Wertschätzung sicherstellen, Kürzungen vermeiden - Die Pflege von Angehörigen darf nicht in die Armut führen
Zusatzpunkt 22 · 21/84 · 12. Juni 2026
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Gute Gesundheit und Pflege sind für alle Menschen bedeutend. Jede und jeder macht sich Gedanken darüber, wie gute Gesundheit und Pflege gesichert werden können – eines Tages für sich selbst, für die Angehörigen, die Eltern, die Großeltern, für die Freunde und die Nachbarn. Deshalb haben wir eine große Verantwortung, eine gute Gesundheitsversorgung …
Britta Haßelmann kritisiert den Referentenentwurf der Bundesregierung zur Pflege scharf, da dieser die Lasten einseitig auf pflegende Angehörige abwälze, und fordert stattdessen strukturelle Lösungen wie den Finanzausgleich zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung.
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen von den Grünen! Ich freue mich grundsätzlich immer, wenn das Thema Pflege hier aufgerufen wird. Wenn es gerade in der Aktuellen Stunde ist, ist es wunderbar; aber es ist halt eben auch eine Aktuelle Stunde und keine Märchenstunde. Das Märchen vom Goldesel, den Sie bräuchten, um Ihre Versprechungen zu finanzieren, ist halt leider auch …
Katrin Staffler kritisiert die Grünen für unrealistische Finanzierungsversprechen in der Pflege und verteidigt die unionsgeführten Vorhaben wie das Pflegefachassistenzgesetz sowie die Notwendigkeit einer finanziell tragfähigen Pflegeversicherung.
Herr Präsident! Meine geehrten Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Bürger! Gefühlskalt, herzlos, unmenschlich! Wenn man nach Worten sucht, die die Pflegereformpläne von Bundesministerin Warken möglicherweise beschreiben, kommen mir eben genau diese Worte in den Sinn. Wer seine Angehörigen zu Hause pflegt, soll dafür weniger Rentenansprüche erhalten – Rentenkürzung statt Respekt, Denkzettel statt Dankbarkeit. Damit handelt die Ministerin frei nach dem …
Der Redner kritisiert die geplanten Rentenkürzungen für pflegende Angehörige als herzlos und stellt dies den hohen Ausgaben für Migranten und andere Projekte entgegen, während er eine AfD-Regierung als Lösung für mehr Wertschätzung ankündigt.
So, jetzt beruhigen wir uns erst mal alle wieder! Sehr geehrter Herr Präsident! Der Titel dieser Aktuellen Stunde enthält einen Gedanken, dem man nicht widersprechen kann: „Die Pflege von Angehörigen darf nicht in die Armut führen“; darüber sind wir uns einig. Ich möchte die heutige Debatte aber nutzen, um einen Schritt zurückzugehen; denn hinter diesem Thema steht etwas Größeres: Wie …
Die Rednerin betont die Notwendigkeit einer tragfähigen Finanzierung der Pflegeversicherung in einer alternden Gesellschaft, kritisiert die Opposition für Forderungen ohne Lösungsansätze und fordert eine bessere Alterssicherung für pflegende Angehörige.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Pflegende Angehörige halten dieses Pflegesystem jeden einzelnen Tag am Laufen. Sie organisieren Arzttermine, kämpfen sich durch Anträge, stellen Medikamente bereit, waschen, trösten, heben, tragen und übernehmen Verantwortung, die der Staat nur allzu gern auf ihre Schultern ablädt. Und wer macht das überwiegend? Frauen – Frauen, die ihre Arbeitszeit …
Evelyn Schötz kritisiert scharf geplante Kürzungen der Rentenansprüche für pflegende Angehörige und warnt vor sozialer und frauenpolitischer Fehlentwicklung. Sie fordert stattdessen einen Pflegelohn, eine Ausweitung der Freistellungszeiten und eine solidarische Pflegevollversicherung zur Finanzierung.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Anlass dieser Debatte ist absolut richtig. Pflegende Angehörige verdienen Wertschätzung, und zwar nicht nur in Worten – das haben wir gerade auch noch mal gehört –, sondern in verlässlicher Unterstützung, in erreichbarer Beratung und in einer Pflegeversicherung, auf die sie sich verlassen können. Ich sage das auch aus persönlicher Erfahrung. Ich …
