Vorfahrt für bezahlbaren Wohnraum und nachhaltige Stadtentwicklung
Tagesordnungspunkt 36a · 21/84 · 12. Juni 2026
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein entkerntes Baugesetzbuch ist genauso wenig nutzbar wie ein entkerntes Haus. Genau das fasst den aktuellen Kurs dieser Bundesregierung in der Baupolitik zusammen. Deshalb zeigen wir heute mit unserem Antrag: Es gibt dazu eine Alternative. Mehr bezahlbarer Wohnungsbau in grünen, lebenswerten Städten ist möglich und erst recht kein Widerspruch. Dafür braucht es …
Sylvia Rietenberg kritisiert die Baupolitik der Bundesregierung als unzureichend und präsentiert einen Alternativantrag, der bezahlbaren Wohnraum, nachhaltige Stadtentwicklung und eine Stärkung der kommunalen Bodenpolitik fördern soll.
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wer heute durch unsere Innenstädte geht, sieht einen Widerspruch, der viele Menschen zu Recht beschäftigt. Da sind junge Familien, die verzweifelt nach einem bezahlbaren Heim suchen. Da sind Auszubildende und Studierende, die kaum noch dauerhafte Bleiben finden. Und da sind Seniorinnen und Senioren, die sich kleine, barrierefreie Wohnungen …
Die Rednerin erörtert die Chancen und Grenzen der Umnutzung leerstehender Gewerbeimmobilien in Wohnraum, warnt vor dem Verlust von Arbeitsplätzen und Nutzungskonflikten, befürwortet aber gezielte Förderprogramme und kommunale Entscheidungsfreiheiten sowie beschleunigte Baugenehmigungsverfahren.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wenn man den Antrag der Grünen liest, könnte man zunächst meinen: Endlich beschäftigt sich einmal jemand mit einem echten Problem. Tatsächlich gibt es in vielen Städten leerstehende Bürogebäude, während gleichzeitig Wohnraum fehlt. Und ja, die Umnutzung geeigneter Büroflächen zu Wohnungen kann ein sinnvoller Baustein sein. Das klingt auf den ersten Blick sinnvoll. Aber die …
Strauß kritisiert den Antrag der Grünen zur Umnutzung von Büroflächen scharf als überbordende Bürokratie, die Eigentümer statt der Politik für Leerstand verantwortlich macht. Er fordert stattdessen marktwirtschaftliche Lösungen durch Deregulierung und Kostensenkung sowie die Rückführung von Migranten ohne Aufenthaltstitel, um Wohnraum zu schaffen.
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Thema „bezahlbares Wohnen“ ist für unsere Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. Deshalb ist es richtig, dass wir in diesem Hause regelmäßig darüber diskutieren, und es ist auch richtig, dass wir darüber hitzig diskutieren. Es ist legitim, dass die Opposition die Regierung in solchen Debatten kritisiert. Und, liebe Kolleginnen und Kollegen von den Grünen, Sie …
Der Redner verteidigt das „Bauturbo“-Gesetz gegen Kritik der Grünen, wirft ihnen Widersprüchlichkeit und Populismus vor und betont die Entscheidungshoheit der Kommunen.
Ich glaube, wir wollen alle nach Hause. Deswegen lehne ich das heute ab. Sie setzen auf Zwang und Bevormundung. Unsere Koalition setzt auf Vertrauen und Pragmatismus. Sie fordern zu Recht – es stehen auch positive Dinge im Antrag –, dass wir mehr Wohnraum durch Nachverdichtung in unseren Städten schaffen müssen. Bei dieser Forderung haben Sie uns an Ihrer Seite. Aber …
Der Redner lehnt den Antrag der Opposition ab und verteidigt die Regierungsmaßnahmen wie den Bauturbo und Förderprogramme als effektivere Lösungen gegen die Wohnraumnot, während er die Vorschläge der Gegner als kostensteigernd und bürokratisch kritisiert.
Vielen Dank, Herr Präsident. – Lieber Herr Rottwilm, lieber Philipp, zwei Punkte: Ich starte mit einer ganz einfachen Frage. Sie waren ja in Zeiten der Ampel nicht dabei; dies ist Ihre erste Legislatur. Wie kommen Sie eigentlich darauf, dass wir da den Bauturbo beschlossen hätten? Den Bauturbo haben wir nicht einmal in erster Lesung besprochen. Punkt Nummer zwei. Lieber Philipp, …
Der Redner stellt klar, dass der sogenannte 'Bauturbo' nicht beschlossen wurde, und fordert eine Entschuldigung für einen Vergleich mit einer vom Verfassungsschutz beobachteten Partei.
