, die wir alle lieben, mit unserem vorliegenden Antrag gemein? Ich sage es Ihnen. Als Linke fordern wir: Wohnen darf keine Ware sein. …
Die Rednerin fordert die vollumfängliche Wiederherstellung des kommunalen Vorkaufsrechts, um Wohnraum in Milieuschutzgebieten zu sichern und Rekommunalisierung zu ermöglichen. Zudem verlangt sie längere Vorkaufsfristen, mehr finanzielle Mittel für Kommunen sowie die Schließung von Schlupflöchern bei Share Deals und Zwangsversteigerungen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Präsident! Es macht mich leicht nervös, wenn Die Linke sagt, sie möchte eingreifen. Das hat eigentlich noch nie zu was Gutem geführt. Sie reden von Mieterschutz. Das hört sich erst mal gut an. Aber wenn man mal den Vorhang des schönen Scheins aufzieht, stellt man fest: Das sind knallharte Eingriffe in …
Der Redner lehnt die Ausweitung des Vorkaufsrechts durch Die Linke als verdeckte Enteignung ab und fordert stattdessen Investitionssicherheit sowie den Abbau von Bauhemmnissen, um mehr Wohnraum zu schaffen.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wenn man sich die beiden vorliegenden Anträge anschaut, dann erkennt man sehr schnell: Es geht hier nicht um einzelne Maßnahmen. Es geht um ein politisches Grundverständnis. Und dieses Grundverständnis lautet: Der Staat weiß es besser als Eigentümer, Investoren und Bürger. Im ersten Antrag wollen Sie den Abriss von Gebäuden faktisch unter staatlichen Vorbehalt stellen. …
Der Redner lehnt die Anträge zur Rekommunalisierung ab und sieht darin einen schleichenden Eingriff in Eigentumsrechte sowie einen Schritt in eine staatlich gelenkte Immobilienwirtschaft. Er argumentiert, dass die Probleme auf dem Wohnungsmarkt durch übermäßige staatliche Regulierung und gestiegene Baukosten entstanden seien und durch weitere staatliche Eingriffe verschärft würden.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vor ein paar Wochen hat unsere Bauministerin Verena Hubertz den Entwurf der Novelle zum Baugesetzbuch vorgestellt, ein Entwurf, der zeigt: Wir handeln. Wir stärken das kommunale Vorkaufsrecht: rechtssicher, wirksam und praxistauglich. Und spätestens seit der laufenden Anhörung von Ländern und Verbänden dürfte auch klar sein: Viele der Forderungen aus dem Antrag der …
Bollmann betont, dass die SPD-geführte Bauministerie mit der Baugesetzbuch-Novelle ein geschärftes kommunales Vorkaufsrecht schafft. Er grenzt den eigenen strukturierter Vorgehen vom Schnellschuss ab und verweist darauf, dass Teile der Forderungen der Linksfraktion bereits berücksichtigt seien.
Vielen Dank, Herr Kollege, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Ich freue mich sehr und ich habe große Hoffnungen in Sie und die SPD-Fraktion, dass Sie sich gegen Ihren Koalitionspartner durchsetzen. Das Vorkaufsrecht wiederherzustellen, steht ja auch im Koalitionsvertrag; wir haben uns das noch mal genau angeschaut. Da fordern Sie sogar, dass auch die Share Deals mit einbezogen werden sollen. …
Die Rednerin erinnert die SPD an die im Koalitionsvertrag formulierten Forderungen zur Wiederherstellung des Vorkaufsrechts und zur Einbeziehung von Share Deals. Sie fragt nach dem Stand der Abwendungsvereinbarungen in der Baugesetzbuchnovelle und bittet um eine Positionsbestimmung der SPD-Fraktion zu diesem Instrument.
Bollmann verweist auf getroffene Vereinbarungen und kündigt an, das Vorkaufsrecht in verschiedenen Bereichen deutlich zu stärken.
Was bedeutet das konkret? Wir geben unseren Städten das Vorkaufsrecht – das habe ich gerade schon gesagt –; denn es ist für uns mehr als nur ein juristisches Werkzeug. Es steht für Kommunen, die in der Gestaltung ihrer Räume handlungsfähig sein sollen, und das im Sinne ihrer Bürgerinnen und Bürger. Vier Punkte will ich dabei herausstellen. Erstens: Schrottimmobilien. Wo Problemimmobilien …
Bollmann wirbt für ein kommunales Vorkaufsrecht bei Immobilien, um Städte bei der Gestaltung ihres Raumes handlungsfähig zu machen und Wohnraum zu schützen. Er nennt als Schwerpunkte den Umgang mit Problemimmobilien, steuerliche Fairness bei Share Deals, Milieuschutz sowie den Ausschluss verfassungsfeindlicher Käufer und lehnt dabei eine Ausweitung auf Gewerbeflächen ab.
