Drittes Gesetz zur Änderung des Vereinsgesetzes
Tagesordnungspunkt 14 · 21/89 · 9. Juli 2026
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! In Zeiten verstärkter hybrider Bedrohungen müssen unsere Sicherheitsbehörden insbesondere Einflussnahmen aus dem Ausland, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährden können, aufmerksam im Blick halten. Das Ausländervereinsregister hat dabei eine ausgesprochen wichtige Funktion. Es schafft Transparenz über Ausländervereine und ausländische Vereine, ihre organisatorischen Strukturen und ihre Finanzierung. Wir debattieren heute deshalb einen Entwurf zur Änderung dieses …
Frau Ludwig fordert, das Ausländervereinsregister zu stärken und eine Meldeschwelle von 10 000 Euro für ausländische Finanzierungen einzuführen, um fremde Einflussnahmen frühzeitig zu erkennen und die freiheitlich‑demokratische Grundordnung zu schützen.
Frau Präsidentin! Geschätzte Kollegen! Wie verteidigt man ein Land? Die Bundesregierung gibt heute ihre Antwort: mit einem Formular – einem Formular von 1966, mit dem sich die Gefährder bitte selbst bei uns melden sollen. Man verteidigt ein Land nicht mit einem Formular! Macht dieses Gesetz Deutschland sicherer? Geht es den Menschen damit besser? Nein, zweimal nein! Die Bedrohung ist real. …
Der Redner kritisiert das neue Vereinsgesetz als unzureichende Sicherheitsmaßnahme und fordert stattdessen umfassende Ermittlungsbefugnisse und strengere Kontrollen ausländisch gesteuerter Vereine.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Frau Staatssekretärin, Sie haben es ja eben angesprochen: Wir wissen seit Jahren, dass autoritäre Staaten versuchen, in Deutschland Einfluss zu nehmen, sei es durch Cyberangriffe, Desinformationen, Wegwerfagenten, auch durch die AfD, Herr von Zons, aber eben auch über Vereine und Organisationen, die von ausländischen Akteuren beeinflusst und auch finanziert werden. Diese Gefahr …
Dr. Irene Mihalic fordert, dass das geplante Transparenzgesetz zur Bekämpfung ausländischer Einflussnahme nicht pauschal alle ausländischen Vereine belastet, sondern differenziert und rechtsstaatlich gestaltet wird, um sowohl die Sicherheit als auch die Rechte zivilgesellschaftlicher Organisationen zu schützen.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wer unsere Demokratie schützen will, muss auch wissen, wer versucht, Einfluss auf sie zu nehmen. Genau darum geht es in diesem Gesetzentwurf. Ein wichtiger Aspekt bei dieser Einflussnahme ist die Finanzierung von Ausländervereinen aus Drittstaaten. Deshalb sollen künftig Ausländervereine finanzielle Zuwendungen ab 10 000 Euro jährlich aus Drittstaaten oder von mit ihnen …
Der Redner fordert eine gesetzliche Verpflichtung für Ausländervereine, finanzielle Zuwendungen aus Drittstaaten ab 10 000 Euro offenzulegen, um das Ausländervereinsregister zu schließen und die Sicherheit vor ausländischen Einflussnahmen zu stärken.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe mir die letzten 20 Minuten angehört und habe nur noch ganz wenige Worte zur Ergänzung, und zwar zu den Stichworten „Herkunft“, „anlasslose Datenerhebung“ und „Generalverdacht“. Wir möchten zum Schutz der Menschen, die hier leben, angesichts der Bedrohungslage immer so viel Freiheit wie möglich, aber eben auch so viel Sicherheit wie …
Sie begründet die Notwendigkeit des Dritten Gesetzes zur Änderung des Vereinsgesetzes als Reaktion auf terroristische Bedrohungen und fordert, dass Sicherheitsbehörden mit geeigneten Mitteln ausgestattet werden, wobei das Verhältnismäßigkeitsprinzip eingehalten werden soll.
Der Kollege Johannes Schätzl, SPD, hat seine Rede ebenso zu Protokoll gegeben wie Ferat Koçak von der Fraktion Die Linke.1Anlage 5 Ich schließe hiermit die Aussprache. Interfraktionell wird die Überweisung des Gesetzentwurfes auf der Drucksache 21/6805 an die in der Tagesordnung aufgeführten Ausschüsse vorgeschlagen. Gibt es weitere Überweisungsvorschläge? – Da das nicht der Fall ist, verfahren wir wie vorgeschlagen. Der …
Mit meiner heutigen Stimmabgabe gegen den vorliegenden Gesetzentwurf verbinde ich das Bedürfnis, mein Abstimmungsverhalten näher zu erläutern. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass ein generelles Tempolimit auf Bundesautobahnen einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten, den Kraftstoffverbrauch senken und die Verkehrssicherheit erhöhen kann. Diese Einschätzung entspricht den Beschlüssen meiner Partei sowie den Zielsetzungen, mit denen die SPD in den …
Isabel Cademartori erklärt ihr Nein zum Gesetzentwurf, weil sie das generelle Tempolimit grundsätzlich befürwortet, aber die Koalitionsvereinbarung respektieren und die Regierungsstabilität wahren will.
Ich stimme gegen diesen Gesetzentwurf. Diese Entscheidung fällt mir nicht leicht. Ich halte die Frage eines allgemeinen Tempolimits für legitim und die Debatte darüber für notwendig. Verkehrssicherheit, Klimaschutz und Energieeffizienz sind Anliegen, die ich teile. Meine Ablehnung richtet sich daher nicht gegen das Ziel, sondern gegen diesen Gesetzentwurf in seiner vorliegenden Form. Der Entwurf leidet an einem grundlegenden Konstruktionsfehler: Er …
Sebastian Fiedler lehnt den vorliegenden Gesetzentwurf zum allgemeinen Tempolimit ab, weil er ihn für methodisch fehlerhaft, unbegrenzt und ohne ausreichende Begründung sowie mit unrealistischem Inkrafttreten hält, und fordert stattdessen eine solide, befristete und evaluierbare Regelung.
Wir debattieren hier über ein legitimes Ziel, das wir alle unterstützen: die Bekämpfung von Extremismus, Terrorismusfinanzierung und illegitimer Einflussnahme aus Drittstaaten. Das Vereinsleben ist eine der großen Stärken unseres Landes. Gerade die vielen Ausländervereine sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sie sind kulturelle Brückenbauer, Anlaufstellen für Familien und wichtige Partner für Kommunen. Die große Mehrheit dieser Vereine leistet wertvolle …
Der Redner fordert, dass die Bekämpfung von Extremismus zwar notwendig ist, aber das geplante Ausländervereinsregister nicht zu allgemein und unverhältnismäßig sein darf, da es das Vertrauen in zivilgesellschaftliche Vereine untergräbt.
Was Sie hier heute vorgelegt haben, ist kein Gesetz. Es ist die Ansage an Millionen Menschen in diesem Land: „Wir vertrauen euch nicht.“ Niemand von uns bestreitet: Wenn unter dem Deckmantel eines Vereins Gelder verschoben, Straftaten finanziert oder demokratiefeindliche Strukturen aufgebaut werden, muss das aufgeklärt werden. Dafür gibt es Ermittlungen. Dafür gibt es das Strafrecht, das für alle Vereine gilt. …
Der Redner kritisiert das geplante Gesetz, das er als rassistische Pauschalkriminalisierung von migrantischen Vereinen bezeichnet und fordert gleiche Rechte für alle Vereine.