Lieber Kollege Taher Saleh, ich fange vorn an: Der Bauturbo ist damals nicht beschlossen worden; das habe ich auch nicht gesagt. Ich habe gesagt: Man war geeint; es war die Idee der Ampel, ihn umzusetzen. Das haben die Grünen seinerzeit mitgetragen. Das ist es, was ich gesagt habe. Ich glaube, das entspricht den Tatsachen. Nummer zwei. Ich habe die Grünen, …
Der Redner widerspricht der Darstellung von Taher Saleh bezüglich des 'Bauturbos' und weist den Vorwurf zurück, die Grünen mit Rechtsextremisten verglichen zu haben. Er kritisiert den Antrag der Grünen als populistisch und realitätsfern und fordert stattdessen eine faktenbasierte Diskussion.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich frage jetzt noch einmal: Ist jemand im Hause anwesend, der seine Stimme noch nicht abgegeben hat? – Das ist nicht der Fall. Dann schließe ich die namentliche Abstimmung und bitte die Schriftführerinnen und Schriftführer, mit der Auszählung zu beginnen. Das Ergebnis der Abstimmung werde ich Ihnen später bekannt geben.1Ergebnis Seite 10287 A Ich darf jetzt …
Vielen Dank, Herr Präsident. – Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr verehrte Damen und Herren! Es ist jetzt sicherlich die Sternstunde, um über Baupolitik zu sprechen. Von daher ist es vielleicht angemessen, ein paar Dinge zu sortieren. Wir haben zwei Anträge der Grünen vorliegen, die jeweils auf mehreren Seiten relativ viele richtige Dinge enthalten. Von den Vorrednern haben wir jetzt gehört: …
Gennburg definiert die Wohnraumkrise als Marktversagen, das durch harte Regulierung und Rekommunalisierung statt durch reine Neubauoffensiven gelöst werden muss, und grenzt sich scharf von den Positionen von SPD, CDU und AfD ab.
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Bezahlbarer Wohnraum ist eine der großen sozialen Fragen unserer Zeit. Deswegen lohnt es sich immer, egal wie spät es ist, darüber zu debattieren. Wir haben heute zwei Anträge der Grünen vorliegen, die dieses Ziel verfolgen, aber – so würde ich sagen – genau das Gegenteil bewirken. Sie bewirken weniger Tempo, mehr Bürokratie und am …
Christian Moser lehnt die Anträge der Grünen ab, da diese seiner Meinung nach Bürokratie erhöhen und den Wohnungsbau verlangsamen. Er plädiert stattdessen für den Erhalt des „Bauturbos“ und die geplante BauGB-Novelle, um durch Vereinfachung und wirtschaftliche Tragfähigkeit mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Bezahlbarer Wohnraum ist eine der größten sozialen Herausforderungen unserer Zeit. Wer aber den Antrag liest, stellt fest: Da findet keine Beschleunigung statt, hier wird ein Regulierungsturbo gestartet. Auf sechs Seiten finden Sie über 20 neue Forderungen: neue Sozialquoten, neue Planungsinstrumente, neue Genehmigungsvorbehalte, neue Beteiligungsverfahren, neue Auflagen für Klimaanpassung, neue Freiraumentwicklung und vieles …
Der Redner kritisiert den Antrag zur Schaffung von Wohnraum scharf als überbordende Regulierung, die statt zu beschleunigen einen 'Regulierungsturbo' auslöse. Er fordert stattdessen staatliche Rahmenbedingungen, die Bürokratie abbauen und private Investitionen fördern.
Sehr geehrter Herr Präsident! Wer in Großstädten eine Wohnung sucht, kennt das Problem: Wenn man eine Wohnung findet, dann ist sie meist viel zu teuer. Jeder merkt: In Deutschland fehlt es nicht nur an besserer Mietregulierung, sondern auch an bezahlbarem Wohnraum, genauer gesagt: an 1,4 Millionen Stück. Gleichzeitig erleben wir eine sehr große Absurdität, einen großen Widerspruch; denn in den …
Mayra Vriesema fordert einen beschleunigten Umbau leerstehender Büroflächen in bezahlbaren Wohnraum, um dem Wohnungsmangel in Großstädten entgegenzuwirken. Sie unterbreitet konkrete steuerliche und förderpolitische Vorschläge und beruft sich dabei auf Studien des Pestel Instituts und den Baukulturbericht.