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! In der Politik wird der Begriff der politischen Erbsünde ja sehr oft genutzt und, wie ich finde, auch vielfach strapaziert. Wenn man sich aber zum Beispiel die Wohnungspolitik hier in Berlin anschaut, dann stellt man fest: Viele sind sich schnell einig, was eine der größten wohnungspolitischen Sünden der letzten Jahrzehnte war, …
Die Rednerin benennt den von SPD und PDS verantworteten Verkauf tausender kommunaler Wohnungen in Berlin als wohnungspolitische Erbsünde und unterstützt den jetzigen Aufruf der Linken nach Rekommunalisierung durch kommunale Vorkaufsrechte.
Nein. – Die preisdämpfende Wirkung eines hohen kommunalen bzw. gemeinnützigen Wohnungsbestandes ist gut erforscht und durch Studien belegt. Wir als Grüne haben bereits im Januar hier im Plenum einen Antrag eingebracht und gefordert, die Vorkaufsrechte wieder praktikabel auszugestalten. Denn nur wenn wir die Kommunen wieder in die Lage versetzen, ihre Bodenpolitik aktiv zu gestalten, können sie über diesen Boden auch …
Die Rednerin betont die preisdämpfende Wirkung eines hohen kommunalen Wohnungsbestandes und fordert praktikable Vorkaufsrechte für Kommunen. Sie kritisiert die Unionsfraktion für Widerstände gegen den SPD-Vorschlag und appelliert an die SPD, bei den kommunalen Vorkaufsrechten standhaft zu bleiben.
Sehr verehrte Frau Kollegin Rietenberg, Sie haben ja leider meine Zwischenfrage nicht zugelassen. – Sie haben hier bemängelt und kritisiert, und zwar völlig zu Recht, dass das Land Berlin über 60 000 Wohnungen der GSW privatisiert hat. Aber dann haben Sie mit dem Finger auf SPD und Linke gezeigt und behauptet, dass wir daran schuld sind. Jetzt möchte ich Ihnen …
Caren Lay weist den Vorwurf der Grünen zurück, die Linke und SPD seien für den Verkauf von 60.000 GSW-Wohnungen durch das Land Berlin verantwortlich. Sie macht stattdessen Bündnis 90/Die Grünen und die SPD für die Privatisierung verantwortlich und kritisiert, dass die Grünen den Verkauf damals nur bemängelt hätten, weil er ihnen nicht weit genug gegangen sei.
Nach allem, was ich nachgelesen habe – auch in den Pressemeldungen – und was ich von meinen Kolleginnen und Kollegen weiß, die damals dabei waren, ist das, was Sie behaupten, einfach nicht wahr. Es steht jetzt Aussage gegen Aussage. Darüber können wir jetzt lange diskutieren. Aber das macht hier wenig Sinn. Man kann Fehler auch mal zugeben und einfach seriös …
Die Rednerin weist eine Behauptung der Gegenseite als unwahr zurück und fordert eine offene Fehler-Eingestehung, anstatt eine fortgesetzte Aussage-gegen-Aussage-Diskussion zu führen.
Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir debattieren zwei Anträge der Linksfraktion. Darin wollen Sie Abrisse grundlegend erschweren und in großem Stil bestehende Wohnungen rekommunalisieren. Indem der Bund die Kommunen großzügig finanziell ausstattet, sollen Kommunen außerdem Vorkaufsrechte uneingeschränkt nutzen können. Man könnte meinen, Sie wollen den DDR-Wohnungsbestand der 80er-Jahre zurückhaben. Ich kann Ihnen versichern: Ein Verkaufsschlager war das …
Rohwer lehnt die Anträge der Linksfraktion zur Rekommunalisierung und Ausweitung des Vorkaufsrechts ab und plädiert stattdessen für schnelleren und kostengünstigeren Neubau. Er kritisiert zudem die Verwendung des Begriffs „real existierender Kapitalismus“ als unangemessene Gleichsetzung der Bundesrepublik mit der DDR-Diktatur.