Anne Janssen fordert eine umfassende Wertschätzung für pflegende Angehörige durch verlässliche Unterstützung statt bloßer Worte und warnt davor, die Debatte vorschnell auf Kritik am aktuellen Referentenentwurf zu verengen. Sie plädiert für eine sorgfältige Prüfung des Gesetzentwurfs, um eine Balance zwischen Entlastung der Pflegebedürftigen, Stärkung der Angehörigen und Stabilisierung der Pflegeversicherung zu erreichen.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wenn man sich den aktuellen Entwurf der Bundesregierung zur Pflege anschaut, dann erkennt man sehr schnell das eigentliche Muster dieser Politik: Diese Regierung stärkt die pflegenden Angehörigen nicht, sie entlastet sie nicht, sie schützt sie nicht vor Überforderung und vor Altersarmut. Nein, sie verlagert immer mehr Arbeit auf Familien, während Leistungen gekürzt, Zugänge erschwert …
Die Rednerin kritisiert den Entwurf der Bundesregierung zur Pflege scharf, da er pflegende Angehörige durch Kürzungen und Erschwernisse belaste statt zu entlasten. Sie fordert eine finanzielle Aufwertung der häuslichen Pflege und warnt vor den negativen Folgen einer Kostenverschiebung auf Familien und Kommunen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wie wollen wir eigentlich gepflegt werden, wenn wir alt sind, wenn wir krank sind, wenn wir auf Hilfe angewiesen sind? Ich glaube, die Antwort ist für uns alle dieselbe: menschenwürdig, mit Respekt, mit Zeit, mit Zuwendung, so, dass wir uns nicht als Last fühlen, sondern als Mensch gesehen werden. Daran entscheidet sich, …
Die Rednerin fordert, die Anerkennung für pflegende Angehörige nicht zu kürzen und betont die Notwendigkeit struktureller Reformen im Pflegesystem, um eine menschenwürdige und wirtschaftlich tragfähige Versorgung zu sichern.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich muss mich schon etwas wundern: Dieser Referentenentwurf, der auch Anlass dieser Aktuellen Stunde ist, ist ja nicht vom Himmel gefallen, sondern er kommt aus der Bundesregierung. Deshalb wundere ich mich schon über manche Beiträge der Kolleginnen und Kollegen. Wir haben in den vergangenen Wochen viele Zuschriften von Menschen bekommen, die nicht …
Simone Fischer kritisiert den Referentenentwurf der Bundesregierung zur Pflegeversicherung scharf als reine Kürzungspolitik, die pflegende Angehörige existenziell bedroht. Sie fordert stattdessen eine gerechtere Finanzierung unter Einbeziehung wohlhabender Schichten, um die soziale Absicherung zu gewährleisten.
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Rund vier von fünf pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt, von denen zwei Drittel Frauen sind. Das ist unbestritten. Hinter dieser Zahl stehen Millionen Familien, die Tag für Tag Verantwortung füreinander übernehmen. Und bevor mir hier einer unterstellt, ich würde nur theoretisch über Zahlen reden, möchte …
Nora Seitz fordert eine umfassende Reform der Pflege, um das System vor dem Kollaps durch demografischen Wandel zu bewahren und Angehörige vor Armut zu schützen, warnt jedoch vor rein finanziellen Lösungen und betont die Notwendigkeit von Prävention sowie Wirtschaftlichkeit.
Herr Präsident! Liebe Kollegen! Verehrte Bürger! Unser Land ist pleite, und die Regierung braucht Geld. So simpel ist das. Über die Ursachen, die viel mit jahrzehntelanger Verschwendung und Wählertäuschung zu tun haben, möchte ich heute einmal nicht reden, sondern über die Folgen. Denn das Verschieben von Ausgaben nach dem Prinzip „Rechte Tasche, linke Tasche“ funktioniert überraschenderweise nur so lange, wie …
Die Rednerin kritisiert scharf die geplanten Kürzungen der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige und warnt vor den negativen Folgen für das Pflegesystem sowie einer Zunahme von Altersarmut und stationären Pflegekosten.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Bis vor zwei Wochen war ich Gemeindepfarrer in Bodelshausen, der südlichsten Gemeinde im Landkreis Tübingen. In dieser Funktion war ich auch Vorsitzender eines Krankenpflegevereins und damit nah dran an den Menschen, die ihre Nächsten pflegen und sie begleiten. Diese Menschen verdienen einerseits unsere Hochachtung, aber andererseits noch viel mehr eine verlässliche Politik, …
Der Redner betont die Notwendigkeit einer verlässlichen Pflegepolitik, die Pflegebedürftige und Angehörige vor Armut und Überforderung schützt, mahnt aber gleichzeitig aus Sicht des ehemaligen Pfarrers und Vorsitzenden eines Krankenpflegevereins an, die Leistungsfähigkeit des Sozialstaats für kommende Generationen zu bewahren und keine überzogenen Erwartungen zu wecken.