Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Irene Khan, UN-Sonderberichterstatterin für Meinungsfreiheit, gebürtig aus Bangladesch, war vor einigen Monaten in Deutschland und hat sich umgehört und umgeschaut. Bevor sie nach Deutschland kam, war sie in Ländern wie Honduras, Sambia und auf den Philippinen. In ihrem Bericht schreibt sie, für die ganze Welt lesbar, über Deutschland – Zitat –: „Der Spielraum für …
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Irene Khan, UN-Sonderberichterstatterin für Meinungsfreiheit, gebürtig aus Bangladesch, war vor einigen Monaten in Deutschland und hat sich umgehört und umgeschaut. Bevor sie nach Deutschland kam, war sie in Ländern wie Honduras, Sambia und auf den Philippinen. In ihrem Bericht schreibt sie, für die ganze Welt lesbar, über Deutschland – Zitat –: „Der Spielraum für die Meinungsfreiheit […] schrumpft und wird durch mehrere negative Trends untergraben.“ Zitat Ende. – Und dann geht es wie folgt weiter: nämlich vor allem durch die exzessive Anwendung des Politikerbeleidigungsparagrafen 188 StGB und die Absicht, die in den Umfragen bundesweit und inzwischen in einigen Länderparlamenten stärkste Partei verbieten zu wollen. Meine Damen und Herren, das ist das gruselige Bild von außen, das Deutschland nach Jahrzehnten Kartellparteienherrschaft abgibt. Beifall: AfD Peinlich und erbärmlich für eine Republik, deren Repräsentanten sich als super demokratisch gerieren. Es steht schlecht um Deutschland, meine Damen und Herren, nahezu überall: bei Wirtschaft, Finanzen, innerer und äußerer Sicherheit, bei Bildung und auch bei der Meinungsfreiheit. Dabei sollte doch eigentlich Einigkeit darüber bestehen, wie wichtig die Meinungsfreiheit ist – Zitat –: „schlechthin konstituierend“ für einen freiheitlichen Staat“, so das Bundesverfassungsgericht 1958. Und weiter – Zitat –: „eines der vornehmsten Menschenrechte“, „die Grundlage jeder Freiheit“. Verdammt lang her, verdammt weit weg. Heute: Ermittlungsverfahren, Hausdurchsuchungen, Zwangsgelder, Anklagen, Verurteilungen für Kritik an Mächtigen, die übrigens härter bestraft wird als die Kritik an normalen Menschen. Hinzu kommt das millionenfache Löschen von unliebsamen Veröffentlichungen und Kommentaren in sozialen Netzwerken, das jeden Freiheitsfreund aktivieren müsste, aber ehrlicherweise nur uns von der Alternative für Deutschland als Schützer und Bewahrer von Freiheit, von Meinungsfreiheit und Grundrechten umtreibt, und das ist auch gut so, dass es zumindest uns umtreibt. Beifall: AfD Oder die sogenannte Hassrede: Strafbar ist sie nicht. Keiner weiß so richtig, was das sein soll. Dennoch wird gelöscht und denunziert, dass die Finger qualmen. Es geht noch weiter; die künstliche Intelligenz, KI, macht es möglich. Ausgerechnet die Landesmedienanstalten, bezahlt übrigens aus GEZ-Zwangsabgaben, überwachen KI-gestützt das Internet und tauschen sich mit den Inlandsgeheimdiensten aus. So versteckt sich hinter den guten alten, leicht verstaubten Landesmedienanstalten ein weiteres Werkzeug der schier allgegenwärtigen Gesinnungspolizei. ↳ Dr. Konrad Körner (Union): »Sagen Sie noch was zum Gesetzentwurf?« Meine Damen und Herren, es wird in Deutschland immer schlimmer. Das muss gestoppt werden! Beifall: AfD Der Aufbau einer Überwachungs- und Repressionsstruktur ist inzwischen weit vorangeschritten. Die meisten merken es vielleicht gar nicht; es ist aber so. Seit dem Jahr 2022 wurden über 130 000 angebliche Rechtsverstöße ermittelt und gemeldet. Und es geht immer weiter: Der angekündigte Digitale-Medien-Staatsvertrag will die Frage, was der Bürger überhaupt noch sehen darf, im Staat regeln, und ich glaube, es wird immer repressiver. Public Value spielt da eine Rolle, also, frei übersetzt, der Gemeinwohlbeitrag. Das heißt – Zitat –: Neben der besonderen Auffindbarkeit von Public-Value-Angeboten oder -Inhalten sind dabei auch allgemeine Vielfaltsanforderungen denkbar. – Der Bürger wird also gar nicht mehr das sehen, was er sehen will, sondern das, was den Vielfaltsanforderungen derjenigen entspricht, die vorgeben, was er sehen darf. Es wird gruselig, meine Damen und Herren. Es braucht daher dringend wieder die Rückbesinnung auf ein freiheitliches Dasein, ↳ Sonja Lemke (Linke) in dem der Staat und seine Repräsentanten die Diener des Volkes sind und nicht die Drangsalierer des Volkes, meine Damen und Herren. Beifall: AfD Demokratie funktioniert nur von unten nach oben. Es braucht keine staatlichen Demokratieschützer. Chef im Ring ist der freie, der mündige Bürger, der kein betreutes Denken braucht und keine betreute Demokratie benötigt, meine Damen und Herren. Dazu ist unser Gesetzentwurf heute ein wichtiger Schritt – ein kleiner Schritt, aber ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Vielen Dank. Beifall: AfD